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Kleiner Trotzkopf

In dieser Woche werde ich es leider nicht schaffen hier lange Posts zu schreiben: Nächste Woche fahren wir für eine Woche weg, und da will ja noch eine Liste abgearbeitet werden!

Deshalb zeige ich eins der jüngsten Nähwerke für Marla: Ein Schnabelina Trotzkopf in Gr. 80! Das kostenlose Schnittmuster dazu gibt es hier: KLICK.

Ich habe diesen süßen Stoff mit den Chucks gleich geliebt – bei dem Probenähen, bei dem ich dabei war, kam der auch zum Einsatz – Bilder davon folgen wahrscheinlich doch erst nach meinem Urlaub. 
Den Trotzkopf von Schnabelina mag ich einfach; die „Große“ hab ich damit ja auch schon benäht
Daher gibt es zu dem Schnitt auch gar nicht viel mehr Neues zu sagen (ich will mich ja eh kurz fassen).

Und damit verlinke ich bei Schnabelina, Creadienstag, Meitlisache und Sew Mini, und beim Nähfrosch!

Lieber Gruß,
Sonja

Ich durfte probenähen…

Psst, ich freue mich so, dass dieser süße Schnitt für Kinder in den Größen 56-116 demnächst veröffentlicht wird.

Das Probenähen dieses Schnittmusters zog sich aus verschiedenen Gründen ein bisschen – umso schöner ist es, dass dieses Projekt sich nun auf der Zielgeraden befindet und bald veröffentlicht wird! Genäht habe ich in den Größen 74 und 80, und ich kann schonmal verraten, dass Mamis, die gerne patchen, sich hier voll austoben können.

Mehr über den neuen Schnitt, der sich doch sehr von anderen Modellen abhebt, bald hier auf dem Blog!

Countdown zum Urlaub – auch das Käferlein will fertig werden!
Für mich beginnt mit den heutigen Montagsfreuden auch die Vorfreude auf den Urlaub! Dies als Ankündigung: In der kommenden Woche bin ich weg – insofern läuft für mich auch der Countdown für mein eigenes Probenähen. Da liege ich bisher gut im Zeitplan.

Derzeit arbeite ich noch an der Anleitung, die sehr umfangreich ist und nicht zuletzt durch das fachkundige und konstruktive Feedback meiner Probenäherinnen wächst und wächst und immer mehr Features und Klein-Tutorien dazu kommen.

Nach meinem Urlaub, über den ich natürlich auch berichten werde (ich glaube, das wird ein gaaanz toller Tipp für Familienurlaub – wir freuen uns hier schon alle wie verrückt!), geht das Käferlein dann in die Abschlussphase und wird dann voraussichtlich im Juni veröffentlicht. Es wird auch ein kleines Gewinnspiel geben – es lohnt sich also hier ab und an vorbeizugucken…

Und nun ruft erstmal der Alltag! Nebenbei kaufen wir gerade ein Haus, das wir dann auch noch umbauen wollen (Ich kriege ein Nähatelier! *freu* Darüber bald mehr), bereiten uns wie gesagt auf den Urlaub vor, unsere solidarische Landwirtschaft fordert den ein oder anderen Einsatz, und ab und an kümmere ich mich noch um Flüchtlinge… Aber bei so tollem Wetter fluppt das auch alles!

Kommt gut in die Woche!
Eure Sonja

Zwischenstand Probenähen der Käferlein Kindergartentasche

Heute möchte ich ein bisschen von meinem Probenähen berichten. Das heißt, ich möchte mich in erster Linie bei meinen Probenäherinnen bedanken, die mir schon so viel wertvolles Feedback gegeben haben!

Die ersten Taschen sind bereits fertig, und ich bin schlicht und ergreifend begeistert, was „die Mädels“ aus dem Schnitt so zaubern. Wir brennen alle darauf endlich mal ein paar Taschen zu zeigen. Einige der Probenäherinnen haben schon sehr lieb über den Schnitt gebloggt – es ist eine Kindergartentasche, die aber auch als Handtasche genäht werden kann. Durch das Baukastenprinzip lassen sich beliebig viele Gadgets anbringen – z.B. Einschubtaschen, ein Namensfach, ein Geheimfach, ein Ring für einen Anhänger, usw.

Durch das Probenähen kamen nochmal sehr sehr viele Ideen dazu. Der eigenen Phantasie sind bei der Kindergartentasche wirklich keine Grenzen gesetzt. Ob schlicht oder knallig bunt – alles ist möglich; alle Designbeispiele sind einfach toll geworden (ohne zu übertreiben). Was mich persönlich jedes Mal freut, ist einfach die Sache an sich: Ich habe einen Schnitt entwickelt, nach dem jetzt so wundervolle kleine Kunstwerke entstehen. Mein Herz macht jedes Mal einen Sprung, und ich sage DANKE an die Probenäherinnen, denn ohne Euch wäre das gar nicht möglich. Ihr seid die ersten, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben.

Und um sie alle einmal namentlich zu nennen – hier findet ihr sie:

Anja – https://m.facebook.com/Stepptanznadel/ 
augenstern-HD & ZAUBERKRONE – http://augenstern-hdzauberkrone.blogspot.de/
Barbara – ohne Blog
Ellens Schneiderstube – http://ellensschneiderstube.blogspot.de/
Sabine von EmmA Ostsee – https://www.facebook.com/emmaostsee
Emmi´s cuties, Sabine Grüner – https://www.facebook.com/Emmis-cuties-915449291885115/
eVa KaRToFFeLTiGer – http://kartoffeltiger.blogspot.de/
Heidi – https://www.facebook.com/Omaheidiskreativecke/
Noemi von Mama Nachteule – www.facebook.com/Mama.Nachteule
Manuela – ohne Blog
Maralutti – https://www.facebook.com/maralutti/
Maritabw – http://maritabw.blogspot.de/
Susi näht – http://susinaeht.jimdo.de

Aktuell bin ich noch in der Überarbeitung der Nähanleitung, für die ich sehr viele wertvolle Tipps erhalten habe. Es wird noch weiter probegenäht werden. Bis dann alles passt, wird es mit Sicherheit Ende Mai 2016 werden. Ein genaueres Veröffentlichungsdatum kann ich hoffentlich Mitte Mai bekannt geben.

Nun kommt erstmal alle gut ins Wochenende!
Lieber Gruß,
Sonja

Entspannt durch Babys erstes Jahr

Das erste Jahr im Leben eines Babys habe ich vor allem als anstrengend in Erinnerung. Für mich war es die größte und intensivste Umstellung in meinem Leben. Es änderte sich einfach alles.
Was ein Kind für eine Veränderung ist und wie man ihr vielleicht besser gewappnet begegnen kann, darüber schreibe ich heute.

Unsere Nummer 3 hat jetzt ihren ersten Geburtstag gefeiert, und somit haben wir ihr erstes Jahr nunmehr erfolgreich hinter uns gebracht. Mittlerweile sind wir da relativ routiniert (wenn man das so sagen darf). Entspannt auch, denk ich. Das Feedback kommt jedenfalls immer mal wieder bei uns an. Bei unserem ersten Kind waren wir im Rahmen unserer damaligen Möglichkeiten auch entspannt, aber heute haben wir da noch ein anderes Level erreicht. Wie wir dahin gekommen sind? Wir haben bei jedem Kind dazu gelernt. Ein paar unserer Lernmomente möchte ich hier skizzieren.

Johnny Depp hat gesagt: „Ab der Minute, ab der man Kinder hat, beginnt der Schlafentzug.“

Damit hat er Recht. Das wissen auch die meisten, die dabei sind Eltern zu werden. Zumindest haben sie davon schon einmal gehört. Wie sich das dann wirklich anfühlt, oder besser: Wie Du Dich fühlst, wenn Dein Baby Nacht für Nacht und Tag für Tag den Takt vorgibt, das ist etwas vollkommen anderes. Zum Thema Schlaf gibt es soviel zu sagen – ich werde dem sicherlich auch einmal einen Beitrag widmen, dabei gilt hier wie bei allen Themen rund um Babies und Kinder: Es gibt KEIN Patentrezept. 

Nicht wenige frisch gebackene Mamis fallen nach der Geburt erst einmal in ein Loch, ohne dass das gleich eine Wochenbettdepression ist. Natürlich ist die Freude da über den kleinen Zwerg, und Du kannst wahnsinnig stolz auf Dich sein, dass Du die Schwangerschaft und die Geburt (egal in welchem Modus!) gemeistert hast: Herzlichen Glückwunsch! Leider hast Du jetzt nicht die Chance einen Haken daran zu machen, Dich auszuruhen und zu sammeln, wie man sich das vielleicht wünschen würde. Ich hab mir das zumindest nach jeder Geburt gewünscht, und doch hat es teilweise Wochen gedauert, bis ich das erste Mal wirklich soweit entspannt war, dass ich mal in Ruhe alles Erlebte reflektieren konnte.

„Baby wach“ und „Baby schläft“
Richtig gelesen: Wochen! Wenn das Baby da ist, stellt sich der komplette Rhythmus um. Plötzlich gibt es nur noch „Baby wach“ und „Baby schläft“. Irgendwann schlüsselt sich „Baby wach“ weiter auf in „Baby braucht Beschäftigung“, „Baby hat Hunger“, „Baby hat Pups“, „Baby hat irgendwas“ und „Baby wach, aber zufrieden“.

In den meisten Fällen sind wir als Mama gefragt zu handeln. Die eigenen Bedürfnisse werden hinten angestellt. Das geht eine Weile gut, aber früher oder später erreichen wir alle den Moment, in dem wir einfach nicht mehr können. Bei Babys, bei denen gesundheitliche Probleme hinzukommen, oder wenn Du mit ernsteren Geburts- oder Schwangerschaftsfolgen zu kämpfen hast, wird diese Zeit noch intensiver.

Die erste Zeit nach der Geburt
In den ersten Lebenswochen des Babys – zumindest meiner ersten beiden – hatte ich noch mit der Verarbeitung der Geburt zu kämpfen. Ich kenne keine Mutter, die dieses Erlebnis so mal eben abhakt, egal wie es gelaufen ist.

Der Körper ist nach der Geburt noch eine ganze Weile geschwächt, selbst wenn man ohne nennenswerte Komplikationen und Blessuren zuhause im Wochenbett angekommen bist.
Spätestens wenn das Baby den ganzen Tag kräht und man es von morgens bis abends durch die Gegend schleppt und alles nur noch einhändig machst, melden sich Rücken und Schultern mit Schmerzen, und zwar zusätzlich zu chronischem Schlafmangel und Hunger, weil man es noch nicht geschafft hast was zu essen.

Und die Nerven liegen blank.

Erste Hilfe beim Nervennotstand
Ich will niemandem etwas vormachen: So schön es ist, dass der kleiner Engel endlich da ist – alle Eltern erreichen diesen Punkt früher oder später.

Aber man kann sich zumindest ein Stückchen mental darauf vorbereiten. Oder – wenn Du gerade jetzt in der Situation steckst und vielleicht ein bisschen verzweifelt bist, weil Du nicht weißt, ob und wann Du mal wieder unter die Dusche kommst oder allein aufs Klo gehen kannst (jaja, die Wünsche richten sich wieder ganz nach diesen elementaren Bedürfnissen aus, man wird bescheiden) – ich kann Dir versichern: Es geht und ging uns allen so!  

 
Mama zu sein bringt eine an ihre Grenzen und darüber hinaus. Ich bin mir inzwischen sicher, dass wenigstens ein Teil von uns auch deshalb Mama/Eltern werden wollte: Um zu wachsen.

Wahres Glück entsteht nicht durch die Beschäftigung mit sich selbst, sondern durch die Hingabe an ein lebenswertes Ziel. Helen Keller

Dieses Zitat der taubblinden Schriftstellerin Helen Keller fällt mir in diesen Momenten gern ein. Das hilft Dir wahrscheinlich wenig, wenn Du übermüdet bist und Dein Baby schreit und schreit und sich gar nicht mehr beruhigt. Und Du Dich nach Stunden fragst, ob das jetzt immer so ist?

Nein, ist es nicht. Es wird besser! Dein Baby hat immer einen Grund, wenn es schreit, auch wenn es nicht immer sofort klar ist, welcher das ist. Wenn Dein Baby übermäßig viel schreit, berätst Du Dich am besten mit Deiner Hebamme und dann als nächstes mit Deinem Kinderarzt. Frag nicht Google – Google findet alle möglichen Antworten, aber kann Dir keine individuelle, kompetente Antwort auf Deine Situation geben. Das gilt übrigens auch für Fragen während der Schwangerschaft oder überhaupt für Gesundheitsfragen!

Das eigene Nervenkostüm stärken
Ich habe bei mir irgendwann mal festgestellt, dass ich besonders dann gereizt reagiere, wenn ich selbst zu wenig Schlaf hatte oder Hunger habe oder mir gerade irgendetwas anderes wichtiges unter den Nägeln brennt, oder wir unter Zeitdruck stehen. Das passiert mir auch heute immer noch – und dann werde ich nervös und reagiere genervt.

Ich finde es ganz wichtig, solche Situationen für mich zu analysieren um ihnen besser vorbeugen zu können. Nicht, dass mir das immer gelingen würde, aber ich bin doch immer gelassener geworden.

Schlaf – ok, das ist in der Regel ein Dauerthema – kann man zumindest versuchen zu organisieren! Und Hunger – nimm den Rat aller Hebammen an und leg Dir einen Vorrat Tiefkühlnahrung an. Auch ein Laugenbrezel mit Butter kann ein Festmahl sein.

Einmal hatte ich einen nervlichen Totalnotstand und habe – nachdem ich die beiden Großen beim Turnen abgegeben habe – erstmal den Supermarkt angesteuert und mir drei Tafeln meiner Lieblingsschokolade gekauft. Zwei hatte ich runter, bevor ich den Laden wieder verlassen habe. Damit ging es mir etwas besser. Wir haben alle den Rest des Tages überlebt. Ich glaube, NUR wegen der Schokolade.

Buchempfehlungen

Je gelassener man bist, desto gelassener wird das Baby sein, und der Partner auch. (Meist schaukelt man sich ja gegenseitig hoch und streitet sich dann wegen Kleinigkeiten! Und man darf auch nicht unterschätzen, dass sich eine Partnerschaft SEHR ändert, wenn man plötzlich zu dritt ist. Darüber werde ich auch separat nochmal was schreiben…)

Um entspannt zu bleiben, finde ich es wichtig sich zu informieren. Und da kann ich zunächst einmal zwei Bücher empfehlen, die mir bei allen drei Kindern sehr geholfen haben.

Das erste Buch ist ein Longseller und belegt seit Jahrzehnten den ersten Platz auf der Hitliste der Elternratgeber: „Oje, ich wachse„* von Hetty van de Rijt und Frans X. Plooij.
Dein Baby macht mehrere „Sprünge“, in denen es sich körperlich und mental weiterentwickelt. Diese äußern sich in der Regel mit schlechter Laune, Geschrei, Gequengel und einem unruhigen Schlaf. Das klingt jetzt recht lapidar, endet aber nicht selten in dem Nervenkrieg, den ich eingangs beschrieben habe. Ein Baby zu haben bringt einen schnell an die eigene Grenze. Selbst beim dritten Kind und dem Wissen, dass es „nur ein Sprung“ ist, lagen bei mir zuweilen die Nerven blank.

In „Oje, ich wachse„* werden die Sprünge bis zum 14. Lebensmonat beschrieben. Was mir sehr geholfen hat waren die Zitate der Mütter darin, die genau das in Worte fassten, was ich jeweils mit meinem Baby erlebte.Bei jedem Sprung lernt Dein Baby etwas anderes, und Du wirst auch feststellen, dass Dein Baby nach jedem Sprung etwas wacher und erwachsener wirkt. Dieses Buch empfehle ich allen werdenden Eltern, und ich verschenke es immer wieder gern zur Geburt.
Es gibt dazu auch ein Praxisbuch*. Außerdem gibt es inzwischen eine App, die eine grobe Übersicht über die Sprünge liefert. Die hat mich bei unserer Jüngsten durch den Alltag begleitet. Inzwischen weiß ich ja, wie sich so ein Sprung anfühlt, und mir reicht es heutzutage nur nochmal schnell nachzugucken, welcher Sprung das jetzt ist. Durch müssen sie da alle!

Das zweite Buch, das ich empfehlen kann, ist „Babyjahre„* von Remo Largo. Der Autor ist Kinderarzt und erklärt in klaren Worten die Entwicklung eines Kindes ohne ein Erziehungsratgeber zu sein. „Babyjahre“ ist sehr informativ und findet Antworten auf die meisten Fragen, die sich besonders beim ersten Kind so stellen. In diesem Buch zu blättern war für mich deutlich gehaltvoller als das Internet nach Antworten abzusuchen.

Abgesehen von diesen Büchern empfehle ich immer, sich an die Hebamme mit Fragen zu wenden. Es hilft auch, wenn man Menschen in der Nähe hast, die einem das Baby wenigstens mal für einen ausgedehnten Spaziergang im Kinderwagen abnehmen können, damit man selbst ausschlafen kann.

Lieber Gruß,
Sonja


Babyzeiten.de - Babyartikel mit Hebammentipps

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Freutag mit Vorschau

Ich melde mich noch kurz vor unserem Trip in den Süden für den heutigen Freutag. Tatsächlich habe ich es in dieser Woche geschafft jeden Tag zu bloggen. Wahnsinn. Keine Angst, das wird nicht so weitergehen – es wird wieder weniger werden, allein weil wir dann auch bald Urlaub haben.

Jetzt aber erstmal Wochenende. Und unser jüngstes Kind, das am Sonntag seinen ersten Geburtstag feiert, begleitet uns. Die Großen sind bei Oma und Opa — alles Dinge, über die ich mich freue.

Und ich freue mich, dass das neue Teil für die Kleine noch vor dem Trip fertig geworden ist. Sie ist zwar krank und schnoddert wie verrückt, sieht darin aber totschick aus.

Nächste Woche gibt es mehr Bilder von dem süßen Teil, und überhaupt noch mehr dazu – bis dahin dürft ihr gerne rätseln, WAS ICH DA FÜR MARLA GENÄHT habe? Zu gewinnen gibt’s nix, nur den Spaß an der Sache.

Lieber Gruß und bis nächste Woche,
Sonja

RUMS mit Kurventasche

Die ganze Woche schon beschäftige ich mich mit diesem WIP – dem Werk in progress: Meine erste Kurventasche von Farbenmix. Sie ist rechtzeitig für RUMS fertig geworden, und so bin ich auch mal wieder dabei!

Ja, ich weiß, für den Taschenspieler 3 Sew Along bin ich zu spät dran. Ich habe schon erklärt – es war zeitlich leider nicht möglich. Dafür mache ich mit meiner Jeans Upcycling Tasche bei dem Sew Along von Greenfietsen mit, da ist im April nämlich Jeans Upcycling gefragt und meine Kurventasche gesellt sich da gern zu ein paar anderen Kurventaschen.

Meine Kurventasche habe ich mit Schultertragegurt genäht – ich bin einfach eher der cross-body-Taschenträger. Henkel finde ich selbst eher störend, trotzdem werde ich die Variante sicherlich auch mal irgendwann nähen, denn diese war mit Sicherheit nicht meine letzte Kurventasche!

Sehr pfiffig finde ich die Sache mit der Blende und dem Reißverschluss, das klappte sehr gut. Das Kurvennähen bei der Außentasche hat mich ein paar Nerven (und Nadeln) gekostet – da weiß ich beim nächsten Mal, was ich besser mache. Auf eine Paspel habe ich bei dieser ersten Tasche wohlweislich verzichtet, das wäre mit Sicherheit nix geworden. Nun ja, nicht umsonst ist dies wohl die schwierigste Tasche auf der Taschenspieler 3 CD von Farbenmix, die ich ansonsten und trotzdem sehr empfehlen kann.

Das Innenleben meiner Kurventasche habe ich so gestaltet wie alle meine Handtaschen, die ich nähe: Es gibt ein Reißverschlussfach und einen Schlüsselfinder. Das nähe ich serienmäßig so ein, auch bei Aufträgen, und das hat sich in meinem Alltag sehr bewährt (auch Kundinnen gaben mir die Rückmeldung, dass das sehr praktisch ist).

Nähaufträge
Liebe Kundin, dieses Taschenmodell nähe ich auch als Auftrag! Selbstverständlich mache ich Dir gern aus Deiner alten Jeans, die wir mit einem hübschen Baumwollstoff kombinieren, Deine ganz persönliche Kurventasche, oder Du wählst Stoffe für innen und außen aus. Schreibe eine unverbindliche Anfrage an thecraftingcafe@posteo.de.

Und nun noch ab damit zu RUMS, TT Taschen und Täschchen und Old Jeans New Bag!

Lieber Gruß,
Sonja

Fashion Revolution Day und WIP

Schon im vergangenen Jahr machte Susanne von Mamimade mit der Nähblogger-Aktion „This is NOT OK“ auf die Missstände in der Textilindustrie aufmerksam. Das kam für mich damals genau zu einem Zeitpunkt, an dem auch ich mich verstärkt mit dem Thema und anderen politischen, menschenrechtlichen und klimarelevanten Themen beschäftigte. Nicht umsonst habe auch ich mir in diesem Jahr auf die Fahne geschrieben keine neuen Klamotten zu kaufen, außer sie sind fair produziert und gehandelt. Selbst nähen geht natürlich auch, klar.

Worum geht es jetzt beim Fashion Revolution Day?
Die Welt ist nicht ok, so wie sie organisiert ist. Wenn wir mal ehrlich zu uns selbst sind, wissen wir das. Wir gehören hier in Deutschland, in Europa, zu den reichsten Ländern der Welt. Hier werden die Geschäfte und das große Geld gemacht (gelagert wird es dann in Panama). Hierzu könnte ich soviel schreiben, Links (!) zusammensuchen – aber das führt zu weit. Mit dem Fashion Revolution Day greifen wir Nähbloggerinnen eine Sache aus dem großen kaputten System des neoliberalen Kapitalismus heraus und sagen laut: THIS IS NOT OK!

Es geht um das Unglück von Rana Plaza am 23.04.2013, bei dem 1127 Menschen ihr Leben verloren, 2438 verletzt wurden und unzählige weitere Gliedmaße verloren.

Die Menschen, die dort unter den Trümmern begraben wurden, weil das Gebäude einstürzte, waren mehrheitlich Frauen, die allein durch ihre Armut gezwungen sind dort zu arbeiten – wie Sklavinnen, das kann man wohl so sagen. Am Geld der Industrienationen klebt ihr Blut. Wir kaufen für 3€ hier ein T-Shirt – und sie verhungern, versuchen ihre Kinder durchzubringen, werden sexuell belästigt, sind rechtlos, arbeiten tage- und nächtelang und verlieren ihr Leben dabei.  

Das ist einfach nicht ok!

Nicht nur in der Textilindustrie ist das so – es ist in allen Branchen so. „Unser“ Reichtum basiert auf den Schulden der kleinen Länder, auf Knebelverträgen und auf der Armut und dem Hunger derer, die sich nicht wehren können.

Das ist eine Erkenntnis, die man erst einmal auf sich wirken lassen muss. Es ist ziemlich traurig, und mich macht es auch traurig. Deshalb kaufe ich nur noch fairtrade-Kaffee und Schokolade, versuche meinen Wasserkonsum einzuschränken (Nestlé privatisiert bereits Trinkwasser!), usw.
Ich versuche so mit gutem Beispiel voranzugehen. Und mache bei dieser Aktion des Fashion Revolution Day mit.

Was bedeutet Nähen für mich?
Ich nähe schon so lange, und seit einigen Jahren immer mehr und intensiver. Es ist ein wunderbares Hobby, meine Leidenschaft und neuerdings auch meine Arbeit.

Nähen ist Kreativität und Freiheit – genau das Gegenteil von dem, was es für die Frauen in den Drittweltländern ist, die teilweise ab ihrem 14. Lebensjahr den Rest ihres meist kurzen Lebens eine einzige Naht 20 Stunden täglich nähen. Immer wieder. (Ich empfehle diese Dokumentation um sich ein Bild von der Lebensrealität der Textilarbeiterinnen zu machen.)

Nähen ist für mich auch Entspannung und ein bisschen Flucht vor dem Haushalt, und außerdem ist es ein wunderbares Handwerk.

Auf den Bildern seht ihr mich an der Nähmaschine, mit meinem aktuellen Projekt, dem WIP – Werk in progress.

Vielen Dank, Susanne, für diese Aktion! Wir sind viele, und wir können etwas bewirken!

Lieber Gruß,
Sonja

WIP – eine Kurventasche im Werden

Es geht weiter mit meinem WIP – dem Werk in progress. Es wird übrigens die Kurventasche von Farbenmix. 

Das erste Mal habe ich eine auf dem Blog von mipamias
gesehen, und es war um mich geschehen! Ich glaube, das ist wirklich die
schönste Tasche, die ich von allen Designbeispielen gesehen habe – ich gucke sie mir immer wieder und wieder an!

Nur wegen der Kurventasche also habe ich mir die Taschenspieler 3 CD von Farbenmix gekauft. Und dann lag die hier ewig rum. Den Sew Along dazu verfolge ich, hab es aber zeitlich nicht geschafft mitzumachen. Aber ich nähe ja nicht für Sew Alongs, sondern aus Leidenschaft, und weil ich einfach eine Kurventasche haben MUSS.

Sie nimmt auch so langsam Formen Kurven an, wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Sie wird – na klar! – ein Jeans Upcycling in Kombination mit diesem mädchenhaften rosa Glitzer-Schmetterlingsstoff, der auch schon länger auf seinen Einsatz wartet.

Den Schmetterling hab ich gestern schon gezeigt. Ihn habe ich mit Vliesofix auf die Rückseite appliziert und inzwischen mit einem Raupenstich umrandet. Ich finde, das verleiht gerade den Vliesofix-Applikationen noch etwas mehr Charakter. UND es fixiert sie noch besser – ich gehe da ja lieber auf Nummer sicher.

Mein WIP schicke ich dann heute mal zum Creadienstag, Dienstagsdinge und zu HoT. Ich glaube, ich kann es bis RUMS am Donnerstag schaffen fertig zu sein!

Liebe Grüße,
Sonja

WIP – Werk in Progress

Die, die mich auch bei Facebook abonniert haben, haben wenigstens eins der heutigen Bilder gestern Abend schon gesehen. Diese Woche schreibe ich auf dem Blog eine kleine Geschichte nur für mich und zeige Euch mein WIP – das Werk in Progress!

Schon seit Wochen träume ich von einer bestimmten Tasche, die ich unbedingt nähen will. Das Schnittmuster habe ich längst hier, aber wie es so ist – tausend Sachen kamen dazwischen! – Dann zum Geburtstag, hab ich gedacht.
Auch der ist inzwischen zwei, nein drei!, Wochen her (~oh mein Gott, ich gehe jetzt auf die 40 zu!!~). Jetzt brauche ich ganz dringend diese Tasche.

Erste Bilder von der Entstehung seht ihr hier. Es wird eine richtige Mädchen-Tasche mit rosa Schmetterlingen und Glitzer. 40 ist das neue 30, oder? Und 30 das neue 20. Meine Güte, Mädels – stellt den Sekt kalt, holt den Gin Tonic!

Ich kann es kaum erwarten die fertige Tasche zu haben und zu zeigen! Ich hoffe, dass ich es bis Donnerstag zu RUMS schaffe, da war ich schon viel zu lange nicht mehr dabei!

Bis dahin geht mein WIP direkt zu den Montagsfreuden beim Zwerg!

Lieber Gruß,
Sonja

Welche Größe trägt Dein Baby wann?

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ich das erste Mal schwanger war und ratlos im Laden vor dem Regal mit Babysachen stand. Ich hatte das letzte Mal vor gefühlt zwanzig Jahren (selbst noch ein Kind) ein Baby im Arm gehalten und hatte keine blasse Ahnung, was ich in welcher Größe kaufen sollte.

Was trägt ein Baby wann? Was zieht ein Baby überhaupt an?
Ich habe viele Zeitschriften usw. gelesen, aber die meisten konzentrierten sich auf die Zeit direkt nach der Geburt und die erste Zeit. Aber ich hab ja auch viele niedliche Babysachen gesehen, die ich auch schon in größeren Größen haben wollte. Aber mit Berücksichtigung der Jahreszeiten wurde es dann ganz schnell schwierig, was ich denn nun in welcher Größe kaufen sollte.

Was Babygrößen eigentlich bedeuten
Beim ersten Baby-Einkauf stolpert man über Größen wie „56“, „62“ und dann später „104“ usw., immer in 6er-Schritten. Diese Baby- und Kindergrößen richten sich nach der Körpergröße des Babys in cm. Üblicherweise trägt der Zwerg bis zu der jeweiligen Körperlänge die entsprechende Größe, also z.B. bis 56cm Länge = Größe 56. Spätestens 2cm vor Erreichen der eigentlichen Größe passt dann schon die nächste Größe – das ist zumindest meine Erfahrung.

Welche Babygröße trägt mein Baby wie lange?
Die Babygrößen fangen glaub ich so bei 44 an. Das ist für Frühchen, das braucht man in der Regel nicht zu kaufen, es sei denn natürlich, es ist eine Frühgeburt absehbar oder z.B. für Zwillinge, die ja häufig etwas kleiner sind. Üblicherweise geht es bei 50/56 los.

Ein Beispiel aus meinem Mama-Alltag: Meine Kinder kamen mit 51cm, 54cm und 52cm auf die Welt. Nach zwei Wochen waren sie alle knapp 60cm groß, Größe 56 passte da also schon nicht mehr!

Die Zeiten und Größen sind Richtwerte – jedes Kind ist anders. Mein Sohn kam z.B. schon mit 54cm auf die Welt. 56 hat er vielleicht drei Tage getragen. Als wir zuhause waren, habe ich ihm gleich die 62 angezogen.

Die 56 wird also ganz schnell zu klein. Das Baby trägt Gr. 56 bis maximal zwei Wochen, der Übergang zur 62 ist fließend. Deshalb mag ich die Babypumphosen so gern: Dank der langen Beinbündchen wachsen die eine Weile mit, bevor sie zu klein werden. Außerdem sind sie superbequem zum Strampeln, später zum Krabbeln, und auch zum Laufen und Toben.

Natürlich geht es nicht in dem Tempo weiter, aber ein Baby wächst zügig. Ab der zweiten Lebenswoche beginnt man schon mit 62, ab ca. sechs Wochen bis drei Monaten trägt das Baby Größe 68. Einige tragen dann sogar schon 74!

Die Babygröße 74 haben alle meine Babies sehr lange getragen, ca. bis zu einem halben Jahr und teilweise länger. Deshalb verschenke ich selbst gern Kinderkleidung in 74 zur Geburt – da haben die Babies (und die Mamas) am meisten von. Natürlich gibt es auch andere Erfahrungen von anderen Müttern. Ich kenne eine Mutter, bei deren Kindern die 74 eine Durchgangsgröße war; ihre Babies sind von 68 fast direkt in die 80 gewachsen. Sowas gibt es natürlich auch.

Viele Grüße,
Sonja