Schlagwort: Ordnung

Nähzimmer aufräumen

10 Dinge, die du gegen den Nähblues tun kannst

„Was kann ich nur gegen den Nähblues machen?“ schrieb unlängst jemand in einem Facebook-Forum. Spontan ist mir erstmal nichts eingefallen, aber den Nähblues, oder das Nähtief – kenne ich auch! Vielleicht liegt es an dem oll-grauen Wetter oder daran, dass mit Weihnachten jetzt eine anstrengende Zeit vorbei ist. Bei vielen ist die Luft einfach raus. Doch trotzdem sind mir dann ein paar Dinge eingefallen, die man dann wunderbar zum Jahresbeginn machen kann, damit die Lust am Nähen wiederkommt.

Vorab empfehle ich dir, dir einen Zettel und Stift bereit zu legen, damit du alle Ideen aufschreiben kannst, die dir beim Aufräumen und ausmisten kommen.

1. Nähzimmer / Nähecke aufräumen

Nötig war es bei mir sowieso mal wieder das Nähzimmer aufzuräumen. Die Zeit nach der Weihnachtsnäherei eignet sich perfekt das mal gründlich zu tun. Bei mir hatten sich viele Dinge angesammelt, die nicht einmal wirklich ins Nähzimmer gehören, sondern da einfach nur abgestellt waren. Mein Fußboden lag voll mit halb fertigen Nähprojekten und Foto-Equipment. Das freizuräumen hat mir viel Ballast genommen.

2. Bügelbrettbezug waschen

Mal ehrlich: Wie oft wäschst du den Bügelbrettbezug? Ich habe meinen jetzt drei Jahre und habe ihn noch nie gewaschen. Aber Vlieseline-Bügel-Unfälle und Flusen sind nicht schön. Also ab damit in die Waschmaschine! Das war auch DIE Gelegenheit das Bügelbrett von Probesticks zu befreien, die sich da stapelten.

nähzimmer aufräumen: Stoffe und Zubehör sortieren
Stoffe, Bänder, Reißverschlüsse, Bündchen — die sammle ich alle in diesen durchsichtigen Plastikboxen vom Möbelschweden. Für ALLES habe ich auch eine Kiste mit Reststücken.

3. Stoffe sortieren: Webware, Jersey, Müll

Ich sortiere nach Stoffart, Größe und nach Müll. Ich habe lange auch kleinste Stofffitzelchen aufgehoben, aber da mich diese Reste mehr belasten als glücklich machen – frei nach Marie Kondo – habe ich mich von einem ganzen Haufen Stoffmüll getrennt. Alles andere habe ich schön sortiert. Ich habe mir beim Möbelschweden diese durchsichtigen Kisten in allen Größen gekauft und darin alles geordnet. Und dabei kamen mir schon wieder viele Ideen!

4. Nähtisch aufräumen

Ein Nähtisch und ein Schreibtisch sind miteinander verwandt: Überall kleine Zettelchen und Gedächnisstützen. Auf dem Nähtisch lagen Nadeln, Klammern, Knöpfe, Stoffreste, unvernähte Bündchen, unsortierte Schnittmuster…

Mein Nähtisch ist ja aus einer alten Tür gebaut – da sammelte sich ordentlich was an. Jetzt hab ich aufgeräumt und fühle mich besser.

Nähtisch aufräumen
Mein Nähtisch ist irgendwie immer voll – es tut gut, wenn man alles Zeug und Müll aufgeräumt hat.

5. Schneidetisch aufräumen

Mein schöner Schneidetisch ist leider nicht mehr – ich habe mich aus Platzgründen davon getrennt. Stattdessen verwende ich nun einen ausrangierten Wickeltisch als Schneidetisch. Zumindest, wenn er freigeräumt ist. Leider ist das selten der Fall. Hier warten Schnittmuster und Stoffe auf den Zuschnitt. Also alles runter damit!

6. Maschinen entflusen

Auch die Maschinen brauchen ab und zu Pflege. Meine Nähmaschine muss ich nicht ölen, aber ich baue regelmäßig die Stichplatte ab und befreie sie von Flusen. Das mache ich auch mit der Overlock und der Stickmaschine – das gehört einfach dazu, wenn man länger was von den Maschinen haben will! Alles über meinen Nähpark erfährst du übrigens hier.

7. Schubladen aufräumen

Ich habe ein Schubladenelement, in dem ich Knöpfe und meine Poststation aufbewahre. Hier habe ich auch aufgeräumt und inventarisiert.

8. UFOs sammeln

UFO: Käferlein in progress
Eine Käferlein-Tasche in progress: Die habe ich vor Monaten angefangen und jetzt liegt sie da. Das Ebook-Re-Release ist eigentlich für März geplant. Das neue wird etwas erweitert. In dem alten Notizbuch habe ich meine allerallerersten Zeichnungen für das „Käferlein“ wiedergefunden – ein kleiner Schatz in meinem Nähreich. Jetzt wird dieses Projekt wirklich Zeit…

In meinem Nähzimmer flogen überall UFOs herum, also UnFertige Objekte. Die habe ich mal alle eingefangen und neben dem Nähtisch aufgestapelt.

9. Stoffreste bündeln

Stoffreste
Bald wird meine Kleine 5 – bestimmte Motive muss ich ihr dann einfach nicht mehr nähen. Also habe ich mir diese Jerseys schon bereit gelegt. Das passt auch gut zu „Stoffleichen wegnähen vorm Neukauf“.

Auch Stoffreste habe ich sortiert: Einige in die Kiste, einige in den Müll und einige habe ich bereits für Nähprojekte vorgesehen. Die liegen bei den UFOs. Eine Idee für Stoffreste, die immer geht und den Januar etwas bunter macht, ist diese Super-Easy-Anleitung für Untersetzer. Jerseyreste werden bei mir immer zu Pippa oder Pippin – da stehen bei meinen Kindern auch die nächsten Größen an!

10. Nähzeitschriften sortieren

Das Finish ist das Regal mit den Schnittmustern und Nähzeitschriften. Die sammle ich in Zeitschriftensammlern. Bei der Gelegenheit kann man gleich mal durchblättern, stöbern und Ideen wiederentdecken.

buchregal im nähzimmer
Das ist ein Teil meines Bücherregals im Nähzimmer. Auch Zeitschriften bewahre ich hier auf. Nach dem fertigen Aufräumen ist das Durchblättern und -stöbern eine kleine Belohnung. Und vor Ideen kann ich mich am Ende gar nicht retten!

Fazit

Ich habe mich über Webbänder und Stoffe gefreut, von denen ich nicht mehr wusste, dass ich sie besitze. Mir fielen Projekte ein, die ich schon ewig umsetzen wollte und vergessen habe. Ich bin nicht der Typ, der so eine Aktion monatlich macht, aber so zum Jahresanfang war das das perfekte Näh-Warm-Up! Wie ist es bei dir? Räumst du immer direkt auf, oder machst du auch eine Hau-Ruck-Aktion, wenn der Nähblues auf der Matte steht?

Lieber Gruß,

Sonja

diy memoboard mit knöpfen

Tutorial: Memoboard-DIY mit Tafelfarbe

Läufst du auch schon wieder in der Mühle mit? Morgens Kinder weg, einkaufen, Haushalt und arbeiten… So ähnlich siehts jetzt jedenfalls wieder bei mir aus, wobei Haushalt und arbeiten beide zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit bekommen. Auch dieser Artikel ist nun, da du ihn liest, bereits mindestens fünf Wochen alt, denn im viel zitierten Alltag schaffe ich… NIX! Aber um den grauen Alltag – diese zähe Tretmühle aus Wackelzähnen, Schokoflecken, Schnodder und Sandfüßen – ein wenig aufzupeppen UND um ein bisschen besser organisiert zu sein, habe ich mit meiner Tochter zusammen diese Tafel mit Knöpfen gebastelt. (War natürlich auch ein bisschen Beschäftigungstherapie in den Ferien.) Wie wir es gemacht haben, zeige ich in diesem Memoboard-DIY. Viel Spaß!

aufräum profis

(Anzeige) Rezension: Die Aufräum-Profis

~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Nein, das ist definitiv kein Buch, über das ich mich als Valentinsgeschenk gefreut hätte. Da hätte ich mich wahrscheinlich mehr über ein neues Bügeleisen gefreut, ist doch meist das Thema „Ordnung“ Stein des Anstoßes, wenn bei uns gestritten wird. Ja, wir streiten. Wir streiten mit den Kindern über Ordnung, und ich will und werde nicht begreifen, warum es im Kindergarten klappt, und zuhause nicht. Oder Stefan und ich streiten. Weil wir – wie ich nun dank der Lektüre Die Aufräum-Profis von Esther Lübke und Micki Dreeschmann weiß – verschiedene Chaos-Typen sind. Dabei wollen wir eigentlich dasselbe: Nämlich Ordnung! Kommt dir bekannt vor? Dann ist dieses Buch vielleicht etwas für dich.

Die Aufräum-Profis – ein Selbsttest

Wie du beim Blick ins Buch (weiter unten) ganz schnell sehen kannst, ist „Die Aufräum-Profis“ kein Buch, dass nur mit großen Bildern und vielen Versprechungen vom aufgeräumten Heim lockt. Nein, dieses Buch ist tatsächlich ein Arbeitsbuch! Woran ich das festmache? Es ist echt viel Text und enge Spalten! Das ist mir beim ersten Aufschlagen sofort aufgefallen: Auf rund 180 eng beschriebenen Seiten soll aus mir nun ein ordentlicher Mensch werden. Mal sehen!

Vorweg: Ich bin so der klassische Künstler-Chaot-Rebell-Sammler-Typ (wobei – meine Sammelleidenschaft ist schon besser geworden: Ich freue mich echt über alles, was ich wegschmeißen kann, aber ihr habt ja mein Nähzimmer gesehen *ähem*). Stefan hingegen ist eher so der Ordentliche bei uns – der Ingenieur und Denker (aber auch ein bisschen ein Sammler „könnte man ja nochmal gebrauchen…“. Das führt natürlich immer mal zum Clash of Cultures bei uns, zumal auch die Kinder in dem Punkt eher nach mir kommen. Die lassen ja auch alles fallen, wo sie stehen und gehen und krabbeln.

Aber ich will mich ja bessern! Und als ich beim Frechverlag die Neuerscheinung „Die Aufräum-Profis“ von Esther Lübke und Micki Dreeschmann gesehen habe, wusste ich: Ok, das ist meine Chance! Denn eigentlich regt mich die Unordnung bei uns zuhause total auf. Wieviel Zeit ich täglich mit Suchen verbringe! Die schlimmsten Streite beginnen mit „Wir hatten doch mal…“ oder mit „Wo ist denn XY hingekommen…?“ Wie sehr mich so gewisse Ecken einfach ärgern (und deprimieren)!! Das ist echt schrecklich. Und ja, ich verstecke mich auch gern hinter Sprüchen wie:

 

 

Aber Chaos und Genialität helfen einem nicht, wenn man nicht mehr weiß, was man als nächstes machen soll. So kommt man nicht vom Fleck – weder im privaten Haushalt, noch wenn man versucht halbwegs professionell zu bloggen. Auch ich habe erkannt: Ordnung und ein aufgeräumtes Umfeld schaffen auch Klarheit und helfen mir beim Konzentrieren auf neue, kreative Projekte. Oder auf die Buchhaltung *seufz*.

„Die Aufräum-Profis“ darf ich nun heute rezensieren. Für mich ist das zugleich ein Selbsttest.

 

aufräum-profis esther lübke micki dreeschmann

 

Ich, ein Aufräum-Profi?

Wie gesagt, das Buch beinhaltet viel Text: Schon beim ersten Durchblättern ist klar: Das ist hier ein Arbeitsbuch und kein überbelichtetes Ordnungsversprechen, das aussieht wie ein Fleisch gewordenes Pinterest-Profil und am Ende nur hübsche Bilder zeigt. Hier werden die Ärmel hochgekrempelt: Raus mit dem ganzen Krempel – und zwar mit System!

Ich lese mich durch die ersten Kapitel. Die Lektüre ist wunderbar verständnisvoll, lebensnah und augenzwinkernd – schau dir die Leseprobe unten an, dann weißt du, was ich meine! Das Autoren-Duo verspricht mir zu Beginn, dass sie mich verstehen: Meine Sammelleidenschaft und meine kindlich-sentimentale, fast narzisstische Liebe für Kinkerlitzchen und Schnuckedönschen. Und tatsächlich fühle ich mich verstanden. Es ist schon fast unheimlich, denn die beiden wissen sogar ziemlich gut, was bei uns in einigen Ecken so rumfliegt.

 

aufräum profis

 

Inhalt: Aufräumen mit System

In den ersten Kapiteln werden verschiedene Chaos-Typen und deren Ordnungsprobleme vorgestellt. Interessant fand ich daran die psychologischen Hintergründe eines jeden Typs. Ein Sammler schafft das Aufräumen ja aus ganz anderen Gründen nicht als ein Perfektionist. Und in einem Rebellen oder im „Gutmütigen“ schlummern ganz verschiedene Ängste, die ihn beim Aufräumen bremsen. Das fand ich höchst interessant und sehr nachvollziehbar. Veranschaulicht werden die Chaos-Typen anhand vieler Praxisbeispiele, denn Esther Lübke und Micki Dreeschmann sind Profi-Aufräumer und wissen, worüber sie schreiben.

Das Schöne ist: Nach diesen ersten Kapiteln bin ich tatsächlich motiviert! Und zwar mehr motiviert Zeit ins Aufräumen zu investieren als in Bloggen, Fotografieren oder Nähen! (Und das will echt was heißen!). Aber der Weg zum Aufräum-Profi ist lang und steinig, zumal ich hier vier kleine Unholde haben, die meine edlen Absichten schnell zunichte machen.

Nach den Chaos-Typ-Kapiteln geht es los: Zunächst wird noch Grundsätzliches zum Entrümpeln geklärt (meine Lieblingsseite ist Seite 88 – hier bringen die Autoren auf den Punkt, wie das Aufräumen zu laufen hat), und dann geht das Buch durch jeden Raum im Haus: Systematisch werden Flur, Küche, Arbeitszimmer, Wohnzimmer, Kinderzimmer, Bad, Garage, Wäscheraum, Keller abgegrast. Jeder Raum bringt eigene Erforderlichkeiten mit sich. In jedem Kapitel begegnen mir die „Top 5 to dos“ und spezifische Lösungen für jeden dieser Räume.

Was mir fehlt sind „Auto“ und „Nähzimmer“, aber dank der ausführlichen Schritt-für-Schritt-Methode kann ich mir meine „Top 5 to dos“ für diese Räume auch selbst herleiten. Ich denke nicht, dass diese zwangsläufig in dieses Buch gehören.

 

aufräum profis

 

Besondere Aufräumsituationen: Kinder, Senioren und Aufräumen nach Trauerfall

„Die Aufräum-Profis“ hört nicht beim reinen Entrümpeln auf, sondern geht auch auf besondere Aufräumsituationen ein, z.B. das Aufräumen mit Kindern (in verschiedenen Altersstufen) und auch das Aufräumen mit Senioren, die sich verkleinern oder in ein Pflegeheim umziehen. Auch das Aufräumen nach einem Trauerfall wird behandelt.

Das ist natürlich kein leichtes Thema. Es fällt uns allen schwer uns von Erinnerungsstücken zu trennen, und gerade ältere Generationen, die entbehrliche Kriegs- und Nachkriegsjahre miterleben mussten, tun sich häufig schwer sich von Dingen zu trennen – das kenne ich auch aus der eigenen Familie und Bekanntenkreis. Die Autoren gehen sehr behutsam mit dem Thema um. Einfühlsam nehmen sie den Leser an die Hand und schätzen die Situation ein: Was will man wirklich behalten? Und zu was fühlen wir uns verpflichtet? Treten wir das Andenken des Verstorbenen mit Füßen, wenn wir uns von diesem oder jenen trennen?

 

Blick ins Buch

Du kannst virtuell selbst ein bisschen in das Buch reingucken. Hier habe ich eine Leseprobe vorbereitet. Solltest du den Ausschnitt aus irgendwelchen Gründen nicht sehen, klick einfach auf: Blick ins Buch

aufräum-profis esther lübke micki dreeschmann

Fazit – Wird aus mir noch ein Aufräum-Profi?

Dieses Buch ist nicht mal eben gelesen (obwohl man es sehr gut häppchenweise lesen kann!), und erst recht nicht mal eben abgearbeitet. Was mir total gut gefällt ist die aufgeräumte (!) Struktur und die geradlinige Führung durch die Autoren. Ich sitze hier in meinem persönlichen Chaos und bekomme wieder Orientierung: Wo anfangen? Wie anfangen? Und wie durchhalten? Denn auch das wird zum Schluss noch besprochen: Wie bleibts langfristig aufgeräumt?

Natürlich ist das für meinen Schweinehund erstmal unbequem. Aber tatsächlich hat dieses Buch es geschafft mich und den Schweinehund für das Thema zu motivieren und zu begeistern. Wobei ich einige Sachen schon sehr gut im Griff hatte, andere dafür weniger. In den Kinderkleiderschränken befindet sich bei uns wirklich nur die aktuelle Größe und nur saisonal relevante Kleidung – alles andere habe ich in Kisten nach Größen und Geschlecht sortiert im Keller. Ich warte aufs Tantewerden, dann sind die alle weg.

Erste Erfolge im Flur (jedes Kind hat nun ein eigenes Fach mit Foto oder Zeichen drauf!) und in der Küche konnte ich bereits erzielen. Als nächstes nehme ich mir mein kleines Home Office und das Nähzimmer vor – ich werde dazu sicher noch Blogbeiträge schreiben!

Auch meine Festplatte und mein Email-Postfach räume ich parallel auf, außerdem den Blog natürlich und mein Pinterest-Profil. Dazu werde ich auch noch separat was schreiben – wie ich da vorgehe und was ich an nützlichen Tipps weitergeben kann.

Das Buch „Die Aufräum-Profis“ von Esther Lübke und Micki Dreeschmann kann ich voll und ganz empfehlen, wenn es dir vielleicht ähnlich geht wie mir: Nämlich dass du zwischen Kindern, Haushalt, Mann und Jobben ruderst und dir gern mehr System wünschst. Ich fühl mich ja häufig auch als Einzelkämpferin – mit dem Buch weiß ich zwei Aufräum-Profis an meiner Seite, die mir tatsächlich ein bisschen Kraft geben den Kopf nicht hängen zu lassen, sondern es anzupacken und mich von Altlasten und Zeug zu befreien. Auch mein Mann, der deutlich ordentlicher ist als ich und augenscheinlich so ein Buch gar nicht braucht, konnte noch einige Dinge für sich rausziehen, denn auch der „Perfektionist“ ist ein Chaos-Typ!

Was für ein Chaos-Typ bist du denn und hat dir diese Buchvorstellung gefallen?

Ich wünsch dir nun einen herrlich aufgeräumten Tag!

Sonja

 

 

Die Aufräum-Profis*, Esther Lübke und Micki Dreeschmann
erschienen im Frechverlag, 1. Auflage, 2018, 17,99€


Anzeige ~ das Buch wurde mir für diese Rezension kostenfrei vom Frechverlag zur Verfügung gestellt, vielen Dank!

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diy schneidetisch

{Tutorial} Schneidetisch selber bauen – IKEA Hack

~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

 Dieser Beitrag wartet jetzt schon ewig auf seine Veröffentlichung! Wie die Stammleserinnen unter euch wissen, habe ich seit vorletztem Jahr ein ganz wunderbares, eigenes Nähzimmer im Keller. Ich bin ja auch mit Nähen auf dem Küchentisch angefangen, bis ich hier nun endlich meinen Traum eines eigenen Nähzimmers endlich verwirklichen konnte! Ich werde es euch auch noch etwas näher vorstellen. Heute zeige ich euch aber erst einmal meinen Schneidetisch – mein liebstes Möbelstück in diesem Raum! Stefan hat den Tisch netterweise für mich gebaut. Das war gar nicht so schwer und ist vielleicht für die ein oder andere auch eine Option, wenn man den Schneidetisch selber bauen will?

 

Mein Nähzimmer

Für mein Nähzimmer habe ich ja (in Zusammenarbeit mit Stefan) schon so einiges gewerkelt. Zum Beispiel habe ich ein altes Regal upgecycelt, oder dieses Regal mit Schraubgläsern gebaut und auch meinen Nähtisch aus einer ausrangierten Holztür selbst gebaut. Auch das Nähzimmer selbst war ein richtiges Projekt: Dazu haben wir nämlich einen Kellerraum ausgebaut. So richtig mit Fenster und Wärmedämmung! Das fertige Zimmer von innen und außen zeige ich euch demnächst auch noch. Die Blogbeiträge stehen bei mir gerade Schlange…

Wenn Du dich übrigens auch ganz allgemein für das Thema Nähzimmer interessierst, lade ich dich gern auf meine Pinterest-Wand „Nähzimmer“ ein. Hier sammle ich Einrichtungsideen, Sprüche, DIY und Nähinspirationen rund ums Nähzimmer!

 

Schneidetisch selber bauen

Der Schneidetisch ist glaub ich das wichtigste Möbelstück im Nähzimmer. Wie hab ich mich immer geärgert, wenn der Platz auf dem Nähtisch nicht zum Schneiden reichte! Wie oft habe ich auf Knien auf dem Boden zugeschnitten – gerade bei großen Projekten und flutschigen Stoffen ist das echt doof! Also war von Anfang an klar: Ein vernünftiger Schneidetisch muss her!

Wie haben zum Eigenbau zwei alte Expedit-Regale von Ikea verwendet. Heute heißen die übrigens Kallax!* Wir hatten noch zwei 2×4-Regale, die wir an der langen Seite nebeneinander gestellt und kurzerhand eine einfache Kiefer-Tischplatte (bitte selber nachmesssen!) aus dem Baumarkt draufgeschraubt haben.

Schneidetisch selber bauen

Unten hat Stefan das Ganze mit Querstreben stabilisiert – hier kamen Restholzstücke zum Einsatz. Auf dem Bild sieht man hoffentlich auch, dass zwischen den beiden Regalen ein kleiner Spalt frei geblieben ist?

Weil der Tisch beweglich sein sollte, hat er sehr stabile Rollen mit Feststellfunktion bekommen! Die gibts auch im Baumarkt – einfach mal gucken und unbedingt auf die Gewichtsklasse achten! Das gute Stück ist nämlich höllisch schwer – mit ein Grund, warum ich das nicht allein zusammengebaut habe!

Schneidetisch selber bauen

Tipp: Achte bei der Bauplanung auf die spätere Gesamthöhe! Mein Schneidetisch hat für mich eine optimale Steh-Höhe – ich muss mich also nicht bücken, wenn ich zuschneide, sondern ich stehe ganz bequem gerade und kann gut arbeiten.

Hier ist das gute Stück einmal ganz nackig im noch nicht bezogenen Nähzimmer (oh Gott, die Bilder sind echt uralt!):

Hier sind schon die ersten Boxen und Körbe drin. Und man sieht auch, dass die Expedit-Regale ihre schönste Zeit hinter sich haben. Nun, mir macht das rein gar nichts aus. Ich liebe meinen Schneidetisch! Ich habe nun auf beiden Seiten insgesamt 8 Fächer, in denen Stoffe und Zubehör lagern (und momentan stapelt sich auch oben diverses).

Schneidetisch selber bauen

 

Kosten und Spartipps

Also wenn man nicht gerade die Regale neu kauft (die kosten neu 59,- pro Stück), und auch sonst keine Körbe mehr für die Fächer braucht, hat man lediglich Kosten für die Rollen (wenn man die denn haben will) und für die Tischplatte. Auch die könnte man noch irgendwoher nehmen, z.B. eine alte Tür, oder eine alte Arbeitsplatte (mal im Bekanntenkreis fragen, wer gerade seine alte Küche entsorgt!), oder einen alten Esstisch.

Die Rollen kosteten glaub ich so um die 30,- (ich weiß es nicht mehr genau), und die Tischplatte haben wir glaub ich so für 60-70,- gekauft. Da hatten wir uns gewundert, dass es die nicht günstiger gab. Die Maße waren ja einigermaßen vorgegeben durch die Regale, da war nicht viel Spielraum.

 

Damit gebe ich nun ab zu Creadienstag, HoT, DienstagsDinge. Was mich von dir noch interessieren würde: Wie schneidest du zu? Hast du dir auch selbst einen Schneidetisch gebaut?

Lieber Gruß,

Sonja

schneidetisch selber bauen

 

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