Schlagwort: Kurztrip

reiseetui nähen

Reiseetui nähen – kleine Geschenkidee

Endlich wieder bloggen! Nach der DSGVO wird es nun wirklich Zeit, dass ich mich wieder meinem Kernthema widme: Nähen! Es wird hier zukünftig auch noch mehr genäht, denn ich deutete in meinem letzten Post über die DSGVO bereits an, dass ich nach einer kleinen Blog-Unlust mittlerweile voller neuer Ideen stecke und auch einen weiteren Blog plane! Mehr dazu demnächst. Heute zeige ich einfach mal wieder was Genähtes. Dieses Reiseetui habe ich schon vor unserem Urlaub genäht. Es war ein Geschenk für meine Mama und ihren Herzensmann, denn die beiden haben uns alle (also insgesamt 6 Kinder + Ehegatten + Kinder + Hunde) nach Dänemark eingeladen! Und als Dankeschön haben wir uns zusammengetan und den beiden einen Kurztrip nach Hamburg spendiert – mit Hotel, Musical, Essen usw. Da lassen wir uns ja nicht lumpen ;). Und dafür konnte ich nicht anders – ich musste dieses Reiseetui nähen!

 

Reiseetui nähen – Schnitt und Ideen

Ich habe mit diesem Reiseetui das Rad nun nicht neu erfunden, aber das Schnittmuster habe ich mir nach einiger Recherche selbst überlegt. Mir hatte auch das Freebook von Pattydoo gefallen, aber ich hatte nicht genug Material da. Außerdem brauchte ich keine Fächer für Reisepässe und überhaupt wollte ich meine eigenen Maße haben. Also habe ich mir mehr oder weniger freihand was ausgeschnitten. Derzeit existiert dazu noch kein Schnittmuster, aber wenn du mir jetzt über die Kommentare bescheid gibst, könnte ich da sicher noch was machen. Demnächst will ich nämlich noch eins für unsere ganzen Pässe nähen, und das muss auch anders als das von Pattydoo, weil ich ja sechs Reisepässe und weitere Unterlagen darin verwahren will.

reiseetui nähen

Das hatte ich vor dem Dänemark-Urlaub nicht geschafft. Da braucht man übrigens Kinderreisepässe!! Also, wir wurden nicht kontrolliert, aber rein gesetzlich braucht man die Pässe. Und jedes Kind muss persönlich den Pass abholen. Auch, wenn es erst drei Tage alt ist. So ist das, wissta bescheid.

Mein Reiseetui ist recht einfach: Auf der einen Seite habe ich dieses gebogene Fach gemacht, auf der anderen ein Einschubfach und ein Reißverschlussfach. Und meine Stickmaschine durfte auch ein bisschen was tun – meine Stickwerke zeige ich viel zu wenig. Das Muster war von der Maschine, gestickt habe ich mit dem Farbverlaufsgarn von SULKY® (Werbung). Das Garn hatte ich ja für die Entwicklung der Freebook-Tasche-Joelle gestellt bekommen. Bei diesem eigentlich einfarbigen Muster kam es sehr schön raus:

sticken mit farbverlaufsgarn

Außen habe ich Korkstoff verwendet, weil der schön robust ist. Geschlossen wird es mit einem Gummiband.

reiseetui nähen

Nähwettbewerb und mehr Ideen

Mit diesem Reiseetui nehme ich am Nähwettbewerb von Talu.de teil. Schon im letzten Jahr habe ich bei dem Kräuterwettbewerb von Talu teilgenommen, da war mein Kräutersalz entstanden, das übrigens mit längerer Lagerung erst sein Aroma voll entfaltet. Ich bin sehr begeistert!

Mehr Nähideen für Stoffreste oder Geschenkideen zum Selbermachen sammle ich auf Pinterest – schau vorbei, ich freue mich auch dort über Besuch :). Damit gebe ich nun ab zu TT-Taschen und Täschchen, Creadienstag und den Stickfreuden!

 

Bis sehr bald,

Sonja

Mutter-Tochter-Wochenende auf dem Pferdehof

Es war soooooooooooooooo schön! Und meine Große ist nun endgültig mit dem Pferdevirus infiziert. Aber der Reihe nach: Ich hatte schon vor einem halben Jahr nach etwas gesucht, das ich mal allein mit meiner ältesten Tochter unternehmen kann. Immer mal wieder geraten wir zwei mal mehr, mal weniger heftig aneinander, und ich hatte die Idee mal ganz allein was mit ihr zu machen – als „Teambuilding“ sozusagen. Ich wollte, dass wir etwas haben, das uns eint. Ist mir wohl gelungen – soviel vorweg!

Die Pony-Ranch Lanwermann

Finja steht schon lange auf Pferde, nicht erst seit „Bibi & Tina“*. Und da ich selbst auch Pferde liebe (ich bin früher jahre voltigiert und habe dann später Reitstunden genommen; leider fehlt mit für dieses Hobby einfach die Zeit), kam ich dann schnell auf die Idee mit ihr ein „Ponywochenende“ zu machen. Nur wo?

Nach einiger Recherche stieß ich auf die Pony-Ranch Lanwermann in Kalletal, die von uns in einer knappen Stunde Autofahrt zu erreichen ist. Die Pony-Ranch hat verschiedene Pakete im Angebot, darunter natürlich auch Reiterferien, wie man das vom „Martinshof“ bei Bibi&Tina kennt, aber auch spezielle „Mutter-Kind-Wochenendene„. DAS war das ideale Angebot für uns!

In dem Angebot ist Vollverpflegung mit Frühstück, Mittag, Kaffee und Abendbrot enthalten, und man kann für sich als Mama und für das Kind zwischen verschiedenen Reitpaketen wählen. Ich wollte ursprünglich auch Reitstunden nehmen, musste dann aber leider wegen der Schwangerschaft auf das Nicht-Reiter-Paket umbuchen (was problemlos möglich war). Für Finja habe ich ein Anfänger-Paket gebucht.

Finja in „Reitmontur“ – Bibi&Tina-Shirt, genäht von Mama (Stoff:
Stoffe Hemmers*), und Reithose (Jako-O)*

Die Reitstunden

Angereist sind wir am Freitag Nachmittag. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben (jede Partei hat ein eigenes Zimmer mit angeschlossenem Bad), ging es dann auch bald los mit der ersten Reitstunde – das heißt: 10 Minuten Longenunterricht und 20 Minuten von Mama durch die Halle geführt. Das klingt wenig, hat Finja aber fürs erste vollkommen ausgereicht um überhaupt ein Gefühl für das Pferd zu bekommen. Sobald sie aufsaß, strahlte sie über das ganze Gesicht.

Unser Reitwochenende für Mutter und Tochter (ab 5 Jahren!) war einfach perfekt.

Reitwochenende, Mutter-Tochter-Wochenende, Reiterhof, Pferdehof, reiten lernen

Am Samstag war dann nach dem Frühstück die erste Reitstunde. Nach dem Mittagessen hatten die Kinder dann einen Pony-Putz-Wettbewerb (den Finja prompt mit ihrem Team gewonnen hat), und bei dem sie eine echte Siegerschleife bekam – spätestens jetzt war Finja selig! 

Später haben wir dann noch einen Führ-Ausritt unternommen, und Finja sagte auf dem Rückweg: „Heute ist der schönste Tag meines Lebens.“

Abends wurde in der hofeigenen Grillhütte gegrillt, und der Abend klang sehr schön und ruhig aus. Am Sonntag nach dem Frühstück haben wir dann noch einen kleinen Führausritt gemacht, und dann ging es nach Hause – und mein Tochterkind war glücklich.

Der Hof und die Unterbringung

Der helle und freundliche Hof Lanwermann liegt idyllisch inmitten weitläufiger Weiden, so wie man sich einen Reiterhof eben vorstellt. Von der A2 bis zum Hof fährt man noch gut eine halbe Stunde durch Dörfer und Felder, bis man sein Ziel erreicht hat.
Der Hof selbst ist wie gesagt hell und freundlich – da kenne ich ganz andere Ställe! Die Pferde und Ponys fühlen sich hier sichtlich wohl – so freundliche und liebe Tiere habe ich selten erlebt.

Nicht nur Pferde sind hier zuhause; auch ein paar Hühner, Ziegen und niedliche Teddy-Kaninchen wohnen hier – für Finja war es das Größte, in den Zeiten zwischen den Mahlzeiten und Reiteinheiten das Kleinvieh zu füttern. Ich erwähne dies, falls jemand sich Gedanken macht, was man in den Zwischenzeiten so anfangen soll.

Ältere Kinder sind vielleicht nicht mehr so leicht mit Ziegen und Kaninchen zu beeindrucken. Finja war mit ihren fast sechs Jahren mit die Jüngste. Der Altersdurchschnitt der anderen Mädchen lag eher so bei 9-11 Jahren.

Für Abwechslung sorgte neben den Tieren auch der schöne Spielzplatz (inkl. Seilbahn) auf dem Gelände, der auch gut von allen Altersgruppen frequentiert wurde, während die Mamas in der Sonne (oder auf dem Pferd) saßen.

Für Beschäftigung ist also auch gesorgt, wenn man als Mama selbst auf dem Pferd sitzt. Speziell am ersten Abend waren die Mädchen allesamt nach dem Abendessen irgendwo in den Ställen und der Reithalle verschwunden. Wir Mamas konnten in Ruhe quatschen (das stelle ich mir in den kommenden Jahren auch noch entspannter vor, wenn Finja noch größer und selbstständiger ist).

Die Zimmer sind auf mehrere Personen ausgelegt – unser Zimmer war z.B. für drei Personen gedacht. Der Hof Lanwermann bietet hauptsächlich Reitferien an; die Ausstattung ist also mehr Jugendherberge als Hotel oder Ferienwohnung. Die Einrichtung ist freundlich, einfach und zweckmäßig. Alle Zimmer verfügen über ein eigenes Bad mit Dusche und WC – alles sauber und einwandfrei. Unser Zimmer hatte sogar eine kleine Küchenzeile, aber das ist kein Standard in allen Zimmern. Bei den Betten handelte es sich um Stockbetten.

Das Essen war ebenfalls einfach gehalten, aber gut. Wir sind satt geworden, und wir waren ja auch nicht auf Gourmet-Reise, sondern aufm Ponyhof. Und werden mit Sicherheit wiederkommen!

Bis bald,
Sonja






* affiliate links: wenn Du etwas über die gekennzeichneten Links oder Banner bestellst, erhalte ich als Dankeschön eine kleine Provision für meine Arbeit. Dir entstehen keinerlei Mehrkosten. Vielen Dank!

Hinweis: Ich habe unser Mutter-Tochter-Reitwochenende selbst gebucht und bezahlt; es handelt sich bei diesem Artikel um keine Kooperation.