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Freutag mit Nähtisch-Upcycling

Nähtisch Upcycling

enthält Werbelinks*

Ich melde mich aus der Sommerpause zurück und bringe gleich mal ein schönes Nähtisch Upcycling mit. Außerdem erzähle ich ein bisschen aus dem Nähkästchen: Von Blogkrise, von neuen und alten Plänen, von hinter den Kulissen und der ein oder anderen Neuerung. Aber eins nach dem anderen!

 

Halbzeit: Von Blogkrisen, Plänen, die nicht immer aufgehen und Tarotkarten

Ich hab es vor den Ferien schonmal erwähnt, glaube ich. Dass mir die Lust am Bloggen irgendwie abhanden gekommen war. Nun bin ich wieder da, und irgendwie zeigt das ja, dass sie nicht komplett weg ist. Dass es weitergehen wird – das ist die gute Nachricht! Natürlich, ich blogge aus einer Leidenschaft und Schreib- und Foto- und Nählust heraus. Und obwohl ich mit mir und der DSGVO eigentlich ganz zufrieden war, war dann irgendwann einfach die Luft raus.

Wozu das alles?

Das Internet ist voll mit wunderbaren Blogs, Bildern, Texten, Ideen… Hat die Welt ausgerechnet auf meine Bilder, Texte und Ideen gewartet? Auf meine Nähideen und Schnittmuster?

[Aber es hat mich doch sehr gefreut, dass dank Pinterest weiterhin viele Leute hier zu Besuch kamen, sich haben inspirieren lassen und meinen Newsletter abonniert haben. Danke!]

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Ich habe diesen Blog eine Weile bewusst vergessen. Direkt vor den Ferien habe ich ein Blog-Coaching mit Julia von Kreativlabor Berlin mitgemacht, was super war! Es hat mich sehr bestärkt einiges anders zu machen. Nicht, weil ich irgendwie „mehr Erfolg“ oder „mehr“ von irgendwas erreichen will, sondern weil ich im Alltag gemerkt habe, wie sehr mich die Blog-Arbeit auffrisst. Und wie wenig Zeit für Kinder, für Haushalt und für mich bleiben. Denn ich bin ja auch noch da, und wenn Bloggen zur Pflicht wird, weil einem sonst das schöne SEO-Ranking kapputt geht, dann ist irgendwas gar nicht gut.

Das Schnittmuster „Pippa“ hatte Kraft gefordert. In den letzten Probenähen habe ich festgestellt, wieviel Zeit die erfordern. Es macht mir ja sehr viel Spaß, nicht falsch verstehen! Aber Zeit ist bei mir Mangelware, und Probenähen fressen eine Menge Zeit. Und in dieser Zeit komme ich zu nichts anderem – weshalb ich mich bei kommenden Projekten (ja, es wird welche geben) einfach im Vorfeld noch besser vorbereiten werde, damit mir am Ende nicht die Luft ausgeht. Oder damit mich eine Woche mit kranken Kindern hier nicht völlig raushaut.

nähtisch gestell upcycling

Zum ersten Mal seit langer Zeit habe ich mir mal wieder die Tarot-Karten gelegt. Ich habe keine Ahnung, ob du dich damit auskennst oder dafür zugänglich bist – ist auch egal! Das Blog-Coaching, das Ende meiner letzten Elternzeit… bei mir stehen die Zeichen auf einen Wendepunkt (ich war auch beim Friseur *lach*). Also Tarot-Karten. Viel Yoga. Om. Neulich sogar eine ganz besondere Begegnung. Du merkst vielleicht, dass ich gerade wirklich in einer kleinen Sinnkrise stecke, die sich natürlich auch durch weitere Bereiche zieht. Mein Mann meinte, der Blog sei „das Problem“. Ich sei so unentspannt damit. Aber das stimmte nicht: Hier fällt es nur als erstes auf, weil dieser (und der neue, komm ich gleich zu) Blog mein Baby ist.

Aber zurück zum Tarot: Die Karte, die ich für die aktuelle „Krise“ gezogen habe, war „Der Gehängte“. Und jetzt nicht erschrecken: Der hat absolut nichts mit dem Tod zu tun! Tarotkarten sprechen symbolisch zu uns, und ihre Sprache ist direkt und ehrlich. Der „Gehängte“ besagt, dass man in einer Phase der Passivität steckt und eine abwartende Haltung einnimmt/einnehmen sollte. In Zusammenhang mit den anderen Karten bedeutete er mir: Abwarten (und nähen)!

Also habe ich genau das getan. Habe mir nichts mehr vorgenommen, sondern gewartet. Bücher gelesen. Mein Manuskript hervorgekramt (ja, ich schreibe ja auch „kreativ“). Genäht. Gewerkelt. Urlaub gemacht. Und natürlich mein Nähtisch-Upcycling. Das kommt jetzt ;).

 

nähtisch upcycling

 

Nähtisch Upcycling als Krisentherapie

Ganz „nebenbei“ haben wir unseren Anbau fertiggestellt, und für unsere neue Fensterfront (unser Esszimmer ist jetzt fast ein Wintergarten) wünschte ich mir eine schöne Blumenbank. Nichts, was man kaufen kann. Ich hatte schon vor einiger Zeit auf Pinterest mal nach Nähtisch-Upcyclings gestöbert und war nun entschlossen aus einem antiken Nähtisch (bzw. dem Gestell) einen Blumentischchen zu bauen. Auf dem Online-Second-Hand-Markt wurde ich sehr bald fündig – ich fand ein Gestell mit Holztischplatte, ohne Nähmaschine. Die brauchte ich zu meinem Zweck auch nicht. Rund 70€ habe ich dafür bezahlt, und wahrscheinlich hätte ich den Preis noch etwas herunterhandeln können. Hab ich aber nicht.

Die Holzplatte sah nach nichts aus (dummerweise hab ich davon gar kein Foto), also habe ich sie zunächst abgeschliffen und dann lackiert – ganz so, wie ich das schon bei meinem Schraubglas-Regal oder meinem Holzregal oder meinem DIY-Nähtisch gemacht habe.

nähtisch upcycling

Das Prozedere ist immer gleich:

1. Schleifen mit der Schleifmaschine* (diese Anschaffung hat sich echt sooo gelohnt!),

2. mit Bondex Vintage Weiß* lackieren,

3. nochmal von Hand mit Schleifpapier abschleifen und

4. dann mit Bondex Wachs grau* wachsen.

 

Fertig ist meine Nähtisch-Blumenbank im shabby-vintage-Look. Die Unebenheiten der Oberfläche sind gewollt – die entstehen beim erneuten Abschleifen und verraten, wie die Platte vorher ausgesehen hat. Durch das Wachs wird die Oberfläche übrigens wunderbar weich und glatt. Und der Laptop macht sich da auch ganz gut:

nähtisch upcycling

 

Bloglife – die Änderungen

Nun, Projekte wie dieses zeigen mir immer wieder, wie sehr ich das Bloggen, Fotografieren und Werkeln liebe. Und wie sehr ich es im Sommer nun doch vermisst habe. Ich bin ein kreativer Mensch und ich will gar nicht darauf verzichten meine Sicht auf die Ding und die Welt ins Internet zu schreiben! Aber es wird ein frischer Wind hier durchpusten, denn einiges war eingefahren, und ich war zu Recht mit einigen Dingen unglücklich.

Deshalb habe ich den Blog Padermama gegründet – für alle „Mama“-Themen. Die sind von jetzt an dort zu finden. Und einiges mehr! Hier will ich mich künftig voll auf Nähen und DIY konzentrieren. Mit dieser Entscheidung bin ich sehr glücklich, denn auch „Padermama“ entwickelt bereits ein eigenes Gesicht, das mir sehr gut gefällt.

Für diesen Blog habe ich in der Sommerpause natürlich viele Beiträge vorbereitet, und ich freue mich sie demnächst zu zeigen! Überhaupt freue ich mich darüber mich hier voll und ganz aufs „Crafting“ konzentrieren zu können. Ohne den Zweitblog würde mir was fehlen, aber so kann ich alle anderen Themen dort unterbringen und betreibe nun also doch einen, bzw. zwei „Nischenblogs“. Das fordern alle Blog-Gurus ja immer, und ich habe mich immer geweigert. Aber irgendwann hab ich festgestellt, dass ich so nun doch mehr Möglichkeiten habe, zumal ich einfach an so vielen Dingen interessiert bin. Ich überlege ja schon einen dritten Blog zu starten!

Nun denn – ich will jetzt erstmal schauen, wie es mit zwei Blogs läuft, bevor ich weitere Projekte beginne.

nähtisch upcycling

 

Damit gebe ich nun ab zum Freutag und freue mich auf den Herbst!

Lieber Gruß,

Sonja

 

 

 

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6 Comments

  1. Nähkäschtle
    2 Monaten ago

    Huhu, schön das du hier wieder schreibst und ich hoffe auch bald wieder nähst und kreativ wirst. Ich hoffe für dich, dass dir die Lösung mit zwei Blogs nicht noch mehr Druck macht und du mit deinen beiden Nischen und der großen daheim glücklich wirst. Liebe Grüße Ingrid

    Reply
    1. Sonja
      2 Monaten ago

      Hallo Ingrid,

      danke dir! 🙂
      Ja, mit der Gefahr bei zwei Blogs hast du natürlich Recht – aber ich hab einiges vorgebloggt, sodass ich die nächsten Wochen gut füllen kann. Und wenn es zuviel wird, mache ich mir keinerlei Druck. Dann setze ich mal einfach aus, die Ruhe hab ich inzwischen einfach. Ich muss nicht drei Beiträge die Woche veröffentlichen und auch nicht jeden Tag ne Story auf Instagram posten. In den Herbstferien gehen wir auf große Wohnmobil-Tour, da werde ich Pause machen, und Richtung Weihnachten wahrscheinlich auch wieder. Ich muss mal sehen, wie es mit meinen neuen freien Vormittagen hier läuft – etwas mehr Zeit und Ruhe hab ich ja nun auch, dadurch dass jetzt alle vier an vier Vormittagen betreut sind *jubel*.

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
  2. Karin Lechner (vonKarin)
    2 Monaten ago

    Hallo Sonja,
    ich verstehe dich sehr gut. Die Sinnkrise packt mich regelmäßig (am schlimmsten vor Weihnachten). Und ich finde es super, dass du das alles so aktiv und kreativ angegangen bist. Blogcoaching, Tarotkarten, Blog-Splitting – du hast nichts ausgelassen. Hut ab.
    Und du bestärkst mich, dass ich mich in meinem DIY Blog stärker auf das Kernthema konzentrieren und für alles weitere besser einen zweiten Blog aufmache. Danke für die Inspiration.
    Herzlichst
    vonKarin
    PS – Früher habe ich für andere oft Tarotkarten gelegt. Für mich selbst nie. Ich glaube, ich sollte das ändern. 🙂

    Reply
    1. Sonja
      2 Monaten ago

      Hallo Karin,

      danke fürs Vorbeischauen und Kommentieren :).
      Bloggen ist ja ein andauernder Prozess, ein Blog ist nie fertig. Und so wie man sich selbst weiterentwickelt oder verändert, so ändert sich der Blog eben auch. Ich hab die Änderung bei mir an so vielen Stellen im Leben gemerkt, dass ich einfach handeln musste. Ich war selbst ein wenig verwirrt über meine Ziele und Wünsche, gerade jetzt am Ende meiner Elternzeit.
      Deshalb habe ich mir umfassende Hilfe geholt, und das alles hat sich für mich sehr gelohnt: Ich fühl mich jetzt wieder auf dem richtigen Weg. Auch der neue Blog entwickelt langsam ein eigenes Gesicht, und das gefällt mir sehr sehr gut.

      Ich finde es ja sehr schwierig selbst nur bei einem Thema zu bleiben, weil ich mich für so viele Dinge interessiere. Genau das predigen aber all die Blog-Experten immer wieder: Konzentriere dich auf eine Nische! Ich wollte nie ein Korsett, aber ich war auch einfach nicht mehr glücklich. Daher war die Entscheidung dann sehr richtig – Julia hat mich darin bestätigt und mir noch eine ganze Menge Input gegeben.

      Die Tarotkarten waren dann am Ende mehr eine Spielerei, aber eine schöne :). Ich hab als Studentin eine wunderbare Nachbarin im Haus gehabt, mit der ich viel Rotwein getrunken habe, und sie hat mir ab und an die Karten gelegt. Das waren immer schöne Abende, und irgendwann habe ich mir selbst ein Deck gekauft und mich damit beschäftigt. Das alles trat in den letzten Jahren sehr in den Hintergrund, aber ich kehre gerade wieder dahin zurück *schmunzel*. In mir steckt eben auch so eine Hexe *kicher*. Ich war mir nicht sicher, ob ich es auf dem Blog erwähnen sollte oder ob ich Leserinnen damit abschrecke – jetzt denke ich, dass ich vielleicht genau die Richtige damit angesprochen habe. Versuchs mal mit den Karten, es macht Spaß!

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
  3. ulrikessmaating
    2 Monaten ago

    hej sonja,
    das mit den zwei blogs finde ich klasse, gerade wenn man nicht mehr so viel mit mama themen am hut hat :0) dein Nähtisch ist wirklich superschön geworden!! danke für die anregungen…ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)

    Reply
    1. Sonja
      2 Monaten ago

      Hallo Ulrike,

      danke für deinen Besuch bei mir :). Schön, dass dir die Thementrennung gut gefällt – genau das wollte ich erreichen: Die, die sich wirklich nur Nähen udn DIY von mir wünschen, die bekommen das von jetzt an auch nur. Und für alles andere gibts den zweiten Blog, und bei Überschneidungen verlinke ich dann hin und her :).

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
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