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(Anzeige) Rezension: Die Aufräum-Profis

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~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Nein, das ist definitiv kein Buch, über das ich mich als Valentinsgeschenk gefreut hätte. Da hätte ich mich wahrscheinlich mehr über ein neues Bügeleisen gefreut, ist doch meist das Thema „Ordnung“ Stein des Anstoßes, wenn bei uns gestritten wird. Ja, wir streiten. Wir streiten mit den Kindern über Ordnung, und ich will und werde nicht begreifen, warum es im Kindergarten klappt, und zuhause nicht. Oder Stefan und ich streiten. Weil wir – wie ich nun dank der Lektüre Die Aufräum-Profis von Esther Lübke und Micki Dreeschmann weiß – verschiedene Chaos-Typen sind. Dabei wollen wir eigentlich dasselbe: Nämlich Ordnung! Kommt dir bekannt vor? Dann ist dieses Buch vielleicht etwas für dich.

Die Aufräum-Profis – ein Selbsttest

Wie du beim Blick ins Buch (weiter unten) ganz schnell sehen kannst, ist „Die Aufräum-Profis“ kein Buch, dass nur mit großen Bildern und vielen Versprechungen vom aufgeräumten Heim lockt. Nein, dieses Buch ist tatsächlich ein Arbeitsbuch! Woran ich das festmache? Es ist echt viel Text und enge Spalten! Das ist mir beim ersten Aufschlagen sofort aufgefallen: Auf rund 180 eng beschriebenen Seiten soll aus mir nun ein ordentlicher Mensch werden. Mal sehen!

Vorweg: Ich bin so der klassische Künstler-Chaot-Rebell-Sammler-Typ (wobei – meine Sammelleidenschaft ist schon besser geworden: Ich freue mich echt über alles, was ich wegschmeißen kann, aber ihr habt ja mein Nähzimmer gesehen *ähem*). Stefan hingegen ist eher so der Ordentliche bei uns – der Ingenieur und Denker (aber auch ein bisschen ein Sammler „könnte man ja nochmal gebrauchen…“. Das führt natürlich immer mal zum Clash of Cultures bei uns, zumal auch die Kinder in dem Punkt eher nach mir kommen. Die lassen ja auch alles fallen, wo sie stehen und gehen und krabbeln.

Aber ich will mich ja bessern! Und als ich beim Frechverlag die Neuerscheinung „Die Aufräum-Profis“ von Esther Lübke und Micki Dreeschmann gesehen habe, wusste ich: Ok, das ist meine Chance! Denn eigentlich regt mich die Unordnung bei uns zuhause total auf. Wieviel Zeit ich täglich mit Suchen verbringe! Die schlimmsten Streite beginnen mit „Wir hatten doch mal…“ oder mit „Wo ist denn XY hingekommen…?“ Wie sehr mich so gewisse Ecken einfach ärgern (und deprimieren)!! Das ist echt schrecklich. Und ja, ich verstecke mich auch gern hinter Sprüchen wie:

 

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Aber Chaos und Genialität helfen einem nicht, wenn man nicht mehr weiß, was man als nächstes machen soll. So kommt man nicht vom Fleck – weder im privaten Haushalt, noch wenn man versucht halbwegs professionell zu bloggen. Auch ich habe erkannt: Ordnung und ein aufgeräumtes Umfeld schaffen auch Klarheit und helfen mir beim Konzentrieren auf neue, kreative Projekte. Oder auf die Buchhaltung *seufz*.

„Die Aufräum-Profis“ darf ich nun heute rezensieren. Für mich ist das zugleich ein Selbsttest.

 

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Ich, ein Aufräum-Profi?

Wie gesagt, das Buch beinhaltet viel Text: Schon beim ersten Durchblättern ist klar: Das ist hier ein Arbeitsbuch und kein überbelichtetes Ordnungsversprechen, das aussieht wie ein Fleisch gewordenes Pinterest-Profil und am Ende nur hübsche Bilder zeigt. Hier werden die Ärmel hochgekrempelt: Raus mit dem ganzen Krempel – und zwar mit System!

Ich lese mich durch die ersten Kapitel. Die Lektüre ist wunderbar verständnisvoll, lebensnah und augenzwinkernd – schau dir die Leseprobe unten an, dann weißt du, was ich meine! Das Autoren-Duo verspricht mir zu Beginn, dass sie mich verstehen: Meine Sammelleidenschaft und meine kindlich-sentimentale, fast narzisstische Liebe für Kinkerlitzchen und Schnuckedönschen. Und tatsächlich fühle ich mich verstanden. Es ist schon fast unheimlich, denn die beiden wissen sogar ziemlich gut, was bei uns in einigen Ecken so rumfliegt.

 

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Inhalt: Aufräumen mit System

In den ersten Kapiteln werden verschiedene Chaos-Typen und deren Ordnungsprobleme vorgestellt. Interessant fand ich daran die psychologischen Hintergründe eines jeden Typs. Ein Sammler schafft das Aufräumen ja aus ganz anderen Gründen nicht als ein Perfektionist. Und in einem Rebellen oder im „Gutmütigen“ schlummern ganz verschiedene Ängste, die ihn beim Aufräumen bremsen. Das fand ich höchst interessant und sehr nachvollziehbar. Veranschaulicht werden die Chaos-Typen anhand vieler Praxisbeispiele, denn Esther Lübke und Micki Dreeschmann sind Profi-Aufräumer und wissen, worüber sie schreiben.

Das Schöne ist: Nach diesen ersten Kapiteln bin ich tatsächlich motiviert! Und zwar mehr motiviert Zeit ins Aufräumen zu investieren als in Bloggen, Fotografieren oder Nähen! (Und das will echt was heißen!). Aber der Weg zum Aufräum-Profi ist lang und steinig, zumal ich hier vier kleine Unholde haben, die meine edlen Absichten schnell zunichte machen.

Nach den Chaos-Typ-Kapiteln geht es los: Zunächst wird noch Grundsätzliches zum Entrümpeln geklärt (meine Lieblingsseite ist Seite 88 – hier bringen die Autoren auf den Punkt, wie das Aufräumen zu laufen hat), und dann geht das Buch durch jeden Raum im Haus: Systematisch werden Flur, Küche, Arbeitszimmer, Wohnzimmer, Kinderzimmer, Bad, Garage, Wäscheraum, Keller abgegrast. Jeder Raum bringt eigene Erforderlichkeiten mit sich. In jedem Kapitel begegnen mir die „Top 5 to dos“ und spezifische Lösungen für jeden dieser Räume.

Was mir fehlt sind „Auto“ und „Nähzimmer“, aber dank der ausführlichen Schritt-für-Schritt-Methode kann ich mir meine „Top 5 to dos“ für diese Räume auch selbst herleiten. Ich denke nicht, dass diese zwangsläufig in dieses Buch gehören.

 

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Besondere Aufräumsituationen: Kinder, Senioren und Aufräumen nach Trauerfall

„Die Aufräum-Profis“ hört nicht beim reinen Entrümpeln auf, sondern geht auch auf besondere Aufräumsituationen ein, z.B. das Aufräumen mit Kindern (in verschiedenen Altersstufen) und auch das Aufräumen mit Senioren, die sich verkleinern oder in ein Pflegeheim umziehen. Auch das Aufräumen nach einem Trauerfall wird behandelt.

Das ist natürlich kein leichtes Thema. Es fällt uns allen schwer uns von Erinnerungsstücken zu trennen, und gerade ältere Generationen, die entbehrliche Kriegs- und Nachkriegsjahre miterleben mussten, tun sich häufig schwer sich von Dingen zu trennen – das kenne ich auch aus der eigenen Familie und Bekanntenkreis. Die Autoren gehen sehr behutsam mit dem Thema um. Einfühlsam nehmen sie den Leser an die Hand und schätzen die Situation ein: Was will man wirklich behalten? Und zu was fühlen wir uns verpflichtet? Treten wir das Andenken des Verstorbenen mit Füßen, wenn wir uns von diesem oder jenen trennen?

 

Blick ins Buch

Du kannst virtuell selbst ein bisschen in das Buch reingucken. Hier habe ich eine Leseprobe vorbereitet. Solltest du den Ausschnitt aus irgendwelchen Gründen nicht sehen, klick einfach auf: Blick ins Buch

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Fazit – Wird aus mir noch ein Aufräum-Profi?

Dieses Buch ist nicht mal eben gelesen (obwohl man es sehr gut häppchenweise lesen kann!), und erst recht nicht mal eben abgearbeitet. Was mir total gut gefällt ist die aufgeräumte (!) Struktur und die geradlinige Führung durch die Autoren. Ich sitze hier in meinem persönlichen Chaos und bekomme wieder Orientierung: Wo anfangen? Wie anfangen? Und wie durchhalten? Denn auch das wird zum Schluss noch besprochen: Wie bleibts langfristig aufgeräumt?

Natürlich ist das für meinen Schweinehund erstmal unbequem. Aber tatsächlich hat dieses Buch es geschafft mich und den Schweinehund für das Thema zu motivieren und zu begeistern. Wobei ich einige Sachen schon sehr gut im Griff hatte, andere dafür weniger. In den Kinderkleiderschränken befindet sich bei uns wirklich nur die aktuelle Größe und nur saisonal relevante Kleidung – alles andere habe ich in Kisten nach Größen und Geschlecht sortiert im Keller. Ich warte aufs Tantewerden, dann sind die alle weg.

Erste Erfolge im Flur (jedes Kind hat nun ein eigenes Fach mit Foto oder Zeichen drauf!) und in der Küche konnte ich bereits erzielen. Als nächstes nehme ich mir mein kleines Home Office und das Nähzimmer vor – ich werde dazu sicher noch Blogbeiträge schreiben!

Auch meine Festplatte und mein Email-Postfach räume ich parallel auf, außerdem den Blog natürlich und mein Pinterest-Profil. Dazu werde ich auch noch separat was schreiben – wie ich da vorgehe und was ich an nützlichen Tipps weitergeben kann.

Das Buch „Die Aufräum-Profis“ von Esther Lübke und Micki Dreeschmann kann ich voll und ganz empfehlen, wenn es dir vielleicht ähnlich geht wie mir: Nämlich dass du zwischen Kindern, Haushalt, Mann und Jobben ruderst und dir gern mehr System wünschst. Ich fühl mich ja häufig auch als Einzelkämpferin – mit dem Buch weiß ich zwei Aufräum-Profis an meiner Seite, die mir tatsächlich ein bisschen Kraft geben den Kopf nicht hängen zu lassen, sondern es anzupacken und mich von Altlasten und Zeug zu befreien. Auch mein Mann, der deutlich ordentlicher ist als ich und augenscheinlich so ein Buch gar nicht braucht, konnte noch einige Dinge für sich rausziehen, denn auch der „Perfektionist“ ist ein Chaos-Typ!

Was für ein Chaos-Typ bist du denn und hat dir diese Buchvorstellung gefallen?

Ich wünsch dir nun einen herrlich aufgeräumten Tag!

Sonja

 

 

Die Aufräum-Profis*, Esther Lübke und Micki Dreeschmann
erschienen im Frechverlag, 1. Auflage, 2018, 17,99€


Anzeige ~ das Buch wurde mir für diese Rezension kostenfrei vom Frechverlag zur Verfügung gestellt, vielen Dank!

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5 Comments

  1. Ellen
    6 Monaten ago

    Liebe Sonja,
    ich werfe mal einen Spruch in den Raum: “ Wer Ordnung hält ist nur zu faul zum suchen“
    Nicht effektiv, aber gerade Kinder und Teenager kennen (und nutzen) den sehr gerne.

    Ich sortiere immer mal wieder aus. Ganz nach dem Spruch: „Wer hortet was vergänglich ist, gräbt seine Seele in Dreck und Mist“

    ♥liche Grüße
    Eleln

    Reply
    1. Sonja
      6 Monaten ago

      Haha, den ersten Spruch kenne ich natürlich auch! Aber ich verbringe mittlerweile sehr viel Zeit mit Suchen, und das nervt auch irgendwie. Von meiner Kollegin kenn ich noch den Spruch „Das letzte Hemd hat keine Taschen.“ — also weg mit dem ganzen Krempel! 😀

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
  2. Lara
    6 Monaten ago

    Liebe Sonja,

    aufräumen ist Dauerthema bei mir/uns 🙂
    Dabei wäre es so schön, wenn aufgeräumt wäre…
    Danke für den Buchtipp!

    Liebe Grüße
    Lara

    Reply
    1. Sonja
      6 Monaten ago

      Liebe Lara,

      ja, so siehts bei uns leider auch aus! Auch nach der Lektüre und ersten durchaus erfolgreichen Aufräum-Aktionen muss ich sagen: Es bleibt ein Thema. Man muss dranbleiben! Mit dem System gehts ganz gut, aber eine Woche kranke Kinder werfen uns hier gleich wieder zurück… %-). Aber das gehört eben dazu!

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
  3. (Anzeige) Rezension: Command Center - Überblick über Haushalt und Familie * The Crafting Café
    4 Monaten ago

    […] einiger Zeit habe ich das Buch „Die Aufräum-Profis“ aus dem Frechverlag vorgestellt. Über zahlreiche Rückmeldungen über Kommentare hier und in […]

    Reply
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