Kategorie: Parenting & Erziehung

nachhaltig leben familie

Nachhaltig leben als Familie ~ mit der Solawi Vaußhof

~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Mein erster „richtiger“ Blogpost nach dem Gewinnspiel in diesem Jahr beschäftigt sich mit einem Thema, das in meinem Leben der letzten Jahre zunehmend wichtiger geworden ist. Auch hier auf dem Blog soll es präsenter werden. Es geht darum Nachhaltigkeit zu leben – als Mensch, als Familie. Und ja, das hat auch irgendwie was mit gutem Vorsatz zu tun, wobei ich nicht so der Vorsätze-fürs-neue-Jahr-Typ bin. (Ich warte selten auf das neue Jahr für einen Neuanfang… ;)) Wie sollen wir nachhaltig leben als Familie? Mit sechs Personen? Die ernüchternde Erkenntnis ist: Wir können nicht alles. Aber ein bisschen was. Und vielleicht machst du ja auch mit?

 

Etwas ist faul an unserer Lebensweise

Seit ich Kinder habe, denke ich mehr über unsere (westliche) Lebensweise nach. Es begann mit dem ersten Bauernhof-Bilderbuch, das eine Idylle zeichnete, die es wohl kaum wirklich gibt. Der Konflikt war da: Wie kann ich meinen Kindern eine Bauernhof-Idylle zeigen und selbst wissen, dass es auf der Mehrheit der Bauernhöfe nicht so aussieht? Dass Bauer Paul gar keine Zeit hat stundenlang Ferkel Ferdinand zu suchen? Dass Ferkel Ferdinand in Wirklichkeit womöglich missgebildet geboren wurde, weil das Futter seiner Mutter glyphosatverseucht war? Und dass Ferdinands Papa als Bierschinken auf dem Pausenbrot gelandet ist?

Sich all dessen bewusst zu sein und das eigene Konsumverhalten entsprechend ändern – das ist der erste Schritt zum nachhaltigen Lebensstil, und das hat sehr sehr sehr sehr viel mit unseren Essgewohnheiten und unserem Umgang mit Lebensmitteln zu tun: „Du bist, was du isst.“

Ich will heute gar nicht das ganz große Fass aufmachen. Ja, es geistert immer wieder in meinem Kopf herum – Tierquälerei, Massentierhaltung, geschredderte Hahnküken, Glyphosat, der Preiskampf der Milchviehhalter und die Frage, welchem Bio-Siegel man überhaupt noch trauen kann in einer Zeit, in der Minister vermeintlich eigenmächtige Entscheidungen FÜR Glyphosat treffen. Ich habe die Newsletter diverser Verbraucherschutzorganisationen, von Foodwatch und Öko-Warentest abonniert. Die Wahrheit hinter dem Massenkonsum und Billigwahn ist düster, traurig, verstörend und eklig.

Aber wem sag ich das? Dir ist wahrscheinlich genauso klar wie mir. Die Frage ist ja: Wie und was können wir es selbst besser machen? Was können wir an unserem Lebensstil ändern? Und: Bringt das überhaupt was?

Nachhaltigkeit leben als Familie

Nachhaltig leben als Familie: Was geht? Was nicht?

Wir machen bestimmt nicht alles richtig. Und nein, ich prüfe nicht (mehr) vor jedem Einkauf, ob die Ware fair gehandelt, bio und die Verpackung biologisch abbaubar ist. Eine Zeitlang habe ich akribisch darauf geachtet, woher Kleidung und Lebensmittel stammen. Habe ganze Produktgruppen und Marken von meiner Einkaufsliste gestrichen und Jogurt ausschließlich aus Gläsern gekauft. Irgendwann, als ich unseren T4 mit Diesel volltankte, wurde mir bewusst, dass es alles unbedeutend ist angesichts der anhaltenden Konsumkatastrophe der westlichen Bevölkerung. Und ja, eine gewisse Resignation ist da auch schon dabei.

Allen Versuchen des „nachhaltig leben“ steht voraus, dass wir als Menschen, als Familie, in ein Gesellschaftssystem eingebunden sind, das es uns nur innerhalb gewisser Grenzen erlaubt „nachhaltig zu leben“. Natürlich gibt es rein theoretisch die Alternative komplett auszusteigen. Es gibt so Projekte, und ich kenne sogar über ein, zwei Ecken ein Paar, dass das wirklich durchzieht. Und irgendwo tief in mir schlummert auch der Wunsch nach einem Aussteigerleben (auf einer sonnigen Kanareninsel) – aber faktisch ist es so erstmal nicht möglich.

Ich mag nämlich viele Vorteile unserer Gesellschaft ziemlich gern, z. B. die gesundheitliche Versorgung und die Möglichkeiten meine Kinder zu impfen (und jetzt bitte KEINE Impfdebatte, sonst erschlage ich euch zukünftig mit Ärzte-Interviews und WISSENSCHAFTLICHEN Studien über Impfungen), sowie Strom, das Internet (es ist nicht nur schlecht!) und natürlich meine heiße Wanne am Abend. Und die Waschmaschine!! Ich hätte gern eine zweite, wenn ich ehrlich bin.

Nachhaltig leben als Familie

Innerhalb dieses Rahmens ist es dennoch möglich wenigstens ein bisschen das Thema Nachhaltigkeit zu verfolgen – z.B. bei jedem Supermarkteinkauf. (Ich sage ja auch immer, dass ein Einkaufszettel auch ein Stimmzettel ist, aber dies nur am Rande.) Mittlerweile kaufe ich nur noch fair gehandelten Kaffee* und achte auch bei Schokolade und Keksen auf die Herkunft. Ich meide Großkonzerne, die z.B. für ihre rücksichtslose Trinkwasserpolitik oder für Steuerflucht bekannt sind. Und auch wenn ich wahrscheinlich deutlich mehr Geld mit diesem Blog verdienen würde, verzichte ich seit einiger Zeit auf Partnerlinks zu einem gewissen amerikanischen Großkonzern.

Für Kleidung gilt dasselbe! Es ist uns als Näherinnen besonders bewusst, wieviel Zeit und Arbeit in einem Kleidungsstück stecken, und dass es unmöglich ist, wenn im Billigladen T-Shirts für 5€ und weniger verkauft werden. (Ich habe euch unten eine Dokumentation dazu verlinkt.) Solche Läden betrete ich gar nicht erst, und beim Kauf (alles kann ich ja nun nicht nähen) gibt es auch hier Siegel und Zertifikate, denen ich Vertrauen schenke (kein restloses – ein bisschen Zweifel ist leider immer dabei).

Das alles sind nur kleine Tröpfchen auf dem dank Klimawandel viel zu heißen Stein, und sobald ich wieder an der Zapfsäule stehe… tja, das kann ich nicht schönreden! Wir haben auch (noch) eine Ölheizung, und wenn es nach uns ginge, hätten wir die schon gegen Pellets oder sowas ausgetauscht. Aber tauschen wir eine funktionierende Heizung einfach so mal eben aus?

Du merkst, dass ich mich permanent im inneren Konflikt befinde: Müsste ich nicht eigentlich noch viel mehr? Die Antwort ist: Ja, natürlich. Aber die vollständige Nachhaltigkeitsperfektion werde ich in meiner aktuellen Lebensphase nicht erreichen. Wir können nur kleine Schritte machen und stetig daran arbeiten uns noch zu verbessern – wie mit allem im Leben!

Das Thema „Nachhaltigkeit“ ist riesengroß. Und es bedeutet leider viel viel mehr als auf Plastiktüten zu verzichten – die Plastiktüte allein macht ja nun auch gar nicht soviel aus. (Und für alle, die gerade einfach nach beiner Nähanleitung für einen Stoffbeutel suchen: Schaut mal hier in meinem Shop nach diesem Freebook für einen Stoffbeutel – die Maße könnt ihr euch individuell anpassen!).

 

nachhaltig leben familie

 

Solidarische Landwirtschaft: Wie funktioniert das?

Was wir können, das machen wir auch! So unterstützen wir seit ihrer Gründung die Solidarische Landwirtschaft Vauß-Hof eG. Das Prinzip solidarischer Landwirtschaften ist recht einfach: Wir ackern und ernten als Mitglieder gemeinsam, und natürlich schultern wir auch das Risiko einer „Missernte“ gemeinsam.

Monatlich zahlen wir einen festen Betrag, den wir uns selbst gesetzt haben. Es gibt natürlich einen Richtwert (ca. 65€), an dem sich der monatliche Beitrag orientiert. Und je nachdem, wieviel oder wenig man selbst an Arbeitsstunden einbringen kann, legt man auf diesen Richtwert noch etwas drauf. Neben der Arbeit auf unserem Bio-Acker (und wir sind hier wirklich sicher, dass die Erde und das Saatgut absolut genfreie Qualität haben) kann man sich noch in verschiedenen AGs rund um das Gemüse engagieren – und dabei unglaublich viel lernen! Ich arbeite auch daran, dass ich in diesem Jahr endlich genug Zeit übrig habe um ab und zu mal auf dem Solawi-Blog als Gastbloggerin zu schreiben.

Neben der Gemüseernte gibts so viele schöne Aktionen wie z. B. das Storchennest, die eigenen Bienen, Sauerkraut selber machen (das ist jetzt nicht so mein persönlicher Fall, aber trotzdem ein nettes Angebot), eine Anbau-AG und viele Angebote für Kinder!

Das Gemüse schmeckt übrigens – wer hätte es anders erwartet – so, wie ich das aus meiner Kindheit her noch von Omas Kartoffeln und Tomaten her kenne. Nämlich richtig nach Gemüse! Mein persönlicher Favorit sind die Salatgurken, Tomaten und Kartoffeln.

Außerdem waren wir nun gezwungen einige Gemüsesorten auszuprobieren, die wir vorher gar nicht kannten. Stielmus zum Beispiel. Dazu habe ich sogar ein sehr leckeres Rezept gefunden – und ich freue mich schon auf die nächste Saison! Außerdem Postelein, das gibts jetzt bald wieder. Auch kaufe ich sonst eher selten Rote Bete, Kohlsorten, Bohnen usw. Dank der Solawi haben wir nun einige regionale und saisonale Gemüsesorten für uns entdeckt. Natürlich gibts im Sommer Zucchini ohne Ende, und da muss man dann kreativ werden, wohin mit dem ganzen Gemüse – die Kinder können es dann ja irgendwann auch nicht mehr sehen! Aber ich hab jetzt schon einige Rezepte gesammelt, und wenn du noch einen heißen Tipp hast – her damit :D.

Nachhaltig leben als Familie

Solawi Vauß-Hof eG

Für alle Paderbornerinnen unter euch kommt jetzt die gute Nachricht: Die Solawi sucht wieder Mitglieder! Wenn du jetzt Interesse hast, dann schau doch am besten gleich mal hier auf der Website vorbei und wende dich vertrauensvoll an Anja.

Alle anderen müssen nicht traurig sein: Ich habe in der Linkliste auch den „Dachverband“ verlinkt – hier kannst du nach Solawis in deiner Nähe suchen! Es lohnt sich auf jeden Fall am Tag der Offenen Tür vorbeizukommen – egal welche Solawi man in der Nähe hat.

Ich hoffe, dir hat dieser Artikel gefallen, und ich konnte dir ein paar Anregungen geben für genfreies Bio-Gemüse und gesundes Essen? Vielleicht trägst du dich ja auch sowieso mit dem Gedanken dich einer Solawi anzuschließen?

Abschließend habe ich noch ein paar Links gesammelt, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen – selbstverständlich ohne den Anspruch vollständig zu sein! Jetzt gehts noch ab zu den Montagsfreuden beim Zwerg. Kommt gut in die Woche!

Zuletzt noch der Hinweis: Dieser Artikel ist in freundlicher Zusammenarbeit mit der Solawi VaußHof eG entstanden, aber ich habe weder Geld noch andere Extraleistungen dafür erhalten.

Viele Grüße,

Sonja

 

 

Links und Quellen

Solidarische Landwirtschaft Vauß-HofeG – „unsere“ Solawi in Paderborn.

Solidarische Landwirtschaft Dachverband – Solawi in deiner Nähe finden!

Fair Trade Siegel – Kritik – ein Überblick auf Utopia.de

Sweat Shop – Dokumentation über die Textilherstellung in Kambodscha: Drei norwegische Upper-Class-Jugendliche, darunter eine Fashion-Bloggerin, leben und arbeiten in einer Textilfabrik. Sehenswert!

Chronisch vergiftet – Monsanto und Glyphosat (Arte Dokumentation) – Warnung: In dieser Dokumentation von Arte werden missgebildete Schweine und Föten gezeigt. Das ist nichts für schwache Nerven. Solltest du gerade schwanger sein, sieh es dir bitte nicht an.

Let’s make Money (Trailer) – Dokumentation von Erwin Wagenhofer. Die gesamte Dokumentation kann man sich für 2,99€ direkt auf Youtube ansehen.

5vor12 – eine Blogaktion zum Mitmachen von Mamadenkt.de – jeden Monat neu!

 

*affiliate link: Mit deinem Einkauf über den mit * gekennzeichneten Link erhalte ich eine Provision, ohne dass Dir Mehrkosten entstehen. Meine Empfehlungen wähle ich sehr sorgfältig aus und stecke sehr viel Zeit und Arbeit in jeden meiner Beiträge. Über Provisionen und Werbung finanziere ich die laufenden Kosten dieses Blogs und kann auch zukünftig hochwertige Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen. Vielen Dank!

 

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

Kindergeburtstag auf der Wewelsburg – mit der „kleinen Hexe“

~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Im letzten Jahr haben wir den Kindergeburtstag unserer Großen auf dem Pferderücken gefeiert. Hier habe ich davon berichtet. Leider gibt es das Angebot meines Wissens nun nicht mehr, sodass wir uns nach einer Alternatrive umsehen mussten. Außerdem sollte es dann doch etwas anderes sein. Über einen Flyer im Kindergarten wurde ich auf das Angebot der nahe gelegenen Wewelsburg aufmerksam: Warum also nicht den Kindergeburtstag auf der Wewelsburg feiern? Meine Kinder stehen auf Burgen, Schlösser, Geheimnisse und alles Zauberhafte. Das Programm „Die kleine Hexe“ nach dem Buch von Otfried Preußler passte also perfekt.

 

Die Wewelsburg – Museum und Geschichte

Die Wewelsburg ist Paderbornern natürlich bekannt. Deutschland einzige Dreiecksburg steht in Wewelsburg nahe Büren. Der Paderborner Flughafen, an dem ich während meines Studiums gearbeitet habe, liegt in Sichtweite. Die Geschichte der Burg reicht bis in das 10. Jahrhundert zurück. In ihrer heutigen Form wurde sie allerdings erst Anfang des 17. Jahrhunderts als fürstbischöfliches Schloss errichtet. Die weitere Geschichte könnt ihr bei der Wikipedia nachlesen – weiterführende Links habe ich am Ende dieses Blogbeitrags gesammelt.

Eine sehr unrühmliche Episode möchte ich hervorheben: Die Wewelsburg erlebte während der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933-45 traurige Berühmtheit, bzw. wurde zum Mittelpunkt der SS. Ausgerechnet diese Burg war von Heinrich Himmler erkoren zum neuen Hauptquartier zu werden. So wurde die komplette Inneneinrichtung durch die SS verändert und mit nordischen Symbolen versehen. Auch ein KZ wurde hier errichtet. Diesen traurigen Teil deutscher Geschichte arbeitet das Kreismuseum Wewelsburg akribisch und gewissenhaft auf – ihm ist eine Dauerausstellung gewidmet.

Nach Kriegsende brannte die Burg vollständig aus und wurde neu aufgebaut. Heute findet sich das Kreismuseum Wewelsburg, das sich auf zwei Dauerausstellungen konzentriert: Die Aufarbeitung der Nazizeit und der Geschichte des Hochstifts Paderborn. Außerdem gibt es hier eine Jugendherberge, in der ich als junges Mädchen sogar schon mal übernachtet habe. (Und vielleicht machen wir das bald mit den Kindern auch nochmal, so als Abenteuer zwischendurch…)

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

 

Kindergeburtstag auf der Wewelsburg

Die traurige Geschichte der Wewelsburg ist natürlich hier in der Umgebug bekannt, und auch mir läuft immer wieder ein Schauer über den Rücken, wenn ich daran denke. Dennoch: Verdrängen nützt nichts. Gerade heute finde ich es wichtiger denn je, dass man auch diesem Kapitel unserer Landesgeschichte offen und kritisch begegnet. Und eigentlich gehts ja auch um einen Kindergeburtstag! Der hatte natürlich überhaupt nichts mit diesem Kapitel der Geschichte zu tun, sondern stand ganz im Zeichen der kleinen Hexe.

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

 

Von dem Muff der Nazis spürt man heute glücklichweise kaum noch etwas, wenn man heute die Wewelsburg besucht. Die Kinder sind da auch unvorbelastet und freuten sich auf das Burgerlebnis! Mehrere Kiindergeburtstags-Programme stehen zur Auswahl (siehe unten in den Links). Es gibt Themen für verschiedene Altersgruppen, und eigentlich alle beinhalten eine Schatzsuche. Ältere Kinder sogar mit GPS! Wir haben uns für „Die kleine Hexe“ entschieden, das auf dem gleichnamigen Buch von Otfried Preußler* basiert.

Unsere Kinder kennen natürlich „Die kleine Hexe“, und viele unserer Gäste auch. Mit 10 Kindern sind wir zur Wewelsburg gefahren, und es hat sehr viel Spaß gemacht! Der Geburtstag wird von einer Pädagogin geleitet und ist sehr abwechslungsreich und lehrreich gestaltet. Zu Beginn verkleiden sich die Kinder, und dann geht es auch schon los! Gut 2,5 Stunden dauert das Programm, das uns allen viel Spaß gemacht hat. Wir als Eltern waren auch wieder überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben den Geburtstag auszulagern.

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

Kindergeburtstagsprogramm: Die kleine Hexe

Bei der „kleinen Hexe“ wird natürlich aus dem Buch von Otfried Preußler vorgelesen. Außerdem lernen die Kinder spielerisch einiges über Kräuterkunde und brauen im Spiel einen Zaubertrank in einem echten Hexenkessel. Anschließend haben wir den Hexenkeller und das Burgverlies besichtigt. Ein bisschen gruselig kann das für einige Kinder schon sein, aber gerade meine Kinder fahren auf so einen Nervenkitzel total ab.

Die grauenhafte Geschichte der Hexenverfolgung und überhaupt wer wohl seinerzeit elendig in dem Hexenkeller zugrunde gegangen ist, wird natürlich nicht weiter thematisiert. Das Programm ist sehr kindgerecht und orientiert sich an der Erfahrungs- und Erlebniswelt der Kinder, etwa ob sie irgendwelche Hexen aus Büchern und Geschichten kennen – Bibi Blocksberg oder Hexe Lilli.

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

Nach dem Hexenkeller gab es eine Kuchen- und Bastelpause, die den Kindern viel Spaß gemacht hat. (Und ich merke mir, dass ich nur noch Schokomuffins backe und keine mit Früchten drin. Die kommen einfach nicht an.)

Nach dem Basteln und der zweiten Vorlese-Einheit mit einem wilden Mitmach-Spiel, das die Kindern auch gut auspowert, sucht die Hexentruppe noch einen echten Schatz. Natürlich haben wir die Schatztruhe bestückt; die Geschenktäschchen mit dem Süßkram hatte ich zuvor abgegen. (Leider hatte ich es dieses Mal nicht geschafft Taschen für alle zu nähen wie beim letzten Mal.)

Die Kosten für den Kindergeburtstag auf der Wewelsburg halten sich in Grenzen: Das Programm kostet 40€, zzgl. 1€ Eintritt pro Person und 0,50€ Bastelmaterial pro Kind – ich finde, dass das ziemlich preiswert ist.

 

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

 

Geburtstagsessen und Gesamtkosten

Nach so einem langen Programm haben natürlich alle Hunger. Wir haben die Möglichkeit genutzt direkt im Café nebenan ein Geburtstagsmenü zu bestellen. Man kann dort zwischen mehreren Geburtstagsessen wählen, und wir Erwachsene haben die Gelegenheit genutzt und à la Carte gegessen (wie oft gehen wir essen? Irgendwie nie…!?). Das war übrigens sehr gut!

Summa Summarum lagen wir kostentechnisch am Ende bei ca. 130€ inkl. Programm, Essen und Getränke für 10 Kinder und 2 Erwachsene. Da kann man wirklich nicht meckern, finde ich. Das Museum hatte uns übrigens auch Einladungskarten zugeschickt, die waren inklusive! Wir hatten einen tollen Tag und haben diese ganze Organisation und Ideenfindung für einen Kindergeburtstag zuhause gespart.

Meine größte Sorge war eigentlich, dass irgendwer einpullert (hatten wir bei den letzten zwei Geburtstagen). Also hab ich die Kinder immer mal wieder auf Klo geschickt, auch wenn die meinten sie müssten nicht. Sie mussten dann doch ganz schön viel, als sie erstmal saßen.

Unser Sohn hat schon gesagt, dass er auch einmal dort feiern will – vielleicht probieren wir dann im März das nächste Programm! Die Große will nächstes Jahr gern nochmal Hexe sein.

 

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann freue ich mich, wenn Du mir auf meiner Facebookseite ein Däumchen schenkst, oder mir auf Pinterest folgst. Und wenn du dich für noch mehr „Mama-Themen“ interessierst, abonniere doch einfach meinen Newsletter! Der kommt so ca. alle 4-6 Wochen, oder wenn ich mal was ganz aktuelles habe (Verlosungen oder Gewinnspiele). Du kannst Dich auch in meinen speziellen Newsletter für alle Themen rund um Paderborn eintragen!

 

Pader-Blog-News

* indicates required



Email Format


Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Lieber Gruß,

Sonja

 

Links

Kreismuseum Wewelsburg – offizielle Seite

Kindergeburtstag auf der Wewelsburg

Jugendherberge Wewelsburg

Café Restaurant Wewelsburg

Wewelsburg in der Wikipedia

Kindergeburtstag in Paderborn – eine Sammlung mit vielen Tipps!

 

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Kreismuseum Wewelsburg entstanden – vielen Dank!

 

*affiliate link: Bei einem Kauf über den mit * gekennzeichneten Link erhalte ich eine Provision, ohne dass Dir Mehrkosten entstehen. Meine Empfehlungen wähle ich sehr sorgfältig aus und stecke sehr viel Zeit und Arbeit in jeden meiner Beiträge. Über Provisionen und Werbung finanziere ich die laufenden Kosten dieses Blogs und kann auch zukünftig hochwertige Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen. Vielen Dank!

 

Weihnachten nicht mögen

Keine Liebesgeschichte, oder: Wie man Weihnachten nicht mögen kann

Vielleicht bin ich die einzige Mama in diesem Land, die Weihnachten mit gemischten Gefühlen begegnet. Und wahrscheinlich ist es der kreativbloggerische Selbstmord, aber ich gestehe: Ich mag Weihnachten nicht. Ich nehme gern die zwei freien Tage. Aber bitte ohne Weihnachten!! Wie kann man Weihnachten nicht mögen, werden einige entsetzt fragen? Habe ich Probleme mit Emotionen? Mit Menschen? Habe ich einen lieben Menschen um Weihnachten herum verloren? – Nein. Nein und nein, hab ich alles nicht. Will ich euch jetzt Weihnachten verderben? Oder meinen Kindern? (Oh Gott, die Armen!) Nein, auch nicht. Aber ich muss auch einfach mal was loswerden. Über mein Plätzchen-Trauma und mein Scheitern als Perfect Mom. Denn in der Königsdisziplin aller Mütter (Weihnachtsvorbereitungen) scheitere ich. Alle Jahre wieder. Mit voller Absicht.

Have Fun ;).

Weihnachten nicht mögen? Warum nur?

Tja, ich könnte so viele Dinge nennen und eine so lange Moralpredigt über Massenkonsum und Wegwerfgesellschaft schreiben und darüber, dass ich Weihnachten schon immer als Heuchelei empfunden habe – begonnen mit der Lüge, dass Christkind oder Weihnachtsmann die Geschenke bringen. Aber das ist eigentlich nur das, was noch obendrauf kommt.

Ich bin schlicht und ergreifend ein durch und durch praktisch veranlagter Mensch. Und die meiste Zeit will ich einfach, dass es irgendwie läuft und ich meine Ruhe habe. In Ruhe vor mich hin werkeln. Weihnachten stört mich dabei. Dieses Märchen, dass man ja endlich soviel Zeit hat, weil da zwei Feiertage sind, ist eine Lüge. Ich habe im ganzen Jahr nicht soviel Stress wie an diesen drei Tagen! (Oder der ganzen Weihnachtswoche: Wir sind nämlich wirklich schon komplett verplant!)

Auf Twitter schrieb neulich jemand etwas, das ich gern unterschreibe:

Der Dezember hat mehr Weihnachtsfeiern als Tage.

Und auch wenn sich das bei uns in Grenzen hält, kommen doch plötzlich alle auch entferntesten Bekannten und Verwandten auf den Trichter sie müssten uns jetzt im Dezember unbedingt nochmal sehen. Unbedingt jetzt, weil Weihnachten ist!!

Aber mal ganz ehrlich: Wir sind auch sonst zuhause. Den ganzen Sommer lang haben wir Sonne im Garten und den Grill bereit stehen. Warum kommen also alle ausgerechnet jetzt auf die Idee, dass wir uns unbedingt mal wieder sehen müssen? Wo es draußen kalt und ungemütlich ist und ich lieber mit nem guten Buch in der Wanne liege, und das am liebsten jeden Abend? Dieser ganze Wir-müssen-uns-unbedingt-noch-sehen-Weihnachtszwang steht im krassen Kontrast zu meinem Biorhythmus, Leute.

 

Vorgartenbeleuchtungswahnsinn: Sind wir hier auf der Reeperbahn oder wat?

Ich bin wahrscheinlich so ein Sommer-Mensch: Ich brauche gutes Wetter um gute Laune zu haben und um gesellig zu sein. Dieses hyggelige-kuschelige-Weihnachtsgen hab ich nicht. Sorry! Ich kann weder dem wachsenden Vorgartenbeleuchtungswahnsinn etwas abgewinnen („Ist das schon Puff oder noch Weihnachtsdeko?“), noch dem steigenden Trend des Innenraumschmucks. Auch hier gebe ich ganz einfach zu: Es ist mir zu anstrengend und zu stressig: Erstmal die ganze Deko im Keller suchen!! Boah, da ist der Mittagsschlaf des Kleinen um, bevor ich da alles gefunden habe. Dann alles aufhängen im ganzen Haus und dann den ganzen Advent die Kinder davon abhalten alles anzufassen, überall dran zu ziehen und Kerzen anzuzünden!!! ===:o

Horror!!

Bei mir gibts entsprechend keine Deko. Ich hab mal dekoriert, als ich noch eine Ein-Kind-Mama war. Die letzte Deko hab ich dann im August des darauffolgenden Jahres gefunden und sie dann gleich fürs nächste Weihnachten hängen lassen. Mittlerweile war ich Zwei-Kind-Mama und ahnte bereits, dass Weihnachten nicht so toll ist, wie alle immer behaupten.

Ja, meine Kinder finden das ein bisschen schade. Die mögen Weihnachten natürlich. Insofern gibts dann kurz vorher vielleicht ein kleines bisschen Deko – aber nur unter strengen Auflagen. („FINGER WEG!“) Da halte ich auch nix von Kuschel-Parenting. Ich mach hier ganz klare Ansagen, damit das läuft und die Kinder nicht die Bude abfackeln. Und Schokoteller stelle ich auch nicht auf! Meine Großen können sich zurückhalten, K3 aber dafür gar nicht. Also gibts Schoki nur unter Aufsicht. Ist auch besser für meine Wände.

Wir haben keinen Baum. Aus ethischen Gründen. Mein Mann sammelt kurz vor Weihnachten ein paar Tannenzweige, und die dürfen die Kinder mit ihrem selbstgebastelten Zeugs behängen. Lichterkette gibts auch. Das muss dann reichen. Meine Mutter baut entschädigend mittlerweile einen Zweitbaum auf der Terrasse auf, und da wir Heiligabend da sind, bekommen die Kinder dann auch ihre Extraportion Weihnachten. Halleluja!

 

Plätzchen backen? Jo, viel Spaß!

Dann dieses Plätzchen-Drama im Advent! Ich bin ja auch blöd – jedes Jahr stelle ich mir vor, dass die Kinder ja jetzt schon etwas weiter sind und das bestimmt total toll und besinnlich wird, wenn ich sie auf kiloweise Teig, Schokolade und Streusel loslasse! Hahahahaha! Jedes Jahr haben die Kinder nach dem zweiten Blech keinen Bock mehr. Kind 3 schaufelt sich den Teig roh rein, und ich versuche die Schoko-Streusel-Katastrophe aus den Stuhlkissen zu rubbeln, während die beiden Großen sich um das Nudelholz streiten. Das kommt dann auch schnell zu Handgreiflichkeiten, wenn ich nicht schnell genug bin.

Am Ende hab ich keine Chance und parke die ganze Bande vor einem Film und backe ganz besinnlich und für mich die letzten 15 Bleche Plätzchen selbst. Und mache dann den Abwasch. Allein! Oh du fröhliche!

Übrigens – ja, ich habe den Kindern dieses Jahr Keksstempel gekauft – jedes bekommt einen im Adventskalender! Sie sind ja auch schon viel weiter als letztes Jahr… (hört ihr auch gerade die Musik vom weißen Hai?? Oder von Michael Myers? di-di-di-di-di… ok, die Melodie müsst ihr euch jetzt denken…)

 

Die Feiertage: Das Jacke-an-und-auszieh-Fest. Mit special Zutat: Geplärre und Geschrei.

Und dann die Feiertage: Dreimal pro Tag Kinder vollständig an- und ausziehen, aus ihrem Spiel mit den neuen Sachen reißen (ja, da sind sie glücklich!), irgendwohin fahren, zwei Stunden versuchen am Kaffeetisch Gespräche ans Laufen zu kriegen, während man gleichzeitig aufpassen muss, dass kein Kind den Weihnachtsbaum umreißt (ich weiß, warum ich keinen habe!), sich mit Geschwistern oder Cousinen in die Wolle kriegt und auch sonst keine Tischkatastrophen passieren. Nebenbei bauen wir noch die neue Lego-Ritterburg oder den Todesstern zusammen („Was hat der Kleine denn da im Mund?“), und begleiten Toilettengänge.

Muss ich extra erwähnen, welchen Kämpfen und Schreiattacken wir jedes einzelne Mal ausgeliefert sind? Dabei sage ich schon die meisten Termine gar nicht zu! Es sind trotzdem zuviele Termine und zuviele Leute.

Letztes Jahr wurden wir erstmals von Magen-Darm verschont. Die kam erst mit Freunden zu Silvester und ging erst mit den Heiligen drei Königen.

Weihnachten? Im Ernst? Jubelzeit?

Überall der wabernde Heizungs- und tote-Enten-Gestank. Ich bin Vegetarierin, und mir wird da schlecht. Ehrlich. Da brauchts nicht mal die Magen-Darm-Grippe. Vielleicht bin ich traumatisiert, weil ich in den letzten sieben Jahren drei schwangere Weihnachten und vier Weihnachten mit Baby hatte. Ich hätte jetzt echt gern mal ein Weihnachten ohne Weihnachten. Echt.

 

Lichtpunkte. (Ok, es ist nicht alles schlecht an Weihnachten)

Versteht mich nicht falsch: Es gibt Highlights. Und manchmal werde ich mit unerwartet guten Gesprächen überrascht. Oder unerwartet gutem Wein. Gutem Essen. Es gab auch immer schöne Momente und Abende rund um Weihnachten, z.B. das rituelle Kino-Event mit Herr der Ringe, Hobbit oder Star Wars (die einzigen Filme, die ich im Kino gesehen habe, seit ich Kinder habe. Ich als Cineast!). Wir sind in den letzten Jahren auch mit den beiden Großen im Theater gewesen, das war jeweils sehr sehr schön. Und ja, ich mag auch diesen kurzen Glitzermoment in ihren Augen, wenn sich ein sehnlicher Spielzeugwunsch erfüllt.

Leider verwandeln sie sich wieder in kleine Weihnachtsmonster, sobald die Szene wechselt und sie einen Weihnachtsbaum sehen: „Wo sind die Geschenke?“ Und das besagte Herzensgeschenk liegt zwei Wochen später häufig achtlos in der Ecke und ich muss Kleinteile aus dem Staubsaugerbeutel fischen.

Hm.

Ich habe echt gemischte Gefühle für Weihnachten.

Mit dem beginnenden Advent werde ich mir nun eine Survival-Strategie erarbeiten.

Weihnachten nicht mögen

Alles Gute!

Eure Sonja

Elternautomat

Der sprechende Elternautomat

„Nicht anfassen.“ „Wie oft hab ich das jetzt schon gesagt?“ „Hast du mir zugehört?“ „Lass los.“ „Lass es sein.“ „Schuhe an.“ „Nein, lass es.“ „Zähneputzen und ab ins Bett.“ „Schneller.“ „Hast du schon mal auf die Uhr gesehen?“ „Wir kommen zu spät!“ – das ist nur ein kleiner Auszug von Sätzen, die ich täglich so von mir gebe. Das häufigste Wort, das ich sage, ist wahrscheinlich „Nein.“ Mit einer Mischung aus Schrecken und Belustigung stelle ich eins fest: Aus mir ist ein sprechender Elternautomat geworden.

Ich? Ein Elternautomat?

Als ich noch mit meinem ersten Kind schwanger war, habe ich viel gelesen und mir viele Gedanken gemacht. Mir ein „Konzept Mama“ zurechtgelegt. Stefan und ich haben viel darüber gesprochen, wie wir uns uns als Familie vorstellen (und wie nicht!). Was uns wichtig ist. Was wir uns für unsere Tochter wünschen.

Ich habe viel Jesper Juul gelesen. Mein erstes Buch von ihm war „Dein kompetentes Kind“*. In diesem Buch erklärt er sein Konzept der „gleichwürdigen Familie“. Ich liebe dieses Buch, wirklich. Es enthält die Quintesssenz von allem, was er danach geschrieben hat. Und vor allem erklärt er den „sprechenden Elternautomat“ (S. 169):

Dieser gibt automatisch seine pädagigischen, belehrenden oder hilfsbereiten Kommentare zum Besten, sobald sich ein Kind in Hörweite befindet. Mit dem sprechenden Elternautomaten verhält es sich allerdings so, dass schon die meisten Dreijährigen ihr Ohren auf Durchzug stellen, wenn er anfängt zu plappern, und auch die meisten Erwachsenen wüssten schon nach fünf Minuten nicht mehr, was ihr Elternautomat von sich gegeben hat.

Oha. Neulich fiel es mir wieder ein, und ich bin ehrlich: Ich bin auch einer! Ein sprechender Elternautomat! Hilfe!!!

Ja, Nein, Bitte, Danke, Lass es sein!

Ok, von mir kommt nicht dieses „Was sagt man?“ im Nervton, wenn die Kinder sich bedanken sollen. Das tun sie von allein. Manchmal vergessen sie es, dann lächele ich dem zu Bedankenden zu und sage stellvertretend „Danke“, und dann ziehen wir weiter.

Es gibt Tage, da nehme ich mir vor mal nichts zu sagen und es läuft so lala. Dann gibts total gute Tage, da muss ich gar nicht soviele Kommandos geben, und es läuft super. Und dann gibts Tage, sie sind von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Da kippt die Stimmung schon beim Frühstück. Und ich schalte auf Automatik.

Ich habe mal bewusst darauf geachtet. Schlimm, wie schnell man in so einen Automatismus verfällt. Und plötzlich plappert man so vor sich hin, während man eigentlich ganz woanders ist und selbst nicht so genau weiß, was man da gerade von sich gibt. Auch das macht den Elternautomat aus (Juul, „Dein kompetentes Kind“, S. 169):

Denn was er äußert, ist gelinde gesagt von schwankender Qualität und besteht aus einem ungeordneten Sammelsurium  von Aussagen früherer Generationen, vermischt mit Phrasen, die wir irgendwo aufgeschnappt haben.

Au Backe. Jetzt fühle ich mich nicht nur ertappt, sondern auch schlecht.

Elternautomat

Survival im Alltag

Ganz klar: Ich bin nicht gern ein sprechender Elternautomat! Das will ich jetzt mal klarstellen. Ich arbeite daran, dass ich es nicht mehr bin. Ich bemühe mich um eine persönliche Sprache, die wertneutral und aufmerksam ist und auf die Bedürfnisse meines Kindes eingeht. Wie ich eben schon sagte: Manchmal klappts. Manchmal nicht.

Ich habe selbst inzwischen festgestellt, dass es besser klappt, wenn es mir selbst gut geht. Unausgeschlafen und hungrig ist zum Beispiel ein ganz schlechter Zeitpunkt. Oder wenn ich eigentlich gerade was anderes zu tun habe / tun will. Meist hat das dann mit Nähen und Bloggen zu tun. Denn eins ist auch wahr: Mamasein kann entsetzlich eintönig und langweilig sein. Meine Kinder blubbern mich den ganzen Tag mit Gummibärenbande und Vaiana voll, die sind bei uns gerade in. Find ich ja auch alles cool, und ich gucke auch gern mal mit, aber den ganzen Tag Gummibärsaft und Herzog Ikzorn und Maui und Hey-hey??

Puuuh… Ich würde total eingehen, wenn ich nicht nebenbei mein kleines Näh-Blog-Business hätte, auch wenn andere mich immer fragen, warum und vor allem wie ich das so schaffe.

Naja. Manchmal klappts. Manchmal nicht.

Wie ist das bei euch?

Wünsche eine schöne Woche!

Eure Sonja

 

 

 

*affiliate link: Wenn Du etwas über den mit * gekennzeichneten Link bestellst, erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass Dir Mehrkosten entstehen. Ich mache das nicht aus Gier oder um Dich zu ärgern, sondern um die Kosten dieses Blogs zu decken und um weiterhin Inhalte und Tutorials kostenlos anbieten zu können. Dafür sage ich dir DANKE! 🙂

Mein Bücherregal – Ulrikes Buchwoche

Dieser Blogpost kommt nun ganz ungeplant und außer der Reihe. Schuld ist ganz allein Ulrike von Ulrikes Smaating. Sie veranstaltet derzeit nämlich eine Buchwoche mit ganz vielen wunderbaren DIY- und Nähideen rund um das Buch. Sie hat auch eine Linkparty geschaltet, in der man sein Bücherregal vorstellt. Und da ich im Grunde meines Herzens voll und ganz bibliophil bin und außerdem gedenke die Bücherecke auf meinem Blog noch ein bisschen auszubauen, lasse ich alles andere ruhen und zeige euch heute: MEIN BÜCHERREGAL. Dazu erzähle ich außerdem meine ganz persönliche Buchgeschichte…

 

Buchliebe

Ich habe immer schon mit Begeisterung gelesen. Angefangen hat es mit der Buchliebe meiner Eltern, die mir viel vorgelesen haben. (Vorlesen – das erlebe ich bei meinen Kindern – kann ich gar nicht hoch genug einschätzen!) Mein Vater hat sehr viel und gern gelesen, und ich erinnere mich noch, dass er uns schon früh „Robinson Crusoe“ vorgelesen hat, und „Die Schatzinsel“. Nach seinem Tod (er ist sehr früh gegangen, als wir noch Kinder waren), habe ich das Buch, das er vorgelesen hatte, selbst zuende gelesen. Und irgendwie habe ich nicht mehr aufgehört zu lesen. Ich habe zum Beispiel alle seine Karl-May-Bücher gelesen.

Natürlich hatte ich auch „eigene“ Bücher – ich habe damals viel Enid Blyton gelesen und Astrid Lindgren. „Die Brüder Löwenherz“ hat mir sehr sehr viel gegeben, speziell nach dem Tod meines Vaters. Später folgte (da muss ich 13 gewesen sein) „Die Nebel von Avalon“ und natürlich „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ – alles Bücher meines Vaters, Schätze in meinem Bücherregal. Ich besitze noch diesen alte grüne Ausgabe. Hier ein Blick in mein Fantasy-Regal (den „Hobbit“ habe ich mal geschenkt bekommen, das Buch meines Vaters ist verschollen. Neulich hab ich den „Hobbit“ den Kindern vorgelesen und wir haben den Soundtrack des Films dazu gehört. Ich freu mich schon die Filme mit den Kindern zu gucken!)

Dem Fantasy- und History-Genre bin ich seit jener Zeit verfallen, auch wenn ich auch andere Romane lese (sofern ich dazu komme). Natürlich bin ich ein Riesenfan von Game of Thrones:

Und nein, die Serie habe ich abgebrochen, weil die Bücher einfach BESSER sind. Wie es ausgeht, habe ich mir selbst zusammengereimt. Wie einige Stammleser wissen, schreibe ich selbst kreativ und kenne mich ein wenig mit dem Plotten von Geschichten aus – Charakterentwicklung, Strukturierung einer Geschichte, etc. George R.R. Martin macht es natürlich meisterlich perfekt, aber allein anhand des Untertitels „A Song of Ice and Fire“ kann man schon sooooo viel erfahren. *SPOILER ALERT* Ich wusste also bereits während Jon Snow noch fiel, dass dies NICHT sein Ende sein würde. Er muss am Ende mit Daenaerys zusammenkommen. Muss einfach. (Sorry für den Spoiler – nehmt es als Fantheorie! Mehr verrate ich auch nicht ;)). */SPOILER AUS*

Die GoT-Bücher lese ich auf englisch. Ich kann mit ein wenig Stolz von mir behaupten, dass mein Englisch ausgezeichnet ist (wir gucken auch Filme auf englisch), und ich möchte gern „drin“ bleiben, also lese ich einiges im Original.

Ein Blick in andere Stellen meines Bücherregals zeigen: Ich lese nicht nur Fantasy. Wenn ich denn mal zum Lesen komme, lese ich auch gern historische Romane oder sowas hier:

„Gute Geister“ kann ich sehr empfehlen; ich habe es geschenkt bekommen und verschlungen! Ein tolles Buch über drei Frauen, Apartheid und amerikenische Südstaatengeschichte. „Die Shakespeare-Morde“ ist ein packender Krimi, der vor allem Literaturwissenschaftler begeistern wird: Ein Krimi im universitären Literaturumfeld, der auch der Frage nachgeht: Wer war William Shakespeare? Die Autorin ist übrigens selbst Professorin (?) und Expertin auf dem Gebiet.

Hier noch ein paar Romane:

Literaturwissenschaft

Meine Buch- und Schreibliebe führte mich zur Germanistik. Mein erster Berufswunsch war immer Schriftstellerin – ein Traum, der noch immer nicht ausgeträumt ist. Literaturwissenschaft zu studieren ist in Anbetracht des neoliberalen Kapitalismus Kamikaze. Aber ich bin ja son Typ, der sich dann „Jetzt erst Recht“ denkt. Wenn einer zu mir was von „unmöglich“ sagt, könnt ihr meine Augen blitzen sehen, haha!

Literaturwissenschaft ist natürlich was anderes als Stephen King, den ich sehr verehre. Also habe ich viele Klassiker gelesen, interpretiert, und lange Arbeiten verfasst – Kafka, E.T.A. Hoffmann, die Romantik, Realismus, Moderne, Post-Moderne… Auch Philosophie und Kulturtheorie, sowie Gender Studies und Frauenforschung waren Themen, die mich auch immer noch beschäftigen – heute weniger auf universitärem Niveau natürlich. Aber das sind ja Themen, die einfach kommen, spätestens wenn der Sohn gern im Kleid in den Kindergarten gehen will. (Darf und soll er natürlich!)

Gelesen habe ich also viel Judith Butler, Simone de Beauvoir, Walter Benjamin und noch klassische Philosophen – Nietzsche zum Beispiel, und Schopenhauer natürlich. Der war in meiner Magisterarbeit (über die „Unio Mystica“ bei Rilke – so ein ganz klassisches Literaturwissenschaftler-Thema *lach*) auch sehr präsent als Vordenker der Moderne.

 

Kinderbücher

Heute lese ich kinder-, blog- und nähbedingt leider viel zu wenig. Aber meine beiden großen Kinder sind so langsam in einem Alter, in dem man ihnen endlich „richtige“ Geschichten vorlesen kann. Den „Hobbit“ haben wir neulich gelesen (dabei habe ich arg gruselige Orks-Abmurks-Sätze .. äh… geschönt), und sie waren begeistert. Momentan sind wir im Schule der magischen Tiere-Fieber, wir lesen gerade Band 2. Demnächst wird auch eine weitere Buchvorstellung folgen – der Carlsen-Verlag hat uns netterweise schon einen weiteren Band zugeschickt (mehr dazu bald, wenn wir soweit sind!).

Habe ich schon betont, wie wichtig Vorlesen für die Entwicklung der Kinder ist? Bei uns gibt es zum Beispiel keinen Fernseher. Ok, wir haben uns so ein Heimkino mit Beamer und Leinwand gebaut, aber das können die Kinder nicht selbst bedienen, und wir wählen gemeinsam aus, was und wann geguckt wird. Von den Erzieherinnen bekomme ich immer sehr positives Feedback – meine Kinder können noch richtig spielen und in Rollenspiele eintauchen. Das ist nicht mehr selbstverständlich – es gibt ja auch Dreijährige, die über Bilderbücher „wischen“!

Hier nun ein kleiner Ausschnitt unserer Kinderbibliothek – die Großen haben inzwischen ihre Bücher auf ihren Zimmern, das hier ist mehr so das Kleinkinder-Bücherregal. Aufgeräumt ist das eigentlich nie, aber das gehört sich für einen bibliophilen Haushalt wie den unseren auch so, finde ich.

Ich kenne ja auch Leute, bei denen keine Bücher oder CDs in den Schränken stehen – alles nur weiße Fassade und Deko. Klar sieht das dann wie bei „Schöner Wohnen“ aus, aber auch seelenlos (meiner Meinung nach).

Ich schließe diesen Artikel mit einem Bild, das ich vor einiger Zeit bei der instagram-Challenge #meetthebloggerDE gepostet habe – insofern schließt sich hier ein Kreis:

a room without books is like a body without soul

 

Nun gebe ich ab zu Ulrikes Linkparty – die findet ihr HIER!

Bis demnächst,

Sonja

 

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Tipp: Unser Pferdegeburtstag – eine besondere Idee für den Kindergeburtstag

Spätestens seit unserem Mutter-Tochter-Reitwochenende weiß hier jeder regelmäßige Leser, dass meine Große den Pferden absolut verfallen ist. Da ich mich selbst dem Charme dieser wundervollen Tiere ebenfalls kaum erwehren kann und so wahnsinnig gern auch selbst wieder reiten würde, war mir klar, dass Finjas sechster Geburtstag auf dem Pferderücken gefeiert werden muss. Und so haben wir ihr einen Wunsch erfüllt und einen wunderbaren Nachmittag genossen. In diesem Beitrag stelle ich euch unseren Pferdegeburtstag etwas näher vor.

Über Kindergeburtstage allgemein, und warum ich die „auslagere“

Jaja – ich hab früher mal von so „klassischen“ Kindergeburtstagen zuhause mit Kuchen und Topfschlagen geträumt und die Nase gerümpft, wenn andere Eltern aus einem Kindergeburtstag „so ein Event“ machen, denn natürlich muss man sich fragen, ob man das im nächsten Jahr toppen kann und überhaupt – was das kostet!

Solchen Kritikern kann ich heute ganz gelassen antworten: Und was kostet mich ein neues Sofa? Eine Renovierung unserer Wohnung? Zwei meiner bisher drei Kinder sind Winterkinder. Das vierte wird auch eins. Als die ersten Gäste hier eintrudelten, dauerte es kein zwei Minuten, bis fünf (!) Kinder auf unserem Sofa herumhopsten und die Kissenschlacht begann. Bändige mal fünf bis acht Vier- bis Sechsjährige im Winter in der geschlossenen Wohnung! Oder versuch so eine Bande fürs Basteln zu begeistern!

So eine wildgewordene, quietschvergnügte Kindermasse verhält sich ungefähr so logisch und geordnet wie ein Mückenhaufen auf Speed. Das geht speziell im Winter indoor gar nicht. Oder nicht ohne nachhaltige Verluste an unserem Hausrat. Und dann schwanger – die Nerven liegen blank, wir haben hier gerade viele Umbauarbeiten im Haus, und die undankbare Meute weiß meine sorgfältig vorbereiteten Spiele oder meinen Kuchen sowieso nicht zu schätzen (is ja so, mal ehrlich!)

Also… nö. Ich hatte da ne bessere Idee…

 

Pferdegeburtstag mit Märchenerzählerin

Der Flyer einer „Ponywanderung mit Märchenerzählerin“ lag schon länger hier im Kindergarten aus und schien mir die perfekte Lösung zu sein! Natürlich habe ich bis zuletzt gezittert, ob das Wetter mitspielt, aber wir haben wettertechnisch den Joker gezogen und dem Traumgeburtstag zu Pferd stand nichts im Wege!

Das Angebot von „Erlebnis Natur und Pferd“ hat mich sofort überzeugt: Eine geführte Ponywanderung mit einer Märchenerzählerin und anschließendem Lagerfeuer mit Stockbrot. Und das zu einem unsagbar günstigen Preis, wie ich finde – immerhin fand das Ganze an einem Sonntag statt, und die beiden Frauen Grit Schwerdtfeger und Susanne Specht sind Diplom-Biologin und Naturpädagogin, bzw. Erzieherin und ausgebildete Märchenerzählerin, und die beiden haben Finja und uns einen unvergesslichen Pferdegeburtstag geschenkt, denn es war einfach fantastisch!

Pferdegeburtstag NRW

Ablauf

Die Stimmung bei uns und den Kindern war von Anfang an locker und fröhlich. Susanne hatte auch gleich ein „Ponylied“ auf den Lippen, dass zumindest die Kinder schnell mitsingen konnten.

Zwei Ponys hatten wir, die von Grit und Susanne geführt wurden. Stefan und ich konnten ganz bequem nebenbei Bilder machen und auch mal Arm in Arm gehen, was selten vorkommt, weil einer von uns immer mindestens ein Kind trägt/schiebt/tröstet/etc. Stefan hat zwischendurch mit den Kindern, die gerade nicht auf dem Pferd saßen, getobt und Späße gemacht, sodass die Wanderung sehr kurzweilig und für die Kinder aufregend war.

Jedes Kind durfte einmal auf jedem Pony reiten. Das lief so super mit dem Abwechseln – ich bin immer noch total begeistert! Grit und Susanne haben die komplette Orga unterwegs super im Griff gehabt – da merkte man auch die jahrelange Erfahrung mit Kindern (und Pferden). Wir als begleitende Eltern haben uns da echt entspannt und den Nachmittag einfach mal genießen können – toll!

Zum Abschluss haben wir dann noch ein Lagerfeuer mit Stockbrot gemacht. Dazu hat Susanne eine schöne Märchengeschichte erzählt, die die Kinder in ihren Bann gezogen hat.

Zum Ende war es dann doch ein bisschen zugig, aber es gab Decken, in die sich die Kinder eingekuschelt haben, und wir sind dann auch wieder zurück zu uns gefahren, wo immerhin noch insgesamt fünf Kinder super friedlich mit Schleich-Pferden gespielt haben, bis sie abgeholt wurden. Eine Mama guckte mich beim Abholen sehr erstaunt an und meinte, so ruhig hätte sie noch nie fünf Kinder nach nem Kindergeburtstag zusammen spielen sehen. Und zwei Gästinnen wollten gar nicht mehr nach Hause.

Ich glaub, der Pferdegeburtstag war ne gute Idee.

Lieber Gruß,
Sonja

Erlebnis Natur und Pferd
Imkerweg 14
32832 Augustdorf

EDIT 2018: Leider gibt es dieses schöne Angebot nun nicht mehr 🙁

Ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal für den wunderschönen, entspannten Geburtstag! Unsere Kinder (und ich glaub auch die Gäste) waren absolut glücklich. Danke!

Hinweis: Dieser Beitrag entstand aus der puren Begeisterung – ich habe dafür weder Geld noch andere Vergünstigungen erhalten.

Mutter-Tochter-Wochenende auf dem Pferdehof

Es war soooooooooooooooo schön! Und meine Große ist nun endgültig mit dem Pferdevirus infiziert. Aber der Reihe nach: Ich hatte schon vor einem halben Jahr nach etwas gesucht, das ich mal allein mit meiner ältesten Tochter unternehmen kann. Immer mal wieder geraten wir zwei mal mehr, mal weniger heftig aneinander, und ich hatte die Idee mal ganz allein was mit ihr zu machen – als „Teambuilding“ sozusagen. Ich wollte, dass wir etwas haben, das uns eint. Ist mir wohl gelungen – soviel vorweg!

Die Pony-Ranch Lanwermann

Finja steht schon lange auf Pferde, nicht erst seit „Bibi & Tina“*. Und da ich selbst auch Pferde liebe (ich bin früher jahre voltigiert und habe dann später Reitstunden genommen; leider fehlt mit für dieses Hobby einfach die Zeit), kam ich dann schnell auf die Idee mit ihr ein „Ponywochenende“ zu machen. Nur wo?

Nach einiger Recherche stieß ich auf die Pony-Ranch Lanwermann in Kalletal, die von uns in einer knappen Stunde Autofahrt zu erreichen ist. Die Pony-Ranch hat verschiedene Pakete im Angebot, darunter natürlich auch Reiterferien, wie man das vom „Martinshof“ bei Bibi&Tina kennt, aber auch spezielle „Mutter-Kind-Wochenendene„. DAS war das ideale Angebot für uns!

In dem Angebot ist Vollverpflegung mit Frühstück, Mittag, Kaffee und Abendbrot enthalten, und man kann für sich als Mama und für das Kind zwischen verschiedenen Reitpaketen wählen. Ich wollte ursprünglich auch Reitstunden nehmen, musste dann aber leider wegen der Schwangerschaft auf das Nicht-Reiter-Paket umbuchen (was problemlos möglich war). Für Finja habe ich ein Anfänger-Paket gebucht.

Finja in „Reitmontur“ – Bibi&Tina-Shirt, genäht von Mama (Stoff:
Stoffe Hemmers*), und Reithose (Jako-O)*

Die Reitstunden

Angereist sind wir am Freitag Nachmittag. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben (jede Partei hat ein eigenes Zimmer mit angeschlossenem Bad), ging es dann auch bald los mit der ersten Reitstunde – das heißt: 10 Minuten Longenunterricht und 20 Minuten von Mama durch die Halle geführt. Das klingt wenig, hat Finja aber fürs erste vollkommen ausgereicht um überhaupt ein Gefühl für das Pferd zu bekommen. Sobald sie aufsaß, strahlte sie über das ganze Gesicht.

Unser Reitwochenende für Mutter und Tochter (ab 5 Jahren!) war einfach perfekt.

Reitwochenende, Mutter-Tochter-Wochenende, Reiterhof, Pferdehof, reiten lernen

Am Samstag war dann nach dem Frühstück die erste Reitstunde. Nach dem Mittagessen hatten die Kinder dann einen Pony-Putz-Wettbewerb (den Finja prompt mit ihrem Team gewonnen hat), und bei dem sie eine echte Siegerschleife bekam – spätestens jetzt war Finja selig! 

Später haben wir dann noch einen Führ-Ausritt unternommen, und Finja sagte auf dem Rückweg: „Heute ist der schönste Tag meines Lebens.“

Abends wurde in der hofeigenen Grillhütte gegrillt, und der Abend klang sehr schön und ruhig aus. Am Sonntag nach dem Frühstück haben wir dann noch einen kleinen Führausritt gemacht, und dann ging es nach Hause – und mein Tochterkind war glücklich.

Der Hof und die Unterbringung

Der helle und freundliche Hof Lanwermann liegt idyllisch inmitten weitläufiger Weiden, so wie man sich einen Reiterhof eben vorstellt. Von der A2 bis zum Hof fährt man noch gut eine halbe Stunde durch Dörfer und Felder, bis man sein Ziel erreicht hat.
Der Hof selbst ist wie gesagt hell und freundlich – da kenne ich ganz andere Ställe! Die Pferde und Ponys fühlen sich hier sichtlich wohl – so freundliche und liebe Tiere habe ich selten erlebt.

Nicht nur Pferde sind hier zuhause; auch ein paar Hühner, Ziegen und niedliche Teddy-Kaninchen wohnen hier – für Finja war es das Größte, in den Zeiten zwischen den Mahlzeiten und Reiteinheiten das Kleinvieh zu füttern. Ich erwähne dies, falls jemand sich Gedanken macht, was man in den Zwischenzeiten so anfangen soll.

Ältere Kinder sind vielleicht nicht mehr so leicht mit Ziegen und Kaninchen zu beeindrucken. Finja war mit ihren fast sechs Jahren mit die Jüngste. Der Altersdurchschnitt der anderen Mädchen lag eher so bei 9-11 Jahren.

Für Abwechslung sorgte neben den Tieren auch der schöne Spielzplatz (inkl. Seilbahn) auf dem Gelände, der auch gut von allen Altersgruppen frequentiert wurde, während die Mamas in der Sonne (oder auf dem Pferd) saßen.

Für Beschäftigung ist also auch gesorgt, wenn man als Mama selbst auf dem Pferd sitzt. Speziell am ersten Abend waren die Mädchen allesamt nach dem Abendessen irgendwo in den Ställen und der Reithalle verschwunden. Wir Mamas konnten in Ruhe quatschen (das stelle ich mir in den kommenden Jahren auch noch entspannter vor, wenn Finja noch größer und selbstständiger ist).

Die Zimmer sind auf mehrere Personen ausgelegt – unser Zimmer war z.B. für drei Personen gedacht. Der Hof Lanwermann bietet hauptsächlich Reitferien an; die Ausstattung ist also mehr Jugendherberge als Hotel oder Ferienwohnung. Die Einrichtung ist freundlich, einfach und zweckmäßig. Alle Zimmer verfügen über ein eigenes Bad mit Dusche und WC – alles sauber und einwandfrei. Unser Zimmer hatte sogar eine kleine Küchenzeile, aber das ist kein Standard in allen Zimmern. Bei den Betten handelte es sich um Stockbetten.

Das Essen war ebenfalls einfach gehalten, aber gut. Wir sind satt geworden, und wir waren ja auch nicht auf Gourmet-Reise, sondern aufm Ponyhof. Und werden mit Sicherheit wiederkommen!

Bis bald,
Sonja






* affiliate links: wenn Du etwas über die gekennzeichneten Links oder Banner bestellst, erhalte ich als Dankeschön eine kleine Provision für meine Arbeit. Dir entstehen keinerlei Mehrkosten. Vielen Dank!

Hinweis: Ich habe unser Mutter-Tochter-Reitwochenende selbst gebucht und bezahlt; es handelt sich bei diesem Artikel um keine Kooperation.

Na, schläft Dein Baby schon durch?

„Schläft Dein Baby denn schon durch?“ – Diese Frage hat mich als frisch gebackene Neugeborenen-Mama wohl auch interessiert. Trotzdem konnte ich sie seinerzeit allerhöchstens mit einem Seufzen und später dann mit einem genervten Augenrollen beantworten, und ich kann heute sagen: Keine Frage ist mir so sehr auf die Nerven gegangen wie diese. Warum und weshalb, und was es mit dem Schlaf der Babies auf sich hat, darüber möchte ich heute schreiben. Wenn Du eine Mama in derselben Situation bist – vielleicht kann ich Dich ein bisschen trösten. Und wenn Du das auch hinter Dir hast, lachst Du vielleicht eine Runde mit. Heute also meine Antworten zum Schlaf der Babies.

 

„Hurra, das Baby ist da“ ~ über Babyglück vs. Nervenkrieg

Neulich habe ich schon darauf hingewiesen, dass die Freude über das Baby auch schnell in einen Nervenkrieg umschlagen kann – dann nämlich, wenn plötzlich der Alltag einkehrt, und die Tage lang und knatschig werden. Wenn Dein Baby seine „Sprünge“ macht und vor allem: Wenn das mit dem Schlafen so gar nicht klappen will.

Die Tage (und Nächte) werden bestimmt von diesen Fragen: Warum schläft das Baby nicht einfach? Und wann wird es endlich schlafen?

Als Mutter von drei Kindern habe ich drei vier „Schlaftypen“ kennenlernen dürfen. Jedes Kind ist anders. Und ich bin nach vielen Gesprächen mit anderen Müttern auch davon überzeugt, dass es noch viele weitere Schlaftypen gibt. Für so viele verschiedene „Typen“ kann es keine pauschale Antwort geben.

Was daran gut ist? – Na, du kannst nicht soviel „verkehrt“ machen.

 

Unser Alptraum-Schlaftyp

Schlaftyp Nr. 1 – Finja – war gleichzeitig unsere härteste Prüfung. Sie ist nur an der Brust eingeschlafen, und wollte immer auf den Arm, auch wenn sie wach war. Wann immer der Körperkontakt abriss, ging das Gebrüll los. War sie an der Brust eingeschlafen, war es nicht möglich sie hinzulegen – und wenn, dann nur für eine halbe Stunde. Das war lange Zeit der einzige Tagesschlaf!

Anfangs hat sie ausschließlich bei meinem Mann oder mir auf dem Bauch geschlafen, was für mich nach einem Kaiserschnitt mit starken Schmerzen verbunden war. Wir hatten uns so sehr auf sie gefreut und liebten sie über alles, aber es dauerte nicht lang, bis mir klar war: Das geht so gar nicht.

Nachts kam sie drei- bis viermal (also zwischen 22h und 6h), was ihrem üblichen 2-Stunden-Rhythmus entsprach. Nachdem ich nun vor kurzem die „Schreibaby-Gebrauchsanweisung“ rezensieren durfte, kam mir im Nachhinein der Gedanke, ob sie ein Schreibaby war – ihr Schlafverhalten spricht dafür, aber sie hat nie so intensive, lange Schreiphasen gehabt (wobei ich sie immer viel herumgetragen und gestillt habe, und sie damit dann auch sehr zufrieden war).

Ich war verzweifelt. Ich habe mich gefragt, ob das jetzt immer so bleibt. Ob das normal ist? Alle anderen Babies schienen mit drei Monaten durchzuschlafen.
Ob ich irgendwas falsch mache? Da kamen die ersten, die mich komisch anguckten, dass Finja nur an der Brust einschlief. Dann müsse ich mich ja auch nicht wundern, durfte ich mir anhören.

Zu diesem Zeitpunkt wurde ich langsam allergisch auf die Frage „Na, schläft dein Baby schon durch?“ – Als wäre das mit dem Durchschlafen ein Contest! Als wäre man ein Versager, wenn man das mit seinem Baby nicht hinkriegt. Und gleichzeitig das aufgesetzte Mitleid oder die besagte Unterstellung „Ja, soooo klappt das ja auch nicht!“ oder „Ihr verwöhnt sie ja auch zu sehr.“

Ich konnte andersherum die Geschichten anderer nicht glauben, die ihr Baby wach ins Bett legen konnten. Geschichten von Babies, die mit vier Monaten durchschliefen!

Ich habe ein Schlafprotokoll geführt. Aber das Ergebnis blieb dasselbe: Das Baby schläft nicht.

Im Nachhinein weiß ich nicht, was ich großartig hätte anders oder besser machen können. Auch unser viertes Kind ist sehr hellhörig, sehr nervös und braucht tagsüber nur sehr wenig Schlaf. Und was immer die Experten schreiben oder welche Richtlinien und Durchschnittswerte es da gibt: Unser Baby war anders.

 

Baby schläft nicht ~ was tun?

Als Eltern ist Dein Handlungsspielraum – gerade wenn die Kinder noch Babies sind – sehr begrenzt. Es gibt diese „Ferber-Methode“ oder „ferbern“ – das kontrollierte Schreienlassen des Kindes, bis es resigniert. Das halte ich für den vollkommen falschen Ansatz. Funktioniert auch nicht nach unserer Erfahrung. Folgende Episode kann ich dazu erzählen:

Das war das einzige Mal, dass wir es mit „schreien“ versucht haben. Ich schreibe das hier nicht, weil ich stolz darauf bin, sondern um Dich vor ähnlichen Experimenten zu bewahren!

Finja muss ca. eineinhalb gewesen sein. Als sie nachts aufwachte und schrie, blieb mein Mann dieses Mal bei ihr. Er versuchte sie zu beruhigen ohne sie aus dem Bettchen zu holen (das ist ja so ein toller Tipp, den die Ratgeber und Experten alle parat haben: Bloß nicht aus dem Bettchen holen, das reißt dann ein! Wo soll das noch hinführen? Damit erziehst Du Dein Kind völlig falsch!). Jedenfalls saß er dann da und versuchte sie hinzulegen, Händchen zu halten usw. Finja brüllte. Sie wollte zu uns ins Elternbett. Irgendeine Hebamme hatte uns mal erklärt, dass kein Kind länger als eine Stunde voller Inbrunst schreien kann. Finja tobte und heulte vier Stunden lang.

Ich war zwischendurch völlig am Ende; ich wollte das Ganze abbrechen. Stefan meinte, dann wäre alles umsonst gewesen (und ich gab ihm Recht), also blieb er an ihrem Bettchen und hielt ihre Hand, sprach auf sie ein. Sie brüllte nicht durchgehend, muss ich dazu sagen. Aber sie beruhigte sich nie lange. Irgendwann in den frühen Morgenstunden schlief sie erschöpft ein.

Wir fühlten uns schlecht, aber wir hatten sie nicht allein gelassen, deshalb konnten wir es mit unserem Gewissen vereinbaren. Eine Woche lang lief es danach besser mit dem Einschlafen und vor allem: Durchschlafen!

Und dann? Dann wurde Finja krank. Richtig mit hohem Fieber, Bronchitis und Atemnot (sagt auch viel aus, wenn man sich das bewusst macht!). Sie zog sofort in unser Bett und blieb auch nach der Krankheit da.

Ähnliche Geschichten kenne ich auch von anderen Eltern, die eine Woche lang rigoros ein neues „Schlafprogramm“ angewandt haben, z.B. dass Papa statt Mama das Kind ins Bett bringt. Und auch als das nach ein paar Tagen recht gut lief, riss es sehr bald wieder ein, weil man es im Alltag gar nicht so diszipliniert durchziehen kann. Das ist im täglichen Familienwahnsinn mit mehreren Kindern und unregelmäßigen Arbeitszeiten einfach nicht möglich.

Aus dieser und vielen anderen Erfahrungen bin ich zu folgender Überzeugung gelangt:

Baby schläft nicht

Wir haben noch viel mehr versucht, was wir für vertretbar hielten. In den ganz frühen Monaten ging es nur mit Einschlafen an der Brust. Mir haben auch damals schon viele zu verstehen gegeben, dass das der Fehler war. Heute weiß ich, dass a) nichts anderes möglich gewesen wäre, und dass b) das überhaupt nicht schlimm ist! Klar hatte ich bei allen Babies Zweifel, ob ich damit nicht alles vermurkse und sie zu sehr „verwöhne“, und wie lange das denn bitteschön so weitergehen soll. Aber gerade in den ersten drei Monaten sehe ich da überhaupt keine Probleme. Richtig ist, was funktioniert!

Fakt ist: Im Leben Deines Babies ändert sich alle 4 bis 6 Wochen alles, und je nachdem wie Dein Baby so gestrickt ist, kommt es damit besser oder schlechter klar. Im Schlafen äußern sich diese Phasen besonders intensiv. Das ist stressig für Dich als Mama oder Papa, aber es geht irgendwann auch vorbei! Immer.

Wenn ich sage, dass Dein Handlungsspielraum gerade im ersten halben Jahr eingeschränkt ist, meine ich damit: Du kannst nichts machen. Du kannst nur Dein Baby unterstützen. Es liebhaben. Es festhalten. Abwarten.

 

Bleibender Schaden durch Familienbett oder In-den-Schlaf-stillen?

Meine Zweifel von damals – dass sich das Schlafverhalten nie bessert, sie nie allein durchschlafen kann, etc – haben sich bis heute nie bewahrheitet. Sie alle hatten Phasen, in denen sie schlecht einschliefen oder schlecht durchschliefen, auch viel später noch. Wenn ich damals dann alle Vorsätze über Bord geworfen habe und mein Kind in den Schlaf gestillt habe oder es in meinem Bett habe schlafen lassen, weil es als einziges funktionierte, so bin ich mir heute sicher: Es war richtig so. Kein bleibender Schaden erkennbar!

Ich sehe meine Beobachtungen auch bei anderen verzweifelten Eltern, bei denen diverse „Methoden“ einfach nicht helfen, bestätigt. Und der Kinderarzt Remo Largo schreibt in seinem Standard-Werk „Babyjahre“ * (S.205):

„Säuglinge wachen in den ersten Lebensmonaten nachts auf, weil ihr Schlaf-Wach-Rhythmus noch nicht ausreichend entwickelt ist und sie auf die Nahrungszufuhr angewiesen sind. […] Sie sind auch kaum in der Lage sich selbst zu beruhigen, beispielsweise durch Daumenlutschen. Es ist daher quälend und sinnlos, Säuglinge schreien zu lassen. Es gibt keinerlei Hinweise, dass Kinder eher durchschlafen, wenn die Eltern sie schreien lassen.“

Übrigens haben viele Traumschlaf-Baby-Eltern aus unserem Bekanntenkreis beim zweiten Kind auch ein Horror-Schlafkind bekommen. Und die standen plötzlich vor denselben Problemen wie wir ein Kind vorher! (Wir haben bei unserer Nr. 2 übrigens das große Los gezogen: Jesper konnte von Anfang an super allein (!) einschlafen und schlief auch lange Phasen, statt immer nur 30 Minuten. Natürlich haben wir bei ihm schon einiges anders gemacht, aber wir sind ja trotzdem dieselben Eltern. Er ist einfach ein anderer Schlaftyp!

Baby schläft nicht

Unsere Schlaf-Odyssee

Über die Monate – und am Ende Jahre – wurde es besser. Wir haben kleine Fortschritte und immer wieder Rückschritte gemacht, aber es ging bergauf. Das ist die gute Nachricht, wenn du jetzt gerade völlig übernächtigt bist und DAS Rezept zum Schlafenlegen suchst. Von Brust auf Brei, den sie nicht mochte, dann Flaschenmilch und Zähneputzen. Viel kuscheln und schaukeln. Wach, aber müde ins Bett legen. Mit fast einem Jahr brauchte sie nur noch die Hand zum Einschlafen.

Das Einschlafen zog sich endlos. Auch hier will ich Dir die Illusionen nehmen: Bis zu zwei Stunden haben wir neben ihrem Bett gesessen und die Hand gehalten und gewartet, bis sie einschlief. Sie wurde sofort wach, wenn man die Hand zu früh wegzog. Oft schlief sie dann nur kurz. Irgendwann wurde es ihre Angewohnheit nachts um zwei weinend aufzuwachen (das ist ungefähr ihre Geburtszeit; auch das ist nicht ungewöhnlich!), und dann in unser Bett umzuziehen.

Immerhin schlief sie die erste Etappe in ihrem eigenen Bett. Als sie dann soweit war, dass sie von selbst zu uns kam, mit ihrer eigenen Decke bewaffnet, war es für mich schon angenehm, weil ich mittlerweile Nr. 2 mit im Bett hatte und dann nachts wenigstens nicht mehr aufstehen musste. Sie war da fast zwei.

 

 

Was hilft denn nun?

Mir hat durch die ganze Zeit das Buch „Oje, ich wachse“* geholfen, das ich schonmal empfohlen habe. Bei all meinen Kindern konnte ich die Sprünge, die sie durchlaufen, mit dem Buch sehr gut beobachten und einordnen. Das hat mir sehr viel Halt gegeben, und das sichere Gefühl, dass es richtig ist, sie nicht brüllen zu lassen.

Etwas später stieß ich noch auf dieses (digitale) Buch mit mp3-Bonusmaterial* – das hätte ich gern eher gehabt!

Uns hat nur die Zeit geholfen. Finja wurde älter. Es wurde sprunghaft besser, als sie keinen Mittagsschlaf mehr machte. Da war sie dreieinhalb.
Irgendwann konnten wir mit ihr reden. Inzwischen lagen wir allabendlich eine Stunde (nach der Gutenachtgeschichte und unserem Abendprozedere) Minimum mit ihr im Bett und haben gekuschelt (also einer von uns), bzw. sie hat an meiner Hand rumgeknibbelt. Irgendwann habe ich gesagt, ich würde mal kurz raus auf Klo, und dann käme ich gleich wieder.
Anfangs hat sie da noch viel geklammert und protestiert. Ich habe das dann nach und nach ausgedehnt.

Eine Zeitlang kam sie noch häufig aus dem Bett. Inzwischen war sie vier. Erst mit fast fünf und einem weiteren Geschwisterchen wurde es deutlich besser: Sie hörte jetzt abends im Bett noch ein Hörspiel und schläft dann allein ein.

Auch heute noch braucht sie deutlich weniger Schlaf als ihre jüngeren Geschwister. Sie ist abends lange wach, auch wenn sie morgens früh raus muss. Das ist ihr Naturelle. Gleichzeitig ist sie sehr „wach“, intelligent und kreativ. Ihr Talent für Malerei ist so überdurchschnittlich, dass uns ihre Erzieherin zu einem Malkurs geraten hat, den sie einmal die Woche besucht (mit erstaunlichen Ergebnissen! Dabei bin ich kein Freund so genannter „Frühförderung“).

 

Was kann man tun, wenn das Baby nicht schläft?

Es gibt keinen Punkt, ab dem ein Baby von nun an für alle Nächte tief und selig durchschlafen wird. Es gibt zwischendurch Nächte, in denen sie super schlafen, auch Finja. Meist kamen danach dann knüppelharte drei Wochen, auch da will ich niemand etwas vormachen. Insofern ist es müßig sich mit der Frage „Schläft dein Baby schon durch?“ zu beschäftigen. Durchschlafen bedeutet anfangs ja auch erstmal 4-6 Stunden am Stück, mehr nicht!

Hab also Geduld mit deinem Baby und verabschiede dich von allem, was du eigentlich jetzt lieber machen würdest als es in den Schlaf zu kuscheln! Ich hab oft die kreativsten Ideen, während ich im Dunkeln eine Kinderhand halte, bis sie leicht wird.

Wichtig ist – das gilt für alles, was die Erziehung der Kinder angeht – dass man selbst von dem überzeugt ist, was man tut. Sonst klappt gar nichts. Und wie sagte mir mal eine Hebamme: Niemand kann sein Kind „schlafen legen“. Wir können nur eine Umgebung für sie schaffen, in denen sie sich sicher und geborgen fühlen. Und da schlafen sie ein.“

Dies war nun ein langer, bildarmer Text zu einem sehr persönlichen Thema, das mir auf der Seele lag. Wie sind Deine Erfahrungen? Steckst Du gerade mittendrin? Hast Du auch sowas erlebt? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Bis bald,
Sonja

*affiliate link: Wenn Du über diesen Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision, vielen Dank! Damit unterstützt du meine Arbeit, ohne dass dir Mehrkosten entstehen.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken