Kategorie: Mom Life

Mutter-Tochter-Wochenende auf dem Pferdehof

Es war soooooooooooooooo schön! Und meine Große ist nun endgültig mit dem Pferdevirus infiziert. Aber der Reihe nach: Ich hatte schon vor einem halben Jahr nach etwas gesucht, das ich mal allein mit meiner ältesten Tochter unternehmen kann. Immer mal wieder geraten wir zwei mal mehr, mal weniger heftig aneinander, und ich hatte die Idee mal ganz allein was mit ihr zu machen – als „Teambuilding“ sozusagen. Ich wollte, dass wir etwas haben, das uns eint. Ist mir wohl gelungen – soviel vorweg!

Die Pony-Ranch Lanwermann

Finja steht schon lange auf Pferde, nicht erst seit „Bibi & Tina“*. Und da ich selbst auch Pferde liebe (ich bin früher jahre voltigiert und habe dann später Reitstunden genommen; leider fehlt mit für dieses Hobby einfach die Zeit), kam ich dann schnell auf die Idee mit ihr ein „Ponywochenende“ zu machen. Nur wo?

Nach einiger Recherche stieß ich auf die Pony-Ranch Lanwermann in Kalletal, die von uns in einer knappen Stunde Autofahrt zu erreichen ist. Die Pony-Ranch hat verschiedene Pakete im Angebot, darunter natürlich auch Reiterferien, wie man das vom „Martinshof“ bei Bibi&Tina kennt, aber auch spezielle „Mutter-Kind-Wochenendene„. DAS war das ideale Angebot für uns!

In dem Angebot ist Vollverpflegung mit Frühstück, Mittag, Kaffee und Abendbrot enthalten, und man kann für sich als Mama und für das Kind zwischen verschiedenen Reitpaketen wählen. Ich wollte ursprünglich auch Reitstunden nehmen, musste dann aber leider wegen der Schwangerschaft auf das Nicht-Reiter-Paket umbuchen (was problemlos möglich war). Für Finja habe ich ein Anfänger-Paket gebucht.

Finja in „Reitmontur“ – Bibi&Tina-Shirt, genäht von Mama (Stoff:
Stoffe Hemmers*), und Reithose (Jako-O)*

Die Reitstunden

Angereist sind wir am Freitag Nachmittag. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben (jede Partei hat ein eigenes Zimmer mit angeschlossenem Bad), ging es dann auch bald los mit der ersten Reitstunde – das heißt: 10 Minuten Longenunterricht und 20 Minuten von Mama durch die Halle geführt. Das klingt wenig, hat Finja aber fürs erste vollkommen ausgereicht um überhaupt ein Gefühl für das Pferd zu bekommen. Sobald sie aufsaß, strahlte sie über das ganze Gesicht.

Unser Reitwochenende für Mutter und Tochter (ab 5 Jahren!) war einfach perfekt.

Reitwochenende, Mutter-Tochter-Wochenende, Reiterhof, Pferdehof, reiten lernen

Am Samstag war dann nach dem Frühstück die erste Reitstunde. Nach dem Mittagessen hatten die Kinder dann einen Pony-Putz-Wettbewerb (den Finja prompt mit ihrem Team gewonnen hat), und bei dem sie eine echte Siegerschleife bekam – spätestens jetzt war Finja selig! 

Später haben wir dann noch einen Führ-Ausritt unternommen, und Finja sagte auf dem Rückweg: „Heute ist der schönste Tag meines Lebens.“

Abends wurde in der hofeigenen Grillhütte gegrillt, und der Abend klang sehr schön und ruhig aus. Am Sonntag nach dem Frühstück haben wir dann noch einen kleinen Führausritt gemacht, und dann ging es nach Hause – und mein Tochterkind war glücklich.

Der Hof und die Unterbringung

Der helle und freundliche Hof Lanwermann liegt idyllisch inmitten weitläufiger Weiden, so wie man sich einen Reiterhof eben vorstellt. Von der A2 bis zum Hof fährt man noch gut eine halbe Stunde durch Dörfer und Felder, bis man sein Ziel erreicht hat.
Der Hof selbst ist wie gesagt hell und freundlich – da kenne ich ganz andere Ställe! Die Pferde und Ponys fühlen sich hier sichtlich wohl – so freundliche und liebe Tiere habe ich selten erlebt.

Nicht nur Pferde sind hier zuhause; auch ein paar Hühner, Ziegen und niedliche Teddy-Kaninchen wohnen hier – für Finja war es das Größte, in den Zeiten zwischen den Mahlzeiten und Reiteinheiten das Kleinvieh zu füttern. Ich erwähne dies, falls jemand sich Gedanken macht, was man in den Zwischenzeiten so anfangen soll.

Ältere Kinder sind vielleicht nicht mehr so leicht mit Ziegen und Kaninchen zu beeindrucken. Finja war mit ihren fast sechs Jahren mit die Jüngste. Der Altersdurchschnitt der anderen Mädchen lag eher so bei 9-11 Jahren.

Für Abwechslung sorgte neben den Tieren auch der schöne Spielzplatz (inkl. Seilbahn) auf dem Gelände, der auch gut von allen Altersgruppen frequentiert wurde, während die Mamas in der Sonne (oder auf dem Pferd) saßen.

Für Beschäftigung ist also auch gesorgt, wenn man als Mama selbst auf dem Pferd sitzt. Speziell am ersten Abend waren die Mädchen allesamt nach dem Abendessen irgendwo in den Ställen und der Reithalle verschwunden. Wir Mamas konnten in Ruhe quatschen (das stelle ich mir in den kommenden Jahren auch noch entspannter vor, wenn Finja noch größer und selbstständiger ist).

Die Zimmer sind auf mehrere Personen ausgelegt – unser Zimmer war z.B. für drei Personen gedacht. Der Hof Lanwermann bietet hauptsächlich Reitferien an; die Ausstattung ist also mehr Jugendherberge als Hotel oder Ferienwohnung. Die Einrichtung ist freundlich, einfach und zweckmäßig. Alle Zimmer verfügen über ein eigenes Bad mit Dusche und WC – alles sauber und einwandfrei. Unser Zimmer hatte sogar eine kleine Küchenzeile, aber das ist kein Standard in allen Zimmern. Bei den Betten handelte es sich um Stockbetten.

Das Essen war ebenfalls einfach gehalten, aber gut. Wir sind satt geworden, und wir waren ja auch nicht auf Gourmet-Reise, sondern aufm Ponyhof. Und werden mit Sicherheit wiederkommen!

Bis bald,
Sonja






* affiliate links: wenn Du etwas über die gekennzeichneten Links oder Banner bestellst, erhalte ich als Dankeschön eine kleine Provision für meine Arbeit. Dir entstehen keinerlei Mehrkosten. Vielen Dank!

Hinweis: Ich habe unser Mutter-Tochter-Reitwochenende selbst gebucht und bezahlt; es handelt sich bei diesem Artikel um keine Kooperation.

Tutorial: Kamillesäckchen nähen

Aus aktuellem Anlass unterbreche ich das Blogprogramm und zeige dir heute in einem Tutorial für Anfänger, wie Du ratzfatz ein Kamillesäckchen (oder irgendein anderes Kräutersäckchen) nähst. Aus einem Stück! Das ist wieder eine Anleitung für Faule, und ein Must-Have für Mamas Alltag im Herbst und Winter. Mit dem abklingenden Sommer kam der erste Schnief, gefolgt von bronchialem Husten und drei Tage Zuhause-Bleiben. Eigentlich war nur Finja wirklich krank, aber ihr Bruder ist solidarischerweise gleich mit zuhause geblieben – sehr zur Freude ihrer Mutter, die ja sonst nichts zu tun hat. *ironieaus*

 

Hausmittel bei Ohrenschmerzen

Finja hat sich zum Glück ohne Antibiotikum und Arztbesuch wieder erholt, aber am Wochenende (wann sonst?) kamen dann die Ohrenschmerzen. Als wäre ein Kleinkind mit beginnenden Zähnchen nicht genug zu tun für eine Nacht. *jetztaberwirklichironieaus*

Dank Ibusaft hat Finja (und ich!!) die Nacht dann doch ganz gut überstanden. Und um auf zukünftige Ohrenschmerz-Attacken vorbereitet zu sein, hat die versierte Oma in Gestalt meiner Mutter gleich am nächsten Tag Kamillenblüten aus der Apotheke besorgt – und dann mir übergeben, damit ich daraus Kamillensäckchen nähen kann.

Und damit Du Dich auch auf eventuelle Ohrenschmerzen vorbereiten kannst, stelle ich heute die Nähidee samt Tutorial vor.

Kamillesäckchen selber machen

Ich kenne die Kamillesäckchen noch aus meiner Kindheit – sie sind ein altbewährtes Hausmittel bei Ohrenschmerzen. Jetzt zeige ich erst einmal, wie Du ein Kamillesäckchen nähen kannst.

Material

1 Stück Baumwollstoff 15cm x 30cm
1 Rest Webband 15cm
Kamilleblüten (aus dem eigenen Garten oder der Apotheke)

Hinweis: Du kannst die Größe beliebig variieren! Ich habe diese Größe gewählt, weil mein kleines Schneiderlineal diese Maße hat. Macht das Zuschneiden noch schneller ;).

Stoffempfehlung

Als Stoff habe ich ungefärbte Baumwollnessel genommen, die hatte ich noch von meiner Mittelalter-Gewandnäherei übrig, und ich fand den für den Zweck am besten. Du kannst aber auch einen anderen Stoffrest oder auch Leinen nehmen, wenn es ein möglichst unbehandelter Stoff sein soll. Es sollte undehnbare Webware sein, und am liebsten 100% Baumwolle. Ich glaub, der günstigste Stoff ist hier wohl „Ditte“ vom Möbelschweden.

 

Nähanleitung Kamillesäckchen

Zuerst nähst Du das Webband auf. Dann schlägst Du den Stoff in der Mitte um, sodass das Webband innen liegt, bzw. rechts auf rechts. Die offenen Seiten werden geschlossen, die Kante oben bleibt offen.

Dann wendest Du Dein Säckchen…

… und füllst die Kamillenblüten etwa bis zur Hälfte ein.

Nun wird die obere Kante geschlossen: Dazu klappst Du die offenen Seiten nach innen ein und steckst gut fest. Die unschönen Ränder gucken nach innen.

Nun steppst Du die obere Naht zu. Im füßchenbreiten Abstand steppst Du weiter einmal rundherum, sodass Du am Ende ein kleines Kissen hast. Fertig!

Weitere Verwendungsideen: Kräutersäckchen, Duftsäckchen, Kirschkernkissen

Du kannst mit dieser Anleitung auch was anderes machen, z.B. irgendein Kräutersäckchen. Es bieten sich z.B. auch Lavendelblüten, Salbeiblüten oder besondere Kräutermischungen als Duftsäckchen an – das sind auch hübsche Geschenkideen, z. B. für Weihnachten.

Lavendelsäckchen nehme ich gerne zur Beduftung von Wäscheschubladen, oder als Bedufter für die Handtasche. Lavendel wirkt ja auch beruhigend, das kann auch einem Abiturienten oder Studenten in der Prüfung als kleines Mutmach-und-Beruhigungs-Kissen helfen. (Kamille geht zu diesem Zweck sicher auch.)

Außerdem kannst Du das Säckchen mit Dinkel, Kirschkernen oder ähnlichem befüllen und erhältst damit ein Wärmekissen (hier würde ich dann ein größeres Stoffstück nehmen). Wenn Du Dein Säckchen als Wärmekissen anwenden willst, fülle es nicht zu prall und erhitze es vorsichtig – immer leicht anfeuchten, und am besten eine Schale Wasser im Ofen (NIEMALS Mikrowelle!!) dazu stellen, denn die sind entzündlich!
(Ich warne hiermit auch ausdrücklich vor dem Verkauf von Wärmekissen, denn diese müssen ein CE-Sicherheitszertifikat haben! Das geht besonders an die „Kollegin“, die hier zu Weihnachten auf dem Kunsthandwerkermarkt immer große, selbst genähte Wärmekissen für 8€ pro Stück vertickt. Das ist rechtlich nicht sauber und nebenbei wirtschaftlicher Selbstmord. Aber dies nur am Rande. Schönen Gruß!)

Kamillesäckchen nähen - nach der "nähen für Faule"-Methode. Dieses Kräutersäckchen könnte auch als Körnerkissen verwendet werden. Wie es genäht wird, zeige ich auf meinem Blog.

Anwendung Kamillesäckchen: Keine Gewähr!

Bei akuten Ohrenschmerzen wird das Kamillesäckchen mithilfe von Wasserdampf erwärmt. (Ich lege es wie Wärmekissen auch auf den Kamin, wenn der an ist.) Dann wird das Kamillesäckchen auf das Ohr gelegt. Darauf kommt noch etwas Watte, und dann wird mit einer Wollmütze oder einem Schal alles fixiert. Eine halbe Stunde soll das Kamillesäckchen nun wirken. Nach der Behandlung Zugluft vermeiden.

Meine Informationen zur Anwendung stammen von dieser Seite.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass das Kamillesäckchen bei Ohrenschmerzen ein naturheilkundliches Mittel ist. Seine Wirksamkeit ist nicht belegt, und ich übernehme keinerlei Gewähr für den Erfolg einer Behandlung!

Die Behandlung mit einem Kamillesäckchen ersetzt keinen Arztbesuch!

Ich wende sie nur bei leichten Ohrenschmerzen, bzw. am Wochenende und mitten in der Nacht an um die akute Notlage zu überstehen. Ich verabreiche zusätzlich Fiebersaft und verlasse mich nicht ausschließlich auf das Kamillesäckchen.

Lagerung und Haltbarkeit

Ich bewahre meine Kamillesäckchen in einem geschlossenen Gefrierbeutel auf. Die verwendeten Kamillenblüten aus der Apotheke haben ein Verfallsdatum – dieses ist für mich der Richtwert.
Wenn sie vor dem Ablauf ihren Duft verlieren, nähe ich neue.

 

Damit verabschiede ich mich und verlinke noch mit der Stoffresteparty und Kiddikram.

Lieber Gruß,
Sonja

{Tutorial} Reisespiel nähen ~ XXO

Ideal für unterwegs sind Reisespiele, die die Langeweile vertreiben und möglichst klein zu verpacken sind. Ich habe heute einen Spiele-Klassiker für euch, und zwar „XXO“. In diesem Tutorial zeige ich, wie du ganz leicht dieses Reisespiel nähen kannst – und zwar nach meiner „Nähen für Faule“-Methode.

Nähen für Faule

Die „Nähen für Faule„-Anleitungen sind alle sehr einfach gehalten und eignen sich daher ideal für Anfänger. Der Schwerpunkt der Anleitungen liegt auf wenig Zuschnitt bei maximalem Näherfolg. In dieser Reihe sind ein paar sehr beliebte Anleitungen erschienen, wie z.B. die Büchertasche aus einem Stück oder das Sternkörbchen.

XXO ~ ein Reisespiel nähen

Vielleicht erinnerst Du Dich an Busfahren bei beschlagenen Scheiben – Generationen von Schülern haben dieses Spiel gespielt. Und nun kannst Du es Dir ganz leicht zum Mitnehmen selbst nähen. Meine Große (5J.) hat mich übrigens schon in dem Spiel geschlagen – im Alltag mit Kindern darf dieses Spiel also nicht fehlen.

Diese Anleitung ist auch ein halbes Upcycling, denn die Spielfiguren werden mithilfe von Nagellack aus Gläschendeckeln oder Kronkorken upgecycelt (schreibt sich das so? Mein Denglisch is so schlecht…). Bei der Gestaltung sind Dir natürlich keine Grenzen gesetzt!

Material

10 Gläschendeckel oder Kronkorken, je 5 in einer Farbe lackieren!
2 Nagellacke in verschiedenen Farben
2 Stücke Stoff: 30cm x 60cm (wenn Du Gläschendeckel als Spielfiguren nimmst)
1m Kordel
80cm Zackenlitze oder Webband
1 Kordelstopper

Hier eine Übersicht der verwendeten Materialien – die Gläschendeckel sind zu Anschauungszwecken noch nicht fertig lackiert:

Reisespiel nähen, Nähidee Urlaub

Größe ermitteln

Zunächst ermittelst Du Deinen Größenbedarf für das Spielfeld. Hier im Beispiel habe ich zwei Zuschnitte aus einem
buttinette-Patchworkpaket * verwendet. Die sind praktischerweise 30cm x 70cm, also hatte ich so gut wie keine Arbeit mit dem Zuschnitt, denn die Messung ergab, dass der Beutel 30cm breit sein sollte. Das doppelt ergibt das Maß für Innen- und Außenstoff = 30cm x 70cm.

Wenn Du z.B. Kronkorken für Dein Reisespiel verwenden willst, wird das Spielfeld kleiner. Bitte miss in dem Fall selbst nach!
 

Vorbereitung

Als nächstes zeichnest Du Dein Spielfeld mit Schneiderkreide ein, damit es nicht schief wird. Du kannst übrigens alle möglichen Spiele mit dieser Methode nähen, sofern das Spielfeld am besten nur aus Linien besteht. Für Schach empfehle ich dann doch eher ein Patchwork, das ist aber nichts für Faule ;).


Ich habe dann die Linien mit Zackenlitze aufgenäht. Geholfen hat mir dabei Stylefix. Du kannst die Linien natürlich auch aus Webband machen.

Am Ende sieht das dann so aus (ich hab erst alles geklebt). Die Linien werden nun natürlich abgesteppt.

Fertigstellen

Schlage Deinen Stoff im Stoffbruch rechts-auf-rechts um und steppe die Seite, sowie den Boden fest.

Vorsicht: Oben lässt Du eine Lücke von etwa 1,5cm – 2cm für den Tunnelzug! Die offene Kante oben wird im Anschluss mit wenigen Stichen abgesteppt, damit nichts ausfransen kann.
Beim Innenstoff lässt Du bitte eine Wendeöffnung entweder in der Seite oder im Boden, die nach dem Wenden knappkantig geschlossen wird.

Optional kannst Du noch ein Stück Webband mit einfassen, das dann später als Schlaufe rausguckt.

 

Anschließend werden die beiden Taschen ineinander gesteckt und die obere Kante abgesteppt. Durch die Wendeöffnung im Futter wenden.

Zuletzt wird die obere Kante noch einmal knapp abgesteppt und passend zur Tunnelzug-Öffnung der Tunnelzug abgesteppt.

Nun ziehst Du mithilfe einer Sicherheitsnadel noch die Kordel durch und bringst noch den Kordelstopper an – FERTIG!

Nähen für Faule, Nähen aus einem Stück

So sieht das gute Stück dann aus:

Nähen für Faule, Nähen aus einem Stück

 

 

 

Urlaubs-Blogger-Woche

Mit diesem Sewtorial verabschiede ich mich aus dieser nähreichen Urlaubs-Blogger-Woche und bedanke mich bei allen anderen, die mitgemacht haben.

Es sind ganz wunderbare Beiträge entstanden, und ich hoffe, dass wir das Thema noch ein wenig fortführen können. Auch Du kannst Dich gern in der Urlaubs-DIY-Bastel-Näh-Ideen-Linkparty verewigen oder der Facebook-Gruppe beitreten.

Es gab übrigens in dieser Woche ein weiteres Reisespiel bei Annette von HD augenstern und Zauberkrone – sie hat die Römerversion von „Mühle“ als Reisespiel umgesetzt. Hier ist noch einmal die Übersicht, bei wem es in dieser Woche was zu sehen gab:

Heute zeigt Anette von augenstern-HD und zauberkrone das Falt-Spiel „Himmel & Hölle“. Marita zeigt Dir heute, wie sie ein Kuschelkissen näht, und Eva Kartoffeltiger zeigt ein Tutorial für einen praktischen Sandspielzeugbeutel, und Ellen stellt uns ein Kochbuch mit kleinen, schwedischen Helden vor, Susanna von und dann kam irma hat eine schöne Reisetagebuchhülle genäht und zeigt, wie sie das gemacht hat, und Susi stellt uns ihre Strandtasche vor, für die sie auch noch Probenäherinnen sucht!



Wie hat Dir die Woche gefallen? Ich bin schon gespannt auf Deine Gedanken!

Lieber Gruß,
Sonja

PS: Verlinkt mit Freutag, TT- Taschen und Täschchen, Kiddikram und natürlich der Urlaubs-Crafting-Linkparty.

Rechtlicher Hinweis

Diese Nähanleitung ist für den privaten Gebrauch gedacht, aber darfst auch gern Buch- und Büchertaschen für Deinen Dawanda- oder Etsy-Shop oder für Kreativmärkte nähen und
verkaufen. Einzig die Verwertung dieser Anleitung in anderen Medien und die industrielle Massenproduktion sind ausgeschlossen.


buttinette Onlineshop

* affiliate link: Wenn Du über diesen Link etwas bestellst, erhalte ich als Dankeschön eine kleine Provision; Dir entstehen keinerlei Mehrkosten. Vielen Dank!

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{Werbung} Freikarten für das Dino-Museum in Münster!

Heute habe ich etwas ganz Besonderes  – ein kleines Dankeschön für alle treuen und neuen Leserinnen. Du hast nämlich heute die Chance eine von insgesamt drei Freikarten für das LWL Museum für Naturkunde in Münster zu gewinnen! Das Dinomuseum Münster habe ich euch neulich schon einmal vorgestellt. Heute darf ich Freikarten verlosen und bedanke mich an dieser Stelle recht herzlich dafür!

Die Verlosung

Jetzt willst Du wissen, wie Du gewinnen kannst?

Also, zunächst einmal: Es gibt 3×1 Freikarte zu gewinnen. (Kinder bis 5 Jahre gehen sowieso kostenlos.) Dieses Gewinnspiel findet sowohl hier auf dem Blog, als auch auf meinem Facebook-Account statt.

Die Verlosung findet ab dem 15.07. bis *EDIT* Mitwoch, den 20.07.2016, 20:59h statt. Die Gewinner werden per Losverfahren ausgewählt (Glücksfeen werden meine Kinder
sein: Jedes darf einen Gewinner ziehen!), und am 18.07.2016 hier auf dem Blog bekanntgegeben.

Bitte melde Dich im Anschluss daran per Email bei mir und gib mir Deinen vollständigen Namen + Anschrift. Diese leite ich dann an das Museum weiter, und Du hast dann bis einschließlich 30.12.2016 Zeit, Dich an der Museumskasse vorzustellen und Deinen freien Eintritt zu genießen!

Gewinnfrage

Teilnehmen kannst Du, indem Du meinem Blog über einen meiner social-Media-Kanäle folgst UND folgende Frage hier unter diesem Blogpost beantwortest:

Warst Du schon einmal im LWL Museum für Naturkunde in Münster oder in einem anderen Dinomuseum?

 

Dino-Wochen im Naturkunde-Museum in Münster

Zum Ferienbeginn in NRW starten im LWL Museum für Naturkunde die „Dino-Wochen“: Vom 12.07. bis 23.08.2016 bietet das Museum ein breites Familienprogramm rund um die urzeitlichen Echsen, darunter öffentliche Sonntagsführungen, ein Werkstattnachmittag, verschiedene museumspädagogische Angebote und Naturkundeshows im Planetarium.
Auch wir wollen an einem Tag hinfahren, zumal meine Kinder mir seit unserem letzten Besuch in den Ohren hängen, wann wir mal wieder die Dinos besuchen.

 

 

Teilnahmebedingungen

1. Dieses Gewinnspiel wird veranstaltet von The Crafting Café, Inh. Sonja Feierabend, Mömmenweg 40, 33104 Paderborn in Kooperation mit dem LWL-Museum für Naturkunde, Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium, Sentruper Str. 285, 48161 Münster.
2. Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen ab dem 18. Lebensjahr.
3. Mitarbeiter von The Crafting Café sowie dem LWL-Museum für Naturkunde, Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
4. Die Teilnahme erfolgt online über das Kommentieren dieses Blogposts.
5. Die im Rahmen der Gewinnspiele erhobenen Daten werden von The Crafting Café
ausschließlich zur Durchführung des Gewinnspiels, insbesondere zur
Benachrichtigung der Gewinner verwendet und nicht an Dritte
weitergegeben.
6. Die Ermittlung der Gewinner erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.
7. Die Gewinner werden öffentlich und namentlich hier auf dem Blog und auf der Facebook-Seite von „The Crafting Café“ genannt. Sie werden aufgefordert sich per E-Mail unter thecraftingcafe@posteo.de zu melden und ihren vollständigen Namen + Anschrift zur Weiterleitung an das LWL Museum für Naturkunde mitzuteilen. Der Gewinn kann bis einschließlich 31.12.2016 unter Vorlage des Personalausweises im Museum eingelöst werden.  Sollte sich ein Gewinner nicht innerhalb von 3 Werktagen melden, wird der Gewinn neu verlost.
8. Die Gewinner erklären ihr Einverständnis zur Veröffentlichung ihres
Namens über verschiedene Kommunikationskanäle von The Crafting Café im Zusammenhang mit dem
Gewinnspiel.
9. Die Gewinne werden nicht in bar ausgezahlt und sind nicht übertragbar. Jeder Haushalt kann nur einmal gewinnen.
10. Dieses Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Google (Blogger) und wird in
keiner Weise von Google (Blogger) gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der
Empfänger der vom Nutzer bereitgestellten Informationen ist nicht Google (Blogger), sondern The Crafting Café.
Die bereitgestellten Informationen werden einzig für die
Benachrichtigung bei einem Gewinn und zur Zustellung des Gewinnes
verwendet.
11. Die Teilnahme erfolgt durch das Hinterlassen eines Kommentares.
12. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und nun wünschen Jesper (in seinem neuen Dino-T-Shirt!!) und ich allen Teilnehmenden ganz viel Glück bei der Verlosung!

Viele Grüße,
Sonja

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Na, schläft Dein Baby schon durch?

„Schläft Dein Baby denn schon durch?“ – Diese Frage hat mich als frisch gebackene Neugeborenen-Mama wohl auch interessiert. Trotzdem konnte ich sie seinerzeit allerhöchstens mit einem Seufzen und später dann mit einem genervten Augenrollen beantworten, und ich kann heute sagen: Keine Frage ist mir so sehr auf die Nerven gegangen wie diese. Warum und weshalb, und was es mit dem Schlaf der Babies auf sich hat, darüber möchte ich heute schreiben. Wenn Du eine Mama in derselben Situation bist – vielleicht kann ich Dich ein bisschen trösten. Und wenn Du das auch hinter Dir hast, lachst Du vielleicht eine Runde mit. Heute also meine Antworten zum Schlaf der Babies.

 

„Hurra, das Baby ist da“ ~ über Babyglück vs. Nervenkrieg

Neulich habe ich schon darauf hingewiesen, dass die Freude über das Baby auch schnell in einen Nervenkrieg umschlagen kann – dann nämlich, wenn plötzlich der Alltag einkehrt, und die Tage lang und knatschig werden. Wenn Dein Baby seine „Sprünge“ macht und vor allem: Wenn das mit dem Schlafen so gar nicht klappen will.

Die Tage (und Nächte) werden bestimmt von diesen Fragen: Warum schläft das Baby nicht einfach? Und wann wird es endlich schlafen?

Als Mutter von drei Kindern habe ich drei vier „Schlaftypen“ kennenlernen dürfen. Jedes Kind ist anders. Und ich bin nach vielen Gesprächen mit anderen Müttern auch davon überzeugt, dass es noch viele weitere Schlaftypen gibt. Für so viele verschiedene „Typen“ kann es keine pauschale Antwort geben.

Was daran gut ist? – Na, du kannst nicht soviel „verkehrt“ machen.

 

Unser Alptraum-Schlaftyp

Schlaftyp Nr. 1 – Finja – war gleichzeitig unsere härteste Prüfung. Sie ist nur an der Brust eingeschlafen, und wollte immer auf den Arm, auch wenn sie wach war. Wann immer der Körperkontakt abriss, ging das Gebrüll los. War sie an der Brust eingeschlafen, war es nicht möglich sie hinzulegen – und wenn, dann nur für eine halbe Stunde. Das war lange Zeit der einzige Tagesschlaf!

Anfangs hat sie ausschließlich bei meinem Mann oder mir auf dem Bauch geschlafen, was für mich nach einem Kaiserschnitt mit starken Schmerzen verbunden war. Wir hatten uns so sehr auf sie gefreut und liebten sie über alles, aber es dauerte nicht lang, bis mir klar war: Das geht so gar nicht.

Nachts kam sie drei- bis viermal (also zwischen 22h und 6h), was ihrem üblichen 2-Stunden-Rhythmus entsprach. Nachdem ich nun vor kurzem die „Schreibaby-Gebrauchsanweisung“ rezensieren durfte, kam mir im Nachhinein der Gedanke, ob sie ein Schreibaby war – ihr Schlafverhalten spricht dafür, aber sie hat nie so intensive, lange Schreiphasen gehabt (wobei ich sie immer viel herumgetragen und gestillt habe, und sie damit dann auch sehr zufrieden war).

Ich war verzweifelt. Ich habe mich gefragt, ob das jetzt immer so bleibt. Ob das normal ist? Alle anderen Babies schienen mit drei Monaten durchzuschlafen.
Ob ich irgendwas falsch mache? Da kamen die ersten, die mich komisch anguckten, dass Finja nur an der Brust einschlief. Dann müsse ich mich ja auch nicht wundern, durfte ich mir anhören.

Zu diesem Zeitpunkt wurde ich langsam allergisch auf die Frage „Na, schläft dein Baby schon durch?“ – Als wäre das mit dem Durchschlafen ein Contest! Als wäre man ein Versager, wenn man das mit seinem Baby nicht hinkriegt. Und gleichzeitig das aufgesetzte Mitleid oder die besagte Unterstellung „Ja, soooo klappt das ja auch nicht!“ oder „Ihr verwöhnt sie ja auch zu sehr.“

Ich konnte andersherum die Geschichten anderer nicht glauben, die ihr Baby wach ins Bett legen konnten. Geschichten von Babies, die mit vier Monaten durchschliefen!

Ich habe ein Schlafprotokoll geführt. Aber das Ergebnis blieb dasselbe: Das Baby schläft nicht.

Im Nachhinein weiß ich nicht, was ich großartig hätte anders oder besser machen können. Auch unser viertes Kind ist sehr hellhörig, sehr nervös und braucht tagsüber nur sehr wenig Schlaf. Und was immer die Experten schreiben oder welche Richtlinien und Durchschnittswerte es da gibt: Unser Baby war anders.

 

Baby schläft nicht ~ was tun?

Als Eltern ist Dein Handlungsspielraum – gerade wenn die Kinder noch Babies sind – sehr begrenzt. Es gibt diese „Ferber-Methode“ oder „ferbern“ – das kontrollierte Schreienlassen des Kindes, bis es resigniert. Das halte ich für den vollkommen falschen Ansatz. Funktioniert auch nicht nach unserer Erfahrung. Folgende Episode kann ich dazu erzählen:

Das war das einzige Mal, dass wir es mit „schreien“ versucht haben. Ich schreibe das hier nicht, weil ich stolz darauf bin, sondern um Dich vor ähnlichen Experimenten zu bewahren!

Finja muss ca. eineinhalb gewesen sein. Als sie nachts aufwachte und schrie, blieb mein Mann dieses Mal bei ihr. Er versuchte sie zu beruhigen ohne sie aus dem Bettchen zu holen (das ist ja so ein toller Tipp, den die Ratgeber und Experten alle parat haben: Bloß nicht aus dem Bettchen holen, das reißt dann ein! Wo soll das noch hinführen? Damit erziehst Du Dein Kind völlig falsch!). Jedenfalls saß er dann da und versuchte sie hinzulegen, Händchen zu halten usw. Finja brüllte. Sie wollte zu uns ins Elternbett. Irgendeine Hebamme hatte uns mal erklärt, dass kein Kind länger als eine Stunde voller Inbrunst schreien kann. Finja tobte und heulte vier Stunden lang.

Ich war zwischendurch völlig am Ende; ich wollte das Ganze abbrechen. Stefan meinte, dann wäre alles umsonst gewesen (und ich gab ihm Recht), also blieb er an ihrem Bettchen und hielt ihre Hand, sprach auf sie ein. Sie brüllte nicht durchgehend, muss ich dazu sagen. Aber sie beruhigte sich nie lange. Irgendwann in den frühen Morgenstunden schlief sie erschöpft ein.

Wir fühlten uns schlecht, aber wir hatten sie nicht allein gelassen, deshalb konnten wir es mit unserem Gewissen vereinbaren. Eine Woche lang lief es danach besser mit dem Einschlafen und vor allem: Durchschlafen!

Und dann? Dann wurde Finja krank. Richtig mit hohem Fieber, Bronchitis und Atemnot (sagt auch viel aus, wenn man sich das bewusst macht!). Sie zog sofort in unser Bett und blieb auch nach der Krankheit da.

Ähnliche Geschichten kenne ich auch von anderen Eltern, die eine Woche lang rigoros ein neues „Schlafprogramm“ angewandt haben, z.B. dass Papa statt Mama das Kind ins Bett bringt. Und auch als das nach ein paar Tagen recht gut lief, riss es sehr bald wieder ein, weil man es im Alltag gar nicht so diszipliniert durchziehen kann. Das ist im täglichen Familienwahnsinn mit mehreren Kindern und unregelmäßigen Arbeitszeiten einfach nicht möglich.

Aus dieser und vielen anderen Erfahrungen bin ich zu folgender Überzeugung gelangt:

Baby schläft nicht

Wir haben noch viel mehr versucht, was wir für vertretbar hielten. In den ganz frühen Monaten ging es nur mit Einschlafen an der Brust. Mir haben auch damals schon viele zu verstehen gegeben, dass das der Fehler war. Heute weiß ich, dass a) nichts anderes möglich gewesen wäre, und dass b) das überhaupt nicht schlimm ist! Klar hatte ich bei allen Babies Zweifel, ob ich damit nicht alles vermurkse und sie zu sehr „verwöhne“, und wie lange das denn bitteschön so weitergehen soll. Aber gerade in den ersten drei Monaten sehe ich da überhaupt keine Probleme. Richtig ist, was funktioniert!

Fakt ist: Im Leben Deines Babies ändert sich alle 4 bis 6 Wochen alles, und je nachdem wie Dein Baby so gestrickt ist, kommt es damit besser oder schlechter klar. Im Schlafen äußern sich diese Phasen besonders intensiv. Das ist stressig für Dich als Mama oder Papa, aber es geht irgendwann auch vorbei! Immer.

Wenn ich sage, dass Dein Handlungsspielraum gerade im ersten halben Jahr eingeschränkt ist, meine ich damit: Du kannst nichts machen. Du kannst nur Dein Baby unterstützen. Es liebhaben. Es festhalten. Abwarten.

 

Bleibender Schaden durch Familienbett oder In-den-Schlaf-stillen?

Meine Zweifel von damals – dass sich das Schlafverhalten nie bessert, sie nie allein durchschlafen kann, etc – haben sich bis heute nie bewahrheitet. Sie alle hatten Phasen, in denen sie schlecht einschliefen oder schlecht durchschliefen, auch viel später noch. Wenn ich damals dann alle Vorsätze über Bord geworfen habe und mein Kind in den Schlaf gestillt habe oder es in meinem Bett habe schlafen lassen, weil es als einziges funktionierte, so bin ich mir heute sicher: Es war richtig so. Kein bleibender Schaden erkennbar!

Ich sehe meine Beobachtungen auch bei anderen verzweifelten Eltern, bei denen diverse „Methoden“ einfach nicht helfen, bestätigt. Und der Kinderarzt Remo Largo schreibt in seinem Standard-Werk „Babyjahre“ * (S.205):

„Säuglinge wachen in den ersten Lebensmonaten nachts auf, weil ihr Schlaf-Wach-Rhythmus noch nicht ausreichend entwickelt ist und sie auf die Nahrungszufuhr angewiesen sind. […] Sie sind auch kaum in der Lage sich selbst zu beruhigen, beispielsweise durch Daumenlutschen. Es ist daher quälend und sinnlos, Säuglinge schreien zu lassen. Es gibt keinerlei Hinweise, dass Kinder eher durchschlafen, wenn die Eltern sie schreien lassen.“

Übrigens haben viele Traumschlaf-Baby-Eltern aus unserem Bekanntenkreis beim zweiten Kind auch ein Horror-Schlafkind bekommen. Und die standen plötzlich vor denselben Problemen wie wir ein Kind vorher! (Wir haben bei unserer Nr. 2 übrigens das große Los gezogen: Jesper konnte von Anfang an super allein (!) einschlafen und schlief auch lange Phasen, statt immer nur 30 Minuten. Natürlich haben wir bei ihm schon einiges anders gemacht, aber wir sind ja trotzdem dieselben Eltern. Er ist einfach ein anderer Schlaftyp!

Baby schläft nicht

Unsere Schlaf-Odyssee

Über die Monate – und am Ende Jahre – wurde es besser. Wir haben kleine Fortschritte und immer wieder Rückschritte gemacht, aber es ging bergauf. Das ist die gute Nachricht, wenn du jetzt gerade völlig übernächtigt bist und DAS Rezept zum Schlafenlegen suchst. Von Brust auf Brei, den sie nicht mochte, dann Flaschenmilch und Zähneputzen. Viel kuscheln und schaukeln. Wach, aber müde ins Bett legen. Mit fast einem Jahr brauchte sie nur noch die Hand zum Einschlafen.

Das Einschlafen zog sich endlos. Auch hier will ich Dir die Illusionen nehmen: Bis zu zwei Stunden haben wir neben ihrem Bett gesessen und die Hand gehalten und gewartet, bis sie einschlief. Sie wurde sofort wach, wenn man die Hand zu früh wegzog. Oft schlief sie dann nur kurz. Irgendwann wurde es ihre Angewohnheit nachts um zwei weinend aufzuwachen (das ist ungefähr ihre Geburtszeit; auch das ist nicht ungewöhnlich!), und dann in unser Bett umzuziehen.

Immerhin schlief sie die erste Etappe in ihrem eigenen Bett. Als sie dann soweit war, dass sie von selbst zu uns kam, mit ihrer eigenen Decke bewaffnet, war es für mich schon angenehm, weil ich mittlerweile Nr. 2 mit im Bett hatte und dann nachts wenigstens nicht mehr aufstehen musste. Sie war da fast zwei.

 

 

Was hilft denn nun?

Mir hat durch die ganze Zeit das Buch „Oje, ich wachse“* geholfen, das ich schonmal empfohlen habe. Bei all meinen Kindern konnte ich die Sprünge, die sie durchlaufen, mit dem Buch sehr gut beobachten und einordnen. Das hat mir sehr viel Halt gegeben, und das sichere Gefühl, dass es richtig ist, sie nicht brüllen zu lassen.

Etwas später stieß ich noch auf dieses (digitale) Buch mit mp3-Bonusmaterial* – das hätte ich gern eher gehabt!

Uns hat nur die Zeit geholfen. Finja wurde älter. Es wurde sprunghaft besser, als sie keinen Mittagsschlaf mehr machte. Da war sie dreieinhalb.
Irgendwann konnten wir mit ihr reden. Inzwischen lagen wir allabendlich eine Stunde (nach der Gutenachtgeschichte und unserem Abendprozedere) Minimum mit ihr im Bett und haben gekuschelt (also einer von uns), bzw. sie hat an meiner Hand rumgeknibbelt. Irgendwann habe ich gesagt, ich würde mal kurz raus auf Klo, und dann käme ich gleich wieder.
Anfangs hat sie da noch viel geklammert und protestiert. Ich habe das dann nach und nach ausgedehnt.

Eine Zeitlang kam sie noch häufig aus dem Bett. Inzwischen war sie vier. Erst mit fast fünf und einem weiteren Geschwisterchen wurde es deutlich besser: Sie hörte jetzt abends im Bett noch ein Hörspiel und schläft dann allein ein.

Auch heute noch braucht sie deutlich weniger Schlaf als ihre jüngeren Geschwister. Sie ist abends lange wach, auch wenn sie morgens früh raus muss. Das ist ihr Naturelle. Gleichzeitig ist sie sehr „wach“, intelligent und kreativ. Ihr Talent für Malerei ist so überdurchschnittlich, dass uns ihre Erzieherin zu einem Malkurs geraten hat, den sie einmal die Woche besucht (mit erstaunlichen Ergebnissen! Dabei bin ich kein Freund so genannter „Frühförderung“).

 

Was kann man tun, wenn das Baby nicht schläft?

Es gibt keinen Punkt, ab dem ein Baby von nun an für alle Nächte tief und selig durchschlafen wird. Es gibt zwischendurch Nächte, in denen sie super schlafen, auch Finja. Meist kamen danach dann knüppelharte drei Wochen, auch da will ich niemand etwas vormachen. Insofern ist es müßig sich mit der Frage „Schläft dein Baby schon durch?“ zu beschäftigen. Durchschlafen bedeutet anfangs ja auch erstmal 4-6 Stunden am Stück, mehr nicht!

Hab also Geduld mit deinem Baby und verabschiede dich von allem, was du eigentlich jetzt lieber machen würdest als es in den Schlaf zu kuscheln! Ich hab oft die kreativsten Ideen, während ich im Dunkeln eine Kinderhand halte, bis sie leicht wird.

Wichtig ist – das gilt für alles, was die Erziehung der Kinder angeht – dass man selbst von dem überzeugt ist, was man tut. Sonst klappt gar nichts. Und wie sagte mir mal eine Hebamme: Niemand kann sein Kind „schlafen legen“. Wir können nur eine Umgebung für sie schaffen, in denen sie sich sicher und geborgen fühlen. Und da schlafen sie ein.“

Dies war nun ein langer, bildarmer Text zu einem sehr persönlichen Thema, das mir auf der Seele lag. Wie sind Deine Erfahrungen? Steckst Du gerade mittendrin? Hast Du auch sowas erlebt? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Bis bald,
Sonja

*affiliate link: Wenn Du über diesen Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision, vielen Dank! Damit unterstützt du meine Arbeit, ohne dass dir Mehrkosten entstehen.

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Wohin bei dem Mistwetter? – Ins Dinomuseum!*

So richtig kommt der Sommer ja nun nicht ausm Quark. Nicht falsch verstehen, das soll keine Beschwerde sein! Aber als Familie muss man sich schon was überlegen, wenn alle Draußen-Aktivitäten buchstäblich ins Wasser fallen. Freibad, Spielplatz, Badesee, Park, Tierpark sind so unsere Standards bei trockenem Wetter, und in Paderborn gibt es da auch genug Angebote. Aber wenn es schüttet und schüttet, kann man die Kinder nicht lange in den eigenen vier Wänden halten, ohne dass es recht bald Knatsch gibt. Wohin also bei Mistwetter? Ich hab da einen Tipp…

 

LWL Museum für Naturkunde Münster

Am Titelbild kannst Du schon erahnen, wohin die Reise geht: Nämlich ein paar Millionen Jahre in der Zeit zurück zu den Dinosauriern!
Meine Kinder stehen im Moment total auf Dinosaurier und kennen sich auch schon richtig gut damit aus. (Meine Große kann zum Beispiel sogar „Deinonychosaurus“ sagen ohne über ihre Zunge zu stolpern. Und der Mittlere fachsimpelt gern mit über Brachiosaurus und Archaeopteryx.) Also stand für uns an einem der besagten Regentage fest: Wir gucken uns die Dinos mal aus der Nähe an!

Unser Weg führte uns in das LWL-Museum für Naturkunde, Münster, das sich mit dem berühmten Münster Zoo einen Parkplatz teilt (hätten wir in den Anfahrtsplan geschaut, hätten wir es wissen können, deshalb weise ich hier mal explizit darauf hin). Von Paderborn aus nach Münster zu fahren ist eine langwierige und nervige Angelegenheit von knapp eineinhalb Stunden, aber die Reise hat sich mehr als gelohnt!

Meine Kinder sind jetzt 5 1/2 (Finja), 4 (Jesper) und 1 (Marla), und sie fühlten sich von der Ausstellung alle gleichermaßen angesprochen – und auch wir waren begeistert! Das LWL-Naturkundemuseum Münster zeigt viele Skelette und Nachbildungen und spricht mit Texten und kleinen Filmen und einem kleinen Dinokino unterschiedliche Altersgruppen an. Gezeigt wurden übrigens Ausschnitte aus einer dreiteiligen Dino-Dokumentation, die man auch in der ZDF Mediathek findet. Die ganze Serie (aus Terra X, ist aber z.T. recht blutig – meine stehen drauf!) kennen meine Kids inzwischen auswendig – dies als kleiner TV-Tipp abseits von irgendwelchen furchtbaren modernen Comic-Sendungen und anderem Nonsense, der sich „Kinderfernsehen“ schimpft (mehr dazu an anderer Stelle…)

Wie man ihnen vielleicht ansieht, waren sie schwer beeindruckt. (Und mir fiel erst jetzt auf, dass Jesper sein Raglanshirt aus dem „Dinopunks“-Stoff trägt, hihi, das war gar keine Absicht.)

Auch die Kleine fand die großen Echsen schon interessant. Seit dem Besuch wollen sie alle Forscher werden und deklarieren jeden Schafknochen, den sie irgendwo finden, als Dinoknochen. Ich habe versprochen, die Knochen beim nächsten Besuch einem Experten zu zeigen.

Eins der Highlights war natürlich dieses Skelett. Na, erkennst Du, welcher Räuber das war?
Mich hat am meisten das Pottwal-Skelett beeindruckt, das ich nie und nimmer als solches erkannt hätte. Hier ein Foto von hinten fotografiert:

Verpflegung

Im Dinomuseum gibt es übrigens eine Snackbar, wo wir gegessen haben. Für uns war es genau das Richtige – es gab für die Kinder die obligatorischen Pommes und für uns auch „Erwachsenenessen“ *lach*. Zum Nachtisch natürlich Eis aus der Truhe! Für uns war das alles sehr praktisch – auch mit dem Kinderwagen sind wir gut überall hin gekommen, und wickeln war auch kein Problem!

Zum Abschluss noch eine kleine Bilderflut:

 

 

Weil wir mindestens drei Mal durch die Dino-Ausstellung gelaufen sind, sahen wir erst viel zu spät, dass das Naturkundemuseum Münster ja noch viel mehr zu bieten hat: Zum einen hatten sie da noch das Planetarium und eine schöne Ausstellung über Indianer – aktuelles Lieblingsthema Nr. 2 bei unseren Kindern.

Im Hinausgehen haben wir noch eine „Gruselausstellung“ und und noch die „Tiefsee“-Ausstellung gesehen (also, dass es sie gab! Zum Besuchen hatten wir leider keine Zeit mehr, und leider ist diese Ausstellung unter dem Gesamttitel „Leben in der Dunkelheit“ ausgelaufen).

Fazit: Den Besuch des LWL-Museum für Naturkunde in Münster kann ich allen Familien im näheren (und auch weiteren) Umkreis wärmstens empfehlen. Wir waren selbst bestimmt nicht zum letzten Mal da – auch die Kinder fragen schon, wann wir mal wieder dort hinfahren.

Dinomuseum Münster

 


~KLICK ZUR MUSEUMSWEBSITE~
~KLICK zur Dinoausstellung „Die Urzeit lebt“~
—–

Ich verlinke diesen Post noch mit dem Freutag – denn ich erinnere mich gern an diesen Familienausflug!

Herzliche Grüße,
Sonja

*Die Nutzung der Bilder aus der Ausstellung erfolgt auf freundliche Genehmigung des LWL Naturkundemuseum Münster. Vielen Dank!

7 Sachen sonntags

Endlich bin ich bei dieser tollen Foto-Aktion „7 Sachen Sonntag“ mal wieder dabei. Ich mache es kurz und zeige Euch meine 7 Sachen, die ich heute in der Hand hatte, und verlinke mit der Linkparty bei Grinsestern.1. Petersilie – wurde ein Pesto (mehr darüber demnächst hier auf dem Blog)

2. Besen: Die Terrasse habe ich gefegt

3. Wäsche: wird auch sonntags gewaschen…

4. Locken: Mein drittes Kind bekommt Locken! Voll krass…

5. Ball: Der musste mit auf den Wasserspielplatz, auf dem wir heute waren

6. Müll: Der lag auf dem Spielplatz im Gras – hab ihn weggeräumt…

 7. And the winner is… tja, die glückliche Gewinnerin meines Käferlein-Ebook wird das Ergebnis im folgenden Post erfahren 😉

Lieber Gruß,
Sonja

Armut ist scheiße. Gedanken zum Weltkindertag.

Heute ist der Internationale Kindertag, und das möchte ich zum Anlass nehmen ein paar Gedanken aufzuschreiben, die in meiner sonstigen Blog-Woche viel zu kurz kommen. Ich bin eine leidenschaftliche Mutter von drei bezaubernden, intelligenten und phantasiebegabten Kindern. Ich möchte keinen Tag und keine Nacht missen, die ich mit ihnen erleben durfte. Dafür bin ich unendlich dankbar. Sie haben mir soviel gezeigt und gegeben, reflektieren so viel – sie sind der größte Schatz in meinem Leben, neben meinem Mann natürlich. Meine Kinder haben es ziemlich gut – sie haben weiße, akademisch gebildete Eltern mit einem guten Einkommen. Sie haben Kindergartenplätze und bekommen optimale Förderung, z.B. durch Mal- und Musikkurse. Sie lernen schwimmen, gehen turnen, machen Urlaub, bekommen vorgelesen, werden nicht geschlagen, haben viel zuviel Spielzeug, bekommen ihre Mahlzeiten und unendlich viel Naschwerk usw.

 

Kinderarmut in Deutschland – HartzIV

Leider geht es nicht allen Kindern auf der Welt so. Um ehrlich zu sein sind diese Dinge den wenigsten Kindern auf der Welt vorbehalten. Sogar in unserem Land, einem der mit Abstand reichsten Länder, leben Kinder nicht zuletzt dank HartzIV und der Agenda 2010 unterhalb der Armutsgrenze.

Armutsgrenze in Deutschland? In Zahlen? Bittesehr:

„Als Armutsgrenze gilt in Deutschland für eine allein stehende Person ein Einkommen von  979 EUR monatlich (11.749 EUR im Jahr). Für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren liegt der Schwellenwert bei 2.056 EUR im Monat (24.673 EUR im Jahr). Hierbei werden staatliche Leistungen mit einbezogen. Die Anzahl aller Personen, die in Armut leben, wird als Armutsquote bezeichnet. Weltweit lebt jeder sechste Mensch in Armut und verdient weniger als einen US-Dollar am Tag. Auch in Deutschland lebt jeder Sechste an der Armutsgrenze – in anderen europäischen Ländern wie Spanien liegt die Armutsquote sogar noch höher.“ [Quelle]

Das find ich SCHEISSE. Entschuldigt meine Ausdrucksweise. Das muss ich einfach mal so festhalten.

Armut ist eine Einbahnstraße und Sackgasse für viele Menschen in unserem Land und weltweit. Armut ist eine Abwärtsspirale gemeinsam mit ihren Brüdern Hunger und Gewalt.
Armut betrifft in erster Linie Frauen und ihre Kinder.
Armut verunmöglicht Bildung.
Armut macht krank.

Armut ist scheiße.

Wir haben zuviel davon auf der Welt, vor allem die Kinder.

Bleiben wir erstmal in Deutschland. Mit HartzIV und der Agenda 2010 hat der Abbau des Sozialstaats begonnen – irgendwie kam damals auch der Zusammenhang von „arbeitslos“ und „faul“ auf, und irgendwie hat sich dieses Bild hartnäckig festgesetzt.

Dabei hat dieses Bild nichts mit der Realität gemein: Sehr schön auf den Punkt bringt das mein Lieblingskabarettist Max Uthoff in seinem Programm „Gegendarstellung“. Hier ein Auszug (Youtube).

In diesem Ausschnitt analysiert Uthoff sehr scharfzüngig viele Probleme unserer Gesellschaft – ich möchte bei HartzIV und der systematisierten Armut der Kinder von HartzIV-Empfängern bleiben, weil es einfach nicht in Ordnung ist Menschen und ihre Kinder aufgrund von ökonomischer Schwäche zu diskriminieren.

Ich gehe ganz mit Uthoff, wenn ich die Auffassung vertrete, dass gerade die, die in der Hartz IV-Falle stecken, arbeiten wollen. Niemand legt sich freiwillig auf die „faule Haut“ oder ruht sich in der „sozialen Hängematte“ aus. Solche Bilder halte ich für vollkommen realitätsfern.

Traurige Realität ist leider, dass die Kinder aus Hartz IV-Familien in allen Belangen benachteiligt werden – Bildung an oberster Stelle!  Aktuell treibt unsere Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Frau Nahles, einen Gesetzesentwurf voran, der Alleinerziehenden Hartz-IV-Empfängern weitere Bezüge streichen soll:

„Alleinerziehenden im Hartz-IV-Bezug – und das sind über 40% aller Alleinerziehenden, die allermeisten davon Frauen – soll nun künftig für jeden einzelnen Tag, den ihr Kind Umgang mit dem anderen Elternteil hat, Geld ihrer Hartz-IV-Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts gestrichen werden“ [Quelle inkl. Unterschriftenliste!]

Wenn ich sowas lese, frage ich mich, wer sich sowas ausdenkt. Wie niederträchtig muss man sein? Wie unglücklich? Wie neidisch? Wie missgünstig? Ehrlich, da wird mir schlecht. So gehen wir mit Menschen in unserem Land um. Nur, weil sie keine fette Lobby haben. Weil man es mit ihnen machen kann.

Dieses „social bashing“ von ökonomisch Schwachen (ja, sie sind ökonomisch schwach, NICHT „sozial schwach“ – da fallen mir eher ein paar andere ein) kann ich nicht mehr mit ansehen. Unsere Gesellschaft neigt dazu immer auf die draufzuhauen, die sowieso schon nichts mehr haben. Das lässt sich auch an dem Umgang mit Geflüchteten (ich möchte hier maximal von einer Verwaltungskrise sprechen) beobachten.

Leidtragende sind hier wie dort die Kinder. Wir haben europaweit eine steigende Jugendarbeitslosigkeit, fehlende Bildungsangebote für Kinder armer Familien. Und alles, was der Regierung dazu einfällt ist die Rente ab 70 und weitere Kürzungen für HartzIV-Empfänger.

Aber ich verlaufe mich – das Thema ist zu vernetzt und verzahnt um als geschlossen betrachtet werden zu können, und da ich mich viel mit diesen und anderen Zusammenhängen des Neoliberalismus beschäftige, könnte ich noch tagelang weiterschreiben. Ich belasse es vorerst dabei und vertraue darauf, dass Du Dir Deine eigenen Gedanken machst.

Was tun?  – Möglichkeiten sich zu engagieren

Ja, ich bin auch so eine „Klickaktivistin“; mein Mann und ich spenden regelmäßig für diverse Organisationen, die sich um Menschenrechte, Klimaschutz und auch Kinderrechte einsetzen. Ich möchte Dir hier was rauspicken, wo Du Doch weiter informieren und allein durch Deinen Klick was bewirken kannst.

Ich bin bei der Recherche für diesen Artikel über den Verein „Kinder-Armut e.V.“ gestolpert, der sich mit vielen Projekten engagiert. Als Blogger kannst Du Dich dort einfach melden und den Verein durch die Einbindung dieses Banners bekannter machen:

ring-gegen-kinderarmut

Spenden geht natürlich auch, und auf der Seite gibt’s weitere Möglichkeiten sich zu engagieren!

Es gibt noch viele Organisationen und Vereine, die sich national und international engagieren – ich will die hier keine Liste aufführen, die sowieso nicht vollständig wäre. Dazu gibt es Suchmaschinen, aber wenn Du eine Empfehlung hast, schreib es gern in den Kommentaren!

Armut  und Hunger International

Wenn wir über Armut reden, reden wir über Hunger. 795 Mio. Menschen auf der Erde hungern. Ich will hier nicht den Moralapostel markieren. Auch ich habe in den vergangenen Jahren eine gewisse Denkwandlung durchgemacht.
Aber leider komme ich heute zu dem Schluss, dass unser Reichtum hier in der EU und in Deutschland auf der Armut der anderen basiert, und das macht mich unsagbar traurig. Unsere Politik und die Art, mit der wir Verträge schließen, beutet die Armen aus. Ich glaub, so einfach kann man schreiben. Unsere Gesellschaft wird von Egofetischisten und empathielosen Ignoranten geführt.

Im Deutschlandfunk hat vor einiger Zeit der argentinische Schriftsteller Martín Carparrós sein aktuelles Buch vorgestellt: „Hunger“. In dem Interview kommt er unter anderem zu folgendem Schluss:

„Die 800 Millionen Menschen hungern nicht, weil wir unfähig wären, genügend Nahrungsmittel herzustellen. Im Gegenteil: Wir produzieren mehr, als wir tatsächlich benötigen. Sie werden vielmehr von den ungefähr zwei Milliarden Menschen, von uns Satten in den reichen Ländern, verbraucht. Hunger beruht also nicht auf Mangel, sondern auf der schlechten Verteilung unseres Reichtums an Nahrungsmitteln.“ [Quelle]

Da ist wieder das Verteilungsproblem – leider sind die, die „großzügig“ (achtung, Ironie!) verteilen, die, die erstmal selbst kräftig zulangen und durch diverse Freihandelsabkommen noch mehr Geld aus den Armen herauspressen. Carparrós deckt in dem Interview die vielfältige Verzahnung zwischen Hunger, Armut und Neoliberalismus auf. „Wir“ (aka die EU, die NATO, die USA… wir, der weiße Westen!) machen das mit ganzen Staaten. Zum Beispiel mit Griechenland, um ein aktuelles Beispiel zu nennen. Oder Kenia *KLICK*.

Zu diesem Thema könnte ich noch sehr viel schreiben. Ich werde auch noch einiges dazu auf diesem Blog schreiben, denn auch wenn ich in meiner kleinen Nähwelt glücklich bin, so sehe ich, was da in der Welt passiert. Und es macht mich inzwischen so traurig, dass ich wenigstens in dem mir möglichen, bescheidenen Rahmen, etwas verändere. In meinem Konsumverhalten zum Beispiel.

Diese Welt ist kein Ort für Kinder. Aber wir können was tun, damit es wieder einer wird.

Deshalb schreibe ich hier was dazu, und vielleicht geht es Dir auch so? Dann wären wir schon zu zweit, das fände ich super. Es gibt gaaaanz viele Möglichkeiten sich zu engagieren – vielleicht fällt Dir auch was ein? Es würde mich freuen Deine Meinung zum Thema zu lesen.

In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute und freue mich über jeden Kommentar!
Lieber Gruß,
Sonja

 

Freebook: „Valery“ – Partnerhandschuh nähen

Der Valentinstag rückt näher. Es bleibt nicht mehr viel Zeit um noch schnell was zu nähen. Aber Valery geht ganz fix und ist anfängertauglich – Winterstoffresteverwertung inklusive. Wovon ich rede? Nun, ich habe ein Schnittmuster entworfen, und das gleich in zwei Versionen! Mit diesem Freebook nähst Du für Dich und Deinen Schatz einen Partnerhandschuh. Du kannst mit dem kostenlosen Schnittmuster auch für Geschwister einen Partnerhandschuh nähen. Oder Du nähst einen Eltern-Kind-Handschuh (denn irgendwie laufen wir Mamis ja mehr Hand-in-Hand mit unseren Kiddies statt mit unserem Partner, oder?
  

Partnerhandschuh nähen

 

Die Idee

Auf dem Weg zum Kindergarten gibt es eine gefährliche Stelle: Die Hauptstraße und einen Bahnübergang. Jeden Morgen ermahne ich meine beiden Großen sich an die Hände zu fassen und langsam zu gehen. (Ich schiebe ja die Kleine und kann maximal ein Kind an die Hand nehmen.) Das klappt mal mehr, mal weniger gut.

Jetzt war es in den vergangenen Wochen eher kalt. Ohne Handschuhe war es den Kindern meist unangenehm, weil die Hände kalt wurden und sie das nie hingekriegt haben ihre Hände jackenknutschend zu fassen. Und mit Handschuhen war es mehr Geheule und Gefluche, weil die Handschuhe rutschten, oder zu groß waren oder was weiß ich – ihr kennt das!

Da kam mir dann die Idee mit dem Partnerhandschuh für Kinder. Und weil Valentin auch schon von weitem den Zaunpfahl schwang, war die Deadline für dieses erste Schnittmuster von mir auch schon vorgegeben. Das Projekt „Valery“ war geboren. Wer nun also noch für den Valentinstag nähen möchte und dabei seine Winterstoffreste verwerten will, sollte sich überlegen, ob es nicht vielleicht eine Valery werden soll.

Partnerhandschuh nähen

Ich will an dieser Stelle keine Wissenschaft daraus machen. Valery ist supereinfach zu nähen – wer schon einmal eine von olilus legendären Halssocken genäht hat oder auch eine Babypumphose, wie sie vielfach durchs Netz schwirren, kann Valery im Schlaf nähen und braucht nur das Schnittmuster. Ach was sag ich – die Nähma macht das ganz allein! Wer es sich trotzdem nicht zutraut, kann am Ende dieses Beitrags auch das Nähvideo meiner geschätzten Kollegin Eva Kartoffeltiger ansehen!

Valery in der Eltern-Kind-Version

Schnittmuster und Anleitung

Ich habe eine ausführliche, anfängertaugliche und bebilderte Schritt-für-Schritt-Nähanleitung geschrieben. Das komplette Freebook inkl. Schnittmuster und bebilderter Nähanleitung findet ihr in meinem Shop auf CrazyPatterns oder in meinem Shop hier auf der Seite zum Download.

 

EDIT

Ich habe diesen Post – und das Freebook „Valery Patnerhandschuh“ erstmals im Februar 2016 veröffentlicht. Im November 2016 habe ich das Freebook und den Schnitt überarbeitet, daher die Version „1.2“.

„Valery“ sehr großer Beliebtheit – was mich dazu bewog das Schnittmuster für den Partnerhandschuh und das dazugehörige Freebook einer Revision zu unterziehen und zu überarbeiten. Das hatte ich schon lange vor – mir fehlte nur irgendwie der richtige Moment um mich mit meinen „Altlasten“ zu beschäftigen.

Jetzt, im November 2016, sah ich diesen Moment für gekommen, und tatsächlich war es gar nicht soviel Aufwand, wie ich ursprünglich befürchtete. Die drei enthaltenen Schnittmuster habe ich leicht geändert – die Öffnungen für die Hände sind etwas größer geworden, und der Schnitt der Eltern-Kind-Version etwas „runder“.

Abgesehen davon habe ich den Text leicht überarbeitet und das Freebook vor allem optisch an meine beiden EBooks – die Käferlein Kindergartentasche und roXXanne – angepasst.

Nähvideo: Partnerhandschuh nähen

Eva Kartoffeltiger hat ein tolles Näh-Video zu „Valery“ gedreht, das ich gern hier einbette. Bitte vergesst nicht, Evas Youtube-Kanal zu abonnieren – sie hat unzählige Näh- und DIY-Videos online!

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Lieber Gruß,
Sonja

 

Nun verlinke ich noch mit Nähfroschs „Kostenlose Schnittmuster“, Handmade on Tuesday, Kiddikram und Dienstagsdinge.

Lieber Gruß,
Sonja

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Stoffe Hemmers

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