Tutorial: Gewichtsdecke nähen

gewichtsdecke nähen

Was um Himmels Willen ist eine Gewichtsdecke? Die Frage runzelte sich in Falten auf meine Stirn, als ich zum ersten Mal darauf stieß. Gewichtsdecken sind auch unter dem Namen „Therapiedecke“ bekannt. Im Prinzip sind es schwere Decken. Sie werden extra beschwert um beim Zudecken eine beruhigende Wirkung zu erzielen. Gewichtsdecken werden in Krankenhäusern und in der Pflege eingesetzt – z.B. bei psychischen Störungen und bei Einschlafproblemen. Einschlafprobleme waren mein Stichwort: Da mindestens zwei meiner Kinder Einschlafproblemexperten sind, war ich neugierig und hab gleich zwei Gewichtsdecken genäht. Heute stelle ich das erste der beiden Tutorials vor und zeige, wie du ganz leicht eine Gewichtsdecke nähen kannst.

Vorbemerkungen

Eine Gewichtsdecke selber zu nähen ist nicht schwer. Das heutige Tutorial ist etwas schwieriger als das nach der Nähen-für-Faule-Methode. Für die Nähanleitung heute ist es von Vorteil, wenn du vorher schon einmal eine einfache Patchwork-Decke genäht hast, z.B. meine einfache Babydecke ohne Einfassen. Damit kennst du sozusagen die Grundbegriffe des Decken-Nähens und kannst gleich losstarten!

Unterstützt hat mich bei diesem Projekt (wieder einmal) SULKY® by Gunold® , mit denen ich ja schon oft und immer wieder gern zusammen arbeite, z.B. bei der Mädchenhandtasche Joelle oder bei meinem Text über die Grundausstattung zum Sticken.

Hinweise zur Anwendung und Wirkung der Gewichtsdecke – wichtig!

Eine Gewichtsdecke oder Therapiedecke wird bei Schlafproblemen und bei verschiedenen ärztlichen Diagnosen empfohlen. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass ich hier keinerlei medizinische Beratung und Haftung übernehme! Ich habe gelesen, dass eine Gewichtsdecke durch das Gewicht beruhigend wirkt (wie eine Umarmung) und dadurch Glückshomone auslöst. Aus einem Selbstversuch kann ich diesen Eindruck bestätigen. Die Decke allein wird aber keine Depressionen oder ähnliches heilen – sie kann lediglich bei der Behandlung unterstützen!

Daher mein unbedingter Rat: Bitte halte bei medizinischen Fragen und Problemen Rücksprache mit dem Arzt oder Kinderarzt! Das gilt besonders, wenn eine Erkrankung der Atemwege, des Herzens oder Kreislaufprobleme bekannt sind. Menschen, die mit Skoliose oder Diabetes diagnostiziert wurden, sollten sich einen ärztlichen Rat einholen ob der Einsatz einer Gewichtsdecke sinnvoll ist.

Bei Kindern – ist eigentlich selbstverständlich – achte bitte darauf, dass Kopf und Hals nicht bedeckt sind. Das Kind muss immer frei atmen können! Auch deshalb sollte das Kind älter sein. (Ich hab eine Decke für meinen Jüngsten genäht, der ist jetzt zwei Jahre.)

Vielleicht hast du ja auch schon mit einem Arzt gesprochen, und er hat eine Gewichtsdecke empfohlen? Und jetzt suchst du eine Anleitung zum selbernähen der Gewichtsdecke? Man kann die natürlich fertig kaufen, doch gehen die Preise bei einer guten Qualität, Größe und Gewicht schnell ins Dreistellige. Das geht auch günstiger! Wenn du Geld sparen willst, empfehle ich dir die Nähen-für-Faule-Methode zum Nähen der Gewichtsdecke – die kannst du nämlich aus einer alten Bettdecke nähen!

FAQ Gewichtsdecke

Bei welchen Krankheitsbildern wird eine Gewichtsdecke eingesetzt?

Bei folgenden Diagnosen soll eine Gewichtsdecke helfen können, um hier nur einige zu nennen. Bitte verwende die Gewichtsdecke nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt und/oder Therapeuten!
– ADHS
– Autismus
– Asperger-, Down-, Hallermann-. Streiff-, Rett-, oder Tourette-Syndrom
– Posttraumatische Belastungsstörung
– Epilepsie
– Angst- und Zwangsstörungen
– Depression
– bipolare affektive Störung

Wie schwer soll eine Gewichtsdecke sein?

Das ist individuell vom eigenen Körpergewicht abhängig. Die Gewichtsdecke soll 10% des eigenen Körpergewichts wiegen.
Die erste Decke für meinen Kleinen (11kg) habe ich insgesamt 1kg schwer gemacht. Ich war auch lieber etwas vorsichtiger.

Womit wird die Gewichtsdecke befüllt?

Es kommen verschiedene Füllstoffe in Frage, z.B.: Reis, Sand, Linsen, Bohnen oder Polypropylen-Granulat* . Ich habe mich für Letzteres entschieden, damit man die Decke waschen kann.

Kann man die Gewichtsdecke waschen?

Ja, wenn du sie mit Polypropylen-Granulat* befüllst. Bei allen anderen Füllstoffen geht es nicht – organisches Füllmaterial schimmelt. (Eine mit Sand gefüllte Decke kann man theoretisch waschen.) Ich würde sie NICHT SCHLEUDERN und auch NICHT in den Trockner geben!

Wie wirkt die Gewichtsdecke?

Durch den gleichmäßigen Druck werden Glückshormone freigesetzt, ähnlich wie bei einer Umarmung.

Mein Kind schläft schlecht ein/durch. Hilft eine Gewichtsdecke beim Einschlafen?

Eine Gewichtsdecke kann helfen. Es gibt aber auch Kinder, die sie wegstrampeln . Da hilft nur Ausprobieren!

Gewichtsdecke nähen

Zutaten und Füllung

Für die heutige Decke habe ich ein (!) Fat Quarter-Bundle von Gütermann vernäht. (Das war auch ein bisschen die Challenge aus einem Stoffpaket eine Kleinkinderdecke zu nähen.) Die Rückseite habe ich, weil ich einen weichen Stoff haben wollte, aus einem Rest Sweatshirtstoff genäht.

Gütermann Fat Quarter
Gütermann Fat Quarter – ein Bundle reicht für eine kleine Decke.

Für die Füllung gibt es mehrere Möglichkeiten:

Ich wollte am liebsten einen natürlichen Füllstoff, aber aus rein praktischen Überlegungen habe ich mich am Ende für das Füllgranulat entschieden. Das kommt auch beim Nähen von Kuscheltieren, Türstoppern oder Nähgewichten zum Einsatz und hat den Vorteil, dass es bis 40°C waschbar ist. Reis, Linsen und Bohnen kann man leider nicht mitwaschen ohne die Decke damit für immer zu ruinieren – also blieb nur die Plastikvariante.

Sand ist theoretisch auch möglich und wahrscheinlich die günstigste Variante. Ob ich eine Sanddecke waschen würde, weiß ich nicht – vielleicht hast du da Erfahrungswerte?

Wenn du unbedingt einen natürlichen Füllstoff nehmen willst, kannst du einen extra Bezug nähen oder mit Reißverschlüssen arbeiten um die Füllung vor dem Waschen herauszunehmen (was sehr aufwändig ist, deshalb habe ich darauf verzichtet). Ein Vorteil der Reißverschlusslösung ist, dass man das Gewicht der Decke mit dem Alter der Kinder erhöhen kann. Aber sehr aufwändig!

Gewichtsdecke selber nähen

Nähanleitung

Jetzt legen wir aber los! Für den Zuschnitt benötigst du die Werkzeuge, die ich immer empfehle und die bei fast jedem Nähprojekt zum Einsatz kommen: Schneidematte, Rollschneider und Lineal. Außerdem benötigst du ein Bügeleisen und Bügelbrett, sowie eine grammgenaue Küchenwaage. Ein Trichter ist ebenfalls praktisch zum Einfüllen der Kügelchen. Fürs Nähen der Gewichtsdecke habe ich ca. 5 Stunden gebraucht. Das ist ein ungefährer Richtwert und abhängig von deiner Näherfahrung und dem eigenen Tempo. Beim Nähen will man sich ja auch nicht hetzen.

Zuschnitt

Vor dem Zuschnitt habe ich alle Stoffstücke gut gebügelt.

gütermann creativ stoff

Als nächstes habe ich alle Fat-Quarter-Stoffstücke in kleine Rechtecke zugeschnitten: 11cmx20cm. Die Größe hat sich durch die Fat Quarter-Größe ergeben. Du kannst natürlich deine eigenen Maße nehmen! Wichtig ist, dass eine Seite doppelt so lang ist wie später das Kästchen auf der Decke sein soll. Dann werden alle kleinen Rechtecke mittig gefaltet und gebügelt. So entstehen kleine Säckchen, die später befüllt werden.

Anschließend habe ich mir ein Muster überlegt und die gefalteten Rechtecke probegelegt. Wenn du schon Erfahrung mit Patchwork-Decken hast, weißt du vielleicht, dass dieser Teil sehr zeitraubend sein kann, bis man das optimale Muster für sich entdeckt hat.

gewichtsdecke probelegen
Probelegen der Decke: Überlege dir zuerst ein Muster und nähe dann Reihe für Reihe.

Nun nähst du Säckchen für Säckchen in der festgelegten Reihenfolge aneinander – Reihe für Reihe! Die Nahtzugaben der Unterseite bügelst du auseinander.

Wenn alle Säckchen-Reihen fertig sind, legst du dir am besten alle Reihen schon in der richtigen Reihenfolge zurecht, damit du beim Zusammensetzen nicht durcheinander kommst. Jetzt ist die Frage: Wie schwer woll deine Decke werden? Ich wollte eine 1kg-Decke. Teile das gewünschte Gewicht durch die Anzahl der Säckchen. So erhältst du die Gramm-Angabe pro Säckchen! Bei mir waren es 16g pro Säckchen. Ein Hinweis an dieser Stelle: Viel mehr Granulat hätte nicht in die Säckchen gepasst. Wenn deine Decke schwerer werden soll, musst du mehr Säckchen nähen, dann reicht ein Fat Quarter nicht. Oder du verwendest dann gleich die andere (einfachere) Methode, die ich nächste Woche vorstelle.

Die oberste Reihe habe ich nach dem Befüllen einfach abgesteppt um sie zu verschließen. Die zweite Reihe Säckchen wird an die erste Reihe genäht und dadurch verschlossen. Das geht dann immer so weiter, bis du alle Säckchen befüllt und die Decke fertig genäht hast.

Diese Arbeit habe ich mir auf mehrere Nähabende aufgeteilt, bis ich irgendwann soweit war:

Gewichtsdecke Nähanleitung
Zwischenstand der Gewichtsdecke – sieht schon fast fertig aus!

Abschluss der Gewichtsdecke nähen: Verschiedene Möglichkeiten

Für den Abschluss der Decke hast du nun verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste Methode ist die Decke wie bei der Babydecke ohne Einfassen mit dem Rückseitenstoff zu verstürzen, also rechts auf rechts abzusteppen und durch eine Wendeöffnung zu schließen. Diese Methode empfehle ich dir, wenn du noch nicht soviel Näherfahrung hast und/oder schnell und ohne Probleme fertig werden willst. Lediglich auf eins musst du hier achten, nämlich dass die Füllung nicht unter die Nadel rutscht! Am besten langsam und vorsichtig nähen und immer fühlen und Kügelchen aus dem Weg schieben. Günstige und hochwertige Nadeln bekommst du übrigens bei meinem Partner SULKY by Gunold – mir sind bei diesem Projekt leider auch ein, zwei Nadeln abgebrochen :(.

Die zweite Möglichkeit ist das klassische Einfassen der Decke – das empfehle ich dir, wenn du das schon einmal gemacht hast. Zum ersten Mal würde ich es hier nicht ausprobieren, weil auch hier die Gefahr besteht, dass Kügelchen unter die Nadel rutschen. Das erschwert das Nähen zusätzlich und bringt dann auch keinen Spaß.

Die dritte Möglichkeit habe ich mir selbst ausgedacht. Ich suche ja immer nach noch einfacheren Nähmethoden für das Nähen für Faule. Diese Methode ist nicht unbedingt leicht – sie geht schon eher in Richtung klassisches Einfassen. Von daher ist das jetzt nicht unbedingt etwas für Anfänger. Ich will diese Methode auch nochmal an einer normalen Patchworkdecke testen und perfektionieren.

So habe ich es also gemacht: Ic habe meine Decke ausgemessen und dann ein Rechteck aus Sweatshrtstoff zugeschnitten, dass an jeder Seite 5cm länger ist, also +10cm in der Länge und Breite. An den Ecken habe ich ein 5x5cm Quadrat ausgeschnitten und die dann rechts auf rechts wie einen Abnäher abgesteppt.

Jetzt kommt die Fummelarbeit: Ich habe dann den überstehenden Rand doppelt eingeschlagen und festgesteckt. An den Ecken ist es fummelig, zumal ich Sweat verwendet habe (was man ja eigentlich bei Patchworkdecken nicht macht – ich wollte aber eine kuschelige Unterseite!). Bügeln bringt einen hier also nicht weiter – ich werde wie gesagt noch weiter experimentieren, nächstes Mal mit Webware ;).

Zuletzt habe ich den Rand abgesteppt. Aufs Quilten habe ich verzichtet, weil die Säckchen so gut befüllt waren, dass ich nach zwei Nadelbrüchen Angst vor weiteren Verlusten hatte. Die Decke hate aber auch so einen guten Stand und ist von unten wirklich schön weich, sodass ein Kind bequem darunter liegen kann. Kleiner Tipp für die letzte Naht: Ein Reißverschlussfuß kann hier nützlich sein, wenn die Säckchen prall gefüllt sind. Ich bin beim Nähen darauf umgestiegen.

nähen
Die letzte Naht! Juhu!

Und? Wirkt die Gewichtsdecke?

Abschließend brennt natürlich diese Frage: Hat es was genützt? Nun – jein! Die Kinder fanden die Decke alle ganz toll, weil sie einfach anders ist. Der Kleine ist jetzt im Sommer doch zu zappelig dafür – der strampelt die sich dann einfach weg. Meine Töchter dagegen lieben die Decke (auch die größere, die ich nächste Woche vorstelle) und wollen nie mehr ohne schlafen. Ich finde das Gewicht angenehm, z. B. auch beim Sitzen auf dem Schoß.

Kurz: Probier es selbst aus! Mit dem Selbermachen der Gewichtsdecke sparst du zumindest im Vergleich zu einer gekauften Decke viel Geld. Und kommende Woche zeige ich noch, wie es noch einfacher und günstiger geht.

Bis dahin wünsche ich dir viel Spaß beim Nähen – schreib mir doch gern, wie deine Erfahrungen sind und ob dir die Anleitung gefallen hat!

Bis die Nähte,

Deine Sonja

Anleitung Gewichtsdecke nähen kostenlos

Damit gebe ich nun ab zu Creadienstag, HoT, und Elfis Kartenblog.

*Sponsored Post: Diese kostenlose Anleitung wurde durch die freundliche Zusammenarbeit und Unterstützung durch SULKY® by Gunold® möglich. Die Materialien wurden mir zum Teil kostenlos zur Verfügung gestellt, bei Links handelt es sich um Werbelinks. Mehr zu Werbung auf diesem Blog erfährst du auf meiner Transparenzseite.

Wenn dir der Beitrag gefallen hat, freue ich mich über deine Weiterempfehlung - vielen Dank!

About the Author:

Hallo, ich bin Sonja, leidenschaftlich dem Nähen verfallen und Mama von vier Kindern. Auf meinem Blog zeige ich meine Nähwerke, erstelle Tutorials zum Nähen und DIY und entwickle Schnittmuster. Außer fürs Nähen interessiere ich mich fürs Fotografieren, schreibe noch einen Mamablog, an einem Jugendbuch und einem Fantasyroman, höre Tori Amos, Bach und Heavy Metal und liebe Mittelaltermärkte :). -->Mehr über mich erfährst du links oben unter "Über...." ;) <--

27 thoughts on “Tutorial: Gewichtsdecke nähen

  • Pingback:Einfache Babydecke einfach nähen ohne einfassen * The Crafting Café

  • ELFi20. August 2019 at 15:05

    Servus Sonja!
    Ich sitze da. Mit Falten auf der Stirn und Fragezeichen in den Augen. Ja, auch ich höre heute zum ersten Mal von einer Gewichtsdecke. Was es nicht alles gibt! Ich finde die Decke in der Herstellung sehr aufwendig (ich bin aber keine Näherin und kann es nicht abschätzen), aber kann mir gut vorstellten, dass sie richtig eingesetzt einen guten Dienst tut. Danke fürs Zeigen und Erklären beim Dings vom Dienstag! Ich wünsche dir eine schöne Woche und schick dir liebe Grüße
    ELFi

    Reply
    • Sonja20. August 2019 at 18:23

      Hallo ELFi,
      danke für deinen Kommentar! Nächste Woche stelle ich noch eine einfachere Anleitung für eine Gewichtsdecke vor ;). Diese richtet sich in der Tat eher an fortgeschrittene Näherinnen.
      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
  • Handmade by Maritabw20. August 2019 at 22:42

    Liebe Sonja,
    dass ist ja eine tolle Idee. Gefällt mir sehr gut. Das werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren.
    Ich habe zwar noch nie etwas davon gehört, aber man muss auch mal etwas neues ausprobieren.

    Liebe Grüße Marita

    Reply
    • Sonja20. August 2019 at 23:49

      Hallo Marita!
      Mach das – ich bin gespannt, wie du sie empfindest! Meine große Tochter hat sich die zweite Decke von nächster Woche inzwischen geschnappt. Sie liebt sie! Und ich finde sie selbst auch angenehm. Ungewohnt, aber angenehm.
      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
  • Vivolavita20. August 2019 at 22:51

    Liebe Sonja, ganz tollen Beitrag und natürlich eine wunderschöne Decke die du da genäht hast. Ich habe ein Kollegin die hat diese Art von Decke für ihren autistischen Sohn gekauft und sie ist zu 100% zufrieden. Bin gespannt auf dein anderes Exemplar. Herzliche Grüße Vivo

    Reply
    • Sonja20. August 2019 at 23:49

      Hallo Vivo,

      ach, das ist ja interessant. Schön, dass die Decke da helfen kann!

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
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  • Anne15. Januar 2020 at 21:26

    Hallo, vielen Dank für die Anleitung. Ich würde auch so gerne so eine Decke nähen. Wie groß ist die Decke denn geworden. Sie soll für einen7 jährigen sein. Vielen herzölichen Dank

    Reply
    • Sonja15. Januar 2020 at 21:33

      Hallo Anne,
      da wünsche ich dir schonmal viel Spaß beim Nähen!
      Diese Decke war glaub ich 70cm x 100cm. Ich kann gerade nicht nachmessen, weil der Kleine schläft ;). Du kannst die Größe der Decke bei dieser Anleitung aber sehr gut selbst bestimmen.
      Hast du die zweite Gewichtsdecken-Anleitung auf dem Blog gesehen (rosa)? Die habe ich für meine Große genäht, und die ist ca. 80cm x 120cm. Nach der Methode kannst du es noch besser vorher abmessen.
      Für einen Siebenjährigen würde ich auf jeden Fall auch 80cm x 120xm nehmen. Und dann musst du das Gesamtgewicht auf die Fläche verteilen – das geht mit der zweiten Anleitung vielleicht leichter?
      Auf jeden Fall viel Spaß beim Nähen!
      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
      • Anne Wirth15. Januar 2020 at 23:27

        Ich danke dir für die schnelle Antwort. Da ich relativer anfänger bin, habe ich mich gefragt wiewil Stoff ich denn so benötige. Sschaue mir auf jeden Fall noch die 2. Anleitung an

        Reply
        • Sonja16. Januar 2020 at 09:45

          Hallo Anne,
          also bei der grünen Decke war es ein Fat Quarter Paket von Gütermann, bei der anderen waren es glaub ich 3m. Für die zweite Anleitung, die ich dir als Anfängerin ans Herz lege, kannst du auch eine alte Bettwäsche verwenden.
          Lieber Gruß,
          Sonja

          Reply
  • Ina18. Januar 2020 at 15:52

    Ich würde gerne etwas zur Rechnung wissen. Wenn ich das Gewicht der Decke bzw. Füllung durch die Anzahl der Kästchen teile, bekomme ich zwar eine Grammzahl. Rechne ich das aber um, komme ich nicht auf das Ergebnis, dass ich haben möchte. Vielleicht könntest du mir dazu etwas sagen? LG Ina

    Reply
    • Sonja18. Januar 2020 at 17:51

      Hallo Ina,

      wieviele Kästchen hast du denn und wie schwer soll die Decke werden?

      Wenn du z.B. 2000g , also 2kg, hast, und 20 Kästchen, rechnest du 2000 / 20 = 100g pro Kästchen.

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
      • Ina18. Januar 2020 at 19:09

        Meine Decke soll am Ende ein Gewicht von 10 Kilo haben. Insgesamt habe ich 520 Kästchen. Ich weiß, sind ganz schön viele.

        Ich habe ein Bettbezug von 135×200 genommen. Eingeteilt in 13 Reihen. Die Füllung nähe ich extra und ziehe sie durch den Bezug, so dass ich sie jeder Zeit rausnehmen und den Bezug waschen kann. Ich hoffe, man konnte das verstehen?

        Nun ja, ich habe gerecht:

        13x 40 Kästchen = 520 Kästchen

        520: 10 Kilo = 52 Gramm

        Ursprünglich wollte ich in jeder Reihe nur 20 Kästchen nehmen. Da war mir zu viel Spielraum in jedem einzelnen, für die Füllung. Deshalb so viele Kästchen. Aber auch da wäre ich nicht auf die 10 Kilo am Ende gekommen, sondern auf viel weniger.

        Am Ende wäre die Decke also 27 Kilo schwer. Was bedeutet das /? Ist dass das Zeichen für geteilt?

        LG Ina

        Reply
        • Sonja18. Januar 2020 at 21:43

          Hallo Ina,

          ja, das „/“ steht für „geteilt“ :).
          Ich habe jetzt mal nachgerechnet, und alles in Gramm. 10kg sind = 10.000g. Die geteilt durch 520 Kästchen (alle Achtung!) ergibt 19,23g pro Kästchen.
          Bei 19,23g pro Kästchen kommst du bei 520 Kästchen auf 10.000g = 10kg.

          Das mit dem Bezug ist ne gute Idee! Gerade bei einer so schweren Gewichtsdecke ist dann ja die Waschmaschine auch überfordert.

          Ich wünsche dir viel Spaß beim Nähen – da hast du dir ja was vorgenommen!

          Lieber Gruß,
          Sonja

          Reply
  • Ina18. Januar 2020 at 22:14

    Vielen Dank Sonja.
    Ich bin total verwirrt gewesen. Ich hatte eine Reihe schon gefüllt und gewogen. Zur Probe, weil ich ungeduldig war. Das Ergebnis Mal 13 und ich kam nicht auf die 10 Kilo.

    Ich habe mir eine Decke gekauft. In der war die Füllung nicht in allen Kästchen gleichmäßig und mit 14×14 zu groß. Das hat mich gestört. Da ich keine neue kaufen wollte, dachte ich, ich könnte sie mir einfach selbst nähen. In so großen Kästchen fällt das Gewicht halt nach unten und bleibt dort. In den kleineren Kästchen, ist das nicht so. Ich bin gerade bei der 10 Reihe. Also schon fast 400 hinter mir. Ich bin gespannt, wie es wird, wenn die Füllung drin ist.

    Meine Waschmaschine hat schon Schwierigkeiten mit der normalen Bettdecke und ich wollte zumindest den Bezug waschen können, da ich mich auch für Reis entschieden habe.

    Vielen Dank für deine Hilfe.

    LG Ina

    Reply
    • Sonja18. Januar 2020 at 22:17

      Hallo Ina,

      ja bei einer Reisfüllung macht das mit dem Bezug ja noch mehr Sinn. Ich finde möglichst kleine Kästchen auch schöner, aber die machen natürlich mehr Arbeit. Da wünsche ich dir nun einen guten Endspurt!

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
    • Ina18. Januar 2020 at 22:35

      Man kann übrigens das Gewicht auch immer ändern, falls es zu schwer oder zu leicht sein/ werden sollte.

      LG schönes nähen

      Reply
  • Tanja30. Juli 2020 at 14:25

    Hallo Sonja,

    vielen lieben Dank für deine tolle Anleitung. Ich werde unseren beiden Mädels (mindestens, wahrscheinlich mir auch noch) eine Decke nähen. Ich werde auf jeden Fall auch eine waschbare Füllung nehmen, da gerade bei Kindern doch nochmal ab und an die Waschmaschine ran muss.. Ich brauche (leider) so viel Gewicht, dass es meine Maschine nicht schafft *hüstel*, deshalb gibt es auch hier einen Überzug..

    Jetzt hab ich aber eine Frage und vlt hast du eine Idee..

    Gerade unsere Große mag flauschige, bauschige Decken 🙂 Jetzt rätsel ich die ganze Zeit ob ich diese Gewichtsdecke noch irgendwie „hoch“ bekomme.. Volumenvlies? Daunen mit einfüllen in die Kämmerchen? Werden die dann nicht platt gedrückt von den Kügelchen (ich bin am Überlegen, ob ich Glasperlen nehme.. Plastik und so..) Auf deinen Bildern sieht die (Patchwork-)Gewichtsdecke leicht flauschig aus..
    Die Decke muss nicht warm werden, eben „nur“ bauschig.. Hast du eine Idee?? Ist Volumenvlies warm?? Ich hab mal eins in einer Krabbeldecke verwendet aber dann auch noch einen weichen Stoff mit eingenäht.. Jetzt weiss ich nicht, wie warm genau das Vlies macht 😀

    Liebe Grüße
    Tanja

    Reply
    • Sonja30. Juli 2020 at 18:29

      Hallo Tanja,
      schön, dass Dir die Gewichtsdecke gefällt!
      Hm, also bei Daunen weiß ich nicht, ob Du die dann gut waschen kannst? Bei einer sehr schweren Decke würde ich auch auf jeden Fall, so wie Du es vorhast, einen Bezug nähen, denn die Waschmaschine muss das Gewicht ja auch schleudern!
      Ich habe es selbst nicht probiert, aber ich würde zu Volumenvlies tendieren und das mit einnähen. Das gibt es ja auch in verschiedenen Stärken – vielleicht reicht H640 ja schon? Alles, was eine größere Stärke hat, wird dann auch wärmer. Meine Patchworkdecken mit 1cm-Vlies halten jedenfalls auch warm. Wenn Du Volumenvlies einnähst, würde ich die Variante „für Faule“ nähen, das lässt sich da leichter bewerkstelligen und Du kannst das Vlies wunderbar fixieren, wenn Du es einfach nur auf einer linken Seite unterlegst und danach die Kammern für die Füllung nähst. Es dürfte auch die Füllung daran hindern zu sehr hin und her zu schleudern (kleine Kammern sind da auch vorteilhaft).
      Ansonsten bekommst Du „flauschig“ auch durch die Stoffwahl hin. Ich verwende für Patchworkdecken zum Beispiel gern Microfaserdecken als Rückseite – die sind auch wunderbar flauschig, halten auch gleich etwas warm. Bei der grünen Patchwork-Gewichtsdecke habe ich die Unterseite aus Sweat genäht. Der ist auch schön weich, das „Tragegefühl“ ist sehr angenehm. Wenn Du allerdings solche Stoffe verwendest und mit webware kombinierst, ist es wegen der unterschiedlichen Dehnung natürlich schwieriger zu nähen. Aber irgendeinen Tod muss man sterben ;).
      Glasperlen gehen als Füllung ansonsten auch; auf Facebook hat das neulich auch eine gemacht. Aber die klickern natürlich!

      Das klingt auf jeden Fall nach einem schönen Projekt. Ich hab jetzt spontan auch Lust noch eine zu nähen :).
      Viel Spaß beim Nähen!
      Sonja

      Reply
      • Tanja30. Juli 2020 at 21:07

        Danke für deine Antwort!!

        Auf die Glasperlen kam ich, weil dies auch die Füllung der normalen Gravity Decke ist.. aber Klickern – da sagst du was…

        Meine Älteste möchte auf jeden Fall noch einen Bezug drüber machen, damit sie das Muster immer selbst bestimmen kann 🙂 da könnte ich dann tatsächlich mit sweat unten nähen.. direkt auf der Haut könnte es schwitzig werden aber mit Bezug sollte es gehen.. Danke für die Anregung!!

        Und wenn es dann noch nicht bauschig genug ist gibt es noch Volumenvlies 🙂

        Lg Tanja

        Reply
        • Sonja30. Juli 2020 at 21:40

          Hi Tanja,
          ich wünsch Dir auf jeden Fall viel Spaß! Ein Bezug ist sicher ne gute Idee – da könntest Du auch gleich zwei machen, so für Sommer und Winter ;). Und oft ist man ja nach einem Projekt klüger und macht es dann doch wieder anders… also vor daher würde ich es erst einmal in einer einfachen Variante testen, z.B. auch die Füllung, bevor Du Dich endgültig entscheidest!
          Lieber Gruß,
          Sonja

          Reply
  • Mona30. August 2020 at 21:53

    Hallo Sonja, hast du auch eine Möglichkeit wie die Füllmenge einer Decke angepasst werden kann? Ich wollte nicht jedes Jahr eine neue Decke nähen 🙂 lg Mona

    Reply
    • Sonja30. August 2020 at 22:05

      Hallo Mona,

      da sag ich mal: hmmmmmmm…
      Also erst einmal würde ich gar nicht unbedingt schwerer werden, wenn die Decke sozusagen „für den Hausgebrauch“ genäht wird, also in erster Linie zum Wohlfühlen, und nicht zu therapeutischen Zwecken. Gerade für die Kinder nehme ich auch lieber etwas weniger als zuviel Gewicht, einfach aus Sicherheitsgründen.

      Aber das beantwortet deine Frage nicht, schon klar ;). Ich kann mir spontan da nur etwas vorstellen mit Reißverschluss-Kammern, die man dann nachfüllen kann. Das stelle ich mir beim Nähen jetzt aber sehr aufwändig vor, weil man ja für jede Kammer (oder strategisch über die Decke verteilt: jede zweite Kammer) einen RV einnähen müsste. Das müsste aber gehen, da würde ich die Unterseite der einzelnen Säckchen aus 2 Teilen nähen und einen RV einnähen.

      Um eine doppelte Auslaufsicherheit zu haben, würde ich dann normal den oberen Teil mit den Gewichtsdeckenkammern mit der Unterseite wie hier in dem Tutorial versehen, allerdings in eine lange Seitennaht auch einen RV einnähen, um dann für die Nachfüllung reingreifen zu können :).

      Das wären dann sehr viele Reißverschlüsse :). Alternativ geht vielleicht auch Klett?

      Ich wünsch dir viel Erfolg – erzähl mir gerne mal, ob das so funktioniert hat!

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
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