Kategorie: Garten

{Blogsommer} Mit 3 Faustregeln einen Bienengarten anlegen

Ich betrete bloggerisch heute ein neues Gebiet. Für den Blogsommer möchte mich im Mai mit dem Thema „Garten“ beschäftigen. Ich liebe es Pflanzen beim Wachsen zuzusehen, und ich liebe Blüten und Summen um mich herum, deshalb schreibe ich heute darüber, wie man mit drei einfachen Faustregeln einen Bienengarten anlegen kann. Außerdem nutze ich die Chance euch mal die Blütenpracht meines Gartens zu zeigen!

Bienen und Bienensterben

Zur Vorbereitung dieses Artikels habe ich ein bisschen recherchiert. Viele von euch haben bestimmt schon über die Nachrichten etwas vom „Bienensterben“ gehört. Aktuell strebt der BUND einen „Aktionsplan“ zur Bienenrettung an, da 50% der Bienenvölker laut der Imker den letzten Winter nicht überlebt haben.

Bei Bienen muss man grundsätzlich zwischen „Wildbiene“ (da gibt es ganz viele verschiedene Arten) und „Honigbiene“ unterscheiden. Was genau in meinem Garten rumfliegt, weiß ich gar nicht; ich vermute mal: Wildbienen! Bedroht sind sie beide – durch Pestizide, durch Milben, durch die Art und Weise, wie wir Landwirtschaft betreiben (jetzt mal ganz grob zusammengefasst).
Dabei sind die Bienen auch für unser Leben existentiell wichtig! In dem pdf-Flyer vom BUND heißt es:

„Bienen und andere bestäubende Insekten sind die Grundlage unserer Ernährung. Sie sind für die Bestäubung vieler Kulturpflanzen
im Gartenbau und in der Landwirtschaft unverzichtbar. Zwei Drit-
tel unserer Nahrungspflanzen sind auf bestäubende Insekten an-
gewiesen. Honigbienen und Wildbienen stellen einen großen
ökonomischen Wert dar. Ihre Bestäubungsleistung wird weltweit
auf 200 bis 500 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Darüber hinaus sind Bienen unverzichtbar für den Fortbestand von Wildpflanzen, von denen wieder andere Tierarten abhängig sind. Das Bienensterben hat somit auch negativen Einfluss auf Arten- und Individuenzahlen von anderen Insekten, Vögeln und Säugetieren und somit auf das Funktionieren des gesamten Ökosystems.“

Soviel zur „Nützlichkeit“ und Wichtigkeit der Bienen – eigentlich wissen wir das ja auch alle ;). Ich will mich an dieser Stelle nicht tiefer mit „Bienensterben“ auseinandersetzen. Ich denke, die Glyphosat-Debatte ist allgemein bekannt. Am Ende dieses Beitrags liste ich übrigens weiterführende Links auf.

Mit 3 Faustregeln einen Bienengarten anlegen

Ich trage hier nur ein paar Faustregeln zusammen. Natürlich kann man das viel wissenschaftlicher angehen und noch viel mehr ins Detail, aber für den Anfang soll das reichen. Tipps für kleine Flächen auf Balkon oder Terrasse folgen im nächsten Abschnitt.

Faustregel Nr. 1: Bienen suchen Blüten, und zwar das ganze Jahr ( März bis Oktober) über. Das trifft sich hervorragend mit meinen Bedürfnissen, ich mag es nämlich auch das ganze Jahr schön bunt haben.

Faustregel Nr. 2 ist schon etwas spezieller: Bienen bevorzugen ungefüllte Blüten. Was um Himmels Willen ist das? Bei gefüllten Blüten handelt es sich um züchterisch veränderte Blüten, das heißt, dass die Bienen darin weniger Nektar finden. Am besten achtet man schon beim Kauf darauf (hab ich bisher auch nicht… *ähem*).

Hier greift auch Faustregel Nr. 3: Wähle am besten heimische und möglichst wilde Sorten aus ökologischer Erzeugung! Erkundige dich nach einer Wildgärtnerei in der Nähe oder wirf einen Blick in diese Liste für ökologisches Saatgut vom NABU.

Unser Garten: Bees welcome!

Mittlerweile abgeblüht ist unser Schlehenbäumchen, das in unserem Vorgarten viele Bienen angezogen hat. Weitere Bäume und Sträucher für Bienen sind Pfaffenhütchen, Kornelkirsche, Weißdorn, verschiedene Beerensorten, Wilder Wein, Efeu und ungefüllte
Kletterrosen. (Eine Kletterrose hätte ich wirklich gern, den Platz dafür hab ich auch schon, aber unser Umbau/Anbau ist in diesem Jahr dran, deshalb werde ich euch darüber wohl erst im kommenden Jahr berichten können…)

Als Blumen habe ich viele Zwiebeln gepflanzt. Für Bienen eignen sich u.a. Narzissen, Crocus, Schachbrettblume, Schneeglöckchen, ungefüllte Dahlien und Wilde Tulpe. Bei letzterer muss ich gestehen, dass ich Tulpen liebe und sehr viele im Garten habe, aber beim Kauf nicht darauf geachtet habe, ob sie ungefüllt und bienentauglich sind. Das werde ich in Zukunft berücksichtigen!

Außer Zwiebeln lieben Bienen Schafgarbe, Sonnenblume, Fetthenne, Akelei, Lavendel, Lupine, Wilde Malve, Astern. Akelei habe ich sehr viel im Garten, das verbreitet sich auch von selbst ziemlich gut und vertreibt auch Schnecken. Auch Lavendel liebe ich! Noch haben wir die meisten Projekte im Garten vor uns, und ich will auf jeden Fall noch mehr Lavendel haben!

Gemüsegarten

Wer außerdem einen Gemüsegarten hat, tut Bienen mit diesen Pflanzen einen Gefallen: Ackerbohnen, Kleearten, Borretsch, Ringelblumen, Kürbisgewächse, Zwiebeln, Kohl, Möhren und Gewürzkräuter. Kräuter habe ich in einer Kräuterspirale, die auch sehr viele Bienen anzieht. Sie ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen und wird dieses oder nächstes Jahr erneuert – darüber werde ich nochmal speziell schreiben, denn „kräutern“ ist ein Thema, das mich sehr interessiert, und das leider viel zu kurz kommt. Dabei kann man aus Kräutern soooo tolle Sachen machen!

Balkon und Terrasse

Wer nur wenig Platz hat, aber auf fleißiges Bienensummen nicht verzichten will, kann sich den Balkon oder die Terrasse mit folgenden Pflanzen verschönern: Goldlack, Kapuzinerkresse, Verbene, Männertreu, Wandelröschen, Löwenmäulchen und natürlich Küchenkräuter wie Salbei, Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze, Thymian – da gibt es ja auch so Kräutertöpfe, die sich eignen.

Zu Guter Letzt verlinke ich diesen Post noch mit der schönen Linkparty ANL – A New Life, bei der es um Ideen zum nachhaltigen Leben geht.

Links/Quellen

Imkerhonig

Near Bees: Eine Website mit regionalen Imkern – Honig ist online bestellbar

Ökologisches Saatgut
Linkliste und Übersicht deutschlandweit

Informationen
NABU: „Naturschutz im Garten“
BUND: Themenseite „Wildbienen“

Unterschreiben für Naturschutz
Initiative „Stop Glyphosat“ vom BUND

Blogsommer

Dieser Blogbeitrag ist Teil des Blogsommers, wie eingangs beschrieben! Wir sind ein ganz bunter Haufen kreativer Bloggerinnen, die von Mai bis Ende Juli immer mittwochs etwas zum Thema „Blogsommer“ schreiben. Wir haben eine offene Linkparty (siehe unten), eine Facebook-Gruppe, eine Google+-Gruppe und eine Gruppen-Pinnwand auf Pinterest! Unser Gemeinschaftsblog ist HIER zu finden.

Zum Stammteam zählen:

Eva von „Kartoffeltiger
Ingrid von „Nähkäschtle

Susen von „made by Frau S.

Ulrike von „Ulrikes Smaating

Marita von „maritabw macht’s möglich

Silke von „Muckibär&Schneckenkind

Ellen von „Ellen’s Schneiderstube“

Annette von „Augenstern-HD&Zauberkrone

Vivien von „KreaVivität

Linkparty:

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken