Kategorie: Bücher

langarmshirt nähen

[Werbung/Rezension] Langarmshirt nähen mit „1000 tolle T-Shirts“

* Werbung / Das Buch wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Links sind Werbelinks, über die ich eine Provision erhalte. Mehr dazu hier.*

Die Lange-Ärmel-Saison hat begonnen, und ich hab mir zur Abwechslung mal wieder selbst etwas genäht. Das Schnittmuster um dieses Langarmshirt für Damen zu nähen habe ich aus dem Buch „1000 tolle T-Shirts“, das vor Kurzem im Frechverlag erschienen ist. Der Verlag hat es mir für eine Rezension zur Verfügung gestellt, und so habe ich mir zum Testen gleich mal was Neues genäht. (Übrigens: Wer Interesse an diesem Buch, darf gern diesem Blog treu bleiben – denn sehr sehr bald habe ich wieder Bloggeburtstag und werde da eins verschenken.) Jetzt stelle ich aber erst einmal mein neues Langarmshirt vor.

 

Volantshirt mit langen Ärmeln

Es sollte ein Shirt mit langen Ärmeln werden, soviel war klar. Mit hat das Titelmodell mit dem Volant gleich sehr gut gefallen, also habe ich mich daran gewagt. Es ist vom Nähen her ein mittlerer Schwierigkeitsgrad, würde ich sagen. Für Anfänger ist die einzige Stolperstelle der Volant, zu dem es aber sogar ein kleines Video gibt. Per QR-Code aus dem Buch kann man nach einer Registrierung bei Topp-Kreativ ein Video zum Zuschnitt ansehen – eine schöne Ergänzung, besonders für Anfängerinnen.

Das Shirt sitzt perfekt, würde ich sagen. Ich habe die Anweisungen zur Schnittanpassung genau befolgt – ich bin nämlich obenrum eher 40 und zur Hüfte hin eine 36/38 – wobei ich gedacht hätte, es wäre anders herum. Naja. Einen Hoodie, den ich mir neulich genäht habe, kann ich nicht zeigen, weil ich da nämlich einfach eine 38 genäht habe, aber der sitzt leider um die Schultern viel zu eng – was sehr traurig und sehr schade um den Stoff ist.

langarmshirt nähen

Hier habe extra vorher genau nachgemessen und den Schnitt für mich angepasst. Das Shirt sitzt locker und bequem – ich bin total zufrieden damit, auch wenn es hier auf dem Bild ein paar Falten wirft. Wegen der asymmetrischen Teilung im Vorderteil kam ich auf die Idee zwei Stoffe zu verwenden. Der verrückte Fledermausstoff bot sich da gleich an.

shirt mit volant nähen

Das Shirt ist sehr schnell genäht, wenn man das Vorderteil zusammengesetzt hat. Gute Dienste leistet hier eine Overlock – der Volant bekommt eigentlich einen Rollsaum, aber ich bin ehrlich: Ich war zu faul die zweite Nadel abzuschrauben und hab den nur einmal so durch die Maschine gezogen. Das Shirt ist ja nun auch nicht für den Abschlussball meiner Tochter, sondern nur für mich.

Am Hals wollte ich eigentlich destroyed Bündchen machen, hab mich dann aber dagegen entschieden. Die Technik wird in dem Buch auch erklärt, die nutze ich mal bei einer anderen Gelegenheit. A propos – das Buch stelle ich nun mal etwas näher vor!

langarmshirt nähen

 

Buch: 1000 tolle T-Shirts

Das Buch „1000 tolle T-Shirts“ von Maßschneider Sebastian Hoofs ist im Frechverlag in der Reihe TOPP-KREATIV erschienen und bietet anhand eines Grundschnitts viele Techniken und Shirt-Varianten. Was mich bewog bei dem Verlag ein Rezensionsexemplar anzufragen: Es sind auch Männerschnittmuster dabei! Von denen habe ich noch keins genäht, aber wenn der Sommer kommt (ich warte jetzt schon wieder drauf!), werde ich meinem Schatz mal was Neues nähen.

Enthalten sind 11 Schnittmuster für Damen-T-Shirts, darunter auch „Spezialshirts“ wie ein Neckholder-, Rollkragen-, Wasserfall- und Poloshirt (!). Außerdem sind Shirts mit amerikanischem Ausschnitt, Rundhals- und U-Boot-Ausschnitt dabei. Und „meins“ mit dem Volant. Zu jedem Shirt wird eine spezielle Profi-Technik gezeigt, z.B. raffinierte Ärmel-Variationen oder bereits erwähnte Bündchen im destroyed-Look.

1000 tolle T-Shirts nähen

Die Techniken und Schnittmuster sind untereinander vielfach kombinierbar. Ob man am Ende auf 1000 kommt, bezweifele ich, aber es sind viele! Was mich ein wenig irritiert hat: Es sind keine Zwischengrößen dabei, also es gibt 36 und 40, aber keine 38.

Auch die Männershirts sind vielseitig: 5 Grundmodelle sind dabei, darunter ein Tank-Top, ein T-Shirt, ein T-Shirt mit Rundhalsausschnitt, und auch ein Poloshirt. Hier sind es insgesamt nicht so viele Modelle und Variationsmöglichkeiten wie bei den Damenshirts, aber man hat dennoch eine solide Schnittmuster-Basis, wenn man vielleicht noch keine oder nur wenige Männerschnittmuster im Fundus hat. (Ich hab irgendwie nur Hoodies…)

Abgerundet wird das Buch mit einem großen Theorieteil, der sich mit Zuschnitt, Material und Nähzubehör, sowie der Schnittanpassung befasst. Da geht es auch viel um Stoffqualität und Elastizität – da ich ja auch selbst Schnittmuster entwerfe, finde ich das sehr spannend. Einen Blick ins Buch kannst du hier werfen.

shirt nähen damen

Zum Abschluss weise ich nochmal darauf hin, dass es das Buch sehr bald zu gewinnen gibt – abonniere am besten meinen Newsletter oder folge mir auf Facebook ;). Jetzt geb ich ab zu Du für dich am Donnerstag und zu SewLaLa.

 

der zauberhafte eisladen

(Anzeige) Der zauberhafte Eisladen

Der Sommer rückt näher – nach den ersten Rekordtemperaturen in unserem Garten (wir hatten hier schon 30°C!!), sind unsere Eisvorräte in der Kühltruhe wieder gefüllt. Wir essen hier gern Milcheis, Wassereis, Eis am Stiel und auch mal selbst gemachtes Eis. Nur eins kann ich leider nicht anbieten: Magisches Eis! Richtig gelesen! Wo gibt’s denn sowas? Na bei Ellis Großvater Leonardo in dem Buch „Der zauberhafte Eisladen“. So heißt das Buch, das ich in den letzten Tagen meinen beiden großen Kindern vorgelesen habe. Wieder einmal durfte ich ein „magisches“ Buch vorlesen, das uns passend zum Sommer in die wunderbare Welt der Eismagie entführt: „Der zauberhafte Eisladen. Vanille, Erdbeer & Magie“.

 

Der zauberhafte Eisladen von Heike Eva Schmidt

Elli ist mit ihren Eltern, zwei Geschwistern und ihren drei Hühnern gerade umgezogen – in die Nähe ihres Großvaters Leonardo, der das beliebteste Eiscafé der Stadt betreibt. Kein Wunder, denn seine Eisspezialitäten klingen schon beim Lesen mehr als verführerisch: Bei Orangamell, Vanikirsch oder Pistaselnuss läuft einem schnell das Wasser im Munde zusammen. Doch hinter diesen Köstlichkeiten scheint noch mehr zu stecken als eine außergewöhnlich schmackhafte Rezeptur.

der zauberhafte eisladen

Elli verbringt natürlich sehr viel Zeit im Eisladen ihres Großvaters, und  sie macht sehr bald eine erstaunliche Entdeckung: Nach einem Bissen von Leonardos Eis scheinen Sorgen oder auch schlechte Laune einfach dahinzuschmelzen wie Eis in der Sonne. Ellis Neugierde ist geweckt: Kann es sein, dass das Eis zaubern kann? Sehr bald findet sie heraus, dass es mit dem Eis ihres Großvaters tatsächlich magisch zugeht, und dass auch sie selbst die besondere Gabe ihres Großvaters geerbt hat – die Gabe, magisches Eis herzustellen.

 

der zauberhafte eisladen

Rezension

Ich verrate es mal direkt: Uns hat „Der zauberhafte Eisladen“ ganz wunderbar gefallen. Die Lektüre ist flott, witzig, spannend und überaus amüsant. Die Charaktere sind liebevoll und sehr charmant, und die Geschichte ist für Leseanfänger und Vorschulkinder bestens geeignet. Meine beiden Großen sind ja jetzt sechs und sieben Jahre alt – und sie haben das Buch sehr verschlungen!

Ich finde es die perfekte Sommerlektüre für Kinder, und ich habe mich selbst schon in unserer neuen Eisdiele ertappt, dass ich nach Sorten wie „Orangamell“ und „Vanikirsch“ Ausschau gehalten habe. Wer seinen Sommerurlaub in Italien verbringt, kann sich außerdem schön einstimmen, denn natürlich sind Elli und ihr „Nonno“, ihr Großvater, Italiener. In ihrer Sprache tauchen immer wieder italienische Wendungen auf, was wirklich sehr gut passt und das Leseerlebnis sehr schön abrundet. Meine Kinder übernehmen ja auch gern Akzente, und so hatten wir viel Spaß mit „dem Eisbuch“.

Weil Hauptfigur Elli ein Mädchen ist, ist die Identifikationschance bei Mädchen wahrscheinlich höher, aber auch mein Sohn fand die Geschichte auch sehr spannend und hat gefragt, wann und wie es weitergeht – es ist also auch ein Buch, das man Jungs vorlesen kann. A propos wie es weitergeht: Wir haben nur den ersten Band gelesen, aber wir freuen uns nun schon auf den zweiten. Die Wartezeit versüßen wir uns mit… na, ist ja jetzt logisch, oder? 😉

der zauberhafte eisladen

Der zauberhafte Eisladen – Blick ins Buch und… *trommelwirbel* Häkelanleitung!!

Wenn du jetzt neugierig auf das Buch bist, kannst du es auch anlesen und einen hier entlang werfen. Es ist im Boje Verlag erschienen. Zur offiziellen Seite mit einem kostenlosen Eisrezept und – halte dich fest – einer kostenlosen Häkelanleitung für ein Eis (kann man prima für Applikationen verwenden!!) geht es hier entlang.

 

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command center buchrezension

(Anzeige) Rezension: Command Center – Überblick über Haushalt und Familie

~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Man muss nicht erst vier Kinder und einen Nähblog haben, bevor man als Mama das Gefühl bekommt auf Treibsand zu stehen. Auch bei uns halten sich trotz wohlgemeinter Aufräumaktionen hartnäckig diverse Zettel, Gutscheine und Pizzaservice-Flyer am Kühlschrank. Halb geöffnete Briefe warten zwischen die Tastatur geklemmt auf Bearbeitung. Und neulich kam tatsächlich eine doofe Mahnung – nur deswegen, weil uns hier die Systematik fehlt. Es sind ja auch nicht wenig Themen: da ist natürlich mein Blog hier auf dem Schreibtisch vertreten, aber auch unsere ganze private Korrespondenz und Buchhaltung und aktuell unser Anbau (über den ich bestimmt sehr bald mal mehr erzähle). Lange Rede, kurzer Sinn: Wir brauchen hier dringend eine Lösung um nicht den Überblick zu verlieren. Die Rettung könnte ein Command Center sein. Was das ist? Wusste ich auch nicht – bis ich das so betitelte Buch aus dem Frechverlag zugeschickt bekam.

 

Command Center – Haushalt und Familie auf einen Blick

Vor einiger Zeit habe ich das Buch „Die Aufräum-Profis“ aus dem Frechverlag vorgestellt. Über zahlreiche Rückmeldungen über Kommentare hier und in Social Media habe ich erfahren, dass ich wohl nicht die einzige bin, die dem Chaos häufig machtlos gegenüber steht. Übrigens: Das Aufräum-Buch hat mir tatsächlich geholfen etwas Struktur in unseren Haushalt zu birngen, aaaaaber man muss natürlich dranbleiben. Und wenn man nebenbei anbaut, bloggt und die Kinder krank sind… ja, ihr ahnt es…  Aber heute will ich ja über das neue Ordnungs-Tool schreiben: Das Command Center.

Die Idee des Command Centers ist simpel: Mama behält den Überblick. Termine, Planung, Ordnung und Koordination sind Schlagworte, die direkt im Zusammenhang stehen. Und wer gerade den Haushalt auf Vorderfrau gebracht hat, ist nun wirklich bereit für das Command Center, das helfen soll die Ordnung auch weiter zu behalten. Zettelwirtschaften und Sammelsurien von Visitenkarten, Pizzaflyern, To-Do-Listen, Postkarten, Einladungs- und Dankekarten bekommen endlich einen eigenen Platz!

Im Command Center wird alles geordnet und strukturiert, was man braucht um Haushalt, Job, Alltag und optional weitere Bereiche optimal zu koordinieren. Und zwar in schön! Im gleichnamigen Buch stellen 10 kreative Bloggerinnen ihre persönlichen Command Centers vor – inkl. inspirierender DIY-Anleitungen und schönen Ideen, was man alles im Command Center integrieren kann. Alle Autorinnen sind Mütter, viele selbstständig und alle kreativ. Jede hat ihren eigenen Stil, und jedes vorgestellte Command Center hat seinen eigenen Charme.

Mithilfe eines „Entscheidungsbaums“ und der Einleitung kann man sich gleich zu Beginn der Lektüre Gedanken machen, welche Bestandteile das eigene Command Center haben soll. In den folgenden Kapiteln stellen die Bloggerinnen ihre Command Centers vor – und ich kann mich gar nicht entscheiden, welches mir am besten gefällt.

Nach den Einzelvorstellungen gibts nochmal zusammenfassende kleine Kapitel um DIY-Ideen zu bestimmten Themen – mit Anleitungen, z.B. „To Do’s & Putzlisten“. Praktisch: Im Buch integriert sind Lesezeichen, die ein schnelles Wiederfinden ermöglichen.

command center rezension

Als zusätzliches Extra gibts außerdem einen Stickerbogen für das eigene Command Center.

Rezension

Ich wusste gleich, dass das „Command Center“ was für mich ist. Ich hatte nun während unseres Urlaubs in Dänemark (Bericht folgt) genug Gelegenheit in dem Buch zu stöbern, und ich habe schon viele Ideen, wie ich mein eigenes Command Center gestalten will, bzw. was unbedingt mit rein muss! Der praktische Nutzen dieses Buchs ist unbedingt gegeben.

Mein eigenes Command Center plane ich gerade noch – bzw. ich warte auf eine Bestellung mit Materialien, die ich noch benötige. Denn ich brenne darauf mir mein Command Center zu bauen! Das Schöne an dem Konzept des Buches ist: Man kann damit das eigene Command Center ganz individuell gestalten und anpassen. Ich habe mittlerweile sogar drei Command Centers geplant: Eins für Familie-Haus-Garten-Anbau, eins für mein Nähzimmer und ein Blog-Command-Center. Wie meine dann aussehen, stelle ich separat vor.

Mein Fazit zu diesem Buch: Ich finde es sehr hilfreich und auch inspirierend! Ich mag Bücher, die mir bei leidigen Themen Rückenwind geben. Das hat mir schon bei den Aufräum-Profis gefallen, und das finde ich hier auch gut. Die Aufmachung mit den Lesezeichen und dem Stickerbogen finde ich schön – es ist wirklich ein praktisches Buch, mit dem man sofort losstarten kann. Es werden ganz verschiedene Design-Stile vorgestellt, sodass man sich auch abseits sonstiger Vorlieben inspirieren lassen kann. Ich finde: Ein schöner Ratgeber mit vielen Ideen und Tricks rund um die Selbstorganisation – und auch wenn es nicht explizit in dem Buch beschrieben steht, so fühle ich mich schon sehr inspiriert ein „Blog-Command-Center“ zu bauen. Da in meiner Nähblogger-Umfrage auch einige Interesse an „Zeitmanagement“ geäußert haben, werde ich es euch demnächst mal vorstellen.

 

rezension buchvorstellung command center

Blick ins Buch

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann hier einen Blick ins Buch werfen.

command center rezension

„Command Center“ kaufen

Command Center ist im Frechverlag in der Reihe TOPP Kreativ im März 2018 erschienen. Ihr erhaltet es z.B. bei buecher.de (Werbelink) oder bei amazon.de (Werbelink).

 

Werbehinweis

Das Buch „Command Center“ wurde mir für diese Rezension freundlicherweise vom Frechverlag kostenlos überlassen, vielen Dank!

Wenn Du über einen Werbelink etwas bestellst, erhalte ich eine kleine Provision als Vergütung. Du hilfst mir damit die laufenden Kosten meines Blogs zu tragen ohne dass für Dich Mehrkosten anfallen, vielen Dank!

 

aufräum profis

(Anzeige) Rezension: Die Aufräum-Profis

~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Nein, das ist definitiv kein Buch, über das ich mich als Valentinsgeschenk gefreut hätte. Da hätte ich mich wahrscheinlich mehr über ein neues Bügeleisen gefreut, ist doch meist das Thema „Ordnung“ Stein des Anstoßes, wenn bei uns gestritten wird. Ja, wir streiten. Wir streiten mit den Kindern über Ordnung, und ich will und werde nicht begreifen, warum es im Kindergarten klappt, und zuhause nicht. Oder Stefan und ich streiten. Weil wir – wie ich nun dank der Lektüre Die Aufräum-Profis von Esther Lübke und Micki Dreeschmann weiß – verschiedene Chaos-Typen sind. Dabei wollen wir eigentlich dasselbe: Nämlich Ordnung! Kommt dir bekannt vor? Dann ist dieses Buch vielleicht etwas für dich.

Die Aufräum-Profis – ein Selbsttest

Wie du beim Blick ins Buch (weiter unten) ganz schnell sehen kannst, ist „Die Aufräum-Profis“ kein Buch, dass nur mit großen Bildern und vielen Versprechungen vom aufgeräumten Heim lockt. Nein, dieses Buch ist tatsächlich ein Arbeitsbuch! Woran ich das festmache? Es ist echt viel Text und enge Spalten! Das ist mir beim ersten Aufschlagen sofort aufgefallen: Auf rund 180 eng beschriebenen Seiten soll aus mir nun ein ordentlicher Mensch werden. Mal sehen!

Vorweg: Ich bin so der klassische Künstler-Chaot-Rebell-Sammler-Typ (wobei – meine Sammelleidenschaft ist schon besser geworden: Ich freue mich echt über alles, was ich wegschmeißen kann, aber ihr habt ja mein Nähzimmer gesehen *ähem*). Stefan hingegen ist eher so der Ordentliche bei uns – der Ingenieur und Denker (aber auch ein bisschen ein Sammler „könnte man ja nochmal gebrauchen…“. Das führt natürlich immer mal zum Clash of Cultures bei uns, zumal auch die Kinder in dem Punkt eher nach mir kommen. Die lassen ja auch alles fallen, wo sie stehen und gehen und krabbeln.

Aber ich will mich ja bessern! Und als ich beim Frechverlag die Neuerscheinung „Die Aufräum-Profis“ von Esther Lübke und Micki Dreeschmann gesehen habe, wusste ich: Ok, das ist meine Chance! Denn eigentlich regt mich die Unordnung bei uns zuhause total auf. Wieviel Zeit ich täglich mit Suchen verbringe! Die schlimmsten Streite beginnen mit „Wir hatten doch mal…“ oder mit „Wo ist denn XY hingekommen…?“ Wie sehr mich so gewisse Ecken einfach ärgern (und deprimieren)!! Das ist echt schrecklich. Und ja, ich verstecke mich auch gern hinter Sprüchen wie:

 

 

Aber Chaos und Genialität helfen einem nicht, wenn man nicht mehr weiß, was man als nächstes machen soll. So kommt man nicht vom Fleck – weder im privaten Haushalt, noch wenn man versucht halbwegs professionell zu bloggen. Auch ich habe erkannt: Ordnung und ein aufgeräumtes Umfeld schaffen auch Klarheit und helfen mir beim Konzentrieren auf neue, kreative Projekte. Oder auf die Buchhaltung *seufz*.

„Die Aufräum-Profis“ darf ich nun heute rezensieren. Für mich ist das zugleich ein Selbsttest.

 

aufräum-profis esther lübke micki dreeschmann

 

Ich, ein Aufräum-Profi?

Wie gesagt, das Buch beinhaltet viel Text: Schon beim ersten Durchblättern ist klar: Das ist hier ein Arbeitsbuch und kein überbelichtetes Ordnungsversprechen, das aussieht wie ein Fleisch gewordenes Pinterest-Profil und am Ende nur hübsche Bilder zeigt. Hier werden die Ärmel hochgekrempelt: Raus mit dem ganzen Krempel – und zwar mit System!

Ich lese mich durch die ersten Kapitel. Die Lektüre ist wunderbar verständnisvoll, lebensnah und augenzwinkernd – schau dir die Leseprobe unten an, dann weißt du, was ich meine! Das Autoren-Duo verspricht mir zu Beginn, dass sie mich verstehen: Meine Sammelleidenschaft und meine kindlich-sentimentale, fast narzisstische Liebe für Kinkerlitzchen und Schnuckedönschen. Und tatsächlich fühle ich mich verstanden. Es ist schon fast unheimlich, denn die beiden wissen sogar ziemlich gut, was bei uns in einigen Ecken so rumfliegt.

 

aufräum profis

 

Inhalt: Aufräumen mit System

In den ersten Kapiteln werden verschiedene Chaos-Typen und deren Ordnungsprobleme vorgestellt. Interessant fand ich daran die psychologischen Hintergründe eines jeden Typs. Ein Sammler schafft das Aufräumen ja aus ganz anderen Gründen nicht als ein Perfektionist. Und in einem Rebellen oder im „Gutmütigen“ schlummern ganz verschiedene Ängste, die ihn beim Aufräumen bremsen. Das fand ich höchst interessant und sehr nachvollziehbar. Veranschaulicht werden die Chaos-Typen anhand vieler Praxisbeispiele, denn Esther Lübke und Micki Dreeschmann sind Profi-Aufräumer und wissen, worüber sie schreiben.

Das Schöne ist: Nach diesen ersten Kapiteln bin ich tatsächlich motiviert! Und zwar mehr motiviert Zeit ins Aufräumen zu investieren als in Bloggen, Fotografieren oder Nähen! (Und das will echt was heißen!). Aber der Weg zum Aufräum-Profi ist lang und steinig, zumal ich hier vier kleine Unholde haben, die meine edlen Absichten schnell zunichte machen.

Nach den Chaos-Typ-Kapiteln geht es los: Zunächst wird noch Grundsätzliches zum Entrümpeln geklärt (meine Lieblingsseite ist Seite 88 – hier bringen die Autoren auf den Punkt, wie das Aufräumen zu laufen hat), und dann geht das Buch durch jeden Raum im Haus: Systematisch werden Flur, Küche, Arbeitszimmer, Wohnzimmer, Kinderzimmer, Bad, Garage, Wäscheraum, Keller abgegrast. Jeder Raum bringt eigene Erforderlichkeiten mit sich. In jedem Kapitel begegnen mir die „Top 5 to dos“ und spezifische Lösungen für jeden dieser Räume.

Was mir fehlt sind „Auto“ und „Nähzimmer“, aber dank der ausführlichen Schritt-für-Schritt-Methode kann ich mir meine „Top 5 to dos“ für diese Räume auch selbst herleiten. Ich denke nicht, dass diese zwangsläufig in dieses Buch gehören.

 

aufräum profis

 

Besondere Aufräumsituationen: Kinder, Senioren und Aufräumen nach Trauerfall

„Die Aufräum-Profis“ hört nicht beim reinen Entrümpeln auf, sondern geht auch auf besondere Aufräumsituationen ein, z.B. das Aufräumen mit Kindern (in verschiedenen Altersstufen) und auch das Aufräumen mit Senioren, die sich verkleinern oder in ein Pflegeheim umziehen. Auch das Aufräumen nach einem Trauerfall wird behandelt.

Das ist natürlich kein leichtes Thema. Es fällt uns allen schwer uns von Erinnerungsstücken zu trennen, und gerade ältere Generationen, die entbehrliche Kriegs- und Nachkriegsjahre miterleben mussten, tun sich häufig schwer sich von Dingen zu trennen – das kenne ich auch aus der eigenen Familie und Bekanntenkreis. Die Autoren gehen sehr behutsam mit dem Thema um. Einfühlsam nehmen sie den Leser an die Hand und schätzen die Situation ein: Was will man wirklich behalten? Und zu was fühlen wir uns verpflichtet? Treten wir das Andenken des Verstorbenen mit Füßen, wenn wir uns von diesem oder jenen trennen?

 

Blick ins Buch

Du kannst virtuell selbst ein bisschen in das Buch reingucken. Hier habe ich eine Leseprobe vorbereitet. Solltest du den Ausschnitt aus irgendwelchen Gründen nicht sehen, klick einfach auf: Blick ins Buch

aufräum-profis esther lübke micki dreeschmann

Fazit – Wird aus mir noch ein Aufräum-Profi?

Dieses Buch ist nicht mal eben gelesen (obwohl man es sehr gut häppchenweise lesen kann!), und erst recht nicht mal eben abgearbeitet. Was mir total gut gefällt ist die aufgeräumte (!) Struktur und die geradlinige Führung durch die Autoren. Ich sitze hier in meinem persönlichen Chaos und bekomme wieder Orientierung: Wo anfangen? Wie anfangen? Und wie durchhalten? Denn auch das wird zum Schluss noch besprochen: Wie bleibts langfristig aufgeräumt?

Natürlich ist das für meinen Schweinehund erstmal unbequem. Aber tatsächlich hat dieses Buch es geschafft mich und den Schweinehund für das Thema zu motivieren und zu begeistern. Wobei ich einige Sachen schon sehr gut im Griff hatte, andere dafür weniger. In den Kinderkleiderschränken befindet sich bei uns wirklich nur die aktuelle Größe und nur saisonal relevante Kleidung – alles andere habe ich in Kisten nach Größen und Geschlecht sortiert im Keller. Ich warte aufs Tantewerden, dann sind die alle weg.

Erste Erfolge im Flur (jedes Kind hat nun ein eigenes Fach mit Foto oder Zeichen drauf!) und in der Küche konnte ich bereits erzielen. Als nächstes nehme ich mir mein kleines Home Office und das Nähzimmer vor – ich werde dazu sicher noch Blogbeiträge schreiben!

Auch meine Festplatte und mein Email-Postfach räume ich parallel auf, außerdem den Blog natürlich und mein Pinterest-Profil. Dazu werde ich auch noch separat was schreiben – wie ich da vorgehe und was ich an nützlichen Tipps weitergeben kann.

Das Buch „Die Aufräum-Profis“ von Esther Lübke und Micki Dreeschmann kann ich voll und ganz empfehlen, wenn es dir vielleicht ähnlich geht wie mir: Nämlich dass du zwischen Kindern, Haushalt, Mann und Jobben ruderst und dir gern mehr System wünschst. Ich fühl mich ja häufig auch als Einzelkämpferin – mit dem Buch weiß ich zwei Aufräum-Profis an meiner Seite, die mir tatsächlich ein bisschen Kraft geben den Kopf nicht hängen zu lassen, sondern es anzupacken und mich von Altlasten und Zeug zu befreien. Auch mein Mann, der deutlich ordentlicher ist als ich und augenscheinlich so ein Buch gar nicht braucht, konnte noch einige Dinge für sich rausziehen, denn auch der „Perfektionist“ ist ein Chaos-Typ!

Was für ein Chaos-Typ bist du denn und hat dir diese Buchvorstellung gefallen?

Ich wünsch dir nun einen herrlich aufgeräumten Tag!

Sonja

 

 

Die Aufräum-Profis*, Esther Lübke und Micki Dreeschmann
erschienen im Frechverlag, 1. Auflage, 2018, 17,99€


Anzeige ~ das Buch wurde mir für diese Rezension kostenfrei vom Frechverlag zur Verfügung gestellt, vielen Dank!

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Tutorial Lesezeichen nähen

{Tutorial} Lesezeichen nähen

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Ich musste wirklich ein bisschen überlegen, was ich selbst für den Adventskalender beisteuere. Was ich bisher bekommen habe, habe ich ja schon hier und hier vorgestellt. Die Vorgabe war ja: ca. 2€ sollte es kosten und es sollte in eine Butterbrottüte passen. Das ist ja gar nicht so einfach! Nach kurzer Pinterest-Recherche bin ich dann auf diese schöne Lesezeichen-Idee gestoßen, die ich heute in einem Mini-Tutorial zeige. Und obwohl ja schon zwei Lesezeichen dabei waren, war „meins“ bislang nicht dabei – auch das ist ja so eine Herausforderung! Außerdem hatte ich die Gelegenheit meine neue Stickmaschine einzusetzen. (Die muss ich euch ja auch noch vorstellen…) Heute zeige ich aber erst einmal, wie schnell und einfach man ein Lesezeichen nähen kann.

 

DIY Geschenkideen

Noch ganz kurz, bevor ich das Lesezeichen-Tutorial zeige: Ich finde es ja nicht leicht immer was in petto zu haben, vor allem, wenn man schon sehr viel Genähtes und selbst gemachtes verschenkt hat! Die zu Beschenkenden haben womöglich auch schon alles! Deshalb habe ich mir auf Pinterest eine Sammlung mit DIY Geschenkideen für alle möglichen Anlässe erstellt. Ich freue mich, wenn Du dem Board folgst – ich werde auch meine weiteren Geschenkideen dort pinnen und natürlich alles, was mir so an schönen Ideen begegnet. So bekommst du auch immer eine frische Dosis Ideen zum Schenken.

Lesezeichen nähen

Lesezeichen nähen: Zutaten

Du brauchst für das Lesezeichen nur zwei Stoffreste, ein kleines Stück H630* und ein Gummiband* – ich finde ein breites Gummi schöner, aber das ist Geschmackssache!

Wenn Du einen Plotter oder eine Stickmaschine besitzt, darf die gern zum Einsatz kommen, muss aber nicht! Auch ohne Motiv wird es ein schönes Lesezeichen, oder du applizierst etwas darauf. Applikationsvorlagen findest du z.B. auf meiner Pinterest-Wand „Applikationsvorlagen“. Wie man etwas appliziert, zeige ich z.B. in meinem kostenlosen Tutorial „Kissen aus einem Stück„.

Ich hatte mir im Vorfeld ein Set Stickdateien gekauft und Jeans bestickt. Das ging super – sogar ohne Stickvlies! Die Stickdatei ist von Urban Threads.

Stickdatei Buch

Tutorial

Jetzt gehts los! Ich habe mir eine Vorlage gebastelt – die ist flux selbst gezeichnet. Ich habe die Breite an dem Stickmotiv orientiert. Man kann es natürlich schmaler machen! Die Länge ist von Spitze zu Spitze 25cm. Es passt nicht auf jedes Buch! Ich habe versucht die Mitte zu treffen, aber es kommt sehr auf das Buchformat an!

lesezeichen nähen

Die Vorlage wird aus dem Außenstoff, Futterstoff und H640 je einmal zugeschnitten. Das H640 wird auf das Futter gebügelt. Das Gummiband misst 16cm!

Lesezeichen selber machen

Dann werden die beiden Stoffe rechts auf rechts, also schön auf schön, aufeinandergelegt. Das Gummiband liegt dazwischen!! Das wird dann abgesteppt.

Lesezeichen nähen

Beim Nähen dann aufpassen, dass man unten das Gummiband mitzieht und unten auch einfasst! Die Wendeöffnung lässt du an der Seite. Kann man das auf dem Bild erkennen? 🙂

Lesezeichen nähen

Durch die Wendeöffnung wenden und einmal außenrum mit einem Zierstich absteppen. Fertig!

lesezeichen nähen

Das Lesezeichen ist gleichzeitig ein Schutzumschlag – das finde ich ganz schön ;).

 

Weitere Tutorials und „Nähen für Faule“

Auch dieses kleine Tutorial schafft es in meine Rubrik „Nähen für Faule„: Das sind zuschnittarme, schnelle Nähprojekte, die für Anfänger besonders geeignet sind, weil sie schnell zum Ergebnis führen und leicht zu bewerkstelligen sind. Zu diesem Lesezeichen passt zum Beispiel die Büchertasche aus einem Stück.

Hat dir diese Nähanleitung gefallen? Dann freue ich mich über einen Kommentar, lieben Dank!

 

Nun noch ab zu den MontagsWeihnachtsfreuden beim Zwerg und bis zum nächsten Mal!

Sonja

 

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Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

Kindergeburtstag auf der Wewelsburg – mit der „kleinen Hexe“

~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Im letzten Jahr haben wir den Kindergeburtstag unserer Großen auf dem Pferderücken gefeiert. Hier habe ich davon berichtet. Leider gibt es das Angebot meines Wissens nun nicht mehr, sodass wir uns nach einer Alternatrive umsehen mussten. Außerdem sollte es dann doch etwas anderes sein. Über einen Flyer im Kindergarten wurde ich auf das Angebot der nahe gelegenen Wewelsburg aufmerksam: Warum also nicht den Kindergeburtstag auf der Wewelsburg feiern? Meine Kinder stehen auf Burgen, Schlösser, Geheimnisse und alles Zauberhafte. Das Programm „Die kleine Hexe“ nach dem Buch von Otfried Preußler passte also perfekt.

 

Die Wewelsburg – Museum und Geschichte

Die Wewelsburg ist Paderbornern natürlich bekannt. Deutschland einzige Dreiecksburg steht in Wewelsburg nahe Büren. Der Paderborner Flughafen, an dem ich während meines Studiums gearbeitet habe, liegt in Sichtweite. Die Geschichte der Burg reicht bis in das 10. Jahrhundert zurück. In ihrer heutigen Form wurde sie allerdings erst Anfang des 17. Jahrhunderts als fürstbischöfliches Schloss errichtet. Die weitere Geschichte könnt ihr bei der Wikipedia nachlesen – weiterführende Links habe ich am Ende dieses Blogbeitrags gesammelt.

Eine sehr unrühmliche Episode möchte ich hervorheben: Die Wewelsburg erlebte während der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933-45 traurige Berühmtheit, bzw. wurde zum Mittelpunkt der SS. Ausgerechnet diese Burg war von Heinrich Himmler erkoren zum neuen Hauptquartier zu werden. So wurde die komplette Inneneinrichtung durch die SS verändert und mit nordischen Symbolen versehen. Auch ein KZ wurde hier errichtet. Diesen traurigen Teil deutscher Geschichte arbeitet das Kreismuseum Wewelsburg akribisch und gewissenhaft auf – ihm ist eine Dauerausstellung gewidmet.

Nach Kriegsende brannte die Burg vollständig aus und wurde neu aufgebaut. Heute findet sich das Kreismuseum Wewelsburg, das sich auf zwei Dauerausstellungen konzentriert: Die Aufarbeitung der Nazizeit und der Geschichte des Hochstifts Paderborn. Außerdem gibt es hier eine Jugendherberge, in der ich als junges Mädchen sogar schon mal übernachtet habe. (Und vielleicht machen wir das bald mit den Kindern auch nochmal, so als Abenteuer zwischendurch…)

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

 

Kindergeburtstag auf der Wewelsburg

Die traurige Geschichte der Wewelsburg ist natürlich hier in der Umgebug bekannt, und auch mir läuft immer wieder ein Schauer über den Rücken, wenn ich daran denke. Dennoch: Verdrängen nützt nichts. Gerade heute finde ich es wichtiger denn je, dass man auch diesem Kapitel unserer Landesgeschichte offen und kritisch begegnet. Und eigentlich gehts ja auch um einen Kindergeburtstag! Der hatte natürlich überhaupt nichts mit diesem Kapitel der Geschichte zu tun, sondern stand ganz im Zeichen der kleinen Hexe.

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

 

Von dem Muff der Nazis spürt man heute glücklichweise kaum noch etwas, wenn man heute die Wewelsburg besucht. Die Kinder sind da auch unvorbelastet und freuten sich auf das Burgerlebnis! Mehrere Kiindergeburtstags-Programme stehen zur Auswahl (siehe unten in den Links). Es gibt Themen für verschiedene Altersgruppen, und eigentlich alle beinhalten eine Schatzsuche. Ältere Kinder sogar mit GPS! Wir haben uns für „Die kleine Hexe“ entschieden, das auf dem gleichnamigen Buch von Otfried Preußler* basiert.

Unsere Kinder kennen natürlich „Die kleine Hexe“, und viele unserer Gäste auch. Mit 10 Kindern sind wir zur Wewelsburg gefahren, und es hat sehr viel Spaß gemacht! Der Geburtstag wird von einer Pädagogin geleitet und ist sehr abwechslungsreich und lehrreich gestaltet. Zu Beginn verkleiden sich die Kinder, und dann geht es auch schon los! Gut 2,5 Stunden dauert das Programm, das uns allen viel Spaß gemacht hat. Wir als Eltern waren auch wieder überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben den Geburtstag auszulagern.

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

Kindergeburtstagsprogramm: Die kleine Hexe

Bei der „kleinen Hexe“ wird natürlich aus dem Buch von Otfried Preußler vorgelesen. Außerdem lernen die Kinder spielerisch einiges über Kräuterkunde und brauen im Spiel einen Zaubertrank in einem echten Hexenkessel. Anschließend haben wir den Hexenkeller und das Burgverlies besichtigt. Ein bisschen gruselig kann das für einige Kinder schon sein, aber gerade meine Kinder fahren auf so einen Nervenkitzel total ab.

Die grauenhafte Geschichte der Hexenverfolgung und überhaupt wer wohl seinerzeit elendig in dem Hexenkeller zugrunde gegangen ist, wird natürlich nicht weiter thematisiert. Das Programm ist sehr kindgerecht und orientiert sich an der Erfahrungs- und Erlebniswelt der Kinder, etwa ob sie irgendwelche Hexen aus Büchern und Geschichten kennen – Bibi Blocksberg oder Hexe Lilli.

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

Nach dem Hexenkeller gab es eine Kuchen- und Bastelpause, die den Kindern viel Spaß gemacht hat. (Und ich merke mir, dass ich nur noch Schokomuffins backe und keine mit Früchten drin. Die kommen einfach nicht an.)

Nach dem Basteln und der zweiten Vorlese-Einheit mit einem wilden Mitmach-Spiel, das die Kindern auch gut auspowert, sucht die Hexentruppe noch einen echten Schatz. Natürlich haben wir die Schatztruhe bestückt; die Geschenktäschchen mit dem Süßkram hatte ich zuvor abgegen. (Leider hatte ich es dieses Mal nicht geschafft Taschen für alle zu nähen wie beim letzten Mal.)

Die Kosten für den Kindergeburtstag auf der Wewelsburg halten sich in Grenzen: Das Programm kostet 40€, zzgl. 1€ Eintritt pro Person und 0,50€ Bastelmaterial pro Kind – ich finde, dass das ziemlich preiswert ist.

 

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

 

Geburtstagsessen und Gesamtkosten

Nach so einem langen Programm haben natürlich alle Hunger. Wir haben die Möglichkeit genutzt direkt im Café nebenan ein Geburtstagsmenü zu bestellen. Man kann dort zwischen mehreren Geburtstagsessen wählen, und wir Erwachsene haben die Gelegenheit genutzt und à la Carte gegessen (wie oft gehen wir essen? Irgendwie nie…!?). Das war übrigens sehr gut!

Summa Summarum lagen wir kostentechnisch am Ende bei ca. 130€ inkl. Programm, Essen und Getränke für 10 Kinder und 2 Erwachsene. Da kann man wirklich nicht meckern, finde ich. Das Museum hatte uns übrigens auch Einladungskarten zugeschickt, die waren inklusive! Wir hatten einen tollen Tag und haben diese ganze Organisation und Ideenfindung für einen Kindergeburtstag zuhause gespart.

Meine größte Sorge war eigentlich, dass irgendwer einpullert (hatten wir bei den letzten zwei Geburtstagen). Also hab ich die Kinder immer mal wieder auf Klo geschickt, auch wenn die meinten sie müssten nicht. Sie mussten dann doch ganz schön viel, als sie erstmal saßen.

Unser Sohn hat schon gesagt, dass er auch einmal dort feiern will – vielleicht probieren wir dann im März das nächste Programm! Die Große will nächstes Jahr gern nochmal Hexe sein.

 

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

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Links

Kreismuseum Wewelsburg – offizielle Seite

Kindergeburtstag auf der Wewelsburg

Jugendherberge Wewelsburg

Café Restaurant Wewelsburg

Wewelsburg in der Wikipedia

Kindergeburtstag in Paderborn – eine Sammlung mit vielen Tipps!

 

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Kreismuseum Wewelsburg entstanden – vielen Dank!

 

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Schule der magischen Tiere Endlich Ferien

{Anzeige / Rezension} Schule der magischen Tiere – Endlich Ferien!

Vor einiger Zeit habe ich euch bereits den ersten Band der Buchreihe „Die Schule der magischen Tiere“ vorgestellt. Inzwischen habe ich den Kindern auch Band 2 „Voller Löcher“ und Band 3 „Licht aus“ vorgelesen, und es bleibt spannend. Die Buchserie von Margit Auer hat ein enormes Suchtpotential. Der Carlsen Verlag hat mir nun – weil meine Große ja so auf Füchse steht – den ersten Band der Spin-Off-Buchreihe „Die Schule der magischen Tiere Endlich Ferien“ zugeschickt, und ich stelle euch das Buch heute vor.

 

Die Schule der magischen Tiere – Spin Off

In der Buchserie „Die Schule der magischen Tiere“ bekommen von Band zu Band mehr Kinder ein magisches Tier. Im ersten Teil waren es Ida und ihr Fuchs Rabbat, sowie Benni mit der Schildkröte Henrietta. In den folgenden Büchern kamen im Durchschnitt 2-3 neue magische Tiere hinzu, die erfolgreich an Kinder aus der Klasse der schrulligen Miss Cornfield vermittelt wurden. Natürlich erleben alle Kinder mit ihren magischen Tieren Abenteuer: In Band 2 geht es z.B. um geheimnisvolle Löcher, die rund um das Schulgelände gegraben werden, und die fast die ehrwürdige Wintersteinschule zum Einsturz bringen. Und in Band 3 „Licht aus“ bekommt ein Mädchen ein magisches Tier, das überhaupt gar keins haben will – aber dringend eines braucht!

Dadurch geraten natürlich die Charaktere, die zuerst da waren, ein wenig in den Hintergrund, denn länger werden die Bücher ja nicht. Ich kann nur vermuten, dass das der Grund war eine Spin-Off-Buchserie zu schreiben, in der je ein „Paar“ ein eigenes Abenteuer erlebt. Das ist das Konzept von „Die Schule der magischen Tiere – Endlich Ferien“. Die Serie setzt ungefähr nach Band 8 ein, denn in „Endlich Ferien“ treten schon eine ganze Menge magische Tiere auf. Zum Verständnis ist das nicht weiter schlimm, aber alle, die nicht gern gespoilert werden, sollten die Original-Serie also vorher bis Band 8 lesen!

 

Schule der magischen Tiere

Ida und Rabbat in Italien

In „Endlich Ferien – Rabbat und Ida“ fahren Ida und Fuchs Rabbat mit Idas Eltern nach Italien in den Urlaub. Anfangs gefällt es Ida nicht wirklich: Das Hotel sieht längst nicht mehr so schön aus wie im Prospekt. Und dann befreunden sich ihre Eltern auch noch mit einer anderen Familie, um deren Sohn „Pelle“ sie sich kümmern soll! Das hat Ida und Rabbat gerade noch gefehlt! Doch geheimnisvolle Hotel-Diebstähle schweißen die Kinder zusammen: Schon bald finden sie sich in der Rolle von Detektiven wieder und sind dem Verbrechen auf der Spur.

Ohne jetzt noch mehr vom Inhalt verraten zu wollen – es ist der Autorin Margit Auer wieder eine sehr schöne, kindgerechte und abenteuerliche Geschichte gelungen. Was ich besonders an allen Bänden der „Schule der magischen Tiere“ mag: Die Perspektive aus der Sicht der Kinder ist so wirklichkeitsnah und so einfühlsam – ich glaube, das ist es, was meinen Kindern auch so gut an den Büchern gefällt. In diesem Buch ist es Idas Widerwille, als ihre Eltern sie zu Anfang mit Pelle „zwangsverkuppeln“. Das ist sehr authentisch beschrieben, und die Gefühlswelt der Kinder ist sehr lebensnah.

Ich persönlich finde es auch klasse, dass ganz selbstverständlich immer ein Junge und ein Mädchen die Hauptrolle haben. Zum einen ergibt das immer eine tolle Dynamik, und zum anderen bietet „Die Schule der magischen Tiere“ so genug Identifikationspotential für beide Geschlechter. Ich lese ja auch einem Jungen und einem Mädchen vor (5 und 7 Jahre), und die sind beide gleichermaßen gefesselt von der Geschichte.

Die Bebilderung stammt wieder aus der Feder von Nina Dulleck – ihre liebevollen Zeichnungen machen das Lesevergnügen erst komplett. Meine Kinder blättern ja auch gern einfach durch und orientieren sich an den Bildern. Das ist einfach schön. Meine Große – das Maltalent – zeichnet auch schon nach, bzw. zeichnet einige Szenen – und man kann schon erkennen, dass sie sich Dullecks Zeichnungen genau angesehen hat.

Schule der magischen Tiere Endlich Ferien Rezension

Ida und Rabbat – die Helden aus der „Schule der magischen Tiere“ machen Urlaub in Italien und erleben gleich viele Abenteuer…

Die Schule der magischen Tiere – Specials

Der Carlsen-Verlag hat auf seiner Website eine Special-Seite eingerichtet – mit Lesezeichen- und Stundenplan-Download im Design der „Schule der magischen Tiere“. Auch alle Bücher und Figuren werden vorgestellt, und es gibt einen Link zu den Hörbüchern (ich überlege, ob ich den Kindern nicht auch die Hörbücher zu Weihnachten schenke, denn Finja fragte schon nach einem Hörspiel, und meine Kinder lieben Hörbücher und -spiele).

Zu der Verlagsseite geht es hier.

Das Buch „Die Schule der magischen Tiere. Endlich Ferien. Rabbat und Ida“* ist im Carlsen Verlag erschienen und kostet 9,99€. Für diese Rezension wurde es mir kostenfrei zur Verfügung gestellt, vielen Dank.

 

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Bilderbuch Baby

{Anzeige / Rezension} Unkaputtbares Buggy Bilderbuch für Baby: Jahreszeiten

Eine Rezension für ein textfreies Buch Büchlein? Hmmmm. Ok, es ist nicht ganz textfrei. Es stehen auf dem Einbändchen ein paar Sachen drauf. Der Titel natürlich: Jahreszeiten. Und: Unkaputtbar! Unkaputtbar? Alles klar, das testen wir! Eigentlich müsste ich es unserer Master of Desaster Marla alias K3 in die Hand drücken. Die macht ohne Witz Kleinpapier aus jedem Buch – keins unserer Kinder war je so zerstörungswütig wie Madame. Aber mit 2 1/2 ist sie ja schon zu alt für dieses unkaputtbare Baby-Bilderbuch. Also darf der Kurze ran. Worüber ich hier eigentlich schreibe? Na, wir haben von Carlsen nicht nur die Schule der magischen Tiere zum Testlesen bekommen, sondern auch dieses Bilderbuch für Baby: Jahreszeiten von Igor Dolinger.

 

Ein Bilderbuch für Baby

Wie wichtig das Vorlesen und das gemeinsame Angucken von Bilderbüchern schon im ganz jungen Alter ist, muss man mir gar nicht sagen – ihr wisst spätestens seit diesem Beitrag, wie bibliophil ich bin. Aber es gibt Kinder – das habe ich schon von Erzieherinnen aus dem Kindergarten gehört – die wischen über Bücher! Wie über ein Smartphone!! Ich brauchte ja einen Moment um das zu kapieren. Da kann ich ja nur den Kopf schütteln, obwohl ich – mea culpa – das Smartphone auch viel zuviel in der Hand habe. Aber das ist ein anderes Thema!

Bilderbuch Baby

Vincent ist jetzt mit seinen gut 8 Monaten genau in dem richtigen Alter, dass man mit ihm „Buch angucken“ anfangen kann, und er bringt auch echte Begeisterung mit, wenn ich mit ihm zusammen Bücher anschaue. Aber natürlich „erlebt“ er in dem Alter Bücher noch ganz anders, sprich: er verschlingt Bücher. Im Wortsinn!

Bilderbuch Baby

Daher ist es natürlich schon sehr sinnvoll, dass sich Verlage auch auf die ganz kleinsten „Leser“ einstellen, indem sie sich was einfallen lassen. Ich kann auch gar nicht mehr sagen, wieviele Papp-Bilderbücher schon ihre Entdecker-Klappen an Babyspucke verloren haben oder einfach mutwillig zerstört wurden. Das ist schon sehr schade, denn wir geben tatsächlich sehr viel Geld für Kinderbücher und Bilderbücher aus, und die sollten ja möglichst auch länger halten.

Bilderbuch Baby

Bei dem „Jahreszeiten“-Buch aus der bekannten Pixi-Reihe von Carlsen geht es mir als Mama daher weniger um den Inhalt, der natürlich sehr schön gestaltet ist, als um Schadstofffreiheit und besagte „Unkaputtbarkeit“. Ich habe es also einfach meinem Jüngsten in die Hand gegeben und ihn einfach mal machen lassen.

Bilderbuch Baby

Tatsächlich hat das Buggybuch, das man mit der Gummihalterung am Kinderwagen befestigen kann, sein Versprechen gehalten! Das Material ist sehr robust. Es reißt nicht, und es löst sich auch unter viel Baby-Sabber nicht auf. Das Büchlein, bzw. die Reihe, kann ich also sehr als erste Lektüre für Kleinkinder empfehlen! Nur das Gummiband… nun ja. Ich kenne mich ja ein bisschen mit den CE-Vorschriften für die Herstellung von Spielzeug aus. Das darf natürlich nicht zu fest und zu lang sein. Dementsprechend würde ich das als Sollbruchstelle bezeichnen. Hält nicht ewig. Jedenfalls nicht bei uns! Der Rest aber schon! 🙂

Bilderbuch Baby

Auf der Verlagsseite von Carlsen habe ich eine Seite mit Informationen zum Thema Vorlesen gefunden: Hier entlang. Das Buch gibts für 4,99€ z.B. bei buecher.de*.

Bilderbuch fürs Baby: ein unkaputtbares Buggybuch

 

Lieber Gruß,

Sonja

Das Buggybuch „Jahreszeiten“ von Igor Dolinger wurde mir kostenfrei vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

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Elternautomat

Der sprechende Elternautomat

„Nicht anfassen.“ „Wie oft hab ich das jetzt schon gesagt?“ „Hast du mir zugehört?“ „Lass los.“ „Lass es sein.“ „Schuhe an.“ „Nein, lass es.“ „Zähneputzen und ab ins Bett.“ „Schneller.“ „Hast du schon mal auf die Uhr gesehen?“ „Wir kommen zu spät!“ – das ist nur ein kleiner Auszug von Sätzen, die ich täglich so von mir gebe. Das häufigste Wort, das ich sage, ist wahrscheinlich „Nein.“ Mit einer Mischung aus Schrecken und Belustigung stelle ich eins fest: Aus mir ist ein sprechender Elternautomat geworden.

Ich? Ein Elternautomat?

Als ich noch mit meinem ersten Kind schwanger war, habe ich viel gelesen und mir viele Gedanken gemacht. Mir ein „Konzept Mama“ zurechtgelegt. Stefan und ich haben viel darüber gesprochen, wie wir uns uns als Familie vorstellen (und wie nicht!). Was uns wichtig ist. Was wir uns für unsere Tochter wünschen.

Ich habe viel Jesper Juul gelesen. Mein erstes Buch von ihm war „Dein kompetentes Kind“*. In diesem Buch erklärt er sein Konzept der „gleichwürdigen Familie“. Ich liebe dieses Buch, wirklich. Es enthält die Quintesssenz von allem, was er danach geschrieben hat. Und vor allem erklärt er den „sprechenden Elternautomat“ (S. 169):

Dieser gibt automatisch seine pädagigischen, belehrenden oder hilfsbereiten Kommentare zum Besten, sobald sich ein Kind in Hörweite befindet. Mit dem sprechenden Elternautomaten verhält es sich allerdings so, dass schon die meisten Dreijährigen ihr Ohren auf Durchzug stellen, wenn er anfängt zu plappern, und auch die meisten Erwachsenen wüssten schon nach fünf Minuten nicht mehr, was ihr Elternautomat von sich gegeben hat.

Oha. Neulich fiel es mir wieder ein, und ich bin ehrlich: Ich bin auch einer! Ein sprechender Elternautomat! Hilfe!!!

Ja, Nein, Bitte, Danke, Lass es sein!

Ok, von mir kommt nicht dieses „Was sagt man?“ im Nervton, wenn die Kinder sich bedanken sollen. Das tun sie von allein. Manchmal vergessen sie es, dann lächele ich dem zu Bedankenden zu und sage stellvertretend „Danke“, und dann ziehen wir weiter.

Es gibt Tage, da nehme ich mir vor mal nichts zu sagen und es läuft so lala. Dann gibts total gute Tage, da muss ich gar nicht soviele Kommandos geben, und es läuft super. Und dann gibts Tage, sie sind von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Da kippt die Stimmung schon beim Frühstück. Und ich schalte auf Automatik.

Ich habe mal bewusst darauf geachtet. Schlimm, wie schnell man in so einen Automatismus verfällt. Und plötzlich plappert man so vor sich hin, während man eigentlich ganz woanders ist und selbst nicht so genau weiß, was man da gerade von sich gibt. Auch das macht den Elternautomat aus (Juul, „Dein kompetentes Kind“, S. 169):

Denn was er äußert, ist gelinde gesagt von schwankender Qualität und besteht aus einem ungeordneten Sammelsurium  von Aussagen früherer Generationen, vermischt mit Phrasen, die wir irgendwo aufgeschnappt haben.

Au Backe. Jetzt fühle ich mich nicht nur ertappt, sondern auch schlecht.

Elternautomat

Survival im Alltag

Ganz klar: Ich bin nicht gern ein sprechender Elternautomat! Das will ich jetzt mal klarstellen. Ich arbeite daran, dass ich es nicht mehr bin. Ich bemühe mich um eine persönliche Sprache, die wertneutral und aufmerksam ist und auf die Bedürfnisse meines Kindes eingeht. Wie ich eben schon sagte: Manchmal klappts. Manchmal nicht.

Ich habe selbst inzwischen festgestellt, dass es besser klappt, wenn es mir selbst gut geht. Unausgeschlafen und hungrig ist zum Beispiel ein ganz schlechter Zeitpunkt. Oder wenn ich eigentlich gerade was anderes zu tun habe / tun will. Meist hat das dann mit Nähen und Bloggen zu tun. Denn eins ist auch wahr: Mamasein kann entsetzlich eintönig und langweilig sein. Meine Kinder blubbern mich den ganzen Tag mit Gummibärenbande und Vaiana voll, die sind bei uns gerade in. Find ich ja auch alles cool, und ich gucke auch gern mal mit, aber den ganzen Tag Gummibärsaft und Herzog Ikzorn und Maui und Hey-hey??

Puuuh… Ich würde total eingehen, wenn ich nicht nebenbei mein kleines Näh-Blog-Business hätte, auch wenn andere mich immer fragen, warum und vor allem wie ich das so schaffe.

Naja. Manchmal klappts. Manchmal nicht.

Wie ist das bei euch?

Wünsche eine schöne Woche!

Eure Sonja

 

 

 

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Mein Bücherregal – Ulrikes Buchwoche

Dieser Blogpost kommt nun ganz ungeplant und außer der Reihe. Schuld ist ganz allein Ulrike von Ulrikes Smaating. Sie veranstaltet derzeit nämlich eine Buchwoche mit ganz vielen wunderbaren DIY- und Nähideen rund um das Buch. Sie hat auch eine Linkparty geschaltet, in der man sein Bücherregal vorstellt. Und da ich im Grunde meines Herzens voll und ganz bibliophil bin und außerdem gedenke die Bücherecke auf meinem Blog noch ein bisschen auszubauen, lasse ich alles andere ruhen und zeige euch heute: MEIN BÜCHERREGAL. Dazu erzähle ich außerdem meine ganz persönliche Buchgeschichte…

 

Buchliebe

Ich habe immer schon mit Begeisterung gelesen. Angefangen hat es mit der Buchliebe meiner Eltern, die mir viel vorgelesen haben. (Vorlesen – das erlebe ich bei meinen Kindern – kann ich gar nicht hoch genug einschätzen!) Mein Vater hat sehr viel und gern gelesen, und ich erinnere mich noch, dass er uns schon früh „Robinson Crusoe“ vorgelesen hat, und „Die Schatzinsel“. Nach seinem Tod (er ist sehr früh gegangen, als wir noch Kinder waren), habe ich das Buch, das er vorgelesen hatte, selbst zuende gelesen. Und irgendwie habe ich nicht mehr aufgehört zu lesen. Ich habe zum Beispiel alle seine Karl-May-Bücher gelesen.

Natürlich hatte ich auch „eigene“ Bücher – ich habe damals viel Enid Blyton gelesen und Astrid Lindgren. „Die Brüder Löwenherz“ hat mir sehr sehr viel gegeben, speziell nach dem Tod meines Vaters. Später folgte (da muss ich 13 gewesen sein) „Die Nebel von Avalon“ und natürlich „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ – alles Bücher meines Vaters, Schätze in meinem Bücherregal. Ich besitze noch diesen alte grüne Ausgabe. Hier ein Blick in mein Fantasy-Regal (den „Hobbit“ habe ich mal geschenkt bekommen, das Buch meines Vaters ist verschollen. Neulich hab ich den „Hobbit“ den Kindern vorgelesen und wir haben den Soundtrack des Films dazu gehört. Ich freu mich schon die Filme mit den Kindern zu gucken!)

Dem Fantasy- und History-Genre bin ich seit jener Zeit verfallen, auch wenn ich auch andere Romane lese (sofern ich dazu komme). Natürlich bin ich ein Riesenfan von Game of Thrones:

Und nein, die Serie habe ich abgebrochen, weil die Bücher einfach BESSER sind. Wie es ausgeht, habe ich mir selbst zusammengereimt. Wie einige Stammleser wissen, schreibe ich selbst kreativ und kenne mich ein wenig mit dem Plotten von Geschichten aus – Charakterentwicklung, Strukturierung einer Geschichte, etc. George R.R. Martin macht es natürlich meisterlich perfekt, aber allein anhand des Untertitels „A Song of Ice and Fire“ kann man schon sooooo viel erfahren. *SPOILER ALERT* Ich wusste also bereits während Jon Snow noch fiel, dass dies NICHT sein Ende sein würde. Er muss am Ende mit Daenaerys zusammenkommen. Muss einfach. (Sorry für den Spoiler – nehmt es als Fantheorie! Mehr verrate ich auch nicht ;)). */SPOILER AUS*

Die GoT-Bücher lese ich auf englisch. Ich kann mit ein wenig Stolz von mir behaupten, dass mein Englisch ausgezeichnet ist (wir gucken auch Filme auf englisch), und ich möchte gern „drin“ bleiben, also lese ich einiges im Original.

Ein Blick in andere Stellen meines Bücherregals zeigen: Ich lese nicht nur Fantasy. Wenn ich denn mal zum Lesen komme, lese ich auch gern historische Romane oder sowas hier:

„Gute Geister“ kann ich sehr empfehlen; ich habe es geschenkt bekommen und verschlungen! Ein tolles Buch über drei Frauen, Apartheid und amerikenische Südstaatengeschichte. „Die Shakespeare-Morde“ ist ein packender Krimi, der vor allem Literaturwissenschaftler begeistern wird: Ein Krimi im universitären Literaturumfeld, der auch der Frage nachgeht: Wer war William Shakespeare? Die Autorin ist übrigens selbst Professorin (?) und Expertin auf dem Gebiet.

Hier noch ein paar Romane:

Literaturwissenschaft

Meine Buch- und Schreibliebe führte mich zur Germanistik. Mein erster Berufswunsch war immer Schriftstellerin – ein Traum, der noch immer nicht ausgeträumt ist. Literaturwissenschaft zu studieren ist in Anbetracht des neoliberalen Kapitalismus Kamikaze. Aber ich bin ja son Typ, der sich dann „Jetzt erst Recht“ denkt. Wenn einer zu mir was von „unmöglich“ sagt, könnt ihr meine Augen blitzen sehen, haha!

Literaturwissenschaft ist natürlich was anderes als Stephen King, den ich sehr verehre. Also habe ich viele Klassiker gelesen, interpretiert, und lange Arbeiten verfasst – Kafka, E.T.A. Hoffmann, die Romantik, Realismus, Moderne, Post-Moderne… Auch Philosophie und Kulturtheorie, sowie Gender Studies und Frauenforschung waren Themen, die mich auch immer noch beschäftigen – heute weniger auf universitärem Niveau natürlich. Aber das sind ja Themen, die einfach kommen, spätestens wenn der Sohn gern im Kleid in den Kindergarten gehen will. (Darf und soll er natürlich!)

Gelesen habe ich also viel Judith Butler, Simone de Beauvoir, Walter Benjamin und noch klassische Philosophen – Nietzsche zum Beispiel, und Schopenhauer natürlich. Der war in meiner Magisterarbeit (über die „Unio Mystica“ bei Rilke – so ein ganz klassisches Literaturwissenschaftler-Thema *lach*) auch sehr präsent als Vordenker der Moderne.

 

Kinderbücher

Heute lese ich kinder-, blog- und nähbedingt leider viel zu wenig. Aber meine beiden großen Kinder sind so langsam in einem Alter, in dem man ihnen endlich „richtige“ Geschichten vorlesen kann. Den „Hobbit“ haben wir neulich gelesen (dabei habe ich arg gruselige Orks-Abmurks-Sätze .. äh… geschönt), und sie waren begeistert. Momentan sind wir im Schule der magischen Tiere-Fieber, wir lesen gerade Band 2. Demnächst wird auch eine weitere Buchvorstellung folgen – der Carlsen-Verlag hat uns netterweise schon einen weiteren Band zugeschickt (mehr dazu bald, wenn wir soweit sind!).

Habe ich schon betont, wie wichtig Vorlesen für die Entwicklung der Kinder ist? Bei uns gibt es zum Beispiel keinen Fernseher. Ok, wir haben uns so ein Heimkino mit Beamer und Leinwand gebaut, aber das können die Kinder nicht selbst bedienen, und wir wählen gemeinsam aus, was und wann geguckt wird. Von den Erzieherinnen bekomme ich immer sehr positives Feedback – meine Kinder können noch richtig spielen und in Rollenspiele eintauchen. Das ist nicht mehr selbstverständlich – es gibt ja auch Dreijährige, die über Bilderbücher „wischen“!

Hier nun ein kleiner Ausschnitt unserer Kinderbibliothek – die Großen haben inzwischen ihre Bücher auf ihren Zimmern, das hier ist mehr so das Kleinkinder-Bücherregal. Aufgeräumt ist das eigentlich nie, aber das gehört sich für einen bibliophilen Haushalt wie den unseren auch so, finde ich.

Ich kenne ja auch Leute, bei denen keine Bücher oder CDs in den Schränken stehen – alles nur weiße Fassade und Deko. Klar sieht das dann wie bei „Schöner Wohnen“ aus, aber auch seelenlos (meiner Meinung nach).

Ich schließe diesen Artikel mit einem Bild, das ich vor einiger Zeit bei der instagram-Challenge #meetthebloggerDE gepostet habe – insofern schließt sich hier ein Kreis:

a room without books is like a body without soul

 

Nun gebe ich ab zu Ulrikes Linkparty – die findet ihr HIER!

Bis demnächst,

Sonja

 

 

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