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nachhaltig leben familie

Nachhaltig leben als Familie ~ mit der Solawi Vaußhof

~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Mein erster „richtiger“ Blogpost nach dem Gewinnspiel in diesem Jahr beschäftigt sich mit einem Thema, das in meinem Leben der letzten Jahre zunehmend wichtiger geworden ist. Auch hier auf dem Blog soll es präsenter werden. Es geht darum Nachhaltigkeit zu leben – als Mensch, als Familie. Und ja, das hat auch irgendwie was mit gutem Vorsatz zu tun, wobei ich nicht so der Vorsätze-fürs-neue-Jahr-Typ bin. (Ich warte selten auf das neue Jahr für einen Neuanfang… ;)) Wie sollen wir nachhaltig leben als Familie? Mit sechs Personen? Die ernüchternde Erkenntnis ist: Wir können nicht alles. Aber ein bisschen was. Und vielleicht machst du ja auch mit?

 

Etwas ist faul an unserer Lebensweise

Seit ich Kinder habe, denke ich mehr über unsere (westliche) Lebensweise nach. Es begann mit dem ersten Bauernhof-Bilderbuch, das eine Idylle zeichnete, die es wohl kaum wirklich gibt. Der Konflikt war da: Wie kann ich meinen Kindern eine Bauernhof-Idylle zeigen und selbst wissen, dass es auf der Mehrheit der Bauernhöfe nicht so aussieht? Dass Bauer Paul gar keine Zeit hat stundenlang Ferkel Ferdinand zu suchen? Dass Ferkel Ferdinand in Wirklichkeit womöglich missgebildet geboren wurde, weil das Futter seiner Mutter glyphosatverseucht war? Und dass Ferdinands Papa als Bierschinken auf dem Pausenbrot gelandet ist?

Sich all dessen bewusst zu sein und das eigene Konsumverhalten entsprechend ändern – das ist der erste Schritt zum nachhaltigen Lebensstil, und das hat sehr sehr sehr sehr viel mit unseren Essgewohnheiten und unserem Umgang mit Lebensmitteln zu tun: „Du bist, was du isst.“

Ich will heute gar nicht das ganz große Fass aufmachen. Ja, es geistert immer wieder in meinem Kopf herum – Tierquälerei, Massentierhaltung, geschredderte Hahnküken, Glyphosat, der Preiskampf der Milchviehhalter und die Frage, welchem Bio-Siegel man überhaupt noch trauen kann in einer Zeit, in der Minister vermeintlich eigenmächtige Entscheidungen FÜR Glyphosat treffen. Ich habe die Newsletter diverser Verbraucherschutzorganisationen, von Foodwatch und Öko-Warentest abonniert. Die Wahrheit hinter dem Massenkonsum und Billigwahn ist düster, traurig, verstörend und eklig.

Aber wem sag ich das? Dir ist wahrscheinlich genauso klar wie mir. Die Frage ist ja: Wie und was können wir es selbst besser machen? Was können wir an unserem Lebensstil ändern? Und: Bringt das überhaupt was?

Nachhaltigkeit leben als Familie

Nachhaltig leben als Familie: Was geht? Was nicht?

Wir machen bestimmt nicht alles richtig. Und nein, ich prüfe nicht (mehr) vor jedem Einkauf, ob die Ware fair gehandelt, bio und die Verpackung biologisch abbaubar ist. Eine Zeitlang habe ich akribisch darauf geachtet, woher Kleidung und Lebensmittel stammen. Habe ganze Produktgruppen und Marken von meiner Einkaufsliste gestrichen und Jogurt ausschließlich aus Gläsern gekauft. Irgendwann, als ich unseren T4 mit Diesel volltankte, wurde mir bewusst, dass es alles unbedeutend ist angesichts der anhaltenden Konsumkatastrophe der westlichen Bevölkerung. Und ja, eine gewisse Resignation ist da auch schon dabei.

Allen Versuchen des „nachhaltig leben“ steht voraus, dass wir als Menschen, als Familie, in ein Gesellschaftssystem eingebunden sind, das es uns nur innerhalb gewisser Grenzen erlaubt „nachhaltig zu leben“. Natürlich gibt es rein theoretisch die Alternative komplett auszusteigen. Es gibt so Projekte, und ich kenne sogar über ein, zwei Ecken ein Paar, dass das wirklich durchzieht. Und irgendwo tief in mir schlummert auch der Wunsch nach einem Aussteigerleben (auf einer sonnigen Kanareninsel) – aber faktisch ist es so erstmal nicht möglich.

Ich mag nämlich viele Vorteile unserer Gesellschaft ziemlich gern, z. B. die gesundheitliche Versorgung und die Möglichkeiten meine Kinder zu impfen (und jetzt bitte KEINE Impfdebatte, sonst erschlage ich euch zukünftig mit Ärzte-Interviews und WISSENSCHAFTLICHEN Studien über Impfungen), sowie Strom, das Internet (es ist nicht nur schlecht!) und natürlich meine heiße Wanne am Abend. Und die Waschmaschine!! Ich hätte gern eine zweite, wenn ich ehrlich bin.

Nachhaltig leben als Familie

Innerhalb dieses Rahmens ist es dennoch möglich wenigstens ein bisschen das Thema Nachhaltigkeit zu verfolgen – z.B. bei jedem Supermarkteinkauf. (Ich sage ja auch immer, dass ein Einkaufszettel auch ein Stimmzettel ist, aber dies nur am Rande.) Mittlerweile kaufe ich nur noch fair gehandelten Kaffee* und achte auch bei Schokolade und Keksen auf die Herkunft. Ich meide Großkonzerne, die z.B. für ihre rücksichtslose Trinkwasserpolitik oder für Steuerflucht bekannt sind. Und auch wenn ich wahrscheinlich deutlich mehr Geld mit diesem Blog verdienen würde, verzichte ich seit einiger Zeit auf Partnerlinks zu einem gewissen amerikanischen Großkonzern.

Für Kleidung gilt dasselbe! Es ist uns als Näherinnen besonders bewusst, wieviel Zeit und Arbeit in einem Kleidungsstück stecken, und dass es unmöglich ist, wenn im Billigladen T-Shirts für 5€ und weniger verkauft werden. (Ich habe euch unten eine Dokumentation dazu verlinkt.) Solche Läden betrete ich gar nicht erst, und beim Kauf (alles kann ich ja nun nicht nähen) gibt es auch hier Siegel und Zertifikate, denen ich Vertrauen schenke (kein restloses – ein bisschen Zweifel ist leider immer dabei).

Das alles sind nur kleine Tröpfchen auf dem dank Klimawandel viel zu heißen Stein, und sobald ich wieder an der Zapfsäule stehe… tja, das kann ich nicht schönreden! Wir haben auch (noch) eine Ölheizung, und wenn es nach uns ginge, hätten wir die schon gegen Pellets oder sowas ausgetauscht. Aber tauschen wir eine funktionierende Heizung einfach so mal eben aus?

Du merkst, dass ich mich permanent im inneren Konflikt befinde: Müsste ich nicht eigentlich noch viel mehr? Die Antwort ist: Ja, natürlich. Aber die vollständige Nachhaltigkeitsperfektion werde ich in meiner aktuellen Lebensphase nicht erreichen. Wir können nur kleine Schritte machen und stetig daran arbeiten uns noch zu verbessern – wie mit allem im Leben!

Das Thema „Nachhaltigkeit“ ist riesengroß. Und es bedeutet leider viel viel mehr als auf Plastiktüten zu verzichten – die Plastiktüte allein macht ja nun auch gar nicht soviel aus. (Und für alle, die gerade einfach nach beiner Nähanleitung für einen Stoffbeutel suchen: Schaut mal hier in meinem Shop nach diesem Freebook für einen Stoffbeutel – die Maße könnt ihr euch individuell anpassen!).

 

nachhaltig leben familie

 

Solidarische Landwirtschaft: Wie funktioniert das?

Was wir können, das machen wir auch! So unterstützen wir seit ihrer Gründung die Solidarische Landwirtschaft Vauß-Hof eG. Das Prinzip solidarischer Landwirtschaften ist recht einfach: Wir ackern und ernten als Mitglieder gemeinsam, und natürlich schultern wir auch das Risiko einer „Missernte“ gemeinsam.

Monatlich zahlen wir einen festen Betrag, den wir uns selbst gesetzt haben. Es gibt natürlich einen Richtwert (ca. 65€), an dem sich der monatliche Beitrag orientiert. Und je nachdem, wieviel oder wenig man selbst an Arbeitsstunden einbringen kann, legt man auf diesen Richtwert noch etwas drauf. Neben der Arbeit auf unserem Bio-Acker (und wir sind hier wirklich sicher, dass die Erde und das Saatgut absolut genfreie Qualität haben) kann man sich noch in verschiedenen AGs rund um das Gemüse engagieren – und dabei unglaublich viel lernen! Ich arbeite auch daran, dass ich in diesem Jahr endlich genug Zeit übrig habe um ab und zu mal auf dem Solawi-Blog als Gastbloggerin zu schreiben.

Neben der Gemüseernte gibts so viele schöne Aktionen wie z. B. das Storchennest, die eigenen Bienen, Sauerkraut selber machen (das ist jetzt nicht so mein persönlicher Fall, aber trotzdem ein nettes Angebot), eine Anbau-AG und viele Angebote für Kinder!

Das Gemüse schmeckt übrigens – wer hätte es anders erwartet – so, wie ich das aus meiner Kindheit her noch von Omas Kartoffeln und Tomaten her kenne. Nämlich richtig nach Gemüse! Mein persönlicher Favorit sind die Salatgurken, Tomaten und Kartoffeln.

Außerdem waren wir nun gezwungen einige Gemüsesorten auszuprobieren, die wir vorher gar nicht kannten. Stielmus zum Beispiel. Dazu habe ich sogar ein sehr leckeres Rezept gefunden – und ich freue mich schon auf die nächste Saison! Außerdem Postelein, das gibts jetzt bald wieder. Auch kaufe ich sonst eher selten Rote Bete, Kohlsorten, Bohnen usw. Dank der Solawi haben wir nun einige regionale und saisonale Gemüsesorten für uns entdeckt. Natürlich gibts im Sommer Zucchini ohne Ende, und da muss man dann kreativ werden, wohin mit dem ganzen Gemüse – die Kinder können es dann ja irgendwann auch nicht mehr sehen! Aber ich hab jetzt schon einige Rezepte gesammelt, und wenn du noch einen heißen Tipp hast – her damit :D.

Nachhaltig leben als Familie

Solawi Vauß-Hof eG

Für alle Paderbornerinnen unter euch kommt jetzt die gute Nachricht: Die Solawi sucht wieder Mitglieder! Wenn du jetzt Interesse hast, dann schau doch am besten gleich mal hier auf der Website vorbei und wende dich vertrauensvoll an Anja.

Alle anderen müssen nicht traurig sein: Ich habe in der Linkliste auch den „Dachverband“ verlinkt – hier kannst du nach Solawis in deiner Nähe suchen! Es lohnt sich auf jeden Fall am Tag der Offenen Tür vorbeizukommen – egal welche Solawi man in der Nähe hat.

Ich hoffe, dir hat dieser Artikel gefallen, und ich konnte dir ein paar Anregungen geben für genfreies Bio-Gemüse und gesundes Essen? Vielleicht trägst du dich ja auch sowieso mit dem Gedanken dich einer Solawi anzuschließen?

Abschließend habe ich noch ein paar Links gesammelt, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen – selbstverständlich ohne den Anspruch vollständig zu sein! Jetzt gehts noch ab zu den Montagsfreuden beim Zwerg. Kommt gut in die Woche!

Zuletzt noch der Hinweis: Dieser Artikel ist in freundlicher Zusammenarbeit mit der Solawi VaußHof eG entstanden, aber ich habe weder Geld noch andere Extraleistungen dafür erhalten.

Viele Grüße,

Sonja

 

 

Links und Quellen

Solidarische Landwirtschaft Vauß-HofeG – „unsere“ Solawi in Paderborn.

Solidarische Landwirtschaft Dachverband – Solawi in deiner Nähe finden!

Fair Trade Siegel – Kritik – ein Überblick auf Utopia.de

Sweat Shop – Dokumentation über die Textilherstellung in Kambodscha: Drei norwegische Upper-Class-Jugendliche, darunter eine Fashion-Bloggerin, leben und arbeiten in einer Textilfabrik. Sehenswert!

Chronisch vergiftet – Monsanto und Glyphosat (Arte Dokumentation) – Warnung: In dieser Dokumentation von Arte werden missgebildete Schweine und Föten gezeigt. Das ist nichts für schwache Nerven. Solltest du gerade schwanger sein, sieh es dir bitte nicht an.

Let’s make Money (Trailer) – Dokumentation von Erwin Wagenhofer. Die gesamte Dokumentation kann man sich für 2,99€ direkt auf Youtube ansehen.

5vor12 – eine Blogaktion zum Mitmachen von Mamadenkt.de – jeden Monat neu!

 

*affiliate link: Mit deinem Einkauf über den mit * gekennzeichneten Link erhalte ich eine Provision, ohne dass Dir Mehrkosten entstehen. Meine Empfehlungen wähle ich sehr sorgfältig aus und stecke sehr viel Zeit und Arbeit in jeden meiner Beiträge. Über Provisionen und Werbung finanziere ich die laufenden Kosten dieses Blogs und kann auch zukünftig hochwertige Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen. Vielen Dank!

 

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

Kindergeburtstag auf der Wewelsburg – mit der „kleinen Hexe“

~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Im letzten Jahr haben wir den Kindergeburtstag unserer Großen auf dem Pferderücken gefeiert. Hier habe ich davon berichtet. Leider gibt es das Angebot meines Wissens nun nicht mehr, sodass wir uns nach einer Alternatrive umsehen mussten. Außerdem sollte es dann doch etwas anderes sein. Über einen Flyer im Kindergarten wurde ich auf das Angebot der nahe gelegenen Wewelsburg aufmerksam: Warum also nicht den Kindergeburtstag auf der Wewelsburg feiern? Meine Kinder stehen auf Burgen, Schlösser, Geheimnisse und alles Zauberhafte. Das Programm „Die kleine Hexe“ nach dem Buch von Otfried Preußler passte also perfekt.

 

Die Wewelsburg – Museum und Geschichte

Die Wewelsburg ist Paderbornern natürlich bekannt. Deutschland einzige Dreiecksburg steht in Wewelsburg nahe Büren. Der Paderborner Flughafen, an dem ich während meines Studiums gearbeitet habe, liegt in Sichtweite. Die Geschichte der Burg reicht bis in das 10. Jahrhundert zurück. In ihrer heutigen Form wurde sie allerdings erst Anfang des 17. Jahrhunderts als fürstbischöfliches Schloss errichtet. Die weitere Geschichte könnt ihr bei der Wikipedia nachlesen – weiterführende Links habe ich am Ende dieses Blogbeitrags gesammelt.

Eine sehr unrühmliche Episode möchte ich hervorheben: Die Wewelsburg erlebte während der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933-45 traurige Berühmtheit, bzw. wurde zum Mittelpunkt der SS. Ausgerechnet diese Burg war von Heinrich Himmler erkoren zum neuen Hauptquartier zu werden. So wurde die komplette Inneneinrichtung durch die SS verändert und mit nordischen Symbolen versehen. Auch ein KZ wurde hier errichtet. Diesen traurigen Teil deutscher Geschichte arbeitet das Kreismuseum Wewelsburg akribisch und gewissenhaft auf – ihm ist eine Dauerausstellung gewidmet.

Nach Kriegsende brannte die Burg vollständig aus und wurde neu aufgebaut. Heute findet sich das Kreismuseum Wewelsburg, das sich auf zwei Dauerausstellungen konzentriert: Die Aufarbeitung der Nazizeit und der Geschichte des Hochstifts Paderborn. Außerdem gibt es hier eine Jugendherberge, in der ich als junges Mädchen sogar schon mal übernachtet habe. (Und vielleicht machen wir das bald mit den Kindern auch nochmal, so als Abenteuer zwischendurch…)

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

 

Kindergeburtstag auf der Wewelsburg

Die traurige Geschichte der Wewelsburg ist natürlich hier in der Umgebug bekannt, und auch mir läuft immer wieder ein Schauer über den Rücken, wenn ich daran denke. Dennoch: Verdrängen nützt nichts. Gerade heute finde ich es wichtiger denn je, dass man auch diesem Kapitel unserer Landesgeschichte offen und kritisch begegnet. Und eigentlich gehts ja auch um einen Kindergeburtstag! Der hatte natürlich überhaupt nichts mit diesem Kapitel der Geschichte zu tun, sondern stand ganz im Zeichen der kleinen Hexe.

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

 

Von dem Muff der Nazis spürt man heute glücklichweise kaum noch etwas, wenn man heute die Wewelsburg besucht. Die Kinder sind da auch unvorbelastet und freuten sich auf das Burgerlebnis! Mehrere Kiindergeburtstags-Programme stehen zur Auswahl (siehe unten in den Links). Es gibt Themen für verschiedene Altersgruppen, und eigentlich alle beinhalten eine Schatzsuche. Ältere Kinder sogar mit GPS! Wir haben uns für „Die kleine Hexe“ entschieden, das auf dem gleichnamigen Buch von Otfried Preußler* basiert.

Unsere Kinder kennen natürlich „Die kleine Hexe“, und viele unserer Gäste auch. Mit 10 Kindern sind wir zur Wewelsburg gefahren, und es hat sehr viel Spaß gemacht! Der Geburtstag wird von einer Pädagogin geleitet und ist sehr abwechslungsreich und lehrreich gestaltet. Zu Beginn verkleiden sich die Kinder, und dann geht es auch schon los! Gut 2,5 Stunden dauert das Programm, das uns allen viel Spaß gemacht hat. Wir als Eltern waren auch wieder überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben den Geburtstag auszulagern.

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

Kindergeburtstagsprogramm: Die kleine Hexe

Bei der „kleinen Hexe“ wird natürlich aus dem Buch von Otfried Preußler vorgelesen. Außerdem lernen die Kinder spielerisch einiges über Kräuterkunde und brauen im Spiel einen Zaubertrank in einem echten Hexenkessel. Anschließend haben wir den Hexenkeller und das Burgverlies besichtigt. Ein bisschen gruselig kann das für einige Kinder schon sein, aber gerade meine Kinder fahren auf so einen Nervenkitzel total ab.

Die grauenhafte Geschichte der Hexenverfolgung und überhaupt wer wohl seinerzeit elendig in dem Hexenkeller zugrunde gegangen ist, wird natürlich nicht weiter thematisiert. Das Programm ist sehr kindgerecht und orientiert sich an der Erfahrungs- und Erlebniswelt der Kinder, etwa ob sie irgendwelche Hexen aus Büchern und Geschichten kennen – Bibi Blocksberg oder Hexe Lilli.

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

Nach dem Hexenkeller gab es eine Kuchen- und Bastelpause, die den Kindern viel Spaß gemacht hat. (Und ich merke mir, dass ich nur noch Schokomuffins backe und keine mit Früchten drin. Die kommen einfach nicht an.)

Nach dem Basteln und der zweiten Vorlese-Einheit mit einem wilden Mitmach-Spiel, das die Kindern auch gut auspowert, sucht die Hexentruppe noch einen echten Schatz. Natürlich haben wir die Schatztruhe bestückt; die Geschenktäschchen mit dem Süßkram hatte ich zuvor abgegen. (Leider hatte ich es dieses Mal nicht geschafft Taschen für alle zu nähen wie beim letzten Mal.)

Die Kosten für den Kindergeburtstag auf der Wewelsburg halten sich in Grenzen: Das Programm kostet 40€, zzgl. 1€ Eintritt pro Person und 0,50€ Bastelmaterial pro Kind – ich finde, dass das ziemlich preiswert ist.

 

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

 

Geburtstagsessen und Gesamtkosten

Nach so einem langen Programm haben natürlich alle Hunger. Wir haben die Möglichkeit genutzt direkt im Café nebenan ein Geburtstagsmenü zu bestellen. Man kann dort zwischen mehreren Geburtstagsessen wählen, und wir Erwachsene haben die Gelegenheit genutzt und à la Carte gegessen (wie oft gehen wir essen? Irgendwie nie…!?). Das war übrigens sehr gut!

Summa Summarum lagen wir kostentechnisch am Ende bei ca. 130€ inkl. Programm, Essen und Getränke für 10 Kinder und 2 Erwachsene. Da kann man wirklich nicht meckern, finde ich. Das Museum hatte uns übrigens auch Einladungskarten zugeschickt, die waren inklusive! Wir hatten einen tollen Tag und haben diese ganze Organisation und Ideenfindung für einen Kindergeburtstag zuhause gespart.

Meine größte Sorge war eigentlich, dass irgendwer einpullert (hatten wir bei den letzten zwei Geburtstagen). Also hab ich die Kinder immer mal wieder auf Klo geschickt, auch wenn die meinten sie müssten nicht. Sie mussten dann doch ganz schön viel, als sie erstmal saßen.

Unser Sohn hat schon gesagt, dass er auch einmal dort feiern will – vielleicht probieren wir dann im März das nächste Programm! Die Große will nächstes Jahr gern nochmal Hexe sein.

 

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

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Pader-Blog-News

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Lieber Gruß,

Sonja

 

Links

Kreismuseum Wewelsburg – offizielle Seite

Kindergeburtstag auf der Wewelsburg

Jugendherberge Wewelsburg

Café Restaurant Wewelsburg

Wewelsburg in der Wikipedia

Kindergeburtstag in Paderborn – eine Sammlung mit vielen Tipps!

 

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Kreismuseum Wewelsburg entstanden – vielen Dank!

 

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Paderborn Dom

Paderborn familienfreundlich? – Warum wir in die Domstadt gezogen sind

Vor einiger Zeit bin ich auf eine längst abgeschlossene Eltern-Blogparade gestolpert, in der Elternblogger „ihre“ Städte vorstellen. Die habe ich leider verpasst – trotzdem möchte ich euch „meine“ Stadt aus der Familienperspektive vorstellen. Paderborn und ich – das war nicht immer die große Liebe, und ich bin sehr froh auch ein paar Jahre weg gewesen zu sein. Vor gut zwei Jahren sind wir sehr bewusst wieder hierher zurückgezogen, weil wir Paderborn als sehr familienfreundlich kennengelernt haben. Weil unser bisheriger Standort im Süden Hamburgs für uns als Familie nicht mehr das Richtige war. Warum gerade Paderborn familienfreundlich ist und was für uns als Familie entscheidende Standortfaktoren sind? Das erzähle ich euch heute!

Paderborn – allgemein

Paderborn ist eine kleine Großstadt mit 150.000 Einwohnern und liegt im östlichen Westfalen, ziemlich genau im Bermuda-Dreieck von Bielefeld, Dortmund und Kassel. Ihren Namen hat die Stadt von der Pader, Europas kürzesten Fluss. Sie entspringt mitten in der Stadt, dem Paderquellgebiet, das zugleich einer der schönsten Orte der Stadt ist.

Paderborn gilt als provinziell und ein bisschen rückständig, und ich werde an dieser Stelle gar nicht dagegen argumentieren. Ob diese Stadt provinziell und rückständig ist, kommt enorm auf den Blickwinkel und die eigene Einstellung an. (Und es kommt auch auf den Blickwinkel an, ob man „provinziell“ eher als positiv oder negativ wahrnimmt.)  Natürlich sind „wir Ostwestfalen“ manchmal genau so, wie man es uns nachsagt – dann gehen wir zum Lachen in den Keller, bekommen die Zähne nicht auseinander und reden um Himmels Willen niemals mit Fremden. Aber „wir“ können auch sehr herzliche und kontaktfreudige Menschen sein *lach*. Übrigens habe ich auch schon in größeren und „moderneren“ Städten gewohnt, die in punkto Rückständigkeit durchaus mit dem Ruf Paderborns mithalten könnten. Aber dies nur am Rande.

Paderborn Paderquellgebiet

Infrastruktur, Stadtbild und Innenstadt

Die Innenstadt selbst ist nicht wirklich groß. Was mich in größeren Städten schon manches Mal zur Verzweiflung gebracht hat, ist hier alles recht nahe gelegen: Wer gut zu Fuß ist, kann die Paderborner Innenstadt innerhalb von 15 Minuten durchqueren. Die Wege sind kurz und man muss nicht drei U-Bahnstationen vom Café zum Kino und zum Shopping fahren. (Eine U-Bahn oder Straßenbahn gibt es auch gar nicht.) Der Nachteil: Man hat dann recht schnell alles gesehen. Natürlich gibt’s hier noch viel zu entdecken – gerade die Stadtgeschichte und viele alte Bauten haben viel zu erzählen, z. B. der Paderborner Dom (s. Titelbild).

 

(Kirchen haben wir eine ganze Menge hier – das ist typisch für diese Stadt, die zugleich ein Erzbistum ist und wahrscheinlich die katholischste Stadt nach dem Vatikan *hust*. Da muss man sich drauf einstellen, wenn man hierher zieht – die Stadtgeschichte ist eng mit der Kirchengeschichte verknüpft. „Die Paderborner“ sind heute aber auch nicht mehr alle katholisch.)

Paderborn Domplatz

Bei der Erreichbarkeit und Infrastruktur kommt gleich ein unschlagbarer Vorteil Paderborns im Vergleich zu anderen Städten: Die Parkgebühren sind lächerlich gering. Zentral kann man wunderbar in der Tiefgarage parken, über die man diverse Geschäfte trockenen Fußes erreicht. Außerdem sind rings um den „inneren Ring“ günstige Parkplätze zu finden – wenn nicht gerade Libori ist – dann fährt man am besten mit den Öffis.

Besorgungen sind in der Innenstadt schnell gemacht, für kurzweilige Erholung und Pausen sorgen viele Cafés. Als Mama nutze ich die nur sehr selten, denn entgegen dem Klischee sitze ich NICHT ganze Vormittage dort um mit anderen gelangweilten Mamas Kaffee zu trinken und mich über neueste Breigerichte auszutauschen.

Entscheidungsfaktor: Betreuungsgebühren

Soweit klingt das nach einer ganz normalen Kleinstadt. Was macht Paderborn also familienfreundlich? Für uns war das ausschlaggebende Argument nach Paderborn zu ziehen ganz schlicht und ergreifend: Geld. Ich möchte in Erinnerung rufen, dass wir seit unserem Umzug den Spagat zwischen Hamburg und Paderborn machen, denn Stefan arbeitet nach wie vor vier Tage die Woche in Hamburg! Lohnt sich das also für uns als Familie? Immerhin hat er auch die Fahrerei und den zweiten Wohnsitz zu bezahlen.

Kurzer Rückblick in unser Leben vor Paderborn: Vorher lebten wir im Süden Hamburgs (recht weit außerhalb – von wegen Provinz!). Wir hatten damals zwei Kinder Vollzeit im Kindergarten und Krippe und waren im Monat locker 700€ für die Betreuung los. Dabei war die Qualität der Betreuung zumindest in einem Kindergarten eher mäßig. Neben meiner persönlichen Jobhölle (hier habe ich schon einmal darüber geschrieben) war diese Zeit alles andere als lustig.

Tatsächlich gibt es hier ein sehr familienfreundliches Gebührenmodell. Natürlich richten sich die Gebühren hier auch nach der Stundenzahl und dem Einkommen, allerdings ist allein die Tabelle schon sehr viel familienfreundlicher (und realistischer) gestaltet. In unserem vorherigen Ort erreichte man schon mit einem kleinen Einkommen ganz schnell die höchste Bezahlstufe, wohingegen die Staffelung hier sehr viel „humaner“ ist.

Paderborn Markt

 

Ab dem zweiten Kind wird die Rechnung interessant

Interessant wird die Rechnung mit den Betreuungsgebühren ab dem zweiten Kind. Denn wer „nur“ ein Kind hat, kann womöglich die paar Jahre irgendwie überbrücken. Und da es mit „nur“ einem Kind deutlich einfacher ist auch als Mutter wieder in den Beruf zurückzukehren, fällt dieses Loch in der Familienkasse bei Ein-Kind-Familien oder auch Familien mit zwei Kindern nicht so sehr ins Gewicht. (Das soll jetzt keine neidvolle Klage sein, ich bin ja mit meiner Lebenssituation mehr als glücklich und stehe voll dahinter! Und ich will auch niemand verurteilen, der „nur“ ein Kind hat. Aber faktisch ist vieles schneller wieder möglich als wenn man vier Kinder hat, z.B. in den Beruf zurückzukehren…)

In unserem letzten Wohnort zahlte das erste Kind 100% Gebühren, das zweite 75% und das dritte 70%. Ab dem dritten Kind hätten wir also circa 900€ im Monat nur für den Kindergarten bezahlt. Finja wäre dann in die Schule gekommen; die Nachmittagsbetreuung hätte „nur“ 150€ gekostet. Jesper wäre dann aber auf 100% gerutscht und Marla auf 75%. Macht in Summe immer noch 900€. Das wäre für uns nicht bezahlbar gewesen – ein viertes Kind hätten wir uns schlichtweg nicht leisten können. Die Schulbetreuung ist auch eine halbe Stunde kürzer als der Kindergarten – wir hätten also zusätzlich auf Stunden (und damit Gehalt) verzichten müssen um es irgendwie hinzubiegen. Dass das auch eine nervliche Belastung ist und früher oder später zwangsläufig zum Streitthema wird, kommt noch hinzu!

 

Das Paderborner Gebührenmodell: 11.000€ in zwei Jahren gespart

Was ist jetzt an dem Paderborner Gebührenmodell so toll? Ich habe schon die viel humanere Staffelung in der Berechnungstabelle erwähnt.  Zudem sind die Gebühren an sich um einiges günstiger, was allein schon unsere monatliche Belastung immens zurückgeschraubt hat. Abgesehen davon gibt es eine Besonderheit hier in Paderborn, die eigentlich bundesweit gelten müsste, wenn man ernsthaft daran interessiert ist Eltern und potentielle Eltern zum Kinderkriegen zu bewegen (und zwar zum mehrfachen Kinderkriegen!): Geschwister haben eine Flatrate!

Wir bezahlen nur für das älteste Kind im Kindergarten, alle weiteren Kinder gehen kostenlos.

Kostenlos? Kostenlos!

Und zwar auch dann, wenn das älteste Kind im Vorschuljahr ist und selbst nichts mehr bezahlen muss! Das bedeutet tatsächlich, dass wir in dem Jahr, in dem unser ältestes Kind Vorschulkind ist, alle Geschwister auch nichts bezahlen müssen! Zum Vergleich: Das kostenlose Jahr vor der Einschulung gab es in unserem bisherigen Wohnort auch, allerdings rutschte dann ja Kind Nr. 2 auf 100% Beitrag.

Wir bezahlen natürlich noch Essensgeld, das hier taggenau abgerechnet wird (das war in dem letzten Kindergarten auch nicht so). Wenn wir wegen Krankheit, Urlaub oder unserem Familientag die Kinder mal vor dem Mittagessen abholen, müssen wir es auch nicht bezahlen! Im letzten Kindergartenjahr machte das für zwei Kinder schon so 200€ aus! Übrigens ist die Betreuungsqualität hier deutlich besser als in unserem letzten Kindergarten, in dem die Belegschaft dauerkrank war und wir in nur zwei Jahren diverse Personalwechsel miterlebt haben.

Hier gehen die Kinder in einen katholischen Kindergarten, was mich als erklärte Heidin durchaus schon zum Grübeln gebracht hat. Aber der Kindergarten ist top eingerichtet, die Erzieherinnen sind allesamt engagiert, kompetent und hervorragend ausgebildet – und auch wenn Finja sich immer über das Essen beschwert, so weiß ich doch, dass sie hier sicher und geborgen aufgehoben sind. (Seit sie mittags zuhause ist, beschwert sie sich auch – wenn es nicht gerade Kartoffeln mit Sauce Hollandaise gibt…)

Stefan hat übrigens neulich mal ausgerechnet, was wir bisher so an Kindergartengebühren gespart haben und kam auf grob 11.000€ in gut zwei Jahren. Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen.

 

Paderborn familienfreundlich

 

Bezahlbarer Wohnraum, Kindergartenplätze, Familienkarte

Neben diesem Faktor brauchten wir nicht so viele weitere Argumente um uns für Paderborn zu entscheiden.Tatsächlich beobachte ich bei uns und im Bekanntenkreis, dass Geld für Familien ein Dauerthema ist. Das mag auch schon immer so gewesen sein, das kann ich nicht beurteilen. Aber haben sich gut verdienende Paare auch früher schon gegen weitere Kinder entschieden, weil sie es sich nicht leisten konnten? Wir haben den Fall bei Freunden, die noch an unserem letzten Wohnort leben. Sie hätten gern ein drittes Kind. Sie arbeiten beide in gut bezahlten Positionen. Aber aus finanziellen Gründen (Kinderbetreuung + Kredit) haben sie sich dagegen entschieden. Das finde ich schon sehr traurig.

Klar, es können jetzt nicht alle hierher nach Paderborn kommen – aber vielleicht kann das Modell hier (deswegen stelle ich das ja vor) ja Eltern in anderen Regionen inspirieren mal die eigenen Kitagebühren in Frage zu stellen.

Für uns war es definitiv die beste Entscheidung. Meine Familie lebt hier, da hatten wir also einen Anlaufpunkt. Stefans Familie lebt noch in Hamburg, weshalb er da unter der Woche günstig wohnen kann. Und wir hatten das sagenhafte Glück, dass wir nun auch das Haus meiner Mutter kaufen konnten. Überhaupt eine Immobilie zu kaufen wäre im Großraum Hamburg gar nicht drin gewesen.

Hier ziehen die Immobilienpreise seit ein paar Jahren auch ganz gut an, aber noch ist es möglich sich als Familie den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen. Es gibt im Raum auch immer mal wieder neue Baugebiete – die Warteliste ist allerdings lang! Bevor ihr jetzt also alle die Koffer packt und hierher zieht, empfehle ich eine eingehende Recherche. Und: Die Preise sind auch hier deutlich angestiegen, hinter vorgehaltener Hand wird hier auch von Immobilienblase gesprochen. Von halben Millionen für ein mickriges Grundstück mit baufälligem Haus drauf sind wir hier aber noch ein bisschen entfernt.

Das Angebot an Kindergärten und Schulen ist (soweit ich das bisher überblicke) ausreichend. Im Moment wächst die Nachfrage nach Kindergartenplätzen – wir erleben in Paderborn tatsächlich einen Zuzug von Familien. Wir haben unseren Jüngsten also schon angemeldet, auch wenn er noch zwei Jahre Zeit hat. Bei uns im Ort sind drei Kindergärten, die alle voll ausgebucht sind und gar nicht alle Kinder aufnehmen können. Auch hier empfehle ich eine Recherche. Die Kindergartenplatzvergabe wird zentral über einen KiTaNavigator gesteuert, da kann man seinen Bedarf eingeben, und die Stadt kann besser planen.

Zur Wohn- und Betreuungsfrage kommen weitere Dinge, die mir hier in Paderborn einfach gut gefallen, z.B. die Familienkarte, die uns zahlreiche Vergünstigungen verschafft, etwa in die Landesgartenschau. Es gibt hier ein großes Angebot toller Spielplätze, die ich euch im Einzelnen noch vorstellen will, und viele Freizeit- und Bildungsangebote, die alles andere als „provinziell“ sind.

Paderblog

Dieser Beitrag ist der Auftakt einer kleinen Paderborn-Serie. Ich lebe inzwischen sehr gern hier und weiß, dass meine Kinder hier gut aufwachsen können. Deshalb möchte ich gern das familienfreundliche Paderborn vorstellen, das ich inzwischen sehr zu schätzen weiß. Viele Dinge auf dem Schulhof sind hier noch ein bisschen „provinziell“, und das finde ich auch ganz gut. Darauf werde ich sicher in einem der kommenden Beiträge näher eingehen. Wenn Du keinen neuen Beitrag verpassen willst, dann trag dich doch in meinen neuen Pader-Newsletter ein!

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Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr „zufrieden“ mit Eurer Stadt? Und wie sind die Gebührenmodelle bei euch? Und habt ihr schon die Koffer gepackt um herzuziehen? 🙂

Bis demnächst,

Eure Sonja

 

Links

Stadt Paderborn – offizielle Seite

Familien Service Center Paderborn

Paderborn in der Wikipedia

Pader, Wikipedia

Erzbistum Paderborn

Näh-Blogger Basics: Fotografie I ~ Equipment

Heute geht es in den Näh-Blogger Basics um Fotografie,  das Kernelement des Bloggens. Ich habe diesen Beitrag „Fotografie I ~ Equipment“ betitelt, denn der Schwerpunkt liegt auf der Ausrüstung, die wir für gute Fotos brauchen. Im nächsten Beitrag geht es dann mehr um das Fotografieren selbst. Dieser Beitrag enthält auch Werbelinks, aber keine Angst: Ich werde Dir hier nicht eine sauteure Super-Kamera aufschwatzen oder ähnliches. Ich stelle heute mal MEINE Foto-Ausrüstung vor und gebe ein paar Tipps für den Kauf von Kamera und Co. (ohne eine Kaufberatung sein zu wollen!).

 

Über die „Näh-Blogger Basics“

Bevor es losgeht, möchte ich noch einmal die vergangenen Beiträge in Erinnerung rufen: In der Einleitung habe ich ganz grob die Reihe „Näh-Blogger Basics“ vorgestellt. Anschließend habe ich über das Thema „Zielgruppe & Content“ geschrieben. Es folgte noch ein Artikel über „Mehrwert & Originalität“. Alle Beiträge dieser Reihe richten sich speziell an Näh-Blogger und solche, die es werden wollen. Mir geht es darum hier ein paar Basics zu vermitteln, die wichtig sind, wenn Du mit Deinem Näh-Blog mehr oder neue Leserinnen erreichen und vielleicht irgendwann auch ein bisschen Geld mit dem Bloggen verdienen willst. Ich versuche das Bloggen auf ein paar wenige Formeln herunterzubrechen, ohne dass die Bloggerei zur Wissenschaft wird – dafür werde ich immer weiterführende Links bereitstellen.

In meiner Pinterest-Gruppe „Blogging“ sammeln wir übrigens relevante Blogging-Tipps ganz allgemein über das Bloggen. Folge der Gruppe und schreib mir eine Mail um mitzupinnen – ich freu mich! Du kannst Dich auch für meinen Newsletter anmelden. Es gibt dort ein Kästchen „Nähblogger“, mit dem Du keinen Beitrag der „Näh-Blogger-Basics“ mehr verpasst. Außerdem arbeite ich im Hintergrund an dem ein oder anderen Goodie speziell für Näh-Blogger, um Deine Blog-Organisation zu unterstützen.

Nun geht es aber los!

Fotografie & Equipment: Hardware

Dass Bloggerinnen eine gute Kamera brauchen, ist kein Geheimnis. Das Internet und soziale Netzwerke wie Instagram oder Pinterest sind voller wunderschön inszenierter Bilder, die wahrscheinlich auch Deine Kreativität zum Nacharbeiten anregen oder dich dazu inspiriert haben einen eigenen Blog zu starten. Vielleicht hast du auch hobbymäßig schon immer gern fotografiert (in dem Fall kann ich dir heute wahrscheinlich auch nicht mehr viel Neues erzählen…)?

Keine Frage, mit einer kleinen Kompaktkamera oder mit einer Handykamera stößt man schnell an seine Grenzen – eine „vernünftige“ Kamera muss her. Aber nicht nur eine Kamera gehört zum Foto-Equipment, sondern auch (wenn Du eine DLSR hast) die Objektive, Beleuchtung und Fotohintergründe – die Bühnenbilder für deine Näh-Foto-Stories sozusagen. Außerdem empfiehlt sich eine Bildbearbeitungssoftware und vielleicht ein Buch zum Fotografieren-Lernen.

Puh, ganz schön viel, oder? Wo anfangen? Ich gehe jetzt mal alles ein wenig detaillierter durch. Fragen kannst du gern in den Kommentaren stellen!

 

 

Welche Kamera ist die Richtige für Dich?

Neulich gab es in einem Bloggerforum eine Diskussion rund um die beste Kamera für Blogger. Dabei wurden auch Systemkameras empfohlen – als leicht zu handhabende, kostengünstige Alternative zur digitalen Spiegelreflex. Dies erwähne ich nur, um dir diese Möglichkeit der „Systemkamera“ genannt zu haben. Es gibt sowas, und vielleicht ist das ja auch schon das Richtige für deine Zwecke?

Ich selbt fotografiere jetzt seit gut 7 Jahren mit einer Nikon D80, einer digitalen Spiegelreflexkamera, mit der ich rundum zufrieden bin. Ich habe sie täglich in der Hand und sehe noch keinen Bedarf mir eine neuere Kamera anzuschaffen. (Hinweis: Die Bebilderung dieses Artikels zeigt NICHT die Nikon D80 – diese Bilder habe ich mit ihr gemacht! Da ich Nostalgikerin bin, habe ich mich entschlossen diesen Artikel mit diesen fast antiken Kameras zu bebildern. Die gehören nicht mir, sondern die habe ich zu diesem Zweck aus der Familie ausgeliehen.)

Bei Kameramarken kann man sich ähnlich verlieren wie bei Nähmaschinenmarken. Solange Geräte funktionieren, ist mir die Marke relativ wurscht. Ich mag meine Nikon, weil ich die gut kenne. Und wenn ich mal eine neue Kamera anschaffen sollte, wird das sehr wahrscheinlich wieder eine Nikon sein, weil ich einfach nicht von vorne anfangen will.

Welche Kamera ist nun für dich die Richtige ist, hängt zum einen von deinem Geldbeutel ab. Und dann musst du in dich gehen und dich fragen, was du am meisten ablichtest: Stoffe? Genähte Werke? Kleine Sachen? Step-by-Step-Anleitungen? Kinder in genähten Klamotten (die sich womöglich bewegen)? Ich behaupte mal, das alles bekommt jede Spiegelreflexkamera ohne große Schwierigkeiten hin. Wenn Du auch Filme drehen willst, musst du natürlich speziell nach einer Kamera schauen, die das kann! Auch haben nicht alle die Live-Vorschau (meine z.B. auch nicht – ich muss immer oben druchgucken, was mich jetzt nicht so stört).

Mein Tipp: Es muss ja vielleicht nicht das allerneueste Modell sein. Ältere Modelle haben folgende Vorteile: Die ersten Kunden haben im Internet bereits ehrliche Testberichte geschrieben, z.B. bei amazon, wo ich zwar nichts mehr kaufe, aber dennoch gern Testberichte von Kunden lese. Und: ältere Modelle sind (wie bei Nähmaschinen auch) günstiger. Nehmen wir meine Nikon D80. Ich habe seinerzeit über 500€ dafür bezahlt. Nur das Gehäuse bekommst Du heute ab ca. 139€ – das ist ein top-Preis für eine super Kamera! Bei Fotokoch gibt es z. B. auch viel Second-Hand-Ware zum erschwinglichen Preis: Second Hand Übersicht*. Auch ein Blick in die Fundgrube* lohnt sich.

 

Objektive

Viel wichtiger als das Gehäuse sind bei der Fotografie eigentlich die Objektive (und natürlich, dass man mit seiner Kamera umgehen kann – Stephen King würdest du ja auch nicht fragen, mit welcher Schreibmaschine er seine Bestseller schreibt). Ich kann dir die Kaufentscheidung also nicht abnehmen, aber ich kann dir folgenden Tipp geben: Geh vor Ort ins Fachgeschäft und/oder frag mal ein bisschen im Bekanntenkreis herum. Vielleicht kennst du sogar einen Fotografen? Ich hatte tatsächlich das Glück, dass ich einen Profi-Fotografen aus dem Freundeskreis fragen konnte.

Hast du vielleicht schon Objektive? Dann prüfe vor dem Kauf einer neuen Kamera unbedingt, ob die mit deiner Wunschkamera kompatibel sind! Ein weiterer Tipp: Lass Dir mit der Kaufentscheidung Zeit und lass dich am besten vor Ort beraten, am besten im Fachgeschäft! Ich habe hier in Paderborn einen wunderbaren Fotoladen, der mich bislang immer perfekt beraten hat. Hier verkaufen sie übrigens auch Second-Hand-Geräte zu erschwinglichen Preisen! Der Gang in die nächst gelegene Innenstadt kann sich da sehr lohnen als blind irgendwas aus dem Internet zu bestellen!

Bei meiner Nikon D80 waren seinerzeit zwei Objektive dabei. Mit dem Standardobjektiv mache ich eigentlich nur noch Step-by-Step-Anleitungsbilder. Das Tele-Objektiv (Tamron AF 55-200mm) war von Tamron, eine japanische Firma, die teils günstigere Objektive herstellt – für verschiedene Kameramarken! Ich möchte noch einmal betonen, dass man beim (Nach-)Kauf unbedingt auf die Kompatibilität achten muss! Übersetzt für Nähtanten: Was nützt dir der schönste Nähfuß, wenn er nunmal nicht auf deine Maschine passt?

Das Tamron ist draußen und unterwegs mein Lieblingsobjektiv – ich habe damit schon wunderbare Portraits von den Kindern gemacht und auch sonst schöne Aufnahmen von genähten Werken geschossen.

Nachgekauft habe ich mir (nach Beratung durch besagten Fotografen) das Nikkor AF-S Micro NIKKOR 40mm 1:2.8G speziell für den Blog. Ich wollte ein Objektiv für Nahaufnahmen, bei dem das Detail schön scharf ist und der Hintergrund so schön verschwimmt (ihr wisst, was ich meine). Auch für Portraits kommt es zum Einsatz.Die Kamerabilder in diesem Beitrag habe ich alle mit diesem Objektiv gemacht. Das Objektiv sollte erschwinglich sein, und mit ca. 299€-329€ (je nachdem, wo man kauft) ist es das. Ich habe in „meinem“ Laden übrigens ein gutes Angebot bekommen, weil die natürlich die Internetpreise kennen – ein bisschen fragen und feilschen geht immer ;). (Und nein, leider ist dieser Artikel NICHT von „meinem“ Fotoladen gesponsort – nur falls jetzt der Eindruck entstanden ist.)

Wartung

„Mein“ Fotoladen wartet die Kamera übrigens auch. Vor Kurzem habe ich eine Sensorreinigung machen lassen. Meine Objektive haben sie kostenlos gereinigt. Die Sensorreinigung war übrigens nicht teuer. Ich habe immer gedacht, dass das schnell dreistellig wird, aber es waren dann unter 50€! Auch dies kann ich nur empfehlen. Die gucken sich dabei auch an, ob da irgendwelche Staubteilchen festhängen und so. Und für die drei Tage, die es gedauert hat, habe ich ein kostenloses Leihgerät bekommen. Daher rate ich noch einmal zum Kauf vor Ort.

Beleuchtung & Fotohintergründe

Auf dieses Thema möchte ich beim nächsten Mal tiefer eingehen. Nur ganz kurz: Für die Inszenierung deiner Fotos und für deine persönliche Foto-Stil-Entwicklung sind Beleuchtung und Fotohintergründe essentiell. Ich selbst experimentiere gern, aber ich kann schon vorausschicken: An natürlichem Licht kommt nichts vorbei! Der Blitz bleibt bei mir aus, außer bei Anleitungsbildern, die eher zweckorientiert sind und nicht zum „schön aussehen“ gemacht werden. (Es ist natürlich trotzdem erstrebenswert, wenn Anleitungsbilder toll aussehen.)

Problematisch wird es mit dem natürlichen Licht natürlich in der dunklen Jahreszeit, da müssen wir uns irgendwie mit künstlicher Beleuchtung behelfen. Beim Ablichten von kleinen Nähwerken kann eine kleine „Fotobox“ helfen. Wie man die selber bauen kann, zeigt z.B. diese Anleitung:

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Ich muss sagen, ich verzichte auf so eine Box – ich fotografiere meist vor unserem großen Wohnzimmerfenster. Hintergründe habe ich mir aus Sperrholzplatten und Tapete (im Baumarkt darf man sich da vollkommen kostenlos Probestücke abschneiden – ich nehme immer welche mit!) selbst gebaut. Eine kurze Anleitung für DIY-Fotohintergründe gibt es z.B. hier oder hier.

Für größere Motive (Kinder oder man selbst), die man gerade wegen schlechtem Wetter nicht draußen und natürlich nicht vor so einem kleinen Hintergrund fotografieren kann, gibt es so große Fotohintergründe wie beim Fotografen – und das gar nicht so teuer. Ich hab schon welche ab 50€ gesehen. Bisher hab ich selbst noch nirgends zugeschlagen, habe so eine Anschaffung aber für den Herbst geplant – ihr werdet es erfahren!

Mehr dazu schreibe ich dann im nächsten Näh-Blogger-Basics-Beitrag über das Fotografieren.

 

Bildbearbeitungssoftware

Der Spitzenreiter der Bildbearbeitung ist bekanntermaßen Photoshop – auch ich arbeite damit. Gemessen daran, dass ich dort hauptsächlich Tonwertkorrekturen durchführe und mit Belichtung und Sättigung „spiele“, ist es eigentlich zu groß (und zu teuer), speziell wenn du keinerlei Erfahrung damit hast. Viele Blogger arbeiten mit „Photoshop Lightroom“. Das habe ich selbst noch nicht getestet, aber was ich darüber gelesen habe, klingt sehr solide. Für rund 100€ ist es deutlich günstiger als das „große“ Photoshop.

Die kostenlose Alternative ist GIMP. Ich habe mir das jetzt auf dem Laptop installiert, arbeite aber noch nicht damit und kann noch nicht viel darüber sagen. Mein Tipp: Probier erstmal GIMP und schau, wie du damit zurecht kommst. Geld für Software kannst du immer noch ausgeben.

Es gibt natürlich noch viele weitere kostenlose und mehr benutzerfreundlichere Programme. Ich habe lange gebraucht um mich in Photoshop einzuarbeiten (und nutze verschwindend wenig von dem, was dieses Programm eigentlich kann), und es erklärt sich NICHT von selbst. Gerade für Anfänger ist das überhaupt nichts – dies nur als Warnung!

Neben Photoshop verwende ich den Adobe Illustrator – allerdings mehr zum Erstellen von Schnittmustern als für die Bildbearbeitung. Der Illustrator kann auch Grafiken – das ist nicht ganz unwichtig als Blogger. Meine Titelbilder und Pinterest-Collagen mache ich mit dem kostenlosen Online-Tool Canva, das mit ein wenig Übung gut zu bedienen ist und schöne Ergebnisse liefert. Ich glaube, alle Blogger arbeiten damit – zumindest erkenne ich doch diverse Buttons und Schriften auf Pinterest usw. wieder. Es gibt dort auch viele Templates für die verschiedenen Social-Media-Kanäle und einiges an kostenlosem Bild- und Grafikmaterial. Mehr über Canva und warum wir Blogger mehr als nur schöne Bilder brauchen, schreibe ich im nächsten Beitrag!

Warum verwende ich eigentlich Photoshop, wenn es eigentlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen ist? Nun, ich fotografiere ausschließlich im RAW-Format. Das ist sozusagen das „digitale Negativ“ (wenn du dich daran erinnerst, dass es mal sowas wie analoge Fotografie gab – daher stammt der Begriff). Von diesem digitalen Negativ kann ich mit Photoshop auch im Nachhinein alles Mögliche ändern. Es gibt auch Bilder, die ich NICHT retten konnte. Meist tut es eine kleine Nachbelichtung, und schon sind auch zu dunkle Bilder noch zu gebrauchen.

Ein kleines Beispiel habe ich hier. Das ist das Bild unbearbeitet:

Du siehst rechts ganz viele Regler und auch ein Drop-Down-Menü zum „Weißabgleich“. In diesem Schritt erledige ich schon 95% der Bildbearbeitung, indem ich nachbelichte, Kontraste heraushole und mit der Sättigung „spiele“. Ich kann nur raten: Geh mal ganz naiv da dran und spiel ein bisschen rum um ein Gefühl dafür zu bekommen. Nach der Bearbeitung sah dieses Bild so aus:

(Für dieses Bild habe ich übrigens das bereits erwähnte NIKKOR-Objektiv verwendet.) Ich glaube, der Unterschied vorher-nachher wird deutlich?

Abgesehen davon mache ich hauptsächlich Tonwertkorrekturen, und das können auch viele andere (kostenlose) Bildbearbeitungsprogramme.

Ich versuche es nicht zu übertreiben. Meist bearbeite ich ja auch „am Fließband“ und hab so meine Standards, die ich mache. Dir kann ich nur raten: Mach dich – egal welches Programm du nimmst – mit dem Programm vertraut und probier einfach ein bisschen aus.

Fotografieren lernen

Ein Photoshop-Handbuch habe ich nie verwendet (ich bin ja so ein Autodidakt und muss mir alles irgendwie selber aneignen), wohl aber die ein oder andere Zeitschrift, bzw. Sonderausgabe über Photoshop (guck einfach mal, was es da im Zeitschriftenhandel so gibt!).

Über das Fotografieren und speziell zu meiner Kamera habe ich mir allerdings Bücher gekauft. Leider hatte ich bislang nicht die Chance (oder Kinderbetreuung) einen richtigen Fotografie-Kurs zu besuchen, was ich dir dennoch empfehle. Schau z.B. mal im Programm deiner VHS! Auch online kann man Foto-Kurse buchen – das werde ich mal versuchen, bisher kann ich noch keinen Kurs empfehlen.

Die Bücher stelle ich separat vor, denn dieser Beitrag ist jetzt einfach viel zu lang geworden! (Wie eingangs erwähnt: Nutze meinen Newsletter um auf dem Laufenden zu bleiben!)

Weitere Tipps und eine allgemeine Basis-Einleitung zum Fotografieren werde ich im nächsten Teil „Fotografie II: Bilder für Blog und Social Media“ geben.

 

Fazit

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar wertvolle Tipps rund um das Foto-Equipment für Blogger geben. Wir haben jetzt auch die aboluten „Blogger-Basics“ abgeschlossen; es wird jetzt auch interessanter für fortgeschrittene Blogger werden.

Jetzt bist du aber erst einmal dran: Mit welcher Kamera fotografierst du? Welche Software nutzt du? Und welche Probleme tauchen vielleicht bei dir auf? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar! Jetzt schließe ich mit ein paar Links, die noch viel mehr ins Detail gehen als ich das hier leisten kann. Vielen Dank fürs Lesen und herzlichen Glückwunsch – du hast es nun geschafft!

 

Weitere Links

Eva Kartoffeltiger hat auch eine Blogger-Reihe bei sich zu vielen Blogger-Themen. Schau mal bei ihr vorbei!

Für detailliertere Foto-Equipment-Tipps schau mal hier bei Nähfrosch vorbei.

 

*affiliate Link: Wenn du über diesen Klick etwas bestellst, erhalte ich eine kleine Provision und bedanke mich sehr herzlich bei dir dafür! Ich mache das nicht um dich zu ärgern oder um den dicken Reibach zu machen (das mache ich nicht), sondern um die laufenden Kosten dieses Blogs zu decken und um weiterhin hochwertigen Content und Tutorials kostenlos anbieten zu können. 🙂

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{Blogsommer} Landesgartenschau 2017 in Bad Lippspringe

Heute habe ich einen Ausflugstipp für euch und zeige ein paar Eindrücke der Landesgartenschau 2017 in Bad Lippspringe, die derzeit im nahe gelegenen Bad Lippspringe stattfindet. Wir haben mit unseren beiden Jüngsten einen schönen Vormittag dort verbracht – mein Fotografenherz kam bei idealen Lichtverhältnissen und schöner Kulisse voll auf seine Kosten. Und natürlich wirkt so ein Ausflug sehr inspirierend, wo ich mich doch auch  so für das Thema Garten begeistere.

Landesgartenschau 2017 – Eintritt und Parken

Die Landesgartenschau in Bad Lippspringe läuft seit dem 12. April und wird noch bis zum 15. Oktober 2017 geöffnet sein. Wer also aus der Umgebung kommt oder auf der Durchreise ist, sollte sich die Zeit für einen schönen Spaziergang durch das Gelände nehmen.

Die Eintrittspreise sind ok, finde ich. Wir haben als Paderborner Familie natürlich unsere Familienausweise und kamen ermäßigt rein, das sind dann 14€ pro Erwachsener statt 17,50€. Parken und ein Shuttleservice vom Parkplatz zum Gelände sind inklusive, und Kinder bis 3 Jahre zahlen nichts. (Das war nicht der Grund, warum wir die Großen nicht dabei hatten – wir sind einfach mal morgens hingefahren, als die Großen im Kindergarten waren. Muss ja nicht immer eine Big-Family-Veranstaltung sein.)

Das Gelände

Die Landesgartenschau erstreckt sich sehr weitflächig und zeigt verschiedene Themen, die wir gar nicht alle an einem Vormittag sehen konnten (weswegen wir sicher noch einmal hinfahren werden!). So gibt es Waldflächen, diverse Gärten, Lernpfade, Kunstobjekte (teils von Schulen der Region gestaltet) und vieles mehr.

Auch für Verpflegung (und Toiletten) ist gesorgt, außerdem gibt es verschiedene, sehr schön gestaltete Spielplätze – von denen hab ich keine Bilder gemacht, weil die natürlich voll mit Kindern waren und bespielt wurden. Um also jegliche Persönlichkeitsrechte zu schützen, gibts keine Spielplatzbilder und ihr müsst mir einfach glauben, dass die ganz toll sind.

Hier eine Waldrutsche – das war auf einem etwas entfernt liegenden Spielplatz, wo nicht soviel los war:

Veranstaltungen und Kultur

Die Landesgartenschau wird von vielen kulturellen Veranstaltungen begleitet – hier lohnt sich ein Blick ins Programm! Es gibt diverse Fotoausstellungen, die die Landesgartenschau begleiten, Naturschutzprojekte (für Kinder) und viele Kunstobjekte, wie z.B. diese blaue Schafherde – eine Friedensherde.

(Hier seht ihr auch, dass Marla ihr Trotzkopfkleid inzwischen doch trägt!)

 

Alles in allem ist die Landesgartschau 2017 in Bad Lippspringe ein schönes Ausflugsziel. Mein Tipp: Ein bisschen Proviant selbst mitnehmen, so kann man sich den ganzen Tag sehr schön dort aufhalten!

Ein paar Bilder zeige ich noch:

 

 

Zur offiziellen Website der Landesgartenschau 2017 geht es HIER ENTLANG. Dort sind alle Informationen zur Anfahrt und dem laufenden Programm zu finden!

Und wenn Du auch aus Paderborn und Umgebung bist und Interesse an weiteren Beiträgen speziell für die Region hast, dann trag dich doch in meinen Pader-Newsletter ein – danke!

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Blogsommer

Dieser Blogbeitrag ist Teil des Blogsommers. Wir sind ein ganz bunter Haufen kreativer Bloggerinnen, die von Mai bis Ende
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Hebammen und Geburtshilfe – ein Hilferuf

Dieses Thema begleitet mich seit sechs Jahren, seit ich das erste Mal schwanger war. Das war 2010. Inzwischen bin ich mit dem vierten Kind schwanger, und die Lage hat sich im Vergleich zu vor sechs Jahren deutlich verschlechtert: Die Rede ist von der Situation der Hebammen und Geburtshilfe in Deutschland. Aktuell ist das Thema für mich mal wieder sehr präsent – die nächste, die vierte, Geburt steht im Februar 2017 an. Ich werde an dieser Stelle NICHT im Einzelnen über die vorangegangenen Geburten schreiben, sondern das separat machen. Eins kann ich aber zu meinen Geburtsgeschichten sagen: Ich hatte alles – zwei Krankenhausgeburten mit 1x Kaiserschnitt und 1x Saugglocke und eine „Traum“-Geburt im Geburtshaus Paderborn.

Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen möchte ich mich nun für die Hebammen stark machen und auch junge und Erst-Schwangere und auch (werdende) Väter für das Thema sensibilisieren.

„Meine“ Hebammen

Ich habe in den letzten sechs Jahren ausnahmslos fantastische Frauen als Hebammen kennengelernt, die ihren Beruf mit Leidenschaft, Liebe und Begeisterung ausgeübt haben. (Selbiges kann ich – nur zum Vergleich – längst nicht von allen Frauenärzten behaupten, die meine Schwangerschaften betreut haben!)

Wir sind in den vergangenen Jahren viel umgezogen, daher hatte ich eigentlich bei jedem Kind eine andere Hebamme. Zusätzlich habe ich über Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse viele wunderbare Hebammen kennenlernen dürfen, und ich kann eins mit Sicherheit sagen: Sie waren alle individuell und verschieden, und ich habe von jeder einzelnen etwas gelernt. Danke an dieser Stelle!

Hebammen und Geburtshilfe in Deutschland: Status Quo

Denk ich an die Geburtshilfe in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.

So würde der gute alte Heinrich Heine das wohl formulieren. Es sieht finster aus. Wie in vielen Wirtschaftszweigen zählt auch im Gesundheitssektor nur noch eins: Die harte Währung. Und damit sind nicht die Gehälter des Pflegepersonals gemeint, sondern der Profit, der am Ende für die Krankenhäuser, Pharmakonzerne und wer da sonst noch dran verdient herausspringen soll.

Das gilt allgemein für Krankenhäuser und den Pflegesektor, aber eben auch speziell für die Geburtshilfe. Ich persönlich finde das einen Skandal, und ich werde auch sagen warum:

Eine Hebamme ist heute kaum noch in einem Krankenhaus angestellt, maximal in Teilzeit. Die meisten arbeiten freiberuflich und tragen schon darin ein gewisses Finanzierungsrisiko. Gut, das haben sie in der Regel vorher gewusst. Die, die trotzdem Hebammen werden, entscheiden sich meist aus Leidenschaft und Idealismus dafür – wovon wir als Schwangere und später als Mütter ungemein profitieren!

Viele Hebammen schlagen sich also mit dem Angebot diverser Kurse rund um Baby, Wochenbett, Schwangerschaft und Rückbildung durch, bieten Nach- und Vorsorgen an, leisten unersetzliche Hilfestellung im Alltag mit dem Baby und begleiten Geburten – und das alles auch am Wochenende, an Feiertagen und nachts.

Berufshaftpflicht unbezahlbar

Der letzte Punkt – die Geburtshilfe – ist allerdings selten geworden, denn kaum noch Hebammen können die Geburtshilfe überhaupt anbieten. Warum? Weil ihre Berufshaftpflichtprämie horrend gestiegen ist. Aktuell zahlt eine Hebamme in der Geburtshilfe 6.800€ im Jahr, Tendenz steigend. Gemessen an dem, was eine Hebamme im Durchschnitt verdient, ist es für die meisten kaufmännischer Irrsinn überhaupt noch Geburtshilfe anzubieten. Mit einer schlimmen Folge: Kreißsäle und Geburtshäuser werden geschlossen, und Schwangeren bleibt für die Entbindung nur noch die spärliche Auswahl, in welchem Krankenhaus sie entbinden wollen. Alternativen wie Geburtshäuser oder gar Hausgeburten werden mit dieser Politik systematisch ausgeräumt. Und genau das ist mehr als beklagenswert.

Immer noch gibt es viele Vorurteile gegen Hausgeburten oder Geburtshäuser, und auch ich sah mich bei meiner Entscheidung, mein drittes Kind im Geburtshaus zur Welt bringen zu wollen, mit Unglauben bis Entsetzen in meiner Familie konfrontiert. Mit diesen Ängsten und Vorurteilen werde ich an anderer Stelle noch einmal aufräumen – einen sehr schönen Beitrag dazu hat Sabrina von Mamahoch2 vor einiger Zeit geschrieben; in diesem Blogpost möchte ich auf etwas anderes hinaus.

Seit September 2015 bekommen Hebammen, die pro Quartal mindestens eine Geburt betreuen, einen Sicherheitsabschlag, damit sie sich ihren Beruf leisten können (ja, die Formulierung ist Absicht), ABER der Fehler liegt da schon wieder im Detail: Ist die Frau nämlich privat versichert, wird es schon wieder schwierig. Außerdem hat man ja auch mal Urlaub, das eigene Kind ist krank oder man selbst, oder es ist einfach ein schlechter Zeitraum mit wenig Geburten (ist in unserem Land auch nicht ungewöhnlich).

(Das ist übrigens eine ähnliche Milchmädchenrechnung wie die Maut-Debatte, bei der sie uns weismachen wollen, dass wir erstmal schön zahlen sollen, den Ausgleich dann aber an anderer Stelle bekommen in Form von Steuererleichterungen. Das ist ein genauso fiskalischer Unsinn wie die Gängelei der Hebammen, die wir gar nicht hoch genug bezahlen können für das, was diese Frauen leisten!)

Hinter der gesamten Problematik stehen finanzstarke Versicherungskonzerne und Krankenversicherungen, die mit wahnwitzigen Millionensummen getreu dem neoliberalistischen „Mehr-Wachstum“-Mantra dabei sind einen ganzen Berufsstand auszulöschen.

Bei der ganzen Debatte rund um die „sichere“ und „natürliche“ Geburt, oder bei den Nebenschauplätzen „Kaiserschnitt vs. natürliche Geburt“ geht es leider nicht um Argumente (von denen ich auch eine ganze Menge nur aus meinem persönlichen Erfahrungsschatz beisteuern könnte), sondern um Geld. Davon haben besagte Versicherungskonzerne eine ganze Menge, und damit machen sie gerade die Hebammen platt. Das muss man einfach mal so sagen.

Aber die Hebammen haben uns. Frauen. Mütter. Eltern. Wir sind die Öffentlichkeit! Und wir müssen uns dagegen wehren, sonst werden unsere Töchter nur noch per Plan-Kaiserschnitt im Akkord im Krankenhaus (das, nebenbei gesagt, für Kranke ist!!) entbinden. Ein Blick nach Amerika – dem Land des Kapitalismus im Endstadium, das sich gerade vor der ganzen Welt mit seiner Präsidentschaftswahl blamiert hat – zeigt uns, wohin die Reise geht: Seit Jahren steigt dort die Kaiserschnittrate; der schlechte Zustand der Geburtshilfe wird immer wieder beklagt.

Dich geht das nichts an? Sicher?

Jetzt mag vielleicht die ein oder andere denken, dass sie das nichts angeht, weil sie sowieso keine Kinder will. Oder schon welche hat (aber die wollen vielleicht auch selbst mal welche haben?). Oder weil für viele aus medizinischen Gründen ein Kaiserschnitt unumgänglich ist. Oder weil viele die Optionen Hausgeburt und Geburtshaus schon nicht mehr haben. Oder sowieso nicht in Erwägung ziehen.

Ja, kann alles sein, und ich hab auch Verständnis für jede individuelle Entscheidung. Mir geht es im Gegensatz zu 99% aller Frauen- und Elternmagazine auch NICHT darum diese einzelnen Gruppen und Grüppchen jetzt inhaltlich gegeneinander aufzuhetzen, damit meine Klickzahlen stimmen.

Ich verurteile niemand für die Entscheidung per Plan-Kaiserschnitt entbinden zu wollen (das war auch mal anders, aber dazu schreibe ich ein anderes Mal). Was ich will: Dass wir uns alle bewusst machen, was da auf Kosten von Schwangeren, Müttern und unseren Kindern gerade verhandelt wird!! Auch wenn Du Dich selbst nicht für betroffen hältst, so geht uns das Thema sehr wohl gesamtgesellschaftlich an.

Dass die Optionen Hausgeburt und Geburtshaus zukünftig gar nicht mehr existieren sollen – das geht in einer demokratischen Gesellschaft nicht, bin ich der Meinung. Auch wenn Du selbst keine Hausgeburt oder Entbindung im Geburtshaus haben willst – die Möglichkeit dazu sollten alle Gebärenden in diesem Land haben!

Sollte es wirklich so weit kommen, dass es das Angebot Geburtshaus/Hausgeburt zukünftig nicht mehr gibt, weil die Versicherungsprämien für die Hebammen zu hoch sind (was für ein bescheuerter Grund, mal ehrlich!), dann werden Frauen und ihre Hebammen, die dies trotzdem wünschen, als nächstes kriminalisiert. In was für einem Staat lebten wir dann, wenn das Gebären zum kriminellen Akt wird??? — Ja genau, bitte mal kurz nachdenken!

Aktionen und Protest

Was machen wir jetzt? Ich mag es ja nicht die Dinge einfach nur zu beklagen. Es gibt ein paar Möglichkeiten sich für die Hebammen einzusetzen und die Geburtshilfe in Deutschland noch zu retten. Der Berufsverband der Hebammen setzt sich seit Jahren öffentlichkeitsstark ein. Außerdem gibt es die Eltern-Initiative „Mother Hood e.V.“, die eine Petition gestartet hat und ebenfalls seit Jahren auf die Missstände hinweist. Beide verlinke ich im Folgenden – klick Dich durch, lies Dich in die Problematik ein, teile auf Facebook, schreib an die Verantwortlichen, sammle Unterschriften, flute das Netz mit den entsprechenden hashtags, nerv die Politiker zu dem Thema …!!!

Wir können den Trend stoppen, wenn wir der Politik ganz klar sagen: Wir wollen eine weiterhin gute Betreuung durch unsere Hebammen! Rettet die Geburtshilfe, lasst Hausgeburten und Geburtshäuser nicht wegen Geld scheitern. Warum die sooooo wichtig sind, haben viele Mütter, Hebammen, Studien, Bloggerinnen bereits überzeugend dargelegt, während die Gegenseite immer nur mit Geld und möglichen Risiken herumfantasiert. Meine Geschichte wird bald dazukommen. (Leider geht’s ja nicht um Argumente oder Inhalte, aber trotzdem hab ich einiges zu dem Thema zu sagen. Freut Euch drauf!…)

Was mich an dieser Stelle allerdings brennend interessiert: Wie geht oder ging es Dir mit Deiner Hebamme? Welche Erfahrungen hast Du rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett mit Deiner Hebamme gemacht?

Ich werde dieses Thema noch das ein ums andere Mal in den nächsten Wochen aufgreifen. Bis dahin freue ich mich auf Kommentare und auch gern Fragen!

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
Lieber Gruß,
Sonja

Links

Berufsverband der deutschen Hebammen, mit Möglichkeiten mitzumachen und sich dem Protest anzuschließen

Mother Hood e.V.  – Elterninitiative zur sicheren Geburt in Deutschland

Hebammenblog – sehr schöner Blog rund um Hebammenarbeit, Geburten und Schwangerenbetreuung

Hebammenpolitik – ein (älterer) Blog zum Thema