Schlagwort: Holz

diy memoboard mit knöpfen

Memoboard-DIY mit Tafelfarbe

Läufst du auch schon wieder in der Mühle mit? Morgens Kinder weg, einkaufen, Haushalt und arbeiten… So ähnlich siehts jetzt jedenfalls wieder bei mir aus, wobei Haushalt und arbeiten beide zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit bekommen. Auch dieser Artikel ist nun, da du ihn liest, bereits mindestens fünf Wochen alt, denn im viel zitierten Alltag schaffe ich… NIX! Aber um den grauen Alltag – diese zähe Tretmühle aus Wackelzähnen, Schokoflecken, Schnodder und Sandfüßen – ein wenig aufzupeppen UND um ein bisschen besser organisiert zu sein, habe ich mit meiner Tochter zusammen diese Tafel mit Knöpfen gebastelt. (War natürlich auch ein bisschen Beschäftigungstherapie in den Ferien.) Wie wir es gemacht haben, zeige ich in diesem Memoboard-DIY. Viel Spaß!

Nähtisch Upcycling

Freutag mit Nähtisch-Upcycling

enthält Werbelinks*

Ich melde mich aus der Sommerpause zurück und bringe gleich mal ein schönes Nähtisch Upcycling mit. Außerdem erzähle ich ein bisschen aus dem Nähkästchen: Von Blogkrise, von neuen und alten Plänen, von hinter den Kulissen und der ein oder anderen Neuerung. Aber eins nach dem anderen!

 

Halbzeit: Von Blogkrisen, Plänen, die nicht immer aufgehen und Tarotkarten

Ich hab es vor den Ferien schonmal erwähnt, glaube ich. Dass mir die Lust am Bloggen irgendwie abhanden gekommen war. Nun bin ich wieder da, und irgendwie zeigt das ja, dass sie nicht komplett weg ist. Dass es weitergehen wird – das ist die gute Nachricht! Natürlich, ich blogge aus einer Leidenschaft und Schreib- und Foto- und Nählust heraus. Und obwohl ich mit mir und der DSGVO eigentlich ganz zufrieden war, war dann irgendwann einfach die Luft raus.

Wozu das alles?

Das Internet ist voll mit wunderbaren Blogs, Bildern, Texten, Ideen… Hat die Welt ausgerechnet auf meine Bilder, Texte und Ideen gewartet? Auf meine Nähideen und Schnittmuster?

[Aber es hat mich doch sehr gefreut, dass dank Pinterest weiterhin viele Leute hier zu Besuch kamen, sich haben inspirieren lassen und meinen Newsletter abonniert haben. Danke!]

Ich habe diesen Blog eine Weile bewusst vergessen. Direkt vor den Ferien habe ich ein Blog-Coaching mit Julia von Kreativlabor Berlin mitgemacht, was super war! Es hat mich sehr bestärkt einiges anders zu machen. Nicht, weil ich irgendwie „mehr Erfolg“ oder „mehr“ von irgendwas erreichen will, sondern weil ich im Alltag gemerkt habe, wie sehr mich die Blog-Arbeit auffrisst. Und wie wenig Zeit für Kinder, für Haushalt und für mich bleiben. Denn ich bin ja auch noch da, und wenn Bloggen zur Pflicht wird, weil einem sonst das schöne SEO-Ranking kapputt geht, dann ist irgendwas gar nicht gut.

Das Schnittmuster „Pippa“ hatte Kraft gefordert. In den letzten Probenähen habe ich festgestellt, wieviel Zeit die erfordern. Es macht mir ja sehr viel Spaß, nicht falsch verstehen! Aber Zeit ist bei mir Mangelware, und Probenähen fressen eine Menge Zeit. Und in dieser Zeit komme ich zu nichts anderem – weshalb ich mich bei kommenden Projekten (ja, es wird welche geben) einfach im Vorfeld noch besser vorbereiten werde, damit mir am Ende nicht die Luft ausgeht. Oder damit mich eine Woche mit kranken Kindern hier nicht völlig raushaut.

nähtisch gestell upcycling

Zum ersten Mal seit langer Zeit habe ich mir mal wieder die Tarot-Karten gelegt. Ich habe keine Ahnung, ob du dich damit auskennst oder dafür zugänglich bist – ist auch egal! Das Blog-Coaching, das Ende meiner letzten Elternzeit… bei mir stehen die Zeichen auf einen Wendepunkt (ich war auch beim Friseur *lach*). Also Tarot-Karten. Viel Yoga. Om. Neulich sogar eine ganz besondere Begegnung. Du merkst vielleicht, dass ich gerade wirklich in einer kleinen Sinnkrise stecke, die sich natürlich auch durch weitere Bereiche zieht. Mein Mann meinte, der Blog sei „das Problem“. Ich sei so unentspannt damit. Aber das stimmte nicht: Hier fällt es nur als erstes auf, weil dieser (und der neue, komm ich gleich zu) Blog mein Baby ist.

Aber zurück zum Tarot: Die Karte, die ich für die aktuelle „Krise“ gezogen habe, war „Der Gehängte“. Und jetzt nicht erschrecken: Der hat absolut nichts mit dem Tod zu tun! Tarotkarten sprechen symbolisch zu uns, und ihre Sprache ist direkt und ehrlich. Der „Gehängte“ besagt, dass man in einer Phase der Passivität steckt und eine abwartende Haltung einnimmt/einnehmen sollte. In Zusammenhang mit den anderen Karten bedeutete er mir: Abwarten (und nähen)!

Also habe ich genau das getan. Habe mir nichts mehr vorgenommen, sondern gewartet. Bücher gelesen. Mein Manuskript hervorgekramt (ja, ich schreibe ja auch „kreativ“). Genäht. Gewerkelt. Urlaub gemacht. Und natürlich mein Nähtisch-Upcycling. Das kommt jetzt ;).

 

nähtisch upcycling

 

Nähtisch Upcycling als Krisentherapie

Ganz „nebenbei“ haben wir unseren Anbau fertiggestellt, und für unsere neue Fensterfront (unser Esszimmer ist jetzt fast ein Wintergarten) wünschte ich mir eine schöne Blumenbank. Nichts, was man kaufen kann. Ich hatte schon vor einiger Zeit auf Pinterest mal nach Nähtisch-Upcyclings gestöbert und war nun entschlossen aus einem antiken Nähtisch (bzw. dem Gestell) einen Blumentischchen zu bauen. Auf dem Online-Second-Hand-Markt wurde ich sehr bald fündig – ich fand ein Gestell mit Holztischplatte, ohne Nähmaschine. Die brauchte ich zu meinem Zweck auch nicht. Rund 70€ habe ich dafür bezahlt, und wahrscheinlich hätte ich den Preis noch etwas herunterhandeln können. Hab ich aber nicht.

Die Holzplatte sah nach nichts aus (dummerweise hab ich davon gar kein Foto), also habe ich sie zunächst abgeschliffen und dann lackiert – ganz so, wie ich das schon bei meinem Schraubglas-Regal oder meinem Holzregal oder meinem DIY-Nähtisch gemacht habe.

nähtisch upcycling

Das Prozedere ist immer gleich:

1. Schleifen mit der Schleifmaschine* (diese Anschaffung hat sich echt sooo gelohnt!),

2. mit Bondex Vintage Weiß* lackieren,

3. nochmal von Hand mit Schleifpapier abschleifen und

4. dann mit Bondex Wachs grau* wachsen.

 

Fertig ist meine Nähtisch-Blumenbank im shabby-vintage-Look. Die Unebenheiten der Oberfläche sind gewollt – die entstehen beim erneuten Abschleifen und verraten, wie die Platte vorher ausgesehen hat. Durch das Wachs wird die Oberfläche übrigens wunderbar weich und glatt. Und der Laptop macht sich da auch ganz gut:

nähtisch upcycling

 

Bloglife – die Änderungen

Nun, Projekte wie dieses zeigen mir immer wieder, wie sehr ich das Bloggen, Fotografieren und Werkeln liebe. Und wie sehr ich es im Sommer nun doch vermisst habe. Ich bin ein kreativer Mensch und ich will gar nicht darauf verzichten meine Sicht auf die Ding und die Welt ins Internet zu schreiben! Aber es wird ein frischer Wind hier durchpusten, denn einiges war eingefahren, und ich war zu Recht mit einigen Dingen unglücklich.

Deshalb habe ich den Blog Padermama gegründet – für alle „Mama“-Themen. Die sind von jetzt an dort zu finden. Und einiges mehr! Hier will ich mich künftig voll auf Nähen und DIY konzentrieren. Mit dieser Entscheidung bin ich sehr glücklich, denn auch „Padermama“ entwickelt bereits ein eigenes Gesicht, das mir sehr gut gefällt.

Für diesen Blog habe ich in der Sommerpause natürlich viele Beiträge vorbereitet, und ich freue mich sie demnächst zu zeigen! Überhaupt freue ich mich darüber mich hier voll und ganz aufs „Crafting“ konzentrieren zu können. Ohne den Zweitblog würde mir was fehlen, aber so kann ich alle anderen Themen dort unterbringen und betreibe nun also doch einen, bzw. zwei „Nischenblogs“. Das fordern alle Blog-Gurus ja immer, und ich habe mich immer geweigert. Aber irgendwann hab ich festgestellt, dass ich so nun doch mehr Möglichkeiten habe, zumal ich einfach an so vielen Dingen interessiert bin. Ich überlege ja schon einen dritten Blog zu starten!

Nun denn – ich will jetzt erstmal schauen, wie es mit zwei Blogs läuft, bevor ich weitere Projekte beginne.

nähtisch upcycling

 

Damit gebe ich nun ab zum Freutag und freue mich auf den Herbst!

Lieber Gruß,

Sonja

 

 

 

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Upcycling Regal. In vier Schritten zum Vintage-Look

Vor einiger Zeit habe ich es angekündigt und seitdem immer mal wieder erwähnt: Derzeit bauen wir einen Kellerraum aus, damit ich dort mit meinem gesamten Nähkram einziehen kann! Damit geht ein Traum in Erfüllung: Mein eigenes, kleines Nähreich, das obendrein geschäftstauglich ist, denn ab und an verirrt sich ja auch mal eine Kundin hierher um Stoffe direkt auszusuchen und sich beraten zu lassen. Für dieses Projekt haben wir im Vorfeld einige Entrümpelungsarbeit geleistet. Dabei bin ich im Keller auf ein altes Regal aus Kiefer (?) gestoßen, das ich in einer spontanen Vision bereits als Ausstellungsregal für meine genähten Werke sah.

Einmal „shabby chic“ bitte

Doch so konnte es nicht bleiben:

Bei einem unserer Baumarktausflüge (ich oute mich mal als Baumarkt-Fan), wurde ich dann sehr gut beraten und mein erstes Möbel-Upcycling nahm im Geiste Gestalt an: Ich wollte gern dieses Regal in „shabby chic“.

In vier Schritten zum Vintage-Look: Upcycling Regal Anleitung

Für mein erstes Möbel Upcycling Projekt war dieses Regal ein sehr dankbares Opfer. Auf Pinterest staune ich ja auch immer wieder, was andere so aus alten Sachen basteln und upcyceln. Bisher habe ich mich selbst aber nicht daran getraut. Dabei ist es gar nicht schwer – in nur vier Schritten habe ich diesem Regal einen Hauch von Vintage und shabby chic verpasst. Und Du kannst das auch!

Schritt 1

Zunächst habe ich die Regalböden rausgenommen und dann den Rahmen und die Böden von allen Seiten abgeschliffen. Von unschätzbarem Wert hat sich dabei dieses kleine Maschinchen auf dem Bild entpuppt: Sie sieht fast ein bisschen wie ein Bügeleisen aus, ist aber eine kleine Schleifmaschine!
(Wir hatten sie für die ganzen geplanten Renovierungsarbeiten rund um unser (neu erstandenes) Haus gekauft, und die Anschaffung hat sich bislang sehr gelohnt – ich habe damit unter anderem auch schon Wände geschliffen um sie für einen Anstrich vorzubereiten.)

Für dieses Upcycling Projekt war die Bosch PSM 100 A Schleifmaschine* genau die Richtige zum Warmwerden. Dank ihr ging dieser eher mühselige Teil – das Abschleifen – richtig flott von der Hand. (Sie brummt zwar, erinnert aber auch in der Anwendung an ein Bügeleisen – insofern fühle ich mich als Nähtante auch ganz wohl damit.)

Schritt 2

Nach dem Schleifen habe ich dann alle Teile lackiert, und zwar mit Bondex Vintage Farbe in weiß*. Die Farbe wurde mir im Baumarkt empfohlen, und ich bin insgesamt sehr zufrieden damit.

Du kannst hier auf dem Bild schon sehen, dass eine Textur trotz Anstrich bleibt – das ist durchaus gewollt.

Nach dem Trocknen und eventuell zweiten Anstrich geht es weiter…

Schritt 3

Jetzt wird wieder geschliffen: Ich habe jetzt von Hand geschliffen, aber ich kann mir vorstellen, dass es mit der Schleifmaschine und einem feinen Schleifpapier auch ginge.

Durch das erneute Schleifen erhält das Holz Schattierungen, und die Textur kommt wieder deutlicher heraus. Der Hersteller empfiehlt auch zum Abschleifen z.B. Stahlwolle zu benutzen. Das habe ich bei diesem Projekt noch nicht probiert, habe ich aber für zukünftige Projekte im Hinterkopf – ich werde berichten!

Schritt 4

Der letzte Schritt ist für mich die Entdeckung des Jahres gewesen: Bondex Vintage Wachs in grau*. Es gibt das Wachs auch in ein paar anderen Farben, z.B. auch in weiß. Ich hatte gleich das graue genommen, um noch ein bisschen mehr „shabby“ herauszuholen.

Erst mit dem Wachs wird das Upcycling wirklich komplett! Ich hatte auch erst gezögert es zu kaufen, habe dann aber gedacht, dass ich es einfach mal ausprobiere und auf die Herstellerempfehlung achte. Und in diesem Fall hat es sich gelohnt! Hier ein Detailbild der Schrankseite:

Das Wachs wird mit einem trockenen Tuch aufgetragen, und zwar erst kreisförmig und großzügig wie auf dem ersten Bild. Ich hatte mich auch erst erschrocken wie wüst das aussieht. Aber dann wird das Wachs in Richtung der Maserung einpoliert. Es zieht dann wunderbar ein – und verleiht dem Holz einen leichten Grauschleier. (Es gibt das Wachs auch in weiß, falls Du das nicht wünschst!)

Durch das Wachs wird die zuvor raue Oberfläche plötzlich weich und wunderbar glatt! Ich bin restlos begeistert und könnte den ganzen Tag den Schrank streicheln. Jedes Mal, wenn ich daran vorüber gehe, fahre ich mit der Hand darüber.

 

 

Da das Regal ja Ware präsentieren soll, habe ich als Finish noch einen Haken an die äußere Seite angeschraubt. Da kann ich nach Belieben Taschen oder Kleidung aufhängen:

 

Fertig!

Mit meinem fertigen Regal bin ich sehr zufrieden, und ich muss gestehen, dass es bestimmt nicht mein letztes Möbel Upcycling wird. Es hat sich zwar kinder- und sommerbedingt ein paar Wochen hingezogen, bis es fertig war, aber es ist auch ein Projekt, das zwischendurch mal eine Woche einfach nur rumstehen konnte – das ist in meinem Alltag nicht ganz unwichtig.

Shabby Chic Regal Upcycling in 4 Schritten. Kinderleicht!

Hast Du schon einmal ein Möbelstück aufpoliert oder hast es vor? Ich bin gespannt, Deine Upcycling Projekte zu bestaunen!

Jetzt verabschiede ich mich erst einmal und verlinke noch mit DienstagsDinge und HoT.

Schöne Woche noch,
Sonja

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