Schlagwort: Yoga

yogakissen schnittmuster

Yogakissen nähen ~ mein neues Ebook

In meinem Shop gibt es einen Neuzugang: Luna, das Yogakissen. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß, dass ich gern und viel Yoga mache. Da lag es auf der Hand, dass ich einmal ein Meditationskissen entwerfe. „Luna“ ist ein Halbmondkissen, auf dem man ideal im Schneidersitz oder Lotussitz sitzen und meditieren kann.

yogakissen nähen schnittmuster

Schnittmuster Yogakissen

Das Schnittmuster für dieses Yogakissen, bzw. Meditationskissen, besteht aus drei Teilen. Es wird aus Inlet und Bezug genäht. Das Inlet wird traditionell mit Dinkelspelz oder Buchweizenschalen befüllt. Im Probenähen haben einige aber auch Watter oder Microperlen getestet – damit geht es auch ganz wunderbar!

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Luna kann aber noch mehr: Wenn du es nur aus zwei Schnittteilen nähst, erhältst du ein Nackenhörnchen.

Statt das Hörnchen mit Watte zu füllen, kann Luna dann auch ein Wärmekissen sein. Sowohl für das Wärmekissen als auch für das Nackenhörnchen ist eine Kurzanleitung im Ebook enthalten.

Stoffverbrauch

Luna braucht etwa einen 0,5m festen Webware-Stoff (für Inlet und Bezug).

yogakissen nähen

Dazu kommt noch ein 30cm Reißverschluss, der auf zweierlei Arten eingenäht werden kann – ich stelle beide anfängertauglich im Ebook vor.

Wer mag, kann das Yogakissen auch noch verzieren wie ich hier mit der Stickerei des OM-Zeichens:

om stickerei yogakissen

Yoga und Meditation

Meditation ist ein fester Bestandteil einer Yogastunde. Ich fand es anfangs nicht so angenehm teils bis zu 20 Minuten einfach nur dazuzsitzen, aber inzwischen gelingt es mir sehr gut. Ob es an Luna liegt, weiß ich nicht, aber ich habe mein Yogakissen immer in meiner Yogastunde dabei ;).

Ich mache seit einigen Jahren Yoga – hauptsächlich hat es mir durch die ganzen Geburten geholfen. Hier habe ich darüber schon einmal geschrieben.

yogakissen nähen

Nähteam Yogakissen & Lookbook

Das Lookbook mit den Ergebnissen aus dem Probenähen findest du hier.

Lookbook Yogakissen

Ebook

Luna bekommst du in meinem Shop, und zwar bis 15.03.2019 zum Einführungspreis! Bis zum 28.02.2019 gibt es außerdem zusätzlich 25% Rabatt auf alle Ebooks mit dem Code: fairkaufen.

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Blogparade Inspiration The Crafting Cafe

{Blogparade} Wer inspiriert Dich?

~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Welche Person hat dich in den letzten 12 Monaten am meisten inspiriert?  Diese Frage hat mich in den letzten Tagen sehr beschäftigt. Ich dachte mir, jetzt in der Weihnachtszeit mache ich mal was „besinnliches“. Etwas, das ein bisschen mehr ist als das übliche Weihnachts-blabla. Oder sich wenigstens so anfühlt. Und deshalb starte ich heute eine Blogparade mit der Frage: Welche Person inspiriert Dich am meisten? Inspiriert hat mich übrigens das neue Kartenspiel Vertellis*, das ich bereits bei den Crafting Linktipps November und in meinem jüngsten Newsletter als Geschenkidee empfohlen habe. Dieses neue Spiel will mehr echte, aufrichtige Gespräche fördern – mithilfe dieser und weiterer Fragen, die einfach sind und dennoch eine stärker reflektierte Antwort provozieren. Ich bin davon sehr begeistert und habe mittlerweile drei Spiele gekauft (eins für uns und zwei zum Verschenken). Wie auch immer – dieses Spiel hat mich zu diesem Blogpost inspiriert. 

 

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Blogparade: Welche Person inspiriert Dich? Wer ist Dein Vorbild?

Was ist eine Blogparade eigentlich? Das funktioniert so: Ein Blog gibt ein Thema / Frage vor, und dann kann jeder Blog, der sich angesprochen fühlt, dieses Thema aufgreifen und auch einen Beitrag dazu schreiben. Diesen Beitrag verlinkst du dann hier in der Linkparty oder auch als Kommentar, und ich sammle alle Links – auf dass eine schöne Sammlung inspirierender Blogposts entsteht!

Ich möchte das eigentlich nicht zeitlich begrenzen, weil es ja so ein zeitloses Thema ist. Aber ich habe die Linkparty auf den 28.02.2018 begrenzt. Du hast also genug Zeit einen Beitrag dazu zu schreiben. Wenn du nach dem Stichtag noch einen Beitrag schreiben willst, verlink dich einfach als Kommentar!

Um noch ein bisschen Hilfestellung zu geben: Orientiere dich an der Frage! Es kann irgendjemand sein, den du kennst, oder ein Künstler oder ein Vorfahre von dir, oder eine beeindruckende geschichtliche Persönlichkeit. Oder eine fiktive Figur! Schreib es raus und lass uns alle teilhaben, wer dich am meisten inspiriert, oder wer dein Vorbild ist! Dein Text kann lang oder kurz sein, ganz egal!

Nun mache ich erstmal den Anfang und stelle Euch den Mann vor, der neben Stefan wohl der wichtigste in meinem Leben ist. Dabei weiß er nicht einmal, dass es mich gibt.

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Meine Muse, Inspiration, Vorbild und Kraftquelle

Ich war mit meinem dritten Kind schwanger, als seine Musik meine Seele berührte. Das klingt sehr schwülstig, aber nichts anderes trifft es. Ich habe damals viel Yoga gemacht. Nach einem Kaiserschnitt und einer Saugglockengeburt hatte ich soeben ganz tollkühn beschlossen mein drittes Kind im Geburtshaus zur Welt zu bringen. Mir war sehr wichtig, dass ich nach den beiden ersten Geburten wenigstens eine „schöne“ und natürliche Geburt erlebe. In meinem Blogpost über meine persönliche Yoga-Geschichte habe ich darüber schon einmal geschrieben. Und ja, die Geschichte meiner Geburten werde ich auch noch verbloggen (ich werde ja immer mal wieder danach gefragt). Bitte seht mir nach, wenn ich es bisher nicht getan habe, denn es gibt kaum ein Thema, das für mich so persönlich ist. Aber da meine Geschichte vielleicht der ein oder anderen unter euch Kraft geben kann, werde ich da auch bald was zu schreiben. *versprochen*

Heute geht’s erst mal um den Mann, der mich nicht nur „inspiriert“, sondern der seit dieser Zeit damals auch mein Vorbild ist und mir immer wieder Kraft gibt, egal wie tief unten ich mich gerade fühle. Er ist nicht nur Inspirationsquelle, Vorbild und Kraftquelle, sondern auch Vision und Wegweiser – für meinen ganz persönlichen Weg. Ich wollte euch schon lange von ihm erzählen, brauchte aber den richtigen „Aufhänger“. Seine Musik höre ich jeden Abend beim Nähen, und insofern hat dieser Beitrag doch noch was mit Nähen zu tun *lach*.

Wie er zu mir kam: Ich hatte mir für mein Schwangeren-Yoga auf Youtube eine Playlist zusammengestellt. Und wie das so ist, wenn die mal durch ist, sucht der Youtube-Algorithmus ja weitere, passende Musik raus und spielt die einfach so ab. Sein Song war dabei: ein unbeschreiblich schönes Musikstück von über 10 Minuten Länge, und eins der erfolgreichsten Youtube-Videos überhaupt mit mehreren Millionen Klicks. Die Rede ist von Nahko Bear und seinem Song „Aloha Ke Akua“. Ich verlinke euch alles am Ende!

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Aloha Ke Akua ~ wie ich auf Nahkos Zauber stieß

Den Zauber dieses Songs kann man glaub ich nur nachvollziehen, wenn man sich das Video ansieht. Um mich war es ein für allemal geschehen, als ich es mir angesehen habe (und es geht mir noch immer so, wann immer ich es ansehe.) Das Video ist auch gar kein „offizielles“, sondern ursprünglich war es ein Werbevideo für Mexiko als Reiseziel. Zu sehen sind sehr ästhetische, wunderschöne Landschaftsaufnahmen und Aufnahmen indigener Kultstätten, kombiniert mit Bildern wunderschöner Frauen in atemberaubenden Kleidern, die mit wilden Tieren posieren. Man sieht eine Frau, die mit einem Alligator kuschelt, oder eine in inniger Verbundenkeit mit einem Leoparden und einem Panther. Eine Frau in einem beneidenswerten, tiefroten Kleid galoppiert auf einem pechschwarzen Araber durch die mexikanische Wüste.

Das ist es schon: Spektakuläre, slow motion-Landschaftsbilder, Frauen in flatternden Kleidern, wilde Tiere und Portraits indigener Ureinwohner. Untermalt werden diese Bilder von Nahko Bears unvergesslicher Piano-Version zu „Aloha Ke Akua“ – gemeinsam ergeben sie ein bildgewaltiges 10-Minuten-Epos, das ich mir gerade auch nebenbei in einer Endlos-Schleife anschaue. Und ich bekomme immer noch Gänsehaut!

Dieser Song hat mich tatsächlich durch die dritte (und vierte) Schwangerschaft getragen. Es war der erste, den ich von Nahko Bear kannte und ist immer noch einer meiner Top 3 von ihm. Mein größter Wunsch ist, ihn mal live auf der Bühne zu erleben. Denn hinter der Musik steckt nicht nur irgendein Musiker, sondern einer der stärksten Menschen, die ich jemals „kennengelernt“ habe. Seine Geschichte gibt auch mir Kraft, wenn ich mal wieder ein kleines Tief habe: Er war nie geplant, als er auf die Welt kam und gehörte nirgendwohin. Heute hat er eine wachsende Fangemeinde rund um den Erdball – seinen tribe, wie er seine Fans liebevoll nennt.

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Nahko Bear und die Macht der Vergebung

Seine gesamte Geschichte ist herzzerreißend traurig, und doch ist er wohl der positivste Mensch auf unserer Erde. Seine Mutter, die selbst noch ein Kind war, als sie ihn bekam (sie war 14 Jahre alt!), gehört zum indianischen Stamm der Apatschen. Ihre eigene Mutter wiederum zwang sie zur Prostitution – und das ist sehr komprimiert die Entstehungsgeschichte von Nahko Bear. Seine Wurzeln sind ensprechend „indianisch“-puertoricanisch-philippinisch.

Seine Mutter musste ihn einige Monate später zur Adoption freigeben, obwohl sie ihn liebte und gern selbst aufziehen wollte. Nahko wuchs in einem weißen, amerikanischen Elternhaus auf. In seinen Songtexten geht er sehr offen mit seiner Geschichte um. In einem Text einer meiner liebsten Songs „Build a Bridges“ erzählt er:

I said, life was pretty crazy, I was nine months old
Yeah, mama gave me up – fourteen years old
Said, I don’t give a shit, grandmother, she was so bold
Son of that rapist, mama’s body got sold
Not to say poppa didn’t have a good soul
‚Cause he did give me the anger, I was born so cold
Raised white-Christian in a white neighborhood
There was no bridges for me and my indigenous blood
Said I’m confused, identity crisis
Indigenous mastery is so timeless
Now I’m building bridges so that it will all make sense

(aus „Build a Bridge“, Album: HOKA*)

Als junger Erwachsener riss er aus. Durch das Leben begleitete ihn fortan seine Musik. Dies ist sehr sehr komprimiert wiedergegeben. Für alle, die nun mehr über ihn erfahren wollen, habe ich unten ein paar Links gesammelt, die sehr gut und detailreich Nahko Bears Geschichte erzählen. Um es kurz zu machen: Er traf seine Vorfahren und er „fand sich selbst“. Aber viel wichtiger: Er vergab allen.

Es steckt so viel in diesen Worten: Er vegab allen.

Er hat seiner Oma vergeben, dass sie seine Mutter gegen Sex verkauft hat. Er vergab seiner Mutter. Seinem biologischen Vater. Er vergab auch dem Mann, der später seinen Vater erschoss. In dem Song „San Quentin“ (HOKA*, das Video habe ich ebenfalls unten verlinkt) beschreibt er, wie er den Mörder seines Vaters im Gefängnis traf. Der Mann wurde später begnadigt und kam nach seiner Haftstrafe wieder frei.

Seine Mutter – den Link findet ihn unten – hat eine nicht weniger interessante Geschichte erlebt: Sie fand tatsächlich irgendwann den „Richtigen“ und bekam eine neue, echte Chance im Leben, die sie vorher nie hatte. Heute arbeitet sie als Sozialarbeiterin und hilft Prostituierten.

Wenn man diese Geschichte zumindest so rudimentär kennt, kann man sich vielleicht vorstellen, dass hinter dem Musiker Nahko Bear nicht irgendein Robbie Williams steckt. Nahko Bear hat tatsächlich eine Mission, und die lautet: Liebe und Vergebung.

Und wer von euch auch sein kleines Päckchen mit sich herumträgt – diese Mischung aus Schuld, Scham, Angst und Trauer, die uns alle mehr oder weniger im Leben fertigmacht, dem kann ich nur empfehlen sich mit dem Oeuvre dieses Ausnahmekünstlers zu beschäftigen. Wenn ich in meiner Wanne liege, lasse ich mich von seiner Musik umarmen. Beim Nähen setzt bei die Sofortentspannung ein, wenn der CD-Player die ersten Takte anspielt.

 

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Peace, love, energy ~ great spirit

In seinen Songtexten und in vielen Interviews geht Nahko Bear offen und ehrlich mit seiner Geschichte um. Er beschreibt seine eigene Krise, seine Konflikte. Und er besingt immer wieder die Kraft der Liebe und Vergebung. Viele seiner Texte sind spirituell, oder bedienen sich spirituellen Elementen. Immer wieder wird von dem „inner guide“, also dem inneren Führer, gesprochen. Von „shape shifter“ (Formwandler) und auch Krafttieren ist die Rede – kein Wunder also, dass in dem besagten Video die wilden Tiere so gut reinpassen! Die indianische Kultur ist sehr präsent. Er sagt selbst, dass er dort sein geistiges Zuhause gefunden hat. Dabei sieht er in der durchdringenden Weisheit das Verbindende der Religionen, nicht das Trennende – was mir heutzutage angesichts der Lage der Welt mehr als wichtig erscheint.

Die Textzeile „Aloha Ke Akua“ stammt aus dem Hawaiianischen, und sie bedeutet soviel wie „Atem Gottes“ oder „Lebenshauch“. Nahko geht es immer wieder um die ganzheitliche Schöpfung, unabhängig von festgeschriebenen Göttern. In seinem Song „Great Spirit“ betet er, und er räumt ein „I should talk to you more often“ (ich sollte öfter mit dir reden). An vielen Stellen seiner Songs kommen Zweifel, und dann wieder Hoffnung – am Ende bleibt er in seinem Glauben an das Gute immer positiv. Und ich kann nur von mir sprechen: Es ist ansteckend!

Time based prophecies that kept me from living
in the moment I am struggling
to trust the divinity of all the guides
and what the hell they have planned for us.
I cry for the creatures who get left behind
but everything will change in a blink of an eye
and if you wish to survive
you will find the guide inside.
(aus Aloha Ke Akua, Nahko Bear)

Er kritisiert vielfach den Umgang des Menschen mit der Natur, und er setzt sich mit Rassismus und der Gier des weißen Mannes auseinander. Dem entgegen stellt er sein „Konzept“ von Liebe, Vergebung, Spirit. Neben seiner Musik ist er sehr engagiert in verschiedenen Umweltschutzorganisationen, und auch politisch hat er sich sowohl für Bernie Sanders eingesetzt, als auch für die Indianer am Standing Rock (für die, die das mitbekommen haben.)

 

Blogparade Wer inspiriert Dich?

 

Inspiration und Vorbild

Ich fühle mich seinem gesamten Werk inzwischen sehr verbunden. Mit „Aloha Ke Akua“ hat es begonnen, aber ich liebe auch viele weitere Songs von ihm – meine liebsten Zitate habe ich für diesen Beitrag als Grafiken verewigt.

Seine Musik wirkt sofort beruhigend auf mich – ich fühle mich bei ihm einfach wohl! 🙂 Seit ich mich intensiv mit seiner Geschichte und seiner Musik auseinandergesetzt habe, hat sich viel in meinem Leben verändert. Ja, das hatte auch mit den Geburten zu tun, denn die fielen zufällig (wenn es Zufälle gibt) in diese Zeit. Man lernt nie wieder so viel und so schnell über sich selbst wie in der Zeit als Eltern, das ist einfach so. Nahko Bear hat mich mit seiner Musik zusätzlich „geerdet“. Ich bin in vielen Dingen gelassener geworden, und ich habe von ihm wohl eins der schwersten Dinge gelernt: Mich selbst zu lieben, indem ich mir (und anderen) vergebe. Dieses „Päckchen“, das ich eben erwähnte, das trage ich auch mit mir herum. Aber es ist längst nicht mehr so schwer wie früher. Und seine Sichtweise auf die Welt hat sehr dazu begeitragen!

Nun habe ich natürlich noch das Video für euch, nebst einigen Links zum Weiterlesen! Und vielleicht erreicht sein Zauber ja auch euch? Schreibt mir in den Kommentaren und macht auch bei der Blogparade mit! 🙂 Ich freue mich schon zu sehen, wer euch so inspiriert!

 

Alben, die ich habe und empfehle


HOKA*

Dark as Night*

My Name is Bear* – ist ganz frisch erschienen und mein Geschenk an mich :).

 

Songs/Videos auf Youtube

Ich habe euch aufgrund der Fülle einfacherhalber eine Playlist auf Youtube zusammengestellt – auch die Alben „Dark as Night“ und „On The Verge“ sind dabei.

Ein weiterer Favorit – mein aktueller Lieblingssong, bei dem mir spätestens bei der Zeile

the day you were born
you came out perfect, no reason to be torn
in silence

die Tränen kommen, ist „Love letters to God“ von HOKA. Den picke ich euch mal raus und verlinke den ebenfalls direkt – in der Akustik-Version:

 

 

Links

Nahko – offizielle Seite

„When love wins“ – die Geschichte von Nahko Bears Mutter (englisch)

It is Written, La Yoga Magazine – über Nahko’s politisches Engagement

Stand with Standing Rock – Infoseite

 

Bilder

Die Bilder für diesen Beitrag sind aus meinem Urlaubs-Archiv. Sie sind 2009 auf unserer Great Ocean Road-Tour in Australien entstanden.

 

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RUMS. Mit Yoga.

Ich war über ein Jahr nicht bei RUMS dabei. Ungefähr so lange hab ich tatsächlich keine Sachen mehr für mich zum Anziehen genäht. Für mich mit Kugel hat es sich irgendwie nicht gelohnt – Vincent war ja nun auch das letzte Kind, soviel steht immer noch fest. Umso mehr habe ich es genossen zum Ende der Schwangerschaft dieses bequeme Wohlfühl-Yoga-Set für mich zu nähen: Mein neues Yoga-Outfit! Und während ich meine neue Yoga-Hose und das schöne Top vorstelle, erzähl ich euch ein bisschen was über meine Yogageschichte und was das mit den ganzen Schwangerschaften zu tun hat…

Yoga und ich: Die Anfänge

Ich bin über das Kinderkriegen zum Yoga gekommen, genauer: Über einen geburtsvorbereitenden Yogakurs. Ich war damals zum ersten Mal schwanger, arbeitslos, frisch in meine Heimatstadt Paderborn zurückgezogen – und irgendwelche Probleme hatte ich damals irgendwie immer. So richtig „wirken“ konnte der Kurs noch nicht.

Nach der Geburt von Finja habe ich dann einen Yoga-Rückbildungskurs gemacht. Auch da hatte ich irgendwie andere Sorgen und hab das Yoga gar nicht als Yoga wahrgenommen. Aber als Schwangere oder überhaupt als Mama macht man heutzutage Yoga – ich also auch.

Ich hab Chai-Tee getrunken und „Yoga gemacht“, zur Rückbildung. Das war ne nette Gruppe und eine schöne Atmosphäre (übrigens auch damals schon alles hier im Geburtshaus Paderborn), aber so richtig als Yogi bezeichnet hätte ich mich damals nicht.

Yoga zum Zweiten

Während der zweiten Schwangerschaft sind wir in den Süden Hamburgs gezogen. Wegen Stefans Arbeit. Ich war bereits schwanger und hatte wieder alle möglichen Probleme: Zum ersten Mal Mama (Finja war damals gerade ein Jahr alt), zum zweiten Mal schwanger, gerade umgezogen, weiterhin arbeitslos und ohne irgendwen zu kennen. Stefan war die ganze Woche weg, und ich hing also da und musste mich in allem neu orientieren.

Die Rettung war ein Yoga-Schwangeren-Kurs. Der fand immer donnerstags von 20h bis 22h statt, und der wurde mein Anker und Lichtblick einer jeden Woche! Ich hatte selten Lust hinzufahren, aber wenn ich zurückkam, war ich „aufgeladen“, fühlte mich fit und vital.

Der Kurs wurde von zwei Hebammen geleitet; jede gab immer sieben Wochen Kurs im Wechsel. Beide habe ich bewundert: Beide waren vierfache Mütter, die eine war damals selbst mit ihrem fünften Kind schwanger; heute hat sie sogar sechs Kinder und hat ein Yoga-Familienzentrum in Buchholz in der Nordheide gegründet, den „Yoga Circus“. Ich habe außerdem HIER ein schönes Interview mit ihr gefunden.

Wer das große Glück hat schwanger zu sein und in ihrer Nähe zu wohnen, sollte sich vertrauensvoll an sie wenden – sie ist nicht nur eine fantastische Frau, Hebamme und Yogalehrerin, sondern auch diejenige, die mir auf meinem Weg vom Kaiserschnitt zur Traumgeburt maßgeblich geholfen hat (und sie weiß es nicht einmal). Darüber werde ich im Einzelnen noch schreiben (ich weiß, es warten schon einige darauf, aber dafür muss die Zeit reif sein, Mädels. Ich taste mich langsam heran!).

Nach Jespers Geburt ging es mit Rückbildungs-Yoga weiter. Ich hatte immer noch alle möglichen Probleme mit meinen zwei kleinen Kindern und unter der Woche alleinerziehend, weil Stefan von montags früh bis freitags spät weg war.

Etwa zwei Jahre später begann ich zu arbeiten und hatte wieder viele Probleme: Meine beiden Kinder morgends früh zur Kita karren war eine Katastrophe, die Stimmung im Büro auch. Nachmittags knatschige Kinder abholen, und am Ende des Monats hatte sich der Aufwand nicht einmal finanziell gelohnt. Meine Rettung war der erste reguläre Yogakurs, den ich bei Nina Mann belegt habe.

Yoga zum Dritten

Der erste schwangerschaftsunabhängige Yoga-Kurs hat mich endgültig von Yoga überzeugt: Es ist schon was anderes, ob man beim Yoga schwanger ist oder nicht. Erstmals konnte ich Yoga voll mitmachen und erleben, nicht „nur“ das bauchmuskelfreie Schwangerenyoga, das mir ja dennoch gut getan hatte. Nina ist übrigens eine fantastische Trainerin – in ihrem Kurs habe ich zum ersten Mal erlebt, was Yoga kann. Nach dem Kurs habe ich mich immer gefühlt wie frisch durchgeknetet. Und dabei voller Kraft, Energie und innerer Ruhe. Und: Bauchmuskeln!

Zu Beginn der dritten Schwangerschaft bin ich wieder zum Schwangeren-Yoga gegangen. Nach einem Kaiserschnitt und einer Saugglocken-Geburt hatte ich mir vorgenommen, mein drittes Kind im Geburtshaus Paderborn zur Welt zu bringen. Dass wir wieder zurück nach Paderborn wollten, kristallisierte sich zu dem Zeitpunkt heraus.

In diesem Kurs klärte Alexandra uns in einer Sitzung über Geburten (in Krankenhäusern) auf – und bestärkte mich darin, Marla im Geburtshaus zu kriegen, was dann ja auch so kam.

Yoga zum Vierten

Die Probleme waren weniger geworden. Ich war immer noch unter der Woche alleinerziehend (von Mo-Do), aber vieles hatte sich positiv entwickelt, und ich habe es tatsächlich auch zum vierten Kind geschafft einen Yoga-Kurs zu besuchen! Hier.

Wieder hat mich dieser Kurs auf meiner (spirituellen) Reise weiter gebracht. Vor allem habe ich durch die Yoga-Praxis mein Körper-Bewusstsein geschult, was mir während der vierten Geburt, die die dritte noch einmal getoppt hat, unheimlich geholfen hat. Keine Geburt habe ich so bewusst wahrgenommen wie diese. Sie war perfekt. Auch dank Yoga.

Wie ist das bei euch? Macht ihr Yoga?

Namasté!
Sonja

PS: Das Yoga-Outfit

Für den nächsten Yoga-Kurs habe ich mir eine MamaSun von aefflyns to go (Freebook) aus Lillestoff genäht und dazu die Yogahose von leni pepunkt*. 

Verlinkt mit RUMS, Freebook Friday, Weekend Wonderland.

 

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