Kategorie: Für mich nähen

Es RUMSt mit Kleid! Neu genäht: Ethnoliebe!

„Ethnoliebe“* von Jojolinoenthält Werbelinks

Mein Juni-RUMS stand noch aus. Einmal im Monat RUMS hatte ich mir vorgenommen. Und dieses Mal ist es etwas ganz Besonderes geworden! Den Schnitt für dieses Kleid habe ich mir schon gekauft, als das ebook erschienen ist – das war im letzten Herbst, und ich war da noch schwanger. Die Rede ist von „Ethnoliebe“* von Jojolino, einem unglaublich schönen Schnitt, der genau meinen Geschmack getroffen hat.

Seitdem habe ich also gewartet um mir dieses wunderschöne Kleid zu nähen! Jetzt war es endlich soweit! Am Montag hatte ich dieses Kleid schon kurz in meiner Kolumne gezeigt. Heute stelle ich es euch etwas genauer vor.

Ethnoliebe von Jojolino

Es gibt so Schnittmuster, bei denen ich einfach zuschlage. Dieses war so eins: Ethnoliebe von Jojolino.* Die Fransen vorn haben mich gleich überzeugt, die wollte ich haben! (Die kaschieren auch ein bisschen den Rest-Schwanger-Bauch…)

Das Kleid kann man auch als Shirt nähen. Die Fransen kann man auch in unterschiedlichen Längen gestalten. Ich habe mich für die lange Variante entschieden – ich finde, das passt irgendwie zu mir.

Genäht habe ich in 38 und bin sehr zufrieden mit der Passform. Die Anleitung ist sehr professionell und lässt keine Fragen offen. Beim Nähen muss man beim Einfassen der Ärmel ein bisschen aufpassen, dass man alle Stofflagen drin hat, aber sonst ist das Kleid leicht zu nähen.

 Stoffe

Vernäht habe ich schlichten, schwarzen Jersey und ein Reststück von Lillestoff. Ich hatte mir bereits eine MamaSun daraus genäht. Ich fand den Feder-Stoff (ich stehe auf Federn) sehr passend für Ethnoliebe.

Ich liebe mein neues Kleid! Und jetzt verlinke ich noch mit dem Blogsommer und natürlich RUMS! Wie gefällt es dir?

Lieber Gruß,

Sonja

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RUMS mit neuem Sweat-Mantel

Einmal im Monat bei RUMS mitmachen – das hab ich mir vorgenommen. Nach vier Schwangerschaften und ganz viel Mamasein wird es einfach Zeit, dass ich etwas mehr „für mich“ mache. Letzten Monat habe ich mein selbst genähtes Yoga-Outfit gezeigt. Diesen Monat habe ich mir einen Sweat-Mantel genäht. Denn trotz der Sonne ist es ja auch mal schattig, und so für lange Sommerabende brauchte ich was für den berühmten „Übergang“.

 

Der Schnitt: Lady’s Jackenwahnsinn

Nein, kein Freebook heute. Ich nähe ja auch gern Freebooks, aber es gibt eben ein paar Schnittmuster, die ich mir einfach kaufe – ich kenne ja inzwischen auch die Designer-Seite. Ich weiß, wieviel Arbeit in einem ebook steckt, und wieviel Herzblut, wenn man sein eigenes kleines Business hat. Und wie schön das ist, wenn die eigenen Produkte Käufer finden!

Neulich stolperte ist über den Spruch „when you buy from a small business, someone actually does a little happy dance.“ Da steckt was Wahres drin, denn mir geht das so, wenn ich was verkaufe: Mein Herz macht jedes Mal einen kleinen Sprung und beflügelt mich zu mehr! Nicht weil ich so geldgeil bin, sondern weil ein Kauf viel mehr Wertschätzung gegenüber einem ebook ist, als wenn man einfach nur das freebook runterlädt und dann auf seiner Festplatte vergisst. (Hand aufs Herz: Wieviele freebooks warten bei euch darauf vernäht zu werden? Bei mir sind es ziemlich viele!)


Zurück zu dem Schnittmuster für den Sweat-Mantel: Er heißt „Lady’s kunterbunter Jackenwahnsinn“ und ist von Virginie. Zu ihrem Makerist-Shop geht es hier entlang.

Mein Jackenwahnsinn

Das Schnittmuster ist sehr vielseitig: Man kann seinen Jackenwahnsinn als Jacke oder Mantel nähen, jeweils gefüttert oder ungefüttert. Außerdem gibt es zwei Kapuzenvarianten. Ich wollte eigentlich die große Kapuze, aber da fehlte mir ein halber Meter Stoff, daher habe ich dann die kleine Kapuze genäht, die mir aber auch gut gefällt.

Die Taschen kann man aufsetzen oder in die Seitennaht einfassen – das habe ich gemacht! Außerdem habe ich mich für einen schrägen Reißverschluss und die Vokuhila-Variante entschieden.

Abwandlungen

Laut dem Schnittmuster für den Sweat-Mantel kann man hinten einen Tunnelzug machen. Ich hatte darauf verzichtet, aber dann am Ende festgestellt, dass es für die Passform besser gewesen wäre. Ich hatte dummerweise eine Größe zu groß zugeschnitten, weil ich mir mit den Angaben in der Tabelle unsicher war und auf Nummer sicher gehen wollte. Jetzt wirkt mein Sweat-Mantel doch sehr groß, der Gemütlichkeit tut es aber keinen Abbruch.

Damit der Mantel nicht zu sehr nach Zirkuszelt aussieht, habe ich freihand hinten und vorn Abnäher eingenäht, um ihn etwas mehr auf Figur zu bringen.

Insgesamt sage ich zu dem ebook: Der Schnitt ist toll! Beim nächsten Mal nähe ich aber eine Nummer kleiner. Die Anleitung hat leichte Defizite – das könnte an der ein oder anderen Stelle genauer sein, z.B. bei der Beschreibung für den Reißverschluss oder den Eingrifftaschen. Wenn man aber Schritt für Schritt vorgeht, erklärt es sich dann von selbst, wie das gemeint ist. (Burdaanleitungen sind deutlich schlimmer.)

Stoff

Ich trage meinen Sweat-Mantel sehr sehr gern! Der Federstoff ist ein angerauhter Sweat von Poppy – irgendwie greife ich da immer wieder zu, auch wenn ich gar nicht gezielt nach bestimmten Designern suche! Ich liebe das Design!

 

 

Jetzt ab damit zu RUMS und zu Weibsdinge!

Lieber Gruß,
Sonja

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Taschen-Sew-Along: Meine Patchwork-Tasche

Oh Mann… puh… *schnauf*
Gerade noch geschafft! Von wegen Zeitmanagement! Ich stelle heute meine neue Patchwork-Tasche vor, und sie rutscht noch so eben in den Taschen-Sew-Along von Greenfietsen zum Thema „Patch it!“ Eigentlich wollte ich bei dieser schönen Aktion viel mehr mitmachen, aber irgendwie schaffe ich es dann leider doch eher selten. Deshalb freue ich mich doppelt, dass ich heute dabei bin und euch meine roXXanne einmal in Patchwork-Optik vorstellen darf.

Taschen-Sew-Along: März 2017

„Gefordert“ war eine Patchworktasche. Und ich brauchte eine neue Tasche für meinen Kinderwagen, mit der ich auch ein bisschen was mitkriege, wenn ich einkaufen gehe. Genäht habe ich eine roXXanne in Gr. 3, wenn ich an dieser Stelle mal mein eigenes eBook promoten darf.

roXXanne

Ich habe bei dieser Tasche auf die Schnürung verzichtet und den mittleren Teil durch ein großes Patchwork ersetzt, damit es thematisch passt. Inspiriert wurde diese Idee auch durch Ellens roXXanne aus dem Probenähen – sie hatte damals auch die Mitte verbreitert um eine unglaublich geniale Steampunk-Stickerei in Szene zu setzen.

Um für mich alltagstauglich zu sein, habe ich sie sowohl mit Tragehenkeln versehen, als auch Trageringe für einen Gurt an den Seiten angebracht. So kann ich sie einfach an den Kinderwagen klicken – wir erinnern uns an die 10-Minuten-Universalaufhängung für den Kinderwagen, die (*EDIT*) inzwischen auch als Freebook zusammen mit meinem Kinderwagen-Sonnensegel erschienen ist.

Schnittanpassungen

Für das Patchwork habe ich die Mitte verbreitert. Dazu habe ich einfach mithilfe des Schneiderlineals 4cm in der Mitte hinzugefügt und entsprechend an den Außenteilen der Vorderseite abgezogen.
(Dummerweise habe ich dabei die Nahtzugabe vergessen – blöd! Aber ich konnte den Fehler noch hinschummeln; die anderen Teile hatte ich alle schon zugeschnitten und mit Vlieseline bebügelt… Naja, die habe ich dann auch an den Seiten gekürzt…)

roXXanne als Patchwork-Tasche

Das Muster, das ich verwendet habe, heißt „Schneckenpfad“. Ich habe die Anleitung dazu aus diesem Buch, das mein Mann mir mal vor Jahren geschenkt hat. Wer nach der Anleitung im Internet sucht, wird mit Sicherheit auch fündig werden.

Ich habe also zunächst den „Schneckenpfad“ genäht und dann das Mittel-Teil daraus zugeschnitten (und hierbei nicht an die Nahtzugabe gedacht…).

Innen hat die Tasche ein Reißverschluss-Innenfach und ansonsten Platz für meine ganzen Sachen, die ich immer so mit rumschleppe, plus Kapazitäten für einen Einkauf. Das wurde in der Größe 2 dann doch etwas eng, obwohl ich meine roXXanne immer noch gern trage.

Damit geht es jetzt ab zum Sew-Along und ein paar anderen Linkparties – mal sehen, was die anderen Mädels zu genäht haben!

Lieber Gruß,
Sonja

Linkparties:
Old Jeans New Bag
TT-Taschen und Täschchen
RUMS
Mount Denim Ade





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RUMS. Mit Yoga.

Ich war über ein Jahr nicht bei RUMS dabei. Ungefähr so lange hab ich tatsächlich keine Sachen mehr für mich zum Anziehen genäht. Für mich mit Kugel hat es sich irgendwie nicht gelohnt – Vincent war ja nun auch das letzte Kind, soviel steht immer noch fest. Umso mehr habe ich es genossen zum Ende der Schwangerschaft dieses bequeme Wohlfühl-Yoga-Set für mich zu nähen: Mein neues Yoga-Outfit! Und während ich meine neue Yoga-Hose und das schöne Top vorstelle, erzähl ich euch ein bisschen was über meine Yogageschichte und was das mit den ganzen Schwangerschaften zu tun hat…

Yoga und ich: Die Anfänge

Ich bin über das Kinderkriegen zum Yoga gekommen, genauer: Über einen geburtsvorbereitenden Yogakurs. Ich war damals zum ersten Mal schwanger, arbeitslos, frisch in meine Heimatstadt Paderborn zurückgezogen – und irgendwelche Probleme hatte ich damals irgendwie immer. So richtig „wirken“ konnte der Kurs noch nicht.

Nach der Geburt von Finja habe ich dann einen Yoga-Rückbildungskurs gemacht. Auch da hatte ich irgendwie andere Sorgen und hab das Yoga gar nicht als Yoga wahrgenommen. Aber als Schwangere oder überhaupt als Mama macht man heutzutage Yoga – ich also auch.

Ich hab Chai-Tee getrunken und „Yoga gemacht“, zur Rückbildung. Das war ne nette Gruppe und eine schöne Atmosphäre (übrigens auch damals schon alles hier im Geburtshaus Paderborn), aber so richtig als Yogi bezeichnet hätte ich mich damals nicht.

Yoga zum Zweiten

Während der zweiten Schwangerschaft sind wir in den Süden Hamburgs gezogen. Wegen Stefans Arbeit. Ich war bereits schwanger und hatte wieder alle möglichen Probleme: Zum ersten Mal Mama (Finja war damals gerade ein Jahr alt), zum zweiten Mal schwanger, gerade umgezogen, weiterhin arbeitslos und ohne irgendwen zu kennen. Stefan war die ganze Woche weg, und ich hing also da und musste mich in allem neu orientieren.

Die Rettung war ein Yoga-Schwangeren-Kurs. Der fand immer donnerstags von 20h bis 22h statt, und der wurde mein Anker und Lichtblick einer jeden Woche! Ich hatte selten Lust hinzufahren, aber wenn ich zurückkam, war ich „aufgeladen“, fühlte mich fit und vital.

Der Kurs wurde von zwei Hebammen geleitet; jede gab immer sieben Wochen Kurs im Wechsel. Beide habe ich bewundert: Beide waren vierfache Mütter, die eine war damals selbst mit ihrem fünften Kind schwanger; heute hat sie sogar sechs Kinder und hat ein Yoga-Familienzentrum in Buchholz in der Nordheide gegründet, den „Yoga Circus“. Ich habe außerdem HIER ein schönes Interview mit ihr gefunden.

Wer das große Glück hat schwanger zu sein und in ihrer Nähe zu wohnen, sollte sich vertrauensvoll an sie wenden – sie ist nicht nur eine fantastische Frau, Hebamme und Yogalehrerin, sondern auch diejenige, die mir auf meinem Weg vom Kaiserschnitt zur Traumgeburt maßgeblich geholfen hat (und sie weiß es nicht einmal). Darüber werde ich im Einzelnen noch schreiben (ich weiß, es warten schon einige darauf, aber dafür muss die Zeit reif sein, Mädels. Ich taste mich langsam heran!).

Nach Jespers Geburt ging es mit Rückbildungs-Yoga weiter. Ich hatte immer noch alle möglichen Probleme mit meinen zwei kleinen Kindern und unter der Woche alleinerziehend, weil Stefan von montags früh bis freitags spät weg war.

Etwa zwei Jahre später begann ich zu arbeiten und hatte wieder viele Probleme: Meine beiden Kinder morgends früh zur Kita karren war eine Katastrophe, die Stimmung im Büro auch. Nachmittags knatschige Kinder abholen, und am Ende des Monats hatte sich der Aufwand nicht einmal finanziell gelohnt. Meine Rettung war der erste reguläre Yogakurs, den ich bei Nina Mann belegt habe.

Yoga zum Dritten

Der erste schwangerschaftsunabhängige Yoga-Kurs hat mich endgültig von Yoga überzeugt: Es ist schon was anderes, ob man beim Yoga schwanger ist oder nicht. Erstmals konnte ich Yoga voll mitmachen und erleben, nicht „nur“ das bauchmuskelfreie Schwangerenyoga, das mir ja dennoch gut getan hatte. Nina ist übrigens eine fantastische Trainerin – in ihrem Kurs habe ich zum ersten Mal erlebt, was Yoga kann. Nach dem Kurs habe ich mich immer gefühlt wie frisch durchgeknetet. Und dabei voller Kraft, Energie und innerer Ruhe. Und: Bauchmuskeln!

Zu Beginn der dritten Schwangerschaft bin ich wieder zum Schwangeren-Yoga gegangen. Nach einem Kaiserschnitt und einer Saugglocken-Geburt hatte ich mir vorgenommen, mein drittes Kind im Geburtshaus Paderborn zur Welt zu bringen. Dass wir wieder zurück nach Paderborn wollten, kristallisierte sich zu dem Zeitpunkt heraus.

In diesem Kurs klärte Alexandra uns in einer Sitzung über Geburten (in Krankenhäusern) auf – und bestärkte mich darin, Marla im Geburtshaus zu kriegen, was dann ja auch so kam.

Yoga zum Vierten

Die Probleme waren weniger geworden. Ich war immer noch unter der Woche alleinerziehend (von Mo-Do), aber vieles hatte sich positiv entwickelt, und ich habe es tatsächlich auch zum vierten Kind geschafft einen Yoga-Kurs zu besuchen! Hier.

Wieder hat mich dieser Kurs auf meiner (spirituellen) Reise weiter gebracht. Vor allem habe ich durch die Yoga-Praxis mein Körper-Bewusstsein geschult, was mir während der vierten Geburt, die die dritte noch einmal getoppt hat, unheimlich geholfen hat. Keine Geburt habe ich so bewusst wahrgenommen wie diese. Sie war perfekt. Auch dank Yoga.

Wie ist das bei euch? Macht ihr Yoga?

Namasté!
Sonja

PS: Das Yoga-Outfit

Für den nächsten Yoga-Kurs habe ich mir eine MamaSun von aefflyns to go (Freebook) aus Lillestoff genäht und dazu die Yogahose von leni pepunkt*. 

Verlinkt mit RUMS, Freebook Friday, Weekend Wonderland.

 

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roxxanne schnittmuster

Von der ersten Idee zum ebook ~ Beispiel roXXanne

Mein neues ebook roXXanne habe ich in den letzten Tagen ausführlich vorgestellt, und vielleicht hast Du schon die ein oder andere roXXanne im LookBook gesehen, aber ich hatte noch gar keine Gelegenheit meine genähten Taschen vorzustellen – das hole ich heute nach! Außerdem gibt es einen kleinen Einblick hinter meine Kulissen: Woher kam eigentlich die Idee? Und wie lief das mit der Umsetzung? Womit habe ich das Schnittmuster erstellt und wie habe ich das gelernt? Kurz: Wie kann man ein ebook erstellen? Falls Du Dich schon immer mal gefragt hast, wie eine Idee zum ebook wird – lese hier! 😉

roXXanne ~ erste Ideen

Sie war die erste: Damals hieß sie noch ganz schlicht „Lady“. Genäht habe ich sie im Gothic-Stil aus schwarzem Lackstoff.

Der Auslöser war ein Kundenauftrag, die Tasche sollte ein Geschenk werden. Ich hatte schon lange  die Idee im Kopf eine Tasche mit Frontschnürung zu machen. Aber irgendwie fehlten mir Zeit und Muße für das Projekt. Da kam mir der Auftrag gerade recht, und ich hab ein bisschen gebastelt und mit dem Adobe Illustrator experimentiert, mit dem ich meine Schnittmuster erstelle.

Du willst ein ebook erstellen? Am Beispiel meiner Tasche roxxanne zeige ich, wie ich es mache.

Wie erstellt man Schnittmuster mit dem Adobe Illustrator?

Tatsächlich hat gleich der erste Versuch auch „gepasst“! Wahnsinn! Das ist gar nicht so selbstverständlich, wie man meint. Wenn es so wäre, könnte man sich ja auch ein Probenähen sparen.

Ich war begeistert, die beschenkte Kundin glaub ich auch, und schon bald war die Idee geboren aus dem Schnitt ein eBook zu machen. Dass es am Ende drei Größen geben würde, war zu dem Zeitpunkt noch nicht klar – ich wollte eigentlich nur eine weitere Größe haben, weil der Prototyp für meinen Alltag einfach zu klein ist.

Für mich selbst wollte ich also eine größere Tasche. Das Entwerfen am Computer klappte gut. Und nein, ich zeichne nicht per Hand vor. Das kann man natürlich machen und dann einscannen und am PC nachzeichnen. Aber das Zeichnen, Scannen und Nachzeichnen spare ich und zeichne gleich im Computer. Wenn man allerdings noch nicht so der Profi in dem Programm ist, ist das eine Herausforderung.

Ich zeichne wie gesagt mit dem Adobe Illustrator, und den zu bedienen ist nicht einfach. Das Programm ist für mich als Laien sehr unübersichtlich. Ich wusste, dass viele Nähbloggerinnen aber damit ihre Schnittmuster zeichnen (und da sind tolle dabei!), aber WIE? Also habe ich umfangreich recherchiert und bin auf einen kostenlosen Online-Kurs (auf englisch!) gestoßen. Da werden ein paar sehr hilfreiche Basics vermittelt. Wer dann tiefer gehen will, muss entweder sehr viel Zeit und Grips investieren, oder den Folgekurs kaufen. Oder sich anderweitig in den Illustrator einarbeiten. Ich kann da inzwischen die Plattform Tutkit.com* sehr empfehlen, wo man hilfreiche Video-Tutorials auch zu Photoshop, WordPress und SEO findet.

Mir hat der Basis-Kurs sehr weitergeholfen. Hier findet ihr ihn. Ich muss noch dazu sagen, dass man damit wirklich nur ein paar Grundgriffe kennenlernt. Dann wirklich damit ein Schnittmuster zu erstellen, hat mich noch sehr viel Hirnschmalz und Nerven gekostet.

 

Nähanleitung schreiben: „Miss Tatendrang“ trifft „Miss Penibel“

Beim Nähen habe ich Bilder für die Anleitung gemacht (dank des Käferlein-Schnittmusters konnte ich schon auf ein paar Erfahrungen zurückgreifen). Anschließend folgte der Roh-Entwurf einer Nähanleitung. Diese Nähanleitung wird im Anschluss durch die Probenäherinnen auf Herz und Nieren geprüft. Es muss einfach alles passen!

Für einen kreativ-chaotischen Menschen wie mich ist das eine Herausforderung alle Materialangaben und Maße ganz genau parat zu haben. Ich bin ja hier Creative Director und Schnittdirectrice in Personalunion, und beide Funktionen erfordern völlig unterschiedliche Talente – ich rede hier von „Miss Tatendrang“ und „Miss Penibel“. Deshalb bin ich meinen Probenäherinnen unendlich dankbar, denn Fehler und Ungenauigkeiten will ich natürlich nicht in meinem ebook haben.

Probenähen und ebook erstellen

Gleich zu Beginn des Probenähens, das dann kurz darauf folgte, kam der Wunsch nach einer DRITTEN Größe, und auch mir war Größe 2 als Kinderwagentasche oder für einen größeren Einkauf zu klein. Größe 3 hat mich Zeit und Nerven gekostet, wenn ich ehrlich bin.
So einfach ist ein Schnittmuster ja nun auch nicht nach oben skaliert, und ab einer gewissen Größe „fällt“ die Tasche mit Schultergurt ja auch etwas anders – sprich: Sie sackt in der Mitte zusammen und lässt sich je nach Ladung nicht mehr so schön tragen.

Das sind unvorhersehbare Dinge, die sich in einem Probenähen plötzlich ergeben, und die erfordern Oragnisationstalent um sie dann möglichst schnell umzusetzen. Einen Tipp habe ich an dieser Stelle: Räum in deinem Terminkalender viel Platz für das Probenähen ein! Denn ob deine Anleitung verständlich ist, ob das Schnittmuster auch verstanden wird – das sagt dir dein Team! Ich persönlich veranstalte Probenähen nicht nur aus PR-Gründen, sondern um wirklich ein ehrliches Feedback vorab zu bekommen. Nichts wäre schlimmer als mit einem ebook auf den Markt zu treten, das einem dann um die Ohren fliegt!

Einen Lesetipp habe ich an dieser Stelle: Julia von Kreativlabor Berlin hat ein wunderbares Buch geschrieben: „Schnittmuster erstellen und verkaufen“*. Dieses Buch kann ich dir wärmstens empfehlen! Außerdem auch ihr Buch „Geld verdienen mit deinem Blog„* – diese beiden sind tatsächlich meine Bibeln und geben mir immer wieder Rückenwind, wenn ich mit meiner Bloggerei und Schnitterstellerei durchhänge!

Zurück zu roXXanne: Bei der dritten Größe wollte ich zusätzlich zum Schultergurt mit Schulterhenkeln zu arbeiten. Das Schnittmuster für Größe 3 hat also ein bisschen Zeit gebraucht. Die Nähanleitung wollte natürlich entsprechend angepasst werden.

Das hat alles ein bisschen gedauert. Gleichzeitig probten meine Kiddies hier in den letzten Wochen den Aufstand, und wir waren dann im Oktober unglaublich viel unterwegs und hatten rund ums Haus viele Umbauarbeiten (unter anderem mein Nähzimmer, mit dem ich zwischendurch auch noch umgezogen bin).

Nun ja – ich hab dann ja den Blog kurzerhand im Oktober weitgehend geschlossen, weil ich selbst zum ersten Mal seit ein paar Jahren an mein Limit gekommen bin. Momentan scheint sich alles wieder ein bisschen zu „normalisieren“ – zumindest die Kinder sind wieder etwas besser drauf, was sich umgehend in ruhigeren Nächten und etwas weniger Theater tagsüber zeigt.

„Meine“ Größe 3 begleitet mich auch fast täglich. Besonders als Kinderwagentasche und Shopper ist sie viel im Einsatz. Ich steh einfach auf Jeans-Upcyclings (und Paisley-Muster). Beide Leidenschaften konnte ich in meiner „Mama-Bag“ vereinen!

Zurück zu roXXanne: Das Probenähen lief sooooo toll, und die Mädels haben so wundervolle Taschen gezaubert. Es hat mir sehr gut getan, dass es wieder eine so schöne, harmonische und konstruktive Arbeitsatmosphäre war!
Für Schnitt und Anleitung gab es deutlich weniger Korrekturläufe als noch beim „Käferlein“, und ich fand, ich war auch von Anfang an besser organisiert (komischerweise begann das ganze Drama mit dem täglichen Nervenkrieg mit meinen Kindern genau dann, als das Probenähen losging – ich weiß nicht, ob es einen Zusammenhang gibt, aber ich bin froh, dass das Probenähen soooo entspannt war).

Das LookBook

Am Ende habe ich mich dann dank der superschönen Fotos auch noch in das Thema „LookBook“ eingearbeitet und werde auch nicht müde es immer wieder zu zeigen. Ja, ich bin auch echt stolz darauf, was wir da so geschafft haben! Das Lookbook habe ich mit Canva erstellt. Ihr könnt es unter diesem Link ansehen.

 

roXXanne – Der Name

Eine Anekdote  aus dem Probenähen muss ich noch erwähnen: Ursprünglich hieß roXXanne „Lady“. Das war erstmal der Arbeitstitel. Mir war aber klar, dass der nicht so toll ist. Also habe ich die Mädels im Probenähen gefragt, wie sie denn heißen soll. Der Vorschlag „Roxanne“ gefiel mir sofort. Die Probenäherin, die den Namen vorgeschlagen hat, sagte, sie hätte die ganze Zeit den Song von The Police im Ohr. Meine erste Assoziation war die dazu die Version aus „Moulin Rouge“ – hier verlinkt – und ich finde, die passt auch richtig gut ;).

Weitere Taschen

Eine weitere roXXanne ist dann noch entstanden – in Größe 1, als Kosmetik- oder Handtäschchen für den Weihnachtsmarkt (obwohl meine Tochter auch schon Interesse angemeldet hat):

 

Näh-Blogger Basics

Hast du Interesse an noch mehr Hintergrundwissen und Tipps? Dann schau doch mal in meine Serie „Näh-Blogger Basics“ rein – da schreibe ich regelmäßig Tipps speziell für Näh-Blogger. Auch Probenähen-Organisation und der Verkauf von ebooks wird noch Thema sein! Abonniere auch meinen Newsletter um keinen neuen Beitrag zu verpassen (unten  oder rechts auf der Seite).

Wenn du Fragen oder Themenwünsche hast – schreib mir einen Kommentar!

 

Ich hoffe, roXXanne gefällt dir auch? Vielen Dank fürs Lesen und Angucken! Ich verlinke noch mit TT-Taschen und Täschchen und dem Taschen-Sew-Along von Greenfietsen in der Hoffnung, dass der Beitrag nicht zu „werbend“ ist (?). Das war jetzt Zufall, dass es mit dem Sew-Along passte!

Außerdem verlinkt mit RUMS (immerhin behalte ich wenigstens zwei der Taschen für mich selbst!)

Lieber Gruß,
Sonja

*affiliate link: Bei Abschluss einer Mitgliedschaft über den mit * gekennzeichneten Link erhalte ich eine Provision, ohne dass Dir Mehrkosten entstehen. Meine Empfehlungen wähle ich sehr sorgfältig aus und stecke sehr viel Zeit und Arbeit in jeden meiner Beiträge. Über Provisionen und Werbung finanziere ich die laufenden Kosten dieses Blogs und kann auch zukünftig hochwertige Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen. Vielen Dank!

roXXanne. Schnittmuster Handtasche

Ich bin gerade ganz aufgeregt: Mein neuer Taschenschnitt „roXXanne“ ist fertig!! Ich habe die vergangenen Wochen (die wieder viel zu schnell vorbeivorbeigeflogen sind) ganz viel Zeit mit meinem neuen Schnittmuster verbracht, das ich heute endlich ankündigen darf! Gewinnen kannst Du es natürlich auch, und zwar bevor es offiziell verkauft wird! Zunächst stelle ich das neue Schnittmuster aber etwas genauer vor! Die Probenäherinnen haben wieder mal alles gegeben und wunderschöne Taschen genäht. roXXanne besticht durch ihren femininen Look, der je nach Stoffwahl sehr individuell ausfällt – ob aus Lack oder Dirndl-Stoff: roXXanne kann einfach alles.

roXXanne – das neue Schnittmuster für eine feminine Handtasche

roXXanne ist durch ihre auffällige Schnürung ein absoluter Eyecatcher. Je nach Stoffwahl wirkt sie sexy, verspielt, romantisch oder auch verrucht ;). Du kannst sie in drei Größen nähen – damit deckt sie unterschiedliche Bedürfnisse ab. Jede Größe ist übrigens auch einzeln als ebook erhältlich!

Die kleinste Größe ist eher ein kleines Handtäschchen und kann auch als Kosmetiktasche genutzt werden. Sie ist ideal für den Abend ins Kino, Theater, Konzert oder Essen gehen. Du erhältst die Einzelgröße z.B. in meinem Shop.

handtasche nähen

 

handtasche nähen

(c) Ingrid C. – roXXanne ohne Schnürung

(c) Manuela Z.

Größe 2 ist der perfekte Alltagsbegleiter. Es passt neben Portemonnaie, Handy, Taschentüchern auch ein Snack fürs Büro mit rein, oder ein Terminplaner. Für den Alltag im Büro ist das die perfekte Größe! Das Einzel-ebook findest du in meinem Shop hier.

handtasche nähen

(c) https://ellensschneiderstube.blogspot.de – mit Stickerei anstatt Schnürung. Die Mitte wurde verbreitert.

handtasche nähen

Handtasche nähen

(c) Manuela Z. – roXXanne 1 und 2 im Set

Die Größe 3 ist perfekt als Shopper oder Mama-Tasche. Hier passt alles rein – ich hänge sie auch gern an den Kinderwagen mithilfe meiner 5-Minuten-Kinderwagenaufhängung. Das ebook findest du als Einzelgröße hier in meinem Shop.

patchwork tasche nähen

Hier eine roXXanne mit Patchwork statt Schnürung

tasche nähen schnittmuster handtasche

 

LookBook

Die Designbeispiele aus dem Probenähen kannst Du Dir ausführlich in diesem LookBook anschauen: Die Probenähcrew hat wundervolle Taschen kreiert und abgelichtet! Schau dir die unterschiedlichen Stile und Modelle an – roXXanne kann wirklich universell eingesetzt werden.

 

 

Hier ist noch die Liste der anderen Probenäherinnen – auch hier wird das E-Book je einmal innerhalb der nächsten Tage verlost. Schau gern dort vorbei und erhöhe Deine Gewinnchance!
Sollte jemand doppelt gewinnen, wird ein neuer Gewinner unter den verbleibenden Teilnehmern ausgelost:

Marita von http://maritabw.blogspot.de/

Eva Kartoffeltiger von http://kartoffeltiger.blogspot.de/

Ellen von https://ellensschneiderstube.blogspot.de/

 Karo von 27stitcheslater (FB)

Vivi von http://kreavivitaet.de

Bianca P. von Julie Handmade (FB)

Abendstern von und mit http://rocknaehmaschine.blogspot.de/

Elly Nadine G. von El-Ra-Ya by Elly (FB)

Ingrid C. von Nähen & Sticken aus Leidenschaft (FB)

 

Veröffentlichung und Gewinnspiel

EDIT: Das Gewinnspiel ist abgeschlossen.

roXXanne bekommst du in Einzelgrößen oder als Komplettpaket in den folgenden Shops:

Crafting Shop: https://crafting-cafe.de/shop/

Makerist: https://www.makerist.de/users/the_crafting_cafe

Bis bald – ich verlinke noch mit „It’s new!“

Lieber Gruß,
Sonja

Kleine Kühltasche für unterwegs inkl. Tutorial

In unserer Urlaubs-Blogger-Woche ist heute der „Eistag“. Meine anderen Urlaubs-Bloggerinnen stellen heute fast alle leckere Eis-Rezepte vor. Bei mir gibt es zwar kein Eis-Rezept, aber meine Nähidee hat ein kleines Bisschen mit dem Thema zu tun: Bei mir gibt’s nämlich eine kleine Kühltasche inkl. Näh-Tutorial!

  
Kühltasche für unterwegs – Idee und Tutorial

Das Tutorial zum Nähen dieser kleinen Kühltasche stammt nicht von mir, sondern von Großmutter Käthe, die *HIER* ein Nähvideo mit der kompletten, anfängertauglichen Nähanleitung für die Kühltasche eingestellt hat. Ich bin bereits letztes Jahr darüber gestolpert, aber wie es dann so ist – es hat nun ein Jahr gedauert, bis ich das Projekt von meiner „To Sew“-Liste streichen konnte. Bitte – wenn ihr euch das Video anseht, abonniert doch gleich ihren Kanal. Sie hat viele, viele wunderbare Nähideen und -tricks auf Lager!


Mir gefiel sofort die Idee eine kleine, portable Kühltasche zu haben – für’s Büro oder (in meinem Fall eher) auch zum Einkaufen – da kann man auch gut auf die Frost-Plastiktüten im Supermarkt verzichten: Kühlware einfach in die kleine Kühltasche und fertig. So geht Müllvermeidung!

 

Schnittmuster – Maße und Variationsmöglichkeiten

Meine Kühltasche ist etwas größer als in dem Tutorial von Käthe. Der Grundschnitt ist sehr einfach (sowas liebe ich ja!); da bleibt genug Spielraum die Maße anzupassen. A propos Grundschnitt: Ich hab schon viele so kastenförmige Etuis genäht, aber noch nie nach diesem Schnitt wie Käthe ihn in dem Video zeigt. Der Look ist in etwa derselbe – am Ende hat man einen Kasten.

Mir gefällt dieser Zuschnitt; den finde ich auch einfacher als die, die ich sonst so genäht habe. Der wird sicherlich noch des Öfteren bei mir zum Einsatz kommen, in allen möglichen Größen, denn als Kosmetik- oder Kulturtasche kann ich mir den „Kasten“ genauso gut vorstellen.

Umsetzung und Seifenliebe

Als Außenstoff habe ich diesen wunderschönen „Seifenstoff“ verwendet. Der lächelte mich neulich beim Stoffhändler meines Vertrauens hier um die Ecke an. Erklärend muss ich dazu noch sagen, dass ich ja nicht nur nähe und häkle, sondern auch Seifen siede.

Leider ist das Seifensieden ein wenig in den Hintergrund meines Lebens gerückt, weil es mit viel Aufwand verbunden ist, speziell wenn man kleine Kinder im Haus hat. Und weil ich für eine Seife mindestens zwei Stunden am Stück absolute Ruhe brauche, da ich da ja mit hochgiftigen Chemikalien hantiere, bringe ich es vielleicht im Jahr auf eine oder auch mal gar keine „Seiferei“, was hoffentlich auch wieder besser wird, wenn unsere Kellerküche fertig ist.

Die Liebe zu handgesiedeten Seifen und auch zu nostalgischer Seifenwerbung ist ungebrochen. Hier bei uns hängt auch das ein oder andere Metallschild mit nostalgischer Seifenwerbung rum. Als ich dann also diesen Stoff erblickte, war es um mich geschehen! Ich liebe diesen Stoff!!!

Ich habe – anders als Käthe in dem Tutorial – den Außenstoff in Karos abgesteppt. Das hat den Hintergrund, das mein Thermolam nicht aufbügelbar ist. Ich habe dieses hier* verwendet. Ob es im Alltag wirklich taugt, muss ich noch ausprobieren. Es war das, was ich da hatte – ich werde über die Tauglichkeit berichten!

Innen habe ich wie Käthe Wachstuch verwendet.

Urlaubs-Blogger mit Gewinnspiel

Ich hoffe, Dir gefällt meine kleine Kühltasche? Das Eis dazu gibt es heute auf den anderen Urlaubs-Nähblogs, teils sogar mit Gewinnspiel! Es lohnt sich also, auch dort mal vorbeizugucken:

Marita von maritabw macht’s möglich zeigt heute einen leckeren Fantakuchen. Bei Annette von augensternHD & zauberkrone gibt es ein Rezept für ein Jogurt-Eis, Eva Kartoffeltiger von Kartoffeltiger zaubert auch ein eismaschinenunabhängiges Eis mit Gewinnspiel, Ellen von Ellens Schneiderstube macht auch Eis und verlost ein Buch zum Eismachen, und Susanna von und dann kam irma zeigt uns heute, wie man eine zuckersüße Eisapplikation auf Stoff bringt.

Hier noch einmal die Übersicht für diese Woche:

Alle Beiträge sind auch in der Urlaubs-Linkparty zu sehen, sowie in den Gruppen bei Facebook und Google+, bei denen auch Du Dich gern anschließen kannst! Wenn Du Lust hast bei der nächsten Themenwoche mitzumachen, schreib doch einfach einen kleinen Kommentar!

Ich verlinke noch mit TT, Urlaubs-Crafting, LyS.

Lieber Gruß,
Sonja

*affiliate link: Wenn Du über diesen Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision, vielen Dank.


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Urlaubs-Bloggerwoche mit Geldstück

Nach zwei Wochen Blogpause starte ich heute mit meiner ersten Nähblogger-Woche zum Thema „Urlaub (mit Kindern)“. Eine Woche lang werden wir Dir schöne Näh- und DIY-Ideen rund um das Thema vorstellen – dabei sind natürlich auch Freebooks, Tutorials und Rezepte, die den Sommer noch schöner machen.

Mit dabei sind maritabw macht’s möglich, augenstern-HD & Zauberkrone, KaRToFFeLTiGeR, Ellen’s Schneiderstube, Susi näht und …und dann kam Irma. Und ich kann schon jetzt sagen: Die Vorbereitungen dieser Woche haben so einen Spaß gemacht, dass ich es kaum erwarten kann alle Beiträge zu sehen. Ich denke auch, dass dies nicht die letzte Bloggerwoche zu einem Thema sein wird.

Mitmachen? Die Nähblogger-Urlaubs-Linkparty

Wir haben uns alle viele Gedanken gemacht, genäht, gebastelt, gekocht – und wir haben uns gedacht, dass das Thema viel zu schade ist um es auf diese eine Woche zu beschränken. Oder auch auf unseren kleinen Kreis. Deshalb startet mit der Nähblogger-Urlaubswoche auch eine Linkparty, bei der auch Du Deine Näh-, Bastel-, DIY- oder Food-Idee für den Urlaub (mit Kindern) verlinken kannst!

 

Urlaubs-Näh-Ideen auch Facebook und google+

Auch eine Facebook-Gruppe gibt es zum Thema, sowie eine google+ -Gruppe.

Um Dir schon einmal einen Überblick zu geben, habe ich hier eine kleine Themenübersicht, damit Du nichts verpasst:

Mein Geldstück

Nun geht es aber los, und ich zeige meinen ersten, kleinen Beitrag: Mein Geldstück nach dem Schnittmuster von Zwergstücke, das ich seinerzeit gewonnen habe und schon ganz lange nähen wollte. 

Jetzt zum Thema „Urlaub“ schien mir nun endlich die Zeit gekommen das Geldstück zu nähen. Ich habe für dieses Projekt sehr lange prokrastiniert. Denn als ich die Anleitung öffnete, hab ich sie gleich wieder zugemacht, weil mir das alles so komplex aussah. Ich und Mathe, so war das Feeling. Aber ich wollte ein Geldstück! Und bei der näheren Beschftigung stellte ich dann fest: Es ist eigentlich nicht schwer. Man muss ne Menge zuschneiden, oder zumindest fühlt es sich erstmal viel an. Aber soviel war es dann doch nicht. Und was soll ich sagen – ich glaub, das Geldstück hat mich „erwischt“!

Ich muss ja alles erst einmal genäht haben, bevor ich den Schnitt wirklich verstanden habe. Das trifft insbesondere auf das Geldstück zu. Zum Glück kenne ich mich ja inzwischen selbst auch ein bisschen und begreife dieses erste Geldstück als Probestück – ich freue mich nun schon auf das nächste, bei dem ich speziell bei den Fächern auf etwas mehr Tiefe achten werde.

Abgesehen davon bin ich sehr zufrieden mit meinem Geldstück:

 

… und damit verabschiede ich mich schon von meinem ersten Posting und verlinke passenderweise gleich dreifach bei Zwergstücke – nämlich bei Montagsfreuden, Link it und Weibsdinge – sowie TT, dem Sew-Along bei Greenfietsen und der Urlaubs-Crafting-Linkparty.

Jetzt schau ich noch, was die anderen heute so zeigen – ich bin ja schon so gespannt! – und wünsche eine schöne Woche!

Lieber Gruß, Sonja

Lady-ROCKER-RUMS

Dieses Mal bin ich auch wieder bei RUMS dabei, und zwar mit meinem neuen Lieblingspulli: Ein LadyRocker! Dieser Pulli kann zaubern. Wirklich wahr: Er zaubert Selbstbewusstsein!

Ich bin  – wie viele andere Frauen –  eher so der Zweifler und weiß auch nicht so recht und trau mich nicht. Das betrifft ganz viele Bereiche in meinem Leben. Und das ist nicht nur schade, sondern auch eine Baustelle, an der ich arbeiten möchte. Es geht nicht darum jetzt im Umkehrschluss ein Riesenego aufzupusten. Ich will mich nur nicht (mehr) kleiner machen als ich bin. Und mein neuer Lieblingspulli hilft mir dabei in doppelter Weise.

 

Schnitt und Stoff

In den Schnitt Lady Rockers von Mamahoch2 habe ich mich schon vor einer ganzen Weile verliebt. Von Anfang an wollte ich meinen LadyRocker aus Sweatshirtstoff nähen. Als ich nach einem Stoff für den Hoodie von meinem GöGa gesucht habe, war ich gleich nochmal verliebt: Die „Black Staaars“-Reihe von Farbenmix ist die Antwort auf meinen nie ausformulierten Wunsch nach einem schwarzen, coolen, salonfähigen und gleichzeitig deathmetaltauglichen Stoff. Kombiniert habe ich ihn mit schwarzem Sweat von buttinette.Wenn ich das mal so sagen darf. Es schlägt ein Rockerherz in meiner Brust.

 

Meine Lady Rockers – Version

In meiner Interpretation des Schnitts habe ich zwei Dinge anders gemacht als vorgegeben: Das eine ist das Experiment mit dem doppelten Saum. Ursprünglich hatte ich Bündchen unten gemacht, aber mein Hintern wurde dadurch so entenartig, das hab ich ganz schnell wieder verworfen (ok, vielleicht war das Bündchen zu eng. Es gefiel mir jedenfalls an mir nicht.)
Zuallererst hatte ich die Longversion des Schnitts fertig, die mir dann aber zu lang war (für dieses spezielle Projekt; ich werd das sicher nochmal als Longpulli nähen, grundsätzlich fand ich es schon gut). Aus dem abgeschnittenen Stoff unten habe ich dann kurzerhand den doppelten Saum gezaubert. Dabei habe ich auch das ursprüngliche Vorne hinten angenäht und umgekehrt, wie ihr in dem Rückenfoto sehen könnt.
Ich hab den Stoff wie bei Bündchen umgeschlagen und dann an den Shirtsaum genäht; dabei kam einer der vielen schönen Zierstiche meiner geliebten Nähma zum Einsatz (note to self: Noch mehr Stiche testen!).

Auch an den Armabschlüssen habe ich aus den Black Staaars ganz schmale Bündchen gemacht, da stehe ich zur Zeit drauf – gaaaanz schmale Bündchen, keine Ahnung wieso.

Und die letzte Änderung zum Originalschnitt: Eigentlich wollte ich die Hoodieversion nähen. Irgendwie überkam es mich dann beim Nähen, dass ich doch keine Kapuze will – eine spontane Eingebung. Die „normale“ Version laut Schnitt gefiel mir aber irgendwie auch nicht. Also habe ich nach einer Anprobe für die U-Boot-Ausschnitt-Variante entschieden, die mir auch jetzt noch am besten gefällt.

 

Zauberei

Und was soll ich sagen? Ich komme viel zu wenig dazu für mich zu nähen, aber wenn ich es mal mache, so wie jetzt, dann bin ich irre stolz auf mein Werk. Meine Tante und sehr gute Freundin kommentierte den Pulli mit strahlenden Augen: „Sonja, dieser Pulli, also der ist sowas von du!“
Genau, das ist er.
Ich weiß, dass es da draußen ganz viele gibt, die viel besser nähen oder fotografieren oder irgendwas anderes besser können als ich (jetzt mach ich mich schon wieder klein, dieser doofe Zweifel immer…). Auch dieser Pulli ist nicht perfekt, (wobei ich an dieser Stelle mal zu zwei gewissen Füchsinnen rüberwinke), aber es ist MEINER, und ich LIEBE ihn. Meine zweite Haut von nun an.

Ich bin so begeistert, dass ich auch mal ganz selbstbewusst in die Kamera gucken kann und sagen: „Hey, ich hab diesen richtig geilen Pulli gemacht, der mir am besten gefällt und den ich am liebsten von allen Klamotten in meinem Kleiderschrank habe!“
Und so hat mein LadyRocker mir auf dem Weg zum Selbstbewusstsein ein großes Stück Weg geebnet. Weil selbstgemacht. Und weil er mich so unvergleichlich toll kleidet. I’m beghosted.

Und nun ab damit zu RUMS und Sew it yourself. Mehr Schnittmuster für mich sammle ich übrigens auf meiner Pinterest-Wand „Nähen für mich“.

Bis bald, Sonja


Freebook: „Valery“ – Partnerhandschuh nähen

Der Valentinstag rückt näher. Es bleibt nicht mehr viel Zeit um noch schnell was zu nähen. Aber Valery geht ganz fix und ist anfängertauglich – Winterstoffresteverwertung inklusive. Wovon ich rede? Nun, ich habe ein Schnittmuster entworfen, und das gleich in zwei Versionen! Mit diesem Freebook nähst Du für Dich und Deinen Schatz einen Partnerhandschuh. Du kannst mit dem kostenlosen Schnittmuster auch für Geschwister einen Partnerhandschuh nähen. Oder Du nähst einen Eltern-Kind-Handschuh (denn irgendwie laufen wir Mamis ja mehr Hand-in-Hand mit unseren Kiddies statt mit unserem Partner, oder?
  

Partnerhandschuh nähen

 

Die Idee

Auf dem Weg zum Kindergarten gibt es eine gefährliche Stelle: Die Hauptstraße und einen Bahnübergang. Jeden Morgen ermahne ich meine beiden Großen sich an die Hände zu fassen und langsam zu gehen. (Ich schiebe ja die Kleine und kann maximal ein Kind an die Hand nehmen.) Das klappt mal mehr, mal weniger gut.

Jetzt war es in den vergangenen Wochen eher kalt. Ohne Handschuhe war es den Kindern meist unangenehm, weil die Hände kalt wurden und sie das nie hingekriegt haben ihre Hände jackenknutschend zu fassen. Und mit Handschuhen war es mehr Geheule und Gefluche, weil die Handschuhe rutschten, oder zu groß waren oder was weiß ich – ihr kennt das!

Da kam mir dann die Idee mit dem Partnerhandschuh für Kinder. Und weil Valentin auch schon von weitem den Zaunpfahl schwang, war die Deadline für dieses erste Schnittmuster von mir auch schon vorgegeben. Das Projekt „Valery“ war geboren. Wer nun also noch für den Valentinstag nähen möchte und dabei seine Winterstoffreste verwerten will, sollte sich überlegen, ob es nicht vielleicht eine Valery werden soll.

Partnerhandschuh nähen

Ich will an dieser Stelle keine Wissenschaft daraus machen. Valery ist supereinfach zu nähen – wer schon einmal eine von olilus legendären Halssocken genäht hat oder auch eine Babypumphose, wie sie vielfach durchs Netz schwirren, kann Valery im Schlaf nähen und braucht nur das Schnittmuster. Ach was sag ich – die Nähma macht das ganz allein! Wer es sich trotzdem nicht zutraut, kann am Ende dieses Beitrags auch das Nähvideo meiner geschätzten Kollegin Eva Kartoffeltiger ansehen!

Valery in der Eltern-Kind-Version

Schnittmuster und Anleitung

Ich habe eine ausführliche, anfängertaugliche und bebilderte Schritt-für-Schritt-Nähanleitung geschrieben. Das komplette Freebook inkl. Schnittmuster und bebilderter Nähanleitung findet ihr in meinem Shop auf CrazyPatterns oder in meinem Shop hier auf der Seite zum Download.

 

EDIT

Ich habe diesen Post – und das Freebook „Valery Patnerhandschuh“ erstmals im Februar 2016 veröffentlicht. Im November 2016 habe ich das Freebook und den Schnitt überarbeitet, daher die Version „1.2“.

„Valery“ sehr großer Beliebtheit – was mich dazu bewog das Schnittmuster für den Partnerhandschuh und das dazugehörige Freebook einer Revision zu unterziehen und zu überarbeiten. Das hatte ich schon lange vor – mir fehlte nur irgendwie der richtige Moment um mich mit meinen „Altlasten“ zu beschäftigen.

Jetzt, im November 2016, sah ich diesen Moment für gekommen, und tatsächlich war es gar nicht soviel Aufwand, wie ich ursprünglich befürchtete. Die drei enthaltenen Schnittmuster habe ich leicht geändert – die Öffnungen für die Hände sind etwas größer geworden, und der Schnitt der Eltern-Kind-Version etwas „runder“.

Abgesehen davon habe ich den Text leicht überarbeitet und das Freebook vor allem optisch an meine beiden EBooks – die Käferlein Kindergartentasche und roXXanne – angepasst.

Nähvideo: Partnerhandschuh nähen

Eva Kartoffeltiger hat ein tolles Näh-Video zu „Valery“ gedreht, das ich gern hier einbette. Bitte vergesst nicht, Evas Youtube-Kanal zu abonnieren – sie hat unzählige Näh- und DIY-Videos online!

Lieber Gruß,
Sonja

 

Nun verlinke ich noch mit Nähfroschs „Kostenlose Schnittmuster“, Handmade on Tuesday, Kiddikram und Dienstagsdinge.

Lieber Gruß,
Sonja

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