Kategorie: Kreatives Leben

Hier findest du Beiträge rund um das kreative Leben: Ich stelle Bücher und Zeitschriften vor, schreibe über das Bloggen selbst und gewähre dir Einblicke hinter die Kulissen.

Näh-Blogger Basics: Fotografie II ~ Bilder für Blog und Social Media

Es geht heute weiter mit den Nähblogger-Basics, meinem kleinen Guide rund ums Nähbloggen. So langsam wird es interessanter für alle, deren Nähblog schon eine Weile läuft. Bisher habe ich ganz grob was über Originalität und Mehrwert, Zielgruppe & Content, sowie im letzten Teil über Foto-Equipment geschrieben. Das alles waren Beiträge, die sich mit Grundsätzlichem übers Bloggen beschäftigt haben. Auch heute geht es noch einmal um etwas ganz Essentielles, nämlich um Bilder für Blog und Social Media.

Ich habe beim letzten Mal schon ein paar Tipps zum Fotografieren selbst gegeben, die ich heute noch etwas ausweiten möchte. Ich fange dabei ganz von vorn an, nämlich bei ISO, Blende und Belichtungszeit. Außerdem sage ich dir, worauf du bei Bildern für deine Social Media Kanäle und deinen Blog achten solltest. Da geht es auch schon um Social Media-Strategie – die Themen sind sehr eng verzahnt. Am Ende hab ich dann noch ein paar sehr wertvolle Linktipps, die dir hoffentlich auch helfen deine Fotografien zu verbessern. Es wird also ein großer Rundumschlag! 😉

Teil dir diesen langen Beitrag am besten in kleine Häppchen oder spring sofort zu dem für Dich interessanten Teil. Um dir einen kleinen inhaltlichen Überblick zu geben, habe ich hier ganz kurz die Agenda aufgelistet:

  • Bilder für Blog und Social Media: Do’s and Don’ts
  • Fotografieren lernen ~ Schritt 1: Deine Kamera kennenlernen
  • Fotografieren lernen ~ Schritt 2: ISO, Blende und Belichtungszeit
  • Bilder für Blog und Social Media

 

Bilder für Blog und Social Media: Do’s and Don’ts

Ich scrolle mich täglich durch viele verschiedene Daten- und Fotofeeds. Worauf klicke ich?

  • Auf gut arrangierte,
  • gut ausgeleuchtete Bilder,.
  • die eine schöne Stimmung transportieren

Wo klicke ich nicht?

  • Bei zu dunklen Bildern.
  • Bei kramig und unaufgeräumt aussehenden Bildern.
  • Bei Blitzbildern.
  • Bei verwackelten Bildern.
  • Bei Handybildern.

Manchmal klicke ich dann doch rein und denke: Wow, eine tolle Näharbeit! Nur eben schlecht fotografiert. Das ist schade. Denn mit einem bisschen Beschäftigung mit einer guten Kamera kann man schon einiges mehr aus den eigenen Nähwerken herausholen. Mach selbst vielleicht einfach mal den Test und beobachte dein Klickverhalten!

Klar, am Anfang ist man stolz, dass man überhaupt was fertig genäht hat. Und das will man der Welt und bei Näh-Linkparties unbedingt sofort zeigen. Aber was verschenkt man alles für Klicks, wenn man einen ungünstigen Bildausschnitt wählt, das Bild unterbelichtet ist und das unaufgeräumte Kinderzimmer die Kulisse? Wir stecken alle soviel Geld und Zeit in unsere Nähleidenschaft und werten das Genähte durch schnell geschossene Blitzbilder bei Regenwetter dann ab – so bekommen die Sachen nicht die Aufmerksamkeit, die ihnen zustünde!

Nicht, dass das falsch ankommt: Ich hab mich in meinen Anfangszeiten selbst gar nicht so sehr um die Bildästhetik bemüht, und ich finde auch immer wieder Verbesserungspotential bei meinen Bildern. Und ein Teil von mir denkt sich auch: Ach, bei uns siehts einfach so aus, ein bisschen mehr Reality täte der Blogger- und speziell Instagram-Welt ganz gut!

Dennoch kann man „echt“ und „real“ sein und trotzdem schöne Fotos machen. Deshalb fange ich mit ein paar Grundlagen des Fotografierens an.

 

Fotografieren lernen ~ Schritt 1: Deine Kamera kennenlernen

Fotografie zeichnen mit licht

„Zeichnen mit Licht“ bedeutet Photographie, wenn man es aus dem Altgriechischen übersetzt. Und das ist auch schon das gesamte Geheimnis. Alles andere ist eigentlich Technik, Theorie und ein bisschen Kunst und Liebe ;).

Wenn du schon eine „gute Kamera“ hast, kann ich nur empfehlen dich speziell mit diesem Modell zu beschäftigen! Ich habe zusätzlich zur Bedienungsanleitung ein Buch speziell zu meiner Kamera gekauft, das mir sämtliche Einstellungen und Funktionen meines Modells erklärt. Dieses hier:

Handbuch Kamera Nikon D80

Mit diesem Buch bin ich zwar noch lange kein Profi, aber ich habe ein gutes Nachschlagewerk und kann mir einen prima Überblick über alle Funktionen und technische Besonderheiten verschaffen. Für diesen (und den letzten) Näh-Blogger Basics Beitrag habe ich übrigens noch einmal sehr intensiv durch das Buch geblättert und prompt noch einiges aufgefrischt, bzw. neu gelernt. Wie bei den meisten Büchern lohnt sich so eine Anschaffung einfach. (Ihr wisst, ich bin leicht bibliophil…) Schau doch einfach mal, ob es zu Deiner Kamera auch ein Buch gibt!*

Ich kann Dir versichern: Die Beschäftigung (auch als Auffrischung) mit der eigenen Kamera macht sehr viel Spaß! Ich probiere immer gleich alle möglichen Einstellungen aus, mache Testbilder – und lerne dazu! Allein dadurch „versteht“ man seine Kamera schon ein Stück mehr.

Natürlich habe ich noch mehr Bücher über Fotografie. Meine Buchtipps zum Fotografieren lernen schreibe ich euch gern mal separat auf, wenn Interesse besteht? Schreibt mir doch einfach als Kommentar, ob ihr da gern Tipps hättet, oder gebt auch gern selbst Tipps!

 

Fotografieren lernen ~ Schritt 2: ISO, Blende und Belichtungszeit

Bis hierhin konnte ich es hinauszögern, aber jetzt kommen wir an diesen Fachbegriffen nicht mehr vorbei! Ich übersetzte schon: Fotografieren bedeutet „Malen mit Licht“. Wir brauchen also einen Pinsel (=die Kamera) und Farbe (=Licht). Wir können den Pinsel natürlich tief in die Farbe eintauchen und lospinseln. Aber vielleicht wollen wir Schattierungen? Farbverläufe? Konturen? Wir müssen also dosieren! Dabei helfen — na? Genau: ISO, Blende und Belichtungszeit.

Jeder Fotokurs und jedes Fotobuch beginnen mit diesen drei Einstellungen, nachdem Technik und Funktionsweise erläutert sind. Ich werde hier keinen Fotokurs machen und auch nicht die Funktion der Kamera detailliert erkären. Ich mache es mal ganz einfach verständlich: Der ISO-Wert bestimmt die Lichtempfinflichkeit. Die Blendenöffnung in Relation zur Belichtungszeit bestimmt, wieviel Licht eindringt. Das hat auch unmittelbar Einfluss auf die Schärfentiefe des Bildes. Hierzu habe ich einen tollen Blogartikel mit einem kostenlosen Merkblatt gefunden, den ich am Ende verlinke.

Bilder für Blog und Social Media

Blitz aus!

Ich sagte beim letzten Mal schon, dass ich grundsätzlich ohne Blitz fotografiere (außer bei Anleitungsbildern, da komme ich ohne leider nicht aus, weil a) Keller und weil b) nachts. Ich arbeite an einer Lösung!). Blitzlicht macht ein ganz furchtbares Licht – ich habe bei Blitzebildern nur grauenvolle Ergebnisse erzielt, und zwar ganz egal ob das Motiv eine Gratulantenrunde zu Tante Gertruds 65. Geburtstag war, oder ein Kosmetiktäschchen auf dem Esstisch fotografiert.

Übrigens dankt dir auch niemand aus Tante Gertruds Kaffeekränzchen das Blitze-Bild – denn in der Regel sind die Augen rot, einer schielt oder hat die Augen zu, und noch einer ist einfach ungünstig getroffen. Stichpunkt Doppelkinn! Ihr wisst genau, welche Art Fotosünde ich meine!

Der Blitz bleibt also aus! Wenn dein Motiv zu dunkel ist, musst du dir was einfallen lassen – da helfen dir im nächsten Absatz ISO; Blende und Belichtungszeit. Für kleine Motive wie Täschchen kann man gut so eine Fotobox einsetzen, wie ich sie im beim letzten Mal vorgestellt habe.

Set

Ich fotografiere tagsüber, indoor am liebsten vor unserem großen Wohnzimmerfenster oder in einem der Kinderzimmer unter dem Dach, weil ich da das beste Licht habe. Natürliches Licht ist am besten. Such doch einfach mal den hellsten Raum bei dir zuhause und baue da dein Foto-Set auf! Ich habe z. B. ein paar Sperrholzplatten aus dem Baumarkt mit Tapete bezogen um schöne Hintergründe zu haben. Bei mir kommt auch regelmäßig so eine weiße Bastelplatte (Baumarkt!) als Hintergrund oder Reflektor zum Einsatz. Falls Du noch Tipps und Anregungen für ein Foto-Set oder Foto-Hintergründe suchst – ich hatte im letzten Artikel über Foto-Equipment einige Ideen verlinkt.

So sieht das bei mir aus – mein Beitrag zu „Mehr Reality auf Blogs“:

Foto-Set für Blog

Ihr seht – ich hab ein superkleines (eigentlich viel zu kleines!) Set aufgebaut – auf dem Maltisch meiner Kinder! Die Dinos liegen daneben, das Babyphone steht auf dem Stuhl. Ja, so arbeite ich! 😉

Seht ihr diese kleine Bühne, auf dem das Stativ steht? Das hat Stefan mir gebaut – aus Laminatresten! Das Ding ist superschön, allerdings schwer und leider auch zu klein für größere Taschen. Aber ich liebe es! Auf der Unterseite ist ein anderes Laminat – ich kann also wechseln! Auf dem Foto später sah man übrigens nichts mehr von dem ganzen Drumherum:

Fotografieren lernen

 

Manueller Modus und RAW-Format

Bevor ich nun zu meinen wirklich wenigen Faustregeln komme, betone ich noch einmal: Ich fotografiere im manuellen Modus meiner Kamera, bei dem ich ISO, Belichtung und Blende selbst einstelle. Das musst du nicht auch tun – du kannst auch eine der voreingestellten Programme verwenden. Aber du wirst sehen, dass es 1. Spaß macht Experimente mit der Kamera zu machen, und 2. dass du viel mehr Gestaltungsfreiraum hast. Und wir sind ja kreativ und wollen maximale Freiheit, oder?

Meine Bilder speichere ich außerdem im RAW-Format, also im „digitalen Negativ“, bei dem ich im Nachhinein noch nachbelichten kann. Dazu habe ich auch im Beitrag „Fotografie I“ einiges geschrieben. Ganz wichtig dabei: Das RAW-Format bringt dir nichts, wenn du kein Programm hast, dass RAW (oder NEF bei Nikon) lesen kann. Die meisten kostenlosen Online-Bildbearbeitungsprogramme können RAW nicht lesen. Du brauchst dann also Photoshop oder GIMP, das Freeware-Pendant. Diese beiden Programme brauchen Zeit um sich einzuarbeiten. Wenn Interesse besteht, kommentiert bitte, dann kann ich auch mal etwas mehr auf Bildbearbeitung eingehen.

Am Schluss dieses Beitrags habe ich auch noch weiterführende Artikel zu Photoshop, auch Tutorials, verlinkt. Die sollten dir auf jeden Fall weiterhelfen – ich hab da auch noch was gelernt.

 

Faustregeln und Foto-Tipps

Ich arbeite gern mit Faustregeln – sie machen komplexe Dinge so schön einfach! Hier ein paar ganz allgemeine Tipps fürs Fotografieren:

  • erhöhe in Innenräumen den ISO-Wert -> bis „1000“ geht, ohne dass man zu sehr Probleme mit „Rauschen“ bekommt, also dass die Ränder so ausgefranst und pixelig aussehen. Gern einfach mal ausprobieren!
  • draußen und bei gutem Licht lass den ISO-Wert bei „100“ stehen (ISO 100 strebe ich immer an, nur manchmal geben die Lichtverhältnisse es einfach nicht her!)
  • Stelle die Blende auf einen kleinen Wert (ist von deinem Objektiv abhängig – schon beim Kauf drauf achten!), um viel Licht aufzunehmen (Merke: Blende immer so klein wie möglich stellen! Irrsinnigerweise hast du mit dem kleinsten Blendenwert die größte Blendenöffnung – ja nee, is klar…)
  • Je langsamer deine Belichtungszeit ist, desto mehr Licht wird durch die Blende in die Kamera hineingelassen. Das birgt die Gefahr der Verwackelung und dementsprechend Unschärfe (wollen wir nicht!). Bei schnellerer Belichtungszeit wird nur wenig Licht eingelassen – bei zu wenig wirds zu dunkel! Deshalb fotografieren wir ja glücklicherweise im RAW-Format und können nachbelichten… 😉 –> Beim „Stillleben“ (z.B. ein Kosmetiktäschchen) lassen sich alle Einstellungen wunderbar üben!
  • Merke: Blende und Belichtungszeit sollten für ein optimales Lichterlebnis gut harmonieren!

Probier ein bisschen aus, zum Beispiel kleiner Blendenwert und schnelle Belichtungszeit oder großer Blendenwert und langsame Belichtungszeit.

Dir schwirrt jetzt der Kopf? Keine Panik – am Ende habe ich noch einen ausführlichen, tollen Blogbeitrag für Anfänger verlinkt, wo auch eine schöne Übersicht zum Ausdrucken dabei ist.

 

Weißabgleich

Den habe ich bisher nicht erwähnt, aber natürlich ist der auch wichtig: Der Weißabgleich! Im Baumarkt arrangieren sie das in der Farbabteilung so toll: Ein weiß gestrichener Würfel, der einmal mit Glühbirne, einmal mit Neonleuchte und einmal mit LED beleuchtet wird (geh einfach mal in den Baumarkt, da kannst du auch gleich Zubehör für Fotohintergründe kaufen, mehr dazu gleich). Was hat das mit Fotografieren zu tun? Je nach Leuchtmittel wirkt dasselbe Weiß (die wollen ja ihre weiße Farbe verkaufen) ganz anders: eher gelb oder eher blau oder „normal“.

Du hast natürlich längst begriffen, worauf ich hinaus will: Je nach Licht ist es genauso beim Fotografieren! Du kannst dassselbe Nähwerk in greller Sonne, im Schatten, bei Kerzenlicht  oder Neonlicht ab-lichten (!!), und du erhältst je ein völlig anderes Ergebnis. Suche also den Weißabgleich bei deiner Kamera und stell den auf das richtige Licht ein.

Wenn du im RAW-Dateiformat fotografierst, kannst du im Nachhinein den Weißabgleich mit einem Klick ändern! Im Eifer des Gefechts musst du dich also gar nicht so sehr darum kümmern (oft ist das Kind ja auch schon wieder weggelaufen, da kann ich auch nicht erst alles richtig einstellen!).

 

Foto-Übungen und Photoshop

Mach ein paar Testfotos und „spiele“ mit ISO, Blende und Belichtungszeit. Wenn du hier recht sicher bist, nimm den Weißabgleich hinzu: Fotografiere im RAW-Format und schau mal in Photoshop, welche Möglichkeiten sich dir erschließen. Alles außer Unschärfe kann man gut im Nachhinein korrigieren!

Zur Bearbeitung in Photoshop kann ich sagen, dass ich vor allem die Tonwertkorrektur, Sättigung und die Zuschneide-Funktion verwende. Selten kommen Filter und ähnliches zum Einsatz. Das ist aber eine Geschmacksfrage – und die wird dann deinen Stil ausmachen. Das ist im Blogbereich schon sehr wichtig, denn am Stil deiner Bilder erkennen Leserinnen deine Bilder irgendwann ganz automatisch, z.B. wenn du deine Bilder in den sozialen Netzwerken teilst.

Ich selbst habe da sehr viel experimentiert (und es schadet gar nicht soviel, wie manch einer weismachen will), aber so langsam fühle ich mich in meiner Bildsprache „angekommen“ – mehr dazu im nächsten Abschnitt! Hier noch ein Beispiel, wo ich nur an der Sättigung gedreht habe:

Bild 1 original:

Bild 2 mit erhöhter Sättigung  und leichter Tonwertkorrektur (und das ist noch eine ganz harmlose Bearbeitung!):

Wenn Interesse besteht, würde ich auch einmal direkt auf die Bildbearbeitung in Photoshop eingehen. Dazu gibt es aber schon haufenweise kostenlose Tutorials im Netz, sodass ich mir die Mühe jetzt erstmal gespart habe.

 

Bilder für Blog und Social Media

Du hast nun eine ganze Platte voll schöner Bilder, und sie warten darauf gezeigt zu werden! Du kannst seitenweise Bilder ins Netz laden – super! Ich habe jetzt noch ein paar Tipps zur Präsentation deiner Bilder.

Du brauchst – wenn du einen Blogbeitrag gut streuen willst – verschiedene Formate für die verschiedenen Social Media Kanäle und deinen Blog. Auch eine unterschiedliche Bildauswahl kann reizvoll sein, wenn sie dem Wiedererkennungswert nicht schadet.

Ich habe bis vor Kurzem einfach Bilder nach Onlinestellen meines Blogbeitrags von meinem Blog via Smartphone in die einzelnen Netzwerke geteilt. Überall tauchte nach dem Gießkannenprinzip dasselbe Bild auf. Das funktioniert grundsätzlich ganz gut und hat den Vorteil, dass man es „zwischendurch“ auf dem Handy machen kann. (Ich bin ja hier tagsüber sehr eingebunden und muss vieles im Vorhinein planen, damit ich dann über das Smartphone „nur noch“ verlinken muss. Das artet dann meist doch in ne Menge Arbeit aus…)

Ich will jetzt auch nicht sagen, dass es „falsch“ ist die Blogbilder einfach über „teilen“ in die alle Netzwerke zu streuen. Aber man kann es besser machen – ich befinde mich gerade noch in der Übergangsphase, dass ich da strategischer für die einzelnen Netzwerke vorgehe. Das hat auch mit der Zielgruppe zu tun – die ist bei mir zumindest in den verschiedenen Netzwerken leicht anders gewichtet. Und deshalb macht es auch gar keinen Sinn überall dasselbe Bild oder denselben Beitrag zu verlinken – verschenkte Zeit und Arbeit! Ich will ja auch meinen Followern auf meinen „Außenstellen“ einen gewissen Mehrwert und extra Content bieten, daher ist es mir ganz wichtig da ein wenig zu variieren. Soll sich ja lohnen mir auf möglichst vielen Kanälen zu folgen!

Da Bilder ein wichtiger Bestandteil sind, greife ich heute also dem „Social Networks“-Beitrag ein wenig vor und gehe auch auf das Thema Social Media Strategie ein.

 

Kriterien für die Bildauswahl

Auf dem Blog zeige ich natürlich möglichst viele Bilder und möglichst alle, die ich habe. Der Blog ist das Herzstück meines kreativen Schaffens und wird das auch bleiben. Hier biete ich meinen Leserinnen das Maximum an Informationen und Bildern. Die Social Networks sehe ich mehr so als Bushaltestellen, von wo ich Leserinnen abhole. Und jetzt mal ganz einfach übersetzt: Jede Bushaltestelle steht in einer anderen Stadt, und ich muss mich doch ein wenig den Gepflogenheiten anpassen, wenn ich die Leserinnen von dort abhole. Dazu gleich mehr!

Zunächst möchte ich noch einen ganz wichtigen Punkt anpsrechen, nämlich die Bildauswahl! Ich mache ja meistens so an die 50 Bilder oder mehr von einem Objekt. Natürlich sind das viel zuviele Bilder für einen Beitrag, und meist sind auch nicht alle gelungen. Ich wähle also aus! Nach welchen Kriterien?

  • Format: Gerade bei genähten Werken sind Hoch- und Querformat auf dem Blog gleichermaßen ok, ich persönlich mag eine gute Mischung aus beiden. (Für soziale Netzwerke ist das anders, deshalb betone ich das an dieser Stelle.) Inzwischen versuche ich auf dem Blog mehr und mehr hochkant Bilder  einzubetten, denn ein Blick in meine Leserstatistik verrät mir, dass die große Mehrheit meiner Leserinnen auf dem Smartphone hier vorbeikommt! Warum ist das wichtig? Nun, das Smartphone gibt das Format vor: hochkant! Bilder im Querformat werden deutlich kleiner dargestellt. Kaum jemand macht sich die Mühe das Smartphone zu drehen. Also kann man seinen Leserinnen einen Gefallen tun und Bilder hochkant einbetten.
    Es ist auch eine gute Foto-Übung dasselbe Motiv mal hoch und mal quer zu fotografieren – und macht Spaß! Hier ein Beispiel – entscheide selbst, welches der beiden Bilder dir besser gefällt ;).

  • Motiv: Von den gefühlt hunderten Bildern einige wenige auszuwählen ist echt hart. Aber es muss  sein! Niemand schaut sich lange eine Galerie von 10 fast identischen Bildern an. Die durchschnittliche Besuchszeit auf meinem Blog liegt zwischen 1:30 Minuten und 2 Minuten, auch das gilt es zu bedenken. Ich will ja niemand langweilen. (Meine Leserinnen sollen am liebsten den ganzen Tag von einem Artikel zum nächsten klicken und dabei das Gefühl haben, dass sie hier nur wahnsinnig tollen Content bekommen, der sie weiter bringt! Idealerweise abonnieren sie auch gleich den Newsletter.) Ich wähle also nach Möglichkeit eine Mischung aus Frontalfotos und Detailfotos aus. Wenn Du nur Detailfotos hast, sieht man das Gesamtwerk nicht, das ist nicht gut. Wenn du nur ein Frontalbild des Gesamtwerks hast, sieht man die Details nicht, was schade ist. Auch Collagen, die man sich einfach zusammenstellen kann, fnktionieren gut – die würde ich aber eher für die Social Networks empfehlen. Merke: Auf dem Blog immer optimale, maximale, supergeile Bilder!

 

  • Perspektive: Um eine gute Dynamik zu haben, die das Auge anspricht, empfehle ich unterschiedliche Perspektiven. Ich fotografiere ja gern von oben, wie z. B. im folgenden Bild. So eins muss im Beitrag natürlich durch mindestens ein Frontalbild ergänzt werden. Tipp: Auch Fotocollagen wirken besser, wenn die Bilder sich ergänzen!

Beach Bag

  • Pose/Set: Wenn Du Dich selbst oder Deine Kinder in genähten Sachen nicht im Internet zeigen willst, ist das völlig ok! Aber es gibt verschiedene Wege auch Kleidungsstücke stimmig zu präsentieren ohne ein Gesicht zu zeigen. Detailbilder und reizvolle Perspektivwechsel können eine Menge rausholen. Denk dran: Das Auge isst mit! Hier habe ich zum Beispiel meine probegenähten Strampler von oben fotografiert. Dieses Bild habe ich speziell für Instagram ausgewählt. Durch Farbgebung, Detailansicht, Perspektive und Bildausschnitt ist ein stimmiges Bild entstanden, das speziell auf instagram gut „funktioniert“ hat.

  • Wenn du dich selbst fotografierst, probier verschiedene Posen aus und finde deine Schokoladenseite heraus – blätter auch mal durch Modemagazine oder auf deinen drei Lieblingsblogs um dir was abzuschauen, wie andere das machen. Wahrscheinlich fotografierst du mit Stativ – das braucht ein wenig Geduld und Übung. Ich habe dazu ganz unten einen schönen Blogartikel verlinkt mit vielen Tipps zur Selbstportraitfotografie!

 

Facebook

Facebook ist mein stärkster Social-Media-Kanal mit inzwischen über 800 Followern. Ich verlinke auf meiner Facebookseite meist nur meine Blogbeiträge. Das Titelbild hier auf dem Blog erscheint auch dort, und fertig ist die Laube. Äh, Bushaltestelle. Die Reichweite auf Facebook erreiche ich durch Gruppen, in denen ich meinen Beitrag dann teile. Mittlerweile teile ich nicht mehr alles in allen Gruppen, sondern wähle sehr spezifisch aus – je nach Thema meines Blogbeitrags und der Zielgruppe!

Zum Thema „Reichweite auf Facebook“ könnte ich noch sehr sehr viel schreiben. An dieser Stelle führt das zu weit. Besteht denn da Interesse? Dann würde ich das in meinem Posting über Social Media mit aufnehmen und etwas mehr in die Tiefe gehen!

Neben meinen Blogbeiträgen mache ich auch Beiträge speziell für Facebook – z.B. wenn ich Probenäher suche oder eine aktuelle Aktion, z.B. ein Shop-Rabatt oder eine Ankündigung.

Facebook bewegt sich aktuell immer mehr zum „bewegten Bild“, das erwähne ich hier mal. Ich mache bislang aber keine Videos, dafür habe ich auch kein Equipment und keine Zeit. Vielleicht irgendwann? Was ich dir raten kann, wenn du da Ambitionen hast: Mach bewegte Bilder, kleine Filmchen usw. Das wird dort gern gesehen!

Ansonsten erstelle ich Grafiken mit Canva oder dem Adobe Illustrator. (Ich versuche jetzt wieder mehr den Illustrator zu nutzen, weil alle irgendwie Canva nehmen und man das auch sieht. Aber ich nehme auch gern beides.) Canva hat den Vorteil, dass es a) kostenlos ist und b) viele Designvorlagen hat, und zwar für jedes soziale Netzwerk! Mit ein bisschen Neugierde und Ausprobieren erstellt man da schnell schöne Grafiken.

 

Instagram

Instagram ist das Foto-Netzwerk schlechthin. Alle Bilder sind quadratisch. Das finde ich eine ganz wichtige Sache, denn manchmal funktioniert das mit dem „einfach vom Blog teilen“ dort nicht. Weil das Format nicht passt. Also schneide ich von vorneherein ein Foto quadratisch zu. Mittlerweile achte ich sogar schon beim Fotografieren darauf, dass ich mindestens ein insta-taugliches Bild dabei habe. Das ist auch eine schöne Foto-Übung: mal hochkant, quer und mal quadratisch zu fotografieren!

Thematisch tue ich mich gerade schwer mit Instagram, weil ich herauszufinden versuche, was ich da eigentlich will. Ich hab anfangs recht unbedarft einfach alle möglichen Bilder hochgeladen – auch mal vom Handy, wenn es schnell gehen musste. Oder hab einfach Blog-Bilder geteilt.

Die Marketing-Experten raten dazu, dass die letzten 9 Bilder auf der eigenen Seite „stimmig“ sein sollten. Dass eine klare Struktur und Bildsprache erkennbar ist. Was gut funktioniert sind so Flat-Lays, also wenn man  einen Haufen Sachen auf einem schönen Untergrund drapiert und dann von oben ablichtet. Das sehe ich mir auch gern an. Weitere beliebte Motive auf Instagram sind Essen (schön fotografiert), oder Kaffeetassen. Oder wenn man an sich runter fotografiert, gern mit Kaffeetasse in der Hand.

Ich find Kaffeetassen auf Instagram total langweilig, wenn ich ehrlich bin. (Obwohl ich meine Kaffeetasse liebe!) Und ab und zu mal eine Kaffeetasse ist ok. Ich hab aber auch schon einen ansonsten tollen Kanal abbestellt, weil mir das zuviele Kaffeetassen waren. Öhm. Ok, lassen wir das. Ich will jetzt nicht das Lästern anfangen.

Ich hatte jetzt in den letzten Wochen wenig Zeit für Insta. Instagram ist eine sehr artifizielle Welt, die wirklich richtig schöne superduper Fotografien liebt. Oder Celebrities. Ich bin kein Celebrity, also muss ich mehr auf Qualität der Bilder gehen. *hust* Jetzt komm ich schon wieder ins Lästern. Vergesst das einfach!

Ich verknüpfe auch gern schöne Bilder mit Aphorismen und Weisheiten – gern allgemein motovierende Zitate oder so. Das sehe ich selbst gern, so als kleine Inspiration, und das kam auch so ganz gut an. Sowas z. B.:

Nun, ich bin noch nicht am Ende meiner insta-Strategie angelangt. Grundsätzlich soll der Kanal ja ein Bonus zum Blog sein. Ich habe dort viele Abonnenten, die mir nur dort folgen. Da sind Elternblogger, Nähblogger und Näherinnen, und ganz viele Paderborner dabei. Für mich stellt sich also die Herausforderung, denen allen weiterhin interessanten Content zu liefern und ab und an zu einem Thema auf den Blog zu locken.

Wie handhabt ihr das? Und was haltet ihr von Kaffeetassen auf instagram? Bist du ein Celebrity? Nicht, dass ich jetzt irgendwem auf den Schlips getreten bin….? War ehrlich, aber nicht böse gemeint ;).

 

Google+

Mit G+ bin ich als erstes angefangen. Wenn man bei Blogger bloggt, ist man da quasi Zwangsmitglied. Ich handhabe das ähnlich wie Facebook, wobei ich da noch mehr kreative Sachen und LifeHacks in meiner Liste Crafts and DIY teile. Anfangs habe ich das ganz unbedarft gemacht – einfach weil ich solche Sachen mag und mir für später merken wollte. Aber diese Liste hat auch vielen anderen gefallen, die dann der Liste und dann auch mir folgten. Merke: Es „lohnt“ sich immer auch fremden Content zu teilen.

Mittlerweile nutze ich G+ nicht mehr so stark. Das liegt auch daran, dass ich so viele Kanäle füttern und beantworten muss, dass ich gar nicht mehr die Zeit habe die einzelnen Kanäle intensiv zu pflegen. Ab und an teile ich dann wieder Blogbeiträge, wenn meine Zeit es zulässt. Google+ bringt in Sachen SEO ein paar Punkte, denn mein Google+ Profil wird mittlerweile sehr gut gefunden. Allein deshalb sollte man Google+ haben. Zu SEO schreibe ich nochmal einen eigenen Artikel. Habt ihr dazu schon Fragen?

Und wie nutzt du Google+?

 

Twitter

Ich erwähne Twitter nur der Vollständigkeit halber. Twitter ist ein Kurztext-Medium. Ja, da gibts auch Bilder, aber wichtiger sind da flotte Texte und die richtigen Hashtags. Ich experimentiere da noch, ich bin da noch nicht so lange. Ganz wichtig auch hier: Meine Follower sind hauptsächlich Eltern(blogger). Da brauche ich keine Nähergebnisse twittern, und ich twittere auch noch längst nicht alles von meinem Blog. Ich überlege noch, wie ich langfristig mit Twitter umgehe.

Wie ist das bei dir? Kennst du dich da jemand aus? Ich bin ja sehr offen für Ideen. Hast du einen Twitter-Redaktionsplan, oder geht das spontan nach Gefühl?

 

Pinterest

Pinterest ist mittlerweile mein liebstes Social Network. Und das ist prompt falsch, denn es ist eigentlich eine Suchmaschine. Und die ist genial für kreative Bloggerinnen! Vielleicht ist euch aufgefallen, dass ich seit einiger Zeit spezielle Pinterst-Grafiken zu JEDEM Blogpost mache? Diese pinne ich dann auf meine eigenen Boards und wenn es passt auch auf Gruppenboards. Die sind sehr wichtig bei Pinterest um die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen. Wie bei allen Netzwerken gilt auch hier: Gemeinsam erreichen wir mehr! Deshalb lade ich dich an dieser Stelle auch auf mein Nähblogger-Gruppenboard ein.

Nun aber zu den Grafiken: Die sind IMMER hochkant, denn auch Pinterest wird am liebsten mobil genutzt, und da fällt das Hochformat einfach besser auf! Ich erstelle meist Collagen – eine Mischung aus Detail und Komplettansicht + Text. Der Text verweist auf den Blogpost, z.B. „Freebook Shirt für Jungs“, und natürlich füge ich meine Blogadresse hinzu, falls die Verlinkung mal nicht funktioniert.

Über Pinterst gibt es noch viel mehr zu wissen. Bei mir ist Pinterest inzwischen zur Trafficquelle Nr. 1 geworden, obwohl ich da noch gar nicht so viele Follower habe. Darauf kommt es aber auch gar nicht so sehr bei Pinterest an, was ich sehr entspannend finde, dass man nicht dieser Followerzahl hinterherjagen muss, so wie bei Facebook und Instagram.

Ich habe zwei bis drei Pins, die richtig gut gehen. Der eine – der erste – entspricht natürlich überhaupt nicht den Vorgaben. Es ist das Sternkörbchen:

Dieser Pin wurde aber auf einigen gut frequentierten Boards gepinnt, was zu sehr viel Traffic bei mir führt. Das Sternkörbchen kam letztes Jahr zu Weihnachten raus und ist seitdem ein Dauerbrenner – fast jeden Monat auf Platz 1!

Ansonsten kommt im Moment die Wendejacke Wendie sehr gut an. Die entspricht der Vorgabe, die ich eben gemacht habe:

Dieser Pin wird sehr gut gefunden, weil er auch die richtigen Keywords enthält. Was soll ich sagen: Ich habe im Sommer 6 Wochen nichts gebloggt und trotzdem steigende Seitenaufrufszahlen gehabt! Pinterest hat das ermöglicht. Auch im Moment blogge ich eher wenig, weil ich es nicht öfter schaffe. Aber Pinterest sorgt dafür, dass trotzdem viele Leute hierher finden – ohne dass ich da irgendwas mache. Pinterest wird uns in den Nähblogger-Basics sicherlich noch mal tiefer beschäftigen. Heute aber nicht mehr ;).

Wenn du noch am Anfang deines Blogs stehst und dich fragst, welche Social-Plattform du wirklich brauchst, empfehle ich dir unbedingt Pinterst! Da lohnt es sich wirklich Energie und Zeit reinzustecken. Bei den anderen verpufft das leider viel zu schnell (ist meine Erfahrung – vielleicht hast du eine andere?).



 

Zusammenfassung

Das war heute eine Menge Input, oder? Wir sind ganz ganz klein mit Grundlagen des Fotografierens und der Kamera angefangen. Dann ging es weiter mit allgemeinen Tipps zum Fotografieren  und zur optimalen Präsentation der Bilder auf dem Blog. Zuletzt bin ich dann noch auf ein paar soziale Netzwerke eingegangen und konnte dir hoffentlich ein paar wertvolle Hinweise zum Thema Bilder in den sozialen Medien geben.

Nun sind wir am Ende dieses Beitrags angelangt, und mich interessiert nun, ob du etwas für dich mitnehmen kannst oder ob das alles ein alter Hut für dich  ist? Schreib mir auch gern, wenn ich auf ein oder mehr Themen noch detaillierter eingehen soll!

Wenn Dir der Artikel gefallen hat und du auch ein Nähblogger bist, trag dich doch in meinen Newsletter (unten auf der Seite) ein. Wenn Du ein Häkchen bei „Nähblogger“ setzt, habe ich vielleicht sehr bald auch eine kleine Überraschung ;).

Zum Ende habe ich nun noch ein paar Linktipps, die meinen Artikel noch vertiefen. Viel Spaß und bis zum nächsten Mal! Danke fürs Lesen!

 

 

Links

Fotografieren lernen / besser fotografieren

ISO, Blende und Belichtungszeit einfach erklärt mit Download für Anfänger

Warum Deine Bilder unscharf werden – Ein toller Artikel mit Tipps zur Schärfe von Fotos; sehr informativ auch für Anfänger!

Low Budget Fototipps – von diesen Tipps werde ich sicher mal welche ausprobieren! Der Blog von Christina Key ist übrigens auch so eine gute Adresse für Fototipps, z.B. ihre Tipps für Selbstportraits – klickt euch mal durch!

Eine schöne Foto-Tipp-Reihe speziell zum Fotografieren genähter Kleidung habe ich hier bei Print4Kids gefunden.

… und so generell: Bei Youtube gibt es nicht nur Näh-Videos, sondern auch Foto-Tutorials! Ich habe mir eine Liste angelegt, die sicher noch wachsen wird: Einfach abonnieren und auf dem neuesten Stand bleiben!

 

Digitale Bildbearbeitung

GIMP, Freeware – Pendant zu Photoshop

10 einfache Photoshopkorrekturen: eine Galerie mit nützlichen Tools und wie man sie verwendet

 

RAW Dateien in GIMP öffnen – Tutorial

Eva Kartoffeltiger geht in diesem Beitrag auch auf Bilder ein. Dabei geht es auch um Lizenzfragen, z.B. wenn man sich fremder Bilder bedient. In ihrer Reihe „Tipps und Tricks für Blogger“ geht sie auch auf die verschiedenen sozialen Netzwerke und weitere Bloggerthemen ein.

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Crafting Linktipps Juli-September

Der September ist um, und so langsam komme ich wieder im „regulären“ Blog-Alltag an. Nach einer langen Sommerpause, einem Schul- und einem Kindergartenstart und einem turbulenten Monat inklusive neuem ebook ist es heute mal wieder Zeit für die Crafting Linktipps. Diese Reihe nutze ich ja gern um meinen Blog-Monat ein bisschen zu reflektieren UND um euch ein paar ganz tolle Links zu zeigen. Auch dieses Mal sind ganz viele Perlen und Schätze dabei! Aber zuerst erzähle ich noch ein bisschen, was bei mir so los war. (Pssst, jetzt noch eben ne Tasse Kaffee dazu holen!)

WordPress, Newsletter, ebook… mein Sommer 2017!

Ich bin – das ist euch sehr wahrscheinlich aufgefallen – zu WordPress umgezogen und bin auch noch immer damit beschäftigt die letzten (und neuesten) Bugs zu verarzten. Es ist echt viel Arbeit, das kann ich schonmal verraten. Aber trotzdem bin ich total glücklich hier in meinem neuen Zuhause – die viele Arbeit macht ja auch Spaß! Trotzdem habe ich noch ein großes Sorgenkind – nämlich den Shop! Ich bin da auf Hilfe angewiesen, und ich hab irgendwann beschlossen es nicht übers Knie zu brechen. Ich hoffe, dass der Shop im Oktober online geht und voll funktionsfähig ist.

Ein Hinweis an dieser Stelle an alle, die mir bisher über Bloglovin folgen: Mein bisheriger Account dort konnte leider nicht mit umziehen :(, sodass ich einen neuen eingerichtet habe. Wer mir weiterhin dort folgen will: Bitte klick direkt hier zu meinem neuen Bloglovin-Blog-Profil. Vielen Dank!

„Nebenbei“ habe ich im Sommer meinen Newsletter vorbereitet und auch das ebook „Beach Bag“, das jetzt endlich erschienen ist, erarbeitet. Bis morgen Abend könnt ihr übrigens noch bei mir gewinnen! Klickt einfach auf den Link und hüpft in den Lostopf! Auch alle meine Probenäherinnen verlosen ein ebook – klickt euch einfach durch die Liste um eure Gewinnchancen zu erhöhen!

Der Newsletter wird nun auch sehr bald seine erste Runde drehen und soll dann vier- bis sechswöchentlich erscheinen; ich will ja auch niemand zuspammen. Durch die Interessenauswahl ist es mir möglich auch spezielle Mails zu schicken; es kann also passieren, dass zwischendurch mal ein Spezial-Newsletter kommt (etwa für alle Taschen-Näherinnen). Außerdem wird es exklusive Angebote nur für Newsletter-Abonnentinnen geben – seid gespannt!

Sommerlinks

Genug gequatscht – jetzt kommen meine gesammelten Linktipps! Ich habe eine bunte Mischung an Links gesammelt – rund ums Nähen, Mamasein und Bloggen.

 

Freebooks & Tutorials

Bei Minamo gibt es einen zuckersüßen Pullover mit Knopfleiste in den Größen 86-152 als Freebook. Ich hab es schon runtergeladen und werde den Schnitt sehr bald testen!

Eva Kartoffeltiger hat ein niedliches Halbkreistäschchen entwickelt und auch ein Nähvideo dazu gedreht. Auch das steht auf meinem Nähplan.

Hast Du Deinem Kind eine Schultüte selbst genäht? Dann zeigt Sarah von mommymade dir jetzt, wie du daraus ein Kissen machst.

Wie man perfekte Kreise näht? Auf SewSimple erfahren wir es!

Auf Küstenkindunterwegs werden aus Kastanien kleine Schiffe gebaut. Schönes DIY!

 

Näh-Nützliches

Aus dem Bereich Näh- und Modewissen kommt der folgende Link: Auf Seemannsgarn erfahren wir etwas über verschiedene Ausschnittformen! „Keyhole“ kannte ich bisher als Begriff noch nicht! 😉

Es gibt nun eine Nähkarte! Mit App! Hier können wir sogar alle mitmachen: Ein ITler mit nähverrückter Ehefrau hat die Nähkarte entwickelt: Ein Verzeichnis mit Stoffläden in ganz Deutschland! Also tragt schön eure Favourites dort ein (oder eure eigenen Stoffläden).

Zum Schluss des Nähbereichs habe ich noch einen Nachrichten-Artikel über Dawanda. Keine guten Nachrichten: Dawanda entlässt viele Mitarbeiter! 🙁

 

Blogging

Ich habe ja viel mit WordPress gekämpft, und so langsam werden wir richtig gute Freunde. Ein Artikel hat mir sehr geholfen, als es um die Installation von Google Analytics ging. Dieses Tool datenschutzkonform zu implementieren ist nicht einfach. Dank dieses Artikels habe auch ich es hinbekommen!

Wo wir eben bei der Nähkarte waren… es gibt auch eine Bloggerlandkarte! Jede kann sich mit ihrem Blog dort eintragen, ich bin auch schon angemeldet!

Ein sehr amüsanter Artikel aus dem „richtigen, echten Leben“ einer Bloggerin ist auf Einerschreitimmer erschienen: Wie ihr Mann sie auf Urlaubsfotos entstellt! Ich habe Tränen gelacht!

 

Mom Life

Zwei Artikel sind mir besonders aufgefallen.

Ich starte gleich mit dem einen, der mich schlicht und ergreifend weggepustet hat. So wahr, so ehrlich, so traurig! Feminismus und Frau pur! Ich klatsche der Autorin Andrea Harmonika seitdem immer wieder still Beifall. Sie hatte ihren Text auf Facebook mit den Worten geteilt: „Lieber deutsche Presserat, wir müssen reden.“ Und ja, das müssen wir! Über das Mütterbild der deutschen Presselandschaft und damit das Bild der Mutter in der Gesellschaft. Wenn ich kurz zitieren darf: „Denn egal was sie tut, ihr grottenschlechtes Image haftet an ihr wie Kinderkacke und Klischeekaffee.“ Ich präsentiere die Pflichtlektüre der heutigen Linktipps: Deine Mudda.

Der zweite Mom-Life-Artikel beschäftigt sich mit Geschlechterrollen. Geschrieben von einer Zweifach-Jungsmama, deren Sohn sich mit dem Untergang der Titanic beschäftigt hat. Und was das mit dem Schulhof zu tun hat, müsst ihr selbst nachlesen.

Meine Lieben – das waren meine Linktipps für September! Ich wünsche euch nun eine angenehme und kuschelige Lektüre bei Tee und Keksen!

Lieber Gruß,

Sonja

Näh-Blogger Basics: Fotografie I ~ Equipment

Heute geht es in den Näh-Blogger Basics um Fotografie,  das Kernelement des Bloggens. Ich habe diesen Beitrag „Fotografie I ~ Equipment“ betitelt, denn der Schwerpunkt liegt auf der Ausrüstung, die wir für gute Fotos brauchen. Im nächsten Beitrag geht es dann mehr um das Fotografieren selbst. Dieser Beitrag enthält auch Werbelinks, aber keine Angst: Ich werde Dir hier nicht eine sauteure Super-Kamera aufschwatzen oder ähnliches. Ich stelle heute mal MEINE Foto-Ausrüstung vor und gebe ein paar Tipps für den Kauf von Kamera und Co. (ohne eine Kaufberatung sein zu wollen!).

 

Über die „Näh-Blogger Basics“

Bevor es losgeht, möchte ich noch einmal die vergangenen Beiträge in Erinnerung rufen: In der Einleitung habe ich ganz grob die Reihe „Näh-Blogger Basics“ vorgestellt. Anschließend habe ich über das Thema „Zielgruppe & Content“ geschrieben. Es folgte noch ein Artikel über „Mehrwert & Originalität“. Alle Beiträge dieser Reihe richten sich speziell an Näh-Blogger und solche, die es werden wollen. Mir geht es darum hier ein paar Basics zu vermitteln, die wichtig sind, wenn Du mit Deinem Näh-Blog mehr oder neue Leserinnen erreichen und vielleicht irgendwann auch ein bisschen Geld mit dem Bloggen verdienen willst. Ich versuche das Bloggen auf ein paar wenige Formeln herunterzubrechen, ohne dass die Bloggerei zur Wissenschaft wird – dafür werde ich immer weiterführende Links bereitstellen.

In meiner Pinterest-Gruppe „Blogging“ sammeln wir übrigens relevante Blogging-Tipps ganz allgemein über das Bloggen. Folge der Gruppe und schreib mir eine Mail um mitzupinnen – ich freu mich! Du kannst Dich auch für meinen Newsletter anmelden. Es gibt dort ein Kästchen „Nähblogger“, mit dem Du keinen Beitrag der „Näh-Blogger-Basics“ mehr verpasst. Außerdem arbeite ich im Hintergrund an dem ein oder anderen Goodie speziell für Näh-Blogger, um Deine Blog-Organisation zu unterstützen.

Nun geht es aber los!

Fotografie & Equipment: Hardware

Dass Bloggerinnen eine gute Kamera brauchen, ist kein Geheimnis. Das Internet und soziale Netzwerke wie Instagram oder Pinterest sind voller wunderschön inszenierter Bilder, die wahrscheinlich auch Deine Kreativität zum Nacharbeiten anregen oder dich dazu inspiriert haben einen eigenen Blog zu starten. Vielleicht hast du auch hobbymäßig schon immer gern fotografiert (in dem Fall kann ich dir heute wahrscheinlich auch nicht mehr viel Neues erzählen…)?

Keine Frage, mit einer kleinen Kompaktkamera oder mit einer Handykamera stößt man schnell an seine Grenzen – eine „vernünftige“ Kamera muss her. Aber nicht nur eine Kamera gehört zum Foto-Equipment, sondern auch (wenn Du eine DLSR hast) die Objektive, Beleuchtung und Fotohintergründe – die Bühnenbilder für deine Näh-Foto-Stories sozusagen. Außerdem empfiehlt sich eine Bildbearbeitungssoftware und vielleicht ein Buch zum Fotografieren-Lernen.

Puh, ganz schön viel, oder? Wo anfangen? Ich gehe jetzt mal alles ein wenig detaillierter durch. Fragen kannst du gern in den Kommentaren stellen!

 

 

Welche Kamera ist die Richtige für Dich?

Neulich gab es in einem Bloggerforum eine Diskussion rund um die beste Kamera für Blogger. Dabei wurden auch Systemkameras empfohlen – als leicht zu handhabende, kostengünstige Alternative zur digitalen Spiegelreflex. Dies erwähne ich nur, um dir diese Möglichkeit der „Systemkamera“ genannt zu haben. Es gibt sowas, und vielleicht ist das ja auch schon das Richtige für deine Zwecke?

Ich selbt fotografiere jetzt seit gut 7 Jahren mit einer Nikon D80, einer digitalen Spiegelreflexkamera, mit der ich rundum zufrieden bin. Ich habe sie täglich in der Hand und sehe noch keinen Bedarf mir eine neuere Kamera anzuschaffen. (Hinweis: Die Bebilderung dieses Artikels zeigt NICHT die Nikon D80 – diese Bilder habe ich mit ihr gemacht! Da ich Nostalgikerin bin, habe ich mich entschlossen diesen Artikel mit diesen fast antiken Kameras zu bebildern. Die gehören nicht mir, sondern die habe ich zu diesem Zweck aus der Familie ausgeliehen.)

Bei Kameramarken kann man sich ähnlich verlieren wie bei Nähmaschinenmarken. Solange Geräte funktionieren, ist mir die Marke relativ wurscht. Ich mag meine Nikon, weil ich die gut kenne. Und wenn ich mal eine neue Kamera anschaffen sollte, wird das sehr wahrscheinlich wieder eine Nikon sein, weil ich einfach nicht von vorne anfangen will.

Welche Kamera ist nun für dich die Richtige ist, hängt zum einen von deinem Geldbeutel ab. Und dann musst du in dich gehen und dich fragen, was du am meisten ablichtest: Stoffe? Genähte Werke? Kleine Sachen? Step-by-Step-Anleitungen? Kinder in genähten Klamotten (die sich womöglich bewegen)? Ich behaupte mal, das alles bekommt jede Spiegelreflexkamera ohne große Schwierigkeiten hin. Wenn Du auch Filme drehen willst, musst du natürlich speziell nach einer Kamera schauen, die das kann! Auch haben nicht alle die Live-Vorschau (meine z.B. auch nicht – ich muss immer oben druchgucken, was mich jetzt nicht so stört).

Mein Tipp: Es muss ja vielleicht nicht das allerneueste Modell sein. Ältere Modelle haben folgende Vorteile: Die ersten Kunden haben im Internet bereits ehrliche Testberichte geschrieben, z.B. bei amazon, wo ich zwar nichts mehr kaufe, aber dennoch gern Testberichte von Kunden lese. Und: ältere Modelle sind (wie bei Nähmaschinen auch) günstiger. Nehmen wir meine Nikon D80. Ich habe seinerzeit über 500€ dafür bezahlt. Nur das Gehäuse bekommst Du heute ab ca. 139€ – das ist ein top-Preis für eine super Kamera! Bei Fotokoch gibt es z. B. auch viel Second-Hand-Ware zum erschwinglichen Preis: Second Hand Übersicht*. Auch ein Blick in die Fundgrube* lohnt sich.

 

Objektive

Viel wichtiger als das Gehäuse sind bei der Fotografie eigentlich die Objektive (und natürlich, dass man mit seiner Kamera umgehen kann – Stephen King würdest du ja auch nicht fragen, mit welcher Schreibmaschine er seine Bestseller schreibt). Ich kann dir die Kaufentscheidung also nicht abnehmen, aber ich kann dir folgenden Tipp geben: Geh vor Ort ins Fachgeschäft und/oder frag mal ein bisschen im Bekanntenkreis herum. Vielleicht kennst du sogar einen Fotografen? Ich hatte tatsächlich das Glück, dass ich einen Profi-Fotografen aus dem Freundeskreis fragen konnte.

Hast du vielleicht schon Objektive? Dann prüfe vor dem Kauf einer neuen Kamera unbedingt, ob die mit deiner Wunschkamera kompatibel sind! Ein weiterer Tipp: Lass Dir mit der Kaufentscheidung Zeit und lass dich am besten vor Ort beraten, am besten im Fachgeschäft! Ich habe hier in Paderborn einen wunderbaren Fotoladen, der mich bislang immer perfekt beraten hat. Hier verkaufen sie übrigens auch Second-Hand-Geräte zu erschwinglichen Preisen! Der Gang in die nächst gelegene Innenstadt kann sich da sehr lohnen als blind irgendwas aus dem Internet zu bestellen!

Bei meiner Nikon D80 waren seinerzeit zwei Objektive dabei. Mit dem Standardobjektiv mache ich eigentlich nur noch Step-by-Step-Anleitungsbilder. Das Tele-Objektiv (Tamron AF 55-200mm) war von Tamron, eine japanische Firma, die teils günstigere Objektive herstellt – für verschiedene Kameramarken! Ich möchte noch einmal betonen, dass man beim (Nach-)Kauf unbedingt auf die Kompatibilität achten muss! Übersetzt für Nähtanten: Was nützt dir der schönste Nähfuß, wenn er nunmal nicht auf deine Maschine passt?

Das Tamron ist draußen und unterwegs mein Lieblingsobjektiv – ich habe damit schon wunderbare Portraits von den Kindern gemacht und auch sonst schöne Aufnahmen von genähten Werken geschossen.

Nachgekauft habe ich mir (nach Beratung durch besagten Fotografen) das Nikkor AF-S Micro NIKKOR 40mm 1:2.8G speziell für den Blog. Ich wollte ein Objektiv für Nahaufnahmen, bei dem das Detail schön scharf ist und der Hintergrund so schön verschwimmt (ihr wisst, was ich meine). Auch für Portraits kommt es zum Einsatz.Die Kamerabilder in diesem Beitrag habe ich alle mit diesem Objektiv gemacht. Das Objektiv sollte erschwinglich sein, und mit ca. 299€-329€ (je nachdem, wo man kauft) ist es das. Ich habe in „meinem“ Laden übrigens ein gutes Angebot bekommen, weil die natürlich die Internetpreise kennen – ein bisschen fragen und feilschen geht immer ;). (Und nein, leider ist dieser Artikel NICHT von „meinem“ Fotoladen gesponsort – nur falls jetzt der Eindruck entstanden ist.)

Wartung

„Mein“ Fotoladen wartet die Kamera übrigens auch. Vor Kurzem habe ich eine Sensorreinigung machen lassen. Meine Objektive haben sie kostenlos gereinigt. Die Sensorreinigung war übrigens nicht teuer. Ich habe immer gedacht, dass das schnell dreistellig wird, aber es waren dann unter 50€! Auch dies kann ich nur empfehlen. Die gucken sich dabei auch an, ob da irgendwelche Staubteilchen festhängen und so. Und für die drei Tage, die es gedauert hat, habe ich ein kostenloses Leihgerät bekommen. Daher rate ich noch einmal zum Kauf vor Ort.

Beleuchtung & Fotohintergründe

Auf dieses Thema möchte ich beim nächsten Mal tiefer eingehen. Nur ganz kurz: Für die Inszenierung deiner Fotos und für deine persönliche Foto-Stil-Entwicklung sind Beleuchtung und Fotohintergründe essentiell. Ich selbst experimentiere gern, aber ich kann schon vorausschicken: An natürlichem Licht kommt nichts vorbei! Der Blitz bleibt bei mir aus, außer bei Anleitungsbildern, die eher zweckorientiert sind und nicht zum „schön aussehen“ gemacht werden. (Es ist natürlich trotzdem erstrebenswert, wenn Anleitungsbilder toll aussehen.)

Problematisch wird es mit dem natürlichen Licht natürlich in der dunklen Jahreszeit, da müssen wir uns irgendwie mit künstlicher Beleuchtung behelfen. Beim Ablichten von kleinen Nähwerken kann eine kleine „Fotobox“ helfen. Wie man die selber bauen kann, zeigt z.B. diese Anleitung:

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Ich muss sagen, ich verzichte auf so eine Box – ich fotografiere meist vor unserem großen Wohnzimmerfenster. Hintergründe habe ich mir aus Sperrholzplatten und Tapete (im Baumarkt darf man sich da vollkommen kostenlos Probestücke abschneiden – ich nehme immer welche mit!) selbst gebaut. Eine kurze Anleitung für DIY-Fotohintergründe gibt es z.B. hier oder hier.

Für größere Motive (Kinder oder man selbst), die man gerade wegen schlechtem Wetter nicht draußen und natürlich nicht vor so einem kleinen Hintergrund fotografieren kann, gibt es so große Fotohintergründe wie beim Fotografen – und das gar nicht so teuer. Ich hab schon welche ab 50€ gesehen. Bisher hab ich selbst noch nirgends zugeschlagen, habe so eine Anschaffung aber für den Herbst geplant – ihr werdet es erfahren!

Mehr dazu schreibe ich dann im nächsten Näh-Blogger-Basics-Beitrag über das Fotografieren.

 

Bildbearbeitungssoftware

Der Spitzenreiter der Bildbearbeitung ist bekanntermaßen Photoshop – auch ich arbeite damit. Gemessen daran, dass ich dort hauptsächlich Tonwertkorrekturen durchführe und mit Belichtung und Sättigung „spiele“, ist es eigentlich zu groß (und zu teuer), speziell wenn du keinerlei Erfahrung damit hast. Viele Blogger arbeiten mit „Photoshop Lightroom“. Das habe ich selbst noch nicht getestet, aber was ich darüber gelesen habe, klingt sehr solide. Für rund 100€ ist es deutlich günstiger als das „große“ Photoshop.

Die kostenlose Alternative ist GIMP. Ich habe mir das jetzt auf dem Laptop installiert, arbeite aber noch nicht damit und kann noch nicht viel darüber sagen. Mein Tipp: Probier erstmal GIMP und schau, wie du damit zurecht kommst. Geld für Software kannst du immer noch ausgeben.

Es gibt natürlich noch viele weitere kostenlose und mehr benutzerfreundlichere Programme. Ich habe lange gebraucht um mich in Photoshop einzuarbeiten (und nutze verschwindend wenig von dem, was dieses Programm eigentlich kann), und es erklärt sich NICHT von selbst. Gerade für Anfänger ist das überhaupt nichts – dies nur als Warnung!

Neben Photoshop verwende ich den Adobe Illustrator – allerdings mehr zum Erstellen von Schnittmustern als für die Bildbearbeitung. Der Illustrator kann auch Grafiken – das ist nicht ganz unwichtig als Blogger. Meine Titelbilder und Pinterest-Collagen mache ich mit dem kostenlosen Online-Tool Canva, das mit ein wenig Übung gut zu bedienen ist und schöne Ergebnisse liefert. Ich glaube, alle Blogger arbeiten damit – zumindest erkenne ich doch diverse Buttons und Schriften auf Pinterest usw. wieder. Es gibt dort auch viele Templates für die verschiedenen Social-Media-Kanäle und einiges an kostenlosem Bild- und Grafikmaterial. Mehr über Canva und warum wir Blogger mehr als nur schöne Bilder brauchen, schreibe ich im nächsten Beitrag!

Warum verwende ich eigentlich Photoshop, wenn es eigentlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen ist? Nun, ich fotografiere ausschließlich im RAW-Format. Das ist sozusagen das „digitale Negativ“ (wenn du dich daran erinnerst, dass es mal sowas wie analoge Fotografie gab – daher stammt der Begriff). Von diesem digitalen Negativ kann ich mit Photoshop auch im Nachhinein alles Mögliche ändern. Es gibt auch Bilder, die ich NICHT retten konnte. Meist tut es eine kleine Nachbelichtung, und schon sind auch zu dunkle Bilder noch zu gebrauchen.

Ein kleines Beispiel habe ich hier. Das ist das Bild unbearbeitet:

Du siehst rechts ganz viele Regler und auch ein Drop-Down-Menü zum „Weißabgleich“. In diesem Schritt erledige ich schon 95% der Bildbearbeitung, indem ich nachbelichte, Kontraste heraushole und mit der Sättigung „spiele“. Ich kann nur raten: Geh mal ganz naiv da dran und spiel ein bisschen rum um ein Gefühl dafür zu bekommen. Nach der Bearbeitung sah dieses Bild so aus:

(Für dieses Bild habe ich übrigens das bereits erwähnte NIKKOR-Objektiv verwendet.) Ich glaube, der Unterschied vorher-nachher wird deutlich?

Abgesehen davon mache ich hauptsächlich Tonwertkorrekturen, und das können auch viele andere (kostenlose) Bildbearbeitungsprogramme.

Ich versuche es nicht zu übertreiben. Meist bearbeite ich ja auch „am Fließband“ und hab so meine Standards, die ich mache. Dir kann ich nur raten: Mach dich – egal welches Programm du nimmst – mit dem Programm vertraut und probier einfach ein bisschen aus.

Fotografieren lernen

Ein Photoshop-Handbuch habe ich nie verwendet (ich bin ja so ein Autodidakt und muss mir alles irgendwie selber aneignen), wohl aber die ein oder andere Zeitschrift, bzw. Sonderausgabe über Photoshop (guck einfach mal, was es da im Zeitschriftenhandel so gibt!).

Über das Fotografieren und speziell zu meiner Kamera habe ich mir allerdings Bücher gekauft. Leider hatte ich bislang nicht die Chance (oder Kinderbetreuung) einen richtigen Fotografie-Kurs zu besuchen, was ich dir dennoch empfehle. Schau z.B. mal im Programm deiner VHS! Auch online kann man Foto-Kurse buchen – das werde ich mal versuchen, bisher kann ich noch keinen Kurs empfehlen.

Die Bücher stelle ich separat vor, denn dieser Beitrag ist jetzt einfach viel zu lang geworden! (Wie eingangs erwähnt: Nutze meinen Newsletter um auf dem Laufenden zu bleiben!)

Weitere Tipps und eine allgemeine Basis-Einleitung zum Fotografieren werde ich im nächsten Teil „Fotografie II: Bilder für Blog und Social Media“ geben.

 

Fazit

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar wertvolle Tipps rund um das Foto-Equipment für Blogger geben. Wir haben jetzt auch die aboluten „Blogger-Basics“ abgeschlossen; es wird jetzt auch interessanter für fortgeschrittene Blogger werden.

Jetzt bist du aber erst einmal dran: Mit welcher Kamera fotografierst du? Welche Software nutzt du? Und welche Probleme tauchen vielleicht bei dir auf? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar! Jetzt schließe ich mit ein paar Links, die noch viel mehr ins Detail gehen als ich das hier leisten kann. Vielen Dank fürs Lesen und herzlichen Glückwunsch – du hast es nun geschafft!

 

Weitere Links

Eva Kartoffeltiger hat auch eine Blogger-Reihe bei sich zu vielen Blogger-Themen. Schau mal bei ihr vorbei!

Für detailliertere Foto-Equipment-Tipps schau mal hier bei Nähfrosch vorbei.

 

*affiliate Link: Wenn du über diesen Klick etwas bestellst, erhalte ich eine kleine Provision und bedanke mich sehr herzlich bei dir dafür! Ich mache das nicht um dich zu ärgern oder um den dicken Reibach zu machen (das mache ich nicht), sondern um die laufenden Kosten dieses Blogs zu decken und um weiterhin hochwertigen Content und Tutorials kostenlos anbieten zu können. 🙂

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Photoshop lernen

Herzlich Willkommen ~ jetzt auf WordPress!

Auf diesen Post freue ich mich nun schon sehr sehr lange! Meine Blogpause neigt sich dem Ende, und wie ihr seht, habe ich die Zeit intensiv genutzt um ordentlich was zu verändern. Zunächst mal: Meine Adresse! Ich habe mein lauschiges Blognest auf Blogger verlassen und bin zu WordPress umgezogen! Das war sogar ein eher spontaner Einfall, mit dem ich aber jeden Tag ein Stückchen glücklicher wurde. Wenn ihr euch nun hier umseht, werdet ihr feststellen, dass die Spuren des Umzugs noch da sind. Hier und da hängen noch Glühbirnen statt Lampen, und in einer Ecke stehen noch Reste vom Renovieren rum. Mein Shop ist noch nicht online, zum Beispiel. Trotzdem wollte ich nicht länger warten und endlich wieder bloggen! Ich hoffe, dass ich die letzten Arbeiten jetzt sehr bald abgeschlossen habe, und dann läuft auch alles wieder rund hier.

Was kann WordPress besser?

Ich war ja nicht unzufrieden mit meinem alten Blog. Ich liebte mein Template und stand mitten im Blogger-leben, als ich irgendwie diese verrückte Idee hatte doch nach WordPress umzuziehen. Dafür hatte ich einige Gründe, z.B. stellte es sich als nahezu unmöglich heraus Google Analytics datenschutzkonform auf einem Blogger-Blog einzubinden. Ich habe es versucht. Die Maskierung der IP-Adressen und eine Opt-Out-Funktion wie der deutsche Datenschutz sie vorschreiben, lassen sich mit Blogger nicht realisieren. (Oder ich bin einfach zu blöd…? Ich lasse mich auch gern eines Besseren belehren!)

Da mein Blog allerdings sehr gewachsen ist und ich persönlich ja hoffe und daran arbeite, dass das auch so weitergeht, mache ich da natürlich keine Kompromisse. Auch mit WordPress war es nicht ganz ohne, aber ich habe es hingekriegt und bin sehr stolz auf mich, dass das geklappt hat. Wer sich auch für das Thema interessiert, klickt mal hier rein! Kleiner Einschub noch dazu: Kommendes Jahr wird eine neue Datenschutzverordnung auf EU-Ebene wirksam, die auch uns Blogger betrifft. Auch dafür wollte ich gewappnet sein. Mehr Infos dazu sammle ich euch in den nächsten Crafting Linktipps zusammen!

Ein weiterer Grund für den Umzug war natürlich, dass ich nun meine eigene Adresse haben kann, da ich selbst hoste. Das ist eine Frage der Eitelkeit, aber ich fand, dass es an der Zeit war. Mein alter Blog war thematisch sehr gewachsen, und es war doch sehr aufwändig und nervenraubend die Navigation anzupassen, zumal es oft einfach nicht funktionierte. Und da ich nun schon einen ganzen Blog mit Inhalten hatte, war es dann recht leicht hier eine einfach zu administrierende Navigation aufzubauen, mit der sich auch neue Leser schnell zurecht finden.

Viele von euch wissen, dass ich auch an dem Konzept für einen Newsletter arbeite (der erste wird bald versendet!). Mit WordPress kann ich über ein Plugin auch den Newsletter auf meinem Dashboard betreuen – Näheres schreibe ich vielleicht nochmal, wenn ich in dem Thema weiter bin. An dieser Stelle vielen Dank an alle, die sich bereits eingetragen haben! Ihr seid schon über 130 und täglich werden es mehr, obwohl ich außer einem Pop-Up-Banner auf dem alten Blog keinerlei extra Werbung geschaltet habe. DANKE für euer Vertrauen!

Dann – danke liebe Eva Kartoffeltiger für den Tipp  – kann ich meinen eigenen Shop haben. An dieser Stelle erwähne ich noch einmal, dass der Shop noch nicht online ist! Es fehlen noch ein paar Dinge, bevor er starten kann. Hier schließt sich auch der WordPress-Nachteil an: Man muss hier alles selber machen. Ich bin schon ein halber Programmierer, und ich hab das Bloggen jetzt doch sehr vermisst! Immerhin findet man im Netz überall Hilfe zu gängigen WordPress-Fragen, aber man muss suchen! Nebenher vier Kinder in Ferien bespaßen war nicht ganz ohne.

Es gibt noch viele weitere Vorteile, wie z.B. dass ich auch eine eigene Email-Adresse haben kann, oder dass hier alles einfach ein bisschen größer und professioneller ist. Ich bin übrigens  sehr froh, diesen Schritt jetzt gemacht zu haben und nicht erst mit noch mehr Beiträgen, denn die bin ich alle einzeln durchgegangen (bin auch noch nicht ganz fertig…).

Bei der Gelegenheit habe ich alle älteren Beiträge SEO-technisch aufgemöbelt und für Pinterest optimiert, z.B. habe ich „Rich Pins“ eingerichtet. Warum (mir) das so wichtig ist, werde ich in einer der nächsten Näh-Blogger Basics darlegen. Viele meiner alten Beiträge habe ich in dem Rahmen gleich mit überarbeitet. Manchmal wirds einfach Zeit für einen neuen Anstrich, und heute schreibe ich doch ganz anders als noch vor einem Jahr – also habe ich bei vielen Artikeln, die mir am Herzen liegen, nochmal nachgebessert und teilweise ganze Absätze neu eingefügt.

Welche Artikel das sind? Zum Beispiel roXXanne – Von der Idee zum ebook, oder Zeitmanagement für Mamas. Dazu kommen noch einige mehr, in denen ich nur wenig oder gar nichts geändert habe.

 

 

 

Technische Änderungen im Crafting Café

Der Umzug war also nicht nur ein Umzug, sondern auch eine Revision. Ich habe mich nebenbei viel mit „Bloggerthemen“ beschäftigt, z.B. Reichweitensteigerung und auch Geld verdienen, denn auch wenn ich (noch) nicht darauf angewiesen bin mit dem Blog Geld zu verdienen, so ist die Zeit und Arbeit, die darin stecken, inzwischen deutlich mehr als nur ein Hobby. Mehr darüber werde ich in gut verdaubaren Häppchen in den Näh-Blogger Basics schreiben.

Ein paar Änderungen wird es hier noch geben, und ich glaube, dass das sehr positive sein werden. Zum einen habe ich alle Linkparties inklusive dem „Freebook Friday“ ausgelagert. Ihr findet ihn auf der neuen Subdomain http://linkparties.crafting-cafe.de. Jetzt zu Anfang werde ich den Freebook Friday auch auf Monatsebene laufen lassen. Ich habe in der Praxis festgestellt, dass eine wöchentliche Linkparty für mich zu aufwändig zu betreuen ist. Da ich nun auch ein Schulkind ab mittags zuhause habe, muss ich in unserem Alltag erstmal gucken, wie ich meine Zeit von nun an einteile.

Außerdem findet ihr auf der neuen Linkparty-Seite als Archiv die Blogsommer-Linkparty und meine „Crafting Linkparty“, unter der ihr genähte Werke nach meinen Schnittmustern und Nähanleitungen verlinken könnt.

Von dem Verkauf genähter Sachen verabschiede ich mich mehr und mehr – mein „Kerngeschäft“ hat sich in den letzten Monaten doch sehr auf ebooks und auf das Bloggen verlagert, sodass ich mich beim Verkauf zukünftig auf Windeltaschen spezialisiere. Auch hierzu arbeite ich an einer eigenen Subdomain, weil die Zielgruppen doch sehr unterschiedlich sind. Diese Subdomain müsst ihr euch ein bisschen wie den Gartenpavillon vorstellen, der einfach noch nicht fertig ist!

So, das sind im Großen und Ganzen die technischen Änderungen! Für alle, die zukünftig in meinem Stammteam nähen wollen, habe ich noch eine kleine Überraschung, die ich noch nicht verrate. Auch das ist so ein Gartenpavillon ;).

Inhaltliche Neuerungen / Änderungen

In den letzten Wochen habe ich viel nachgedacht – über das Bloggen allgemein, über meinen Blog im Besonderen. Wo will ich hin mit meinem Crafting Café? Schaffe ich das? Welche Inhalte sind mir wichtig? Was wünschen sich meine Leserinnen von mir? Wie oder was hat sich für mich mit der Größe des Blogs geändert? Hat sich was geändert? Welchen Weg will ich einschlagen?

Das alles sind keine Fragen, die unbedingt mit WordPress zu tun haben. Viele Fragen stellten sich mir schon lange vor dem Umzug (mehr oder weniger dringend). Der Umzug ist nunmehr der Anlass auch inhaltlich die Weichen zu stellen.

Ich will an den bisherigen Inhalten natürlich festhalten, keine Angst. Aber ich habe z.B. Probleme damit weiterhin amazon-affiliate-links zu platzieren. Ich habe mir als faire Alternative nun den Werbepartner Fairmondo-Der faire Online Marktplatz* gesucht, über den zukünftige affiliate links laufen werden, die ich bislang über amazon angeboten habe. (EDIT: Derzeit ist das Programm ausgesetzt.)

Ein weiterer – für mich viel wichtigerer – Punkt ist die Frage nach meinen Kindern auf Bildern. Darüber werde ich separat nochmal schreiben, denn das Thema ist durchaus komplex, und jede Bloggerin muss da eine eigene Richtlinie finden. Ich habe im Rahmen des Umzugs viele Bilder entfernt. Anfangs bin ich noch sehr unbedarft an das Thema herangegangen, aber mit zunehmender Bekanntheit und Reichweite wurde es für mich mehr und mehr ein Problem. Zukünftig möchte ich es als fotografische Herausforderung sehen meine Kinder zu fotografieren ohne das Gesicht zu zeigen, denn darum geht es mir am meisten. Wir leben in einer Zeit, in der Begriffe wie „biometrische Daten“ zum common sense gehören und nicht mehr in einen Science Fiction Roman – das ist einer das Gründe, dass es deutlich weniger Kinderbilder geben wird. Aber dazu schreibe ich nochmal einen eigenen Post.

Das sind schon die zwei Haupt-Themen, die mir inhaltlich am Herzen lagen! Ansonsten geht es jetzt nach der Pause weiter mit dem gewohnten Blogprogramm – es wird Genähtes und bald auch Gesticktes geben! (Ich habe mir eine Stickmaschine gekauft!!) Außerdem setze ich die Näh-Blogger Basics fort, und ich schreibe natürlich meine Kolumnen aus dem Alltag und werde euch noch verraten, wo wir im Urlaub waren usw. Derzeit habe ich ca. 50 Beitragsentwürfe (ich lege ja immer Entwürfe an, wenn ich spontan Blogpost-Ideen habe) und mein Trello hat eine zusätzliche Liste mit Blog-Ideen. Es wird hier sicherlich vieles, aber langweilig nicht ;).

Ich freu mich, wenn ihr mir weiterhin die Treue haltet! Und nun hab ich genug gelabert und freue mich auf eure Kommentare, wie euch das neue Crafting Café gefällt?

Bis Freitag – da kommt nämlich der nächste Beitrag der Näh-Blogger Basics zum Thema Foto-Equipment für Blogger. Das Titelbild dieses Beitrags ist ein erster, optischer Vorgeschmack!

Ich freu mich auf euch,

Eure Sonja

 

*affiliate link: Wenn Du etwas über diesen Link bestellst, erhalte ich eine kleine Provision, vielen Dank.

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Nähblogger Basics: Mehrwert & Originalität

Willkommen zu meiner kleinen Reihe „Näh-Blogger-Basics“. Was es damit auf sich hat, habe ich in dieser Einleitung umrissen. Im ersten Teil der Reihe habe ich über „Zielgruppe & Content“ geschrieben. Das Thema will ich heute ein wenig vertiefen und gehe dieses Mal genauer auf „Mehrwert & Originalität“ ein. Es gibt auch praktische Übungen, die Du direkt ausprobieren kannst!

 

Zielgruppe & Content

Im letzten Beitrag habe ich darüber geschrieben, wer deine Zielgruppe ist und welche Inhalte sich sehr wahrscheinlich auf deinem Blog finden: Themen rund ums Nähen natürlich. Dabei hat jede ihren eigenen Fokus – ob Patchwork, Kleidung, Nähen für Kinder, Taschen nähen, sticken… Es gibt im Nähbloggerversum unzählige Themenschwerpunkte, denen sich ein Nähblog widmen kann.

Als wichtige Grundregel habe ich den „Nutzen“ für deine Leserinnen genannt: Die erfolgreichsten Blog-Artikel auf einem Blog sind diejenigen, die der Leserin einen Nutzen liefern, sozusagen einen „Mehrwert“.

Damit sind wir auch schon beim heutigen Thema:

Welche Themen sind denn genau „Mehrwert“ 
und wie schreibe ich „mehrwertige Blogbeiträge“?

 

Mehrwert auf Nähblogs

Zunächst einmal kannst Du Dich selbst fragen, welche Beiträge Dich so interessieren! Welche Überschriften und welche Fotos klickst du an, wenn du z.B. durch Linkparties oder deinen Facebook-Feed scrollst?

Mich interessieren z.B. im Nähbereich originelle Schnittmuster für Kinderkleidung, Taschen-Schnitte, schöne Stoffe, Stoffempfehlungen, Probenähaufrufe, Nähanleitungen, pfiffige Upcyclings und natürlich Freebooks!

Alle Blogbeiträge, die mir Antworten auf diese Fragen/Interessen liefern und idealerweise auch noch richtig gut bebildert und geschrieben sind, bieten für mich als Leserin einen Mehrwert = ich lerne was dabei, und wenn es „nur“ ein neuer Schnitt ist!

 

Übungen zum Mehrwert auf deinem Blog

Jetzt machen wir mal ein paar praktische Übungen zum Mehrwert. Ich mache das auch immer mal wieder mit meinen alten Beiträgen, wenn ich die Zeit finde, und ich versuche natürlich beim Schreiben neuer Beiträge gleich auf alles zu achten. Im täglichen Bloggeschäft schaffe ich das aber auch nicht immer. Da muss ein Beitrag ja auch mal fertig werden (speziell solche, die so lang sind wie dieser…)

 

Übung 1

 

Schau Dir Deinen Blog an: Bestimmt hast du auch einen oder zwei Beiträge, die immer wieder aufgerufen werden. Wirf einen Blick in deine Statistiken!
Welches sind deine 2-3 dauerhaft beliebtesten Beiträge?

Wenn du deine Reichweite ausdehnen möchtest, beginne mit diesen Beiträgen, indem du für dich analysierst, was die Leute auf deinen Blog
zieht. Schreib weitere Beiträge, die dazu passen und verlinke sie!

Ein Beispiel von mir: Einer meiner beliebtesten Näh-Beiträge war lange mein „Utensilo aus einem Stück“. Es wurde inzwischen vom „Sternkörbchen“ abgelöst. Beide Beiträge haben sehr einfache Nähanleitungen, die jeder Nähanfänger umsetzen kann. Mir war bei beiden Anleitungen wichtig, dass sie mit wenig Zuschnitt auskommen und schnell zu einem Erfolgserlebnis führen.
Speziell das Sternkörbchen ist für meinen Blog nachhaltig (!) ein Haupt-Traffic-Lieferant. Seit der Veröffentlichung ist mein Blog dauerhaft auf monatlich über 10.000 Seitenaufrufe gerutscht (nur, um auch mal ein bisschen anzugeben – um ehrlich zu sein warte ich immer noch darauf, dass das wieder alles in sich zusammenfällt).

Übung 2

Schau in Deiner Statistik, über welche Suchbegriffe sonst noch Leserinnen bei dir landen! Da siehst du, nach welchem Mehrwert überhaupt gesucht wird. Das gibt Dir wiederum einen Anhaltspunkt, welches Thema du auf deinem Blog vielleicht vertiefen kannst!

In meinem Fall sind das weitere, kostenlose Nähanleitungen, die ohne viel Zuschnitt auskommen und auf jeden Fall zum Erfolgserlebnis führen. Auf diese Weise ist meine Näh-Reihe „Nähen für Faule“ entstanden, nach der inzwischen sogar per Suchmaschine gesucht wird!

 

Übung für Fortgeschrittene

Wenn das für dich bereits „peanuts“ sind, kannst du auch gleich einen Schritt weitergehen und diese bestehenden Texte weiter für SEO überarbeiten und überprüfen, ob du alles Potential deiner Beiträge für die Streuung in social-Media-Kanälen bereits ausschöpfst. Ich werde in einem anderen Beitrag darauf zurückkommen!

Die Devise lautet übrigens: Es gibt auf einem Blog IMMER was zu tun – wer bei mir stöbert, wird sicher auch die ein oder andere Leiche finden B-)! Ich nutze meine Blogpausen um genau solche „Pflege-Arbeiten“ in Angriff zu nehmen. Im „Tagesgeschäft“ fehlt mir dazu die Zeit.

 

Übung 3

Eine Übung, bzw. eine Idee zur Verbesserung deiner bisher besten Beiträge habe ich noch: Blog-Experten raten zu einem so genannten „Content Upgrade“ – das ist so etwas wie ein Bonus, ein kostenloses Extra, oder Give-Away!
Das könnte z.B. eine Applikationsvorlage sein, oder sonst irgendetwas, das in Zusammenhang mit deinem Beitrag steht. Wenn du schon dabei bist deine beliebtesten Beiträge zu überarbeiten, überlege dir, was du deinen Leserinnen als kleinen Bonus anbieten könntest.

Diese Idee des „Bonus“ funktioniert übrigens auch bei Newslettern. Da ich gerade dabei bin ein Newsletter-Konzept zu erstellen, bin ich an vielen Stellen meines Blogs dabei mich zu fragen, was ich meinen Leserinnen denn so für kleine Geschenke machen könnte, um diese dann exklusiv für Newsletter-Abonnentinnen anzubieten ;). Psst: Auch wer sich jetzt schon anmeldet – es wird irgendwas geben! Ich weiß noch nicht was, aber ich denk mir was Schönes aus!

Originalität

Eigentlich ist es selbstverständlich, aber ich weise trotzdem darauf hin: Deine Beiträge (Texte und Bilder) leben von ihrer Authentizität und Originalität. Niemand kommt auf einen Blog und schaut sich Beiträge an, die jeder andere auch anbietet. Ich finde das speziell im Nähbereich sehr wichtig. Das macht es nun nicht einfacher mit dem Mehrwert, aber was nützt es deinen Leserinnen, wenn Du ihnen nur Tutorials zeigst, die alle anderen auch machen?

 

Ich will gar nicht sagen, dass man nichts wiederholen darf. Aber Du solltest – wenn du z.B. einen Standardschnitt als Grundlage für dein Tutorial nimmst – dir überlegen, was das Originale und Originelle daran ist! Nehmen wir die Pumphose: Die wird tatsächlich alle Nase lang neu erfunden! Es lohnt sich also auch durchaus einmal bei anderen zu stöbern und sich zu fragen: Was gefällt dir? Was gefällt dir nicht? Was kannst du noch besser machen, wenn du z.B. die Pumphose neu erfinden möchtest?

 

Übung 4

Jetzt machen wir die Übung von eben mal anders: Was gefällt Dir gar nicht, wenn du dich durch Linkparties und Newsfeeds scrollst? Welche Bilder magst du nicht, und welche Headlines klickst du gar nicht erst an? Was langweilt dich schon, bevor du es genau gesehen hast?

Vermeide, Dinge zu wiederholen, die andere machen, oder die an jeder Ecke zu sehen sind! Diese Leitfragen, die Dein kreatives Schaffen begleiten sollten, gelten auch für das Marketing von ebooks, auf das ich noch gesondert eingehen werde: Was macht Deine Nähanleitung zu etwas Besonderem? Warum ist deine Idee besonders pfiffig? Warum also sollte irgendjemand dafür Geld ausgeben?

 

Mehrwert auf Nähblogs?

Es mag der Eindruck entstanden sein, dass es für Nähblogs nur darum geht Anleitungen zu schreiben um einen Mehrwert zu generieren. Das ist mitnichten der Fall! Ein Mehrwert kann auch eine (Fre)ebookvorstellung sein, oder eine Buchvorstellung oder ähnliches.

Ein wunderbares Beispiel für einen Blogbeitrag mit hohem Mehrwert findet ihr z.B. in diesem Posting auf Ellen’s Schneiderstube. Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Thema „Stickmaschinenkauf“ und enthält sehr detaillierte und wichtige Käuferinformationen ohne einen Hauch von Werbung. Als Leserin fühle ich mich nach der Lektüre top informiert und gut gewappnet für den Kauf einer Stickmaschine.

Niemand kann seinen (Hobby-)Blog nur mit Anleitungen füllen – mal abgesehen von dem Aufwand und den Vorlaufzeiten würde man da glaube ich auch sehr schnell kreativ ausgebrannt sein oder wirklich nur noch halbseidene Sachen wiederholen, die schon zigmal als kostenlose Nähanleitung im Netz verfügbar sind – womit wir wieder bei der „Originalität“ sind. Die Qualität leidet dann schnell darunter. Und das macht weder dir noch deinen Leserinnen Spaß.

Ich selbst versuche so circa eine kostenlose Anleitung, bzw. Freebook pro Monat herauszubringen. Das gelingt mal gar nicht und mal sehr gut – das ist sehr von meinen Kindern abhängig. Mehr ist bei mir derzeit einfach nicht drin, und das ist ok so. Ich hab kein Interesse daran mich selbst zu sehr unter Druck zu setzen – Stichwort: Blog-Life-Balance! (Aber jetzt schweife ich ab – darüber schreibe ich nochmal zu einem anderen Zeitpunkt!)

Damit beende ich den Einstieg rund um den Inhalt der Blogbeiträge und verlinke mich noch mit den Montagsfreuden. Hast Du Fragen? Soll ich irgendetwas genauer beleuchten? War das jetzt ein alter Hut, oder hilfreich? Kannst du mit den Übungen etwas anfangen? Wie sind deine Erfahrungen damit? (Ich bin wirklich ein bisschen neugierig…)Übrigens schreibt Eva Kartoffeltiger heute auch über den Mehrwert und geht da richtig in die Tiefe: Sie klärt z. b. was aktiver und passiver Mehrwert ist: hier gehts zu ihrem Artikel.

Beim nächsten Mal beschäftige ich mich mit dem Thema Bilder und Fotografieren: Ich werde in einzelnen Beiträgen auf das Fotografieren selbst, auf Equipment und auf Software eingehen. Solltest du da schon jetzt Wünsche haben – bitte her damit!

Übrigens sammle ich auf diesem Pinterest-Gruppenboard Pins zum Thema Bloggen – und zwar speziell für Nähblogger! Wenn Du Lust hast mitzupinnen, dann schreibe mir eine Email! Außerdem baue ich gerade einen Newsletter auf: Melde Dich an um nichts mehr zu verpassen. Wenn Du das Häkchen bei „Nähblogger“ setzt, kann ich Dir gezielt weitere Informationen (und bald das ein oder andere Gimmick) schicken.

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Lieber Gruß,

Sonja

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Crafting Linktipps Juni 2017

Meine Crafting Linktipps für Juni kommen dieses Mal mit einem Tag Verspätung. Der Juni war einfach randvoll, bis zuletzt. Und bevor ich euch meine laaaaaaange Linktipps-Liste vorstelle, resümiere ich auch selbst noch ein bisschen, was mir in diesem Monat wichtig war, was ich schön fand und was ich sonst so hinter den Kulissen mache.

BlogHOCHsommer!

Gerade ist BlogHOCHSommer – die Aktion ist nunmehr zu zwei Dritteln um, und kommt immer noch super bei euch allen an! Danke an alle, die mitmachen! Noch bis Ende Juli könnt ihr eure Blogsommerbeiträge verlinken, entweder auf dem Blogsommer-Blog oder bei einem von uns Stamm-Blogsommer-Bloggerinnen. Wir sind in der Regel mittwochs dran mit unseren Blogsommer-Beiträgen, die Linkparty ist dann auch immer verlinkt.

Nähblogger Basics

In diesem vergangenen Monat ist meine neue Reihe Näh-Blogger-Basics gestartet. Ich schreibe gerade parallel an einigen der weiteren Artikel und muss ehrlich sagen, dass mir diese Reihe immer mehr ans Herz wächst! Ich freue mich schon darauf, die nächsten Beiträge zu veröffentlichen, und ich arbeite auch an ein paar netten „Give-Aways“ für euch, damit ihr den größtmöglichen Nutzen davon habt. Wer den Anfang verpasst hat, kann hier die Einleitung und hier den ersten Teil über Zielgruppe und Content nachlesen.

Ankündigung in eigener Sache

Im Juli fahren wir eine Woche weg, und danach werde ich mich samt Blog und Social Media mehr oder weniger direkt in die Blogpause verabschieden. Auf mich warten vier Wochen Ferien mit vier Kindern zuhause – ehrlich, ich schaffe es in der Zeit nicht noch zu bloggen – jedenfalls nicht dreimal die Woche. Diese Zeit (sofern ich denn welche gewinne) will ich natürlich in diverse Projekte stecken, wie weitere Schnittmuster und meinen Newsletter (anmelden könnt ihr euch jetzt schon, auch wenn er voraussichtlich erst ab Oktober versendet wird). Dazu schreibe ich nochmal was, wenn es soweit ist.

Aktuelle Blogger-Aktionen

Bevor es richtig mit den Linktipps losgeht, habe ich noch zwei Mitmach-Aktionen für euch: Das eine ist ein Adventskalender bei Kreavivität! Ist noch etwas hin, aber früh genug geplant schafft man das dann auch. Ich bin auf jeden Fall mit dabei und freue mich schon darauf!

Das andere ist eine ganz süße Sommeraktion, von der ich überrascht wurde! Die liebe Karin von Schöne Dinge von Sonnenblume hat mich mit einer schönen Karte überrascht – vielen Dank nochmal :). Ich hab mich total gefreut! Die „Sommerpost“ wird von Niwibo initiiert – noch bis zum 31.08.2017 darf jeder mitmachen! Ich muss leider passen – ich schaffe es nicht! – aber vielleicht möchte ja eine von euch dabei sein?

Crafting Linktipps

Jetzt geht’s aber los mit meinen Linktipps! Ich hab richtig viele Links zu allen möglichen Themen gesammelt. Viel Spaß!

Pinterest

Wir starten mit Pinterest. Ich liebe Pinterest sehr, und aktuell beschäftige ich mich sehr viel damit, weil ich mich als nähmamabloggende Kreative dort einfach sehr wohl fühle. Deshalb habe ich dort ein Pinterest Nähblogger-Gruppenboard eingerichtet, bei dem ihr alle eure EIGENEN Blogposts pinnen könnt. Mailt mir einfach, dass ihr mitmachen wollt, und schon schalte ich euch frei. Der Hintergrund ist: Es gibt diese Gruppenboards für alle möglichen Sachen, nur fürs Nähen allgemein hab ich keins gefunden. So haben wir alle die Chance unsere Reichweiten zu stärken. In Zeiten, in denen Facebook und Instagram systematsich die Reichweiten einschränken, finde ich, können wir uns so gut gegenseitig unterstützen.

Es gibt noch ein weiteres Pinterest-Gruppenboard, und zwar eine Sammlung von genähten Sommerhüten nach Freebooks. Dieses Gruppenboard hat Eva Kartoffeltiger eingerichtet. Sie hat dazu passend auch einen Blogpost geschrieben, in dem sie schon einige kostenlose Schnittmuster für Sommerhüte vorstellt.

Rechtliches

Wenn man eine Website oder einen Blog betreibt, muss man sich an die Gesetze halten (wie sonst im Leben ja auch). Damit man nicht vielleicht unwissentlich gegen Gesetze verstößt, kann man sich nur schlau lesen. Es gibt jetzt einen Blog, der uns allen dabei hilft. Sonja von Bloggerlaw ist Juristin und beantwortet viele viele Fragen – auch solche, die man sich vielleicht noch nicht so gestellt hat, und die uns alle als Bloggerinnen betreffen, auch wenn kein Geld fließt.

Wo wir gerade bei Pinterest waren: Ich muss ja zugeben, dass ich auch recht unbedarft einfach so pinne. Ich finde ja, das Internet ist zum Teilen da, und wie heißt es so schön? Sharing is Caring! Aber es gibt rechtliche Grenzen, das ist uns ja auch allen bewusst und wir machen ja nichts Illegales, wenn wir was auf Pinterest weiterpinnen? Ist das so? Die liebe Ellen gab mir da neulich einen Link: Über die rechtlichen Grenzen beim Teilen und Verlinken auf Pinterest. Lest es, Leute! Könnte echt wichtig sein!

Freebooks

Sehr praktisch und individuell: Eigene Kofferanhänger selber nähen! Auf Vervliest und zugenäht gibts eine schöne Anleitung dazu.

Ich war diesen Monat auch sehr fleißig! Zum einen habe ich eine kostenlose Nähanleitung für ein Kinderwagen-Sonnensegel geschrieben. Das ist auch als Freebook in meinem Crazypatterns-Shop* erschienen.

Dieses Freebook fand auf dem Blog bisher keine Erwähnung, dabei ist es nun auch schon ein paar Tage in meinen Crazypatterns-Shop* gewandert. Ich habe die Anleitung für das Prinzessinnenkissen auf Happybabyness veröffentlicht. Das Freebook mit Applikationsvorlagen gibt es wie gesagt in meinem Shop bei Crazypatterns. Die bebilderte Nähanleitung wird auch noch auf dem Blog folgen, aber mein Programm ist im Moment so voll, dass ich das kaum schaffe.

Kein Freebook, aber eine sehr schöne Nähidee habe ich noch: Eine Malmappe, z.B. für lange Autofahrten, habe ich auf Die Ideenwiese gefunden.

Nähwissen

Der Leiterstich – endgültig geklärt dank eager self!

Verkauf handgemachter Sachen

Für alle, die genähte (oder allgemein handgemachte) Dinge verkaufen, habe ich gleich zwei Linktipps:

Auf The DIY Woman hat Katha 20 Verkaufsplätze für Handgemachte Sachen zusammengestellt. Online wie offline!

Wer sich noch mit dem Gründungsgedanken trägt, ist allgemein mit dieser Website gut beraten: Handmade-Gründung.de.

Sonnenschutz

Mein Kinderwagen-Sonnensegel hab ich ja schon erwähnt. Ich hatte im Vorfeld eine kleine Recherche zum Sonnenschutz durch Textilien gestartet unf habe hier einen sehr informativen Text dazu gefunden.

Nachhaltigkeit

Auf dem Blog thematisiere ich meinen eigenen Nachhaltigkeits-Öko-Feldzug bisher wenig, trotzdem beschäftigt mich das Thema sehr. Und da habe ich dann diesen Text von widerstandistzweckmäßig gefunden: 5 alternative Waschmittel im Test. Werde ich dann auch mal testen. Efeu und Kastanien haben wir, Wäsche auch!

Für Mamas

Mein kleines Crafting Café hat sich in den letzten zwei Monaten immer mehr Richtung Mama-Blog entwickelt, und natürlich habe ich mittlerweile eine Vielzahl von Elternbloggerinnen und Elternbloggern auf verschiedenen Kanälen abonniert – da sind echt einige Blogdiamanten dabei!

Diesen Text möchte ich gern mit euch – vor allem den Mamas unter euch – teilen:

Heute ist Musik mit „Wenn Mamas ausflippen. Brief an dich, liebe Leserin“

Damit beende ich meine Linktipps – habt ihr alle durch? 😉

Lieber Gruß,
Sonja

PS: Einen hab ich noch!! Jetzt wirds politisch. Und feministisch. Ein urkomisch geschriebener, treffender Text von VICE: Die Rolle der Frau im Jahr 2017 erklärt anhand einer Anzeige für ein Gartenhaus. Sehr gut getroffen. Mein Lieblingszitat:“Kann sein, dass das irgendwelchen Frauen wirklich gefällt. Man wünscht sich trotzdem, dass die Protagonistin aus Feuchtgebiete da mal vorbeikommt und alles mit Durchfall vollschmiert, bevor Nina Hagen das Ding schreiend mit einer Axt zerkleinert.“ YEAH!

* affiliate link: Wenn Du über diesen Link etwas bestellst, erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass Dir Mehrkosten entstehen. Du unterstützt mich damit sehr, vielen Dank!

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{Blogsommer} BeachBag ~ Meine neue Strandtasche sucht Probenäherinnen!

Heute stelle ich euch meine neue Strandtasche für den Urlaub vor, die ich genäht habe: Meine BeachBag! Sie ist sehr sportlich und lässt mir die Arme frei, was ein nicht zu unterschätzender Vorteil am Strand ist – besonders als Mama! Und das Beste: ich suche für die BeachBag Probenäherinnen!
Das kommt jetzt überraschend, ich weiß. Einige von euch warten wahrscheinlich eher auf das Mädchen-Sommershirt, das ich schon mehrfach angekündigt hatte.

Nun – meine Pläne habe ich leicht geändert. Mir fehlt momentan die Zeit, und das Sommershirt würde frühestens Mitte September veröffentlicht,
sodass ich jetzt etwas anderes vorziehe. Mein kleines Probenäh-Team für das Mädchen-Shirt weiß bereits bescheid.

 

Die BeachBag und ihr Blogsommer-Plot von Made by Frau S.

Jetzt will ich euch aber erst einmal die BeachBag vorstellen und erzählen, wie die Idee zustande kam. Ich hatte für den Blogsommer sowieso eine Strandtasche zu nähen geplant. Ursprünglich wollte ich eine andere Tasche nähen; ich hatte auch über roXXanne in Gr. 3 nachgedacht. Aber dann entwickelte sich in unserem Team-Forum des Blogsommers diese Idee mit dem „Blogsommer“-Logo als Plot. Und Susen von Made by Frau S. ist sofort zur Tat geschritten und hat das Plotter-Freebie erstellt, das ihr übrigens auch in ihrem Shop kostenlos herunterladen könnt.

Da ich keinen Plotter besitze, hat Susen mir Bügelfolien angefertigt, sodass ich nun erstmals in den Genuss eines Plots komme! Bestellung, Versand und Kundenservice sind übrigens sehr zu empfehlen, wenn ich das hier mal ganz laut sagen darf! Im Paket enthalten war auch eine genaue Anleitung zum Aufbügeln – ich habe ja keine Ahnung von Plots!

Leider ist mein erster Versuch an dieser Tasche dann auch leicht gescheitert – ein paar Strahlen fehlen leider. Zum Glück hatte ich noch eine weitere Blogsommer-Folie bestellt und ein paar andere Bügelbilder, wo ich schon an der Quelle saß, sodass ich Hoffnung habe, dass es beim nächsten Mal besser klappt!

 

Der Schnitt

Für den Plot brauchte ich eine Tasche. Auch eine roXXanne hätte gut gepasst, weil man da ja in der Mitte gut ein Motiv in Szene setzen kann, wenn man auf die Schnürung verzichtet. Aber ich wollte eine praktische und sportliche Tasche, die mir im Urlaub am Strand hilft, möglichst viel Zeug mitzunehmen und die Hände frei zu haben.

Die Idee mit dem Seesack hatte ich schon länger – jetzt war der ideale Zeitpunkt um sie umzusetzen!
Die BeachBag hat einen recht simplen Grundschnitt – eben wie ein Seesack. Zu etwas Besonderem wird sie durch ein paar hübsche Details wie die aufgesetzte Tasche vorn, die zu Teilungsnähten und Patchwork einlädt (das sieht man auf den Bildern nicht, geht aber, vertraut mir), und einer nahtverdeckten Innentasche aus Wachstuch für nasse Sachen.
Zum Eyecatcher wird die BeachBag durch den breiten (und komfortablen!) Träger: Sie wird nämlich diagonal getragen und wirkt dadurch noch ein bisschen sportlicher. Schließen lässt sie sich entweder wie auf den Bildern zu sehen als Drawstring, oder gerollt wie bei einem Snackbeutel. Innen hat sie sehr viel Platz, das Innenleben kann nach Belieben mit weiteren Innentaschen versehen werden.

Die Größen

Mit einer Gurtverlängerung ist die BeachBag auch für Männer tragbar – z.B. zum Sport. Außerdem gibt es eine Kinderversion für Kinder ab sechs Jahren. Die Strandtasche (die eigentlich eine Sporttasche ist) kann übrigens nach oben verlängert werden, womit es möglich ist sie als klassichen Seesack zu nähen und sie zum absoluten Raumwunder umzufunktionieren.

Probenähen

Puh – das ist also die BeachBag!
Interesse geweckt? Willst du für dich und deine Lieben nun auch eine BeachBag haben??
Dann schreib mir in den Kommentaren und verrate mir wen du mit der BeachBag benähen würdest und wo ich dich im Internet finde, damit ich ein bisschen gucken kann!
Ich suche Probenäherinnen jeden Nählevels, gerne auch Anfängerinnen! Ich möchte gern jede BeachBag-Variante mindestens zwei Mal genäht haben, gern öfter.
Ich wünsche mir schöne Draußen-Fotos von der BeachBag in Action: Auf dem Fahrrad, beim Picknick, am Strand… Lasst euch was einfallen!

Zeitplan Probenähen

Bis zum 30.06.2017 (also nächsten Freitag) warte ich Bewerbungen ab. Die Probenäherinnen gebe ich dann am Montag darauf bekannt (wahrscheinlich gibts Sonntag Abend eine Mail von mir).

Für die erste Runde habt ihr Zeit bis zum 12.07.2017. Dann mache ich eine Woche Urlaub und werde das Feedback der ersten Nährunde hoffentlich schnell in das ebook einarbeiten können. Gegebenenfalls gibt es dann ab dem 25.07.2017 eine weitere Nährunde – das hängt ganz davon ab, wie schnell wir alle sind.Jetzt freue ich mich auf eure Bewerbungen! 🙂

Verlinkt mit TT-Taschen und Täschchen

 Blogsommer

Heute ist Blogsommer-Mittwoch, und deshalb folgt nun die Linkparty! Natürlich erreicht ihr den „Blogsommer“ auch in den folgenden Gruppen:

Google+  Facebook  Pinterest 

Der Blogsommer ist eine Gemeinschaftsaktion von Näh- und Kreativbloggerinnen. Zum Stammteam gehören:

Ingrid von „Nähkäschtle
Eva von „Eva Kartoffeltiger“
Susen von „made by Frau S.
Ulrike von „Ulrikes Smaating
Marita von „maritabw macht’s möglich
Silke von „Muckibär&Schneckenkind
Ellen von „Ellen’s Schneiderstube“
Annette von „Augenstern-HD&Zauberkrone
Vivien von „KreaVivität
Sonja von „the crafting cafe

 

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Nähblogger-Basics: Zielgruppe & Content

Nach der Einleitung starte ich heute in die Näh-Blogger-Basics mit dem Schwerpunkt „Zielgruppe & Content“. Mit diesen beiden Punkten muss sich jeder Blog beschäftigen, der gelesen werden will. Sie sind der Startpunkt eines jeden Blogmarketings und deshalb unschätzbar wichtig.

Wenn sich Fragen ergeben – bitte frag in den Kommentaren! Auch Ergänzungen sind sehr erwünscht. Ich plane den ein oder anderen Beitrag innerhalb dieser Reihe, in dem ich auf Fragen und Kommentare näher eingehe. Außerdem habe ich eine Sammelpinnwand auf Pinterest über das Bloggen allgemein, der Du gern folgen oder auch mitpinnen darfst.

Was für ein Typ Blogger bist Du?

Es gibt zwei Sorten Blogger: Die, die alles vorher durchdacht und organisiert haben, und solche, die einfach mal machen und dann gucken, was passiert. Ich bin definitiv Typ 2. Und ich glaube, dass speziell Nähbloggerinnen auch eher Typ 2 sind. Als ich mit dem Bloggen begonnen habe, hätte es mich sehr demotiviert, wenn mir jemand gesagt hätte, ich müsse erst wochenlang alles planen und überlegen um dann lupenreine, durchdesignte Superpostings zu schreiben.

Nichtsdestotrotz ist es hilfreich ein paar Grundlagen zu beherzigen. Ich versuche es einfach zu halten und niemand mit zu vielen Begriffen und Ansprüchen zu verschrecken. (Mir gehts nämlich manchmal so, wenn ich Beiträge über das Bloggen lese. Da denk ich dann immer: Was will ich hier eigentlich? und fühl mich oft wie ein Anfänger…)

Die Nähblogger-Community

Ob du schon einen Blog hast und deine Reichweite erhöhen willst, oder ob du mit dem Gedanken spielst einen Blog ins Leben zu rufen – unter Nähbloggerinnen bist du in bester Gesellschaft! Ich habe mittlerweile sehr viele, tolle Bloggerinnen kennenlernen dürfen und auch viele gemeinsame Aktionen gestartet, wie z.B. den Blogsommer. Merke: Nähbloggerinnen lieben Gemeinschaftsprojekte! Nähbloggerinnen zeichnen sich durch Herzensfreude, Liebe zu Stoffen, Schnittmustern, schönen Dingen und natürlich Kreativität aus, und zugleich pflegen die meisten einen nachhaltigen und umweltbewussten Lebensstil.

„Wir“ sind eine sehr herzliche und offene Community, die sehr gut durch gemeinschaftliche Aktionen wie Sew Alongs, Wichtelaktionen und Linkparties vernetzt ist. Viele Nähbloggerinnen begleiten bloggend ihr Business – sie verkaufen Schnittmuster in Form von ebooks, schreiben also Nähanleitungen und bieten ihren Leserinnen auch viele freebooks zum Nachnähen an, wie ich z.B. auch.

Vielleicht bist du ja auch schon eine Weile dabei und möchtest nun deinen Blog weiterentwickeln – sei es, dass du damit Geld verdienen möchtest, oder einfach mehr Leser finden?
Starten wir also in das Bloggen selbst und fragen uns:

Warum wird Dein Blog überhaupt gelesen? Und von wem?

Deine Zielgruppe (und warum überhaupt Blogs gelesen werden)

Meine kleine Einführung über die Nähblogger-Community hat folgenden Hintergrund: Sehr wahrscheinlich ist sie deine Haupt-Zielgruppe! Also solltest du deiner Zielgruppe thematisch näherkommen ;). Und dazu solltest du deine Inhalte so strukturieren und aufbereiten, dass sie deinen Leserinnen von Nutzen sind. Nutzen – das ist in der Tat das Zauberwort beim Bloggen! In kommenden Näh-Blogger-Basics-Beitrag über „Mehrwert & Originalität“ gehe ich etwas mehr auf das Thema „Nutzen“ ein. Denn – soviel sei verraten – nur dann macht sich jemand die Mühe irgendetwas zu lesen, wenn er sich einen Nutzen (=Mehrwert) verspricht. Das gilt für Romane ebenso wie für Blogs. Und für Nähblogs gilt das ganz besonders.

Natürlich kannst du auch einfach ein Online-Nähtagebuch schreiben, das ist völlig ok. Wir alle haben viele Posts „zum Zeigen“ unserer neuen Werke, und es gibt einen Haufen Linkparties, die dazu einladen. Aber in dieser Masse aufzufallen ist schwierig.

Die traurige Nachricht ist: Niemand interessiert, ob dir z.B. beim Nähen die Nadel abgebrochen ist. Niemanden. Aber wenn Du den Nadelbruch in eine nette, witzige oder nützliche Geschichte packst und dazu tolle Fotos (über Fotos schreibe ich eigene Beiträge) machst – dann wird die Nadelbruch-Geschichte für deine Leser interessant. Sie können etwas für sich daraus ziehen, z.B. wie man vermeidet, dass die Nadel bricht. Schreib über Nadelstärken oder „welche-Nadel-für-welchen-Stoff“.

Im Übrigen – dies am Rande – wäre der Nadelbruch vielleicht eine schöne Short-Story für Instagram ;). Auf Social Media gehe ich aber noch separat ein, wir tasten uns langsam an die Materie heran!

Inhalte Deines Blogs und deine Blognische

Nähblogs haben meist folgende Themen:

  • Werkschau von genähten Sachen (Kleidung, Taschen, Patchwork)
  • Sew-Alongs
  • Wichtelaktionen
  • andere Communityaktionen wie Linkparties
  • Tutorials
  • Ergebnisse Probenähen/Designnähen
  • selbst ebooks schreiben und vermarkten

Oft kommen Themen aus verwandten oder naheliegenden Bereichen dazu, z.B. „Garten“ oder „Kochen“. Bei mir sind es außerdem „Kinder und Familie“. Ich finde das völlig ok, aber das lenkt natürlich von deinem Hauptthema ab. Strategie-Experten werden Dir immer wieder raten dich möglichst haarklein auf dein Kernthema und deine Zielgruppe zu spezialisieren, z.B. „Taschen nähen“. Je mehr relevanten Content Du hier produzierst, desto besser findet Google dich! Das ist der Tipp mit der „Blognische“, der überall wieder vorkommt.

Ich möchte dazu anmerken, dass so eine Blognische einem selbst vielleicht auch schnell zu klein wird. Ich interessiere mich brennend für „Taschen nähen“, aber eben auch für vieles andere, auch viele Themen, die über das Nähen hinaus gehen! Und ja, man darf als Blogger auch über ein größeres Themenspektrum schreiben. Aber es wird wahrscheinlich schwerer eine Zielgruppe aufzubauen, bzw. bei Laune zu halten. Mein Blog wird von Näherinnen und Nicht-Näherinnen gelesen. Um für alle interessant zu sein, muss ich meine Inhalte so aufstellen, dass für jeden etwas dabei ist. Das kostet vor allem viel Zeit!

Nutzen für deine Zielgruppe

Gelesen werden Nähblogs hauptsächlich von Näherinnen und auch Nähbloggerinnen. Um diesen einen Nutzen anzubieten, solltest Du Dir vor jedem Beitrag folgende Fragen stellen:

Ich beantworte diese Fragen mal für diesen Beitrag: 1. Nähbloggerinnen und solche, die es werden wollen und 2. weil sie mehr über die Grundlagen des Bloggens erfahren möchten. Also versuche ich heute den Wunsch meiner Leserinnen zu erfüllen ;).

Mit den beiden einfachen Leitfragen im Hinterkopf trittst du mit deinen Leserinnen (ich gehe mal von einer weiblichen Mehrheit in deiner Leserschaft aus; mein Blog wird von 95-98% Frauen gelesen) in Kontakt.

Natürlich gibt es noch viel mehr über (SE-Optimierte) Textstruktur zu wissen (ich gehe in einem späteren Beitrag darauf ein). Und natürlich kann man noch viel mehr in jeden Beitrag stecken. Ich möchte an dieser Stelle aber nicht zu weit ausholen – ich selbst blogge in erster Linie aus Leidenschaft und gehe mal davon aus, dass Du dies auch tust. Ich will dich gerade als Anfänger nicht zu sehr verschrecken!

Wenn Dich du an weiteren Texten der „Näh-Blogger Basics“ interessiert bist, abonniere doch einfach meinen Newsletter um auf dem Laufenden zu bleiben und nichts zu verpassen:

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Zur Vertiefung des Themas „Mit Mehrwert bloggen“ verweise ich auf diesen Beitrag, den ich sehr nützlich fand. Ich wende auch nicht immer alle dort beschriebenen Tipps an, aber finde sie dennoch wertvoll. Damit beende ich das erste Kapitel dieser Reihe und hoffe dir ein wenig geholfen zu haben!

Lieber Gruß,
Sonja
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Näh-Blogger Basics – Einleitung

Ich hab es mehrfach angekündigt: Ein Beitrag über das (Näh-) Bloggen. Ich habe sehr von den offenen und informativen Beiträgen anderer Bloggerinnen profitiert – heute möchte ich gern ein bisschen von dem zurückgeben, was ich aus meiner bisherigen Crafting-Blogger-Zeit mitgenommen habe: Ein paar Tipps, Ratschläge und vor allem Erfahrungen – meine persönlichen Näh-Blogger-Basics!

Einleitung „Näh-Blogger-Basics“

Das Schreiben eines Blogs ist mehr als ein Online-Tagebuch zu führen, zumindest, wenn man mit einem Blog eine größere Leserschaft erreichen möchte und vielleicht sogar plant mit dem Bloggen Geld zu verdienen.

Diese Reihe „Näh-Blogger-Basics“ richtet sich an alle Nähbegeisterten, die mit dem Gedanken spielen einen Nähblog zu starten, oder bereits einen Näh-Blog haben und diesen ausbauen wollen – sei es in punkto Reichweite oder in der Monetarisierung des Blogs.

Ich gehe in dieser Reihe auf ein paar Themen rund um das „Nähbloggen“ ein. Ihr dürft natürlich gern in den Kommentaren Fragen stellen oder Themen anregen, zu denen ihr gern mehr von mir erfahren würdet!

 

Inhalte

Folgende Themen erwarten euch in den kommenden Wochen – Termine habe ich bisher nicht festgelegt, also am besten abonniert ihr mich auf einem meiner Kanäle um up to date zu bleiben ;).

  • Content / Mehrwert / Originalität (Schreiben)
  • Bilder: Fotografieren für den Blog. Teil 1 (Equipment)
  • Bilder: Fotografieren für den Blog. Teil 2 (Bildsprache, Bildaufbau, Nähwerke in Szene setzen)
  • Bilder bearbeiten (Software, Freeware, Tools)
  • Exkurs: Die eigene Blog-Nische
  • Praxis: SEO für Faule
  • Social Media allgemein: Strategie, Bilder, Texte
  • Einen Redaktions- und PR-Plan schreiben
  • Praxis: Nähanleitungen erstellen und ebooks/freebooks schreiben
  • Exkurs: Was ist eigentlich „Erfolg“?
  • Unter Bloggerinnen. Gemeinsam bloggen!
  • Social Media: EURE FRAGEN/THEMEN
  • Praxis: Ein Probenähen veranstalten
  • Praxis: ebook oder freebook?
  • Exkurs: Inspiration und Kreativität – Achtsamkeit für Nähblogger
  • ebooks verkaufen: Online-Märkte, Preise, Marketing
  • EURE FRAGEN – Meine Antworten
  • Geld verdienen mit dem Blog – ein Überblick über Kooperationen, Werbung, usw.

Neugierig?

Diese Reihe werde ich sehr wahrscheinlich noch erweitern. Bei jedem meiner Texte fallen mir noch sooooooo viele Dinge ein, die ich noch dazu sagen könnte, dass diese Reihe täglich wächst! Und dabei hab ich ja noch mein normales Blogprogramm, das gefüttert werden will.

Ihr seht, dass ich Raum gelassen habe für eure Fragen und Kommentare! Bitte scheut euch nicht zu fragen – ich sammle dann ein wenig und gehe dann extra darauf ein. Was ich NICHT mache: Blogberatung! Gern schaue ich mir eure Blogs an und gehe auf konkrete Fragen ein, aber ich kann euch keine Layout/Logo/Blogaufbau/Blogstrategie-Beratung anbieten.

Was ich in dieser Blog-Reihe auch NICHT mache: Ich gehe nicht auf Blogsoftware ein, mache keine Rechtsberatung und kann keinen maßgeschneiderten Blog-Business-Plan für dich aus dem Hut zaubern. Dafür plane ich aber ein paar nette Gimmicks.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, abonniere doch meinen Newsletter ;).

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Ich hoffe aber, dass ich Dir helfen kann Deinen Nähblog nach Deinen Vorstellungen so zu gestalten, dass du deine Ziele erreichst – sei es die größere Reichweite oder auch die Monetarisierung deines Blogs.

Lieber Gruß,
Sonja

Und weil ich mich so darüber freue endlich mit dieser Reihe zu starten: Verlinkt mit Montagsfreuden.

 

Meine Bloggeschichte: I’m a Blogger

Das Blogger-Konsortium „Bärbel bloggt“ hat eine sehr schöne Aktion ins Leben gerufen: „I’m a Blogger“. Hier stellen sich Bloggerinnen vor und schreiben über sich und ihren Blog. Ich habe mich schon durch einige Beiträge gelesen und habe schon soooo schöne Blogs und geistreiche Frauen kennengelernt, dass es einfach eine Freude ist! Heute geselle ich mich in diese Runde und plaudere ein wenig über meinen Blog und mich: I’m a Blogger!

Meine Blog-Anfänge

Ich habe mit dem Bloggen während meines Studiums begonnen, also ca. 2005 oder so. Damals war das Internet noch irgendwie anders. Wenn ihr auch schon lange bloggt, könnt ihr das vielleicht bestätigen?

Mein erster Blog war damals einfach ein Online-Tagebuch, in das ich Gedanken niedergeschrieben habe, manchmal auch nur ein Bild und ein Zitat. Während sich meine Seifen-Leidenschaft (ich habe jahrelang Seifen gesiedet – wegen Zeitmangel mache ich das im Moment leider nicht mehr), habe ich auch einen Blog dazu geschrieben und meine Seifen gezeigt.

Genäht habe ich damals auch schon, und auch darüber habe ich dann einen eigenen Blog eingerichtet, sowie Blogs für ein Romanprojekt, das ich noch immer nicht vollendet habe.
Ihr seht – ich war sehr umtriebig in dieser Zeit.

Später hat ein Blog meine erste Schwangerschaft begleitet. Diesen habe ich vor allem für Freunde und Familie geschrieben um sie up to date zu halten, denn ich bin zu dieser Zeit irgendwie andauernd umgezogen.

Als ich dann irgendwann nach einem Patchwork-Kurs und dem zweiten Kind immer intensiver genäht habe, kam mein letzter Blog: Sonjas Werkstübchen. Inzwischen habe ich auch den abgeschaltet, die ganz alten Blogs habe ich längst gelöscht.

Ich habe immer gern gebloggt, aber habe das immer sehr sporadisch gemacht und nie einen größeres Publikum erreicht. Das war mir damals auch nicht so wichtig.

 

Bloggen heute

Ich habe mir seinerzeit nie Gedanken über social media, Bildqualität, SEO oder ähnliches gemacht. Ich hab mich auch nie darum geschert, wieviele
Follower ich irgendwo hatte: Ich hab einfach so vor mich hingebloggt. (Und machmal mache ich das auch noch heute.)

Natürlich hat es mich damals auch gefreut Kommentare zu bekommen, oder wenn sich einer über Google Friend Connect in meine Leserliste eingetragen hat. Bloggen war für mich aber mehr ein privates Online-Tagebuch, und ich hatte keinen festen Plan oder eine Strategie. Ich habe schon immer viel geschrieben – einfach aus meiner inneren Schreib-Leidenschaft heraus.
Die ist auch geblieben!

Allerdings hat sich mit Facebook und diversen anderen Social Networks einiges in der Bloggerwelt getan. Dass es so viele Blogs gibt, ahnte ich damals auch gar nicht!
Viele, die an der „I’m a Blogger“ – Aktion teilnehmen, setzen sich mit den Social Networks kritisch auseinander, und bei nicht wenigen lese ich ein Bedauern heraus, dass Facebook und Co. Zeit- und ja, auch Qualitätsfresser sind. Zum Teil werden social networks auch als Konkurrenz empfunden.

Ich kann diese Gedanken und dieses Bedauern sehr sehr gut nachvollziehen. Aber ich sehe auch die Vorteile, die sie mir als Bloggerin bringen!

Bevor ich darauf eingehe, möchte ich noch zum Ende meiner bisherigen Blog-Geschichte kommen: Als ich mich – gewissermaßen aus der Not heraus, wie hier nachzulesen ist – selbstständig gemacht habe, habe ich meinen offiziellen und kommerziellen Blog The Crafting Café gegründet.

Mit Bloggen Geld verdienen

Ursprünglich wollte ich den Blog als Verkaufsunterstützung für meine genähten Sachen schreiben. Inzwischen hat sich daraus deutlich mehr entwickelt: Dieser Blog ist zum Herzstück und Sprachrohr meines kleinen Geschäfts geworden, das sich vom Verkauf genähter Sachen immer mehr löst und sich dem Schreiben von Nähanleitungen und der Entwicklung von Schnittmustern widmet.

Auch mit dem Bloggen selbst verdiene ich inzwischen Geld: über Werbelinks und -banner, die ich geschaltet habe, und über Sponsored Postings. Mein erstes Sponsored Posting hat sich ein wenig wie ein Ritterschlag angefühlt. Gleichzeitig schwingt da natürlich das schlechte Gefühl mit „käuflich“ zu sein. Und es stimmt ja: Die Werbefläche auf diesem Blog ist käuflich.

Ich kann es mir gar nicht leisten diesen Blog, der sich im Kern nach wie vor meiner Nähleidenschaft und meiner Gedankenwelt rund um die Kinder widmet, als reines Hobby zu betreiben. Dafür stecke ich zuviel Zeit und auch Geld in meine Ausrüstung, Stoffe, Material, etc.
Ich versuche dann wenigstens meine Leserinnen mit qualitativ hochwertigen Beiträgen zu verwöhnen und auch ab und an etwas zu verlosen und auf diese Weise auch ein bisschen was zurückzugeben! 😉

Bisher sind meine Umsätze aus dem Verkauf von ebooks, Werbung und Sponsored Postings noch sehr überschaubar. Es gibt aber eine leicht positive Tendenz, was mich natürlich freut, denn langfristig bin ich auch auf einen finanziellen Erfolg angewiesen. Auch wir müssen einen Kredit abbezahlen und sind gezwungen ein bisschen aufs Geld zu schauen, sodass ich immer mal wieder Kooperationen eingehe.

#meetthebloggerDE – Bloggen und Social Networks

Auf instagram
gab es neulich so eine nette Challenge: Unter #MeettheBloggerDE haben
sich ganz viele Blogger zwei Wochen lang vorgestellt – ihre Ziele,
Erfolge, ihre Inhalte, usw.
Ich fand das zwei sehr aufregende und
spannende Wochen, in denen ich nochmal viel über den
„Mikro-Blogger-Kosmos“ Instagram gelernt habe. Und über das Bloggen an
sich!

An einem Tag sollte man den Satz „Social Media ist für mich….“ vervollständigen. Ich schrieb dazu:

… Fluch und Segen. Ich stehe den social networks
keineswegs unkritisch gegenüber – anfangs wollte ich nicht einmal eine
fb-seite haben. Heute kommt der meiste traffic von facebook, und
mittlerweile habe ich sogar twitter!
Social media ist
für mich auch „Tagesgeschäft“ – hier erreiche ich meine Leser! Der
Nachteil ist: es ist ein Zeitfresser… aber es macht auch Spaß :).
Danke an alle, die mir auf meinen Kanälen die Treue halten! 🙂

Hier möchte ich noch ein wenig ergänzen: Ja, in den ganzen networks kann man sich verirren und verlaufen. Es kostet irre viel Zeit auf den verschiedenen Kanälen erfolgreich zu sein. Aber ich habe auch ganz viele wunderbare andere Bloggerinnen kennengelernt, die ich sonst vielleicht nie getroffen hätte!

Ich halte es so, dass ich mir jeden Kanal einzeln vornehme – ich hab mit Google+ und Facebook angefangen und nebenbei auf Pinterest so vor mich hin gepinnt. Irgendwann kam Instagram dazu, was fast mein Lieblingskanal ist. Neuerdings auch Twitter – da taste ich mich ganz vorsichtig ran.

Um den Überblick zu behalten und um mein Zeitmanagement zu verbessern habe ich mir für den Blog und die ganzen Kanäle inzwischen eine Wochenübersicht gebastelt, mit der ich arbeite. Das ist noch in der Testphase, aber vielleicht habe ich dann irgendwann eine Überraschung für euch. Mehr verrate ich dazu an dieser Stelle nicht.

I’m a Blogger

Das Herzstück meiner Online-Welt wird immer dieser Blog bleiben! Warum? Ich liebe schreiben. Fotografieren. Hier ist mein virtuelles Zuhause. Social Media sehe ich als Wege zu mir, über die ich meine Leserinnen mit Shuttlebussen abhole. Jeder Kanal hat so seine eigenen Besonderheiten, die ich immer mehr durchschaue, und auf denen ich je eine Facette von mir oder meinem Blog präsentiere – je nach Zielgruppe, die auch jeweils eine andere ist!

Insofern sehe ich Facebook und Co. nicht als Konkurrenz, sondern als Unterstützung mit dem Bloggen voranzukommen. Es ist auch eine wunderbare Möglichkeit mit anderen Bloggerinnen in Kontakt zu treten und schöne Aktionen auf die Beine zu stellen, z.B. den Blogsommer.

 

Fazit

Keinen meiner Blogs habe ich so ernsthaft betrieben wie diesen. Ich habe seit der Gründung im letzten Jahr irre viel gelernt. Habe tolle Bloggerinnen kennengelernt! Jetzt, ganz langsam, verdiene ich mit dem Bloggen ein wenig Geld, und das Wichtigste ist: Es macht mir immer noch enorm viel Spaß! Ich habe noch soooo viele Ideen, die ich umsetzen will, und es gibt so viele schöne Projekte, auf die ich mich freue – auch und besonders die Gemeinschaftsprojekte, die noch anstehen!Dass auch etwas Geld reinkommt garantiert mir, dass ich weitermachen kann, und auch das freut mich sehr.

Übrigens plane ich in naher Zukunft eine Artikelreihe über das Bloggen selbst: Hier werde ich noch viel detaillierter auf alle blogrelevanten Themen eingehen. Ich bedanke mich fürs Lesen, Folgen, Kommentieren – bei all den treuen Stammleserinnen und allen, die heute vielleicht zum ersten Mal hier sind! Danke! Ohne euch wäre es hier ziemlich einsam!

Lieber Gruß,
Sonja