Die Nähideen-Suchmaschine. Pinterest für Näherinnen

Nutzt Du schon Pinterest? Ich stelle immer wieder fest, dass zwar alle irgendwie auf Facebook und Instagram sind, aber bei Pinterest kommt meistens: “Da steige ich irgendwie nicht durch.” Dabei ist Pinterest von allen Social-Media-Plattformen eigentlich die Beste, wenn es um Inspiration und das Finden von Nähideen geht! Pinterest funktioniert allerdings anders als die üblichen Social Media Netzwerke. Wie Du als Näherin (und Bloggerin) Pinterest nutzen kannst, erfährst Du heute in diesem Post.

pinterest näherin
Auf Pinterest kannst Du prima Ideen sammeln und ordnen. Links zu den Quellen werden automatisch verknüpft.

Was ist eigentlich Pinterest?

Fangen wir mal ganz von vorne an: Wenn ich Pinterest als “Social Media Plattform” bezeichne, ist das schon falsch. Ja, auch auf Pinterest ist soziale Interaktion möglich: Man kann dort Pins kommentieren und liken, aber vorrangig ist Pinterest nichts anderes als eine Bildersuchmaschine. Genauer – und da wird es für alle interessant, die auf der Suche nach Nähideen und anderem sind – eine Ideensuchmaschine.

Pinterest wurde im März 2010 in San Francisco gegründet. Im November 2021 hat Pinterest 444 Mio. aktive Userinnen und User weltweit.

Aus Bloggersicht kann ich sagen: Neben Google selbst ist Pinterest noch immer DIE Trafficmaschine. Knapp 20% meiner Leserinnen kommen über Pinterest auf meinen Blog und meinen Shop. (Google ist nach wie vor der King mit über 40%).

Wie funktioniert Pinterest?

Als User ist es eigentlich recht einfach: Du legst Dir kostenlos Dein Profil an und “pinnst” Inhalte. Es ist ein bisschen wie ein virtueller Notizblock – ich nutze es gern, um mir Ideen für später zu merken.

Du kannst Dir verschiedene Pinnwände anlegen. Ich habe z.B. “Nähen für Babys” als Pinnwand. Dort sammle ich alle Pins, die zu diesem Thema passen. Als Bloggerin pinne ich dort natürlich meine eigenen Inhalte, aber nicht nur! Auf keiner anderen Plattform wird so bereitwillig und gern geteilt wie auf Pinterest, und ich nutze Pinterest sowohl für meine eigenen Inhalte als auch für Inhalte anderer, die mir gefallen.

Wenn Du mit Pinterest anfängst, rate ich Dir dazu, Deine Pinnwände von Anfang an ordentlich zu führen. Klar kannst Du alles zum Thema Nähen in einer Pinnwand sammeln, aber Du findest Deine Ideen besser wieder, wenn Du von Anfang an die Pinnwände gut strukturierst, z.B. “Nähen für Jungen”, “Nähen für Mädchen”, “Taschen nähen” usw.

Ein Pin ist immer ein Bild, bei dem ein Link hinterlegt ist. Die Links führen Dich zu Blogartikeln wie diesem hier in oder zu Online-Shops. Es gibt einige Spezialpins, wie z.B. Idea Pins, die Du ebenfalls pinnen kannst. Die wichtigste Regel ist nur, dass Du ordentlich pinnst, also keine Kochrezepte zu den Kindersachen. Da kannst Du dann besser eine eigene Pinnwand für machen.

Du kannst übrigens auch Pinnwände auf “geheim” stellen. Dann werden Deine Inhalte von außen nicht gesehen und können nicht weitergepinnt werden.

Der Vorteil von Pinterest ist ganz klar: Du hast alles visuell, und die Anleitungen werden per Link auch gespeichert. Leider gibt es da manchmal auch Spam-Pins, die ins Leere führen, aber oft reicht ja auch ein Bild als Gedächtnisstütze.

Das gilt ganz besonders, wenn Du selbst bloggst! Dann hast Du ja auch ein Interesse daran, dass Deine Pins gefunden werden. Das klappt einfach besser, wenn Deine Pinnwände gut aufgeräumt sind.

Wenn Du selbst bloggst, sollte Dein Pinterest-Profil sich insgesamt auf Dein Kernthema konzentrieren. Wenn Du themenfremde Pinnwände hast, schalte sie auf geheim oder lege Dir einen rein privaten Account an. Meine Pinnwände siehst Du hier.

Als Bloggerin werden für Dich auch die Gruppenboards interessant sein. Hier findest Du mein Gruppenboard “Nähblogger”, bei dem Du gern mitpinnen darfst. Gruppenboards haben eine starke Reichweite und profitieren von der gesamten Gruppe. Interessierte User bekommen auf Gruppenboards eine Vielzahl von aktuellen Nähideen verschiedener Blogger präsentiert.

Für Blogger gibt es noch einige Dinge mehr zu beachten – angefangen bei der Verifizierung des Pinterest-Kontos und der Einrichtung von “Rich Pins” bis hin zu Analysemöglichkeiten – aber das würde hier den Rahmen komplett sprengen!

Warum Pinterest die ideale Plattform für Kreative und Näherinnen ist.

Was bringt Dir Pinterest als normalsterblicher User? Nun, wir alle sammeln irgendwas. Als Kreative sammeln wir vor allem Inspiration und Ideen.

Hast Du schonmal versucht, auf Facebook etwas wiederzufinden?

Auf Instagram gibt’s immerhin die Merken-Funktion, aber auf Facebook finde ich NICHTS wieder. Pinterest ist hier ganz klar im Vorteil: Es bietet Inspiration zum Nähen und liefert mir immer neue Nähideen, aber es bietet mir auch die Möglichkeit, diese Ideen zu sammeln und zu strukturieren.

Du kannst Nähanleitungen sammeln, Schnittmuster, Pins zum Nähen lernen, Anleitungen für Anfänger, Informationen zu Stoffen… während bei Instagram und Facebook die Berieselung und z.T. absurde Diskussionen im Vordergrund stehen, bringt Pinterest Dich tatsächlich weiter!

Es ist im letzten Jahr (leider) mehr Werbung dazugekommen, und ich persönlich bin ich auch nicht perfekt zufrieden mit den Video-Pins. (Die pinne ich ehrlicherweise aus Prinzip nicht, weil die einfach blöd finde.) Aber Pinterest ist trotzdem eine kleine Oase voller schöner Nähideen und Projekte!

Du kannst auch, wenn Du etwas nachgenäht hast, ein Bild direkt zu dem Pin hochladen. Auch Herzen verteilen und Kommentieren geht mittlerweile.

Alles in allem ist Pinterest aber weniger auf Likes und blingbling aus und erwartet von Dir als Userin auch gar nicht, dass Du selbst Inhalte erstellst, wie z.B. auf Instagram. Du kannst da einfach sehr gemütlich pinnen und Nähideen oder andere Ideen sammeln und Dich dann ganz Deinem Hobby widmen.

“Was soll ich nähen?” – Diese Frage musst Du Dir nie wieder stellen! Sammle Schnittmuster auf einer Pinnwand “To-Sew-List” und habe immer einen Blumenstrauß an Nähideen parat.

Pinterest Ideen sammeln
Auf Pinterest Ideen sammeln und sortieren

Wie pinne ich auf Pinterest?

Es gibt eine Pinterest-App für’s Handy und für Google Chrome gibt es eine Pinterest-Erweiterung, sodass Du unterwegs im Internet auch recht einfach Inhalte pinnen kannst. Viele Blogs bieten außerdem Buttons für Pinterest an, mit denen Du ganz einfach pinnen kannst.

Es gibt da natürlich auch eine rechtliche Dimension, aber bei den meisten Blogs oder Shopseiten kann man als Normaluser davon ausgehen, dass die Inhalte gepinnt, also geteilt, werden dürfen und sollen. Mehr Informationen zu den rechtlichen Grenzen auf Pinterest findest Du hier.

Hardliner-Datenschützer werden jetzt mit den Augen rollen, aber ich sag es mal so: Wenn ich als Bloggerin und Shopbetreiberin nicht will, dass irgendein Bild von mir gepinnt wird, dann darf ich es nicht ins Internet stellen. Das ist leider so, und deshalb wähle ich mittlerweile sehr sorgfältig aus, welche Bilder ich hier zeige, und welche ich nur privat im Familienalbum habe.

Ich kann nach gut sechs Jahren Bloggen sagen: Ich mag Pinterest von allen Social Media Plattformen immer noch am liebsten, sowohl als Bloggerin als auch als Userin. Wenn Du es ausprobieren willst, folge mir gern dort ;).

Wenn Du noch Fragen zu Pinterest hast, stell sie gern hier in den Kommentaren! Ich gebe jetzt erst einmal ab zum Freutag.

Frohes Pinnen, Sonja

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Sonja

Sonja ist leidenschaftlich dem Nähen und Bloggen verfallen und Mama von vier Kindern. Hier auf dem Blog teilt sie ihre Nähwerke, Nähanleitungen, DIY-Tutorials und ihre Schnittmuster für Kinderkleidung und Geschenke mit der Welt. Abseits davon hat sie einen Faible für Philosophie und Kunst und steht auf laute Musik, Endzeitfilme, Kaffee mit Creme und Yoga. Mehr über Sonja erfährst Du hier.

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