Kategorie: Paderborn und Umgebung

nachhaltig leben familie

Nachhaltig leben als Familie ~ mit der Solawi Vaußhof

~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Mein erster „richtiger“ Blogpost nach dem Gewinnspiel in diesem Jahr beschäftigt sich mit einem Thema, das in meinem Leben der letzten Jahre zunehmend wichtiger geworden ist. Auch hier auf dem Blog soll es präsenter werden. Es geht darum Nachhaltigkeit zu leben – als Mensch, als Familie. Und ja, das hat auch irgendwie was mit gutem Vorsatz zu tun, wobei ich nicht so der Vorsätze-fürs-neue-Jahr-Typ bin. (Ich warte selten auf das neue Jahr für einen Neuanfang… ;)) Wie sollen wir nachhaltig leben als Familie? Mit sechs Personen? Die ernüchternde Erkenntnis ist: Wir können nicht alles. Aber ein bisschen was. Und vielleicht machst du ja auch mit?

 

Etwas ist faul an unserer Lebensweise

Seit ich Kinder habe, denke ich mehr über unsere (westliche) Lebensweise nach. Es begann mit dem ersten Bauernhof-Bilderbuch, das eine Idylle zeichnete, die es wohl kaum wirklich gibt. Der Konflikt war da: Wie kann ich meinen Kindern eine Bauernhof-Idylle zeigen und selbst wissen, dass es auf der Mehrheit der Bauernhöfe nicht so aussieht? Dass Bauer Paul gar keine Zeit hat stundenlang Ferkel Ferdinand zu suchen? Dass Ferkel Ferdinand in Wirklichkeit womöglich missgebildet geboren wurde, weil das Futter seiner Mutter glyphosatverseucht war? Und dass Ferdinands Papa als Bierschinken auf dem Pausenbrot gelandet ist?

Sich all dessen bewusst zu sein und das eigene Konsumverhalten entsprechend ändern – das ist der erste Schritt zum nachhaltigen Lebensstil, und das hat sehr sehr sehr sehr viel mit unseren Essgewohnheiten und unserem Umgang mit Lebensmitteln zu tun: „Du bist, was du isst.“

Ich will heute gar nicht das ganz große Fass aufmachen. Ja, es geistert immer wieder in meinem Kopf herum – Tierquälerei, Massentierhaltung, geschredderte Hahnküken, Glyphosat, der Preiskampf der Milchviehhalter und die Frage, welchem Bio-Siegel man überhaupt noch trauen kann in einer Zeit, in der Minister vermeintlich eigenmächtige Entscheidungen FÜR Glyphosat treffen. Ich habe die Newsletter diverser Verbraucherschutzorganisationen, von Foodwatch und Öko-Warentest abonniert. Die Wahrheit hinter dem Massenkonsum und Billigwahn ist düster, traurig, verstörend und eklig.

Aber wem sag ich das? Dir ist wahrscheinlich genauso klar wie mir. Die Frage ist ja: Wie und was können wir es selbst besser machen? Was können wir an unserem Lebensstil ändern? Und: Bringt das überhaupt was?

Nachhaltigkeit leben als Familie

Nachhaltig leben als Familie: Was geht? Was nicht?

Wir machen bestimmt nicht alles richtig. Und nein, ich prüfe nicht (mehr) vor jedem Einkauf, ob die Ware fair gehandelt, bio und die Verpackung biologisch abbaubar ist. Eine Zeitlang habe ich akribisch darauf geachtet, woher Kleidung und Lebensmittel stammen. Habe ganze Produktgruppen und Marken von meiner Einkaufsliste gestrichen und Jogurt ausschließlich aus Gläsern gekauft. Irgendwann, als ich unseren T4 mit Diesel volltankte, wurde mir bewusst, dass es alles unbedeutend ist angesichts der anhaltenden Konsumkatastrophe der westlichen Bevölkerung. Und ja, eine gewisse Resignation ist da auch schon dabei.

Allen Versuchen des „nachhaltig leben“ steht voraus, dass wir als Menschen, als Familie, in ein Gesellschaftssystem eingebunden sind, das es uns nur innerhalb gewisser Grenzen erlaubt „nachhaltig zu leben“. Natürlich gibt es rein theoretisch die Alternative komplett auszusteigen. Es gibt so Projekte, und ich kenne sogar über ein, zwei Ecken ein Paar, dass das wirklich durchzieht. Und irgendwo tief in mir schlummert auch der Wunsch nach einem Aussteigerleben (auf einer sonnigen Kanareninsel) – aber faktisch ist es so erstmal nicht möglich.

Ich mag nämlich viele Vorteile unserer Gesellschaft ziemlich gern, z. B. die gesundheitliche Versorgung und die Möglichkeiten meine Kinder zu impfen (und jetzt bitte KEINE Impfdebatte, sonst erschlage ich euch zukünftig mit Ärzte-Interviews und WISSENSCHAFTLICHEN Studien über Impfungen), sowie Strom, das Internet (es ist nicht nur schlecht!) und natürlich meine heiße Wanne am Abend. Und die Waschmaschine!! Ich hätte gern eine zweite, wenn ich ehrlich bin.

Nachhaltig leben als Familie

Innerhalb dieses Rahmens ist es dennoch möglich wenigstens ein bisschen das Thema Nachhaltigkeit zu verfolgen – z.B. bei jedem Supermarkteinkauf. (Ich sage ja auch immer, dass ein Einkaufszettel auch ein Stimmzettel ist, aber dies nur am Rande.) Mittlerweile kaufe ich nur noch fair gehandelten Kaffee* und achte auch bei Schokolade und Keksen auf die Herkunft. Ich meide Großkonzerne, die z.B. für ihre rücksichtslose Trinkwasserpolitik oder für Steuerflucht bekannt sind. Und auch wenn ich wahrscheinlich deutlich mehr Geld mit diesem Blog verdienen würde, verzichte ich seit einiger Zeit auf Partnerlinks zu einem gewissen amerikanischen Großkonzern.

Für Kleidung gilt dasselbe! Es ist uns als Näherinnen besonders bewusst, wieviel Zeit und Arbeit in einem Kleidungsstück stecken, und dass es unmöglich ist, wenn im Billigladen T-Shirts für 5€ und weniger verkauft werden. (Ich habe euch unten eine Dokumentation dazu verlinkt.) Solche Läden betrete ich gar nicht erst, und beim Kauf (alles kann ich ja nun nicht nähen) gibt es auch hier Siegel und Zertifikate, denen ich Vertrauen schenke (kein restloses – ein bisschen Zweifel ist leider immer dabei).

Das alles sind nur kleine Tröpfchen auf dem dank Klimawandel viel zu heißen Stein, und sobald ich wieder an der Zapfsäule stehe… tja, das kann ich nicht schönreden! Wir haben auch (noch) eine Ölheizung, und wenn es nach uns ginge, hätten wir die schon gegen Pellets oder sowas ausgetauscht. Aber tauschen wir eine funktionierende Heizung einfach so mal eben aus?

Du merkst, dass ich mich permanent im inneren Konflikt befinde: Müsste ich nicht eigentlich noch viel mehr? Die Antwort ist: Ja, natürlich. Aber die vollständige Nachhaltigkeitsperfektion werde ich in meiner aktuellen Lebensphase nicht erreichen. Wir können nur kleine Schritte machen und stetig daran arbeiten uns noch zu verbessern – wie mit allem im Leben!

Das Thema „Nachhaltigkeit“ ist riesengroß. Und es bedeutet leider viel viel mehr als auf Plastiktüten zu verzichten – die Plastiktüte allein macht ja nun auch gar nicht soviel aus. (Und für alle, die gerade einfach nach beiner Nähanleitung für einen Stoffbeutel suchen: Schaut mal hier in meinem Shop nach diesem Freebook für einen Stoffbeutel – die Maße könnt ihr euch individuell anpassen!).

 

nachhaltig leben familie

 

Solidarische Landwirtschaft: Wie funktioniert das?

Was wir können, das machen wir auch! So unterstützen wir seit ihrer Gründung die Solidarische Landwirtschaft Vauß-Hof eG. Das Prinzip solidarischer Landwirtschaften ist recht einfach: Wir ackern und ernten als Mitglieder gemeinsam, und natürlich schultern wir auch das Risiko einer „Missernte“ gemeinsam.

Monatlich zahlen wir einen festen Betrag, den wir uns selbst gesetzt haben. Es gibt natürlich einen Richtwert (ca. 65€), an dem sich der monatliche Beitrag orientiert. Und je nachdem, wieviel oder wenig man selbst an Arbeitsstunden einbringen kann, legt man auf diesen Richtwert noch etwas drauf. Neben der Arbeit auf unserem Bio-Acker (und wir sind hier wirklich sicher, dass die Erde und das Saatgut absolut genfreie Qualität haben) kann man sich noch in verschiedenen AGs rund um das Gemüse engagieren – und dabei unglaublich viel lernen! Ich arbeite auch daran, dass ich in diesem Jahr endlich genug Zeit übrig habe um ab und zu mal auf dem Solawi-Blog als Gastbloggerin zu schreiben.

Neben der Gemüseernte gibts so viele schöne Aktionen wie z. B. das Storchennest, die eigenen Bienen, Sauerkraut selber machen (das ist jetzt nicht so mein persönlicher Fall, aber trotzdem ein nettes Angebot), eine Anbau-AG und viele Angebote für Kinder!

Das Gemüse schmeckt übrigens – wer hätte es anders erwartet – so, wie ich das aus meiner Kindheit her noch von Omas Kartoffeln und Tomaten her kenne. Nämlich richtig nach Gemüse! Mein persönlicher Favorit sind die Salatgurken, Tomaten und Kartoffeln.

Außerdem waren wir nun gezwungen einige Gemüsesorten auszuprobieren, die wir vorher gar nicht kannten. Stielmus zum Beispiel. Dazu habe ich sogar ein sehr leckeres Rezept gefunden – und ich freue mich schon auf die nächste Saison! Außerdem Postelein, das gibts jetzt bald wieder. Auch kaufe ich sonst eher selten Rote Bete, Kohlsorten, Bohnen usw. Dank der Solawi haben wir nun einige regionale und saisonale Gemüsesorten für uns entdeckt. Natürlich gibts im Sommer Zucchini ohne Ende, und da muss man dann kreativ werden, wohin mit dem ganzen Gemüse – die Kinder können es dann ja irgendwann auch nicht mehr sehen! Aber ich hab jetzt schon einige Rezepte gesammelt, und wenn du noch einen heißen Tipp hast – her damit :D.

Nachhaltig leben als Familie

Solawi Vauß-Hof eG

Für alle Paderbornerinnen unter euch kommt jetzt die gute Nachricht: Die Solawi sucht wieder Mitglieder! Wenn du jetzt Interesse hast, dann schau doch am besten gleich mal hier auf der Website vorbei und wende dich vertrauensvoll an Anja.

Alle anderen müssen nicht traurig sein: Ich habe in der Linkliste auch den „Dachverband“ verlinkt – hier kannst du nach Solawis in deiner Nähe suchen! Es lohnt sich auf jeden Fall am Tag der Offenen Tür vorbeizukommen – egal welche Solawi man in der Nähe hat.

Ich hoffe, dir hat dieser Artikel gefallen, und ich konnte dir ein paar Anregungen geben für genfreies Bio-Gemüse und gesundes Essen? Vielleicht trägst du dich ja auch sowieso mit dem Gedanken dich einer Solawi anzuschließen?

Abschließend habe ich noch ein paar Links gesammelt, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen – selbstverständlich ohne den Anspruch vollständig zu sein! Jetzt gehts noch ab zu den Montagsfreuden beim Zwerg. Kommt gut in die Woche!

Zuletzt noch der Hinweis: Dieser Artikel ist in freundlicher Zusammenarbeit mit der Solawi VaußHof eG entstanden, aber ich habe weder Geld noch andere Extraleistungen dafür erhalten.

Viele Grüße,

Sonja

 

 

Links und Quellen

Solidarische Landwirtschaft Vauß-HofeG – „unsere“ Solawi in Paderborn.

Solidarische Landwirtschaft Dachverband – Solawi in deiner Nähe finden!

Fair Trade Siegel – Kritik – ein Überblick auf Utopia.de

Sweat Shop – Dokumentation über die Textilherstellung in Kambodscha: Drei norwegische Upper-Class-Jugendliche, darunter eine Fashion-Bloggerin, leben und arbeiten in einer Textilfabrik. Sehenswert!

Chronisch vergiftet – Monsanto und Glyphosat (Arte Dokumentation) – Warnung: In dieser Dokumentation von Arte werden missgebildete Schweine und Föten gezeigt. Das ist nichts für schwache Nerven. Solltest du gerade schwanger sein, sieh es dir bitte nicht an.

Let’s make Money (Trailer) – Dokumentation von Erwin Wagenhofer. Die gesamte Dokumentation kann man sich für 2,99€ direkt auf Youtube ansehen.

5vor12 – eine Blogaktion zum Mitmachen von Mamadenkt.de – jeden Monat neu!

 

*affiliate link: Mit deinem Einkauf über den mit * gekennzeichneten Link erhalte ich eine Provision, ohne dass Dir Mehrkosten entstehen. Meine Empfehlungen wähle ich sehr sorgfältig aus und stecke sehr viel Zeit und Arbeit in jeden meiner Beiträge. Über Provisionen und Werbung finanziere ich die laufenden Kosten dieses Blogs und kann auch zukünftig hochwertige Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen. Vielen Dank!

 

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

Kindergeburtstag auf der Wewelsburg – mit der „kleinen Hexe“

~ enthält Werbelinks (mit * gekennzeichnet), mehr Info unten ~

Im letzten Jahr haben wir den Kindergeburtstag unserer Großen auf dem Pferderücken gefeiert. Hier habe ich davon berichtet. Leider gibt es das Angebot meines Wissens nun nicht mehr, sodass wir uns nach einer Alternatrive umsehen mussten. Außerdem sollte es dann doch etwas anderes sein. Über einen Flyer im Kindergarten wurde ich auf das Angebot der nahe gelegenen Wewelsburg aufmerksam: Warum also nicht den Kindergeburtstag auf der Wewelsburg feiern? Meine Kinder stehen auf Burgen, Schlösser, Geheimnisse und alles Zauberhafte. Das Programm „Die kleine Hexe“ nach dem Buch von Otfried Preußler passte also perfekt.

 

Die Wewelsburg – Museum und Geschichte

Die Wewelsburg ist Paderbornern natürlich bekannt. Deutschland einzige Dreiecksburg steht in Wewelsburg nahe Büren. Der Paderborner Flughafen, an dem ich während meines Studiums gearbeitet habe, liegt in Sichtweite. Die Geschichte der Burg reicht bis in das 10. Jahrhundert zurück. In ihrer heutigen Form wurde sie allerdings erst Anfang des 17. Jahrhunderts als fürstbischöfliches Schloss errichtet. Die weitere Geschichte könnt ihr bei der Wikipedia nachlesen – weiterführende Links habe ich am Ende dieses Blogbeitrags gesammelt.

Eine sehr unrühmliche Episode möchte ich hervorheben: Die Wewelsburg erlebte während der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933-45 traurige Berühmtheit, bzw. wurde zum Mittelpunkt der SS. Ausgerechnet diese Burg war von Heinrich Himmler erkoren zum neuen Hauptquartier zu werden. So wurde die komplette Inneneinrichtung durch die SS verändert und mit nordischen Symbolen versehen. Auch ein KZ wurde hier errichtet. Diesen traurigen Teil deutscher Geschichte arbeitet das Kreismuseum Wewelsburg akribisch und gewissenhaft auf – ihm ist eine Dauerausstellung gewidmet.

Nach Kriegsende brannte die Burg vollständig aus und wurde neu aufgebaut. Heute findet sich das Kreismuseum Wewelsburg, das sich auf zwei Dauerausstellungen konzentriert: Die Aufarbeitung der Nazizeit und der Geschichte des Hochstifts Paderborn. Außerdem gibt es hier eine Jugendherberge, in der ich als junges Mädchen sogar schon mal übernachtet habe. (Und vielleicht machen wir das bald mit den Kindern auch nochmal, so als Abenteuer zwischendurch…)

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

 

Kindergeburtstag auf der Wewelsburg

Die traurige Geschichte der Wewelsburg ist natürlich hier in der Umgebug bekannt, und auch mir läuft immer wieder ein Schauer über den Rücken, wenn ich daran denke. Dennoch: Verdrängen nützt nichts. Gerade heute finde ich es wichtiger denn je, dass man auch diesem Kapitel unserer Landesgeschichte offen und kritisch begegnet. Und eigentlich gehts ja auch um einen Kindergeburtstag! Der hatte natürlich überhaupt nichts mit diesem Kapitel der Geschichte zu tun, sondern stand ganz im Zeichen der kleinen Hexe.

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

 

Von dem Muff der Nazis spürt man heute glücklichweise kaum noch etwas, wenn man heute die Wewelsburg besucht. Die Kinder sind da auch unvorbelastet und freuten sich auf das Burgerlebnis! Mehrere Kiindergeburtstags-Programme stehen zur Auswahl (siehe unten in den Links). Es gibt Themen für verschiedene Altersgruppen, und eigentlich alle beinhalten eine Schatzsuche. Ältere Kinder sogar mit GPS! Wir haben uns für „Die kleine Hexe“ entschieden, das auf dem gleichnamigen Buch von Otfried Preußler* basiert.

Unsere Kinder kennen natürlich „Die kleine Hexe“, und viele unserer Gäste auch. Mit 10 Kindern sind wir zur Wewelsburg gefahren, und es hat sehr viel Spaß gemacht! Der Geburtstag wird von einer Pädagogin geleitet und ist sehr abwechslungsreich und lehrreich gestaltet. Zu Beginn verkleiden sich die Kinder, und dann geht es auch schon los! Gut 2,5 Stunden dauert das Programm, das uns allen viel Spaß gemacht hat. Wir als Eltern waren auch wieder überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben den Geburtstag auszulagern.

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

Kindergeburtstagsprogramm: Die kleine Hexe

Bei der „kleinen Hexe“ wird natürlich aus dem Buch von Otfried Preußler vorgelesen. Außerdem lernen die Kinder spielerisch einiges über Kräuterkunde und brauen im Spiel einen Zaubertrank in einem echten Hexenkessel. Anschließend haben wir den Hexenkeller und das Burgverlies besichtigt. Ein bisschen gruselig kann das für einige Kinder schon sein, aber gerade meine Kinder fahren auf so einen Nervenkitzel total ab.

Die grauenhafte Geschichte der Hexenverfolgung und überhaupt wer wohl seinerzeit elendig in dem Hexenkeller zugrunde gegangen ist, wird natürlich nicht weiter thematisiert. Das Programm ist sehr kindgerecht und orientiert sich an der Erfahrungs- und Erlebniswelt der Kinder, etwa ob sie irgendwelche Hexen aus Büchern und Geschichten kennen – Bibi Blocksberg oder Hexe Lilli.

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

Nach dem Hexenkeller gab es eine Kuchen- und Bastelpause, die den Kindern viel Spaß gemacht hat. (Und ich merke mir, dass ich nur noch Schokomuffins backe und keine mit Früchten drin. Die kommen einfach nicht an.)

Nach dem Basteln und der zweiten Vorlese-Einheit mit einem wilden Mitmach-Spiel, das die Kindern auch gut auspowert, sucht die Hexentruppe noch einen echten Schatz. Natürlich haben wir die Schatztruhe bestückt; die Geschenktäschchen mit dem Süßkram hatte ich zuvor abgegen. (Leider hatte ich es dieses Mal nicht geschafft Taschen für alle zu nähen wie beim letzten Mal.)

Die Kosten für den Kindergeburtstag auf der Wewelsburg halten sich in Grenzen: Das Programm kostet 40€, zzgl. 1€ Eintritt pro Person und 0,50€ Bastelmaterial pro Kind – ich finde, dass das ziemlich preiswert ist.

 

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

 

Geburtstagsessen und Gesamtkosten

Nach so einem langen Programm haben natürlich alle Hunger. Wir haben die Möglichkeit genutzt direkt im Café nebenan ein Geburtstagsmenü zu bestellen. Man kann dort zwischen mehreren Geburtstagsessen wählen, und wir Erwachsene haben die Gelegenheit genutzt und à la Carte gegessen (wie oft gehen wir essen? Irgendwie nie…!?). Das war übrigens sehr gut!

Summa Summarum lagen wir kostentechnisch am Ende bei ca. 130€ inkl. Programm, Essen und Getränke für 10 Kinder und 2 Erwachsene. Da kann man wirklich nicht meckern, finde ich. Das Museum hatte uns übrigens auch Einladungskarten zugeschickt, die waren inklusive! Wir hatten einen tollen Tag und haben diese ganze Organisation und Ideenfindung für einen Kindergeburtstag zuhause gespart.

Meine größte Sorge war eigentlich, dass irgendwer einpullert (hatten wir bei den letzten zwei Geburtstagen). Also hab ich die Kinder immer mal wieder auf Klo geschickt, auch wenn die meinten sie müssten nicht. Sie mussten dann doch ganz schön viel, als sie erstmal saßen.

Unser Sohn hat schon gesagt, dass er auch einmal dort feiern will – vielleicht probieren wir dann im März das nächste Programm! Die Große will nächstes Jahr gern nochmal Hexe sein.

 

Kindergeburtstag Wewelsburg Paderborn

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Pader-Blog-News

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Lieber Gruß,

Sonja

 

Links

Kreismuseum Wewelsburg – offizielle Seite

Kindergeburtstag auf der Wewelsburg

Jugendherberge Wewelsburg

Café Restaurant Wewelsburg

Wewelsburg in der Wikipedia

Kindergeburtstag in Paderborn – eine Sammlung mit vielen Tipps!

 

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Kreismuseum Wewelsburg entstanden – vielen Dank!

 

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Paderborn Dom

Paderborn familienfreundlich? – Warum wir in die Domstadt gezogen sind

Vor einiger Zeit bin ich auf eine längst abgeschlossene Eltern-Blogparade gestolpert, in der Elternblogger „ihre“ Städte vorstellen. Die habe ich leider verpasst – trotzdem möchte ich euch „meine“ Stadt aus der Familienperspektive vorstellen. Paderborn und ich – das war nicht immer die große Liebe, und ich bin sehr froh auch ein paar Jahre weg gewesen zu sein. Vor gut zwei Jahren sind wir sehr bewusst wieder hierher zurückgezogen, weil wir Paderborn als sehr familienfreundlich kennengelernt haben. Weil unser bisheriger Standort im Süden Hamburgs für uns als Familie nicht mehr das Richtige war. Warum gerade Paderborn familienfreundlich ist und was für uns als Familie entscheidende Standortfaktoren sind? Das erzähle ich euch heute!

Paderborn – allgemein

Paderborn ist eine kleine Großstadt mit 150.000 Einwohnern und liegt im östlichen Westfalen, ziemlich genau im Bermuda-Dreieck von Bielefeld, Dortmund und Kassel. Ihren Namen hat die Stadt von der Pader, Europas kürzesten Fluss. Sie entspringt mitten in der Stadt, dem Paderquellgebiet, das zugleich einer der schönsten Orte der Stadt ist.

Paderborn gilt als provinziell und ein bisschen rückständig, und ich werde an dieser Stelle gar nicht dagegen argumentieren. Ob diese Stadt provinziell und rückständig ist, kommt enorm auf den Blickwinkel und die eigene Einstellung an. (Und es kommt auch auf den Blickwinkel an, ob man „provinziell“ eher als positiv oder negativ wahrnimmt.)  Natürlich sind „wir Ostwestfalen“ manchmal genau so, wie man es uns nachsagt – dann gehen wir zum Lachen in den Keller, bekommen die Zähne nicht auseinander und reden um Himmels Willen niemals mit Fremden. Aber „wir“ können auch sehr herzliche und kontaktfreudige Menschen sein *lach*. Übrigens habe ich auch schon in größeren und „moderneren“ Städten gewohnt, die in punkto Rückständigkeit durchaus mit dem Ruf Paderborns mithalten könnten. Aber dies nur am Rande.

Paderborn Paderquellgebiet

Infrastruktur, Stadtbild und Innenstadt

Die Innenstadt selbst ist nicht wirklich groß. Was mich in größeren Städten schon manches Mal zur Verzweiflung gebracht hat, ist hier alles recht nahe gelegen: Wer gut zu Fuß ist, kann die Paderborner Innenstadt innerhalb von 15 Minuten durchqueren. Die Wege sind kurz und man muss nicht drei U-Bahnstationen vom Café zum Kino und zum Shopping fahren. (Eine U-Bahn oder Straßenbahn gibt es auch gar nicht.) Der Nachteil: Man hat dann recht schnell alles gesehen. Natürlich gibt’s hier noch viel zu entdecken – gerade die Stadtgeschichte und viele alte Bauten haben viel zu erzählen, z. B. der Paderborner Dom (s. Titelbild).

 

(Kirchen haben wir eine ganze Menge hier – das ist typisch für diese Stadt, die zugleich ein Erzbistum ist und wahrscheinlich die katholischste Stadt nach dem Vatikan *hust*. Da muss man sich drauf einstellen, wenn man hierher zieht – die Stadtgeschichte ist eng mit der Kirchengeschichte verknüpft. „Die Paderborner“ sind heute aber auch nicht mehr alle katholisch.)

Paderborn Domplatz

Bei der Erreichbarkeit und Infrastruktur kommt gleich ein unschlagbarer Vorteil Paderborns im Vergleich zu anderen Städten: Die Parkgebühren sind lächerlich gering. Zentral kann man wunderbar in der Tiefgarage parken, über die man diverse Geschäfte trockenen Fußes erreicht. Außerdem sind rings um den „inneren Ring“ günstige Parkplätze zu finden – wenn nicht gerade Libori ist – dann fährt man am besten mit den Öffis.

Besorgungen sind in der Innenstadt schnell gemacht, für kurzweilige Erholung und Pausen sorgen viele Cafés. Als Mama nutze ich die nur sehr selten, denn entgegen dem Klischee sitze ich NICHT ganze Vormittage dort um mit anderen gelangweilten Mamas Kaffee zu trinken und mich über neueste Breigerichte auszutauschen.

Entscheidungsfaktor: Betreuungsgebühren

Soweit klingt das nach einer ganz normalen Kleinstadt. Was macht Paderborn also familienfreundlich? Für uns war das ausschlaggebende Argument nach Paderborn zu ziehen ganz schlicht und ergreifend: Geld. Ich möchte in Erinnerung rufen, dass wir seit unserem Umzug den Spagat zwischen Hamburg und Paderborn machen, denn Stefan arbeitet nach wie vor vier Tage die Woche in Hamburg! Lohnt sich das also für uns als Familie? Immerhin hat er auch die Fahrerei und den zweiten Wohnsitz zu bezahlen.

Kurzer Rückblick in unser Leben vor Paderborn: Vorher lebten wir im Süden Hamburgs (recht weit außerhalb – von wegen Provinz!). Wir hatten damals zwei Kinder Vollzeit im Kindergarten und Krippe und waren im Monat locker 700€ für die Betreuung los. Dabei war die Qualität der Betreuung zumindest in einem Kindergarten eher mäßig. Neben meiner persönlichen Jobhölle (hier habe ich schon einmal darüber geschrieben) war diese Zeit alles andere als lustig.

Tatsächlich gibt es hier ein sehr familienfreundliches Gebührenmodell. Natürlich richten sich die Gebühren hier auch nach der Stundenzahl und dem Einkommen, allerdings ist allein die Tabelle schon sehr viel familienfreundlicher (und realistischer) gestaltet. In unserem vorherigen Ort erreichte man schon mit einem kleinen Einkommen ganz schnell die höchste Bezahlstufe, wohingegen die Staffelung hier sehr viel „humaner“ ist.

Paderborn Markt

 

Ab dem zweiten Kind wird die Rechnung interessant

Interessant wird die Rechnung mit den Betreuungsgebühren ab dem zweiten Kind. Denn wer „nur“ ein Kind hat, kann womöglich die paar Jahre irgendwie überbrücken. Und da es mit „nur“ einem Kind deutlich einfacher ist auch als Mutter wieder in den Beruf zurückzukehren, fällt dieses Loch in der Familienkasse bei Ein-Kind-Familien oder auch Familien mit zwei Kindern nicht so sehr ins Gewicht. (Das soll jetzt keine neidvolle Klage sein, ich bin ja mit meiner Lebenssituation mehr als glücklich und stehe voll dahinter! Und ich will auch niemand verurteilen, der „nur“ ein Kind hat. Aber faktisch ist vieles schneller wieder möglich als wenn man vier Kinder hat, z.B. in den Beruf zurückzukehren…)

In unserem letzten Wohnort zahlte das erste Kind 100% Gebühren, das zweite 75% und das dritte 70%. Ab dem dritten Kind hätten wir also circa 900€ im Monat nur für den Kindergarten bezahlt. Finja wäre dann in die Schule gekommen; die Nachmittagsbetreuung hätte „nur“ 150€ gekostet. Jesper wäre dann aber auf 100% gerutscht und Marla auf 75%. Macht in Summe immer noch 900€. Das wäre für uns nicht bezahlbar gewesen – ein viertes Kind hätten wir uns schlichtweg nicht leisten können. Die Schulbetreuung ist auch eine halbe Stunde kürzer als der Kindergarten – wir hätten also zusätzlich auf Stunden (und damit Gehalt) verzichten müssen um es irgendwie hinzubiegen. Dass das auch eine nervliche Belastung ist und früher oder später zwangsläufig zum Streitthema wird, kommt noch hinzu!

 

Das Paderborner Gebührenmodell: 11.000€ in zwei Jahren gespart

Was ist jetzt an dem Paderborner Gebührenmodell so toll? Ich habe schon die viel humanere Staffelung in der Berechnungstabelle erwähnt.  Zudem sind die Gebühren an sich um einiges günstiger, was allein schon unsere monatliche Belastung immens zurückgeschraubt hat. Abgesehen davon gibt es eine Besonderheit hier in Paderborn, die eigentlich bundesweit gelten müsste, wenn man ernsthaft daran interessiert ist Eltern und potentielle Eltern zum Kinderkriegen zu bewegen (und zwar zum mehrfachen Kinderkriegen!): Geschwister haben eine Flatrate!

Wir bezahlen nur für das älteste Kind im Kindergarten, alle weiteren Kinder gehen kostenlos.

Kostenlos? Kostenlos!

Und zwar auch dann, wenn das älteste Kind im Vorschuljahr ist und selbst nichts mehr bezahlen muss! Das bedeutet tatsächlich, dass wir in dem Jahr, in dem unser ältestes Kind Vorschulkind ist, alle Geschwister auch nichts bezahlen müssen! Zum Vergleich: Das kostenlose Jahr vor der Einschulung gab es in unserem bisherigen Wohnort auch, allerdings rutschte dann ja Kind Nr. 2 auf 100% Beitrag.

Wir bezahlen natürlich noch Essensgeld, das hier taggenau abgerechnet wird (das war in dem letzten Kindergarten auch nicht so). Wenn wir wegen Krankheit, Urlaub oder unserem Familientag die Kinder mal vor dem Mittagessen abholen, müssen wir es auch nicht bezahlen! Im letzten Kindergartenjahr machte das für zwei Kinder schon so 200€ aus! Übrigens ist die Betreuungsqualität hier deutlich besser als in unserem letzten Kindergarten, in dem die Belegschaft dauerkrank war und wir in nur zwei Jahren diverse Personalwechsel miterlebt haben.

Hier gehen die Kinder in einen katholischen Kindergarten, was mich als erklärte Heidin durchaus schon zum Grübeln gebracht hat. Aber der Kindergarten ist top eingerichtet, die Erzieherinnen sind allesamt engagiert, kompetent und hervorragend ausgebildet – und auch wenn Finja sich immer über das Essen beschwert, so weiß ich doch, dass sie hier sicher und geborgen aufgehoben sind. (Seit sie mittags zuhause ist, beschwert sie sich auch – wenn es nicht gerade Kartoffeln mit Sauce Hollandaise gibt…)

Stefan hat übrigens neulich mal ausgerechnet, was wir bisher so an Kindergartengebühren gespart haben und kam auf grob 11.000€ in gut zwei Jahren. Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen.

 

Paderborn familienfreundlich

 

Bezahlbarer Wohnraum, Kindergartenplätze, Familienkarte

Neben diesem Faktor brauchten wir nicht so viele weitere Argumente um uns für Paderborn zu entscheiden.Tatsächlich beobachte ich bei uns und im Bekanntenkreis, dass Geld für Familien ein Dauerthema ist. Das mag auch schon immer so gewesen sein, das kann ich nicht beurteilen. Aber haben sich gut verdienende Paare auch früher schon gegen weitere Kinder entschieden, weil sie es sich nicht leisten konnten? Wir haben den Fall bei Freunden, die noch an unserem letzten Wohnort leben. Sie hätten gern ein drittes Kind. Sie arbeiten beide in gut bezahlten Positionen. Aber aus finanziellen Gründen (Kinderbetreuung + Kredit) haben sie sich dagegen entschieden. Das finde ich schon sehr traurig.

Klar, es können jetzt nicht alle hierher nach Paderborn kommen – aber vielleicht kann das Modell hier (deswegen stelle ich das ja vor) ja Eltern in anderen Regionen inspirieren mal die eigenen Kitagebühren in Frage zu stellen.

Für uns war es definitiv die beste Entscheidung. Meine Familie lebt hier, da hatten wir also einen Anlaufpunkt. Stefans Familie lebt noch in Hamburg, weshalb er da unter der Woche günstig wohnen kann. Und wir hatten das sagenhafte Glück, dass wir nun auch das Haus meiner Mutter kaufen konnten. Überhaupt eine Immobilie zu kaufen wäre im Großraum Hamburg gar nicht drin gewesen.

Hier ziehen die Immobilienpreise seit ein paar Jahren auch ganz gut an, aber noch ist es möglich sich als Familie den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen. Es gibt im Raum auch immer mal wieder neue Baugebiete – die Warteliste ist allerdings lang! Bevor ihr jetzt also alle die Koffer packt und hierher zieht, empfehle ich eine eingehende Recherche. Und: Die Preise sind auch hier deutlich angestiegen, hinter vorgehaltener Hand wird hier auch von Immobilienblase gesprochen. Von halben Millionen für ein mickriges Grundstück mit baufälligem Haus drauf sind wir hier aber noch ein bisschen entfernt.

Das Angebot an Kindergärten und Schulen ist (soweit ich das bisher überblicke) ausreichend. Im Moment wächst die Nachfrage nach Kindergartenplätzen – wir erleben in Paderborn tatsächlich einen Zuzug von Familien. Wir haben unseren Jüngsten also schon angemeldet, auch wenn er noch zwei Jahre Zeit hat. Bei uns im Ort sind drei Kindergärten, die alle voll ausgebucht sind und gar nicht alle Kinder aufnehmen können. Auch hier empfehle ich eine Recherche. Die Kindergartenplatzvergabe wird zentral über einen KiTaNavigator gesteuert, da kann man seinen Bedarf eingeben, und die Stadt kann besser planen.

Zur Wohn- und Betreuungsfrage kommen weitere Dinge, die mir hier in Paderborn einfach gut gefallen, z.B. die Familienkarte, die uns zahlreiche Vergünstigungen verschafft, etwa in die Landesgartenschau. Es gibt hier ein großes Angebot toller Spielplätze, die ich euch im Einzelnen noch vorstellen will, und viele Freizeit- und Bildungsangebote, die alles andere als „provinziell“ sind.

Paderblog

Dieser Beitrag ist der Auftakt einer kleinen Paderborn-Serie. Ich lebe inzwischen sehr gern hier und weiß, dass meine Kinder hier gut aufwachsen können. Deshalb möchte ich gern das familienfreundliche Paderborn vorstellen, das ich inzwischen sehr zu schätzen weiß. Viele Dinge auf dem Schulhof sind hier noch ein bisschen „provinziell“, und das finde ich auch ganz gut. Darauf werde ich sicher in einem der kommenden Beiträge näher eingehen. Wenn Du keinen neuen Beitrag verpassen willst, dann trag dich doch in meinen neuen Pader-Newsletter ein!

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Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr „zufrieden“ mit Eurer Stadt? Und wie sind die Gebührenmodelle bei euch? Und habt ihr schon die Koffer gepackt um herzuziehen? 🙂

Bis demnächst,

Eure Sonja

 

Links

Stadt Paderborn – offizielle Seite

Familien Service Center Paderborn

Paderborn in der Wikipedia

Pader, Wikipedia

Erzbistum Paderborn

{Blogsommer} Landesgartenschau 2017 in Bad Lippspringe

Heute habe ich einen Ausflugstipp für euch und zeige ein paar Eindrücke der Landesgartenschau 2017 in Bad Lippspringe, die derzeit im nahe gelegenen Bad Lippspringe stattfindet. Wir haben mit unseren beiden Jüngsten einen schönen Vormittag dort verbracht – mein Fotografenherz kam bei idealen Lichtverhältnissen und schöner Kulisse voll auf seine Kosten. Und natürlich wirkt so ein Ausflug sehr inspirierend, wo ich mich doch auch  so für das Thema Garten begeistere.

Landesgartenschau 2017 – Eintritt und Parken

Die Landesgartenschau in Bad Lippspringe läuft seit dem 12. April und wird noch bis zum 15. Oktober 2017 geöffnet sein. Wer also aus der Umgebung kommt oder auf der Durchreise ist, sollte sich die Zeit für einen schönen Spaziergang durch das Gelände nehmen.

Die Eintrittspreise sind ok, finde ich. Wir haben als Paderborner Familie natürlich unsere Familienausweise und kamen ermäßigt rein, das sind dann 14€ pro Erwachsener statt 17,50€. Parken und ein Shuttleservice vom Parkplatz zum Gelände sind inklusive, und Kinder bis 3 Jahre zahlen nichts. (Das war nicht der Grund, warum wir die Großen nicht dabei hatten – wir sind einfach mal morgens hingefahren, als die Großen im Kindergarten waren. Muss ja nicht immer eine Big-Family-Veranstaltung sein.)

Das Gelände

Die Landesgartenschau erstreckt sich sehr weitflächig und zeigt verschiedene Themen, die wir gar nicht alle an einem Vormittag sehen konnten (weswegen wir sicher noch einmal hinfahren werden!). So gibt es Waldflächen, diverse Gärten, Lernpfade, Kunstobjekte (teils von Schulen der Region gestaltet) und vieles mehr.

Auch für Verpflegung (und Toiletten) ist gesorgt, außerdem gibt es verschiedene, sehr schön gestaltete Spielplätze – von denen hab ich keine Bilder gemacht, weil die natürlich voll mit Kindern waren und bespielt wurden. Um also jegliche Persönlichkeitsrechte zu schützen, gibts keine Spielplatzbilder und ihr müsst mir einfach glauben, dass die ganz toll sind.

Hier eine Waldrutsche – das war auf einem etwas entfernt liegenden Spielplatz, wo nicht soviel los war:

Veranstaltungen und Kultur

Die Landesgartenschau wird von vielen kulturellen Veranstaltungen begleitet – hier lohnt sich ein Blick ins Programm! Es gibt diverse Fotoausstellungen, die die Landesgartenschau begleiten, Naturschutzprojekte (für Kinder) und viele Kunstobjekte, wie z.B. diese blaue Schafherde – eine Friedensherde.

(Hier seht ihr auch, dass Marla ihr Trotzkopfkleid inzwischen doch trägt!)

 

Alles in allem ist die Landesgartschau 2017 in Bad Lippspringe ein schönes Ausflugsziel. Mein Tipp: Ein bisschen Proviant selbst mitnehmen, so kann man sich den ganzen Tag sehr schön dort aufhalten!

Ein paar Bilder zeige ich noch:

 

 

Zur offiziellen Website der Landesgartenschau 2017 geht es HIER ENTLANG. Dort sind alle Informationen zur Anfahrt und dem laufenden Programm zu finden!

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Blogsommer

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Wohin bei dem Mistwetter? – Ins Dinomuseum!*

So richtig kommt der Sommer ja nun nicht ausm Quark. Nicht falsch verstehen, das soll keine Beschwerde sein! Aber als Familie muss man sich schon was überlegen, wenn alle Draußen-Aktivitäten buchstäblich ins Wasser fallen. Freibad, Spielplatz, Badesee, Park, Tierpark sind so unsere Standards bei trockenem Wetter, und in Paderborn gibt es da auch genug Angebote. Aber wenn es schüttet und schüttet, kann man die Kinder nicht lange in den eigenen vier Wänden halten, ohne dass es recht bald Knatsch gibt. Wohin also bei Mistwetter? Ich hab da einen Tipp…

 

LWL Museum für Naturkunde Münster

Am Titelbild kannst Du schon erahnen, wohin die Reise geht: Nämlich ein paar Millionen Jahre in der Zeit zurück zu den Dinosauriern!
Meine Kinder stehen im Moment total auf Dinosaurier und kennen sich auch schon richtig gut damit aus. (Meine Große kann zum Beispiel sogar „Deinonychosaurus“ sagen ohne über ihre Zunge zu stolpern. Und der Mittlere fachsimpelt gern mit über Brachiosaurus und Archaeopteryx.) Also stand für uns an einem der besagten Regentage fest: Wir gucken uns die Dinos mal aus der Nähe an!

Unser Weg führte uns in das LWL-Museum für Naturkunde, Münster, das sich mit dem berühmten Münster Zoo einen Parkplatz teilt (hätten wir in den Anfahrtsplan geschaut, hätten wir es wissen können, deshalb weise ich hier mal explizit darauf hin). Von Paderborn aus nach Münster zu fahren ist eine langwierige und nervige Angelegenheit von knapp eineinhalb Stunden, aber die Reise hat sich mehr als gelohnt!

Meine Kinder sind jetzt 5 1/2 (Finja), 4 (Jesper) und 1 (Marla), und sie fühlten sich von der Ausstellung alle gleichermaßen angesprochen – und auch wir waren begeistert! Das LWL-Naturkundemuseum Münster zeigt viele Skelette und Nachbildungen und spricht mit Texten und kleinen Filmen und einem kleinen Dinokino unterschiedliche Altersgruppen an. Gezeigt wurden übrigens Ausschnitte aus einer dreiteiligen Dino-Dokumentation, die man auch in der ZDF Mediathek findet. Die ganze Serie (aus Terra X, ist aber z.T. recht blutig – meine stehen drauf!) kennen meine Kids inzwischen auswendig – dies als kleiner TV-Tipp abseits von irgendwelchen furchtbaren modernen Comic-Sendungen und anderem Nonsense, der sich „Kinderfernsehen“ schimpft (mehr dazu an anderer Stelle…)

Wie man ihnen vielleicht ansieht, waren sie schwer beeindruckt. (Und mir fiel erst jetzt auf, dass Jesper sein Raglanshirt aus dem „Dinopunks“-Stoff trägt, hihi, das war gar keine Absicht.)

Auch die Kleine fand die großen Echsen schon interessant. Seit dem Besuch wollen sie alle Forscher werden und deklarieren jeden Schafknochen, den sie irgendwo finden, als Dinoknochen. Ich habe versprochen, die Knochen beim nächsten Besuch einem Experten zu zeigen.

Eins der Highlights war natürlich dieses Skelett. Na, erkennst Du, welcher Räuber das war?
Mich hat am meisten das Pottwal-Skelett beeindruckt, das ich nie und nimmer als solches erkannt hätte. Hier ein Foto von hinten fotografiert:

Verpflegung

Im Dinomuseum gibt es übrigens eine Snackbar, wo wir gegessen haben. Für uns war es genau das Richtige – es gab für die Kinder die obligatorischen Pommes und für uns auch „Erwachsenenessen“ *lach*. Zum Nachtisch natürlich Eis aus der Truhe! Für uns war das alles sehr praktisch – auch mit dem Kinderwagen sind wir gut überall hin gekommen, und wickeln war auch kein Problem!

Zum Abschluss noch eine kleine Bilderflut:

 

 

Weil wir mindestens drei Mal durch die Dino-Ausstellung gelaufen sind, sahen wir erst viel zu spät, dass das Naturkundemuseum Münster ja noch viel mehr zu bieten hat: Zum einen hatten sie da noch das Planetarium und eine schöne Ausstellung über Indianer – aktuelles Lieblingsthema Nr. 2 bei unseren Kindern.

Im Hinausgehen haben wir noch eine „Gruselausstellung“ und und noch die „Tiefsee“-Ausstellung gesehen (also, dass es sie gab! Zum Besuchen hatten wir leider keine Zeit mehr, und leider ist diese Ausstellung unter dem Gesamttitel „Leben in der Dunkelheit“ ausgelaufen).

Fazit: Den Besuch des LWL-Museum für Naturkunde in Münster kann ich allen Familien im näheren (und auch weiteren) Umkreis wärmstens empfehlen. Wir waren selbst bestimmt nicht zum letzten Mal da – auch die Kinder fragen schon, wann wir mal wieder dort hinfahren.

Dinomuseum Münster

 


~KLICK ZUR MUSEUMSWEBSITE~
~KLICK zur Dinoausstellung „Die Urzeit lebt“~
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Ich verlinke diesen Post noch mit dem Freutag – denn ich erinnere mich gern an diesen Familienausflug!

Herzliche Grüße,
Sonja

*Die Nutzung der Bilder aus der Ausstellung erfolgt auf freundliche Genehmigung des LWL Naturkundemuseum Münster. Vielen Dank!