Kategorie: Crafting

Häkeltraining für die VHS – einfache Mütze häkeln

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In eineinhalb Wochen beginnt mein erster Häkel-VHS-Kurs! Da muss ich mich langsam warm häkeln :). Diese Mütze sollte eigentlich eine für mich werden. Aber wahrscheinlich hab ich zu fest gehäkelt, das ist wohl mein Problem – ich häkle immer viel zu fest! Jedenfalls ist sie für mich zu klein. Meiner Großen hat sie dafür sofort gefallen, aber auch ihr ist diese Boshi zu klein. Meiner Jüngsten ist diese Mütze dafür noch zu groß. Also manchmal soll es wohl einfach nicht sein? Naja, Marla wird bis zum nächsten Winter reinpassen. Zum Glück hatte ich in weiser Voraussicht genug Wolle bestellt um weitere Versuche zu starten.

Häkelkurs an der VHS Paderborn

Das bringt mich auch gleich zum Thema: Nächsten Samstag gebe ich meinen ersten VHS-Häkelkurs hier an der VHS Paderborn, und dafür will ich noch ein paar Modelle zur Anschauung häkeln. Insofern habe ich diese hübsche Mütze nicht umsonst gehäkelt!
In diesem ersten Kurs geht es um das einfache Boshi-Häkeln; ich habe den einfach „Pader-Boshi I“ getauft, und er ist tatsächlich bis auf einen Platz ausgebucht! Im Hintergrund arbeite ich auch an einer eigenen, ganz einfachen Anleitung für eine Mütze – die stelle ich natürlich auch hier vor.

 

Anleitung und Wolle

Diese Mütze habe ich nach dem Buch myBoshi drinnenunddraußen* gehäkelt, und zwar nach der Anleitung „Sanda“. In dem Buch sind viele wunderschöne Mützenmodelle – ich besitze mehrere der myBoshi-Häkelbücher und finde darin immer schöne Häkelideen und Inspirationen.

Das Muster hatte mich gleich angesprochen. Die Anleitung ist gut nachzuhäkeln, allerdings hatte ich wie gesagt Probleme mit der Größe, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich ein fester Häkler bin. Ich habe schon beim Häkeln gemerkt, dass sie zu eng und zu kurz wird, also habe ich unten die Anleitung so abgewandelt, dass ich noch ein Stück drangehäkelt habe. Außerdem habe ich die Farbakzente des Muschelmusters wieder aufgegriffen.

Verhäkelt habe ich die original myBoshi No. 1-Wolle. Als Hauptfarbe hatte ich 165 pflaume und dazu 162 magenta und 164 brombeere.

Soviel von mir heute – bis bald,
Sonja

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Lady-ROCKER-RUMS

Dieses Mal bin ich auch wieder bei RUMS dabei, und zwar mit meinem neuen Lieblingspulli: Ein LadyRocker! Dieser Pulli kann zaubern. Wirklich wahr: Er zaubert Selbstbewusstsein!

Ich bin  – wie viele andere Frauen –  eher so der Zweifler und weiß auch nicht so recht und trau mich nicht. Das betrifft ganz viele Bereiche in meinem Leben. Und das ist nicht nur schade, sondern auch eine Baustelle, an der ich arbeiten möchte. Es geht nicht darum jetzt im Umkehrschluss ein Riesenego aufzupusten. Ich will mich nur nicht (mehr) kleiner machen als ich bin. Und mein neuer Lieblingspulli hilft mir dabei in doppelter Weise.

 

Schnitt und Stoff

In den Schnitt Lady Rockers von Mamahoch2 habe ich mich schon vor einer ganzen Weile verliebt. Von Anfang an wollte ich meinen LadyRocker aus Sweatshirtstoff nähen. Als ich nach einem Stoff für den Hoodie von meinem GöGa gesucht habe, war ich gleich nochmal verliebt: Die „Black Staaars“-Reihe von Farbenmix ist die Antwort auf meinen nie ausformulierten Wunsch nach einem schwarzen, coolen, salonfähigen und gleichzeitig deathmetaltauglichen Stoff. Kombiniert habe ich ihn mit schwarzem Sweat von buttinette.Wenn ich das mal so sagen darf. Es schlägt ein Rockerherz in meiner Brust.

 

Meine Lady Rockers – Version

In meiner Interpretation des Schnitts habe ich zwei Dinge anders gemacht als vorgegeben: Das eine ist das Experiment mit dem doppelten Saum. Ursprünglich hatte ich Bündchen unten gemacht, aber mein Hintern wurde dadurch so entenartig, das hab ich ganz schnell wieder verworfen (ok, vielleicht war das Bündchen zu eng. Es gefiel mir jedenfalls an mir nicht.)
Zuallererst hatte ich die Longversion des Schnitts fertig, die mir dann aber zu lang war (für dieses spezielle Projekt; ich werd das sicher nochmal als Longpulli nähen, grundsätzlich fand ich es schon gut). Aus dem abgeschnittenen Stoff unten habe ich dann kurzerhand den doppelten Saum gezaubert. Dabei habe ich auch das ursprüngliche Vorne hinten angenäht und umgekehrt, wie ihr in dem Rückenfoto sehen könnt.
Ich hab den Stoff wie bei Bündchen umgeschlagen und dann an den Shirtsaum genäht; dabei kam einer der vielen schönen Zierstiche meiner geliebten Nähma zum Einsatz (note to self: Noch mehr Stiche testen!).

Auch an den Armabschlüssen habe ich aus den Black Staaars ganz schmale Bündchen gemacht, da stehe ich zur Zeit drauf – gaaaanz schmale Bündchen, keine Ahnung wieso.

Und die letzte Änderung zum Originalschnitt: Eigentlich wollte ich die Hoodieversion nähen. Irgendwie überkam es mich dann beim Nähen, dass ich doch keine Kapuze will – eine spontane Eingebung. Die „normale“ Version laut Schnitt gefiel mir aber irgendwie auch nicht. Also habe ich nach einer Anprobe für die U-Boot-Ausschnitt-Variante entschieden, die mir auch jetzt noch am besten gefällt.

 

Zauberei

Und was soll ich sagen? Ich komme viel zu wenig dazu für mich zu nähen, aber wenn ich es mal mache, so wie jetzt, dann bin ich irre stolz auf mein Werk. Meine Tante und sehr gute Freundin kommentierte den Pulli mit strahlenden Augen: „Sonja, dieser Pulli, also der ist sowas von du!“
Genau, das ist er.
Ich weiß, dass es da draußen ganz viele gibt, die viel besser nähen oder fotografieren oder irgendwas anderes besser können als ich (jetzt mach ich mich schon wieder klein, dieser doofe Zweifel immer…). Auch dieser Pulli ist nicht perfekt, (wobei ich an dieser Stelle mal zu zwei gewissen Füchsinnen rüberwinke), aber es ist MEINER, und ich LIEBE ihn. Meine zweite Haut von nun an.

Ich bin so begeistert, dass ich auch mal ganz selbstbewusst in die Kamera gucken kann und sagen: „Hey, ich hab diesen richtig geilen Pulli gemacht, der mir am besten gefällt und den ich am liebsten von allen Klamotten in meinem Kleiderschrank habe!“
Und so hat mein LadyRocker mir auf dem Weg zum Selbstbewusstsein ein großes Stück Weg geebnet. Weil selbstgemacht. Und weil er mich so unvergleichlich toll kleidet. I’m beghosted.

Und nun ab damit zu RUMS und Sew it yourself. Mehr Schnittmuster für mich sammle ich übrigens auf meiner Pinterest-Wand „Nähen für mich“.

Bis bald, Sonja


Freebook: „Valery“ – Partnerhandschuh nähen

Der Valentinstag rückt näher. Es bleibt nicht mehr viel Zeit um noch schnell was zu nähen. Aber Valery geht ganz fix und ist anfängertauglich – Winterstoffresteverwertung inklusive. Wovon ich rede? Nun, ich habe ein Schnittmuster entworfen, und das gleich in zwei Versionen! Mit diesem Freebook nähst Du für Dich und Deinen Schatz einen Partnerhandschuh. Du kannst mit dem kostenlosen Schnittmuster auch für Geschwister einen Partnerhandschuh nähen. Oder Du nähst einen Eltern-Kind-Handschuh (denn irgendwie laufen wir Mamis ja mehr Hand-in-Hand mit unseren Kiddies statt mit unserem Partner, oder?
  

Partnerhandschuh nähen

 

Die Idee

Auf dem Weg zum Kindergarten gibt es eine gefährliche Stelle: Die Hauptstraße und einen Bahnübergang. Jeden Morgen ermahne ich meine beiden Großen sich an die Hände zu fassen und langsam zu gehen. (Ich schiebe ja die Kleine und kann maximal ein Kind an die Hand nehmen.) Das klappt mal mehr, mal weniger gut.

Jetzt war es in den vergangenen Wochen eher kalt. Ohne Handschuhe war es den Kindern meist unangenehm, weil die Hände kalt wurden und sie das nie hingekriegt haben ihre Hände jackenknutschend zu fassen. Und mit Handschuhen war es mehr Geheule und Gefluche, weil die Handschuhe rutschten, oder zu groß waren oder was weiß ich – ihr kennt das!

Da kam mir dann die Idee mit dem Partnerhandschuh für Kinder. Und weil Valentin auch schon von weitem den Zaunpfahl schwang, war die Deadline für dieses erste Schnittmuster von mir auch schon vorgegeben. Das Projekt „Valery“ war geboren. Wer nun also noch für den Valentinstag nähen möchte und dabei seine Winterstoffreste verwerten will, sollte sich überlegen, ob es nicht vielleicht eine Valery werden soll.

Partnerhandschuh nähen

Ich will an dieser Stelle keine Wissenschaft daraus machen. Valery ist supereinfach zu nähen – wer schon einmal eine von olilus legendären Halssocken genäht hat oder auch eine Babypumphose, wie sie vielfach durchs Netz schwirren, kann Valery im Schlaf nähen und braucht nur das Schnittmuster. Ach was sag ich – die Nähma macht das ganz allein! Wer es sich trotzdem nicht zutraut, kann am Ende dieses Beitrags auch das Nähvideo meiner geschätzten Kollegin Eva Kartoffeltiger ansehen!

Valery in der Eltern-Kind-Version

Schnittmuster und Anleitung

Ich habe eine ausführliche, anfängertaugliche und bebilderte Schritt-für-Schritt-Nähanleitung geschrieben. Das komplette Freebook inkl. Schnittmuster und bebilderter Nähanleitung findet ihr in meinem Shop auf CrazyPatterns oder in meinem Shop hier auf der Seite zum Download.

 

EDIT

Ich habe diesen Post – und das Freebook „Valery Patnerhandschuh“ erstmals im Februar 2016 veröffentlicht. Im November 2016 habe ich das Freebook und den Schnitt überarbeitet, daher die Version „1.2“.

„Valery“ sehr großer Beliebtheit – was mich dazu bewog das Schnittmuster für den Partnerhandschuh und das dazugehörige Freebook einer Revision zu unterziehen und zu überarbeiten. Das hatte ich schon lange vor – mir fehlte nur irgendwie der richtige Moment um mich mit meinen „Altlasten“ zu beschäftigen.

Jetzt, im November 2016, sah ich diesen Moment für gekommen, und tatsächlich war es gar nicht soviel Aufwand, wie ich ursprünglich befürchtete. Die drei enthaltenen Schnittmuster habe ich leicht geändert – die Öffnungen für die Hände sind etwas größer geworden, und der Schnitt der Eltern-Kind-Version etwas „runder“.

Abgesehen davon habe ich den Text leicht überarbeitet und das Freebook vor allem optisch an meine beiden EBooks – die Käferlein Kindergartentasche und roXXanne – angepasst.

Nähvideo: Partnerhandschuh nähen

Eva Kartoffeltiger hat ein tolles Näh-Video zu „Valery“ gedreht, das ich gern hier einbette. Bitte vergesst nicht, Evas Youtube-Kanal zu abonnieren – sie hat unzählige Näh- und DIY-Videos online!

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Lieber Gruß,
Sonja

 

Nun verlinke ich noch mit Nähfroschs „Kostenlose Schnittmuster“, Handmade on Tuesday, Kiddikram und Dienstagsdinge.

Lieber Gruß,
Sonja

Werbepartner*:


Stoffe Hemmers

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Anleitung Utensilo nähen kostenlos

{Tutorial} Utensilo aus einem Stück nähen

~ enthält Werbelinks, mehr dazu hier ~

Ich gebs zu: Ich bin faul. Ich mag die Dinge gern einfach. Und ich will beim Nähen auch mal fertig werden. Das waren alles Gründe um diese Anleitung für das „Utensilo aus einem Stück“ zu erfinden. Ich habe auch nicht soviel Zeit, während das Babyfon mal ruhig ist – ich will also einfach loslegen und schnell ein schönes Ergebnis haben. Geht dir ähnlich? Dann ist diese Anleitung perfekt für dich!

Tutorial: Utensilo aus einem Stück

Dieses Tutorial ist für alle, die gern beim Zuschneiden Zeit sparen wollen. Es ist wirklich egal ob Shopper, Utensilo oder Snackbeutel – alle diese Taschenkörper lassen sich mit dieser Technik nähen. Auch meine Büchertasche aus einem Stück ist z.B. nach dieser Technik entstanden.

Mit etwas Erfahrung kannst du die hier gezeigte Technik ganz easy auf andere Taschengrößen adaptieren. Ich zeige Dir Schritt für Schritt, wie ich ein Utensilo nach der Technik „Nähen für Faule“ nähe.

Mein Utensilo hat fertig ca. die Maße (bxhxt) 12cm x 25cm x 20cm. Diese kann man natürlich selbst individuell anpassen – das Utensilo kannst du in JEDER gewünschten Größe nähen.

Dazu musst du dir einfach vorher überlegen, wie breit und tief es werden soll. Diese Maße (nennen wir sie a + b musst du dann doppelt nehmen, also 2 x (a+b). Das ergibt die Breite des Stoffes. Dazu kommt natürlich noch die Nahtzugabe, die wird 2x draufgerechnet. Die Höhe (c) legst du dann auch noch fest. Wenn du das Utensilo umschlagen willst, mach es etwas höher.

utensilo nähen kostenlose anleitung

Zutaten

Du brauchst:

  • 2 Baumwollstoffe, je 30cm x 65cm, z.B. aus einem Patchwork-Set von Stoffe-Hemmers* oder von buttinette*
    Tipp: Du kannst auch ein Upcycling z.B. aus alter Jeans machen, oder Wachstuch als Innenstoff nehmen, oder was auch immer.
  • H630* 30cm x 65cm
  • Vlieseline (bei sehr dünnen Stoffen zur Stabilisierung): 30cm x 65cm

Optional:
Webband, Applikationen, Glitzer, Dein Label…

Hilfreich sind außerdem ein
Rollschneider*
Schneidematte*
Patchwork-Lineal*

Diese Dinge zählen zu meiner Näh-Grundausstattung. Ich kann dir die Anschaffung sehr ans Herz legen – ich habe meine täglich im Einsatz. Ich weiß, die Sachen sind erstmal teuer. Alle diese Sachen bekommst du sicherlich auch in einer Nummer kleiner oder günstiger. Aber ich kann guten Gewissens die verlinkten Produkte empfehlen. Ich hab nämlich auch ganz früher auch mal an der Qualität gespart. Meine Billig-Schneidematte dient jetzt als Nähmaschinenunterlage, und der Billig-Rollschneider zerfiel in seine Einzelteile. Das war mindestens so ärgerlich als wenn einem der Unterfaden fünf Stiche vorm Ende der letzten Naht ausgeht. Beim Lineal hab ich gleich das große gekauft und bin immer noch sehr zufrieden.

Zuschnitt

Schneide zuerst deine zwei Baumwollstoffe zu – ich habe hier beide in 30×65 zugeschnitten.

Utensilo aus einem Stück nähen - nähen für Faule

Vorbereitung

Schneide Deine zwei Stoffstücke und je ein Stück H630 und Vlieseline zu und bügle H630 und die Vlieseline auf die linken Stoffseiten auf: H630 auf den Innenstoff, Vlieseline auf den Außenstoff.

Hinweis: Wenn Du innen Wachstuch verwendest, bügelst Du da nichts hinter. In dem Fall würde ich auf den Außenstoff H630 bügeln.Wenn Du Applikationen, Webbänder etc. verwenden willst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt die anzubringen. Damit Du sie dahin platzierst, wo sie hinsollen, lies am besten einmal die Anleitung komplett durch oder näh ein Probestück. Das gilt auch für etwaige Innentaschen oder Taschengurte, wenn Du nach dieser Anleitung einen Shopper nähst.

Utensilo aus einem Stück nähen - nähen für Faule

Nähen

Lege Deinen Stoff quer und schlage ihn einmal in der Mitte rechts auf rechts aufeinander, sodass die kurzen Seiten (=30cm) aufeinander liegen. Näh die Kante zusammen. Hinweis: Wenn Du den Innenstoff zusammennähst, lass eine Wendeöffnung am besten mittig frei.

Du hast jetzt einen Schlauch. Leg Dir die Naht mittig gegenüber der anderen Seite.

Steppe die untere Kante ab.  Jetzt hast du schon eine einfache Tasche. Beul sie Dir ein bisschen zurecht, so wie auf dem Bild.

Erfahrene Näherinnen ahnen jetzt schon, wohin die Reise geht. Wie ich eingangs bei der Maßanpassung schon sagte, legt man die Tiefe der Tasche erst im Nähprozess fest. Und zwar jetzt.
Wer schon Taschen genäht hat, weiß, dass man jetzt die „Dreiecke“ rausschneidet. Auf dem oberen Bild deutet sich das schon an. Miss erstmal aus, wie tief
Dein Utensilo/Deine Tasche werden soll:

Und dann ist es wichtig genau im 45°-Winkel das Dreieck abzusteppen! (Auf dem Bild oben halte ich das Lineal leicht schief, also davon nicht verunsichern lassen!). Ich habe mir zur
Orientierung eine Linie eingezeichnet, wo ich nähen muss.

Verfahre so mit beiden Seiten!

Achte darauf, auf beiden Seiten exakt zu nähen, es sei denn, Du wünschst Dir einen asymmetrischen Boden. Ich habe das noch nicht ausprobiert, aber das müsste grundsätzlich gehen. Wer das ausprobiert, schick mir bitte Links, da bin ich neugierig.

Nach dem Absteppen der Dreiecke werden diese abgeschnitten. Du kannst ei auch dranlassen und so Müll vermeiden :).

Der Blick hinein sieht so aus:

Jetzt nähst Du noch fix aus dem Futterstoff nochmal genauso, dabei die Wendeöffnung nicht vergessen! (Ich sag’s lieber einmal zu oft – ich hab sie nämlich auch vergessen…)

Jetzt kommt der Teil, den erfahrene Näherinnen schon kennen. Der Vollständigkeit halber erkläre ich weiter. Wenn Du beide Taschen fertig hast, steckst Du sie so ineinander:

Utensilo aus einem Stück nähen - nähen für Faule

Die Stoffe zeigen rechts auf rechts aufeinander; der Innenstoff ist außen. Im Innenstoff hast Du ja eine Wendeöffnung gelassen, das ist wichtig. Die obere Kante, die wir hier offen sehen, wird nun füßchenbreit zusammengenäht.

Anschließend wendest Du das Utensilo durch die Wendeöffnung und schließt die Wendeöffnung. Das kannst Du per Hand mit einem Matratzenstich machen oder wie ich ganz knappkantig mit der Nähma drüber.

Zum Schluss wird die geschlossene Kante oben auch noch einmal schön füßchenbreit abgesteppt. Hier kann man auch einen hübschen Zierstich einsetzen.

utensilo aus einem stück nähen

Alternativer Abschluss

Statt mit Wendeöffnung zu arbeiten, kannst du auch beide Teile links auf links ineinander stecken und die obere Kante mit Schrägband verschließen. Bei dieser Variante ist es wichtig sehr genau zu arbeiten. Das Schöne daran: Du vermeidest die Wendeöffnung und hast zu allen Seiten saubere Nähte!

Und das war es schon! Voilà:

Fertig ist Dein Utensilo!

Nähanleitung Utensilo nähen

Varianten

Zahlreiche Variationsmöglichkeiten sind hier noch drin! Ich bin schon gespannt, was Du so daraus machst! Frag mich ruhig, wenn Du irgendwo nicht weiterkommst :).

Ansonsten wünsche ich Dir jetzt erstmal viel Spaß beim Nähen und freue mich, wenn Du Dein Ergebnis hier verlinkst. Diese Anleitung wird verlinkt mit Kostenlose Schnittmuster, greenfietsens Taschen-Sew-Along, zu dem ich noch was anderes beitragen wollte, Handmade on Tuesday und Dienstagsdinge.

utensilo aus einem stück

Weitere Tutorials und Nähideen

Wenn Dir dieses Tutorial gefallen hat, findest du noch weitere Nähanleitungen und Ideen in meinen Tutorials oder in meinem Shop – viel Spaß beim Stöbern!

Viele Grüße,

Sonja

*bei gekennzeichneten Links handelt es sich um Werbelinks, d.h. ich verdiene im Fall eines Verkaufs eine geringfügige Provision. Diese Einnahmen finanzieren die laufenden Kosten dieses Blogs und erlauben mir weiterhin Freebooks und kostenlose Nähanleitungen zu erstellen. Ich empfehle nur Schnittmuster, Stoffe, Zubehör und Bücher, deren Qualität mich überzeugt hat. Mehr dazu, wie dieser Blog Geld verdient, liest du auf meiner Transparenz-Seite.

Rockerhoodie mit Monster

Dieses ist wieder eins der Projekte, die lange warten mussten, bis sie dran waren. Jetzt vollendet, frage ich mich warum eigentlich? Dieser Jungshoodie ist schnell genäht und steht Jesper sooooo gut, dass das bestimmt nicht der letzte Hoodie war. Genäht habe ich in Größe 110/116, der kleinsten des Schnittes – dieser Hoodie wird uns also noch länger begleiten. Ich habe dem Schnitt noch Taschen hinzugefügt und außerdem an den Ärmeln und am Saum Bündchenware verwendet.

Übrigens verbirgt sich hinter dem Pflaster auf seiner Stirn eine Platzwunde, die mit drei Stichen genäht werden musste ===:o. Die Wahl des Stoffes fiel da nicht mehr schwer… %-)

Schnitt: Rockerbuben – „Matthi“
Stoffe: „Cucos Sweat Jersey Monster Petrol“ von Hilco, kombiniert mit schwarzem Sweatshirtstoff und „Black Staaars“ von Farbenmix, Bündchenware.

Verlinkt mit Made4Boys und Für Söhne und Kerle.

Lieber Gruß,
Sonja

Neujahrsversprechen

Frohes Neues! Ich beginne diesen neuen Blog zu Beginn des neuen Jahres mit einem Versprechen. Aber zuerst einmal beginne ich einen neuen Blog. Willkommen! 🙂
 
Ich freue mich jetzt schon sehr lange auf dieses erste Posting! Mein alter Blog – mein Werkstübchen – wurde zuletzt sträflich von mir vernachlässigt, was zum einen daran liegt, dass im vergangenen Dreivierteljahr nach der Geburt meiner Tochter wenig Zeit fürs Bloggen blieb (und ich die verbleibende Zeit lieber an der Nähmaschine verbracht habe), und daran, dass ich schon lange den Plan für dieses Projekt – „The Crafting Café“ – hegte und darauf hingearbeitet habe.

Ähnlich wie mein alter Blog, den ich nun auch ein wenig wehmütig verlasse, dreht sich hier alles ums Nähen, Stoffe, Schnitte, aber auch immer mal wieder um „Wolliges“ – hauptsächlich in Form von Häkeleien, denn am Haken hänge ich auch. Ich werde hier ganz viele genähte Sachen vorstellen – Taschen, Accessoires, Home Deko und natürlich KLAMOTTEN! Die Collage ist ein kleiner Vorgeschmack gesammelter Werke. Einiges werde ich noch im Einzelnen vorstellen.

Mit der Zeit plane ich eigene Anleitungen und Tutorials zum Nachnähen – viele Ideen und erste Entwürfe schwirren durch meinen Kopf und auf meiner Festplatte herum. Mit diesem Blog will ich regelmäßig an diesen Projekten „dranbleiben“, und vielleicht findet die ein oder andere Idee ja auch Nähfreundinnen, das würde mich ganz besonders freuen!

Um mich kurz vorzustellen: Im echten Leben trage ich die Sonne im Namen, obwohl ich lange Jahre eher „düster“ drauf war und auf Metalkonzerten und -festivals mein Unwesen getrieben habe. Da gehe ich heute noch gern hin, sofern mich meine drei Kinder denn lassen. Meinen Musikgeschmack habe ich außerdem in die alternative Richtung erweitert und bin öfters mal mit der gesamten Family auf Mittelaltermärkten anzutreffen – ich hoffe sehr, dass ich genug Zeit finden werde um eine ausführliche Mittelalterkollektion vorzustellen und ich mich mehr in punkto Kostümen austoben kann. (Auch meine älteste Tochter würde sich darüber wohl freuen *gg*)

Wer mich noch besser kennenlernen will, ist herzlich eingeladen öfter hier vorbeizugucken!

Und jetzt komme ich zu meinem Neujahrsversprechen: Ich werde in diesem Jahr keine neuen Klamotten kaufen, es sei denn, sie sind fair gehandelt. Alles andere, was ich „brauche“, nähe ich selbst. Ergebnisse dann hier.

Meine erste To-Sew-Liste „Klamotten für mich“:

– eine neue Leggins
– eine „Kreisweste“ (mit oder ohne Ärmel? Der Stoff ist schon da, aber ich kann mich nicht entscheiden!!)
– Yoga-Hose
– Tank-Top zum Sport
– Kapuzenhoodie
– Raglanshirts

Bis damnächst, frohes Neues! In Kürze werden hier die ersten Posts rund um meine Projekte reinpurzeln :).

Eure Sonja