Kategorie: Mom Life

Rückbildungskurs? -> Über Mamas Freiheit und das Pipi-Anhalte-Gefühl

Während unsere Kinder momentan in absoluter Topform sind, muss ich mir meine Form wieder mühselig erarbeiten. Ihr ahnt es: es geht seit ein paar Wochen einmal die Woche zum Rückbildungskurs! Und irgendwie fühlt der sich an wie ein Rückfahrticket in mein Leben. Klingt verrückt, is aber so.

Nach dem eher amüsanten Einstieg „Kacka-la-kack“ in meine Montags-Kolumne, in der ich ein bisschen aus meinem Alltag plaudere – immer der Frage nachgehend, wie das so ist mit vier Kindern.
Heute denke ich einfach ein bisschen laut – über das Mamasein, das „normale“ Leben vs. meinem Leben und über unseren Kinderwunsch. Und warum mein Rückbildungskurs eine bedeutende Wegmarke ist.

Rückbildungskurs: mein Ticket „zurück ins Leben“

Es ist insgesamt der vierte Rückbildungskurs, den ich besuche. (Wegen der vierten Schwangerschaft, nicht der vierte nach dem vierten Kind, wohlgemerkt.) Und ich liebe ihn! Obwohl ich gar nicht so der Sports-Typ bin. Außer Yoga mache ich eigentlich nicht viel (und auch Yoga kommt viel zu kurz).

Mal unter uns: Es ist einfach schön wieder allein „rauszukommen“ – daher das „Rückticket in mein Leben“- Gefühl! Ich freue mich auf jedes Training, auch wenn (oder gerade weil?) es anstrengend ist. Da ich viele Übungen im Alltag umsetzen kann (z.B. den Trick mit dem Kinderwagen: Einfach die Handflächen beim Schieben nach oben, das führt zu einer ganz anderen Körperhaltung und trainiert schon ein bisschen ;)), bin ich bisher sehr zufrieden mit dem Kurs und mit mir.

Jeden Mittwoch eine Stunde breche ich aus dem Alltag mit vier Kindern aus und bin mal wieder ich. Ich genieße bereits die Autofahrt zum
Kurs: Meine Musik in meiner Lautstärke hören, meinen Gedanken nachhängen… das ist einfach schön. Plötzlich fühle ich mich wieder als
ich und nicht „nur“ Mama.

Ich hab kaum Zeit vor oder nach dem Kurs mit anderen Mamas zu quatschen, aber für ein, zwei Sätze reicht es, und wir alle haben dieselben Überlebensprobleme, wir alle haben mal mehr, mal weniger Sorgen. Wir alle strampeln uns jeden Mittwoch Abend ab und schwitzen da um unsere Beckenböden wieder auf Vorderfrau zu bringen. Ich muss ja immer schmunzeln bei dem  „Pipi-Anhalte-Gefühl“, wie unsere Trainerin es nennt.

Im Alltag habe ich dieses Gefühl der Freiheit (nicht das Pipi-Anhalte-Gefühl!) selten – wir sind doch sehr eingebunden in unsere täglichen Abläufe. Es dürfen keine Lücken und keine Langeweile entstehen. Stefan und ich jonglieren von einem Termin zum nächsten und versuchen dabei nichts zu vergessen. Andauernd kullern von außen irgendwelche Sachen rein – Events im Kindergarten, Arzttermine und all sowas.

Einmal die Woche ALLEIN (Rückbildungskurse sollte man immer allein machen, ohne Baby!) zu sein und was anderes zu machen, das fühlt sich an wie eine Rückkehr ins „normale“ Leben. Und dieses Mal umso mehr, weil es dieses Mal NICHT „vor dem nächsten Baby“ ist.

Dieses Mal Rückbildungskurs ist für mich das letzte Mal. Das ist auch ein bisschen traurig. Wenn der kleine Vincent mich anstrahlt und ich denke, dass dies nun wirklich die letzte Runde Baby in meinem Mamaleben ist… tja – ein bisschen Wehmut ist auch dabei. Wenn ich die Babysachen nach und nach aussortiere, dann weiß ich, dass es jetzt das letzte Mal ist. Aber es fühlt sich auch gut und beruhigend an: Nach drei Kindern waren wir lange nicht sicher, ob wir noch ein viertes wollen schaffen. Hätten wir heute nur drei, würde ich mich wahrscheinlich fragen, ob vier nicht doch gegangen wären.

Es sollte so sein, dass wir vier Kinder haben. Ich habe mich lange mit dieser Schwangerschaft schwer getan. Es war nicht leicht noch einmal die Kraft zu finden für noch ein Kind, und es ist auch nicht leicht sich jeden Tag wieder zu motivieren – speziell, wenn die alle so ihre Phasen haben und man sie alle am liebsten zum Mond schießen würde. Sicher gibt es ab und an so Highlights und auch mal kleine Auszeiten, aber „Zeit für mich“, in der ich wirklich abschalten kann, ist rar.

Aber jeden Mittwoch, da klappt das. Mit dem Pipi-Anhalte-Gefühl.
Damit verlinke ich noch zu den Montagsfreuden!

Unsere DIY-Feuerschale und Stockbrot

„Wo ein Feuer brennt, da ist man zuhause“, sagt Ronja zu Birk, als sie in der Bärenhöhle wohnen. Und Ronja hat diesen Spruch von ihrer Mutter Lovis, eine sympathische Frau, die ich gern mal treffen würde, wenn sie nicht eine Figur in einer Geschichte wäre. Ihr wisst, welches Buch ich meine: Ronja Räubertochter. Das Buch* habe ich schon als Kind geliebt, und heute ist meine Älteste total begeistert von der Geschichte. Ich habe das Buch vorgelesen, wir haben das Hörspiel und auch den Film, den ich zugegebenermaßen auch gern mitgucke.
Mein Blogsommer-Beitrag für diese Woche ist also nichts genähtes, dafür aber etwas sommer-abend-liches. Ich stelle heute unsere DIY-Feuerschale vor und passend dazu ein Rezept für Stockbrot.

Abenteuer mit Lagerfeuer

Feuer – seit jeher beflügelt es die Phantasie der Kinder! Mir ging es als kleines Mädchen nicht anders. Ein Lagerfeuer ist das Sinnbild aller Abenteuergeschichten und -romane, und ich muss sagen: Ich liebe Feuer, ich mag den Geruch von Rauch und das Knistern des Holzes, wenn es verbrennt. Für mich gehören Feuer und Sommerabende einfach zusammen. In jüngeren, kinderlosen Jahren bin ich oft zur Sonnenwendfeier oder Beltane zu den Externsteinen gefahren, die nicht weit von hier sind, und bin da auch ums Feuer getanzt (heute darf man das leider nicht mehr).

Aber bevor ich jetzt ins Schwärmen komme, stelle ich euch unsere DIY-Feuerschale vor. Die ist nämlich selbst gebaut.

 

DIY-Feuerschale

Der Hauptteil unserer Feuerschale ist eine alte Stahlfelge. Die haben wir kostenlos in der Werkstatt unseres Vertrauens bekommen. Der Meister war froh, dass er den Schrott nicht selbst entsorgen musste. Stefan hat dann im Baumarkt Gewindeschrauben (ca. 1,50cm Durchmesser) gekauft. Die gibt es als Meterware, und man kann die im Baumarkt selbst schneiden.

 

Die drei Gewindeschrauben hat Stefan dann mit der Stahlfelge mithilfe von Muttern verschraubt. Zum Schluss hat er noch das Gitterfenster eines alten Kellerfensters zurecht gesägt und als Gitter benutzt.

Wenn man darin was abbrennt, muss man darunter festen Boden haben! Wir haben so eine alte Waschbetonplatte, das geht wunderbar!

 

Stockbrot

Die Kinder lieben es natürlich zu kokeln, wie wir früher auch. Ich hab ja schon immer ein bisschen Angst, aber bisher ist nichts passiert, und zumindest die beiden Großen sind inzwischen sehr vorsichtig.

Für das Stockbrot haben wir Haselnussäste abgeschnitten. Es gehen auch Weiden- oder Buchenäste. Die Stöcke selbst sollen ja nicht brennen, also werden diese Äste immer wieder empfohlen. Fichte brennt sofort, also bitte keine Fichte nehmen!!
Wir haben die Äste zusätzlich vorher stundenlang in Wasser getaucht. Je nasser das Holz, desto weniger brennt es. Unsere Stöcker sind ca. 1,20m lang – auch das ist eine Sicherheitsmaßnahme!

Das Rezept ist ein simpler Hefeteig:

400g Mehl
1 Pck. Trockenhefe
1 EL Zucker
300ml warme Milch
1/2 TL Salz
2 EL Öl

 

Wir haben das fertige Stockbrot mit unseren Restbeständern Haselnusscreme genossen, die ich aus ethischen Gründen nicht mehr nachkaufen werde. Wir sahen am Ende alle aus wie die Räuber :).
Macht ihr auch manchmal Stockbrot? Habt ihr noch Rezepte-Tipps?

 

 

Nun gebe ich dann mal direkt ab zum Blogsommer und zum Freebook Friday! Ich mache auch noch einmal auf unsere Gruppen aufmerksam, bei denen ihr alle gern mitmachen könnt:

Jetzt bin ich gespannt, was wieder neu dazugekommen ist!  Liebste Grüße,
Sonja
*amazon affiliate links: Wenn Du etwas über diesen Link bestellst, erhalte ich eine kleine Provision, vielen Dank!

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Kacka-la-kack.

Wie das mit vier Kindern so ist? – Ehrlich, ich kann es gar nicht so genau beziffern. Unsere Abläufe haben sich doch noch einmal sehr geändert, wie ich hier bereits angesprochen habe. Ein paar Episoden aus unserer Familienchronik kann ich euch nun erzählen. Heute Episode 1: „Kacka-la-kack“.

Unser „großer“ Sohn ist in der analen Phase. Ich hätte nie gedacht, dass es uns mal so „erwischen“ würde. Weiß jemand wie lang das noch geht? – Kackao – Kacktus – Kackerlake – Kacka-la-kack.

Es tropft uns aus den Ohren, ehrlich! Ich finde ja, 5 Jahre ist an und für sich ein tolles Alter: Mit 5 Jahren können die Kinder schon ganz viel (wenn sie wollen!): sich anziehen, selber essen, selber auf Klo gehen, sich selber anschnallen (Wisst ihr, wie lang das dauert, VIER Kinder anzuschnallen??).

Leider bleibt sein Mundwerk auch nicht stehen, und es geht weiter, alles dreht sich um die Sch… . Er sagt immer „ßeiße“, weil er das SCH noch nicht kann – und so hören wir ihn weiter: „Dieser ßeiß arß!“ usw.

Puh – von Finja kennen wir das nicht. Ob das jetzt aber jungsspezifisch ist? Da unser „Törtchen“ Marla charakterlich ganz ähnlich drauf ist wie ihr großer Bruder, glaub ich es fast nicht. Was Rummatschen und Kaputtmachen angeht, toppt Marla ihren Bruder noch: Keins unserer Kinder hat so viele Bücher und Spielzeuge auf dem Gewissen wie Marla. Und ich bin mir fast sicher, dass sie auch noch „diese Phase“ mit dem „ßeiß-kacka-pups-arß“ entwickelt.

Die Sache mit der Gelassenheit

Wir versuchen gelassen zu bleiben. Die anderen drei Kinder pflegen allerdings auch alle ihre Neurosen: Finja bereitet sich innerlich auf die Schule vor und hängt so richtig zwischen Kindsein und Schulkindsein – Marla ist mitten in der berühmten Selbstständigkeitsphase, wie die Pädagogen die Trotzphase so gerne nennen – und Vincent, ja Vincent hat auch viel mit dem Kacka-ßeiß-arß-Pups zu kämpfen. Was Jesper zuviel hat, kommt bei ihm manchmal drei Wochen nicht. Ich finde ja, das könnte sich etwas besser verteilen.

Marla trainiert bei den sonnigen Temperaturen übrigens „Töpfchen“. Und wie läufts? – Ihr ahnt es schon: Sie macht das im Grunde ganz hervorragend. Nur ab und zu haben wir auch mal einen Blindgänger auf dem Rasen. Oder im Sandkasten. Aber dies nur am Rande.

Zum Glück haben unsere Kinder so super kompetente Eltern, die niemals die Ruhe verlieren. Hmmm… OK, ich gebs zu: Jespers ständiger Verbalstuhlgang nervt! Es nervt total!!!

Eine Zeitlang bin ich mit ihm immer Zähneputzen gegangen, wenn wieder so ein Schwall exkrementaler Schimpfwörter aus seinem Mund kamen. Nicht böse oder so, ich hab nicht einmal geschimpft. Eine Zeitlang haben wir mitgemacht, damit er die Lust verliert. Wir sind sauer geworden. Haben geschimpft. Haben uns müde angelächelt. Haben es ignoriert.

In letzter Zeit ist es leicht besser geworden. Vielleicht ist es vorbei? Haben wir die Phase nun geschafft?

Vor Kurzem ist Folgendes passiert: Wir sitzen ganz entspannt auf dem Sofa (was seeeeehr selten vorkommt). Jesper kommt rein, grinst und fragt: „Na, macht ihr sexy?“
Wir gucken uns müde an, und in meinem Ohr höre ich ganz leise die Musik vom weißen Hai…

to be continued…

Damit gebe ich ab zu den Montagsfreuden -auch solche Episoden gehören ja nunmal zum Eltern sein dazu, und unseren Humor haben wir ja noch nicht verloren – und wünsche eine sonnenverwöhnte Woche!

Lieber Gruß,
Sonja

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RUMS mit neuem Sweat-Mantel

Einmal im Monat bei RUMS mitmachen – das hab ich mir vorgenommen. Nach vier Schwangerschaften und ganz viel Mamasein wird es einfach Zeit, dass ich etwas mehr „für mich“ mache. Letzten Monat habe ich mein selbst genähtes Yoga-Outfit gezeigt. Diesen Monat habe ich mir einen Sweat-Mantel genäht. Denn trotz der Sonne ist es ja auch mal schattig, und so für lange Sommerabende brauchte ich was für den berühmten „Übergang“.

 

Der Schnitt: Lady’s Jackenwahnsinn

Nein, kein Freebook heute. Ich nähe ja auch gern Freebooks, aber es gibt eben ein paar Schnittmuster, die ich mir einfach kaufe – ich kenne ja inzwischen auch die Designer-Seite. Ich weiß, wieviel Arbeit in einem ebook steckt, und wieviel Herzblut, wenn man sein eigenes kleines Business hat. Und wie schön das ist, wenn die eigenen Produkte Käufer finden!

Neulich stolperte ist über den Spruch „when you buy from a small business, someone actually does a little happy dance.“ Da steckt was Wahres drin, denn mir geht das so, wenn ich was verkaufe: Mein Herz macht jedes Mal einen kleinen Sprung und beflügelt mich zu mehr! Nicht weil ich so geldgeil bin, sondern weil ein Kauf viel mehr Wertschätzung gegenüber einem ebook ist, als wenn man einfach nur das freebook runterlädt und dann auf seiner Festplatte vergisst. (Hand aufs Herz: Wieviele freebooks warten bei euch darauf vernäht zu werden? Bei mir sind es ziemlich viele!)


Zurück zu dem Schnittmuster für den Sweat-Mantel: Er heißt „Lady’s kunterbunter Jackenwahnsinn“ und ist von Virginie. Zu ihrem Makerist-Shop geht es hier entlang.

Mein Jackenwahnsinn

Das Schnittmuster ist sehr vielseitig: Man kann seinen Jackenwahnsinn als Jacke oder Mantel nähen, jeweils gefüttert oder ungefüttert. Außerdem gibt es zwei Kapuzenvarianten. Ich wollte eigentlich die große Kapuze, aber da fehlte mir ein halber Meter Stoff, daher habe ich dann die kleine Kapuze genäht, die mir aber auch gut gefällt.

Die Taschen kann man aufsetzen oder in die Seitennaht einfassen – das habe ich gemacht! Außerdem habe ich mich für einen schrägen Reißverschluss und die Vokuhila-Variante entschieden.

Abwandlungen

Laut dem Schnittmuster für den Sweat-Mantel kann man hinten einen Tunnelzug machen. Ich hatte darauf verzichtet, aber dann am Ende festgestellt, dass es für die Passform besser gewesen wäre. Ich hatte dummerweise eine Größe zu groß zugeschnitten, weil ich mir mit den Angaben in der Tabelle unsicher war und auf Nummer sicher gehen wollte. Jetzt wirkt mein Sweat-Mantel doch sehr groß, der Gemütlichkeit tut es aber keinen Abbruch.

Damit der Mantel nicht zu sehr nach Zirkuszelt aussieht, habe ich freihand hinten und vorn Abnäher eingenäht, um ihn etwas mehr auf Figur zu bringen.

Insgesamt sage ich zu dem ebook: Der Schnitt ist toll! Beim nächsten Mal nähe ich aber eine Nummer kleiner. Die Anleitung hat leichte Defizite – das könnte an der ein oder anderen Stelle genauer sein, z.B. bei der Beschreibung für den Reißverschluss oder den Eingrifftaschen. Wenn man aber Schritt für Schritt vorgeht, erklärt es sich dann von selbst, wie das gemeint ist. (Burdaanleitungen sind deutlich schlimmer.)

Stoff

Ich trage meinen Sweat-Mantel sehr sehr gern! Der Federstoff ist ein angerauhter Sweat von Poppy – irgendwie greife ich da immer wieder zu, auch wenn ich gar nicht gezielt nach bestimmten Designern suche! Ich liebe das Design!

 

 

Jetzt ab damit zu RUMS und zu Weibsdinge!

Lieber Gruß,
Sonja

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7 Sachen – Familienwahnsinn

Beim „7-Sachen-Sonntag“ von Grinsestern war ich ewig nicht mehr dabei. Heute hab ich mal wieder die Kamera gezückt und ein paar Momente des Tages festgehalten.

Deshalb – ohne viele Worte und Kommentare meine Bilder des Tages!
Kommt gut in die neue Woche,
Sonja

 

 

 

 

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{Werbung – Rezension} „Wieder Paar sein“ von Sascha Schmidt*

Jedes unserer Kinder hat unsere Partnerschaft neu auf eine Probe gestellt. Nicht so, dass wir uns als Paar grundsätzlich in Frage gestellt hätten, aber doch so, dass wir immer mal wieder den Dialog finden mussten (… und ja, das ist diplomatisch für: „Es flogen auch mal die Fetzen“). Beim vierten Kind waren wir natürlich schon ganz gut vorbereitet, aber dennoch hat ein neugeborenes Baby so seine Bedürfnisse, die im laufenden Familienbetrieb berücksichtigt werden wollen. Und Paar wollen wir als Eltern ja auch gern noch sein. Wie können wir als Eltern Paar bleiben?

Als ich nun die Chance bekam das Buch „Wieder Paar sein“ von Sascha Schmidt zu lesen, trieb mich also durchaus ein persönliches Interesse – ich gleiche bei Eltern-Ratgebern ja sehr gern ab, ob wir alles „richtig“ machen und wo wir so stehen.

Der Autor

Er weiß, wovon er schreibt: Sascha Schmidt ist Paarberater und familylab-Seminarleiter. Familylab wird einigen Eltern vielleicht ein Begriff sein: Dahinter verbirgt sich die Familienwerkstatt nach dem bekannten Pädagogen Jesper Juul. In seinem Buch „Wieder Paar sein. Erfüllte Zweisamkeit trotz Arbeit und Kind“ geht Sascha Schmidt  in vielen lebensnahen Beispielen – auch aus seinem Privatleben – auf typische Konfliktherde ein.

Als Eltern Paar bleiben

Vor Kurzem schrieb ich über unseren täglichen Spagat, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Richtig hätte es heißen müssen: Vereinbarkeit von Familie, Beruf UND Partnerschaft. Sascha Schmidt geht in „Wieder Paar sein“ auf die verschiedenen Anforderungen, denen wir als Eltern uns stellen müssen, ein.

Beim ersten Kind finden wir als Eltern uns plötzlich in einer neuen Rolle wieder, die viel Verantwortung und Nerven fordert. Dazu stellen die Arbeit, die Familie und mein persönlicher Erzfeind – Der Haushalt – Anforderungen an uns Eltern. Man muss nun „funktionieren“ – als Mama, als Papa. Schnell geht die Liebesbeziehung im Alltag unter. Schmidt greift in seinem Buch ganz klassische, lebensnahe Streitthemen auf und bebildert sie sehr anschaulich: Er geht z.B. auf die Themen  „schlechtes Gewissen“, „Sex“ sowie „Geld und Macht“ ein.

Er berücksichtigt auch verschiedene Familien- und Paarkonstellationen wie z.B. Patchworkfamilien und spricht auch die Streitform selbst an – etwa Vorwürfe oder Schweigen. Dass diese Formen der Kommunikation Frtonten eher verhärten, wird wohl jedem klar sein. Aber wie geht man mit verletzten Gefühlen um? Wie findet man aus dem Konflikt heraus?

„Wieder Paar sein“ lässt seine Leserinnen und Leser mit den Problemen nicht allein: Schmidt zeigt Lösungswege aus der Krise auf und ermutigt zu mehr Selbst-Bewusstsein und Loslösung von Perfektionsansprüchen, die man an sich und den Partner vielleicht hat. Dank vieler Fallbeispiele – auch von wieder glücklichen Paaren aus seiner Beratung – findet die Leserin (und der Leser) konkrete Hilfe, auch bevor man bei dem Autor zur Beratung anklingeln muss. Wie es auf dem Titelbild schon heißt: Erste Hilfe für berufstätige Eltern.

Fazit

Ich glaube, Stefan und ich haben noch Chancen! Auch wenn wir gerade mit unserer Nr. 4 wieder sehr vom Alltag beansprucht werden, setzen wir doch vieles von dem um, was Sascha Schmidt als Rat und Hilfe seinen Lesern mitgibt. Trotzdem finde ich es gut, mir mithilfe dieses Buches über potentielle Gefahren bewusst zu werden, denn: Eine Paarbeziehung ist nie gesetzt und nie „fertig“! Wir arbeiten (hoffentlich) ein Leben lang daran. Dank des Buches bin ich nun wieder ein bisschen sensibler für die ersten Anzeichen einer Krise und kann ihnen souverän begegnen.

Ich kann „Wieder Paar sein“ von Sascha Schmidt also nicht nur allen Paaren empfehlen, die bereits in der Krise stecken, sondern auch allen, die sich und ihre Partnerschaft auf das Baby in ihrem Leben vorbereiten wollen, denn eins kann ich aus meiner Erfahrung sicher sagen: Konflikte entstehen auch mal aus den kleinsten und nichtigsten Anlässen. Auch wenn man sich gut auf die Elternschaft vorbereitet fühlt – ein gemeinsames Kind bringt nochmal viel Zündstoff mit!

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„Wieder Paar sein! Erfüllte Zweisamkeit trotz Arbeit und Kind“
Sascha Schmidt, erschienen bei humboldt, 2017. 19,99€

*Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Humboldt-Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt, eine weitere Bezahlung ist nicht erfolgt.

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Mama – Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Als ich die Blogparade von „Heute ist Musik“ sah, musste ich einfach mitmachen: Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ich konnte den folgenden Text so runterschreiben ohne viel nachzudenken. Es ist eins der Themen, die mein Muttersein sehr geprägt haben und nicht zuletzt Grund für die Existenz dieses Blogs. Ich erzähle euch heute ~ zum Muttertag ~ meine Geschichte von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Vor den Kindern…

Dass ich Kinder wollte, war mir schon immer klar. Auch, dass ich mehrere wollte. Dass ich dazu auch arbeiten gehen wollte und ganz selbstverständlich davon ausgegangen bin, dass ich das alles schaffe, das war mir auch vollkommen klar. Als ich noch Studentin war!

Ich hab gedacht, ich arbeite dann so bis mittags im Büro, fahre entspannt nach Hause, koche schonmal was vor, hole mein Kind ab, verbringe einen schönen Nachmittag mit diesem Kind und singe es dann abends um sechs nach einer Gutenachtgeschichte in den Schlaf.

Hab ich gedacht. Das ist schon sehr lange her.Dass ich jemals in die berühmte Falle von der „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ tappen würde – damit hab ich nicht gerechnet.

Arbeiten und Kinder

Ich war arbeitslos, als ich mit Finja schwanger wurde, und ich war es immer noch, als ich 16 Monate nach Finja unseren Sohn Jesper zur Welt brachte. Zuvor (also vor den Kindern) hatte ich nach einem Burnout meinen bisherigen Arbeitgeber verlassen.

Arbeitslos zwei Kinder in die Welt zu setzen hatte ich mir nie vorgestellt! Und mein Ziel war damals, dass ich das so schnell wie möglich ändere: Ich wollte wieder arbeiten! Nicht mehr nur von Stefans Geld abhängig sein, meinen Kindern auch ein gutes Vorbild sein, nicht die „Mama am Herd“ usw.

Die Zeit damals war sehr hart, nicht nur, weil ich mich als Arbeitslose sowieso irgendwie mies fühlte, sondern, weil ich zudem viel mit den Kindern alleine war. In diesem Artikel hab ich darüber schonmal geschrieben.

Kinderbetreuung

Wenn man als Mama arbeiten gehen will muss (das klassische Familienmodell vorausgesetzt), muss zunächst die Kinderbetreuung stehen, und darum hab ich mich damals zuerst gekümmert.

Als wir eine Tagesmutter hatten, begann ich mich zu bewerben und aktiv nach Stellen umzusehen. Da unsere Tagesmutter aber nur vier Tage  die Woche arbeitete und auch nur von 8-12h, konnte ich meine Suche recht bald abhaken.

Erst als die beiden ihre Kitaplätze hatten (Finja im Kindergarten, Jesper in der Krippe), nahm meine Jobsuche Fahrt auf. Ich bekam auch Unterstützung vom Arbeitsamt und hab noch einen BWL-Kurs besucht. Langsam erhöhte sich auch der Druck, denn Stefans Gehalt reichte so eben für unsere nötigsten Kosten – wir lebten damals im Süden Hamburgs.

Die Kitaplätze (Vollzeit, inkl. Essen) kosteten uns monatlich 700€, dazu kamen Miete, Nebenkosten und die üblichen Lebenshaltungskosten. Monatlich waren da locker 2.300€ weg. Autsch!

Job & Kinder?

Um es kurz zu machen: Ich fand einen Bürojob. Nichts aufregendes, keine sonderliche Verantwortung, einfach 9-17h Büro: Papier, Telefon, Emails, etwas über 1000€ netto.

Ich war froh, den Job zu haben, ehrlich! Vollzeit!

Wir haben uns so organisiert: Einer bringt morgens die Kinder weg, der andere holt ab (meist war ich das, damit Stefan Überstunden machen konnte).

Die unter euch, die rechnen können und die auch Kinder haben, sehen natürlich schon jetzt, dass das auf die Katastrophe zulaufen musste, in der es endete.
Unter dem berühmten Strich verdiente ich 6€ am Tag – dies nur mal so am Rande!

Unser Alltag sah dann so aus:

Wir weckten die Kinder (2 und 3 Jahre alt) früh, sie kriegten Kakao und machten jeden Morgen Theater. Ich fuhr ganz früh zur Arbeit, damit ich pünktlich um 16:00h Schluss machen konnte. (Der Wunsch früh nach Hause zu fahren, war übrigens nicht gern gesehen.Mein Arbeitgeber führte sein Unternehmen auf ziemlich altmodische Art und Weise, und die Atmosphäre im Büro war schlecht. Ziemlich schlecht. Die Chefs waren alle miteinander verwandt und konnten sich untereinander nicht leiden. Und ansonsten waren die einfach nur … weiß ich auch nicht. Despotisch. Unfair. Selbstverliebte Psychopathen.

Die Krippe und der Kindergarten lagen an zwei Standorten. Nach einer halben Stunde Fahrt von der Arbeit hatte ich wiederum eine halbe Stunde Zeit beide Stätten anzufahren und meine Kinder abzuholen, die von 8:30 bis knapp 17h in der Einrichtung verbracht hatten und entsprechend gelaunt waren.

Auf dem Weg schnell einkaufen? Pustekuchen! Das klappte nur, wenn ich vorher auf meine halbe Stunde Mittagspause verzichtete und nur nach Absprache. Nix mit Vertrauen oder so. Wegen jedem kleinen Pups musste man da vorsprechen! Wie gesagt: die Atmosphäre war das Grauen, und alle Kollegen litten darunter.

Ich kam abends entnervt zuhause an, wo nichts mehr lief: Unseren Haushalt und Garten machten wir am Wochenende, einkaufen auch. Statt uns also erholen zu können, hatten wir am Wochenende volles Programm, und unsere beiden Kinder drehten am Rad. Dazu eine leere Familienkasse, denn so richtig gelohnt hat sich das finanziell mit meinem Arbeiten nicht. Pizza bestellen? Bei den Preisen? Wir fuhren Monat für Monat ein Stückchen mehr ins Minus.

Dazu kam die echt schlechte Stimmung im Büro. Ich bin teils mit Angstgefühlen dahin gefahren.

Es dauerte keine zwei Monate, bis ich krank wurde. Bronchitis – und die blieb auch hartnäckig!

Mein Arzt stellte bei mir einen schweren Eisenmangel fest und verordnete mir Infusionen!

Ich muss dazu sagen: In Stressphasen neige ich dazu eher nichts zu essen, und genau das war meiner Gesundheit zum Verhängnis geworden.

Ich konnte netterweise meine Stunden auf 32 Stunden pro Woche reduzieren, das war wirklich nett.

Fortan brachte ich die Kinder weg UND holte sie ab, ich hatte also morgens eine halbe Stunde Zeit um beide wegzubringen und nachmittags eine halbe Stunde um sie abzuholen.Da Stefan das stärkere Gehalt hatte, haben wir das so entschieden, dass er in seinem Job den Rücken frei hat. Auch wenn die Kinder krank waren, blieb ich meist zuhause. Das war mir auch ganz lieb, denn ich war nicht gern im Büro. Stefan dagegen hat so einen #arschcoolearbeitgeber – mit viel Verständnis, Vertrauensarbeitszeit, guter Bezahlung, Home Office usw.

Wegbringen und abholen – das ging gerade so mit der Zeit. Mir ging es etwas besser damit weniger zu arbeiten, aber mein geheimer Plan – nach einem Jahr Arbeiten schwanger werden – wurde vorverlegt: Nach Ende der Probezeit eröffnete ich meinem Chef wieder schwanger zu sein. Er hat mich nicht gefeuert. Ok, hätte er selbst dann nicht dürfen, wenn ich noch in der Probezeit gewesen wäre, weil ich grundsätzlich einen Festvertrag hatte. Von sowas können viele Mamas ja nur träumen; ich war mir ja auch bewusst, dass ich eigentlich voll Glück gehabt hatte.

Betreuung

Mit dem dritten Kind schwanger standen wir vor einem Problem: Drei Kinder in der Ganztagsbetreuung hätten uns 900€ gekostet (im Monat, kein Witz!). Zwar hätte Finja im letzten Jahr vor der Schule nichts mehr bezahlt, aber Jesper wäre dann von 75% auf 100% Anteil gerutscht. Und die Nachmittagsbetreuung in der Schule hätte uns auch 150€ plus Essen gekostet. Damit hätten wir 400€ + 350€ + 150€ gehabt (so in etwa). Und eigentlich hatten wir damals schon von VIER Kindern geträumt.

Wie soll man sich da FÜR Kinder entscheiden, wenn man sie nicht ernähren kann, trotz zwei Vollzeitgehältern?

Das weitere Problem sahen wir auch schon auf uns zukommen: Kindergarten und Krippe waren bis 17h auf, die Nachmittagsbetreuung der Schule ging aber nur bis 15:30h. Da fragt man sich doch auch, wie das gehen soll?

Und dafür zahlt man noch Unsummen! Übrigens war die Betreuung in dem Kindergarten allenfalls eine Verwahrung: Der Krankenstand der Mitarbeiter war derart hoch, dass ein Jahr krank fehlen keine Seltenheit war. Dauernd waren Aushilfen und Zeitarbeitskräfte da, die dann auch noch alle zwei Monate wechselten. Tja – wir sind ja bei „so isses“, nicht wahr?

Ursprünglich wollte ich ja nach der Babypause zurück zu meinem Arbeitsplatz, aber die Stimmung in dem Laden hat mich nicht gerade zurück gezogen. Ganz ehrlich: Da jeden Tag hinzumüssen war die Hölle. Der Druck gipfelte dann irgendwann in vorzeitigen Wehen und einem Arbeitsverbot. Danach wurde es besser. Ich habe dann später gekündigt.

Unsere Lösung

Ich mach es jetzt mal so kurz wie möglich: Wir sind in meine Heimatstadt Paderborn gezogen. Mein Cousin hatte sich zwar auch über horrende Kindergartenpreise aufgeregt – auf Nachfrage, wieviel er denn bezahle, kam dann „100€“ für Teilzeit. Und alle Geschwister kostenlos!!!

Ganz ehrlich, diese Geschwisterflatrate spart uns unglaublich viel Geld – ich werde auch nie was auf Paderborn kommen lassen!

Wir hatten durch diesen Umzug so wahnsinnig Glück: Meine Mutter war zu ihrem Lebensgefährten gezogen und wir konnten in ihr Haus, das wir inzwischen für einen absolut lächerlichen Preis mietkaufen (Danke, Mama!!).

Finja zahlt momentan im letzten Jahr vor der Schule auch nichts, aber der Unterschied ist: Die Geschwister auch nicht! Der Kindergarten kostet momentan nur das Essensgeld, das ist absolut leistbar. Das wird sogar taggenau abgerechnet, und wir kriegen immer was zurück, wenn die Kinder mal nicht im Kindergarten essen. Die Qualität der Betreuung ist 1a; die Vorbereitung auf die Schule ist top, das muss ich echt mal sagen.

Der „Preis“, den wir zahlen: Stefan pendelt! Er arbeitet von Montag bis Donnerstag in Hamburg. Er konnte dank seines „arschcoolen Arbeitgebers“ seine Stundenzahl auf 36 reduzieren und die auf vier Tage verteilen (Rest ist Home Office). Bisher konnte er recht günstig bei seiner Mutter wohnen, die auch in Hamburg lebt.

Ich bin also unter der Woche alleinerziehend mit mittlerweile vier Kindern. Ok, momentan genießt Stefan sechs Monate (!!!) Elternzeit – dank seines extrem familienfreundlichen Arbeitgebers. Dass das ein Einzelfall in diesem Land ist, wissen wir sehr zu schätzen – ein Grund mehr dafür, dass Stefan auch dort bleiben will. (Vielleicht bloggt Stefan hier mal als Gast zu dem Thema, wie er sein Papasein zwischen Job und Familie so erlebt – vorausgesetzt, ihr hättet daran Interesse?)

Welchen regulären Job würde ich aber nun bekommen??? Mit meinen Referenzen??? *lachmichtot*

Die Aussichten

Im Moment wage ich die Flucht nach vorn: Ich habe mein kleines Unter-näh-men gegründet und festgestellt, dass mir Bloggen und Nähanleitungen schreiben am besten liegt. Und dass man damit auch Geld verdienen kann.

Ich bin dankbar, dass ich es noch nicht muss, sondern Zeit habe ein paar Dinge auszuprobieren und meine Reichweite aufzubauen. Klar sollte das irgendwann auch Gewinne abwerfen, damit das Finanzamt mir mein Gewerbe nicht gleich wieder aberkennt, aber so schlecht steht mein Crafting Café im Moment gar nicht da, worüber ich mich sehr freue. (Von einem geregelten Einkommen kann noch lange nicht die Rede sein, aber ich bin glücklich und zufrieden und kenne den Weg, der vor mir liegt.)

Was
wäre meine Alternative? Die Armutsfalle 450€-Job am Wochenende an
irgendeiner Kasse sitzen. Dann hätte ich die
Kinder Mo-Do und Stefan von Fr-So. Super! Familienfreundliches Deutschland!

Unsere
Ehe könnten wir dann gleich begraben, und unsere Kinder (die sowieso
gerade alle in so ner Phase sind) würden uns nochmal zusätzlich ne
Quittung ausstellen.

Stefan belächelt mich manchmal mit meinem „Business“. Wenn ich mein Fairphone in der Hand halte, fragt er dann schonmal „Na, zählste wieder deine Follower?“

Aber ganz ehrlich: Ich freu mich über JEDEN einzelnen von euch, denn jeder Klick und jeder Like und jeder Kommentar ist eine Bestätigung, eine Ermutigung, ein Schulterklopfen. DANKE!!!

#muttertagswunsch

Heute ist ja auch Muttertag, und es ist kein Zufall, dass ich diesen Text heute bringe. Auf Twitter läuft unter dem hashtag #muttertagswunsch eine wunderbare Aktion, was Mütter sich wirklich wünschen statt Blumen und Pralinen. Ihr habt selbst schon festgestellt, dass ich auch kein Herzchen-Utensilo für den Muttertag entworfen habe, dabei müsste ich mich als Kreativbloggerin an Muttertag mit Ideen überschlagen!

Hier nun meine Muttertagswünsche:

  • bezahlbare Kinderbetreuung für alle, keine regionalen Unterschiede mehr
  • mehr und besser bezahlte Erzieherinnen und Erzieher
  • für jeden Elternteil 10 Tage Sonderurlaub pro Kind pro Jahr bis zum 16. Lebensjahr des Kindes um alle Ferien überbrücken zu können
  • Verlängerung der Erziehungszeiten für die Rente und eine volle Anerkennung für Erziehungs- und Pflegezeiten
  • eine Reform des Steuersystems (obwohl wir mit unserem Modell vom Ehegattensplitting profotieren)

.. und wenn wir schon bei wünsch-dir-was sind:

  • bedingungsloses Grundeinkommen
  • Abschaffung von Hartz IV
  • Abschaffung prekärer Jobs

Einen Linktipp hab ich noch zum Schluss für alle kinderreiche Familien (ab drei Kindern): Der Verband kinderreicher Familien e.V. setzt sich speziell für die besonderen Interessen kinderreicher Familien ein.

Ausblick

Wir sind leidenschaftlich gern Eltern. Im Moment fordern uns die Zwerge auch ganz stark, aber wir lieben sie und tun alles für sie. Wir wollen keinen missen. Wir wollten vier, und wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt um uns diesen Traum zu erfüllen. Aber wir werden noch viele Jahre den Spagat Paderborn-Hamburg haben – und das wird für uns alle hart werden.Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedeutet für uns also in erster Linie eine Trennung: Familie in Paderborn, Arbeit in Hamburg!

Für mich wird die Zeit der Blog-Spielwiese irgendwann vorbei sein, und dann muss ich mir was einfallen lassen, wie es weitergeht, sollte ich hiermit nicht wenigstens ein kleines Einkommen generieren können.

 „Sorgen machen ist Missbrauch von Phantasie“

– deshalb grübele ich heute noch nicht darüber nach, sondern vertraue darauf, dass es irgendwie mit mir weitergeht. Bin ja kreativ.

Jetzt seid ihr dran! Her mit eurem Senf in den Kommentaren!

Bis bald, Sonja

 

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(Anzeige) Wellness für Mama mit der Sekunden-Sprühlotion von Kneipp*

Neulich schrieb ich über Zeitmanagement. Seit Vincent da ist, wurden die Karten nochmal neu gemischt. Im Moment ist es tatsächlich so: Zeit fehlt an allen Ecken und Enden, und ich knappse soviel Zeit wie möglich von anderen Dingen ab, z.B. von der Schönheitspflege, wie ich zu meiner Schande gestehen muss. Und das, obwohl wir erst im Dezember unser Badezimmer vollständig renoviert haben und ich es wirklich liebe dort zu duschen!

Zeit für Pflege

45 Minuten täglich verbringen die Deutschen mit der Körperpflege. Tja – ich nicht! Ich würde gern jeden Tag 45 Minuten mit Körperpflege verbringen – das ist für mich ja sowas wie „Wellness“, und das kommt in meinem Mamasein wirklich viel zu kurz.Ich dusche aus organisatorischen Gründen immer abends. Das habe ich mir irgendwann beim zweiten Kind so angewöhnt, weil ich sonst gar nicht mehr unter die Dusche gekommen wäre. Die Umstellung damals war auch nicht ganz einfach, aber es hat meinen Mama-Tag sehr entstresst.

 Inzwischen liebe ich es, weil ich abends den ganzen Tag
„abwaschen“ kann. Dann beginnt „meine“ Zeit!Trotzdem bin ich irgendwie immer in Eile – da ruft dann schon
die Nähmaschine (oder auch mal eins der Kinder), und ich habe keine Zeit ausgiebig unter der Dusche zu stehen, geschweige denn mich einzucremen!

Sekunden-Sprühlotion von Kneipp

Abhilfe verspricht da die neue Sekunden-Sprühlotion von Kneipp, die ich testen durfte und heute vorstelle. Ich greife sehr gern zu Kneipp-Produkten, weil ich von der Qualität und der Firmenphilosophie überzeugt bin. Das Gesundheitskonzept von Sebastian Kneipp (1821-1897) fußt auf den fünf Säulen Wasser, Pflanzen, Bewegung, Ernährung und Balance – ein eigentlich sehr moderner Ansatz, der sich auch in der Firmenphilosphie von Kneipp widerspiegelt.

Inhaltsstoffe und Nachhaltigkeit

Wie alle Produkte von Kneipp wird auch die neue Sekunden-Sprühlotion vegan hergestellt, d. h. sie kommt ohne Tierversuche aus, und sie enthält weder Mikroplastik noch Palmöl. Ich erwähne das deshalb, weil ich als Kundin mittlerweile sehr darauf achte was in Pflegeprodukten enthalten ist.
Ich kaufe auch gar nicht so viele Pflegeprodukte, aber ich achte darauf, dass die Inhaltsstoffe ohne Silikone und Parabene auskommen, möglichst natürlich sind und nachhaltig und vegan produziert. Dafür gebe ich auch gern etwas mehr Geld aus. Achtet ihr bei Kosmetik und Pflege auf die Inhaltsstoffe und nachhaltige Produktion?

Zeit für mich: Mein Date mit mir!

Ich habe die Sekunden-Sprühlotion „Zitronenverbene ~ Avocadobutter“ getestet und bin begeistert: Ein feiner Nebel wird auf die Haut gesprüht und dann sanft gecremt. Nach vier Schwangerschaften und heizungsbedingt trockener Haut ist das schon eine Wohltat. Die Lotion klebt nicht, zieht schnell ein und verleiht ein wunderbares, samtiges Hautgefühl – damit starte ich dann doch sehr entspannt und mit einem Hauch von Wellness und Luxus in „meinen“ Abend!

Das Beste an ihr ist aber ihr Duft! Ich schnuppere auch jetzt während des Schreibens immer wieder an mir – denn der Duft trifft genau meinen Geschmack: Frisch und herb zugleich mit einer ganz leicht fruchtigen Note – eine sehr gelungene Komposition (und ja, ich kann mich sehr für schöne Düfte begeistern).
Wer sich darüber vielleicht ein wenig wundert, dem sei gesagt: Ich habe früher jahrelang Seifen gesiedet und auch selbst beduftet. Ich habe viel mit ätherischen Ölen gearbeitet und eigene Düfte kreiert. Wenn die Kinder etwas größer sind, will ich das auch wieder machen.Wie ist das bei euch? Welche Düfte mögt ihr so?Bis bald,
Sonja

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Bauchzwergen-Landung

Einige haben es über instagram schon mitbekommen: Der kleine Bauchzwerg ist gelandet! Er kam direkt am Valentinstag am 14.02.2017 bei einer vollkommen unkomplizierten Geburt im Geburtshaus Paderborn zur Welt und macht seitdem unser Leben noch ein kleines Stück perfekter!

Er heißt Vincent, bringt 3kg auf die Waage und wird sicher sehr bald noch mehr von sich sehen und erzählen lassen. Bisher ist er ein sehr verschlafener Zeitgenosse, und wir genießen vorerst die Ruhe.

Lieber Gruß,
Sonja

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Zeitmanagement für Mamas. Life Balance und Glücklichsein mit Kindern, Haushalt und Blog

Immer mal wieder bekomme ich Komplimente oder ernte Erstaunen. Das drückt sich dann meist ungefähr so aus: „Wie schaffst du das alles?“ – „Wie machst du das nur?“ Flankiert wird das meistens von Sätzen wie „Ich bin abends so platt, ich kann dann nur noch fernsehen.“ Ich wurde sogar schon als „Zeitmanagement-Genie“ bezeichnet – alles Komplimente, die ich gern annehme. Aber eigentlich empfinde ich meine Art Haushalt und Kinder und Blog und Nähstudio zu organisieren ganz normal. Oder doch nicht? Meine goldenen Regeln und ein paar ganz grundsätzliche Dinge über das Leben und das Glücklichsein und zum Zeitmanagement für Mama(-Blogger) lest ihr heute hier…

Zeitmanagement und Life Balance

Ich kenne so viele Leute, die dauernd im Stress sind (dem negativen), weil sie keine Zeit mehr haben. War ich auch mal. Bin ich auch immer noch, aber irgendwie positiver, finde ich. Wie komme ich jetzt auf Stress? Nun ja, Stress und Zeitmangel hängen ja irgendwie zusammen. Wer kennt das nicht, dieses „Ich brauch mal wieder Zeit für mich“? Die Lösung ist also scheinbar, dass man möglichst viel Zeit „für sich“ zusammenspart um dann viel Zeit zu haben. Was dann automatisch zu Entspannung führt. Jedenfalls theoretisch.

Ich schreib heute mal ein paar Takte aus meiner Sicht dazu. Und eigentlich gehts auch nur vordergründig um Zeitmanagement, sondern vielmehr um „Life Balance“. Nicht Work-Life-Balance oder Blog-Life-Balance oder Kids-Life-Balance, sondern ganz schlicht „Life Balance“. Denn für mich gehört alles zu meinem Leben dazu: Meine Kinder, mein Mann, mein Blog, meine Nähwerkstatt und auch der Haushalt. Das alles und noch mehr unter einen Hut zu bekommen geht nicht, wenn man mit strikten Polen arbeitet, die sich bitte nicht berühren dürfen. Ich glaube fest daran, dass alles um uns im Fluss ist. Und nur so funktioniert auch der Alltag mit vier Kindern, Blog, Haushalt und der Nähmaschine.

Ich werde im folgenden Text also mehr auf die Basis eines glücklichen Zeitmanagements eingehen statt irgendwelche Tools zur Terminorganisation vorzustellen. Dazu kommt dann nochmal ein separater Beitrag! Denn eins beobachte ich immer wieder: Das „Problem“ ist nicht das richtige Tool, sondern mehr …

… eine Frage der Einstellung

Fühlst du dich von Terminen und To-Dos verfolgt? Hast du allem und jedem gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil du nie Zeit hast? Und eigentlich fühlst du dich leer und ausgebrannt und fragst dich, wann denn mal wieder Zeit für dich ist?

Also zunächst einmal: Es geht uns allen so! Wenn man „Zeitmanagement“ googelt, landet man bei diversen Methoden und/oder Tools, die einem helfen die einem „zur Verfügung stehende Zeit möglichst produktiv zu nutzen.“ (Wikipedia)

Wenn man sich Definitionen wie diese mal auf dem Zahnfleisch zergehen lässt, muss man sich gerade als Mama fragen, ob die „produktive Nutzung von Zeit“ beim Thema Kinder nicht vollkommen deplatziert ist, denn Kinder nutzen ihre Zeit – ihre Kindheit! – genau gegenteilig zu dem betriebswirtschaftlichen Streben möglichst viel Profit aus der uns gegebenen Zeit herauszuholen. Kinder spielen einfach. Vergessen die Zeit dabei. Und damit sind sie die großen Gewinner.

Das ist der Kern dessen, was ich Dir heute sagen will: Wir sind es in unserer kapitalistischen Welt gewöhnt überall das Optimum herauszuholen – den größten Profit und die besten Rendite zu machen. In punkto Geld, und in punkto Zeit. Denn Zeit ist Geld, haben wir alle mal gelernt. Aber so wenig wie Geld glücklich macht, macht Zeit allein glücklich. DAS habe ich von meinen Kindern gelernt.

Zeit muss man nutzen. Auch das wissen wir eigentlich alle. Nur wie, ist die Frage. Ganz ehrlich: Wenn ich z.B. eine Glotze hätte, vor der ich jeden Abend versumpfen könnte, würde es mir wahrscheinlich auch viel schlechter gehen. Denn Fernsehen ist tote Zeit (das gilt auch für deine Kinder, nur mal so nebenbei). Sobald wir uns in eine passive Rolle begeben, geben wir nicht nur die Verantwortung für uns ab, sondern auch wertvolle Energie. Ja, ich sitze abends lieber an der Nähmaschine oder schreibe für meinen Blog. Aber der Unterschied ist: Das GIBT mir Energie, anstatt sie mir zu nehmen! Das heißt nicht, dass ich nicht auch mal gern einen Filmabend habe oder nicht gern ins Kino gehe – im Gegenteil!

Aber wie und wo soll man anfangen? Immer wieder nicken alle eifrig, wenn ich Weisheiten wie diese von mir gebe, und meist kommt dann, dass der Anfang das Schwerste ist. Das stimmt natürlich. Aber anfangen muss man, sonst endet man echt frustriert und wird zu einem sehr unangenehmen Zeitgenossen, der so zwischen Selbstmitleid, Neid und Griesgram vor sich hinvegetiert und auf den nächsten Arzttermin wartet.

 

Zeitmanagement für Mamas

Vor etwa einem Jahr habe ich einen Workshop besucht. Dabei ging es generell um die Mutterrolle, Selbstfindung, eigene Stärken und Schwächen usw. Das hatte rein gar nichts mit Zeitmanagement zu tun, und doch drehte sich bei allen Teilnehmerinnen alles um Zeit!

Eine Teilnehmerin sagte, sie würde gern Gitarre spielen lernen, aber jetzt mit ihrem dritten Kind hätte sie überhaupt keine Zeit mehr, und selbst wenn sich mal ein Zeitfenster auftäte, wüsste sie ja nie, ob das nur zehn Minuten sind und ob es sich „lohnt“ die Gitarre überhaupt zu hervorzukramen.

Dieses Problem kenne ich nur zu gut! Und mein Tipp war und bleibt: JA! Es „lohnt“ sich! Man kann Pech haben und es sind sogar weniger als zehn Minuten. Man kann aber auch Glück haben und plötzlich hat man eine ganze Stunde Zeit! Ich nenne das die „Mama-Schlaf-Lotterie“. Und ich ziehe auch nicht immer sechs Richtige.

Einmal hab ich mich richtig geärgert, dass ich bei einem unverhofft langen Mittagsschlaf nicht vorbereitet war und am Ende die schöne Zeit irgendwie verplempert habe. Das war tote Zeit, die ich mit nutzlosen Dingen vergeudet habe. Irgendeinen Mist im Internet gesucht oder irgendeine dämliche Diskussion im social network verfolgt oder so. Ich weiß nicht mal mehr, was ich in der Zeit gemacht habe. Es war tote Zeit, die mir Energie geraubt hat. Das hat mich maßlos geärgert, und es ist mir nie wieder passiert.

Die Kehrseite dieser Medaille ist aber auch: Wenn man mit einem langen Mittagsschlaf des Kindes rechnet und dann enttäuscht wird, sollte man für sich Strategien entwickeln das nicht ganz so schwer zu nehmen. Dein Baby macht das nicht um dich zu ärgern, auch wenn man sich in dem Moment echt betrogen fühlt. Auch das gehört dazu: Gelduldig sein und sich darauf freuen, dass der nächste Schlaf bestimmt kommt.

 

Ziele, Prioritäten und Entscheidungen

Der Schlüssel jedes erfolgreichen Zeitmanagements ist die Zielsetzung. Wenn man recht planlos durch seinen Alltag stolpert und am Ende des Tages einfach nur froh ist, dass das Kind schläft und man selbst vor der Glotze liegt, ist das völlig in Ordnung. Ich habe auch immer wieder solche Tage.
Dass man so aber weiter nichts erreicht und auch nicht das schöne Gefühl erlebt etwas Tolles, Kreatives geschaffen zu haben, erklärt sich aber auch von selbst: Du entscheidest!

Das mit der Entscheidung ist auch sowas. Ich habe mal den schönen Satz gelernt „Keine Entscheidung ist immer die schlechteste Entscheidung.“ Dieser Satz ist wahr. Egal um was es geht – ein Problem aufschieben oder sich selbst überlassen hilft nicht. Am Ende wirst du gezwungen sein eine Entscheidung zu treffen, dann kannst du das auch gleich machen, wenn dein Handlungsspielraum am größten ist. (Wir) Mamas wissen das. Es ist so ziemlich das erste, das wir spätestens ab Geburt unserer Kinder lernen.

Auch „Glücklichsein“ ist am Ende eine Entscheidung. Du kannst natürlich warten, bis das Glück irgendwann ausgerechnet an deine Tür klopft, oder du kannst entscheiden hier und jetzt etwas für dein Glücklichsein zu tun. Dich nicht dem Zufall überlassen und darauf warten, dass dich einer rettet. Die Zeiten sind vorbei. Wenn du also neben Kindern und Haushalt irgendwas machen willst, triff diese Entscheidung und entwerfe dir einen Plan, wie du das schaffen willst! Steck dir Ziele, und seien sie noch so klein.

„Gitarre spielen lernen“ kann ein Ziel sein. Oder „eine Pumphose für mein Baby nähen“. Fang klein an, lass Dir Zeit zu wachsen und vor allem: Sei nachsichtig mit Dir selbst, wenn es nicht auf Anhieb klappt.

 

Widerstände: Der Haushalt, der innere Schweinehund, die Müdigkeit…

Ich schreibe die ganze Zeit von irgendwelchen Zielen und Prioritäten, dabei müsste eigentlich erstmal der Tisch abgeräumt, die Wäsche gewaschen und die Spülmaschine ausgeräumt werden. Und der Müll rausgebracht. Fenster geputzt. Wäsche gebügelt. Bis das alles fertig ist, ist das Kind wieder wach. Und eigentlich wollte ich mich hinlegen…

Ja, ich hab diese Probleme auch, jeden Tag. Essen kochen kommt noch dazu, und dann natürlich Texte wie diesen schreiben, Fotos dazu machen, usw.

Zunächst einmal: Ich habe jahrelang daran gearbeitet (und optimiere immer noch!!), dass der Haushalt, Kinder und mein Blog „laufen“. Und es gibt gaaaaaaaaanz viele Tage, an denen ich scheitere. Da klappt auch mal nichts, weil die Kinder mies drauf sind oder krank oder weil irgendwas dazwischen kommt.

Meine ganz persönliche, goldene Regel ist: Ich mache keinen Haushalt, während mein Kind schläft. Die Zeit der schlafenden Kinder gehört MIR ALLEIN. Und ich habe immer irgendwas vor in dieser Zeit (und wenn es einfach schlafen ist, das kommt gerade jetzt in der Spätschwangerschaft häufig vor!).

Für die „Gefahr“, dass sich unverhofft ein Zeitfensterchen auftut, hab ich immer was im Hinterkopf: Schnittmuster ausdrucken oder kleben, Stoff zuschneiden, ein Bild für einen Beitrag bearbeiten… Das sind alles Sachen, die man auch in zehn Minuten schaffen kann! (Womit wir wieder bei den Basics sind: Lohnen sich 10 Minuten? – IMMER!!!)

Der Nachteil ist: Wir haben es eigentlich nie aufgeräumt. Ich versuche soviel wie möglich an Putzerei und Aufräumen unter der Woche mit wachem Kind zu schaffen, aber ich gebe zu, dass mein Ehrgeiz und mein Anspruch in diesen Dingen noch Luft nach oben haben. Für mich ist das ok, für die Kinder auch, und mein Mann hat sich weitgehend daran gewöhnt, solange ich ab und zu bei gemeinsamen Hau-Ruck-Aufräumaktionen am Wochenende mitziehe.

Der andere „Nachteil“ ist: Ich hab meist zig Projekte gleichzeitig, und manchmal – wenn privat auch noch Termine dazu kommen – komme ich ins Trudeln und drohe den Überblick zu verlieren.

Zusammenfassung: Zeitmanagement für Mamas

Ich habe schon das Feedback bekommen, dass das ja alles viel zu aufwändig sei. Dass es sich nicht „lohnt“, dass man sich verzettelt und am Ende nichts geschafft kriegt.
Naja, ich denke, es kommt hier wirklich auf die Einstellung an: Ich bin in meinen ganzen kleinen und großen kreativen Projekten sehr zielstrebig und ehrgeizig, und ich kann wohl und sicher behaupten sehr sehr viel zu schaffen (wenngleich ihr gar nicht ahnt, wieviel hier aufgrund von Alltag hinten rüber fällt! Ja, ich weiß, was ich alles nicht schaffe!). Aber ich habe gelernt, dass ich lieber mein Augenmerk auf meine Erfolge richte als auf alles, was gerade nicht läuft. Oder anders formuliert:

Und was den „Lohn“ angeht: Mir gibt meine Nähmaschine und auch der Erfolg meines Blogs in Form von Kommentaren, Likes usw. soooooo viel mehr als jeder Abend vor der Glotze (wir haben ja auch nicht einmal einen Fernseher…), dass ich ganz sicher sagen kann: Natürlich lohnt es sich! Immer! Es gibt dir ein gutes Gefühl. Du bist aktiv. Du lebst! Ich kann mir gar nicht vorstellen es jemals anders zu haben.

Bevor ich zum Ende komme, fasse ich noch einmal zusammen, was ein glückliches und erfolgreiches Zeitmanagement ausmacht, bevor wir mit dem Organisieren überhaupt beginnen (Tipps dazu werde ich bestimmt auch nochmal schreiben).

  1. Fang einfach an.
  2. Warte nicht auf Idealbedingungen.
  3. Nutze die Zeit, auch wenn es vielleicht nur zehn Minuten sind, für dich (was immer du gern machen möchtest).
  4. Stecke dir kleine, realistische Ziele.
  5. Sei nachsichtig mit dir selbst.
  6. Wenn dein Kind schläft, ist Deine Zeit!
  7. Gib nicht auf. Du schaffst das!

Dieses Thema wird mich hier auf dem Blog auch weiterhin immer mal beschäftigen. Wenn Dich ein Aspekt besonders interessiert, schreib mir doch einen Kommentar! Ich greife gern einzelne Themen nochmal besonders auf.

Das war auch schon die ganze Zauberei! So in etwa schaff ich das alles!

Wie sieht es bei dir aus? Wie bringst Du Dein Leben als Mama und als Blogger unter einen Hut? Hast du vielleicht noch einen Trick oder Tipp zur Optimierung?

Lieber Gruß,
Sonja

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