Blog starten und dranbleiben: Was das Gesetz der Resonanz und Dein Mindset dazu beitragen

Immer wieder stolpere ich in Bloggergruppen über so Anfragen wie “Ich will gern einen Blog starten. Wie mache ich das und wie verdiene ich damit viel Geld?” Das Gerücht, dass man als Blogger sehr schnell und sehr viel Geld verdient, hält sich irgendwie hartnäckig. Auch das Gerücht, dass das einfach sei oder schnell ginge. Diesen Zahn will ich Dir heute ziehen. Aber bevor Du wegklickst, weil ich Dir jetzt keine Goldgrube verspreche: Klar ist es möglich, mit einem Blog Geld zu verdienen. Aber bevor Du Dir über die Monetarisierung Gedanken machst (ja, Du darfst es schon im Hinterkopf haben), solltest Du erst einmal überhaupt mit dem Blog starten und Dich fragen, warum überhaupt irgendwer auf Deine Seite kommen sollte.

Einleitung

Dass man viel Geld mit einem Blog verdienen muss, scheint ein erstrebenswertes Ziel zu sein. Manchmal drängt sich mir der Eindruck auf, das sei DAS EINZIGE Ziel, das man mit seinem Blog erreichen kann. Oder das wichtigste.

Zumindest erhalte ich täglich zig Werbeanzeigen von Leuten, die mir genau das als den großen Traum verkaufen wollen: Ich muss dann nur deren Webinar für einen drei- bis vierstelligen Betrag kaufen, dann klappt das schon mit der Schnittmustermillion.

Aber das war nie der Grund, warum ich damals angefangen habe.

Das wiederrum ist vielleicht der Grund, warum ich immer noch da bin.

Ganz so einfach ist das nämlich gar nicht, und ich bin ehrlich gesagt müde von Leuten, die mir das weiterhin so verkaufen wollen.

Einen Blog starten ist eine schöne Sache, ganz egal, ob Du Deinen Blog rein privat als Tagebuch, als Dokumentation Deines Hobbys oder als professionellen Blog mit eigenen Produkten und Werbekooperationen startest.

Blogger zeichnen sich in der Regel durch ihre Obsession für ihr Thema aus, das sie jahre- und jahrzehntelang verfolgen. Und damit begeistern sie im Idealfall eine wachsende Leserschaft, die ihnen dann jahre- und jahrzehntelang folgen.

Darüber schreibe ich heute: Es geht um Dich, Deinen Blog, Deine Ziele, Deine LeserInnen und wie Du eigentlich eine Verbindung zu ihnen aufbaust. Dein Mindset, wenn wir nun dieses Wort bemühen wollen. Denn das ist die Voraussetzung für jeden Euro, der da jemals zu Dir fließen wird.

Wenn Du Fragen hast – bitte frag in den Kommentaren! Auch Ergänzungen darfst Du gern einbringen und vielleicht auch eigene Artikel zum Thema verlinken. Ich freue mich, wenn hier eine lebendige Debatte entsteht.

Das Dreigestirn des Bloggens

Beim erfolgreichen Bloggen geht es – ganz vereinfacht gesagt – um drei Dinge: Deinen Blog, Deine Ziele und Deine Leser. Erst, wenn Du alle drei Punkte erarbeitet und aufgebaut hast, geht das mit dem “Geldverdienen mit Bloggen” los.

Wie die Grafik veranschaulicht, ist das auch nur der kleinste Teil des Ganzen. Es ist auch wichtig – auch nach Jahren – sich immer wieder auf diese drei Grundfesten zu konzentrieren und da zu schauen, dass man noch dran ist an seinen Lesern. Manchmal driften die einzelnen Punkte auseinander, das ist nicht gut!

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Das Dreigestirn des Bloggens: Ziele, Zielgruppe und Dein Blog

Was für ein Typ Blogger bist Du?

Es gibt zwei Sorten Blogger: Die, die alles vorher durchdacht und organisiert haben, und solche, die einfach mal spontan drauflos bloggen und dann gucken, was passiert.

Ich bin definitiv als Typ 2 angefangen und habe mich mit der Zeit mehr zum durchorganisierten Typ 1 gemausert. Als ich mit dem Bloggen begonnen habe, hätte es mich sehr demotiviert, wenn mir jemand gesagt hätte, ich müsse erst wochenlang alles planen und überlegen, um dann lupenreine, durchdesignte und suchmaschinenoptimierte Superpostings zu schreiben.

Falls Du Dich nun fragst, was besser ist: Es ist nicht verkehrt, auch etwas unbedarfst an die Sache heranzugehen. Du hast viel Enthusiasmus? Prima! Nimm den Schwung mit und stürz Dich rein!

Nichtsdestotrotz ist es hilfreich, sich als erstes einen Plan zu machen, indem man sich vor dem Start eines Blogs einige Gedanken darüber macht, für wen man eigentlich schreiben will und was einem der Blog selbst geben soll. Das bleibt schon allein wegen wachsender rechtlicher Herausforderungen nicht aus.

Einen wenigstens ungefähren Plan brauchst Du unbedingt, wenn Du einen Blog starten willst. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man mit einem Ziel vor Augen, auch wenn es anfangs noch vage ist, einfach länger dranbleibt. Es gibt auch viele Blogs, die nach zwei Jahren sterben, weil den Bloggerinnen die Lust vergeht – was schade ist!

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Der Idealtyp des Bloggers ist meiner Erfahrung nach eine Mischung aus Typ 1 und Typ 2: Er/Sie plant ihren Blog, ihre Inhalte und ihre Zielgruppe zumindest grob, erstellt einen Redaktionsplan, Kategorien usw. und lässt sich aber im Blogalltag genug Freiheiten, um auch spontan reagieren zu können.

Dein Blog ist Dein Herzensprojekt, Dein virtuelles Zuhause. Viele Blogger – ich auch früher! – zerreißen sich mitunter innerlich zwischen der Leidenschaft für ihr Thema und der Tatsache, dass sie mit ihrem Blog auch Geld verdienen wollen, bzw. mit dem Umstand, dass das “Hobby Bloggen” doch irgendwann auch Geld kostet. (Für meinen Blog/Shop gebe ich jährlich für Plugin-Lizenzen, Newsletter, Rechtliches, Nebenkosten und Technik ca. 1.000€ aus. Damit bewege ich mich aber auch noch im unteren Level. Ich könnte noch deutlich mehr ausgeben.)

Aber zurück zum einfachen Bloggen: Die Frage, ob man mit dem Blog Geld verdienen will, erst einmal zweitrangig. Ich lese in Bloggergruppen immer wieder die Frage, wie man einen Blog monetarisieren kann, dabei hat der/diejenige noch gar nicht angefangen! Vertrau mir, wenn ich Dir sage: Lass diese Gedanken erstmal weg! Viel wichtiger sind die Inhalte. Und die haben unmittelbar mit Dir, Deinen Zielen und Deinen Lesern zu tun.

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Deine Ziele

Wer bloggt, will auch gelesen werden. Ganz egal, was Du sonst noch für Ziele hast: Leser wünschen wir uns alle! Von allen weiteren Zielen, die man mit seinem Blog verbinden kann, sind Leser wohl das Minimalziel.

Doch wie funktioniert das, das überhaupt jemand auf Deinen Blog aufmerksam wird? Wie erarbeitet man sich eine Reichweite? Und wer liest überhaupt Deinen Blog?

Diese Fragen beschäftigen weltweit Tausende Marketing-Experten, Blogger und alle, die irgendwas im Internet verkaufen wollen. Um Deinen Blog erfolgreich zu machen, musst Du zunächst einmal für Dich selbst “Erfolg” definieren: Für die einen bedeutet es, überhaupt einen Artikel fertig zu schreiben, für den nächsten sind es 2.000 Seitenaufrufe im Monat, für den übernächsten 10.000 und eine Shop-Conversion-Rate von 5% und mehr.

“Erfolgreich bloggen” ist also ein extrem schwammiger Begriff. Im Internet geistern auch viele selbsternannte Experten herum, die einem suggerieren, dass man mit einem Blog im ersten Jahr eine sechsstellige Summe einnehmen muss, um erfolgreich zu sein (sie verraten Dir ihre “Geheimnisse” dann im Gegenzug einer Zahlung in drei- bis vierstelliger Höhe – bitte sei vorsichtig, wenn Du in den Funnel solcher Gurus gerätst!).

Deine erste Aufgabe heute lautet: Was ist Dein Ziel?

Mache Dir Stichpunkte dazu und strukturiere sie in einer MindMap. Egal, ob Du jetzt erst mit einem Blog starten willst oder bereits einen Blog hast: Es hilft Dir, Deinen Fokus zu finden. Lass Dir ein bisschen Zeit damit. Frage Dich:

Was und wen willst Du durch das Bloggen erreichen?

Bei mir war das anfangs gar nicht so klar. Ich habe einfach angefangen, und noch immer verfalle ich manchmal in diese Typ2-Chaosblogger-Attitüde.

Das Bloggen selbst war für mich immer eine Reise, die mich erst zu meiner Zieldefinition gebracht hat. Zwischendurch stand ich öfter mal an dem Punkt, den ich eben erwähnte: Ich wusste nicht, ob sich das “lohnt”, habe mich innerlich auch gar nicht so wohl damit gefühlt, dass ich Geld mit Bloggen verdiene.

Erst, nachdem ich diese Blockade gelöst habe, ging es mir besser und mit dem Blog ging es wieder bergauf – in seiner Reichweite und auch seinen Einnahmen.

Mit dem Kreativsein, Anleitungen und Schnittmuster erfinden, Ideen haben habe ich mittlerweile meine Berufung gefunden. Ich will nichts anderes mehr machen, und zwar ganz unabhängig davon, ob und wieviel Geld es einbringt.

Eins meiner persönlichen Ziele, die ich verfolge: Freie Zeiteinteilung. Dass ich blogge, ist komplett meine Entscheidung. Wenn es mir beim Arbeiten nur ums Geld ginge, könnte ich wahrscheinlich auch für irgendeine Marketingagentur arbeiten. Aber das will ich gar nicht. (Mehr über die Vor- und Nachteile des Bloggens und warum ich gern selbstständig bin, erfährst Du hier.)

Was anderes ist mir aber auch klar geworden: Es gibt viele Wege einer Blogmonetarisierung.

Ich habe mich auch bewusst gegen bestimmte Wege entschieden, z.B. gegen Google Ads oder automatisierte Anzeigen anderer Netzwerke, obwohl die mir wahrscheinlich deutlich mehr Geld bringen würden als die Banner in der Seitenleiste und die gelegentlichen affiliate Links. Der Grund: Diese Ads sind supernervig. Ich hasse sie bei anderen Seiten und will die hier nicht haben.

Du siehst, Geld spielt selbstverständlich eine Rolle, aber längst nicht die Einzige!

Deine Zielsetzung sollte ein oder mehrere Hauptziele beinhalten und jeweils auch Teil-Ziele für den kleinen Dopamin-Schub zwischendurch ;). Du kannst Dir ruhig Zahlen-Ziele stecken, also Followerzahlen und Seitenaufrufe, und auch Umsatzziele. Zahlenziele lassen sich gut überprüfen, und das macht auch Spaß.

Bedenke dabei einen realistischen Zeitrahmen: Stecke Dir kurzfristige und langfristige Ziele!

Außerdem solltest Du Ziele haben, die mehr auf deine Inhalte eingehen und vielleicht erstmal gar nichts mit Seitenaufrufen oder Einnahmen zu tun haben, z.B. Kommentare und Feedbacks von Lesern und Kunden.

Eins kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Ja, es ist ein geiles Gefühl, wenn man in einem Monat 60.000 Seitenaufrufe und mehr hat oder im Google-Ranking bei einem Keyword ganz oben auf dem Siegertreppchen steht. Oder wenn der Shop gut läuft. Wenn man einen neuen Umsatzrekord aufgestellt hat.

ABER von Lesern oder Kunden eine persönliche Nachricht zu erhalten, in der jemand Deine Anleitung oder Deinen Text lobt und Dir sagt, dass sie sich schon auf den nächsten Newsletter freut – DAS ist der wahre Jackpot!

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Fertige eine Sammlung von Dingen an, die Dir rund um Deinen Blog wichtig sind. Ziele, Teil-Ziele, Interessen Deiner Zielgruppe, und natürlich Du und Dein Blog!

Deine Leser – Deine Zielgruppe

Was auch immer Deine erklärten Ziele sind: Deine Leser sollten ganz oben auf Deiner Liste stehen!

Man vergisst das viel zu schnell, aber das sind die echten Menschen, die sich irgendwann durch Deine epischen Artikel scrollen und jedes Deiner Worte aufsaugen – jedenfalls im Idealfall. (Ach ja, DANKE, dass Du schon bis hierhin durchgehalten hast ;).)

Meist scannen Leser Überschriften und fett gedruckte Phrasen und entscheiden innerhalb von weniger als 2 Sekunden, ob sie auf Deinem Blog bleiben wollen.

Ohne Leser kannst Du Deinen Blog gleich wieder einpacken.

Also tu Dir selbst einen Gefallen und mach Dir ein paar Gedanken über Deine Leser, denn sie bilden Deine Zielgruppe und auch irgendwann Deine Kunden, wenn Du was zu verkaufen hast.

Zielgruppe klingt schon sehr nach Marketing, und vielen Leidenschaftsbloggern, die einfach nur aus ihrem Hobby heraus bloggen und keinerlei finanzielle Ambitionen haben, ist das ein verhasster Begriff. Ich weiß. Es ging mir auch so.

Aber nachdem Du Deine Ziele nun definiert hast, musst Du Dir unbedingt Gedanken über die Zielgruppe Deines Blogs machen. Es lohnt sich auch, diese Übung regelmäßig zu wiederholen, damit man nicht die Bodenhaftung verliert und irgendwann zum Guru mutiert, der anderen überteuerte Coachings als Schneeballsystem verkauft.

Die Kernfrage ist:

Wer kommt regelmäßig auf Deinen Blog?

Wer liest gerne Deine Texte? Wer mag Deine Bilder? Deine Ideen? Deine Anleitungen? Dich? Und warum?

Ich meine nicht Deine Mutter. Kommt da sonst noch jemand?

Was sucht Deine ideale Leserin bei Dir? Wie kannst Du ihr weiterhelfen? Was mag sie an Dir und Deinen Inhalten?

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Um irgendwann auch diesen ganz kleinen €-Teil in der Mitte füllen zu können, musst Du die Kreise alle füllen ;).

Ich habe das auch jahrelang falsch verstanden: Hier auf dem Blog geht es nicht um mich. Es geht um Dich!

Dir will ich mit diesem Text weiterhelfen.

Es ist hilfreich, wenn Du Dir erst einmal eine einzelne Leserin vorstellst. Vielleicht eine jüngere Version Deiner selbst, wenn Dir das hilft. Stell sie Dir genau vor:

Wie heißt sie? Wo lebt sie? Hat sie Kinder? Wieviele? Arbeitet sie? Was? Was ist ihr Lieblingsfilm? Lieblingsbuch? Welche Serie mag sie? Wie alt ist sie? Welche Zeitschriften hat sie abonniert? Ist sie Vegetarierin? Raucht sie?

Stell Dir wirklich erstmal EINE Leserin (oder Leser) vor. Hab keine Angst, dadurch andere auszuschließen. Es hilft Dir viel mehr, Dich auf eine Leserin zu fokussieren, als auf zehn. Und wenn Du sie vor Augen hast, kannst Du viel besser schreiben. Du erreichst sie viel besser. Glaub mir, ich habe diese Erfahrung selbst gemacht ;).

Zwei Beispiele:

Meine Idealleserin ist Anfang 30, Mutter von zwei Kindern in Grundschule und Kindergarten, arbeitet Teilzeit in einem sozialen Beruf, lebt im eigenen Haus auf dem Land, nascht gern dunkle Schokolade und näht leidenschaftlich gern. Sie hat wegen der Kinder mit dem Nähen angefangen und traut sich an immer größere Projekte heran. Sie hat einen Instagram-Kanal, für den sie viel zu wenig Zeit hat, aber sie liebt Instagram und hat sich da schon eine ganz passable Reichweite erarbeitet. Sie spielt mit dem Gedanken, einen eigenen Blog zu starten, traut sich aber noch nicht ganz. Sie trägt und näht gern bequeme Kleidung wie Hoodies und Leggins und liebt außerdem ihren Garten.

Eine andere Idealleserin von mir ist Mitte 50, steht mitten im Leben, ist gerade Oma geworden und steigt nach langer Pause wieder ins Nähen ein. Sie mag gutes Essen und guten Wein, ist gesellig, verheiratet, backt gern ihr eigenes Brot, liebt ihren Garten, hat zwei erwachsene Kinder und ist eine versierte Büromanagerin im Beruf. Außerdem hat sie einen kleinen Hund und engagiert sich ehrenamtlich. Sie liest und reist gern – mit dem Wohnmobil.

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Deine Inhalte: Gefunden werden …

Du weißt nun, was Deine Ziele und Deine Inhalte sind und hast eine ungefähre Vorstellung von Deiner idealen Leserin. Jetzt geht es um Deine Inhalte: Worüber willst Du schreiben? Und was interessiert Deine Leserin? Was tippt sie bei Google ein? Wie landet sie bei Dir?

Die Antworten darauf sind das Skelett Deiner Blogartikel. Wenn Du schon einen Blog hast, schau doch mal, welches Deine drei beliebtesten Blogartikel sind und analysiere für Dich, warum das wohl so ist.

Du kannst Dir auch Deine schlechtesten Blogartikel vor diesem Hintergrund anschauen und Dich fragen, warum sich niemand für sie interessiert. Und was Du ändern musst, damit vielleicht doch jemand den Artikel findet.

Nehmen wir diesen Artikel: Ich habe ihn zum ersten Mal 2017 geschrieben und 2022 komplett überarbeitet, damit er Dir hilft, Dir eine solide Basis für Dein Blog-Mindset zu bauen.

Wenn Du Dich fragst, wie Du einen Blogartikel schreiben sollst, wirst Du immer wieder über die Begriffe “Mehrwert” und “Nutzen” stolpern. Das ist richtig: Natürlich sollen Deine Leser Deinen Blog ein bisschen glücklicher und ihrer Problemlösung näher wieder verlassen als zu dem Zeitpunkt, an dem sie Dich gefunden haben. Ich denke auch mal, dass Du das wahrscheinlich schon weißt. Du schreibst schon gute und nützliche Blogposts.

Die schlechte Nachricht, die ich jetzt für Dich habe: Es gibt schon zu nahezu allen Themen bereits Blogartikel im Internet. Warum sollte also jemand ausgerechnet bei Dir die Lösung finden?

… und das Gesetz der Resonanz

Das ist bei der Masse an Blogs wahrscheinlich das größte Problem. Aber es ist nicht unlösbar ;).

Du bist ja auch irgendwie hier gelandet.

Das hat – neben SEO natürlich – mit dem Gesetz der Resonanz zu tun.

Es besagt im Prinzip, dass Gleiches von Gleichem angezogen wird. Über die Jahre als Bloggerin habe ich sehr oft beobachtet, wie gut es funktioniert, und Du kannst das für Dich auch arbeiten lassen.

Obwohl wir alle einzigartig und individuell sind, sind wir doch auch verbunden, und wir alle wollen uns wiedererkennen. Wir alle haben unterschiedliche Geschmäcker, aber wenn wir jemand neu kennenlernen, suchen wir doch das Gemeinsame, das Verbindende. Und dieses Prinzip funktioniert bei Blogs und bei jedem Social Media Kanal. Wir teilen, kommentieren, liken und pinnen die Inhalte, zu denen wir eine persönliche Verbindung aufbauen.

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Vielleicht machst Du einfach mal selbst ein Experiment: Scrolle durch Deinen Feed bei Instagram oder Facebook oder Pinterest und beobachte, auf welche Bilder und Überschriften Du so klickst. Speichere sie Dir und finde nach ein paar Tagen heraus, worauf Du magnetisch reagierst.

Manchmal kommen da ganz erstaunliche Aha-Erlebnisse heraus, die Dir wiederum helfen, wenn Du eigene Grafiken, Bilder und Motive für Deine Inhalte erstellst.

Auch – und gerade in Social Media – funktionieren Antipathie und Sympathie. Es gibt ein paar Gurus da draußen, die ich z.B. absolut nicht leiden kann. Manchmal ist es nur die Farbe der Schrift, die Schriftart oder die Farbe des Jacketts. Manchmal finde ich die Ansprache unmöglich und manchmal weiß ich gar nicht, was ich an der/demjenigen eigentlich nicht mag. Aber irgendwie mag ich den/diejenige nicht. Manchmal aus Prinzip, keine Ahnung. Nie und nimmer würde ich irgendwas von denen kaufen!

Kennt man aus dem echten Leben ja vielleicht auch ;).

Anderen wiederum folge ich total gern, lese jedes Wort, folge auf allen Kanälen und lese den Newsletter, kaufe ihre Produkte, weil da einfach eine Verbindung ist, etwas, das etwas in mir zum Klingen bringt. Das ist der Ort, an dem ich mich als Leserin und Kundin verstanden und gut aufgehoben fühle.

Und genau deshalb ist Dein Blog auch nicht überflüssig. Genau deshalb kannst Du Dir sicher sein: Auch Dein Blog wird gelesen! Auch Du wirst Deine Leser erreichen. Und Deine Leser sind klug genug, um Dich von anderen unterscheiden zu können. Die wissen ganz genau, was sie nur bei Dir bekommen und dass sie bei Dir gut aufgehoben sind. Schaffe ihnen diesen Ort!

Natürlich ähneln sich Inhalte immer mal wieder. Aber durch Deinen persönlichen Stil ist Dein Blog einzigartig. Das kann Dir niemand wegnehmen, und Du brauchst auch Konkurrenz nicht zu fürchten! Ja, manche Keywords sind hart umkämpft, und auch auf Social Media tobt manchmal ein Kampf. Lass Dich davon nicht beeindrucken.

Mach’s wie Udo: Mach Dein Ding!

Fazit

Ich hoffe, Dich hat dieser Artikel etwas weitergebracht?

Ausgehend von der Frage, wer überhaupt Deinen Blog liest, weißt Du nun, was Deine Ziele sind und wer zu Deiner Zielgruppe gehört. Du hast Dir ein paar kleinere und größere Ziele gesteckt und vertraust darauf, dass das Resonanz-Prinzip auch bei Dir wirkt. Deine Mitbloggerinnen sind die Guten! Mit gemeinsamen Aktionen erhält auch Dein Blog etwas mehr Aufmerksamkeit und Bekanntheit.

Dies ist alles nur ein Teil des Weges.

Vielleicht hast Du jetzt auch gleich ein paar Fragen, die sich Dir aufdrängen: Stell sie gern! 🙂

Wenn Dich das Thema Bloggen interessiert, findest Du hier vielleicht weitere Themen. Außerdem schreibe ich jeden letzten Dienstag im Monat einen Newsletter über das Bloggen.

Melde Dich an und erhalte positive Impulse, Tipps und aktuelle Themen für Deinen Blog oder Social Media-Kanal!

Ich freue mich auf Dich!

Hinweis: Manche Kommentare beziehen sich auf eine Vorversion dieses Texts. Er wurde im Mai 2022 vollständig überarbeitet.

Toss a coin to your Blogger 😉 - Wenn Dir dieser Beitrag gefallen, geholfen oder Dich irgendwie weitergebracht hat, empfehle ihn weiter! Kommentiere gern, was Dir gefallen hat - auch das wärmt mich und zeigt mir, dass ich hier nicht allein bin ;). Wenn Du meine Arbeit unterstützen und noch mehr davon haben willst: Kauf in meinem Shop ein oder über einen meiner affiliate Links - ganz herzlichen DANK!! 😀
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Sonja

Sonja ist leidenschaftlich dem Nähen und Bloggen verfallen und Mama von vier Kindern. Hier auf dem Blog teilt sie ihre Nähwerke, Nähanleitungen, DIY-Tutorials und ihre Schnittmuster für Kinderkleidung und Geschenke mit der Welt. Abseits davon hat sie einen Faible für Philosophie und Kunst und steht auf laute Musik, Endzeitfilme, Kaffee mit Creme und Yoga. Mehr über Sonja erfährst Du hier.
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12 Gedanken zu „Blog starten und dranbleiben: Was das Gesetz der Resonanz und Dein Mindset dazu beitragen“

  1. Liebe Sonja,
    du hast hier wieder einen total tollen Beitrag geschreiben. So viele Infos auf so nette Weise verpackt.

    Die Nähblogger sind wohl wirklich eine ganz "spezielle Gattung von Bloggern". Ich kann dir beipflichten, dass hier die Gemeinschaftsaktionen sehr viel Spaß machen. Man lernt immer wieder neue Menschen kennen. Der eigene Erfahrungsschatz vergrößert sich dadurch ständig auf angenehme Art und Weise.

    Ich bin schon auf deine weiteren Beiträge dieser Reihe gespannt.
    Auch wenn ich längst keine reine Nähbloggerin mehr bin. Irgendwie kamen auch andere Dinge dazu. Dinge, die allerdings auch zu mir, zu meinem Leben gehören.

    ♥liche Grüße
    Ellen

    Antworten
    • Hallo Ellen,

      du findest immer so warme und nette Worte – herzlichen Dank! <3

      Auch wenn ich mich in dieser Reihe auf das Nähbloggen konzentriere, heißt das ja nicht, dass es nur um reine Nähblogs geht. Auch meine Palette erweitert sich ja stetig – ich schreibe ja auch viel aus der Mama-/Eltern-Sparte und mache gern Schlenker in den Garten.

      Das gehört, finde ich, aber auch dazu!
      Ich lese ja immer wieder, wie wichtig die eigene Nische so ist. Aber dann denk ich: Wenn ich da jemals angekommen bin, möge mich bitte der Blitz erschlagen!

      Das Leben ist bunt, und die Welt der Blogs auch – ich finde es gerade wichtig immer mal wieder aus der eigenen Nische herauszukommen und gewohnte Blogpfade zu verlassen! 🙂

      Man entwickelt sich ja auch weiter ;).

      Ganz liebe Grüße,
      Sonja

      Antworten
    • Liebe Sonja,
      ich muß gerade schmunzeln …. in deinen Worten finde ich mich "so was von wieder"!

      Erst einmal hoffe ich jetzt natürlich nicht, dass "dich der Blitz erschlagen soll". Ich bin da wie du … auch mein Leben ist bunt und so ist zwischenzeitlich auch mein Blog!

      Auch wenn bei mir die Zeit der "Jungmama" längst vorbei ist, ich lese dennoch gerne deine Beiträge diesbezüglich. Mit einem Lächeln im Gesicht – mit einem "ja so war das früher bei uns auch" ….

      Gestalte deinen Blog weiterhin mit Liebe und Leidenschaft. Kunterbunt und mit deinem ganz persönlichen Stil.
      Vielleicht sind wir auch Trendsetter? Vielleicht kommt irgendwann die Zeit, in der die Meinung vertreten wird, dass alle Blogs doch besser bunt und von allem etwas haben sollten?
      Wenn nicht, ist es auch egal – Hauptsache ist doch, wir haben Spaß beim Bloggen!

      ♥liche Grüße
      Ellen

      Antworten
  2. Liebe Sonja, du schreibst so toll!

    Ich habe deinen ersten Beitrag deiner Näh-Blogger-Basics-Reihe so gern gelesen.
    Es ist großartig, dass du die Informationen nicht so trocken rüber bringst, sondern in deinem herzlichen Stil!
    Ich bin mir ganz sicher, dass deine Beiträge vielen helfen werden. Mich zähle ich dazu, denn obwohl ich schon länger dabei bin – unter den vielen lieben Nähbloggerinnen! <3 – lerne ich stetig dazu!!
    Ich freue mich schon auf weitere Beiträge! Das wird total spannend!

    Ich bin noch nicht dazu gekommen, dir zurück zu schreiben, aber deine Wochenübersicht hab ich mit großer Freude runter geladen!! Ich freu mich wahnsinnig, dass ich für dich "probeorganisieren" darf!! Organisation ist definitiv meine großer Schwachpunkt!!

    Fühl dich ganz lieb gedrückt!
    Susanna

    Antworten

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