Schlagwort: Halloween

sommerkleid nähen mädchen

Flamencokleid von der erbsenprinzessin

~ Werbung – das Ebook wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt, der Beitrag enthält Werbelinks. Mehr Infos dazu findest du auf der Transparenzseite.

Heute stelle ich endlich mal das Flamencokleid von der erbsenprinzessin vor. Es geht ja langsam auf den Sommer zu, und ich sehe in den Nähgruppen auf Facebook schon, dass schon ganz viele begonnen haben Sommerkleider für Mädchen zu nähen. Ich hab wenigstens schon für mein kleines Mädchen ein Sommerkleid genäht, obwohl ich noch nicht den letzten Hoodie gezeigt habe.

Vielfach einsetzbar: das Flamencokleid

Das Flamencokleid ist ein romantisches Kleid für Mädchen – es eignet sich bestens als Kostüm für Karneval oder Halloween, aber auch einfach als Sommerkleid. Natürlich kannst du auch den Rock weglassen und es als Shirt nähen, oder einen anderen Rock ansetzen – selbst konstruiert oder von einem anderen Schnitt.

Das Oberteil wird aus Jersey genäht. Ich habe mich für diesen niedlichen Stoff aus dem Königreich der Stoffe entschieden (den gibt’s aber glaub ich nicht mehr, der lag bei mir auch schon etwas länger…)

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Flügelärmchen

Die Flügelärmchen sind der totale Hingucker. Ich habe sie aus dunkelblauem Organza (irgendwie hatte ich noch 3m Organza hier, der nur auf dieses Projekt gewartet hat) genäht und doppelt gelegt, und deshalb stehen sie so schmetterlingshaft.

In der Nähgruppe hatten einige auch Satin verwendet – der fällt und schimmert natürlich ganz anders. (Ich hab hier auch noch 3m bonbonpinken Satin, den ich für das nächste Kleid verwenden will…)

In dem Ebook sind übrigens auch lange Ärmel enthalten – du kannst das Flamencokleid beim Nähen also so gestalten, wie die Jahreszeit es erfordert.

Rüschenrock – Tipps zur Verarbeitung von Organza

Auch aus Organza habe ich dann den Rüschenrock angesetzt. Die Rüschen werden auf einen Baumwollrock angesetzt. Ich habe, weil Organza ja nicht das leichteste Material zu verarbeiten ist, die Rüschen doppelt gelegt und zuerst mit der Overlock oben abgesteppt. Erst dann habe ich sie auf den Rock genäht.

(Meine Tochter hatte übrigens an diesem Tag überhaupt keine Lust auf ein Fotoshooting, deshalb hab ich sie mit einem Keks bestochen…)

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Stoffempfehlung

Statt Organza kann man auch jeden anderen undehnbaren Stoff verwenden. Er sollte nur nicht zu schwer sein! Satin habe ich schon erwähnt. Der veredelt dieses Kleid natürlich sehr, ist aber schwerer. Mit Chiffon, Seide und Organza wird es „flatterig“. Batist kann ich mir gut vorstellen, und natürlich alle leichten Webware-Stoffe.

Ein Hinweis noch zu Organza: Der kratzt! Meine Maus ist da auch leider sehr empfindlich, und sie findet es gerade an den Ärmeln doof.

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Sommerkleid für Mädchen nähen

Gefällt dir das Flamencokleid? Du bekommst das Ebook z.B. bei Crazypatterns*, direkt in Brittas Shop hier und bei Makerist*.

Falls du doch noch nach was anderem für den Sommer suchst, schau dir gern mal die Sommerkleider an, die ich in den letzten Jahren so für meine Mädchen genäht habe. Hier findest du die Drehkleider, und hier alle Sommerkleider.

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Unten drunter – damit niemand was weggucken kann – tragen meine Töchter übrigens am liebsten Schlüppi „Pippa“.

Mehr Inspiration für Mädchen sammle ich auf Pinterest auf meinem Board „Nähen für Mädchen“ – schau gern dort vorbei!

Damit gebe ich nun ab zu Creadienstag, HoT, und
Für Söhne und Kerle.

Eine schöne Woche wünsche ich!

Lieber Gruß,

Sonja

*bei gekennzeichneten Links handelt es sich um Werbelinks, d.h. ich verdiene im Fall eines Verkaufs eine geringfügige Provision. Diese Einnahmen finanzieren die laufenden Kosten dieses Blogs und erlauben mir weiterhin Freebooks und kostenlose Nähanleitungen zu erstellen. Ich empfehle nur Schnittmuster, Stoffe, Zubehör und Bücher, deren Qualität mich überzeugt hat. Mehr dazu, wie dieser Blog Geld verdient, liest du auf meiner Transparenz-Seite.

umhang für kinder nähen

Tutorial: Umhang für Kinder nähen

Popeline~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Ich bin spät dran, ich weiß. Nach der Krankheitsphase der letzten zwei Wochen hole ich nur langsam auf. Karneval ist nun vorbei – trotzdem wollte ich euch noch gern den Umhang vorstellen, den ich für die Kleine genäht habe. Sie hat ihr Kostüm nicht einmal im Kindergarten getragen wegen Krankheit! Daher zeige ich es wenigstens hier auf dem Blog in aller Vollständigkeit. Das Kleid habe ich euch schon letzte Woche gezeigt. Dazu habe ich natürlich einen passenden Umhang genäht. Und im heutigen Tutorial zeige ich, wie auch du ohne Schnittmuster in ca. einer halben Stunde einen coolen Umhang für Kinder nähen kannst!

Kostüme für Kinder nähen

Bevor ich es vergesse: Kostümideen und Nähanleitungen zum Nähen von Kinderkostümen sammle ich auf meiner Pinterest Wand „Nähen – Kostüme für Kinder“. Folge dem Board und bleibe immer auf dem Laufenden – zu Karneval und Halloween wird da jeweils etwas mehr los sein ;).

Das Hexenkleid passend zu dem Umhang, den ich heute vorstelle, habe ich letzte Woche vorgestellt. Das hatte ich auf Grundlage eines Freebooks genäht. Hier kannst du dir den Beitrag nochmal ansehen – und vielleicht ist das ja auch was für deine Tochter?

umhang nähen

Tutorial: Umhang für Kinder nähen

Umhänge können Kinder das ganze Jahr über gebrauchen. Zumindest für meine ist irgendwie das ganze Jahr über Verkleidungssaison. Den Umhang aus diesem Tutorial kannst du auch sehr gut für einen Superhelden oder Mittelaltermarkt verwenden. (Eingefleischte LARPer und Mittelalterfans sehen das vielleicht nicht so – ich mach hier aber auch keine authentische Gewandung, sondern schnell umsetzbare Projekte.)

Diesen Umhang für Kinder nähen wir wieder nach der bewährten Nähen-für-Faule-Methode. Deshalb brauchen wir auch kein Schnittmuster, sondern einfach zwei Stoffrechtecke. Übrigens: Diesen Umhang kannst du natürlich auch für Erwachsene nähen! Du kannst ohne Schwierigkeiten die Maße auf dich oder deinen Recken anpassen und dich oder ihn stattlich gewanden ;).

Einen Hinweis habe ich noch, bevor es losgeht: Der Umhang wird mit einer Kordel um den Hals geschlossen. Es besteht Strangulationsgefahr! Ich übernehme keine Haftung für etwaige Unfälle und deren Folgen. Das Nähen und Tragen erfolgt auf eigene Gefahr. Alternativen zur Kordel habe ich unten unter „Variation“ beschrieben. Je jünger das Kind, desto eher rate ich dazu auf diese zurückzugreifen!

Material

Ich habe als Stoffe Pannesamt in marineblau von Stoffe.de* und Stretch-Satin* verwendet. Die flutschen weg! Also wenn du Anfängerin bist und nur mal eben diesen Umhang nähen willst, nimmst du lieber feste Webware, z.B. Popeline*, der fällt auch leicht. Für Mittelaltergewandung würde ich zu Wollwalk* (wenns wärmen soll) greifen, oder Baumwollnessel* oder irgendeinem anderen festen Baumwollstoff, z.B. Ditte von IKEA. Es gehen auch Fleece-Stoffe, aber die flutschen dann wieder!

Wenn du Fragen zum Material für dieses Projekt hast, frag am besten in den Kommentaren :).

Wenn du nicht gerade Wollwalk oder einen hochwertigen Jacquard-Stoff nimmst, ist dieser Kinderumhang ein richtiges Sparprojekt! Zusätzlich brauchst du nur eine Kordel, je nach Breite des Umhangs – ich habe 1m genommen, die Kordel hat 5mm Durchmesser.

Maße

Du benötigst zwei Stoffrechtecke. Die Maße ermittelst du selbst – der erste Schritt zur Maßschneiderin ;).

Breite: Schulterbreite x 3

Für Marla habe ich also eine Schulterbreite von 25cm x 3 = 75cm

Länge: gewünschte Länge – miss von Schulter bis wohin der Umhang fallen soll. Ich habe 60cm genommen. Marla hat gerade die Kaufgröße 92 (und ist 2 1/2 Jahre alt), falls du gerade kein Kind zum Ausmessen da hast. Der Umhang fällt ca. bis zum Knöchel. Sie soll ja auch nicht fallen.

Ich habe also zwei Stoffstücke à 75cm x 60cm zugeschnitten.

umhang-für-kinder-nähen

Umhang für Kinder nähen

Die Stoffstücke werden rechts auf rechts aufeinander gelegt, d.h. die schönen Stoffseiten gucken sich an. Rundherum wird füßchenbreit abgesteppt. Nur oben, ca. 5-6cm vom oberen Rand entfernt, lässt du zu beiden Seiten ca. 2cm frei. Das werden Anfang und Ende vom späteren Tunnelzug! Markier dir das, damit du da nicht nähst!

umhang nähen

Unten bleibt eine Wendeöffnung offen, durch die der Umhang gewendet wird. Im nächsten Schritt kann diese direkt geschlossen werden. Als nächstes markierst du auf dem Stoff, wo dein Tunnelzug verlaufen soll. Bei so langen Nähten verrutscht man ja gerne – ich zeichne es mir also lieber vorher ein. Hinweis: Natürlich kannst du den Tunnel auch direkt oben an der Kante entlang nähen. Ich finde es etwas unterhalb schöner – so bekommt der Umhang einen kleinen Kragen, durch den er gleich mehr Stand bekommt und einfach mehr hermacht.

umhang für kinder nähen

Jetzt steppst du noch den Tunnel ab – et voilà:

umhang für kinder nähen

Kordel durchziehen und Kind rumflattern lassen :D.

Variation

Wenn du wegen Strangulationsgefahr keine Kordel verwenden willst, kannst du auch ein Gummi durch den Tunnel ziehen. Das Gummi würde ich Schulterbreite x 2 zuschneiden und den Umhang dann mit einem Knopf schließen – da geht ein KamSnap, Druckknopf, normaler Knopf, ein Knebelverschluss oder auch eine mittelalterliche Elbenschließe – das werde ich Richtung Mittelaltersaison im Sommer mal austesten.

tutorial umhang für kinder nähen

Nun erstmal viel Spaß beim Nähen – und wenn Fragen sind, einfach fragen!

Lieber Gruß,

Sonja

Hexenkleid nähen

Für Karneval nähen: Die kleine Hexe

~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Nicht mehr lange und die Narren sind wieder los! Und auch wenn ich persönlich mit Karneval rein gar nichts anfangen kann, so lieben meine Kinder doch das jährliche Verkleidungsfest. Dieses Jahr habe ich es nicht geschafft für alle was zu nähen; nur die Mädchen haben neue Kleider bekommen. Das erste stelle ich heute mal vor: ein Hexenkleid für die Kleine! (Und ich bin sooooo stolz, dass sie keine Prinzessin, sondern ausdrücklich eine Hexe sein wollte!) Das Schnittmuster um das Hexenkostüm fürs Kind zu nähen basiert sogar auf einem Freebook. Welches, und welche Änderungen ich vorgenommen habe, stelle ich euch heute vor.

 

Kostüme für Kinder nähen

Falls du übrigens auf der Suche nach weiterer Inspiration und Näh-Ideen für Kinderkostüme bist, schau doch mal auf meiner Pinterest-Wand „Nähen – Kostüme für Kinder“ vorbei, oder bei unseren Kostümen im letzten Jahr: Da sind meine Großen als Pirat und Peter Pan gegangen. Dort habe ich viele wunderbare Kostümideen für Kinder gesammelt und sammle auch noch weiter! In einem halben Jahr ist ja schon wieder Halloween, und auch wenn das hier bei uns gar nicht so intensiv gefeiert wird – verkleiden geht bei Kindern ja immer ;).

Hexenkostüm nähen

Hexenkostüm fürs Kind: Idee und Material

Für Marla stand fest: Sie wollte eine Hexe werden! Sie hatte in einem Kindergarten-Bilderbuch gesehen, wie Kinder sich verkleiden, und sie wollte gern auch eine Hexe sein. Das freut mich ja nun doch ein wenig – mit unserer Großen hatten wir damals eine sehr intensive Prinzessinnen- und Elsa-Phase, und ich muss das ehrlich gesagt nicht nochmal haben! Mittlerweile ist ja auch Finja bei den Hexen angekommen – vielleicht erinnert ihr euch an den Hexengeburtstag auf der Wewelsburg? Auch das Buch (und Hörspiel!!) von Otfried Preußler
„Die kleine Hexe“* ist ein Dauerbrenner bei uns. Ich hab jetzt gesehen, dass es auch eine Verfilmung im Kino gibt – da würde ich noch gern mit den beiden Großen rein. (War schon einer drin? Ist der gut??)

Aber ich schweife ab: Es geht heute um das Hexenkostüm fürs Kind! Dazu brauchten wir ein Kleid, einen Umhang und natürlich einen Hut! Blöderweise passte der erste selbst genähte Hut nicht und ich kann davon leider keine Bilder zeigen. Und weil alle vier Kinder letzte Woche krank waren, konnte ich keinen weiteren nähen und musste einen kaufen. So ist das manchmal. Jedenfalls habe ich hier heute keinen.

Das Kleid sollte nachtblau sein wie in dem Kinderbuch von Marla. Ich hatte von Anfang an Pannesamt dafür im Kopf: Das ist einfach der perfekte Kostümstoff. Das Licht changiert schön darauf, er ist weich und dehnbar und unschlagbar günstig mit unter 3€/m!! Der Nachteil ist natürlich: 100% Polyester :/. Aber für ein Hexenkostüm ist das ok. Bestellt habe ich den
Pannesamt in marinablau von Stoffe.de*.

Als die Große den Stoff dann sah, wollte sie natürlich auch unbedingt eine Hexe werden, und ich musste dann nochmal Stoff nachbestellen – ihr Kleid stelle ich euch dann kommende Woche vor. Karneval ist dann vorbei, aber das Kleid will ich euch unbedingt noch zeigen!

Hexenkleid nähen

 

Schnittmuster nach einem Freebook – mit Änderungen

Den Schnitt haben einige vielleicht schon erkannt: Es handelt sich um das Trotzkopfkleid von Schnabelina, das ich letztes Jahr probegenäht und hier vorgestellt habe. Ich habe das Schnittmuster allerdings etwas abgeändert: Das Oberteil habe ich nach unten um 5cm verlängert. Das geht problemlos – einfach ganz gerade um 5cm länger zuschneiden. Bei dem Original aus dem letzten Jahr kann man sehen, dass der Rock sonst sehr hoch hängt. Für ein Hexenkleid fand ich das zu hoch.

Außerdem habe ich die Ärmel zu beiden Seiten ebenfalls um 5cm verbreitert, damit wir Trompetenärmel bekommen. Auch das ging problemlos. Es hätte auch gern noch breiter werden können, aber jetzt ist es breit genug um so eben ein Trompetenärmel zu sein und schmal genug um nicht alles umzuraken – ich kenn ja mein Kind!

Hier achtet mal auf den Ärmel:

Hexenkleid Freebook nähen

Der Rock ist dann wie aus dem ebook aus sechs Bahnen – es ergibt ein wunderschönes Drehkleid!

Das Freebook mit dem Schnittmuster bekommt ihr hier. Es ist eine Abwandlung des Kapuzenkleidchens – auch der Schnitt ist da auf der Seite!

 

Hexenumhang nähen

Was noch fehlte, war ein passender Umhang für die kleine Hexe. Den habe ich nach eigenem Entwurf aus einem Stück Pannesamt und Stretch-Satin* genäht. Den hatte ich mal irgendwann für ein Nähprojekt gekauft, das ich dann nie umgesetzt habe. Für dieses Projekt passte er perfekt!

hexenkostüm nähen

Auch Stretch-Satin ist so ein „Mädchen-Stoff“, auf den zumindest meine beiden sehr abfahren. Der glitzert so schön!

Wie ich diesen wirklich super einfachen Umhang genäht habe (30 Minuten inkl. Zuschnitt, ehrlich!), zeige ich euch noch. Ich bin wegen dieser Krankwoche völlig hinterher mit dem Blog. Aber das Tutorial kommt noch, versprochen!

Jetzt gehts erstmal zu Creadienstag, HoT, DienstagsDinge, Made4Girls und Kiddikram. Und wir zaubern hier mal weiter!

Schöne Woche noch,

Eure Sonja

Hexenkleid nähen

*affiliate link: Beim Einkauf über den mit * gekennzeichneten Link erhalte ich eine Provision, ohne dass Dir Mehrkosten entstehen. Meine Empfehlungen wähle ich sehr sorgfältig aus und stecke sehr viel Zeit und Arbeit in jeden meiner Beiträge. Über Provisionen und Werbung finanziere ich die laufenden Kosten dieses Blogs und kann auch zukünftig hochwertige Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen. Vielen Dank!

 

Crafting Linktipps Oktober – mit Halloween und Samhain


Oh mein Gott, es ist ja schon wieder Halloween!! Wie die Zeit vergeht! Also, in meinem Leben vor den Kindern habe ich echt viele Halloween-Parties gefeiert. Mit Verkleidung (selbst genäht natürlich) und mit gruseligen Fingerfood und so. Das volle Programm. Meist war ich ein Vampir, die haben es mir einfach angetan. Seit ich Kinder habe, ist mein Partyleben zum Erliegen gekommen. Aber heute mache ich mir nen Sekt auf! Unser Jüngster ist jetzt fast 9 Monate alt und hat eine richtig olle Phase hinter sich – er war jetzt wochenlang knatschig und hat schlecht geschlafen und so. Aber so langsam wird es besser: Er krabbelt, er sitzt, er zieht sich hoch… und ist deutlich zufriedener, fröhlicher und besser drauf. UND er ist endlich in einem Alter angekommen, in dem man ihn mal einen Nachmittag und vielleicht auch mal ne Nacht woanders lassen kann. Es geht also vorwärts! Da er unser letztes Kind ist, geht es für uns jetzt auch nur noch nach vorne – darauf nen Sekt! Oder eine Bloody Mary :D.

Jetzt aber erstmal willkommen zu den Crafting Linktipps! Ich fühle mich heute einfach inspiriert ein bisschen mehr auf Halloween, bzw. Samhain einzugehen. Wer also nur für die Linktipps hier ist… scrollen! 😀

Samhain – Halloween – Traditionen

Während gerade die erste Kürbissuppe in diesem Jahr brodelt, soll heute Nacht die Nacht sein, in der die Toten wandern. Nein, keine Zombies! Ich habe mal irgendwo gelesen, dass in der Nacht von Samhain (so der keltische Name von Halloween) die Verstorbenen an ihre früheren Orte zurückkehen. Um ihnen den Weg zu weisen, soll man Lichter (Kerzen) ins Fenster stellen. Irgendwie habe ich mich in den letzten Jahren immer an diese Tradition gehalten. Ich finde, es hat etwas tröstliches.

Die Kinder finden natürlich verkleiden toll (obwohl ich gar nichts für Halloween genäht habe – hab es einfach nicht geschafft!), und Kürbis aushöhlen auch. Das schaffen wir (wie in diesem Jahr) nicht immer termingerecht, aber wir haben Spaß dabei, und das ist die Hauptsache.

Einen Tag später, an Allerheiligen, sind wir dann alle auf dem Friedhof und zünden dort die Lichter an. Ich hab es ja nun auch nicht so mit christlichen Traditionen, aber diese mag ich sehr sehr gern. (Und man trifft Leute, die man schon ewig nicht gesehen hat – war zumindest die letzten Jahre so!)

Vor einigen Jahren, als ich noch mehr Seife gesiedet als genäht habe (ein Hobby, das definitiv wieder auferstehen wird, wenn unsere Waschküche fertig renoviert wird – Winterprojekt!), habe ich auch mal eine „Samhain“-Seife gesiedet. Nein, ich habe kein Blut, keine Kröteneier und keine Eingeweide verseift, hihi. Jetzt, wo ich mich daran erinnere, freue ich mich umso mehr darauf, wenn unser nächstes Renovierungsprojekt fertig wird und ich endlich wieder Seife kochen kann! Im nächsten Jahr werde ich euch sicher davon berichten. Das Seifensieden ist ja mitunter in diversen Zeitschriften sehr beliebt – ich mache das allerdings wirklich „richtig“ mit Natriumhydroxid. Mehr dazu, wenn es soweit ist ;).

Heute fühlt sich für mich ein bisschen wie Silvester/Neujahr an. Ich schrieb ja hier schon, dass ich ein bisschen „müde“ geworden bin. Und da ich jetzt so langsam in Richtung Blogpause (=Dezember) kullere, ist für mich gerade die Zeit der Einkehr und Zurückgezogenheit gekommen, was mir gerade sehr sehr gut tut: Ich schmiede natürlich Pläne fürs kommende Jahr, überlege Ziele (privat und für den Blog), bereite ein paar Projekte vor, usw. Und das alles ohne Zeitdruck! Das fühlt sich gerade sehr sehr gut an.

Was macht ihr an Halloween? Pflegt ihr bestimmte Traditionen? Geht ihr auf Parties? Oder ist das bei euch einfach überhaupt nicht präsent?

Crafting Linktipps

Jetzt aber die Crafting Linktipps! So viele sind es dieses Mal gar nicht – aber dann müsst ihr dieses Mal auch nicht durch so viele Links klicken. Einige lesen ja wirklich sehr fleißig mit. So bleibt euch mehr Zeit zum Kürbisschnitzen ;).

 

Nähen – kostenlose Tutorials

Auf mommymade bin ich auf diesen Ohnezahn-Kostüm-Sew-Along gestoßen. Eigentlich ist der noch von Karneval, aber die Kostümidee ist superschön – das wär auch was für meine Kinder. Zu Halloween schaffe ich es nicht mehr, aber Karneval 2018 hab ich fest ins Auge gefasst. (Und auf Mittelaltermärkten kann man sowas auch gut tragen ;)).

Sehr praktisch: Der Kinderwagen-Muff von Eva Kartoffeltiger – mit Video!

 

Nähwissen

Auf SewSimple habe ich einen sehr schönen Beitrag über Vliesstoffe und Einlagen gefunden.

Eva Kartoffeltiger zum Zweiten: Sie hat über Vliesstoffe und Einlagen ihr „Näh ABC“ gestartet. Als Mitmachaktion! Wenn du also auch einen Nähblog hast, schau dir diese Aktion mal an! Bisher sind „A“ und „B“ erschienen, und man kann natürlich auch noch später einsteigen.

 

So, meine Lieben, das war es schon!! Ich habe diesen Monat einfach so lange an dem Artikel Näh-Blogger-Basics – Fotografie II gesessen, dass ich da schon die meisten Links „verpulvert“ habe.

Nun wünsche ich euch ein Halloween/Samhain ganz nach eurem Geschmack – mit oder ohne Kürbis!

Lieber Gruß,

Sonja

 

Tutorial Mugrug nähen

Heute zeige ich im Rahmen unserer aktuellen Themenwoche „Laubgeflüster“ ein Tutorial für einen MugRug. Was’n das? fragst Du Dich vielleicht. Also ein „Mugrug“ ist ein kleiner Teppich (engl. „rug“) für eine Tasse (engl. „mug“). Gern werden die Mugrugs aus Reststücken gepatcht und gequiltet – Könnerinnen zaubern richtige kleine Kunstwerke! Ich habe mir für unsere Themenwoche ein sehr einfaches Motiv überlegt – immerhin ist das auch mein erster Mugrug, und ich habe ihn auch gleich dazu genutzt meine Nähmaschine etwas mehr zu testen – immerhin verfügt sie über eine illustre Zahl an Zierstichen, die viel zu selten zum Einsatz kommen.

EinenMugrug nähen

Ich mag Patchwork grundsätzlich total gern, ab das kommt in meinem Nähalltag leider viel zu kurz. Entsprechend bin ich – das möchte ich hier vorausschicken – auch nicht 100%ig zufrieden mit meinem Mugrug; für meine Kaffeetasse wird er aber wohl reichen. Und angefixt bin ich nun schon – mit Sicherheit werde ich noch den ein oder anderen Mugrug als Weihnachtsgeschenk nähen.

Zutaten

verschiedene Stoffreste, je ca. DIN A 4 groß (bitte erst Anleitung anschauen!)
Vliesofix

Volumenvlies* oder H640*

 

Schritt für Schritt

Am Anfang habe ich gezeichnet und ein paar Entwürfe auf dem Papier gemacht. Den ein oder anderen will ich noch umsetzen. Für diese Anleitung halte ich es einfach. Das sind die drei Teile, die Du für das Topteil brauchst:

Das Motiv sollte ein Nachthimmel mit Mond und Fledermaus sein. Der gelbe Stoff ist am Ende (auch dank der Stickerei) ein bisschen zu sonnig geworden. Naja, sowas gibt’s.
Der blaue Stoff hat die Größe DIN A 4, den „Sonnenmond“ habe ich freihand zugeschnitten, damit er zur Rundung der Fledermausflügel passt.

Die Fledermaus und den Sonnenmond habe ich mit Vliesofix* hinterbügelt. Die Teile habe ich mir dann einmal zur Probe hingelegt:

Als nächstes habe ich das Papier des Vliesofix abgezogen und den Sonnenmond und die Fledermaus auf den blauen Stoff aufgebügelt.

So sitzt dann schonmal alles an Ort und Stelle. Je nach Motiv kannst Du mit der Methode alles mögliche auf einen Stoff aufbügeln – du könntest z.B. auch ein Kissen auf diese Weise gestalten. Deiner Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt!

Nun habe ich die Fledermaus und den Sonnenmond mit dem so genannten „Raupenstich“, einem sehr engen Zickzackstich, rundum abgesteppt, damit sich die Applikation im Falle des Waschens nicht löst. Das mache ich immer, wenn ich auf diese Weise appliziere – die Applikation wirkt dadurch auch plastischer.

Leider lässt sich hier schon erahnen, dass die Stoffqualität des Sternenstoffes nicht unbedingt für Patchwork und Quilting geeignet ist: Zu dünn!
Daher mein Rat an mich für meinen nächsten Mugrug und vor allem das Patchworkdecken-Baby-Projekt in meinem Kopf: Lieber gleich hochwertigen Stoff nehmen; mit der Stoffqualität hat man einfach am falschen Ende gespart.

Trotzdem – ich wollte ja erstmal die Technik an sich testen und obendrein ein paar Zierstiche meiner Nähmaschine testen. Deshalb habe ich das Teil nicht in die Tonne gekloppt, sondern weitergemacht.

Jetzt kommt das Volumenvlies zum Einsatz, sowie ein ebenfalls DIN A 4-großes Stoffstück als Unterlage. Ich habe einen Rest Cordstoff genommen – ich wollte eigentlich Flanell, den ich gern als Unterseite für Patchworkdecken nehme, aber ich hab wegen meines Nähzimmerumzuges meinen Flanell nicht gefunden. Also Cord und ein Rest 1cm-dickes, nicht aufbügelbares Volumenvlies, das günstig im Preis ist, aber durch die Unbügelbarkeit eher von Nachteil. Naja, der Rest musste weg, und für ein kleines Teil wie den Mugrug fand ich es ok. Für die geplante Babydecke nehme ich die höhere Qualität.

Nun kommt das Quilten, also das Durchnähen durch alle drei Lagen. Ich habe das das letzte Mal vor sehr langer Zeit und mit meiner alten Nähmaschine gemacht, die dafür definitiv nicht gebaut war.
Es hat sich immer was verzogen, und ich bin mit meinen bisherigen Quilt-Arbeiten nie zufrieden gewesen, weil immer irgendwas weggerutscht ist, oder die Stoffmassen nicht rechts durch den Nähmaschinenarm passten. Ich glaube, diese Probleme kennt jede, die sich schon einmal mit dem Thema beschäftigt hat.

Jetzt bin ich schon seit einiger Zeit stolze Besitzerin einer Pfaff expression 3.5, aber ich habe mich bisher an kein Quilt-Projekt getraut – eben aus den schlechten Erfahrungen. Dabei hat die Maschine eine Reihe Quilt- und Zierstiche, die ich schon lange mal testen wollte.

Zunächst habe ich mir ungefähr eingezeichnet, wo und wie ich quilten will (ich habe mit dem Sonnenmond begonnen). Ich wollte einen Kreis für meine Tasse und dann Kreisel drumherum. Die sollten bewusst nicht ganz symmetrisch sein – irgendwie bin ich selbst auch nicht so der symmetrische Typ.

Dann habe ich vorsichtig die ersten Quiltstiche getestet. Und ich muss sagen, dass ich ganz begeistert war, da ich die ganzen Probleme mit dem Rutschen und Verziehen dieses Mal nicht hatte!
Ja, es ist alles nicht so ganz gerade geworden, weiß ich. Aber ich weiß auch, dass mir vor allen Dingen Übung fehlt, die ich nachzuholen gedenke.

Ich habe dann einfach mal nach hübschen Zierstichen geguckt, die ich schon immer mal ausprobieren wollte, und habe einfach drauflos genäht (und es hat Spaß gemacht!).

… und so wurde aus dem Mond eine Sonne! Die Nähmaschine wollte das einfach so haben. Die hatte so Spaß an den Wellen… da konnte ich kaum Einspruch erheben. Als nächstes erfolgte noch das Quilting des blauen Stoffes, der nun wirklich nicht für Quilts gedacht ist und von mir zu diesem Zweck auch nie wieder verwendet wird!

Der Nähmaschine kann ich allerdings keinen Vorwurf machen – im Gegenteil! Ich freue mich schon auf das nächste Projekt, bei dem ich definitiv mehr Sorge in die Qualität der Materialien stecke und auch vorzeichnen werde.

Vor der Einfassung – noch so ein Trauma – habe ich erstmal die Kanten begradigt. Dann habe ich einen langen Stoffstreifen wie Schrägband gebügelt und mich an die Einfassung gewagt. Ich sagte es schon: auch das ist so ein Trauma von mir. Das einzige Mal, das ich das richtig schön hinbekommen habe, war mit viel Gefluche in einem Patchwork-Kurs.

Und ja, es stimmt auch, dass man das am besten von Hand macht. Nur welche nähende Mama hat dafür Zeit? Ich will ja auch irgendwann fertig werden.

Die Einfassung, die zum Schluss folgt, habe ich nach der Methode genäht, die in diesem Video gezeigt wird. Mit Bildern ist es sehr schwer zu zeigen, daher sehe ich in diesem Beitrag davon ab. Ich habe die Technik mal in einem Kurs gelernt, und einen solchen empfehle ich auch jedem, der sich näher mit Patchwork und Quilting beschäftigen möchte.

So, fertig ist mein erster – aber nicht letzter! – Mugrug:

 

Mein Fazit zu diesem Projekt: Es hat total Spaß gemacht, und ich freue mich auf mein Babydecken-Projekt, aber der Fehlerteufel steckt im Detail, und es ist enorm wichtig sich im Zweifel für die bessere Material-Qualität zu entscheiden. Und: Geduld! Ich bin ja jemand, der immer eine ganze Menge Projekte und Aufträge zu nähen hat, und der gleichzeitig immer das Babyphon im Blick hat. So richtig die Ruhe ist einfach nie da, aber Patchwork und Quilting brauchen viel Zeit und Sorgfalt. Die bekommt das Babydeckenprojekt auf jeden Fall.

Themenwoche Laubgeflüster

Damit verabschiede ich mich aus der Themenwoche „Laubgeflüster“ und verweise noch ganz schnell zu meinen lieben Nähblogger-Kolleginnen, die sich heute alle mit dem Thema „Halloween“ auseinandergesetzt haben. Außerdem verweise ich auf mein Gewinnspiel von Montag! Noch bis heute Abend kannst Du ein Backbuch gewinnen!

 

 

Lieber Gruß,
Sonja

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