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Die Schule der magischen Tiere

{Rezension/Werbung} Die Schule der magischen Tiere

Dieser Artikel ist auf meinen Mamablog Padermama.de umgezogen!

Kommentare beziehen sich auf den Artikel, der früher hier zu sehen war.

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{Blogsommer} Kräutersalz selber machen

Dieser Beitrag ist auf meinen Mamablog Padermama.de umgezogen. Da schreibe ich über Mama-Themen, meinen Garten, Rezepte, Ausflüge und den täglichen Wahnsinn im Leben mit vier Kindern. Du findest das Kräutersalz hier.

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Frauen unter sich: Über Mütter und Nicht-Mütter

Es ist schon ein paar Jahre her, als ich auf einem Spielplatz irgendwo in Deutschland stand, mit meinen beiden Kindern (3 und etwas um die 1,5 Jahre alt), und mich mit einer anderen Mutter unterhielt, die mit ihrer Tochter (damals 5 J.) da war. Unsere Töchter kannten sich aus dem Kindergarten, in dem Finja gerade neu war, und waren gut befreundet; ich kannte die Mutter – eine sehr sympathische Frau – nur so vom Kindergartenflur, wo wir morgens und abends kurze Höflichkeiten zwischen Alltag, Büro und Kindern austauschten.

Ihre Tochter war ein tolles Mädchen, das sich wie eine große Schwester um Finja kümmerte. Wir Mütter beobachteten unsere Töchter und lächelten uns zu, und ich sagte sowas wie „E. ist ja wie eine große Schwester für Finja, und schon so groß!“ E. hatte mich wohl gehört, denn sie strahlte wie ihre Mutter. Unser Gespräch ging weiter, während ich meinem Kleinen Anschwung gab und die Nachmittagssonne sich golden über den Sandplatz neigte. Und irgendwie kam dann irgendwann diese Frage aus mir heraus, gerichtet an das Mädchen: „Na, hast Du denn auch Geschwister?“ – Nein, sie schüttelte den Kopf, und auch ihre Mutter schüttelte den Kopf, lächelnd, und sie sagte sowas wie „Aber sie wünscht sich Geschwister.“ – Und ich hab irgendwas flackern spüren – irgendwas war nicht in Ordnung – und ich sagte vorsichtig „Naja, kann ja noch kommen.“ – Aber ihre Augen verrieten mir für den Bruchteil einer Sekunde, wie traurig sie war. Dass es wohl nichts mehr werden würde mit dem zweiten Kind.

Diese Geschichte ist mir wieder eingefallen, als ich heute über diesen kurzen Text (englisch) im Internet stolperte.
Mutter und Tochter sind kurz darauf gegangen, und bald danach sind sie ganz weggezogen, sodass wir nie wieder die Gelegenheit hatten zu reden. Ich glaube, wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, hätten wir Freundinnen werden können. Ich kenne die Geschichte dieser Frau nicht; ich erinnere mich nicht einmal an ihren Vornamen. Aber es tut mir leid, wenn ich ihr durch diese unbedachte Frage weh getan habe. Das wollte ich nicht.

Kinderwunsch-Konflikte
Frauen und ihre Kinder – die gewollten, die ungewollten, die nie geborenen, aber gewünschten – wir alle sehen uns irgendwann mit dieser Frage nach dem Kinderwunsch konfrontiert, und längst nicht jede Frau kann dieser Frage angst- und konfliktfrei begegnen.

Es gibt so viele Konstellationen bei der Kinderfrage wie es Menschen gibt, und ich kann hier gar nicht alle aufzählen – ich vermeide dies auch ganz bewusst, um die Masse „Frau“ nicht auch in Gruppen zu zerteilen, die sich konträr gegenüber stehen. Ich kann nur von mir ausgehen und den Frauen, denen ich begegnet bin. Es liegt nicht in meinem Interesse bestehende Meinungsverschiedenheiten und Emotionen zu dem Thema weiter anzufachen. Die ganze öffentliche Debatte rund ums Kinderkriegen – vom Kinderwunsch bis zu „Regretting Motherhood“ – ist emotional und hitzig genug.

Viele Frauen leiden an der Kinderfrage und am Kinderwunsch, aus den unterschiedlichsten Gründen, und sie alle werden immer wieder – oft unbedacht – von außen mit dem Thema konfrontiert, so wie die Frau, der ich mit meiner Frage weh getan habe. Und wie oft passiert es, dass wir bei Frauen ab spätestens 30 (oder wenn sie heiraten) erst scherzhafte Hinweise geben, die in Richtung Kinder gehen. Wie oft frage auch ich mich bei kinderlosen Frauen ab 35, dass es nun doch langsam Zeit wird, und ab 40 ist es schon zappenduster.

Ich ertappe mich also auch immer wieder bei der Verurteilung und Einteilung von Frauen in die mit und ohne Kinder, Frauen mit und ohne Kinderwunsch.
Ohne ihre Geschichte wirklich zu kennen.
Ohne zu wissen, ob sie es vielleicht schon seit Jahren erfolglos versuchen.
Ohne zu wissen, ob und wie ihr Partner – sofern vorhanden – zu Kindern steht.
Ohne zu wissen, welche Kindheitserfahrungen sie geprägt haben, welche Wünsche und Ängste ihre Lebensplanung beeinflussen.

Steht es mir zu darüber zu urteilen, nur weil ich mit meiner Viele-Kinder-Chaos-Näh-Kiste glücklich bin?

Die Verurteilung von Frauen
Diese reflexhafte Verurteilung anderer Frauen findet auch unter Müttern immer wieder statt; regelmäßig sehe ich mich auch in Diskussionen rund um „Kaiserschnitt vs. natürliche Geburt“, „stillen vs. nicht stillen“ usw. verwickelt oder stolpere über sehr emotional geführte Debatten in den sozialen Netzwerken. Dabei gilt auch hier: Das sind viel zu persönliche Themen um eine allgemeine und allgemein gültige Richtlinie zu entwickeln, geschweige denn darüber zu urteilen, wenn jemand sich für einen Kaiserschnitt entscheidet oder es wagt nicht zu stillen.

Später dann geht es weiter: Arbeitende Mütter vs. Stay-Home-Moms – und wie jung gibst Du Dein Kind in der Krippe ab? Hast Du nur ein Kind? Schnauze voll danach, wie? Wie, drei oder vier? Na hast Du Dir das gut überlegt? Noch mehr? Bist du wahnsinnig?

Irgendwie können wir (Frauen) nichts richtig machen.

Das ist alles nicht neu, aber es ist immer noch aktuell. 2017!

Wenn ich dann andere Mütter morgens im Kindergarten treffe – die alle zwischen Job, Kindern, Haushalt, Alltag und Ehemann jonglieren und versuchen sich selbst nicht dabei völlig aufzugeben – wenn ich sehe, wie auch deren Kinder mal echt knatschig sind oder rumtrödeln und rumnölen – und ich mich dann trotzdem erwische, wie ich bei mir denke, ob die soviel Makeup auflegen müssen…

Tja… vielleicht denken die über mich ja auch „ach, die ohne Makeup, die sich sich morgens auch nur ne Mütze über die ungebürsteten Haare zieht, die mit den vielen Kindern, oweia…“…

Keine Ahnung… vielleicht lernen wir ja alle irgendwann dazu und hören auf immer nur darauf zu schielen wie andere ihr Leben mit und ohne Kinder gestalten. Vielleicht gelingt es mir auch irgendwann wirklich jeden Menschen und seinen gewählten Lebensentwurf einfach mal so hinzunehmen und so sein zu lassen.

Ich arbeite daran.

Wickeltasche für kleine Seemänner

Diese Wickeltasche ist ein Geschenk für eine gute Freundin zur Geburt ihres dritten Sohnes. Hier passt alles rein, was Mama so dabei haben muss: Windeln, Wickelunterlage, feuchte Tücher, Pflegecreme oder Globuli. Außerdem nähe ich gern einen kleinen Karabiner ein, an dem man zum Beispiel den Ersatzschnuller anketten kann.

Den Anker habe ich mithilfe von Vliesofix aufgebügelt um den Gesamteindruck der „maritimen“ Wickeltasche zu unterstreichen. 
Hier noch die Innenaufteilung in einer größeren Ansicht: Auf der einen Seite sind ein Einschub für bis zu sechs Newborn-Windeln, und darüber die Zipper-Tasche. Ich hatte bei vorherigen Wickeltaschen nur einfache Einschübe gemacht, was sich in der Praxis aber nicht bewährte. Daher mache ich jetzt bei allen Wickeltaschen eine Reißverschlusstasche. 
 
Hier die Wickeltasche in der Gesamtansicht: Auf der anderen Seite ist unten ein Einschub für die Einmal-Wickelunterlage und darüber ein Fach für die Feuchttücher mit Platz für die 30er-Packungen, die es von vielen Herstellern gibt. Praktischerweise lassen sich die Tücher direkt oben herausnehmen. Ausgeklappt hat die Tasche ca. die Maße 30cm x 45cm.

Zum Schluss noch zwei Detailaufnahmen – oh ja, ein bisschen stolz bin ich auch!

Schnitt:
Den Schnitt habe ich selbst konstruiert, allerdings habe ich hier das Rad nicht neu erfunden – zahlreiche ähnliche Windeltaschen sind im Internet zu finden.
Stoff und Zutaten:
Baumwolle (vom Händler meines Vertrauens hier um die Ecke), KamSnaps, Karabiner, Bügel-Vlies, H630, Reißverschluss.

Windeltasche kaufen
Ich biete die Windeltasche auch im Nähauftrag an, inkl. Inhalt (6 Newborn-Windeln, Einmalunterlage, 30erPack Feuchttücher und 1 Babypflegeprodukt) für 39,00€.
Außerdem stelle ich regelmäßig welche in meinen Dawanda-Shop ein.

Lieber Gruß,
Sonja

Käferlein Kindergartentasche

Hallo ihr Lieben,

der Countdown zur Veröffentlichung meines ersten Schnittmusters für die Käferlein Kindergartentasche läuft, und da will ich Euch in dieser Woche ein paar meiner genähten Werke zeigen. Meine Große hat extra nochmal ein kleines Fotoshooting mitgemacht (das ist im Moment nicht so einfach *ähem*), also herzlichen Dank an Finja mit ihrer neuen Kindergartentasche!

Den Schnitt habe ich Euch gestern schon einmal vorgestellt – auch könnt ihr das E-Book noch bis zum 05.06.2016 gewinnen! Folgt dazu diesem Link, da könnt ihr kommentieren und wandert automatisch in den Lostopf!

Heute habe ich „nur“ ein paar Bilder für Euch – auf geht’s!

Auf dem letzten Bild seht ihr das Geheimfach, das in der unteren der beiden Klappen eingenäht wird. Finja hatte es gleich als solches erkannt, als ich ihr die Tasche geschenkt habe, und sie findet auch immer etwas, was sie darin aufbewahren kann – kleine Eicheln, Schmuck oder irgendwas glitzerndes, das sie am Wegesrand findet. Keine Regenwürmer bisher, da bin ich ganz froh, dafür eignet sich das Fach auch. Aber das müsst ihr Euren Zwergen ja nicht auf die Nase binden.

Ich verlinke noch mit HoT, Dienstagsdinge, TT-Taschen und Täschchen, Kiddikram und Meitlisache.

Lieber Gruß und allen Gewinnspielteilnehmern viel Glück!!
Eure Sonja

Probenähen für Ökolochic – mit Gewinnspiel!

Achtung, liebe nähende Mamas und Omas, ab Freitag gibt es ein neues Schnittmuster für einen supersüßen Body in den Größen 56-116! Der Schnitt ist auch gewinnbar! Bitte bis zum Ende lesen!

Der Schnitt – das E-Book
Der Schnitt ist der „Herzbody“ von Ökolochic, den ich probenähen durfte. Nadja, der kreative Kopf hinter dem Newcomer-Label ist gelernte Maßschneiderin und hat mit dem Herzbody einen pfiffigen Body konstruiert, der aus 4 Teilen besteht und mal so ganz anders genäht wird als Standard-Bodies.
Der Schnitt ist grundsätzlich für Anfängerinnen geeignet, allerdings empfehle ich ihn nicht als erstes Jersey-Teil. Du solltest vorher schon ein paar Jersey-Sachen genäht haben und vor allem schon einmal Jersey-Drücker angebracht haben. Wenn Du schon einmal eine Knopfleiste genäht hast – wunderbar!

Ansonsten ist es wichtig bei dem Herzbody Schnittmuster sich genau an die Anleitung zu halten und wirklich da Knipse zu setzen, wo sie im Schnitt angegeben sind – das kann ich so als Tipp aus dem Probenähen geben. Die Schnittteile sehen etwas anders aus als man das sonst so von anderen Schnittmustern kennt – davon nicht verwirren lassen!
Wenn Du ansonsten schonmal einen Babybody genäht hast, bist du für den Herzbody gut vorbereitet.

Besonderer Hingucker ist die Knopfleiste vorn – Baby sieht damit auch hübsch angezogen aus, wenn es mal kein T-Shirt drüber trägt. Der obere Teil des Bodies wird im Rücken mittig geschlossen. Durch die raffinierte Schnittführung entsteht hinten ein spitzes Dreieck, das nach unten zeigt. Auf dem unteren Teil kann optional ein Herz appliziert werden.

Wichtig für die Stoffauswahl ist noch zu beachten: Beim oberen Teil empfehle ich unifarbenen Jersey oder Streifen, Punkte oder Sterne, weil bei einem Motivstoff das Motiv entweder vorn oder hinten Kopf steht und an den Armen quer läuft!

Seid ihr auch so begeistert wie Marla hier? 

Es
war fast unmöglich Marla zu fotografieren – das Kind war ständig in
Bewegung. Aber hier hab ich noch eine kleine Bilderflut. Ich hab den
Body in 74 und 80 getestet – die 80 saß zum Zeitpunkt des Fotoshootings
noch recht locker; inzwischen ist sie gut hineingewachsen.

Baby in Black
Hier noch ein paar Bilder des zweiten Herzbodys, den ich eine Nummer kleiner genäht habe. Und jaha, in schwarz! Ich finde das auch für Babies kein Stück verwerflich (im Gegenteil!), aber da gehen die Meinungen auseinander, ich weiß. Marla trägt darüber am liebsten ihr T-Shirt mit der Aufschrift „My Mommy rocks“ (yeah), oder „My first Metal-Shirt“. Dies nur am Rande. Sie hat ja auch superpinke oder rosa Sachen, und ich nähe ihr ja auch gerne was in klassischen Mädchenfarben. Aber bei diesem grau-schwarz-pinken Stoff mit Chucks konnte ich nicht widerstehen und habe nach viel Überlegen schlichten schwarzen Jersey kombiniert. Und ziehe ihr ihren Herzbody immer noch am liebsten von allen Bodys an. Schade, dass er inzwischen zu klein wird.

Das Herz habe ich hier im oberen Teil platziert. Noch ein Grund dieses Modell zu lieben!

Gewinnspiel

Ich darf dieses neue E-Book einmal verlosen! Dies ist meine erste Blogverlosung, und ich bin schon selbst ganz aufgeregt! Wenn Du den Herzbody als Schnittmuster gewinnen möchtest, musst Du nichts weiter tun als meinem Blog über Friend Connect, Google+ oder Facebook und dem von Nadja (Blog ODER Facebook) zu folgen und hier unter diesem Post einen Kommentar zu schreiben, der mir verrät, für wen Du zuerst Deinen Herzbody nähen würdest?

Die Gewinnerin werde ich am Sonntag Abend, 29.05.2016  auslosen und hier bekannt geben! Die Gewinnerin meldet sich dann innerhalb von 72 Std. bei mir per Mail und erhält von Nadja das neue E-Book. Weitere Gewinnmöglichkeiten gibt es bei den anderen Probenäherinnen und natürlich Nadja selbst! Zur Übersichtsseite zum Ökolochic Herzbody (dort sind auch die anderen Probenäherinnen verlinkt) geht es HIER.

Damit wandert der Ökolochic Herzbody zu den Linkparties Sew Mini, Kiddikram und Meitlisache und Winme.

Zu Nadjas Blog von Ökolochic geht es hier: KLICK
Zu ihrem DaWanda-Shop geht es hier: KLICK

Ich hatte viel Freude den Schnitt zu testen und winke einmal virtuell rüber – sei fest gedrückt, liebe Nadja, und alles Gute für die weitere, vierte Schwangerschaft!

Lieber Gruß, Sonja

Kleiner Teaser

Auf diesen Post freue ich mich nun schon sooooo lange! Jetzt darf endlich geteasert werden, und so zeige ich schon mal einen kleinen Ausschnitt eines Probenähens, bei dem ich dabei sein durfte!

Sehr sehr bald wird die Nähwelt um einen supersüßen Body reicher sein!

Lieber Gruß,
Eure Sonja

Verlinkt mit den Montagsfreuden beim Zwerg.

Freutag voller (Vor-)Freude

Man muss ja nicht glauben, dass man nach dem Urlaub sofort wieder da anknüpfen kann, wo man vorher aufgehört hat. Diese Woche habe ich zur Orientierung im Alltag erstmal gebraucht, auch wenn wir nur eine Woche weg waren. 
Das Atelier – Ideensammlung
Hinter mir liegt eine volle Woche – neben Wäschebergen haben wir unseren Keller völlig aufgeräumt und entmüllt, weil dort bald mein kleines, richtiges Atelier entstehen wird (*freufreufreu*)! Meine Pinterest-Follower haben vielleicht schon meine kleine *KLICK* Nähstübchen-Sammlung entdeckt. Die ein oder andere Idee werde ich sicherlich nachahmen, und ein erstes Möbel-Upcycling-Projekt steht schon auf der Terrasse und wird demnächst abgeschliffen. Dokumentation wird folgen!
Projekt Prio 1: Das Käferlein
Das Probenähen für meine Käferlein Kindergartentasche ist so gut wie abgeschlossen. Es fehlt ein letzter Durchgang durch das Manuskript und einige grafische Herausforderungen. Es gibt einen internen VÖ-Termin Anfang Juni, den genauen Termin werde ich kommende Woche bekannt geben. Meine Probenäherinnen und ich brennen darauf endlich Bilder zu zeigen! Die bisherigen Taschen sind so schön geworden – die „Mädels“ haben alles gegeben und sich voll ausgetobt!
Nähaufträge
Genau jetzt, wo die heiße Käferlein-Phase startet, hab ich hier einige schöne Nähaufträge auf dem Schneidetisch – ich freue mich schon auf diese Projekte, die ich dann wahrscheinlich auf der Facebook-Seite vorstellen werde.  
Weitere Projekte
Seit letztem Jahr haben wir uns der neuen „Solidarischen Landwirtschaft Vauß-Hof“ hier in der Nähe angeschlossen. Sofern es meine Zeit zulässt, werde ich da zukünftig auch ab und an mal im PR-Team mitmachen und … bloggen *gg*. Mehr dazu demnächst – ist auf jeden Fall eine spannende und nachhaltige Sache, wenn man sein eigenes Bio-Gemüse anbaut und erntet ;). 
Mit all diesen erfreulichen Projekten verlinke ich mich mit dem Freutag und wünsche ein schönes Wochenende!
Eure Sonja 

Urlaub mit Kindern – ein Überlebensratgeberpost mit Urlaubstipp

Familienurlaub ist etwas völlig anderes als „Urlaub“, das werden Eltern mit Kindern aller Altersstufen bestätigen können. Bei uns sind die Zeiten, in denen wir im Urlaub Urlaub hatten, seit gut fünf Jahren vorbei, seit unsere erste Tochter geboren wurde und wir mit jeder Reise in das Thema „Familienurlaub“ hineingewachsen sind.

Mittlerweile sind wir nicht nur im Alltag, sondern auch im Urlaub ein eingespieltes Team, denn auch das will gelernt sein: Mit Kindern Urlaub machen! Ich kenne nicht wenige Eltern, die nach dem Urlaub gern wieder zur Arbeit gehen, weil das entspannter ist als den ganzen Tag die Zwerge um sich zu haben. Wie und wo wir das dieses Mal gut geschafft haben – davon bericht ich heute!

Reisegesellschaft
Seit ein paar Jahren fahren wir einmal im Jahr mit einer sehr gut befreundeten (und mittlerweile verpateten) Familie, die auch drei Kinder im Alter unserer Kinder haben, in den Urlaub. Mein Mann und der Papa von Familie K. kennen sich noch aus Abizeiten, und auch zwischen Frau K. (auch eine Nähmama) und mir, sowie unseren Kindern hat es von Anfang an „gepasst“.

Wir feiern seit Jahren Silvester zusammen und sind dann irgendwann dazu übergegangen auch den Urlaub gemeinsam zu verbringen – bisher eine Erfolgsgarantie und Win-Win-Situation für alle! 

Stress pur im Familienurlaub? 
Es empfiehlt sich aus verschiedenen Gründen mit einer befreundeten Familie zu fahren:

Familienurlaub ist deutlich „stressiger“ als der normale Alltagstrott: Auch wir Erwachsenen müssen uns erstmal neu orientieren und im Zielgebiet organisieren. Wir müssen weiter funktionieren und können es uns eben nicht sofort im Liegestuhl bequem machen, wie wir es in unserem Leben vor den Kindern vielleicht gewöhnt waren.

Wir müssen weiterhin für halbwegs geregelte Mahlzeiten sorgen, Essen einkaufen, Koffer auspacken, ggfs. Bettwäsche auf fünf Betten aufziehen, ein Campingbett aufbauen, den Kindern erklären, dass wir leider irgendein Lieblingsspielzeug zuhause vergessen haben und nach einer möglicherweise langen und tränenreichen Anreise bei Stau und schwächelnder Klimaanlage ein Abendessen zaubern. Je nachdem wie gut wir mental darauf vorbereitet sind, entwickelt sich dann aus Kleinigkeiten Frust und Streit.

Es ist deutlich einfacher, wenn man zwei Erwachsene mehr ist, um all diese Aufgaben zu übernehmen, auch wenn es insgesamt mehr Kinder sind – das ist die Quintessenz unserer gemeinsamen Urlaube.

Auch die Kinder sind aufgedreht, wenn sie im Ziel ankommen: Sie haben ziemlich lange gesessen und sich eventuell gelangweilt, haben steife Glieder und Hunger. Ausgeschlafen sind sie meistens – was uns Große dann zusätzlich stresst, weil wir uns bange fragen, ob und wann wir die ganze Bagage ins Bett kriegen. Wir selbst sind nämlich reif für ein Nickerchen. Oder wenigstens eine Dusche.

Mit Freunden urlauben löst das Problem: Die Wiedersehensfreude ist meist groß, und schon sind zumindest unsere vier „Großen“ im Alter von fast vier bis fast sechs verschwunden um das Gelände zu erkunden.

Natürlich muss es auch irgendwie die „richtige“ Familie sein – wir haben Glück mit unseren Reisefreunden – wir alle haben einen „Partner“ in der jeweils anderen Familie auf einer Wellenlänge, und es funktioniert total gut. So eine ideal passende Familie zu finden ist nicht immer einfach – gibt ja auch Familien, mit denen ich mir einen gemeinsamen Urlaub nicht so entspannt vorstelle. Wichtig ist, dass sich die Elternpaare gut verstehen und möglichst eine große Deckung verschiedener Weltansichten und auch Kindererziehung haben, denn für die Urlaubswoche sind wir alle für alle Kinder irgendwie mit verantwortlich und sollten uns über bestimmte Grenzen und Leitlinien einig sein.

Wir haben jetzt nie einen „Kriegsrat“ dazu abgehalten und unsere Statuten aufgestellt, und wir sind auch nicht in allen Dingen einer Meinung. Aber in den Wichtigen Dingen sind wir uns einig und vor allem fallen wir uns nicht gegenseitig in den Rücken, z.B. bei der Verteilung von Gummibärchen oder Eis (ein Rat, den ich auch an einzelne Elternpaare weitergeben kann! Ihr bildet zusammen die „Front“! Meinungsverschiedenheiten sind immer erwünscht, aber werden ohne Kinder ausdiskutiert. Vor den Kindern seid ihr einander solidarisch, und wenn einer was verbietet, kann der andere es nicht erlauben. Punkt.)

Das Ganze funktioniert auch nur, wenn beide Paare „intakt“ sind und bei dem gemeinsamen Projekt Familienurlaub gleichermaßen mitmachen. Natürlich gibt es so ein Urlaub auch her, dass einer mal mittags Schlaf nachholen kann, aber es muss auf der Paarebene abgesprochen sein – so, wie es idealerweise auch im Alltag funktioniert.

Marla komplett benäht – Body nach Schnabelina, Tunika Ottobre, Monkey Pants von Kid5

Eine kleine Bewährungsprobe war bei uns das Thema Streit unter den Kindern. Das hatten wir in den letzten Jahren nicht so. Mittlerweile sind speziell die großen vier aber in einem streitfähigen Alter, und allein unsere beiden gehen ja auch zuhause schon gut aufeinander los.

Auch im Urlaub gab es dann zum Ende der Woche ein paar heftige Auseinandersetzungen, die wir aber zum Glück alle gut lösen konnten, wenngleich nicht ohne Tränen.

Hier versteckt sich allerdings Zündstoff, und ich finde es wichtig darauf hinzuweisen, dass wir Großen uns nicht in die Streite der Kinder hineinziehen lassen und die Probleme eben auch „wie Große“ klären – mit den Kindern. Der Anlass in unserem Fall war jeweils nichtig; dahinter steckte wahrscheinlich eine gewisse Ermüdung und ein „Zuviel“ an Nähe – eine Woche mit einer ganzen anderen Familie so eng zusammen zu leben bedeutet für die Kinder auch Stress!

Das richtige Reiseziel und welche Fehler man vermeiden sollte
Beim Familienurlaub kann man schon bei der Buchung alles falsch machen: Ok, wenn Du nunmal der 5-Sterne-Hotel-all-inclusive-Urlauber mit Kinderanimation bist, und Dich jeden Urlaub ärgerst, dass Du das Hotelzimmer nicht gescheit abdunkeln kannst oder dass Deine Kinder sich beim Essen nicht benehmen – vielleicht sollte es doch mal was „bodenständigeres“ sein?


Die Anfahrt in den Familienurlaub sollte für alle Beteiligten in einem überschaubaren Rahmen liegen, speziell wenn Kinder berühmt für Reisekrankheit sind. Außerdem müssen wir nicht glauben, dass besonders weit weg oder besonders teuer auch besonders gut für die Kinder ist. (Besonders teuer fällt allerspätestens ab dem dritten Kind sowieso erstmal aus, bis die fertig sind mit Studieren — hoffentlich!? )

Meiner Erfahrung nach sind gerade junge Kinder vollkommen zufrieden, wenn sie eine Woche lang im Sand sitzen und Wasser in der Nähe zum Matschen haben. Ob sie das an der Ostsee oder Mallorca oder in Florida oder Australien machen ist den Kindern völlig wumpe. Die erinnern sich am Ende an so Sachen wie eine besonders coole Ritterburg, die sie gebaut haben, oder ein riesengroßes Eis, das sie bekommen haben.

Neben Sand und Wasser (das hatten wir in unseren letzten Urlauben) gibt es noch was, was Kinder im Kindergartenalter super finden: Tiere.
Das war in diesem Jahr auch ausschlaggebend für unser Reiseziel, die Ziegenalm Sophienhof im Harz. Wir haben bereits in unserem letzten Urlaub gemerkt, dass die Kinder sich sehr gut den ganzen Tag mit Tieren beschäftigen können. Der Harz war als Reiseziel außerdem ideal, also haben wir recht bald die „Ziegenalm“ gefunden und dort zwei Ferienwohnungen in einem Haus gebucht.

Der aufmerksame Leser hat richtig erkannt: Wir haben unser Ziel nach den Bedürfnissen der Kinder ausgewählt. Wellness und Erholung machen wir ein anderes Mal! Ich glaube, dass dies am wichtigsten für den gelungenen Familienurlaub ohne Stress ist: Dass die Kinder gut beschäftigt sind und sich wohl fühlen. Dann finden auch wir die Lücken und Nischen, in denen wir entspannen können.

Die beiden Ferienwohnungen erwiesen sich als ideal für uns – beide Wohnungen waren nur durch einen kurzen Flur getrennt, und wir hatten so eine große Etage plus schönem, verwilderten Garten für uns, das war super: Die Kinder hatten draußen viel Gelegenheit Abenteuer zu erleben und was zu entdecken. Die eigentliche Ziegenalm lag in Fußnähe, sodass wir außerdem jeden Tag die Ziegen sehen und füttern konnten.

Das war schade an der Lage der Wohnungen: Wir waren nicht direkt auf dem Hof, etwas mehr Interaktion hätten wir uns da im ersten Moment gewünscht, aber auch so war es nah genug dran, und so haben wir die Kinder auch mal von den Ziegen weggekriegt.

Von der Ziegenalm Sophienhof aus haben wir viele wunderschöne Ausflüge und auch eine schöne Wanderung unternommen – die Sonne sonnte uns wohl, und ich muss sagen, dass der Harz gerade für Tagesausflüge mit Kindern sehr sehr viel zu bieten hat. Da uns Strand und Meer fehlten, war unser Urlaub entsprechend programmintensiv.

Unsere Ausflüge


Von der Ziegenalm aus war es nicht weit zum Rabensteiner Stollen, den wir auch als erstes besichtigt haben.

Ich fand das Kohle-Bergwerk sehr interessant, allerdings muss ich als Mama von Kleinkindern das Fazit ziehen: So toll war es für die Kleinen nicht! Das jüngste Kind sollte schon fünf bis sechs Jahre sein um inhaltlich überhaupt folgen zu können.

Unser Sohn Jesper hatte mit seinen vier Jahren Angst, gerade beim Runterfahren: Wir sind mit einer kleinen Bahn in einen stockfinsteren Tunnel gefahren; ich habe Finja vor mir festgehalten, Jesper saß hinter mir und klammerte sich an mich, und Stefan hielt Marla fest.
Wir hatten auch einen Tragerucksack dabei, aber durch die niedrigen Decken durften wir Marla nicht reinsetzen – ich hatte sie also die meiste Zeit der knapp einstündigen Führung auf dem Arm. Und sie wand sich und wollte runter, jammerte, verlor andauernd ihren Helm und nur mit Mühe und Not NICHT ihren Schnuller.

Jesper im Raglan T-Shirt nach Ottobre

Fazit: Bergwerke erst in ein paar Jahren wieder! Grundsätzlich ist der Rabensteiner Stollen aber ein schönes Ziel für einen Familienausflug, und gerade abenteuerlustige Kids werden voll auf ihre Kosten kommen!

Pullman City – Westernstadt im Harz
Am nächsten Tag trafen wir es besser: Wir haben uns wieder auf eine Zeitreise begeben und Pullman City, die Westernstadt im Harz, besucht. Von der Ziegenalm aus liegt die ca. eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt. Montag und Freitag kommt man zum halben Preis rein, und so zog es uns dann dorthin – ein voller Erfolg!

Besonders gefallen hat uns hier der gewaltfreie Ansatz. Die amerikanische Geschichte ist bis in die heutige Zeit blutig, und der Genozid an den Ureinwohnern des Kontinents ist noch lange nicht aufgearbeitet. Insofern kann man vor dem Besuch der Westernstadt im Harz tatsächlich gewisse Ressentiments pflegen. Wir haben uns darauf eingelassen und eben besonders die positive Feststellung gemacht, dass es eine Wild-West-Show ohne knallende Colts und Gewalt geben kann.

Die Westernstadt ist wirklich nett aufgebaut mit reichlich Verpflegungsmöglichkeiten, Unterhaltung (tolle Pferdeshow!!!), einem super Spielplatz und Ponyreiten, dem Highlight für unsere Kinder. Nun folgt eine kleine Bilderflut um ein paar Eindrücke der Westernstadt zu bekommen:

Es gab auch ein authentisches Trapperlager, ein Mandan-Erdhaus, ein Museum zur amerikanischen Geschichte der Kolonialzeit, und vieles mehr!

Uns und allen Kindern hat der Ausflug in die Westernstadt sehr gut gefallen, und wir würden gern wieder hinfahren!

Finja im Raglankleid nach klimperklein

Der Brocken
Man kann gar nicht in den Harz fahren ohne den Brocken zu sehen – wir wollten uns fast aus Kostengründen drücken. Man kommt nur zu Fuß oder mit der Harzer Schmalspurbahn hinauf, und das Ticket für einen Erwachsenen ist dermaßen unverschämt teuer, dass wir eigentlich nicht hinauf wollten. 

Aber wenn man schonmal da ist… Und es fährt eine echte Dampflok… und alles andere kostet auch Geld…

  
Wir haben es also getan und sind mit der Dampflok hinauf gefahren! Bewusst sind wir ab Drei Annen Hohne zugestiegen um eine möglichst kurze Fahrt zu haben. Mit einer knappen Stunde war auch unsere Belastungsgrenze erreicht – für die Kinder ist es natürlich ein Stückchen aufregend, aber nach einer halben Stunde muss man sich schon was einfallen lassen. Und die Babies im Alter von einem halben und einem Jahr war die Bahnfahrt auch eher nicht so interessant.

Oben angekommen war es windig und kalt, und auf dem Rundweg ging schnell das Geheule von zwei Kindern los: Zu windig, zu kalt, Hunger, Füße tun weh etc…
Es war schon nicht so leicht die Motivation zu halten. Die Aussicht aber war grandios:

Nach dem Rundweg und einer Brotzeit ging es dann zurück – trotz der Anstrengung und des Fahrpreises war es schön dort gewesen zu sein. Zumindest ich hatte zuvor noch nie die Gelegenheit!

Thale
Einer unserer letzten, sehr gelungenen Ausflüge führte uns in die Stadt Thale, die neben einem mystischen Wanderweg durch die Stadt ein paar schöne Spielplätze, eine Gondelbahn und natürlich den Hexentanzplatz zu bieten hat!

Vor dieser wunderschönen Kulisse kommt richtig „Harz-Feeling“ auf: Hier ist der Nationalpark Harz richtig nah!

Diese Bilder sind aus der Gondelbahn heraus entstanden, die mich ja doch etwas Überwindung gekostet hat zu betreten, ich bin da eher so der Schisser.

 Mit der Gondelbahn ging es hinauf zum Hexentanzplatz, einem beliebten Touristenziel, das auch für Kinder einiges zu bieten hat.

 Da sitzt er, der Beelzebub:


In der Nähe stand natürlich auch ein Hexenhaus auf dem Kopf, das ich mit den vier großen Kindern besichtigt habe – sehr nett gemacht, und ich bin ja empfänglich für die ganzen Symbole und alles rund um Hexen und Teufel, daher noch zwei Bilder aus dem Haus, in dem alles auf dem Kopf steht. Eine uralte Nähmaschine hing da auch unter der Decke, und ein Spinnrad, aber das Licht war zu dunkel – da müsst ihr dann wohl selber hinfahren und gucken!

Ach ja, einen Tierpark gibt’s da auch noch zu besuchen, und unten bei der Gondelbahn gibt’s einen tollen Spielplatz (ok, die haben auch diese ganzen elektrischen Karussels und so, wo man nen Euro reinstecken muss, aber unsere waren mit dem „Schiff“ dort total happy) und für größere Kinder einen Kletterwald. Also: Thale ist auf jeden Fall eine Reise wert!

Jetzt verabschiede ich mich – vielen Dank für’s Lesen, ich hoffe, der Artikel hat Dir gefallen?

Bis bald,
Sonja

Hinweis: Dieser Blogpost enthält eine Menge Reise- und Ausflugsempfehlungen, allerdings KEINE WERBUNG. Weder die Reise noch Teile davon wurden in irgendeiner Form gesponsort. Sollten Sie an einer Kooperation interessiert sein, schreiben Sie mir gern eine Mail. Vielen Dank.

 

Wieder da!

Ich melde mich aus dem Urlaub zurück! Wir haben eine wunderschöne,
sonnige Woche im Harz verbracht – mit sechs Kindern und vier Erwachsenen
war es turbulent und spaßig. Jetzt sortiere ich noch ein wenig Wäsche,
Fotos und andere Projekte, bevor es hier auf dem Blog wieder vorwärts
geht.

Demnächst stehen hier einige Projekte an, z.B. die Veröffentlichung meines ersten „richtigen“ E-Books, für das sich das Probenähen derzeit dem Ende zuneigt. Außerdem habe ich eine Idee für eine Themenwoche, für die ich vielleicht noch ein paar andere Bloggerinnen begeistern kann (bei Interesse schreib mir am besten eine Mail an thecraftingcafe@posteo.de), jede Menge Nähwerke und einen ausführlichen Bericht über unseren Urlaub mit sechs Kindern im Harz – und wie man dabei die Nerven behält.

Mit diesem kurzen Blitzlicht auf kommende Inhalte verabschiede ich mich vorerst zu den Montagsfreuden.

Euch allen eine gute Woche!
Sonja