Kategorie: Mom Life

Paderborn Dom

Paderborn familienfreundlich? – Warum wir in die Domstadt gezogen sind

Vor einiger Zeit bin ich auf eine längst abgeschlossene Eltern-Blogparade gestolpert, in der Elternblogger „ihre“ Städte vorstellen. Die habe ich leider verpasst – trotzdem möchte ich euch „meine“ Stadt aus der Familienperspektive vorstellen. Paderborn und ich – das war nicht immer die große Liebe, und ich bin sehr froh auch ein paar Jahre weg gewesen zu sein. Vor gut zwei Jahren sind wir sehr bewusst wieder hierher zurückgezogen, weil wir Paderborn als sehr familienfreundlich kennengelernt haben. Weil unser bisheriger Standort im Süden Hamburgs für uns als Familie nicht mehr das Richtige war. Warum gerade Paderborn familienfreundlich ist und was für uns als Familie entscheidende Standortfaktoren sind? Das erzähle ich euch heute!

Paderborn – allgemein

Paderborn ist eine kleine Großstadt mit 150.000 Einwohnern und liegt im östlichen Westfalen, ziemlich genau im Bermuda-Dreieck von Bielefeld, Dortmund und Kassel. Ihren Namen hat die Stadt von der Pader, Europas kürzesten Fluss. Sie entspringt mitten in der Stadt, dem Paderquellgebiet, das zugleich einer der schönsten Orte der Stadt ist.

Paderborn gilt als provinziell und ein bisschen rückständig, und ich werde an dieser Stelle gar nicht dagegen argumentieren. Ob diese Stadt provinziell und rückständig ist, kommt enorm auf den Blickwinkel und die eigene Einstellung an. (Und es kommt auch auf den Blickwinkel an, ob man „provinziell“ eher als positiv oder negativ wahrnimmt.)  Natürlich sind „wir Ostwestfalen“ manchmal genau so, wie man es uns nachsagt – dann gehen wir zum Lachen in den Keller, bekommen die Zähne nicht auseinander und reden um Himmels Willen niemals mit Fremden. Aber „wir“ können auch sehr herzliche und kontaktfreudige Menschen sein *lach*. Übrigens habe ich auch schon in größeren und „moderneren“ Städten gewohnt, die in punkto Rückständigkeit durchaus mit dem Ruf Paderborns mithalten könnten. Aber dies nur am Rande.

Paderborn Paderquellgebiet

Infrastruktur, Stadtbild und Innenstadt

Die Innenstadt selbst ist nicht wirklich groß. Was mich in größeren Städten schon manches Mal zur Verzweiflung gebracht hat, ist hier alles recht nahe gelegen: Wer gut zu Fuß ist, kann die Paderborner Innenstadt innerhalb von 15 Minuten durchqueren. Die Wege sind kurz und man muss nicht drei U-Bahnstationen vom Café zum Kino und zum Shopping fahren. (Eine U-Bahn oder Straßenbahn gibt es auch gar nicht.) Der Nachteil: Man hat dann recht schnell alles gesehen. Natürlich gibt’s hier noch viel zu entdecken – gerade die Stadtgeschichte und viele alte Bauten haben viel zu erzählen, z. B. der Paderborner Dom (s. Titelbild).

 

(Kirchen haben wir eine ganze Menge hier – das ist typisch für diese Stadt, die zugleich ein Erzbistum ist und wahrscheinlich die katholischste Stadt nach dem Vatikan *hust*. Da muss man sich drauf einstellen, wenn man hierher zieht – die Stadtgeschichte ist eng mit der Kirchengeschichte verknüpft. „Die Paderborner“ sind heute aber auch nicht mehr alle katholisch.)

Paderborn Domplatz

Bei der Erreichbarkeit und Infrastruktur kommt gleich ein unschlagbarer Vorteil Paderborns im Vergleich zu anderen Städten: Die Parkgebühren sind lächerlich gering. Zentral kann man wunderbar in der Tiefgarage parken, über die man diverse Geschäfte trockenen Fußes erreicht. Außerdem sind rings um den „inneren Ring“ günstige Parkplätze zu finden – wenn nicht gerade Libori ist – dann fährt man am besten mit den Öffis.

Besorgungen sind in der Innenstadt schnell gemacht, für kurzweilige Erholung und Pausen sorgen viele Cafés. Als Mama nutze ich die nur sehr selten, denn entgegen dem Klischee sitze ich NICHT ganze Vormittage dort um mit anderen gelangweilten Mamas Kaffee zu trinken und mich über neueste Breigerichte auszutauschen.

Entscheidungsfaktor: Betreuungsgebühren

Soweit klingt das nach einer ganz normalen Kleinstadt. Was macht Paderborn also familienfreundlich? Für uns war das ausschlaggebende Argument nach Paderborn zu ziehen ganz schlicht und ergreifend: Geld. Ich möchte in Erinnerung rufen, dass wir seit unserem Umzug den Spagat zwischen Hamburg und Paderborn machen, denn Stefan arbeitet nach wie vor vier Tage die Woche in Hamburg! Lohnt sich das also für uns als Familie? Immerhin hat er auch die Fahrerei und den zweiten Wohnsitz zu bezahlen.

Kurzer Rückblick in unser Leben vor Paderborn: Vorher lebten wir im Süden Hamburgs (recht weit außerhalb – von wegen Provinz!). Wir hatten damals zwei Kinder Vollzeit im Kindergarten und Krippe und waren im Monat locker 700€ für die Betreuung los. Dabei war die Qualität der Betreuung zumindest in einem Kindergarten eher mäßig. Neben meiner persönlichen Jobhölle (hier habe ich schon einmal darüber geschrieben) war diese Zeit alles andere als lustig.

Tatsächlich gibt es hier ein sehr familienfreundliches Gebührenmodell. Natürlich richten sich die Gebühren hier auch nach der Stundenzahl und dem Einkommen, allerdings ist allein die Tabelle schon sehr viel familienfreundlicher (und realistischer) gestaltet. In unserem vorherigen Ort erreichte man schon mit einem kleinen Einkommen ganz schnell die höchste Bezahlstufe, wohingegen die Staffelung hier sehr viel „humaner“ ist.

Paderborn Markt

 

Ab dem zweiten Kind wird die Rechnung interessant

Interessant wird die Rechnung mit den Betreuungsgebühren ab dem zweiten Kind. Denn wer „nur“ ein Kind hat, kann womöglich die paar Jahre irgendwie überbrücken. Und da es mit „nur“ einem Kind deutlich einfacher ist auch als Mutter wieder in den Beruf zurückzukehren, fällt dieses Loch in der Familienkasse bei Ein-Kind-Familien oder auch Familien mit zwei Kindern nicht so sehr ins Gewicht. (Das soll jetzt keine neidvolle Klage sein, ich bin ja mit meiner Lebenssituation mehr als glücklich und stehe voll dahinter! Und ich will auch niemand verurteilen, der „nur“ ein Kind hat. Aber faktisch ist vieles schneller wieder möglich als wenn man vier Kinder hat, z.B. in den Beruf zurückzukehren…)

In unserem letzten Wohnort zahlte das erste Kind 100% Gebühren, das zweite 75% und das dritte 70%. Ab dem dritten Kind hätten wir also circa 900€ im Monat nur für den Kindergarten bezahlt. Finja wäre dann in die Schule gekommen; die Nachmittagsbetreuung hätte „nur“ 150€ gekostet. Jesper wäre dann aber auf 100% gerutscht und Marla auf 75%. Macht in Summe immer noch 900€. Das wäre für uns nicht bezahlbar gewesen – ein viertes Kind hätten wir uns schlichtweg nicht leisten können. Die Schulbetreuung ist auch eine halbe Stunde kürzer als der Kindergarten – wir hätten also zusätzlich auf Stunden (und damit Gehalt) verzichten müssen um es irgendwie hinzubiegen. Dass das auch eine nervliche Belastung ist und früher oder später zwangsläufig zum Streitthema wird, kommt noch hinzu!

 

Das Paderborner Gebührenmodell: 11.000€ in zwei Jahren gespart

Was ist jetzt an dem Paderborner Gebührenmodell so toll? Ich habe schon die viel humanere Staffelung in der Berechnungstabelle erwähnt.  Zudem sind die Gebühren an sich um einiges günstiger, was allein schon unsere monatliche Belastung immens zurückgeschraubt hat. Abgesehen davon gibt es eine Besonderheit hier in Paderborn, die eigentlich bundesweit gelten müsste, wenn man ernsthaft daran interessiert ist Eltern und potentielle Eltern zum Kinderkriegen zu bewegen (und zwar zum mehrfachen Kinderkriegen!): Geschwister haben eine Flatrate!

Wir bezahlen nur für das älteste Kind im Kindergarten, alle weiteren Kinder gehen kostenlos.

Kostenlos? Kostenlos!

Und zwar auch dann, wenn das älteste Kind im Vorschuljahr ist und selbst nichts mehr bezahlen muss! Das bedeutet tatsächlich, dass wir in dem Jahr, in dem unser ältestes Kind Vorschulkind ist, alle Geschwister auch nichts bezahlen müssen! Zum Vergleich: Das kostenlose Jahr vor der Einschulung gab es in unserem bisherigen Wohnort auch, allerdings rutschte dann ja Kind Nr. 2 auf 100% Beitrag.

Wir bezahlen natürlich noch Essensgeld, das hier taggenau abgerechnet wird (das war in dem letzten Kindergarten auch nicht so). Wenn wir wegen Krankheit, Urlaub oder unserem Familientag die Kinder mal vor dem Mittagessen abholen, müssen wir es auch nicht bezahlen! Im letzten Kindergartenjahr machte das für zwei Kinder schon so 200€ aus! Übrigens ist die Betreuungsqualität hier deutlich besser als in unserem letzten Kindergarten, in dem die Belegschaft dauerkrank war und wir in nur zwei Jahren diverse Personalwechsel miterlebt haben.

Hier gehen die Kinder in einen katholischen Kindergarten, was mich als erklärte Heidin durchaus schon zum Grübeln gebracht hat. Aber der Kindergarten ist top eingerichtet, die Erzieherinnen sind allesamt engagiert, kompetent und hervorragend ausgebildet – und auch wenn Finja sich immer über das Essen beschwert, so weiß ich doch, dass sie hier sicher und geborgen aufgehoben sind. (Seit sie mittags zuhause ist, beschwert sie sich auch – wenn es nicht gerade Kartoffeln mit Sauce Hollandaise gibt…)

Stefan hat übrigens neulich mal ausgerechnet, was wir bisher so an Kindergartengebühren gespart haben und kam auf grob 11.000€ in gut zwei Jahren. Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen.

 

Paderborn familienfreundlich

 

Bezahlbarer Wohnraum, Kindergartenplätze, Familienkarte

Neben diesem Faktor brauchten wir nicht so viele weitere Argumente um uns für Paderborn zu entscheiden.Tatsächlich beobachte ich bei uns und im Bekanntenkreis, dass Geld für Familien ein Dauerthema ist. Das mag auch schon immer so gewesen sein, das kann ich nicht beurteilen. Aber haben sich gut verdienende Paare auch früher schon gegen weitere Kinder entschieden, weil sie es sich nicht leisten konnten? Wir haben den Fall bei Freunden, die noch an unserem letzten Wohnort leben. Sie hätten gern ein drittes Kind. Sie arbeiten beide in gut bezahlten Positionen. Aber aus finanziellen Gründen (Kinderbetreuung + Kredit) haben sie sich dagegen entschieden. Das finde ich schon sehr traurig.

Klar, es können jetzt nicht alle hierher nach Paderborn kommen – aber vielleicht kann das Modell hier (deswegen stelle ich das ja vor) ja Eltern in anderen Regionen inspirieren mal die eigenen Kitagebühren in Frage zu stellen.

Für uns war es definitiv die beste Entscheidung. Meine Familie lebt hier, da hatten wir also einen Anlaufpunkt. Stefans Familie lebt noch in Hamburg, weshalb er da unter der Woche günstig wohnen kann. Und wir hatten das sagenhafte Glück, dass wir nun auch das Haus meiner Mutter kaufen konnten. Überhaupt eine Immobilie zu kaufen wäre im Großraum Hamburg gar nicht drin gewesen.

Hier ziehen die Immobilienpreise seit ein paar Jahren auch ganz gut an, aber noch ist es möglich sich als Familie den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen. Es gibt im Raum auch immer mal wieder neue Baugebiete – die Warteliste ist allerdings lang! Bevor ihr jetzt also alle die Koffer packt und hierher zieht, empfehle ich eine eingehende Recherche. Und: Die Preise sind auch hier deutlich angestiegen, hinter vorgehaltener Hand wird hier auch von Immobilienblase gesprochen. Von halben Millionen für ein mickriges Grundstück mit baufälligem Haus drauf sind wir hier aber noch ein bisschen entfernt.

Das Angebot an Kindergärten und Schulen ist (soweit ich das bisher überblicke) ausreichend. Im Moment wächst die Nachfrage nach Kindergartenplätzen – wir erleben in Paderborn tatsächlich einen Zuzug von Familien. Wir haben unseren Jüngsten also schon angemeldet, auch wenn er noch zwei Jahre Zeit hat. Bei uns im Ort sind drei Kindergärten, die alle voll ausgebucht sind und gar nicht alle Kinder aufnehmen können. Auch hier empfehle ich eine Recherche. Die Kindergartenplatzvergabe wird zentral über einen KiTaNavigator gesteuert, da kann man seinen Bedarf eingeben, und die Stadt kann besser planen.

Zur Wohn- und Betreuungsfrage kommen weitere Dinge, die mir hier in Paderborn einfach gut gefallen, z.B. die Familienkarte, die uns zahlreiche Vergünstigungen verschafft, etwa in die Landesgartenschau. Es gibt hier ein großes Angebot toller Spielplätze, die ich euch im Einzelnen noch vorstellen will, und viele Freizeit- und Bildungsangebote, die alles andere als „provinziell“ sind.

Paderblog

Dieser Beitrag ist der Auftakt einer kleinen Paderborn-Serie. Ich lebe inzwischen sehr gern hier und weiß, dass meine Kinder hier gut aufwachsen können. Deshalb möchte ich gern das familienfreundliche Paderborn vorstellen, das ich inzwischen sehr zu schätzen weiß. Viele Dinge auf dem Schulhof sind hier noch ein bisschen „provinziell“, und das finde ich auch ganz gut. Darauf werde ich sicher in einem der kommenden Beiträge näher eingehen. Wenn Du keinen neuen Beitrag verpassen willst, dann trag dich doch in meinen neuen Pader-Newsletter ein!

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Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr „zufrieden“ mit Eurer Stadt? Und wie sind die Gebührenmodelle bei euch? Und habt ihr schon die Koffer gepackt um herzuziehen? 🙂

Bis demnächst,

Eure Sonja

 

Links

Stadt Paderborn – offizielle Seite

Familien Service Center Paderborn

Paderborn in der Wikipedia

Pader, Wikipedia

Erzbistum Paderborn

Mein Bücherregal – Ulrikes Buchwoche

Dieser Blogpost kommt nun ganz ungeplant und außer der Reihe. Schuld ist ganz allein Ulrike von Ulrikes Smaating. Sie veranstaltet derzeit nämlich eine Buchwoche mit ganz vielen wunderbaren DIY- und Nähideen rund um das Buch. Sie hat auch eine Linkparty geschaltet, in der man sein Bücherregal vorstellt. Und da ich im Grunde meines Herzens voll und ganz bibliophil bin und außerdem gedenke die Bücherecke auf meinem Blog noch ein bisschen auszubauen, lasse ich alles andere ruhen und zeige euch heute: MEIN BÜCHERREGAL. Dazu erzähle ich außerdem meine ganz persönliche Buchgeschichte…

 

Buchliebe

Ich habe immer schon mit Begeisterung gelesen. Angefangen hat es mit der Buchliebe meiner Eltern, die mir viel vorgelesen haben. (Vorlesen – das erlebe ich bei meinen Kindern – kann ich gar nicht hoch genug einschätzen!) Mein Vater hat sehr viel und gern gelesen, und ich erinnere mich noch, dass er uns schon früh „Robinson Crusoe“ vorgelesen hat, und „Die Schatzinsel“. Nach seinem Tod (er ist sehr früh gegangen, als wir noch Kinder waren), habe ich das Buch, das er vorgelesen hatte, selbst zuende gelesen. Und irgendwie habe ich nicht mehr aufgehört zu lesen. Ich habe zum Beispiel alle seine Karl-May-Bücher gelesen.

Natürlich hatte ich auch „eigene“ Bücher – ich habe damals viel Enid Blyton gelesen und Astrid Lindgren. „Die Brüder Löwenherz“ hat mir sehr sehr viel gegeben, speziell nach dem Tod meines Vaters. Später folgte (da muss ich 13 gewesen sein) „Die Nebel von Avalon“ und natürlich „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ – alles Bücher meines Vaters, Schätze in meinem Bücherregal. Ich besitze noch diesen alte grüne Ausgabe. Hier ein Blick in mein Fantasy-Regal (den „Hobbit“ habe ich mal geschenkt bekommen, das Buch meines Vaters ist verschollen. Neulich hab ich den „Hobbit“ den Kindern vorgelesen und wir haben den Soundtrack des Films dazu gehört. Ich freu mich schon die Filme mit den Kindern zu gucken!)

Dem Fantasy- und History-Genre bin ich seit jener Zeit verfallen, auch wenn ich auch andere Romane lese (sofern ich dazu komme). Natürlich bin ich ein Riesenfan von Game of Thrones:

Und nein, die Serie habe ich abgebrochen, weil die Bücher einfach BESSER sind. Wie es ausgeht, habe ich mir selbst zusammengereimt. Wie einige Stammleser wissen, schreibe ich selbst kreativ und kenne mich ein wenig mit dem Plotten von Geschichten aus – Charakterentwicklung, Strukturierung einer Geschichte, etc. George R.R. Martin macht es natürlich meisterlich perfekt, aber allein anhand des Untertitels „A Song of Ice and Fire“ kann man schon sooooo viel erfahren. *SPOILER ALERT* Ich wusste also bereits während Jon Snow noch fiel, dass dies NICHT sein Ende sein würde. Er muss am Ende mit Daenaerys zusammenkommen. Muss einfach. (Sorry für den Spoiler – nehmt es als Fantheorie! Mehr verrate ich auch nicht ;)). */SPOILER AUS*

Die GoT-Bücher lese ich auf englisch. Ich kann mit ein wenig Stolz von mir behaupten, dass mein Englisch ausgezeichnet ist (wir gucken auch Filme auf englisch), und ich möchte gern „drin“ bleiben, also lese ich einiges im Original.

Ein Blick in andere Stellen meines Bücherregals zeigen: Ich lese nicht nur Fantasy. Wenn ich denn mal zum Lesen komme, lese ich auch gern historische Romane oder sowas hier:

„Gute Geister“ kann ich sehr empfehlen; ich habe es geschenkt bekommen und verschlungen! Ein tolles Buch über drei Frauen, Apartheid und amerikenische Südstaatengeschichte. „Die Shakespeare-Morde“ ist ein packender Krimi, der vor allem Literaturwissenschaftler begeistern wird: Ein Krimi im universitären Literaturumfeld, der auch der Frage nachgeht: Wer war William Shakespeare? Die Autorin ist übrigens selbst Professorin (?) und Expertin auf dem Gebiet.

Hier noch ein paar Romane:

Literaturwissenschaft

Meine Buch- und Schreibliebe führte mich zur Germanistik. Mein erster Berufswunsch war immer Schriftstellerin – ein Traum, der noch immer nicht ausgeträumt ist. Literaturwissenschaft zu studieren ist in Anbetracht des neoliberalen Kapitalismus Kamikaze. Aber ich bin ja son Typ, der sich dann „Jetzt erst Recht“ denkt. Wenn einer zu mir was von „unmöglich“ sagt, könnt ihr meine Augen blitzen sehen, haha!

Literaturwissenschaft ist natürlich was anderes als Stephen King, den ich sehr verehre. Also habe ich viele Klassiker gelesen, interpretiert, und lange Arbeiten verfasst – Kafka, E.T.A. Hoffmann, die Romantik, Realismus, Moderne, Post-Moderne… Auch Philosophie und Kulturtheorie, sowie Gender Studies und Frauenforschung waren Themen, die mich auch immer noch beschäftigen – heute weniger auf universitärem Niveau natürlich. Aber das sind ja Themen, die einfach kommen, spätestens wenn der Sohn gern im Kleid in den Kindergarten gehen will. (Darf und soll er natürlich!)

Gelesen habe ich also viel Judith Butler, Simone de Beauvoir, Walter Benjamin und noch klassische Philosophen – Nietzsche zum Beispiel, und Schopenhauer natürlich. Der war in meiner Magisterarbeit (über die „Unio Mystica“ bei Rilke – so ein ganz klassisches Literaturwissenschaftler-Thema *lach*) auch sehr präsent als Vordenker der Moderne.

 

Kinderbücher

Heute lese ich kinder-, blog- und nähbedingt leider viel zu wenig. Aber meine beiden großen Kinder sind so langsam in einem Alter, in dem man ihnen endlich „richtige“ Geschichten vorlesen kann. Den „Hobbit“ haben wir neulich gelesen (dabei habe ich arg gruselige Orks-Abmurks-Sätze .. äh… geschönt), und sie waren begeistert. Momentan sind wir im Schule der magischen Tiere-Fieber, wir lesen gerade Band 2. Demnächst wird auch eine weitere Buchvorstellung folgen – der Carlsen-Verlag hat uns netterweise schon einen weiteren Band zugeschickt (mehr dazu bald, wenn wir soweit sind!).

Habe ich schon betont, wie wichtig Vorlesen für die Entwicklung der Kinder ist? Bei uns gibt es zum Beispiel keinen Fernseher. Ok, wir haben uns so ein Heimkino mit Beamer und Leinwand gebaut, aber das können die Kinder nicht selbst bedienen, und wir wählen gemeinsam aus, was und wann geguckt wird. Von den Erzieherinnen bekomme ich immer sehr positives Feedback – meine Kinder können noch richtig spielen und in Rollenspiele eintauchen. Das ist nicht mehr selbstverständlich – es gibt ja auch Dreijährige, die über Bilderbücher „wischen“!

Hier nun ein kleiner Ausschnitt unserer Kinderbibliothek – die Großen haben inzwischen ihre Bücher auf ihren Zimmern, das hier ist mehr so das Kleinkinder-Bücherregal. Aufgeräumt ist das eigentlich nie, aber das gehört sich für einen bibliophilen Haushalt wie den unseren auch so, finde ich.

Ich kenne ja auch Leute, bei denen keine Bücher oder CDs in den Schränken stehen – alles nur weiße Fassade und Deko. Klar sieht das dann wie bei „Schöner Wohnen“ aus, aber auch seelenlos (meiner Meinung nach).

Ich schließe diesen Artikel mit einem Bild, das ich vor einiger Zeit bei der instagram-Challenge #meetthebloggerDE gepostet habe – insofern schließt sich hier ein Kreis:

a room without books is like a body without soul

 

Nun gebe ich ab zu Ulrikes Linkparty – die findet ihr HIER!

Bis demnächst,

Sonja

 

 

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Drehkleid nähen Freebook

Drehkleid nähen – mit passender Schultüte

hier bei Etsy*Die Einschulung meiner Großen liegt nun schon ein paar Tage zurück, aber das Einschulungsoutfit will ich euch natürlich nicht länger vorenthalten! Ich wollte zur Einschulung mal wieder ein Drehkleid nähen, natürlich mit passender Schultüte. An der habe ich auch meine ersten Stickversuche gestartet. Stickversuche? Ja genau! Ich habe mir während der Sommerpause einen Wunsch erfüllt und mir eine Stickmaschine gekauft. Die stelle ich euch natürlich demnächst noch vor! Leider war hier in den letzten Wochen soviel anderes wichtig, dass ich bisher nur wenig mit dem neuen Spielzeug sticken konnte – aber es wird besser! Nun aber zurück zum Thema: Das Drehkleid zur Einschulung!

Der große Tag: Die Einschulung

Die Einschulung ist der erste richtig große Einschnitt im Leben. Es kommt mir noch gar nicht so lang her vor, dass Finja mich zum ersten Mal zur Mama gemacht hat. Und jetzt komme ich ins Schwärmen wie eine Oma, wenn ich mich frage, wie denn bitteschön fast sieben Jahre so schnell an einem vorüberziehen können? Zu meiner Verteidigung kann ich sagen, dass nach Finja eben noch drei Geschwister kamen und ich vollauf beschäftigt war und bin. Kein Wunder also, dass die Zeit so schnell verflog!

Und jetzt geht sie tatsächlich jeden Tag ganz brav zur Schule. Den Anfang, die Einschulung, haben wir natürlich gebührend gefeiert. Ich habe Finja ein neues Kleid genäht und passend dazu die Schultüte. Diese Bilder sind bereits einen Tag vor der Einschulung entstanden, weil der Einschulungstag verregnen sollte (und dann auch wirklich verregnete). An ihrem ersten Schultag hat Finja aber doch das Kleid getragen – mit Strumpfhose und schlichtem weißen Pulli drunter. Die wollte sie sowieso dazu anziehen. Aber die Fotos haben wir noch in der Sommerversion gemacht!

Drehkleid nähen Freebook - Schultüte nähen

Zur Einschulung ein Drehkleid nähen…

Bei dem Schnittmuster hatte ich einfach richtig Glück. Es ploppte einfach in meinem Facebook-Feed auf: Prinzessin Farbenfroh hatte für ca. 25 Stunden eine Freebook-Aktion gestartet, bei der sie gleich drei ihrer ebooks als Freebooks anbot!! Ich habe natürlich zugeschlagen. Das Neckholderkleid „Evelyn“* war sofort mein Favorit für die Einschulung, und so brauchte ich nur noch Stoff! Inzwischen gibt es das Schnittmuster für das Drehkleid hier bei Etsy*.

Drehkleid nähen

Ich habe eine eher schlichte Variante der „Evelyn“ genäht – da wäre definitiv mehr Tüddel möglich gewesen. Leider sitzt mir ja die Zeit immer sehr im Nacken, und neben dem Probenähen für die BeachBag und dem Umzug des Blogs hatte ich nur wenig Zeit um Kleid und Schultüte fertig zu kriegen. Trotzdem liebt Finja ihr neues Kleid!

Um den Schnitt einmal rundherum vorzustellen: Es handelt sich um ein Neckholder-Kleid, das im Nacken mit Knöpfen geschlossen wird. Am Rücken wird gerafft. Ich hatte erst befürchtet smoken zu müssen, aber die Lösung war dann viel einfacher. Einen Smok zu nähen will ich aber unbedingt auch mal probieren – bisher habe ich mich nicht getraut, finde gesmokte Nähte aber ein sooo schönes Stilelement!

Hier seht ihr das Kleid einmal in Aktion:

Drehkleid nähen

Der Dreh-Effekt kommt nicht ganz an mein Drehkleid-Liebling, den Peppermint Swirl Dress, heran, aber Evelyn ist ein kleines bisschen „erwachsener“ und passt gut zu meinem großen Schulkind. Ich könnte mir eventuell vorstellen beide Kleider einmal zu kombinieren – das Top von Evelyn mit dem Rockteil vom Peppermint Swirl? – Das Projekt merke ich mir mal für kommenden Sommer! (Der PSD ist ja auch so ein Schnitt, für den ich eine lange Überwindungszeit brauche. Der ist eigentlich in vier Stunden zugeschnitten und genäht, wenn man sich ranhält, aber die ganzen Stoffmassen schrecken mich doch immer wieder ab…)

Du willst ein Drehkleid nähen? Vielleicht ist "Evelyn" etwas für dich? Ein verspieltes Neckholderkleid für den Sommer und/oder zur Einschulung!

Zurück zu „Evelyn“: Das ebook ist sehr gut bebildert und die Nähanleitung verständlich geschrieben. Ich bin ja nicht so der ebook-Leser, muss ich gestehen. Nur die Sache mit dem Rücken habe ich mir genau angesehen – ich freu mich ja, wenn ich bei einem Schnitt neue Techniken lerne!

Drehkleid nähen

Schultüte nähen – mit Stickerei!

Die Schultüte habe ich passend zum Kleid genäht. Ich habe dafür keine Anleitung gebraucht, sowas nähe ich im Vorbeigehen. Und weil das Internet voller Anleitungen zum Schultüten-Nähen ist (und wegen Zeitmangel) habe ich auch keine Anleitung geschrieben. Den Rohling habe ich von hier* – die haben eine Filiale hier in Paderborn.

Schultüte nähen

Ich habe die Schultüte kaum betüddelt, weil der Schwerpunkt auf der Stickerei liegen sollte. Ich habe dank eines heißen Tipps von Ellen eine wunderbare Plattform für Stickdateien gefunden: Urbanthreads.com! Dort wurde ich nach kurzer Suche schnell fündig – hier – und das Pferdchen werde ich mir sicher auch nochmal irgendwohin sticken; ich liebe dieses Motiv!!

Hier seht ihr das Motiv noch einmal in groß. Urpsprünglich wollte ich das Motiv auch auf das Kleid sticken – das mittlere Teil bietet sich da förmlich an. ABER die Datei war zu groß, und ich war mir dann unsicher und hab es vorsichtshalber gelassen. An das ganze Thema sticken will ich mich nun immer mehr herantasten.

Stickdatei Pferd mit Federn

Damit verabschiede ich mich für heute und verlinke noch mit Made4Girls und kiddikram.

Was habt ihr so zur Einschulung genäht?

Viele Grüße,

Sonja

*affiliate Link: Wenn Du etwas über den Link bestellst, erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch keinerlei Mehrkosten.

(Anzeige) A Surfer Story ~ mit dem 3D Puzzle Volkswagen T1*

Ich durfte eine kleine Zeitmaschine zusammenbauen. Kultstatus genießt er schon lange – jetzt gibt es ihn auch im Miniformat für Zuhause: Die Rede ist vom Volkswagen T1 – auchbekannt als „Bulli“. Von Ravensburger gibt es ihn nun als 3D Puzzle Zeitmaschine. Denn beim Zusammensetzen des 3D Puzzle Volkswagen T1 wurden bei einige Erinnerungen lebendig: Nicht nur an unseren schönsten und bisher längsten Urlaub, sondern auch den größten Traum, den wir uns bislang erfüllt haben: Ein Surf-Road Trip mit dem Bulli durch halb Europa – einmal Surfen und zurück. Mit zwei kleinen Kindern! Heute erzähle ich euch meine Surfer Story, während ich dieses 3D Puzzle zusammensetze.

 

A Surfer Story: Australien und Marokko – wie alles begann

Wir haben 2013 unsere zweite Elternzeit genutzt um uns den Traum vom Surfen zu erfüllen. Hier habe ich schon einmal ganz kurz davon erzählt. Aber unsere Surfer Story begann eigentlich viel viel früher, nämlich als Stefan und ich uns kennenlernten: Ich hatte damals einen dreiwöchigen (viel zu kurz!) Backpackertrip nach Australien gebucht. Und Stefan hat, nachdem wir uns sehr schnell verliebt hatten, kurzerhand auch einen Flug gebucht. Und so sind wir gleich zu Anfang unserer Beziehung einmal um die Welt geflogen – er über Amerika, ich über Asien: wir haben damit sogar die Welt einmal umarmt.

 In Australien haben wir in kurzer Zeit viel gesehen – allein über unseren Australien-Trip könnte ich noch ganz viel erzählen! Aber es geht heute um unsere „Surfer Story“: Auf einer Tour nach Kangaroo Island haben wir unsere erste Surfstunde genommen, und seitdem war es um uns geschehen. Ich weiß nicht, ob das jemand nachvollziehen kann, der noch nie auf einem Surfbrett gestanden hat (?). Alles, was du je über die Magie des Wellenreitens gehört oder gelesen hast ist wahr! Es gibt kein großartigeres Gefühl auf dieser Erde, nicht einmal auf einem Pferderücken zu sitzen.

Damals, auf Kangaroo Island, wuchs in uns beiden die Sehnsucht nach Wellen und Surfen (auch wenn aus uns wohl niemals mehr Supersurfer werden, aber darum gehts beim Surfen ja auch gar nicht.)

Wir planten unseren nächsten Urlaub nach Taghazout, Marokko – dieses Mal eine ganze Woche lang Surf Camp! Taghazout galt als Geheimtipp für Surfer, ebenso das nahe gelegene Essaouira.Leider hatten wir damals (es war Februar) richtig Pech mit dem Wetter – der Urlaub war total verregnet. Vor der Küste hatte es einen Orkan gegeben, der die die Strömungen über Wochen durcheinander gebracht hat. Wir haben nicht einmal auf dem Surfbrett gestanden, obwohl wir es jeden Tag tapfer versucht haben. Ich war völlig entmutigt und niedergeschlagen, als wir nach Hause flogen.

(Das einzig Schöne am Ende dieses Urlaubs: Finja! Wir hatten zuvor erfolglos versucht schwanger zu werden – der verunglückte Surftrip hatte es nun möglich gemacht.)

A Surfer Story: Unser Trip mit dem Bulli durch Europa

2013 – drei Jahre und zwei Kinder später – wagten wir einen erneuten Versuch und starteten unseren sechswöchigen Road Trip durch Europa!Warum das 3D Puzzle des Volkswagen T1 so eine Zeitmachine für uns ist: Wir hatten schon lange von einem eigenen Bulli geträumt (ich glaub, mit diesem Traum sind wir nicht allein?), und lang haben wir gesucht, bis wir unseren Volkswagen T4 – wir nennen ihn „Wilbur“, nach den Traveling Wilburys 😉 – gefunden haben. Wir fahren ihn übrigens immer noch!

Wir starteten in Hamburg, fuhren quer durch Frankreich entlang des Mittelmeers, durch Spanien bis nach Portugal, wo wir zwei Wochen lang in einem fantastischen Surfcamp verbringen durften, und das mit unseren beiden kleinen Kindern!

Insgesamt waren wir sechs Wochen lang unterwegs – von Campingplatz zu Campingplatz. Das Bild oben ist aus Spanien, und ihr bekommt einen Eindruck davon, wie wir da so gezeltet haben. Das große Vorzelt war fest am Bulli installiert. Die ganzen deutschen und holländischen Rentner, die um uns herum campten, wurden alle ganz nostalgisch: Sie seien ja früher auch alle mit VW Bulli durch die Weltgeschichte gefahren.

In Portugal waren wir dann zwei Wochen in Aljezur und hatten dort das Glück, dass wir in einer Bucht surfen lernen konnten, wo die Wellen sehr anfängertauglich und ganz regelmäßig reinkommen, das sieht man auf dem Bild glaube ich sehr gut! Ich muss gestehen, dass ich nach der Marokko-Erfahrung eigentlich so demotiviert war, dass ich keinen Bock hatte es überhaupt zu versuchen.

Außerdem hatte ich echt Angst vor dem Wasser, auch wenn es nicht sehr tief war, und überhaupt war ich vor dem Urlaub sehr gestresst gewesen, sodass ich eigentlich gar nicht surfen wollte.

Aber zum Surfen gehören solche Momente des Zweifels und Nicht-Wollens auch dazu – und das ist nur eine der vielen Wahr- und Weisheiten, die man vom Surfen lernen kann. Rückblickend muss ich sagen, dass diese zwei Wochen Surfcamp sogar Einfluss auf meine ganze Lebenseinstellung hatten.

 

Nach der ersten Surfstunde (in der ich schon gestanden habe, yeah me!!) war ich wieder „angefixt“ und plötzlich süchtig nach Surfen! Die Angst blieb trotzdem noch sehr präsent, aber viele kleine und große Dinge des Lebens wurden mir in dieser Zeit bewusst. Oder besser: Vieles, das mir erst viel später klar wurde – über das Leben allgemein und über mein Leben im Besonderen – begann dort, in Aljezur, auf einem Surfbrett.

 

The worst day on the beach ist still better than the best day at work

Surfen ist (für mich, auch wenn ich seitdem nicht mehr die Gelegenheit hatte) mehr als auf dem Brett stehen. Ich glaube, das wird jeder bestätigen, der schon einmal gesurft ist: Es steckt die Magie der Freiheit darin.Es ist auch völlig egal, ob man Anfänger ist oder Profi. Ich habe einen Surfer kennengelernt, der sinngemäß sagte: „Für einen Anfänger kann heute der beste Tag seines Lebens sein, und für mich ist heute vielleicht nicht so gelaufen. Es ist dieselbe Welle, und doch nimmt jeder sie anders wahr.“

Daher kommt auch der Spruch „Der schlimmste Tag am Strand ist immer noch besser als der beste Tag im Büro.“

Surfen ist mehr als Sport – es steckt eine Menge Lebensweisheit darin. Ich habe von meinem Surflehrer und vom Surfen viel über das Leben gelernt, und auch – darüber erzähle ich euch ein anderes Mal – über das Kinderkriegen.

Das Ravensburger 3D Puzzle Volkswagen T1

Als ich jetzt die Gelegenheit hatte das 3D Puzzle Volkswagen T1 von Ravensburger zu puzzeln, habe ich natürlich nicht gezögert! Sofort war die Erinnerung an unseren Surf-Trip da, und mit ihr das Fernweh – der Wunsch nach Wasser, Sonne, Sand und dem unbeschreiblichen Gefühl von Wasser getragen zu werden.

Das 3D Puzzle Volkswagen T1 – das sich übrigens entgegen meiner ersten Befürchtung problemlos und sehr fix zusammenbauen ließ – bekommt natürlich einen Ehrenplatz bei uns.

Der kleine Bulli wird uns immer an unseren großen Trip erinnern und uns ermahnen fit zu bleiben. Irgendwann wollen wir noch einmal einen Surftrip starten können. Denn die Sehnsucht nach den Wellen ist geblieben. Und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es noch einmal klappen wird.

Eins fehlt noch: Ihr wollt mich jetzt surfen sehen. Da:

Damit wünsche ich euch jetzt noch eine schöne Woche!
Lieber Gruß,
Sonja

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Rückbildungskurs? -> Über Mamas Freiheit und das Pipi-Anhalte-Gefühl

Während unsere Kinder momentan in absoluter Topform sind, muss ich mir meine Form wieder mühselig erarbeiten. Ihr ahnt es: es geht seit ein paar Wochen einmal die Woche zum Rückbildungskurs! Und irgendwie fühlt der sich an wie ein Rückfahrticket in mein Leben. Klingt verrückt, is aber so.

Nach dem eher amüsanten Einstieg „Kacka-la-kack“ in meine Montags-Kolumne, in der ich ein bisschen aus meinem Alltag plaudere – immer der Frage nachgehend, wie das so ist mit vier Kindern.
Heute denke ich einfach ein bisschen laut – über das Mamasein, das „normale“ Leben vs. meinem Leben und über unseren Kinderwunsch. Und warum mein Rückbildungskurs eine bedeutende Wegmarke ist.

Rückbildungskurs: mein Ticket „zurück ins Leben“

Es ist insgesamt der vierte Rückbildungskurs, den ich besuche. (Wegen der vierten Schwangerschaft, nicht der vierte nach dem vierten Kind, wohlgemerkt.) Und ich liebe ihn! Obwohl ich gar nicht so der Sports-Typ bin. Außer Yoga mache ich eigentlich nicht viel (und auch Yoga kommt viel zu kurz).

Mal unter uns: Es ist einfach schön wieder allein „rauszukommen“ – daher das „Rückticket in mein Leben“- Gefühl! Ich freue mich auf jedes Training, auch wenn (oder gerade weil?) es anstrengend ist. Da ich viele Übungen im Alltag umsetzen kann (z.B. den Trick mit dem Kinderwagen: Einfach die Handflächen beim Schieben nach oben, das führt zu einer ganz anderen Körperhaltung und trainiert schon ein bisschen ;)), bin ich bisher sehr zufrieden mit dem Kurs und mit mir.

Jeden Mittwoch eine Stunde breche ich aus dem Alltag mit vier Kindern aus und bin mal wieder ich. Ich genieße bereits die Autofahrt zum
Kurs: Meine Musik in meiner Lautstärke hören, meinen Gedanken nachhängen… das ist einfach schön. Plötzlich fühle ich mich wieder als
ich und nicht „nur“ Mama.

Ich hab kaum Zeit vor oder nach dem Kurs mit anderen Mamas zu quatschen, aber für ein, zwei Sätze reicht es, und wir alle haben dieselben Überlebensprobleme, wir alle haben mal mehr, mal weniger Sorgen. Wir alle strampeln uns jeden Mittwoch Abend ab und schwitzen da um unsere Beckenböden wieder auf Vorderfrau zu bringen. Ich muss ja immer schmunzeln bei dem  „Pipi-Anhalte-Gefühl“, wie unsere Trainerin es nennt.

Im Alltag habe ich dieses Gefühl der Freiheit (nicht das Pipi-Anhalte-Gefühl!) selten – wir sind doch sehr eingebunden in unsere täglichen Abläufe. Es dürfen keine Lücken und keine Langeweile entstehen. Stefan und ich jonglieren von einem Termin zum nächsten und versuchen dabei nichts zu vergessen. Andauernd kullern von außen irgendwelche Sachen rein – Events im Kindergarten, Arzttermine und all sowas.

Einmal die Woche ALLEIN (Rückbildungskurse sollte man immer allein machen, ohne Baby!) zu sein und was anderes zu machen, das fühlt sich an wie eine Rückkehr ins „normale“ Leben. Und dieses Mal umso mehr, weil es dieses Mal NICHT „vor dem nächsten Baby“ ist.

Dieses Mal Rückbildungskurs ist für mich das letzte Mal. Das ist auch ein bisschen traurig. Wenn der kleine Vincent mich anstrahlt und ich denke, dass dies nun wirklich die letzte Runde Baby in meinem Mamaleben ist… tja – ein bisschen Wehmut ist auch dabei. Wenn ich die Babysachen nach und nach aussortiere, dann weiß ich, dass es jetzt das letzte Mal ist. Aber es fühlt sich auch gut und beruhigend an: Nach drei Kindern waren wir lange nicht sicher, ob wir noch ein viertes wollen schaffen. Hätten wir heute nur drei, würde ich mich wahrscheinlich fragen, ob vier nicht doch gegangen wären.

Es sollte so sein, dass wir vier Kinder haben. Ich habe mich lange mit dieser Schwangerschaft schwer getan. Es war nicht leicht noch einmal die Kraft zu finden für noch ein Kind, und es ist auch nicht leicht sich jeden Tag wieder zu motivieren – speziell, wenn die alle so ihre Phasen haben und man sie alle am liebsten zum Mond schießen würde. Sicher gibt es ab und an so Highlights und auch mal kleine Auszeiten, aber „Zeit für mich“, in der ich wirklich abschalten kann, ist rar.

Aber jeden Mittwoch, da klappt das. Mit dem Pipi-Anhalte-Gefühl.
Damit verlinke ich noch zu den Montagsfreuden!

Unsere DIY-Feuerschale und Stockbrot

„Wo ein Feuer brennt, da ist man zuhause“, sagt Ronja zu Birk, als sie in der Bärenhöhle wohnen. Und Ronja hat diesen Spruch von ihrer Mutter Lovis, eine sympathische Frau, die ich gern mal treffen würde, wenn sie nicht eine Figur in einer Geschichte wäre. Ihr wisst, welches Buch ich meine: Ronja Räubertochter. Das Buch* habe ich schon als Kind geliebt, und heute ist meine Älteste total begeistert von der Geschichte. Ich habe das Buch vorgelesen, wir haben das Hörspiel und auch den Film, den ich zugegebenermaßen auch gern mitgucke.
Mein Blogsommer-Beitrag für diese Woche ist also nichts genähtes, dafür aber etwas sommer-abend-liches. Ich stelle heute unsere DIY-Feuerschale vor und passend dazu ein Rezept für Stockbrot.

Abenteuer mit Lagerfeuer

Feuer – seit jeher beflügelt es die Phantasie der Kinder! Mir ging es als kleines Mädchen nicht anders. Ein Lagerfeuer ist das Sinnbild aller Abenteuergeschichten und -romane, und ich muss sagen: Ich liebe Feuer, ich mag den Geruch von Rauch und das Knistern des Holzes, wenn es verbrennt. Für mich gehören Feuer und Sommerabende einfach zusammen. In jüngeren, kinderlosen Jahren bin ich oft zur Sonnenwendfeier oder Beltane zu den Externsteinen gefahren, die nicht weit von hier sind, und bin da auch ums Feuer getanzt (heute darf man das leider nicht mehr).

Aber bevor ich jetzt ins Schwärmen komme, stelle ich euch unsere DIY-Feuerschale vor. Die ist nämlich selbst gebaut.

 

DIY-Feuerschale

Der Hauptteil unserer Feuerschale ist eine alte Stahlfelge. Die haben wir kostenlos in der Werkstatt unseres Vertrauens bekommen. Der Meister war froh, dass er den Schrott nicht selbst entsorgen musste. Stefan hat dann im Baumarkt Gewindeschrauben (ca. 1,50cm Durchmesser) gekauft. Die gibt es als Meterware, und man kann die im Baumarkt selbst schneiden.

 

Die drei Gewindeschrauben hat Stefan dann mit der Stahlfelge mithilfe von Muttern verschraubt. Zum Schluss hat er noch das Gitterfenster eines alten Kellerfensters zurecht gesägt und als Gitter benutzt.

Wenn man darin was abbrennt, muss man darunter festen Boden haben! Wir haben so eine alte Waschbetonplatte, das geht wunderbar!

 

Stockbrot

Die Kinder lieben es natürlich zu kokeln, wie wir früher auch. Ich hab ja schon immer ein bisschen Angst, aber bisher ist nichts passiert, und zumindest die beiden Großen sind inzwischen sehr vorsichtig.

Für das Stockbrot haben wir Haselnussäste abgeschnitten. Es gehen auch Weiden- oder Buchenäste. Die Stöcke selbst sollen ja nicht brennen, also werden diese Äste immer wieder empfohlen. Fichte brennt sofort, also bitte keine Fichte nehmen!!
Wir haben die Äste zusätzlich vorher stundenlang in Wasser getaucht. Je nasser das Holz, desto weniger brennt es. Unsere Stöcker sind ca. 1,20m lang – auch das ist eine Sicherheitsmaßnahme!

Das Rezept ist ein simpler Hefeteig:

400g Mehl
1 Pck. Trockenhefe
1 EL Zucker
300ml warme Milch
1/2 TL Salz
2 EL Öl

 

Wir haben das fertige Stockbrot mit unseren Restbeständern Haselnusscreme genossen, die ich aus ethischen Gründen nicht mehr nachkaufen werde. Wir sahen am Ende alle aus wie die Räuber :).
Macht ihr auch manchmal Stockbrot? Habt ihr noch Rezepte-Tipps?

 

 

Nun gebe ich dann mal direkt ab zum Blogsommer und zum Freebook Friday! Ich mache auch noch einmal auf unsere Gruppen aufmerksam, bei denen ihr alle gern mitmachen könnt:

Jetzt bin ich gespannt, was wieder neu dazugekommen ist!  Liebste Grüße,
Sonja
*amazon affiliate links: Wenn Du etwas über diesen Link bestellst, erhalte ich eine kleine Provision, vielen Dank!

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Kacka-la-kack.

Wie das mit vier Kindern so ist? – Ehrlich, ich kann es gar nicht so genau beziffern. Unsere Abläufe haben sich doch noch einmal sehr geändert, wie ich hier bereits angesprochen habe. Ein paar Episoden aus unserer Familienchronik kann ich euch nun erzählen. Heute Episode 1: „Kacka-la-kack“.

Unser „großer“ Sohn ist in der analen Phase. Ich hätte nie gedacht, dass es uns mal so „erwischen“ würde. Weiß jemand wie lang das noch geht? – Kackao – Kacktus – Kackerlake – Kacka-la-kack.

Es tropft uns aus den Ohren, ehrlich! Ich finde ja, 5 Jahre ist an und für sich ein tolles Alter: Mit 5 Jahren können die Kinder schon ganz viel (wenn sie wollen!): sich anziehen, selber essen, selber auf Klo gehen, sich selber anschnallen (Wisst ihr, wie lang das dauert, VIER Kinder anzuschnallen??).

Leider bleibt sein Mundwerk auch nicht stehen, und es geht weiter, alles dreht sich um die Sch… . Er sagt immer „ßeiße“, weil er das SCH noch nicht kann – und so hören wir ihn weiter: „Dieser ßeiß arß!“ usw.

Puh – von Finja kennen wir das nicht. Ob das jetzt aber jungsspezifisch ist? Da unser „Törtchen“ Marla charakterlich ganz ähnlich drauf ist wie ihr großer Bruder, glaub ich es fast nicht. Was Rummatschen und Kaputtmachen angeht, toppt Marla ihren Bruder noch: Keins unserer Kinder hat so viele Bücher und Spielzeuge auf dem Gewissen wie Marla. Und ich bin mir fast sicher, dass sie auch noch „diese Phase“ mit dem „ßeiß-kacka-pups-arß“ entwickelt.

Die Sache mit der Gelassenheit

Wir versuchen gelassen zu bleiben. Die anderen drei Kinder pflegen allerdings auch alle ihre Neurosen: Finja bereitet sich innerlich auf die Schule vor und hängt so richtig zwischen Kindsein und Schulkindsein – Marla ist mitten in der berühmten Selbstständigkeitsphase, wie die Pädagogen die Trotzphase so gerne nennen – und Vincent, ja Vincent hat auch viel mit dem Kacka-ßeiß-arß-Pups zu kämpfen. Was Jesper zuviel hat, kommt bei ihm manchmal drei Wochen nicht. Ich finde ja, das könnte sich etwas besser verteilen.

Marla trainiert bei den sonnigen Temperaturen übrigens „Töpfchen“. Und wie läufts? – Ihr ahnt es schon: Sie macht das im Grunde ganz hervorragend. Nur ab und zu haben wir auch mal einen Blindgänger auf dem Rasen. Oder im Sandkasten. Aber dies nur am Rande.

Zum Glück haben unsere Kinder so super kompetente Eltern, die niemals die Ruhe verlieren. Hmmm… OK, ich gebs zu: Jespers ständiger Verbalstuhlgang nervt! Es nervt total!!!

Eine Zeitlang bin ich mit ihm immer Zähneputzen gegangen, wenn wieder so ein Schwall exkrementaler Schimpfwörter aus seinem Mund kamen. Nicht böse oder so, ich hab nicht einmal geschimpft. Eine Zeitlang haben wir mitgemacht, damit er die Lust verliert. Wir sind sauer geworden. Haben geschimpft. Haben uns müde angelächelt. Haben es ignoriert.

In letzter Zeit ist es leicht besser geworden. Vielleicht ist es vorbei? Haben wir die Phase nun geschafft?

Vor Kurzem ist Folgendes passiert: Wir sitzen ganz entspannt auf dem Sofa (was seeeeehr selten vorkommt). Jesper kommt rein, grinst und fragt: „Na, macht ihr sexy?“
Wir gucken uns müde an, und in meinem Ohr höre ich ganz leise die Musik vom weißen Hai…

to be continued…

Damit gebe ich ab zu den Montagsfreuden -auch solche Episoden gehören ja nunmal zum Eltern sein dazu, und unseren Humor haben wir ja noch nicht verloren – und wünsche eine sonnenverwöhnte Woche!

Lieber Gruß,
Sonja

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RUMS mit neuem Sweat-Mantel

Einmal im Monat bei RUMS mitmachen – das hab ich mir vorgenommen. Nach vier Schwangerschaften und ganz viel Mamasein wird es einfach Zeit, dass ich etwas mehr „für mich“ mache. Letzten Monat habe ich mein selbst genähtes Yoga-Outfit gezeigt. Diesen Monat habe ich mir einen Sweat-Mantel genäht. Denn trotz der Sonne ist es ja auch mal schattig, und so für lange Sommerabende brauchte ich was für den berühmten „Übergang“.

 

Der Schnitt: Lady’s Jackenwahnsinn

Nein, kein Freebook heute. Ich nähe ja auch gern Freebooks, aber es gibt eben ein paar Schnittmuster, die ich mir einfach kaufe – ich kenne ja inzwischen auch die Designer-Seite. Ich weiß, wieviel Arbeit in einem ebook steckt, und wieviel Herzblut, wenn man sein eigenes kleines Business hat. Und wie schön das ist, wenn die eigenen Produkte Käufer finden!

Neulich stolperte ist über den Spruch „when you buy from a small business, someone actually does a little happy dance.“ Da steckt was Wahres drin, denn mir geht das so, wenn ich was verkaufe: Mein Herz macht jedes Mal einen kleinen Sprung und beflügelt mich zu mehr! Nicht weil ich so geldgeil bin, sondern weil ein Kauf viel mehr Wertschätzung gegenüber einem ebook ist, als wenn man einfach nur das freebook runterlädt und dann auf seiner Festplatte vergisst. (Hand aufs Herz: Wieviele freebooks warten bei euch darauf vernäht zu werden? Bei mir sind es ziemlich viele!)


Zurück zu dem Schnittmuster für den Sweat-Mantel: Er heißt „Lady’s kunterbunter Jackenwahnsinn“ und ist von Virginie. Zu ihrem Makerist-Shop geht es hier entlang.

Mein Jackenwahnsinn

Das Schnittmuster ist sehr vielseitig: Man kann seinen Jackenwahnsinn als Jacke oder Mantel nähen, jeweils gefüttert oder ungefüttert. Außerdem gibt es zwei Kapuzenvarianten. Ich wollte eigentlich die große Kapuze, aber da fehlte mir ein halber Meter Stoff, daher habe ich dann die kleine Kapuze genäht, die mir aber auch gut gefällt.

Die Taschen kann man aufsetzen oder in die Seitennaht einfassen – das habe ich gemacht! Außerdem habe ich mich für einen schrägen Reißverschluss und die Vokuhila-Variante entschieden.

Abwandlungen

Laut dem Schnittmuster für den Sweat-Mantel kann man hinten einen Tunnelzug machen. Ich hatte darauf verzichtet, aber dann am Ende festgestellt, dass es für die Passform besser gewesen wäre. Ich hatte dummerweise eine Größe zu groß zugeschnitten, weil ich mir mit den Angaben in der Tabelle unsicher war und auf Nummer sicher gehen wollte. Jetzt wirkt mein Sweat-Mantel doch sehr groß, der Gemütlichkeit tut es aber keinen Abbruch.

Damit der Mantel nicht zu sehr nach Zirkuszelt aussieht, habe ich freihand hinten und vorn Abnäher eingenäht, um ihn etwas mehr auf Figur zu bringen.

Insgesamt sage ich zu dem ebook: Der Schnitt ist toll! Beim nächsten Mal nähe ich aber eine Nummer kleiner. Die Anleitung hat leichte Defizite – das könnte an der ein oder anderen Stelle genauer sein, z.B. bei der Beschreibung für den Reißverschluss oder den Eingrifftaschen. Wenn man aber Schritt für Schritt vorgeht, erklärt es sich dann von selbst, wie das gemeint ist. (Burdaanleitungen sind deutlich schlimmer.)

Stoff

Ich trage meinen Sweat-Mantel sehr sehr gern! Der Federstoff ist ein angerauhter Sweat von Poppy – irgendwie greife ich da immer wieder zu, auch wenn ich gar nicht gezielt nach bestimmten Designern suche! Ich liebe das Design!

 

 

Jetzt ab damit zu RUMS und zu Weibsdinge!

Lieber Gruß,
Sonja

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7 Sachen – Familienwahnsinn

Beim „7-Sachen-Sonntag“ von Grinsestern war ich ewig nicht mehr dabei. Heute hab ich mal wieder die Kamera gezückt und ein paar Momente des Tages festgehalten.

Deshalb – ohne viele Worte und Kommentare meine Bilder des Tages!
Kommt gut in die neue Woche,
Sonja

 

 

 

 

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{Werbung – Rezension} „Wieder Paar sein“ von Sascha Schmidt*

Jedes unserer Kinder hat unsere Partnerschaft neu auf eine Probe gestellt. Nicht so, dass wir uns als Paar grundsätzlich in Frage gestellt hätten, aber doch so, dass wir immer mal wieder den Dialog finden mussten (… und ja, das ist diplomatisch für: „Es flogen auch mal die Fetzen“). Beim vierten Kind waren wir natürlich schon ganz gut vorbereitet, aber dennoch hat ein neugeborenes Baby so seine Bedürfnisse, die im laufenden Familienbetrieb berücksichtigt werden wollen. Und Paar wollen wir als Eltern ja auch gern noch sein. Wie können wir als Eltern Paar bleiben?

Als ich nun die Chance bekam das Buch „Wieder Paar sein“ von Sascha Schmidt zu lesen, trieb mich also durchaus ein persönliches Interesse – ich gleiche bei Eltern-Ratgebern ja sehr gern ab, ob wir alles „richtig“ machen und wo wir so stehen.

Der Autor

Er weiß, wovon er schreibt: Sascha Schmidt ist Paarberater und familylab-Seminarleiter. Familylab wird einigen Eltern vielleicht ein Begriff sein: Dahinter verbirgt sich die Familienwerkstatt nach dem bekannten Pädagogen Jesper Juul. In seinem Buch „Wieder Paar sein. Erfüllte Zweisamkeit trotz Arbeit und Kind“ geht Sascha Schmidt  in vielen lebensnahen Beispielen – auch aus seinem Privatleben – auf typische Konfliktherde ein.

Als Eltern Paar bleiben

Vor Kurzem schrieb ich über unseren täglichen Spagat, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Richtig hätte es heißen müssen: Vereinbarkeit von Familie, Beruf UND Partnerschaft. Sascha Schmidt geht in „Wieder Paar sein“ auf die verschiedenen Anforderungen, denen wir als Eltern uns stellen müssen, ein.

Beim ersten Kind finden wir als Eltern uns plötzlich in einer neuen Rolle wieder, die viel Verantwortung und Nerven fordert. Dazu stellen die Arbeit, die Familie und mein persönlicher Erzfeind – Der Haushalt – Anforderungen an uns Eltern. Man muss nun „funktionieren“ – als Mama, als Papa. Schnell geht die Liebesbeziehung im Alltag unter. Schmidt greift in seinem Buch ganz klassische, lebensnahe Streitthemen auf und bebildert sie sehr anschaulich: Er geht z.B. auf die Themen  „schlechtes Gewissen“, „Sex“ sowie „Geld und Macht“ ein.

Er berücksichtigt auch verschiedene Familien- und Paarkonstellationen wie z.B. Patchworkfamilien und spricht auch die Streitform selbst an – etwa Vorwürfe oder Schweigen. Dass diese Formen der Kommunikation Frtonten eher verhärten, wird wohl jedem klar sein. Aber wie geht man mit verletzten Gefühlen um? Wie findet man aus dem Konflikt heraus?

„Wieder Paar sein“ lässt seine Leserinnen und Leser mit den Problemen nicht allein: Schmidt zeigt Lösungswege aus der Krise auf und ermutigt zu mehr Selbst-Bewusstsein und Loslösung von Perfektionsansprüchen, die man an sich und den Partner vielleicht hat. Dank vieler Fallbeispiele – auch von wieder glücklichen Paaren aus seiner Beratung – findet die Leserin (und der Leser) konkrete Hilfe, auch bevor man bei dem Autor zur Beratung anklingeln muss. Wie es auf dem Titelbild schon heißt: Erste Hilfe für berufstätige Eltern.

Fazit

Ich glaube, Stefan und ich haben noch Chancen! Auch wenn wir gerade mit unserer Nr. 4 wieder sehr vom Alltag beansprucht werden, setzen wir doch vieles von dem um, was Sascha Schmidt als Rat und Hilfe seinen Lesern mitgibt. Trotzdem finde ich es gut, mir mithilfe dieses Buches über potentielle Gefahren bewusst zu werden, denn: Eine Paarbeziehung ist nie gesetzt und nie „fertig“! Wir arbeiten (hoffentlich) ein Leben lang daran. Dank des Buches bin ich nun wieder ein bisschen sensibler für die ersten Anzeichen einer Krise und kann ihnen souverän begegnen.

Ich kann „Wieder Paar sein“ von Sascha Schmidt also nicht nur allen Paaren empfehlen, die bereits in der Krise stecken, sondern auch allen, die sich und ihre Partnerschaft auf das Baby in ihrem Leben vorbereiten wollen, denn eins kann ich aus meiner Erfahrung sicher sagen: Konflikte entstehen auch mal aus den kleinsten und nichtigsten Anlässen. Auch wenn man sich gut auf die Elternschaft vorbereitet fühlt – ein gemeinsames Kind bringt nochmal viel Zündstoff mit!

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„Wieder Paar sein! Erfüllte Zweisamkeit trotz Arbeit und Kind“
Sascha Schmidt, erschienen bei humboldt, 2017. 19,99€

*Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Humboldt-Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt, eine weitere Bezahlung ist nicht erfolgt.

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