Schlagwort: Babydecke

gewichtsdecke nähen

Anzeige – Tutorial: Gewichtsdecke nähen

Was um Himmels Willen ist eine Gewichtsdecke? Die Frage runzelte sich in Falten auf meine Stirn, als ich zum ersten Mal darauf stieß. Gewichtsdecken sind auch unter dem Namen „Therapiedecke“ bekannt. Sie werden extra beschwert um beim Zudecken eine beruhigende Wirkung zu erzielen. Gewichtsdecken werden in Krankenhäusern und in der Pflege eingesetzt – z.B. bei psychischen Störungen und bei Einschlafproblemen. Einschlafprobleme waren mein Stichwort: Da mindestens zwei meiner Kinder Einschlafproblemexperten sind, war ich neugierig und hab gleich zwei Gewichtsdecken genäht. Heute stelle ich das erste der beiden Tutorials vor und zeige, wie du ganz leicht eine Gewichtsdecke nähen kannst.

Eine Gewichtsdecke selber nähen ist nicht schwer. Das heutige Tutorial ist etwas schwieriger als das, das ich nächste Woche vorstelle. Will sagen: wenn dir das heute zu kompliziert ist, warte einfach auf die Nähanleitung in der kommenden Woche – die ist soooooo einfach, dass mein Sohn (7J.) sie nähen könnte. Versprochen. Für das Tutorial heute ist es von Vorteil, wenn du vorher schon einmal eine einfache Patchwork-Decke genäht hast, z.B. meine einfache Babydecke ohne Einfassen. Damit kennst du sozusagen die Grundbegriffe des Decken-Nähens und kannst gleich losstarten!

Unterstützt hat mich bei diesem Projekt (wieder einmal) SULKY® by Gunold® , mit denen ich ja schon oft und immer wieder gern zusammen arbeite, z.B. bei der Mädchenhandtasche Joelle oder bei meinem Text über die Grundausstattung zum Sticken.

Hinweise zur Anwendung und Wirkung der Gewichtsdecke – wichtig!

Eine Gewichtsdecke oder Therapiedecke wird bei Schlafproblemen und bei verschiedenen ärztlichen Diagnosen empfohlen. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass ich hier keinerlei medizinische Beratung und Haftung übernehme! Ich habe gelesen, dass eine Gewichtsdecke durch das Gewicht beruhigend wirkt (wie eine Umarmung) und dadurch Glückshomone auslöst. Aus einem Selbstversuch kann ich diesen Eindruck bestätigen. Die Decke allein wird aber keine Depressionen oder ähnliches heilen – sie kann lediglich unterstützen!

Daher mein unbedingter Rat: Bitte halte bei medizinischen Fragen und Problemen Rücksprache mit dem Arzt oder Kinderarzt! Das gilt besonders, wenn eine Erkrankung der Atemwege, des Herzens oder Kreislaufprobleme bekannt sind. Menschen, die mit Skoliose oder Diabetes diagnostiziert wurden, sollten sich einen ärztlichen Rat einholen ob der Einsatz einer Gewichtsdecke sinnvoll ist.

Bei Kindern – ist eigentlich selbstverständlich – achte bitte darauf, dass Kopf und Hals nicht bedeckt sind. Das Kind muss immer frei atmen können! Auch deshalb sollte das Kind älter sein. (Ich hab eine Decke für meinen Jüngsten genäht, der ist jetzt zwei Jahre.)

Bei folgenden Diagnosen soll eine Gewichtsdecke helfen können, um hier nur einige zu nennen:

  • ADHS
  • Autismus
  • Asperger-, Down-, Hallermann-. Streiff-, Rett-, oder Tourette-Syndrom
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Epilepsie
  • Angst- und Zwangsstörungen
  • Depression
  • bipolare affektive Störung

Ich habe unsere Decken wegen des Einschlafens genäht. Bei uns liegen keinerlei Krankheiten oder andere einschränkende Bedingungen vor. Vielleicht hast du ja auch schon mit einem Arzt gesprochen und er hat eine Gewichtsdecke empfohlen und jetzt suchst du eine Anleitung zum selber nähen der Gewichtsdecke? Man kann die natürlich fertig kaufen, doch gehen die Preise bei einer guten Qualität, Größe und Gewicht schnell ins dreistellige.

Gewichtsdecke nähen

Wie schwer soll denn eine Gewichtsdecke sein?

Jetzt hab ich schon viel über medizinische Diagnosen erzählt, aber noch nichts darüber, wie schwer eigentlich eine Gewichtsdecke sein soll! Nun, das hängt ganz individuell vom eigenen Körpergewicht ab. Ich bin bei meiner Recherche immer wieder über 10% des Körpergewichts gestolpert und habe mich beim Nähen der Gewichtsdecken daran gehelten.

Die erste Decke für meinen Kleinen (11kg) habe ich insgesamt 1kg schwer gemacht. Ich war auch lieber etwas vorsichtiger. Die zweite Decke, die ich kommende Woche vorstelle, ist größer und gut doppelt so schwer: Die wiegt 2,3kg.

Zutaten und Füllung

Für die heutige Decke habe ich ein (!) Fat Quarter-Bundle von Gütermann vernäht. (Das war auch ein bisschen die Challenge aus einem Stoffpaket eine Kleinkinderdecke zu nähen.) Die Rückseite habe ich, weil ich einen weichen Stoff haben wollte, aus einem Rest Sweatshirtstoff genäht.

Gütermann Fat Quarter
Gütermann Fat Quarter – ein Bundle reicht für eine kleine Decke.

Für die Füllung gibt es mehrere Möglichkeiten:

Ich wollte am liebsten einen natürlichen Füllstoff, aber aus rein praktischen Überlegungen habe ich mich am Ende für das Füllgranulat entschieden. Das kommt auch beim Nähen von Kuscheltieren, Türstoppern oder Nähgewichten zum Einsatz und hat den Vorteil, dass es bis 40°C waschbar ist. Reis, Linsen und Bohnen kann man leider nicht mitwaschen ohne die Decke damit für immer zu ruinieren – also blieb nur die Plastikvariante.

Wenn du unbedingt einen natürlichen Füllstoff nehmen willst, kannst du einen extra Bezug nähen oder mit Reißverschlüssen arbeiten um die Füllung vor dem Waschen herauszunehmen (was sehr aufwändig ist, deshalb habe ich darauf verzichtet). Ein Vorteil der Reißverschlusslösung ist, dass man das Gewicht der Decke mit dem Alter der Kinder erhöhen kann. Aber sehr aufwändig!

Gewichtsdecke selber nähen

Gewichtsdecke selber nähen: Anleitung

Jetzt legen wir aber los! Für den Zuschnitt benötigst du die Werkzeuge, die ich immer empfehle und die bei fast jedem Nähprojekt zum Einsatz kommen: Schneidematte, Rollschneider und Lineal. Außerdem benötigst du ein Bügeleisen und Bügelbrett, sowie eine grammgenaue Küchenwaage. Ein Trichter ist ebenfalls praktisch zum Einfüllen der Kügelchen. Fürs Nähen der Gewichtsdecke habe ich ca. 5 Stunden gebraucht. Das ist ein ungefährer Richtwert und abhängig von deiner Näherfahrung und dem eigenen Tempo. Beim Nähen will man sich ja auch nicht hetzen.

Zuschnitt

Vor dem Zuschnitt habe ich alle Stoffstücke gut gebügelt.

gütermann creativ stoff

Als nächstes habe ich alle Fat-Quarter-Stoffstücke in kleine Rechtecke zugeschnitten: 11cmx20cm. Die Größe hat sich durch die Fat Quarter-Größe ergeben. Du kannst natürlich deine eigenen Maße nehmen! Wichtig ist, dass eine Seite doppelt so lang ist wie später das Kästchen auf der Decke sein soll. Dann werden alle kleinen Rechtecke mittig gefaltet und gebügelt. So entstehen kleine Säckchen, die später befüllt werden.

Anschließend habe ich mir ein Muster überlegt und die gefalteten Rechtecke probegelegt. Wenn du schon Erfahrung mit Patchwork-Decken hast, weißt du vielleicht, dass dieser Teil sehr zeitraubend sein kann, bis man das optimale Muster für sich entdeckt hat.

gewichtsdecke probelegen
Probelegen der Decke: Überlege dir zuerst ein Muster und nähe dann Reihe für Reihe.

Nun nähst du Säckchen für Säckchen in der festgelegten Reihenfolge aneinander – Reihe für Reihe! Die Nahtzugaben der Unterseite bügelst du auseinander.

Wenn alle Säckchen-Reihen fertig sind, legst du dir am besten alle Reihen schon in der richtigen Reihenfolge zurecht, damit du beim Zusammensetzen nicht durcheinander kommst. Jetzt ist die Frage: Wie schwer woll deine Decke werden? Ich wollte eine 1kg-Decke. Teile das gewünschte Gewicht durch die Anzahl der Säckchen. So erhältst du die Gramm-Angabe pro Säckchen! Bei mir waren es 16g pro Säckchen. Ein Hinweis an dieser Stelle: Viel mehr Granulat hätte nicht in die Säckchen gepasst. Wenn deine Decke schwerer werden soll, musst du mehr Säckchen nähen, dann reicht ein Fat Quarter nicht. Oder du verwendest dann gleich die andere (einfachere) Methode, die ich nächste Woche vorstelle.

Die oberste Reihe habe ich nach dem Befüllen einfach abgesteppt um sie zu verschließen. Die zweite Reihe Säckchen wird an die erste Reihe genäht und dadurch verschlossen. Das geht dann immer so weiter, bis du alle Säckchen befüllt und die Decke fertig genäht hast.

Diese Arbeit habe ich mir auf mehrere Nähabende aufgeteilt, bis ich irgendwann soweit war:

Gewichtsdecke Nähanleitung
Zwischenstand der Gewichtsdecke – sieht schon fast fertig aus!

Abschluss der Gewichtsdecke nähen: Verschiedene Möglichkeiten

Für den Abschluss der Decke hast du nun verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste Methode ist die Decke wie bei der Babydecke ohne Einfassen mit dem Rückseitenstoff zu verstürzen, also rechts auf rechts abzusteppen und durch eine Wendeöffnung zu schließen. Diese Methode empfehle ich dir, wenn du noch nicht soviel Näherfahrung hast und/oder schnell und ohne Probleme fertig werden willst. Lediglich auf eins musst du hier achten, nämlich dass die Füllung nicht unter die Nadel rutscht! Am besten langsam und vorsichtig nähen und immer fühlen und Kügelchen aus dem Weg schieben. Günstige und hochwertige Nadeln bekommst du übrigens bei meinem Partner SULKY by Gunold – mir sind bei diesem Projekt leider auch ein, zwei Nadeln abgebrochen :(.

Die zweite Möglichkeit ist das klassische Einfassen der Decke – das empfehle ich dir, wenn du das schon einmal gemacht hast. Zum ersten Mal würde ich es hier nicht ausprobieren, weil auch hier die Gefahr besteht, dass Kügelchen unter die Nadel rutschen. Das erschwert das Nähen zusätzlich und bringt dann auch keinen Spaß.

Die dritte Möglichkeit habe ich mir selbst ausgedacht. Ich suche ja immer nach noch einfacheren Nähmethoden für das Nähen für Faule. Diese Methode ist nicht unbedingt leicht – sie geht schon eher in Richtung klassisches Einfassen. Von daher ist das jetzt nicht unbedingt etwas für Anfänger. Ich will diese Methode auch nochmal an einer normalen Patchworkdecke testen und perfektionieren.

So habe ich es also gemacht: Ic habe meine Decke ausgemessen und dann ein Rechteck aus Sweatshrtstoff zugeschnitten, dass an jeder Seite 5cm länger ist, also +10cm in der Länge und Breite. An den Ecken habe ich ein 5x5cm Quadrat ausgeschnitten und die dann rechts auf rechts wie einen Abnäher abgesteppt.

Jetzt kommt die Fummelarbeit: Ich habe dann den überstehenden Rand doppelt eingeschlagen und festgesteckt. An den Ecken ist es fummelig, zumal ich Sweat verwendet habe (was man ja eigentlich bei Patchworkdecken nicht macht – ich wollte aber eine kuschelige Unterseite!). Bügeln bringt einen hier also nicht weiter – ich werde wie gesagt noch weiter experimentieren, nächstes Mal mit Webware ;).

Zuletzt habe ich den Rand abgesteppt. Aufs Quilten habe ich verzichtet, weil die Säckchen so gut befüllt waren, dass ich nach zwei Nadelbrüchen Angst vor weiteren Verlusten hatte. Die Decke hate aber auch so einen guten Stand und ist von unten wirklich schön weich, sodass ein Kind bequem darunter liegen kann. Kleiner Tipp für die letzte Naht: Ein Reißverschlussfuß kann hier nützlich sein, wenn die Säckchen prall gefüllt sind. Ich bin beim Nähen darauf umgestiegen.

nähen
Die letzte Naht! Juhu!

Und? Wirkt die Gewichtsdecke?

Abschließend brennt natürlich diese Frage: Hat es was genützt? Nun – jein! Die Kinder fanden die Decke alle ganz toll, weil sie einfach anders ist. Der Kleine ist jetzt im Sommer doch zu zappelig dafür – der strampelt die sich dann einfach weg. Meine Töchter dagegen lieben die Decke (auch die größere, die ich nächste Woche vorstelle) und wollen nie mehr ohne schlafen. Ich finde das Gewicht angenehm, z. B. auch beim Sitzen auf dem Schoß.

Kurz: Probier es selbst aus! Mit dem Selbermachen der Gewichtsdecke sparst du zumindest im Vergleich zu einer gekauften Decke viel Geld. Und kommende Woche zeige ich noch, wie es noch einfacher und günstiger geht.

Bis dahin wünsche ich dir viel Spaß beim Nähen – schreib mir doch gern, wie deine Erfahrungen sind und ob dir die Anleitung gefallen hat!

Bis die Nähte,

Deine Sonja

Anleitung Gewichtsdecke nähen kostenlos

Damit gebe ich nun ab zu Creadienstag, HoT, und Elfis Kartenblog.

*Sponsored Post: Diese kostenlose Anleitung wurde durch die freundliche Zusammenarbeit und Unterstützung durch SULKY® by Gunold® möglich. Die Materialien wurden mir zum Teil kostenlos zur Verfügung gestellt, bei Links handelt es sich um Werbelinks. Mehr zu Werbung auf diesem Blog erfährst du auf meiner Transparenzseite.

babydecke nähen einfach

Einfache Babydecke einfach nähen ohne einfassen

enthält unbeauftragte Werbung in Form von Werbelinks, mit * gekennzeichnet

Seit kurzer Zeit bin ich stolze Tante eines Babyjungen. Stolz vor allem auf meine wunderbare, starke Schwester. Sie bat mich eine kleine Babydecke für ihre Wickelauflage zu nähen. Die hatte sie bei IKEA gekauft und wollte nun eine Decke, die genau auf die Wickelauflage passt. Also habe ich ihr eine ganz einfache Patchworkdecke genäht. Dabei habe ich es mir sehr einfach gemacht und auf das Binding, also das Einfassen der Decke, verzichtet. Das ist das, was Patchwork-Anfängern die ganze Decke versaut, weil es einfach schwer ist das sauber hinzukriegen. In der heutigen, kostenlosen Anleitung zeige ich dir, wie du eine Babydecke sehr einfach nähen kannst – ohne Einfassen!

Das Projekt: Babydecke einfach nähen

Die zu benähende Wickelauflage ist wie gesagt von IKEA – die hat die Maße der Decke vorgegeben. Wenn du es ganz eilig hast mit der Decke, kannst du auch einfach zwei große Stoffstücke und Volumenvlies in der gewünschten Größe zuschneiden und verstürzen. Das wäre dann die Nähen-für-Faule-Methode.

Ich wollte aber gern mal wieder patchworken – ich mache das eigentlich gern, aber doch irgendwie sehr selten, und vor dem Quilten und dem Binding habe ich viel Respekt, gerade wenn es ein Geschenk sein soll! Meine letzte Patchwork-Decke habe ich vor knapp zwei Jahren für meinen Jüngsten genäht. Damals hatte ich auch noch zwei weitere Babydecken (mit Anleitung!) gemacht: eine Häkeldecke fürs Baby (Freebook), und eine Babydecke aus Sweatshirtstoff/Alpenfleece (in meiner Statistik sehe ich, dass diese Easy-Anleitung sehr beliebt ist).

Das Nähen von Krabbeldecken oder Babydecken (und neuerdings Gewichtsdecken) macht mir eigentlich sehr viel Freude (und es geht viel schneller, als man vorher immer so denkt…), aber das Einfassen ist für viele ein echtes Problem. Gerade als Anfängerin traut man sich dann nicht. Deshalb habe ich nun diese Methode entwickelt, die ich heute vorstelle. Auch wenn dies deine erste Babydecke ist, die du nähst: Es wird dir gelingen!

Jetzt geht es aber los mit der Anleitung um die einfache Babydecke zu nähen.

babydecke nähen ohne einfassen

Material und Zubehör

Du benötigst…

buttinette patchwork paket

… Stoffreste aus Baumwolle (Webware) – ich habe ein Patchwork-Paket von buttinette* genommen. (Spartipp: Wenn du Geld sparen willst, kannst du auch eine alte Bettwäsche zerschneiden! Meine große Tochter hat z.B. neulich aus Versehen -sagt sie- ein Loch in ihre Bettdecke geschnippelt. Die wird demnächst auch zur Patchwork-Decke…)
Volumenvlies*
… ein Stück Baumwolle in Größe der späteren Decke für die Rückseite.

Für den Zuschnitt empfehle ich außerdem als Grundausstattung (die Anschaffung lohnt sich beim Nähen auf jeden Fall!) einen Rollschneider*, ein Lineal* und eine Schneidematte*. Hier bitte auch nicht am falschen Ende sparen – es hat schon seinen Grund, dass diese Dinge nicht alle im 1€-Shop zu kaufen sind. Wer ernsthaft näht und wem die Qualität seiner Arbeit nicht egal ist, will sich ja nicht über auseinanderfallende, stumpfe Rollschneider und schnell zerkratzte Schneidematten ärgern. Die empfohlenen Produkte gibt’s alle auch in einer Nummer kleiner (und günstiger) – in meinem Nähalltag sind die verlinkten Größen aber ideal, bzw. Mindestgröße. Ich empfehle NICHT eine kleinere Schneideunterlage oder Lineal zu kaufen, da ärgerst du dich ganz schnell und kaufst dann doch die Nummer größer.

Zuschnitt

Ein Grund, warum ich gern mit den Patchwork-Paketen von Buttinette arbeite, ist, dass die Stoffe gut aufeinander abgestimmt sind, und dass sie in einer angenehm zu verarbeitenden Größe kommen, nämlich 30x75cm. Es erleichtert den Zuschnitt doch sehr, wenn man nicht mit meterlangen Stoffbahnen hantieren muss. Da ich mir die Dinge gern einfach mache, habe ich faulerweise die Stoffquadrate in der Breite des Lineals zugeschnitten (hier war mein kleines* im Einsatz, das ich gern zusätzlich nehme): 15cm.

Es bot sich auch deshalb an, weil der Zuschnitt 30cm hat und ich so die Hälfte nehmen konnte. Die Größe der einzelnen Quadrate ist also 15x15cm.

babydecke nähen ohne einfassen

Es sollten insgesamt 4×4 Quadrate werden, dazu rundherum schmale Stoffstreifen als Rahmen. Für erfahrene Patchworker ist das keine Herausforderung – es gibt sehr viel anspruchsvollere Muster, die man mit Patchwork machen kann. Ich liebe Quadrate trotzdem, und ich mag so ganz normale, einfache Muster.

Wenn du tiefer in die Materie einsteigen willst, besuch am besten einen Patchwork-Kurs (z.B. über die VHS) oder schau mal, was es an Büchern dazu gibt*. Meine persönliche Patchwork-Bibel ist dieses Buch: Handbuch Patchwork von Mary Clayton* (hatte mein Mann mir mal zu Weihnachten geschenkt). Da werden viele Muster, Tricks und Techniken erklärt, es gibt viele Vorlagen und überhaupt ist es ein umfassendes Nachschlagewerk, das ich gern empfehle, weil es ein so durchdachtes und tolles Buch ist! Ich schaue da immer ehrfürchtig rein.

Nähanleitung: Einfache Babydecke nähen

Jetzt beginnen wir mit dem Nähen der einfachen Babydecke: Wenn die Quadrate zugeschnitten sind, puzzelst du am besten, wie du sie haben willst. Wenn du dich entschieden hast, nähst du immer vier Quadrate aneinander und dann erst die Vierer-Ketten (höhö) längs zusammen. Die Nähte solltest du nach jedem Nähen platt bügeln Das erhöht die Chance, dass es am Ende gerade wird und alle Nähte aufeinander treffen ;).

patchworkdecke baby nähen

Wenn du deine erste Viererkette fertig hast, nähst du die nächste und dann so weiter. Die fertigen Viererketten nähst du dann rechts auf rechts (= schön auf schön) zusammen und bügelst immer schön die Nähte platt.

babydecke nähen anleitung patchwork

Wenn du mit deinen 4×4-Kästchen zufrieden bist, kannst du noch einen Rahmen rundherum nähen. Dazu schneidest du Stoffstreifen zu – ich finde ab 6cm Breite ganz gut, aber du kannst das halten, wie du willst! Du könntest z.B. auch zwei schmalere Rahmen nähen – nur so als Idee. Auf dem Bild hier oben siehst du, dass auf allen Seiten noch so ca. 5cm für die Wickelauflage fehlen, also habe ich dann 6cm breite Stoffstreifen zugeschnitten.

babydecke nähen anleitung

Die werden natürlich auch zuerst gebügelt und dann rundherum angenäht. Patchwork-Göttinnen nähen die auf Gehrung. Ich habe das nicht gemacht und einfach im guten alten 90°-Winkel die Streifen angesetzt.

anleitung patchworkdecke baby einfach

Wenn du diesen Schritt fertig hast, bist du mit der Oberseite deiner einfachen Babydecke, dem Top, bereits fertig! Nun schneidest du das Volumenvlies und die Rückseite in der Größe des Tops zu. Wenn du ein bügelbares Volumenvlies verwendest, bügelst du es nun auf die Unterseite des Tops auf. Mein Vlies war nicht bügelbar.

Beim klassischen Patchwork baust du dir ein Sandwich (von unten nach oben): Unterseite (guckt nach unten), Vlies, Top (guckt nach oben), so wie hier:

patchworkdecke fürs baby nähen

Traditionell wird nun gequiltet (also man steppt die Nähte ab, Muster und Zierstiche ein usw.). Ich bewundere alle, die das können, denn bei mir gibt’s da meist am Ende komische Wülste oder der Faden verheddert sich oder oder oder… Wenn du das machen willst, empfehle ich einen Kurs dazu zu besuchen. Alternativ kann man seine Patchworkdecke auch quilten lassen. Es gibt auch richtig gute Maschinen, mit denen man meisterhafte Ergebnisse erzielt!

Nach dem Quilten kommt dann das Einfassen, und auch dieses birgt einige Tücken. Am besten man macht das von Hand! (Quilten sollte man auch per Hand!)

Fake-Quilten für Anfänger, oder: Schummeln erlaubt!

In meinem Nähalltag bin ich abends über jede halbe Stunde Nähen froh. Wenn ich mich mit Nadel und Faden hinsetzte, hätte der Kleine Abi, bevor seine Babydecke fertig ist. Deshalb habe ich das Finish NICHT traditionell gemacht, sondern das Top und das nicht-aufbügelbare Vlies zunächst entlang der Quadrate mit dem Quiltstich meiner Nähmaschine abgesteppt, damit die verbunden sind – das ist sinnvoll fürs Waschen, wenn man nicht einen Klumpen Vlies zwischen den Stofflagen aus der Waschmaschine ziehen will.

Meine Maschine bietet mir einige Quiltstiche – am besten schaust du bei deiner mal nach, ob die auch sowas hat.

babydecke nähen anleitung

Das Top nur mit dem Vlies zu quilten ist sozusagen Fake-Quilten, und ich finde das für meinen persönlichen Patchwork-Expertenstatus (Level: Novizin) völlig ok. Man darf schummeln, sonst verliert man zu schnell die Lust daran, oder? Im Anschluss habe ich das Top (das nun mit dem Vlies durch die Fake-Quilt-Nähte verbunden ist) und die Rückseite rechts-auf-rechts gelegt und bis auf eine Wendeöffnung füßchenbreit abgesteppt.

babydecke nähen anleitung

Vor dem Wenden solltest du noch die vier Ecken wie auf dem Bild einschneiden – so formen sich die Ecken nach dem Wenden viel schöner aus!

Dann habe ich gewendet und rundherum noch einmal den Rand abgesteppt. Mit diesem letzten Absteppen habe ich auch die Wendeöffnung geschlossen. Hier kann sich der Stoff noch kräuseln. Wenns ganz doof läuft, entsteht eine kleine Falte an der Wendeöffnung :(.

babydecke nähen patchwork

Mehr Nähideen

Wenn dir diese Anleitung für die einfache Babydecke ohne Einfassen gefällt, magst du vielleicht noch etwas mehr auf meinem Blog stöbern – vielleicht gefällt dir ja auch meine Mädchenhandtasche Joelle? Oder du nähst noch ein Kissen zur Decke, hätte ich das Kissen für Faule oder das Prinzessinnenkissen. Für Babies nähe ich auch gern diesen Strampler (Freebook). Noch viel mehr Nähideen sammle ich auf meiner Pinterest-Wand „Nähen fürs Baby“, der du ganz einfach folgen kannst. Außerdem lege ich dir meinen Newsletter ans Herz.

Das wars erstmal von mir – hat dir denn diese Anleitung gefallen? Bist du damit klargekommen oder hast gar selbst eine Babydecke danach genäht? Dann schreib mir doch einen Kommentar oder schick mir ein Bild für meine Kundengalerie – vielen Dank!

Damit gebe ich nun ab zu Creadienstag, HoT, DienstagsDinge, Made4Boys, Für Söhne und Kerle und Kiddikram.

* Werbelink: Dieser Blog finanziert sich u.a. über Provisionen. Beim Einkauf über einen mit * gekennzeichneten Link erhalte ich eine Provision, ohne dass Dir Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise kannst du ganz einfach Danke für diese Anleitung sagen, und ich kann weiterhin kostenlose Inhalte wie diese Anleitung erstellen. Meine Stoffe, Nähzubehör und weiteres Equipment für Fotografie, Bildbearbeitung etc. bezahle ich selbst. Wenn mir Material zur Verfügung gestellt wird, schreibe ich das an dieser Stelle. Mehr über Werbung auf dem Blog erfährst du auf meiner Transparenz-Seite.

Häkeldecke fürs Baby – kostenlose Anleitung

Ich komme heute zum Ende meiner kleinen Themenreihe „Babydecke“ – und zwar mit einer kostenlosen Anleitung für eine Häkeldecke fürs Baby, die auch als freebook in meinen Shops zum Download bereit steht. Die anderen Beiträge meiner „Babydeckenwoche“ haben sich mit einer Baby-Patchworkdecke und einer Babydecke aus Sweat beschäftigt. Zu letzterer gibt es auch ein kostenloses Tutorial. Wenn du zum ersten Mal hier bist und dir meine Anleitung gefällt, freue ich mich, wenn du dich in meinen Newsletter einträgst!

 

Schwierigkeitsgrad

Die Häkeldecke ist ca. 60 x 65 cm groß und auch für einen Anfänger gut zu häkeln. Wer Luftmaschen und halbe Stäbchen beherrscht, häkelt die Decke ganz flott. Übrigens lässt sich das Muster dieser Decke auch ganz wunderbar als Schal häkeln!

Zutaten

je Farbe 3-4 Knäuel POLAR oder POLAR DUO von Wolle Rödel*
Häkelnadel Stärke 10
Stopfnadel zum Vernähen der Fäden

Maschen: Luftmaschen (LM), halbe Stäbchen (hStb), Kettmaschen (KM)
Optional: Die Decke kann nach Belieben mit einem Häkelmuster nach Wahl umhäkelt werden.

Anleitung: Häkeldecke fürs Baby

1. Zunächst werden Luftmaschen in Fb.1 angeschlagen – ich habe SEHR LOCKER 90 Maschen angeschlagen. Die Anzahl kannst Du beliebig auf Deine Bedürfnisse abwandeln, z.B. wenn es ein Schal werden soll.

2. Die erste Reihe habe ich alle Luftmaschen ganz normal in hStb abgehäkelt. Der Faden der ersten Reihe wird abgeschnitten! (Das ist der Nachteil
dieses Häkelmusters: Man hat am Ende viele viele Fäden zu vernähen…)

3. In Farbe 2 geht es weiter: Mach zuerst eine Wendeluftmasche. Dann werden wieder hStb gehäkelt. ACHTUNG: Um das Muster zu erhalten, wird nicht wie normal üblich in die Masche der Vorrunde eingestochen, sondern hinter der oberen Schlaufe:

 

Dies wird von jetzt an Reihe für Reihe wiederholt. Durch das Einstechen hinter der oberen Schlaufe, legen sich die Häkelschlaufen schön auf die Seite und ergeben das schöne zopfige Maschenbild, das charakteristisch für diese Decke ist. Der Farbwechsel erfolgt jetzt mit jeder neuen Reihe.

In den Rückreihen häkelst Du natürlich von links – das sieht ein bisschen anders aus, ist aber nichts anderes: Du stichst genauso in die besagte hintere Schlaufe ein.

Werbung*


Wolle Rödel

* Wenn Du über diesen Banner oder einen mit * markierten Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen keinerlei Mehrkosten. Du kannst auf diese Weise „Danke“ für die Anleitung sagen. Vielen Dank!

Vorsicht Fehlerquelle: Prüfe zwischendurch immer wieder Deine Maschenanzahl! Mir ist es auch passiert, dass ich plötzlich weniger Maschen hatte, dann bekommt die Decke einen unschönen Knick.

Du häkelst nun Reihe für Reihe, bis Deine Decke die gewünschte Größe erreicht hat. Zwischendurch oder ganz am Ende werden die Fransen an den Seiten vernäht.

Am Ende habe ich die Decke ganz schlicht mit einfachen Kettmaschen umhäkelt. Je nach Können und Belieben kannst Du natürlich auch jede andere Bordüre drumherum häkeln!

Ich hoffe, Dir hat diese Anleitung gefallen? Zum Mitnehmen gibt es sie wie in meinen ebook/freebook-Stores:

FREEBOOK auf myPatterns
FREEBOOK auf  CrazyPatterns

 

 

 

Viele Grüße,
Sonja

Verlinkt mit
Freebook Friday
Weekend Wonderland

 

Babydecke selber nähen

Heute geht es weiter mit meiner kleinen Themenwoche „Babydecken“, und zwar inkl. einem kleinen Tutorial. Wenn du also eine Babydecke selber nähen willst, bist du hier ganz richtig. Warm genug können es die kleinen Mäuse ja nun kaum haben, insofern habe ich Decken für jede Gelegenheit hergestellt. Gestern habe ich schon die Patchwork-Krabbeldecke gezeigt, und hier geht es zu meiner Häkeldecke (inkl. Tutorial). Heute zeige ich eine kleine Decke für den Alltag und unterwegs, in die man Baby zur Not auch schnell einschlagen kann (ältere Kinder nehmen sie auch gern als Umhang…): Die Sweat-Decke!

Stoff und Idee…

…kamen zusammen: Ich hatte einfach noch ein Rechteck von diesem kuscheligen Alpenfleece übrig! Da lag es irgendwie auf der Hand, dass der zur Babydecke wird, die man ja nun auch zuhauf kaufen kann.


Diese Decke war also auch sehr schnell fertig – da das Reststück Sweat, bzw. Alpenfleece sowieso durch mein Nähzimmer flog, musste ich die Ränder nur mit Bündchen einfassen. (Für Nähprofis: Dies war schon die Kurzanleitung!)

En Detail hab ich natürlich auch eine kleine Anleitung geschrieben. Das Projekt hat so seine Tücken, weil Stoff und Bündchen dehnbar sind. Trotzdem ist diese Nähanleitung für Anfänger geeignet!

Material

1 Stück Sweatshirtstoff in beliebiger Größe, z.B. 0,5m x 0,75m
Bündchen 5cm breit; Länge = Summe der 4 Seiten des Sweatshirtstoffes + Nahtzugabe

Hinweis zum Bündchen: Es werden mehrere Bündchenstücke mit 5cm Breite aneinander genäht um auf die Länge zu kommen; in der Regel wird das Bündchen sonst immer zu kurz sein.

 

Anleitung: Babydecke nähen

1.
Zuerst habe ich die 90°-Ecken meines Stoffes abgerundet, damit ich mit dem Bündchen besser drumherum komme. Das habe ich freihand gemacht. Damit sie alle einigermaßen gleich werden, habe ich die Decke so gefaltet, dass alle vier Ecken übereinander liegen.

 

2.
Dann ging es schon los! Ich habe meinen Bündchenstreifen (den ich zuvor aus mehreren Streifen aneinander genäht hatte) zunächst auf der linken Stoffseite rechts-auf-rechts festgesteckt. Kleiner Tipp: Fang mit dem Stecken irgendwo in der Mitte einer Seite an, auf keinen Fall in der Kurve!!
Dabei habe ich außerdem darauf geachtet, dass das Bündchen sich in den runden Ecken (*höhö, runde Ecken!*) NICHT dehnt. Es soll sich idealerweise gar nicht dehnen!!

Anschließend wird natürlich mit feinem Zickzack oder Elastik-Stich abgesteppt. Ich bin zusätzlich mit der Overlock drüber, damit ich eine schöne Kante erhalte.

3.
Same Procedure: Das Bündchen wird um die Kante herumgeschlagen und dann von oben abgesteppt, sodass die Kante der Decke eingefasst wird.

Ich habe alles vorher festgesteckt. Dieser Part ist fummelig, da rutscht gern mal was raus. (Beim nächsten Mal würde ich glaub ich auch Stück für Stück stecken, nähen, weiter stecken, nähen.)

Dann wird abgesteppt. Fertig :).

Leider – das sieht man auf diesem Bild – wellt sich meine Decke trotz aller Sorgfalt – trotzdem ist es eine schöne kuschelige Decke, die dem Kleinen mit Sicherheit gute Dienste leisten wird!

Variationen und weitere Nähideen fürs Baby

Du kannst auch statt Sweatshirtstoff Jersey nehmen und mit Alpenfleece oder Fleece unterfüttern um deine Babydecke zu nähen. Da die Seiten eingefasst werden, ist das theoretisch möglich, erhöht aber den Schwierigkeitsgrad!

Einfacher wird es, wenn das Bündchen längs gefaltet und angenäht wird; dann wird nicht eingefasst – man erhält also eine „unschöne“ Unterseite. Mit einem hübschen Zierstich abgesteppt und mit Ovi versäubert, ist das aber völlig ok, denke ich :).

Hast Du weitere Ideen? Her damit!

Weitere Näh-Inspirationen fürs Baby findest Du übrigens auch auf meiner Pinterest-Wand „Nähen fürs Baby“. Hier auf dem Blog stelle ich auch immer mal wieder schöne Babysachen vor. Beliebt ist zum Beispiel das Freebook Baby-Hoodie, das ich hier vorstelle, oder der Strampler „Strampelina“, ebenfalls ein Freebook, oder die MaxiCosy-Einschlagdecke, auch nach einem Freebook genäht!

Wenn Du Dich in meinen Newsletter einträgst, halte ich Dich über meine neuesten Freebook-Entdeckungen, Nähideen, Schnipsel meines Mama-Daseins und natürlich meine eigenen Probenähen und speziellen Rabattaktionen auf dem Laufenden! Manchmal gibts auch Verlosungen, also lohnt es sich anzumelden. 🙂

Damit geht es für diese Decke zu Kiddikram, Sew Mini, Made4Boys und Für Söhne und Kerle, Weekend Wonderland und natürlich meiner Linkparty, dem Freebook Friday!

Viele Grüße,
Sonja



 

Patchworkdecke fürs Baby

Ich hatte ja vor einiger Zeit angekündigt, dass auf dem Blog bald viel zum Thema „Baby“ zu sehen sein wird. Deshalb starte ich heute mal direkt in eine Themenwoche. In dieser Woche dreht sich hier auf dem Blog alles um Babydecken! Auf diesen ersten Bildern sind schon alle drei Decken zu sehen, die ich euch nach und nach genauer vorstelle. Auch meine instagram-Follower haben schon Ausschnitte aus der Entstehungszeit von zwei der Decken gesehen. Ich habe für diese Themenwoche drei verschiedene Materialien und Techniken angewandt und auch zwei Tutorials geschrieben, die ich euch kostenlos zur Verfügung stelle. Im Einzelnen sind entstanden: Eine Patchwork-Babydecke, eine einfache Babydecke aus Sweatshirtstoff und eine Häkeldecke fürs Baby!

Eins der ersten Projekte, an dem ich seit Dezember gearbeitet habe, ist die heutige Patchwork-Krabbeldecke. Irgendwie sind beim Nähen fürs Baby Patchwork-Krabbeldecken obligatorisch, finde ich. UND ich wollte seit meinem MugRug zu Halloween mit meiner Nähmaschine das Quilten und binden üben – beides sind so Angstgegner von mir, und ich habe einen sehr hohen Respekt vor allen Patchworkerinnen und Quilterinnen, die diese Kunst beherrschen!

Muster

Ich habe mir für unsere Nr. 4 ein recht einfaches Muster ausgedacht – bestehend aus kleinen und größeren Quadraten sowie 10cm breiten Längsstreifen. Jetzt, wo sie fertig ist und ich wieder ein bisschen „drin“ bin, will ich auch nochmal ne klassische Babydecke im einfachen Schachbrett machen – ich habe bei diesem Projekt mal wieder gesehen, wie schnell das Top – also der gepatchte obere Teil – genäht ist.

Die Schemazeichnung für die Decke habe ich mal auf instagram gezeigt. Das war auch schon die ganze Planung! Man kann natürlich noch deutlich mehr Zeit und Arbeit in so eine Patchworkdecke stecken, aber irgendwie stehe ich hier dauernd unter Zeitdruck – allein weil ich sooooo viele andere Ideen an der Nähmaschine umsetzen will, oder weil meine Nähzeit durch meine schlaflosen Kinder sehr begrenzt ist.

 

Eine Patchworkdecke fürs Baby nähen

Das Top nähte sich sehr schnell – die Erfahrung habe ich schon bei anderen Patchwork-Projekten in der Vergangenheit gemacht. Die Arbeit kam dann erst mit dem Quilten, das ich ganz angriffslustig mal mit meiner jetzigen Nähmaschine probieren wollte!

 

Quilting

Mit dem Anfang bin ich sehr zufrieden – es lohnt sich doch sehr, so ein Quilting mit einer „guten“ Nähmaschine zu machen. Leider kamen nach dem ersten Erfolg dann doch Fehlstiche. Ob ich in meiner Euphorie einfach zuviel Gas gegeben habe, oder ob das verwendete Volumenvlies* zu dick war – ich weiß es nicht!

Ich hatte mich bewusst für das besagte Vlies entschieden, aus zwei Gründen: 1. die Breite: es lag breit genug für meine Decke, und 2. es hat eine schöne Dicke, die die Decke dann wirklich zu einer schönen Krabbeldecke macht. (Und 3. ist natürlich der Preis unschlagbar!) Aber bei der nächsten Decke werde ich mal langsamer nähen um Fehlstiche zu vermeiden. Und vielleicht doch auf eine andere Vlies-Qualität umsteigen.

Ich wollte ja schon seit dem bereits erwähnten MugRug die Quilt- und Zierstiche der Nähmaschine testen. Mit einigen bin ich sehr zufrieden, andere habe ich wohl zu dem Zweck falsch gewählt. Naja. Ich nehme diese Decke als Übungsdecke. Unterm Strich bin ich doch sehr stolz auf sie, denn sie ist von meinen bisherigen Baby-Patchworkdecken (vier habe ich bislang genäht) doch die beste.

Das Binding hat deutliche Fortschritte zum MugRug. Es ist nicht perfekt, aber schon viel besser und sorgfältiger geworden. (Und jaha – eigentlich muss man das von Hand machen, weiß ich. Mach ich aber nicht. So. ;))

Die Unterseite ist übrigens aus Flanell! Den Tipp habe ich mal aus einem Patchwork-Kurs erhalten. Flanell hat eine schöne Haptik und ist weich – was sehr schön ist, wenn man die Decke auch als Tagesdecke oder Schlafdecke verwenden möchte. Den Rest will ich noch zu Kissen, Leseknochen oder Puppenbettwäsche verarbeiten – letzteres wäre ein schönes erstes Nähprojekt für meine Große – mal sehen, wann wir dafür Zeit finden!

Die Stoffe des Tops sind von verschiedenen Herstellern – hauptsächlich Tante Ema und Westfalenstoffe. Da merkt man gleich die Qualität – diese Stoffe sind genau für diesen Zweck gemacht und lassen sich super verarbeiten!

Hast Du nun Lust auch eine Patchworkdecke fürs Baby selber zu nähen? Ich habe aus Zeitgründen kein Tutorial gemacht, aber wenn Interesse besteht, würde ich das gern nachholen. Ansonsten empfehle ich bei Youtube nach einer Video-Anleitung zu suchen oder einen Kurs, z.B. an der VHS, zu buchen. Ich habe Patchwork selbst in einem Kurs gelernt, und so einfache Projekte schafft man da ganz schnell und einfach. (Das schwierigste ist ja auch das Quilten und nicht das Nähen – das ist sogar sehr einfach, weil es meist nur gerade und kurze Näht sind.)

Damit verabschiede ich mich für heute! Die beiden anderen Decken – eine Sweat-Decke und eine Häkeldecke – werde ich noch separat in dieser Woche vorstellen – inkl. Tutorials!
Ich verlinke noch mit HoT, DienstagsDinge, Made4Boys, Für Söhne und Kerle und Kiddikram und Weekend Wonderland!

Viele Grüße,
Sonja

Themenwoche Babydecken

PS: Übrigens werde ich in dieser Woche noch zwei weitere Babydecken vorstellen – inkl. Tutorials! Die Babydecke aus Sweatshirtstoff findest du hier, und eine schöne Häkeldecke fürs Baby habe ich auch gemacht.

Hier noch ein kleiner Vorgeschmack auf die kommenden Decken:

 

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