Kategorie: Crafting

Operation: Nähzimmer – Teil 1: Der Kellerausbau

Wer träumt nicht von einem eigenen Nähzimmer? Ich bin ja auch damals damit angefangen, dass ich Abend für Abend die Nähma auf den Küchentisch hievte. Es folgte eine Nähecke im Wohnzimmer. Und zwei Umzüge später habe ich nun endlich mein Nähzimmer! Wie Du vielleicht weißt, haben wir bereits im Sommer begonnen einen Kellerraum auszubauen, damit ich mit meinem Nähzimmer dort unten einziehen kann. Mittlerweile ist dieses Projekt abgeschlossen und ich bin da unten eingezogen (zumindest stehen meine Nähmaschinen und die ganzen Stoffkisten unten, und ich arbeite da auch schon. Für Teil 2 und 3 dieser kleinen Reihe muss ich definitiv noch aufräumen…)

Ein eigenes Nähzimmer…

 In diesem Beitrag stelle ich die Entstehung dieses Raumes vor. Nein, es geht noch nicht um die Einrichtung, sondern erstmal um den „Rohbau“. Die Bilder dieses Blogbeitrags werden auch nicht „schön“ – ich hab heute viele Wände und Dreck. Aber das gehört halt dazu!

Für alle, die vielleicht auch auf der Suche nach einem Platz zum Nähen sind. Vielleicht ist der Ausbau eines Kellerraumes ja eine Möglichkeit?

Einen Kellerraum bewohnbar zu machen – die Möglichkeit haben nur Hausbesitzer, das ist mir schon bewusst. Wir haben hier in Paderborn lange nach einem Haus und auch nach einem Bauplatz gesucht, bevor wir dann entschieden haben das Haus meiner Mutter zu kaufen, in dem wir nun auch schon seit eineinhalb Jahren zur Miete wohnen (zum Thema Immobilienmarkt werde ich vielleicht auch nochmal was bloggen). Mit den Umständen und Details unseres Hauskaufs will ich mich an dieser Stelle nicht weiter aufhalten – am Ende haben wir nun dieses Haus, müssen aber gucken, dass wir hier Platz für uns alle finden, denn Nr. 4 ist ja bekanntlich unterwegs.

Der Ausbau eines Kellerraums war das erste von vielen Projekten rund ums Haus, aber zugleich das, was Dich wahrscheinlich am meisten interessiert. So sah „mein“ Keller aus, als wir ihn freigeräumt hatten:

Voraussetzungen

Hier in unserem Haus stimmte eine Voraussetzung: Wir hatten tatsächlich einen Kellerraum „übrig“, der früher Party- und später Probenraum für meinen Bruder war. Zuletzt stand er voll mit unserem Zeug, das nicht mehr in die Wohnung passte. Ich tippe mal (nachdem ich während unserer Immobiliensuchphase viele Häuser besichtigt habe), dass fast jedes Haus so einen Kellerraum voller Gerümpel hat.

Wir haben aufgeräumt, zusammengeschoben und weggeschmissen, nachdem der Plan für den Ausbau stand. In besagtem Raum hatte meine Mutter vor Jahren schon eine Heizung anschließen lassen. Aber dank mangelnder Isolierung und einem klassischen Kellerfenster (siehe Bilder) brachte die natürlich gar nichts, und wir heißen ja auch nicht Rockefeller.

Wärmedämmung und Fenster

Es war also klar: Der Raum braucht ein richtiges Fenster und eine Isolierung. Letztere braucht die Kellerdecke sowieso, weil altes Haus und so. (Das ist noch so ein Projekt, das ich eben andeutete.)

Wir haben uns beraten lassen und uns dann für eine Wärmedämmung von innen entschieden. Das hatte meine Mutter vor zwei Jahren auch hier in unserer Wohnung machen lassen, und es hat deutlich was gebracht (ich kenne ja dieses Haus schon sehr lange, und es ist im Winter immer kalt.)

Bei dem Fenster hatten wir die Idee, es nach unten zu vergrößern. Auf den Außen-Bildern kannst Du sehen, dass das Fenster vorher über dem Boden lag – was eine gute Voraussetzung war. Wir wollten außen von Anfang an terrassenartig anböschen, um einen Sousterrain zu bekommen. Eine Verbreiterung des Fensters hätte weitere Probleme mit sich gebracht, weil das natürlich in die Statik des Hauses eingegriffen hätte. Also wurde das Fenster von 1mx0,50m auf 1mx1m vergrößert.

Eigen- und Fremdleistung

So ein Projekt konnten wir nicht allein stemmen. Uns fehlt es an Zeit, Wissen und Gerät um mal eben ein Loch in die Außenmauer zu schneiden, ein Fenster einzusetzen und drei Kellerwände von innen zu isolieren. 

Wir haben uns darauf „beschränkt“ außen das Loch zu buddeln (danke an meinen GöGa Stefan!), und später innen die Wände zu gestalten.

Das war auch gut so. Hier ein paar Eindrücke von der Entstehung des Fensters, das zuerst kam:

Das Loch in der Außenwand hat ein lokaler Bauunternehmer geschnitten, und ich bin sooooo froh, dass Stefan das nicht selbst gemacht hat! Es hat ca. eine halbe Woche gedauert, bis dann das Fenster drin war – das hat ein Holzbauunternehmer gemacht – beide kann ich dringend empfehlen. Sie haben super korrekt und sauber gearbeitet, und wir haben auch schon die nächsten Aufträge an sie vergeben, weil wir sehr zufrieden sind.

So sah das zu dem Zeitpunkt von innen aus:

Nach dem Fenster folgte die Wärmedämmung. Wir wünschten uns eine ökologisch nachhaltige Variante aus Holzwolle (Stefan hatte sich viel mit dem Material auseinandergesetzt – als Bauingenieur kennt er sich da dankenswerterweise auch echt gut aus). Der Tischler unseres Vertrauens hat dann also die Kellerwände von innen gedämmt – dazu hat er aus Holz ein Gerüst maßgeschneidert und mit dem Dämmmaterial aufgefüllt:

Ja, das kann man selbst machen und Geld sparen. Aber die Zeit, die wir gebraucht hätten (und den Nervenkrieg, den uns das wieder gekostet hätte, allein die Kinder wieder unterzubringen usw.) — diese Leistung haben wir also eingekauft und sind glücklich damit! In nur einer Woche war der Keller fertig!

Das Gerüst wurde am Ende verschlossen und verpsachtelt – so haben wir dann den Raum zur weiteren Gestaltung übernommen:

 

Ach ja, die Tür wurde auch neu eingesetzt – die ging vorher auch zur anderen Seite auf!

Jetzt waren wir also wieder dran: Die zwei Wände, die auf dem letzten Bild zu sehen sind, haben wir mit einem Mineralputz verputzt. Ich habe das Glück einen Onkel zu haben, der Malermeister ist und mir die Technik beigebracht hat. Die erste Wand hat er gemacht, die zweite ich. Und ich bin mit dem Ergebnis auch ganz zufrieden – obwohl mir drei Tage der Arm und die Schulter wehtaten!

Hier ein Bild, das zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen wurde, schon mit einem Bild an der Wand. Der Putz ist grau und unregelmäßig, so richtig gut sieht man es leider auf dem Bild nicht (es ist ja auch nach wie vor ein Keller, da sind die Lichtverhältnisse nicht immer optimal zum Fotografieren…)

Die anderen beiden Wänden haben wir tapeziert – das war dann Stefans Aufgabe, der das absolut oberkorrekt mit der Mauertapete hinbekommen hat!

 

Gestaltung außen

Derweil hatten wir ja draußen nur das Loch! Da hat Stefan mir mein „Colosseum“ gebaut. Dazu haben wir uns Pflanzsteine vom Baumarkt anliefern lassen (was auch ne echt gute Entscheidung war).

Auf diesen Bildern bekommst Du einen kleinen Eindruck, wie das am Ende aussehen wird (denn die dritte und letzte Reihe fehlt derzeit immer noch):

Ein paar der Pflanztöpfe sind bereits bepflanzt (ich konnt’s nicht erwarten, hehe). Hauptsächlich hab ich Blumenzwiebeln gesteckt. Ich bin gespannt auf das kommende Jahr, ob alle kommen, und wie mein Colosseum in Blüte aussehen wird.

Damit beende ich Teil 1 dieser kleinen Blogreihe. Vollständigerweise erwähne ich noch, dass wir den gesamten Raum auch neu verkabelt haben (auch hier habe ich einen Cousin, der gelernter Elektriker ist und uns da beraten hat, sowie die Installation gemacht hat!)
Es wird vielleicht irgendwann so kommen, dass eins der Kinder diesen Raum als Zimmer haben will – dies war mit ein Grund diesen Ausbau zu machen und die Investition zu tätigen.

Die Investition – genau. Was hat uns der Aufwand gekostet? Ich kann es nicht ganz genau sagen, aber es sind inkl. der externen Leistungen, wie Fenster, Dämmung, sowie inkl. Pflanzsteine, Verkabelung, Lampen, Tapeten ca. 6000€ gewesen. Ja, das ist viel Geld, und darüber sollte man sich im Klaren sein, bevor man so etwas anstößt. Aber man bekommt dafür auch einen bewohnbaren Raum mehr – je nach Platzbedarf kann sich das also durchaus lohnen. Und wir sehen da mit bald vier Kindern keine Probleme.

Ich hoffe, dir hat dieser Beitrag gefallen? Vielleicht planst du gerade ein ähnliches Projekt oder hast nun eine Idee für etwas ähnliches bekommen?

Im nächsten Teil meiner kleinen Nähzimmer-Reihe zeige ich ein paar DIY-Projekte für kostengünstige Nähmöbel!

Lieber Gruß,
Sonja


 

roxxanne schnittmuster

Von der ersten Idee zum ebook ~ Beispiel roXXanne

Mein neues ebook roXXanne habe ich in den letzten Tagen ausführlich vorgestellt, und vielleicht hast Du schon die ein oder andere roXXanne im LookBook gesehen, aber ich hatte noch gar keine Gelegenheit meine genähten Taschen vorzustellen – das hole ich heute nach! Außerdem gibt es einen kleinen Einblick hinter meine Kulissen: Woher kam eigentlich die Idee? Und wie lief das mit der Umsetzung? Womit habe ich das Schnittmuster erstellt und wie habe ich das gelernt? Kurz: Wie kann man ein ebook erstellen? Falls Du Dich schon immer mal gefragt hast, wie eine Idee zum ebook wird – lese hier! 😉

roXXanne ~ erste Ideen

Sie war die erste: Damals hieß sie noch ganz schlicht „Lady“. Genäht habe ich sie im Gothic-Stil aus schwarzem Lackstoff.

Der Auslöser war ein Kundenauftrag, die Tasche sollte ein Geschenk werden. Ich hatte schon lange  die Idee im Kopf eine Tasche mit Frontschnürung zu machen. Aber irgendwie fehlten mir Zeit und Muße für das Projekt. Da kam mir der Auftrag gerade recht, und ich hab ein bisschen gebastelt und mit dem Adobe Illustrator experimentiert, mit dem ich meine Schnittmuster erstelle.

Du willst ein ebook erstellen? Am Beispiel meiner Tasche roxxanne zeige ich, wie ich es mache.

Wie erstellt man Schnittmuster mit dem Adobe Illustrator?

Tatsächlich hat gleich der erste Versuch auch „gepasst“! Wahnsinn! Das ist gar nicht so selbstverständlich, wie man meint. Wenn es so wäre, könnte man sich ja auch ein Probenähen sparen.

Ich war begeistert, die beschenkte Kundin glaub ich auch, und schon bald war die Idee geboren aus dem Schnitt ein eBook zu machen. Dass es am Ende drei Größen geben würde, war zu dem Zeitpunkt noch nicht klar – ich wollte eigentlich nur eine weitere Größe haben, weil der Prototyp für meinen Alltag einfach zu klein ist.

Für mich selbst wollte ich also eine größere Tasche. Das Entwerfen am Computer klappte gut. Und nein, ich zeichne nicht per Hand vor. Das kann man natürlich machen und dann einscannen und am PC nachzeichnen. Aber das Zeichnen, Scannen und Nachzeichnen spare ich und zeichne gleich im Computer. Wenn man allerdings noch nicht so der Profi in dem Programm ist, ist das eine Herausforderung.

Ich zeichne wie gesagt mit dem Adobe Illustrator, und den zu bedienen ist nicht einfach. Das Programm ist für mich als Laien sehr unübersichtlich. Ich wusste, dass viele Nähbloggerinnen aber damit ihre Schnittmuster zeichnen (und da sind tolle dabei!), aber WIE? Also habe ich umfangreich recherchiert und bin auf einen kostenlosen Online-Kurs (auf englisch!) gestoßen. Da werden ein paar sehr hilfreiche Basics vermittelt. Wer dann tiefer gehen will, muss entweder sehr viel Zeit und Grips investieren, oder den Folgekurs kaufen. Oder sich anderweitig in den Illustrator einarbeiten. Ich kann da inzwischen die Plattform Tutkit.com* sehr empfehlen, wo man hilfreiche Video-Tutorials auch zu Photoshop, WordPress und SEO findet.

Mir hat der Basis-Kurs sehr weitergeholfen. Hier findet ihr ihn. Ich muss noch dazu sagen, dass man damit wirklich nur ein paar Grundgriffe kennenlernt. Dann wirklich damit ein Schnittmuster zu erstellen, hat mich noch sehr viel Hirnschmalz und Nerven gekostet.

 

Nähanleitung schreiben: „Miss Tatendrang“ trifft „Miss Penibel“

Beim Nähen habe ich Bilder für die Anleitung gemacht (dank des Käferlein-Schnittmusters konnte ich schon auf ein paar Erfahrungen zurückgreifen). Anschließend folgte der Roh-Entwurf einer Nähanleitung. Diese Nähanleitung wird im Anschluss durch die Probenäherinnen auf Herz und Nieren geprüft. Es muss einfach alles passen!

Für einen kreativ-chaotischen Menschen wie mich ist das eine Herausforderung alle Materialangaben und Maße ganz genau parat zu haben. Ich bin ja hier Creative Director und Schnittdirectrice in Personalunion, und beide Funktionen erfordern völlig unterschiedliche Talente – ich rede hier von „Miss Tatendrang“ und „Miss Penibel“. Deshalb bin ich meinen Probenäherinnen unendlich dankbar, denn Fehler und Ungenauigkeiten will ich natürlich nicht in meinem ebook haben.

Probenähen und ebook erstellen

Gleich zu Beginn des Probenähens, das dann kurz darauf folgte, kam der Wunsch nach einer DRITTEN Größe, und auch mir war Größe 2 als Kinderwagentasche oder für einen größeren Einkauf zu klein. Größe 3 hat mich Zeit und Nerven gekostet, wenn ich ehrlich bin.
So einfach ist ein Schnittmuster ja nun auch nicht nach oben skaliert, und ab einer gewissen Größe „fällt“ die Tasche mit Schultergurt ja auch etwas anders – sprich: Sie sackt in der Mitte zusammen und lässt sich je nach Ladung nicht mehr so schön tragen.

Das sind unvorhersehbare Dinge, die sich in einem Probenähen plötzlich ergeben, und die erfordern Oragnisationstalent um sie dann möglichst schnell umzusetzen. Einen Tipp habe ich an dieser Stelle: Räum in deinem Terminkalender viel Platz für das Probenähen ein! Denn ob deine Anleitung verständlich ist, ob das Schnittmuster auch verstanden wird – das sagt dir dein Team! Ich persönlich veranstalte Probenähen nicht nur aus PR-Gründen, sondern um wirklich ein ehrliches Feedback vorab zu bekommen. Nichts wäre schlimmer als mit einem ebook auf den Markt zu treten, das einem dann um die Ohren fliegt!

Einen Lesetipp habe ich an dieser Stelle: Julia von Kreativlabor Berlin hat ein wunderbares Buch geschrieben: „Schnittmuster erstellen und verkaufen“*. Dieses Buch kann ich dir wärmstens empfehlen! Außerdem auch ihr Buch „Geld verdienen mit deinem Blog„* – diese beiden sind tatsächlich meine Bibeln und geben mir immer wieder Rückenwind, wenn ich mit meiner Bloggerei und Schnitterstellerei durchhänge!

Zurück zu roXXanne: Bei der dritten Größe wollte ich zusätzlich zum Schultergurt mit Schulterhenkeln zu arbeiten. Das Schnittmuster für Größe 3 hat also ein bisschen Zeit gebraucht. Die Nähanleitung wollte natürlich entsprechend angepasst werden.

Das hat alles ein bisschen gedauert. Gleichzeitig probten meine Kiddies hier in den letzten Wochen den Aufstand, und wir waren dann im Oktober unglaublich viel unterwegs und hatten rund ums Haus viele Umbauarbeiten (unter anderem mein Nähzimmer, mit dem ich zwischendurch auch noch umgezogen bin).

Nun ja – ich hab dann ja den Blog kurzerhand im Oktober weitgehend geschlossen, weil ich selbst zum ersten Mal seit ein paar Jahren an mein Limit gekommen bin. Momentan scheint sich alles wieder ein bisschen zu „normalisieren“ – zumindest die Kinder sind wieder etwas besser drauf, was sich umgehend in ruhigeren Nächten und etwas weniger Theater tagsüber zeigt.

„Meine“ Größe 3 begleitet mich auch fast täglich. Besonders als Kinderwagentasche und Shopper ist sie viel im Einsatz. Ich steh einfach auf Jeans-Upcyclings (und Paisley-Muster). Beide Leidenschaften konnte ich in meiner „Mama-Bag“ vereinen!

Zurück zu roXXanne: Das Probenähen lief sooooo toll, und die Mädels haben so wundervolle Taschen gezaubert. Es hat mir sehr gut getan, dass es wieder eine so schöne, harmonische und konstruktive Arbeitsatmosphäre war!
Für Schnitt und Anleitung gab es deutlich weniger Korrekturläufe als noch beim „Käferlein“, und ich fand, ich war auch von Anfang an besser organisiert (komischerweise begann das ganze Drama mit dem täglichen Nervenkrieg mit meinen Kindern genau dann, als das Probenähen losging – ich weiß nicht, ob es einen Zusammenhang gibt, aber ich bin froh, dass das Probenähen soooo entspannt war).

Das LookBook

Am Ende habe ich mich dann dank der superschönen Fotos auch noch in das Thema „LookBook“ eingearbeitet und werde auch nicht müde es immer wieder zu zeigen. Ja, ich bin auch echt stolz darauf, was wir da so geschafft haben! Das Lookbook habe ich mit Canva erstellt. Ihr könnt es unter diesem Link ansehen.

 

roXXanne – Der Name

Eine Anekdote  aus dem Probenähen muss ich noch erwähnen: Ursprünglich hieß roXXanne „Lady“. Das war erstmal der Arbeitstitel. Mir war aber klar, dass der nicht so toll ist. Also habe ich die Mädels im Probenähen gefragt, wie sie denn heißen soll. Der Vorschlag „Roxanne“ gefiel mir sofort. Die Probenäherin, die den Namen vorgeschlagen hat, sagte, sie hätte die ganze Zeit den Song von The Police im Ohr. Meine erste Assoziation war die dazu die Version aus „Moulin Rouge“ – hier verlinkt – und ich finde, die passt auch richtig gut ;).

Weitere Taschen

Eine weitere roXXanne ist dann noch entstanden – in Größe 1, als Kosmetik- oder Handtäschchen für den Weihnachtsmarkt (obwohl meine Tochter auch schon Interesse angemeldet hat):

 

Näh-Blogger Basics

Hast du Interesse an noch mehr Hintergrundwissen und Tipps? Dann schau doch mal in meine Serie „Näh-Blogger Basics“ rein – da schreibe ich regelmäßig Tipps speziell für Näh-Blogger. Auch Probenähen-Organisation und der Verkauf von ebooks wird noch Thema sein! Abonniere auch meinen Newsletter um keinen neuen Beitrag zu verpassen (unten  oder rechts auf der Seite).

Wenn du Fragen oder Themenwünsche hast – schreib mir einen Kommentar!

 

Ich hoffe, roXXanne gefällt dir auch? Vielen Dank fürs Lesen und Angucken! Ich verlinke noch mit TT-Taschen und Täschchen und dem Taschen-Sew-Along von Greenfietsen in der Hoffnung, dass der Beitrag nicht zu „werbend“ ist (?). Das war jetzt Zufall, dass es mit dem Sew-Along passte!

Außerdem verlinkt mit RUMS (immerhin behalte ich wenigstens zwei der Taschen für mich selbst!)

Lieber Gruß,
Sonja

*affiliate link: Bei Abschluss einer Mitgliedschaft über den mit * gekennzeichneten Link erhalte ich eine Provision, ohne dass Dir Mehrkosten entstehen. Meine Empfehlungen wähle ich sehr sorgfältig aus und stecke sehr viel Zeit und Arbeit in jeden meiner Beiträge. Über Provisionen und Werbung finanziere ich die laufenden Kosten dieses Blogs und kann auch zukünftig hochwertige Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen. Vielen Dank!

10-Minuten-Universalaufhängung

~enthält Werbelinks/Produktlinks, für die ich eine winzige Provision als Dankeschön erhalte – die Links sind mit * gekennzeichnet ~

Irgendwann im Sommer hatte ich schon einmal Bilder eines Kundenauftrages mit meiner Universal-Aufhängung für den Kinderwagen gezeigt. Auf Pinterest erfreut sich vor allem das Bild mit der Aufhängung wachsender Beliebtheit, weshalb ich mich entschlossen habe eine Nähanleitung dazu zu schreiben. Selbst absolute Nähanfängerinnen, die gerade erst ihre erste Nähmaschine geerbt oder gekauft haben, dürften damit ruckzuck ihre Kinderwagenaufhängung genäht haben. Ich habe beide Aufhängungen in 10 Minuten fertig. Wie es geht, zeige ich dir heute.

Anwendung

Praktisch ist die Kinderwagenaufhängung für große Wickeltaschen oder „Mamataschen“ zum einfachen An- und Abklicken. In meinem Mama-Alltag hat sich diese kleine Vorrichtung sehr bewährt. Auf den Bildern kommt übrigens mein neuestes Schnittmuster zum Einsatz: roXXanne in Größe 3 – das ist die kinderwagenbreite „Mamagröße“. (Und da ich in dem E-Book auf dieses Tutorial hinweise, kommt das jetzt auch.)

tutorial Aufhängung für Kinderwagen nähen

Zutaten

2 Ringe (ich habe ausgemusterte Gardinenringe genommen)
2 Karabiner* (einzige Voraussetzung: Sie MÜSSEN durch die Ringe passen!)
2x ca. 30-35cm Gurtband*

optional:
Webband*

 

Anleitung

Wenn Du ein Webband aufnähen willst, machst Du das zuerst. Wenn das einen Garnwechsel erforderlich macht, erhöht sich die Gesamtzeit des Nähens – dann kommst Du mit den versprochenen 10 Minuten nicht hin (wollte ich nur gesagt haben). Man kann den Gurt auch ganz schlicht lassen oder mit dem Plotter oder Stickmaschine verzieren – ganz so, wieviel man tüddeln möchte. Wer meine Anleitungen kennt, weiß, dass man immer alles kann und nix muss ;).


Wenn Dein Gurtband fertig vorbereitet ist, fädelst Du je einen Ring und einen Karabiner auf Dein Gurtband und schließt dann den Gurt zu einem Ring.

Optional kannst Du noch Karabiner und Ring an je einem Ende fixieren, indem Du eine Naht absteppst.

Das war’s schon! FERTIG.

Wenn Du an der Aufhängung etwas befestigen willst, legst Du den Gurt einmal um die Stange und ziehst den Karabiner durch wie auf dem Bild. Das funktioniert am Kinderwagen, im Auto, an der Kleiderstange…

tutorial Aufhängung für Kinderwagen nähen

 

Freebook und Newsletter

Diese Anleitung ist auch in meinem Doppel-Freebook „Kinderwagensonnensegel“ erschienen. Schau mal hier in meinem Shop vorbei! Wenn du außerdem auf leichte Nähanleitungen mit wenig Aufwand und viel Wow-Effekt stehst, empfehle ich dir meine Rubrik „Nähen für Faule“.

Wenn Dir diese Anleitung gefallen hat, freue ich mich, wenn Du meinen Newsletter abonnierst oder mir auf einem meiner Social-Media-Kanäle folgst – dann erfährst Du als erste von neuen Anleitungen, Probenähen und Rabattaktionen.

Viel Spaß beim Nachnähen – schreib mir gern, wie du mit der Anleitung klargekommen bist! Ich freu mich immer über nette und konstruktive Kommentare!

Lieber Gruß,
Sonja

PS: Verlinkt mit Creadienstag, Handmade on Tuesday, DienstagsDinge, Kiddikram und TT – Taschen und Täschchen.

* Um weiterhin kostenlose Nähanleitungen und Freebooks anbieten zu können, brauche ich Deine Hilfe! Mit Deinem Einkauf über eines meiner Werbebanner oder über *-Links erhalte ich eine Provision: So kannst Du meine Arbeit unterstützen und wertschätzen, ohne dass Dir Mehrkosten entstehen, vielen Dank!

roXXanne. Schnittmuster Handtasche

Ich bin gerade ganz aufgeregt: Mein neuer Taschenschnitt „roXXanne“ ist fertig!! Ich habe die vergangenen Wochen (die wieder viel zu schnell vorbeivorbeigeflogen sind) ganz viel Zeit mit meinem neuen Schnittmuster verbracht, das ich heute endlich ankündigen darf! Gewinnen kannst Du es natürlich auch, und zwar bevor es offiziell verkauft wird! Zunächst stelle ich das neue Schnittmuster aber etwas genauer vor! Die Probenäherinnen haben wieder mal alles gegeben und wunderschöne Taschen genäht. roXXanne besticht durch ihren femininen Look, der je nach Stoffwahl sehr individuell ausfällt – ob aus Lack oder Dirndl-Stoff: roXXanne kann einfach alles.

roXXanne – das neue Schnittmuster für eine feminine Handtasche

roXXanne ist durch ihre auffällige Schnürung ein absoluter Eyecatcher. Je nach Stoffwahl wirkt sie sexy, verspielt, romantisch oder auch verrucht ;). Du kannst sie in drei Größen nähen – damit deckt sie unterschiedliche Bedürfnisse ab. Jede Größe ist übrigens auch einzeln als ebook erhältlich!

Die kleinste Größe ist eher ein kleines Handtäschchen und kann auch als Kosmetiktasche genutzt werden. Sie ist ideal für den Abend ins Kino, Theater, Konzert oder Essen gehen. Du erhältst die Einzelgröße z.B. in meinem Shop.

handtasche nähen

 

handtasche nähen

(c) Ingrid C. – roXXanne ohne Schnürung

(c) Manuela Z.

Größe 2 ist der perfekte Alltagsbegleiter. Es passt neben Portemonnaie, Handy, Taschentüchern auch ein Snack fürs Büro mit rein, oder ein Terminplaner. Für den Alltag im Büro ist das die perfekte Größe! Das Einzel-ebook findest du in meinem Shop hier.

handtasche nähen

(c) https://ellensschneiderstube.blogspot.de – mit Stickerei anstatt Schnürung. Die Mitte wurde verbreitert.

handtasche nähen

Handtasche nähen

(c) Manuela Z. – roXXanne 1 und 2 im Set

Die Größe 3 ist perfekt als Shopper oder Mama-Tasche. Hier passt alles rein – ich hänge sie auch gern an den Kinderwagen mithilfe meiner 5-Minuten-Kinderwagenaufhängung. Das ebook findest du als Einzelgröße hier in meinem Shop.

patchwork tasche nähen

Hier eine roXXanne mit Patchwork statt Schnürung

tasche nähen schnittmuster handtasche

 

LookBook

Die Designbeispiele aus dem Probenähen kannst Du Dir ausführlich in diesem LookBook anschauen: Die Probenähcrew hat wundervolle Taschen kreiert und abgelichtet! Schau dir die unterschiedlichen Stile und Modelle an – roXXanne kann wirklich universell eingesetzt werden.

 

 

Hier ist noch die Liste der anderen Probenäherinnen – auch hier wird das E-Book je einmal innerhalb der nächsten Tage verlost. Schau gern dort vorbei und erhöhe Deine Gewinnchance!
Sollte jemand doppelt gewinnen, wird ein neuer Gewinner unter den verbleibenden Teilnehmern ausgelost:

Marita von http://maritabw.blogspot.de/

Eva Kartoffeltiger von http://kartoffeltiger.blogspot.de/

Ellen von https://ellensschneiderstube.blogspot.de/

 Karo von 27stitcheslater (FB)

Vivi von http://kreavivitaet.de

Bianca P. von Julie Handmade (FB)

Abendstern von und mit http://rocknaehmaschine.blogspot.de/

Elly Nadine G. von El-Ra-Ya by Elly (FB)

Ingrid C. von Nähen & Sticken aus Leidenschaft (FB)

 

Veröffentlichung und Gewinnspiel

EDIT: Das Gewinnspiel ist abgeschlossen.

roXXanne bekommst du in Einzelgrößen oder als Komplettpaket in den folgenden Shops:

Crafting Shop: https://crafting-cafe.de/shop/

Makerist: https://www.makerist.de/users/the_crafting_cafe

Bis bald – ich verlinke noch mit „It’s new!“

Lieber Gruß,
Sonja

Rückblick „Laubgeflüster“ und Gewinner

Bei den anderen läuft die Themenwoche „Laubgeflüster“ heute noch – für mich ist heute schon der erste Urlaubstag, und deshalb melde ich mich mit einem schnellen Rückblick und natürlich der Bekanntgabe der zwei Gewinnerinnen des Backbuchs „Backen für Kinder und mit Kindern“.

Wieder einmal hat die Themenwoche unheimlich viel Spaß gemacht, und ich hoffe, Dir auch? Meine persönlichen Highlights waren am Montag der Topinambur-Salat von …und dann kam Irma. Am Dienstag stellte Eva Kartoffeltiger eine tolle Filz-Bastel-Idee vor, die ich mir für den nächsten Kindergeburtstag hier vormerke. Außerdem zeigte Marita uns ihre Kürbis-MugRugs, die sie mit der Stickmaschine gezaubert hat – das ist auf jeden Fall mein erklärtes Vorbild für meine nächsten MugRugs!
Mittwoch gefiel mir besonders die DIY-Anleitung für eine herbstliche Schale in Blattform von Susi näht. Ellen hat uns die ganze Woche lang kulinarisch verwöhnt – besonders ihre Buchvorstellung zum Thema „Einmachen“ hat es mir angetan – das Buch steht jetzt auf meiner Merkliste.

Gestern – und überhaupt die ganze Woche – haben sich alle dann richtig für das nahende Halloween überschlagen mit Ideen: Susanna hat drei Rezepte und eine tolle Kürbismalerei gezeigt, Susi hat obercoole Gruselköpfe gebastelt, und Eva hat fledermausige Anstecker z.B. für die Halloween-Cocktail-Party gebastelt! Bei Marita gab es einen leckeren Rosinen-Apfelkuchen! Wahnsinn!!

Was hat Dir in dieser Woche am besten gefallen?

Blogpause – Zeit für andere Projekte

Wie gesagt – die Themenwoche hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber sie hat auch wieder viel Arbeit bedeutet – in der Vorbereitung und in der aktuellen Woche. Jetzt freue ich mich erst einmal auf eine Woche Urlaub mit meiner Familie und auf die Blogpause, die ich nun auch gleich mit einlegen werde.
Nicht, dass ich keine Lust mehr hätte – im Gegenteil! – aber ich merke die fortschreitende Schwangerschaft immer deutlicher, und wir haben hier im „echten Leben“ einige Projekte rund ums Haus, die begonnen und/oder fertiggestellt werden wollen, plus das Weihnachtsgeschäft, mein Probenähen und so ganz banale Sachen, die sich hier zu einem kleinen Haufen herangewachsen sind und einfach mal erledigt werden wollen.

Ich werde nach wie vor über Mail und meine social-Media-Kanäle mehr oder weniger erreichbar und präsent sein (und sicherlich im Hintergrund an neuen Tutorials und Beiträgen arbeiten), aber: Ohne Druck. Ich werde mich als nächstes verstärkt um das Probenähen meines Schnittmusters kümmern und mich auf dem Blog voraussichtlich Anfang November zurückmelden. Ich mag mich nicht auf ein Datum festlegen, es kann durchaus Ende November werden.

 

Gewinner

Bevor ich aber in der Versenkung verschwinde, will ich noch kurz die beiden Gewinnerinnen des Backbuchs vorstellen! Glücksfee Finja hat folgende Namen aus dem Säckchen gezogen:  Mademoiselle Cake und Regina Hapka – herzlichen Glückwunsch! Ich freue mich Euch und alle anderen neu in meiner Leserschaft zu begrüßen! Für alle, die dieses Mal nicht gewonnen haben: Es wird mit Sicherheit bald wieder was zu gewinnen geben, mindestens mein neues Ebook, wenn es fertig ist!

Bitte teilt mir per Mail Eure Adresse mit, damit ich die Bücher versenden kann!
Der Versand erfolgt ab dem 16.10., wenn ich aus dem Urlaub zurück bin – ich gebe Euch dann bescheid!

Und nun… bin ich dann mal weg!

Bis bald, Sonja

Merken

Tutorial Mugrug nähen

Heute zeige ich im Rahmen unserer aktuellen Themenwoche „Laubgeflüster“ ein Tutorial für einen MugRug. Was’n das? fragst Du Dich vielleicht. Also ein „Mugrug“ ist ein kleiner Teppich (engl. „rug“) für eine Tasse (engl. „mug“). Gern werden die Mugrugs aus Reststücken gepatcht und gequiltet – Könnerinnen zaubern richtige kleine Kunstwerke! Ich habe mir für unsere Themenwoche ein sehr einfaches Motiv überlegt – immerhin ist das auch mein erster Mugrug, und ich habe ihn auch gleich dazu genutzt meine Nähmaschine etwas mehr zu testen – immerhin verfügt sie über eine illustre Zahl an Zierstichen, die viel zu selten zum Einsatz kommen.

EinenMugrug nähen

Ich mag Patchwork grundsätzlich total gern, ab das kommt in meinem Nähalltag leider viel zu kurz. Entsprechend bin ich – das möchte ich hier vorausschicken – auch nicht 100%ig zufrieden mit meinem Mugrug; für meine Kaffeetasse wird er aber wohl reichen. Und angefixt bin ich nun schon – mit Sicherheit werde ich noch den ein oder anderen Mugrug als Weihnachtsgeschenk nähen.

Zutaten

verschiedene Stoffreste, je ca. DIN A 4 groß (bitte erst Anleitung anschauen!)
Vliesofix

Volumenvlies* oder H640*

 

Schritt für Schritt

Am Anfang habe ich gezeichnet und ein paar Entwürfe auf dem Papier gemacht. Den ein oder anderen will ich noch umsetzen. Für diese Anleitung halte ich es einfach. Das sind die drei Teile, die Du für das Topteil brauchst:

Das Motiv sollte ein Nachthimmel mit Mond und Fledermaus sein. Der gelbe Stoff ist am Ende (auch dank der Stickerei) ein bisschen zu sonnig geworden. Naja, sowas gibt’s.
Der blaue Stoff hat die Größe DIN A 4, den „Sonnenmond“ habe ich freihand zugeschnitten, damit er zur Rundung der Fledermausflügel passt.

Die Fledermaus und den Sonnenmond habe ich mit Vliesofix* hinterbügelt. Die Teile habe ich mir dann einmal zur Probe hingelegt:

Als nächstes habe ich das Papier des Vliesofix abgezogen und den Sonnenmond und die Fledermaus auf den blauen Stoff aufgebügelt.

So sitzt dann schonmal alles an Ort und Stelle. Je nach Motiv kannst Du mit der Methode alles mögliche auf einen Stoff aufbügeln – du könntest z.B. auch ein Kissen auf diese Weise gestalten. Deiner Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt!

Nun habe ich die Fledermaus und den Sonnenmond mit dem so genannten „Raupenstich“, einem sehr engen Zickzackstich, rundum abgesteppt, damit sich die Applikation im Falle des Waschens nicht löst. Das mache ich immer, wenn ich auf diese Weise appliziere – die Applikation wirkt dadurch auch plastischer.

Leider lässt sich hier schon erahnen, dass die Stoffqualität des Sternenstoffes nicht unbedingt für Patchwork und Quilting geeignet ist: Zu dünn!
Daher mein Rat an mich für meinen nächsten Mugrug und vor allem das Patchworkdecken-Baby-Projekt in meinem Kopf: Lieber gleich hochwertigen Stoff nehmen; mit der Stoffqualität hat man einfach am falschen Ende gespart.

Trotzdem – ich wollte ja erstmal die Technik an sich testen und obendrein ein paar Zierstiche meiner Nähmaschine testen. Deshalb habe ich das Teil nicht in die Tonne gekloppt, sondern weitergemacht.

Jetzt kommt das Volumenvlies zum Einsatz, sowie ein ebenfalls DIN A 4-großes Stoffstück als Unterlage. Ich habe einen Rest Cordstoff genommen – ich wollte eigentlich Flanell, den ich gern als Unterseite für Patchworkdecken nehme, aber ich hab wegen meines Nähzimmerumzuges meinen Flanell nicht gefunden. Also Cord und ein Rest 1cm-dickes, nicht aufbügelbares Volumenvlies, das günstig im Preis ist, aber durch die Unbügelbarkeit eher von Nachteil. Naja, der Rest musste weg, und für ein kleines Teil wie den Mugrug fand ich es ok. Für die geplante Babydecke nehme ich die höhere Qualität.

Nun kommt das Quilten, also das Durchnähen durch alle drei Lagen. Ich habe das das letzte Mal vor sehr langer Zeit und mit meiner alten Nähmaschine gemacht, die dafür definitiv nicht gebaut war.
Es hat sich immer was verzogen, und ich bin mit meinen bisherigen Quilt-Arbeiten nie zufrieden gewesen, weil immer irgendwas weggerutscht ist, oder die Stoffmassen nicht rechts durch den Nähmaschinenarm passten. Ich glaube, diese Probleme kennt jede, die sich schon einmal mit dem Thema beschäftigt hat.

Jetzt bin ich schon seit einiger Zeit stolze Besitzerin einer Pfaff expression 3.5, aber ich habe mich bisher an kein Quilt-Projekt getraut – eben aus den schlechten Erfahrungen. Dabei hat die Maschine eine Reihe Quilt- und Zierstiche, die ich schon lange mal testen wollte.

Zunächst habe ich mir ungefähr eingezeichnet, wo und wie ich quilten will (ich habe mit dem Sonnenmond begonnen). Ich wollte einen Kreis für meine Tasse und dann Kreisel drumherum. Die sollten bewusst nicht ganz symmetrisch sein – irgendwie bin ich selbst auch nicht so der symmetrische Typ.

Dann habe ich vorsichtig die ersten Quiltstiche getestet. Und ich muss sagen, dass ich ganz begeistert war, da ich die ganzen Probleme mit dem Rutschen und Verziehen dieses Mal nicht hatte!
Ja, es ist alles nicht so ganz gerade geworden, weiß ich. Aber ich weiß auch, dass mir vor allen Dingen Übung fehlt, die ich nachzuholen gedenke.

Ich habe dann einfach mal nach hübschen Zierstichen geguckt, die ich schon immer mal ausprobieren wollte, und habe einfach drauflos genäht (und es hat Spaß gemacht!).

… und so wurde aus dem Mond eine Sonne! Die Nähmaschine wollte das einfach so haben. Die hatte so Spaß an den Wellen… da konnte ich kaum Einspruch erheben. Als nächstes erfolgte noch das Quilting des blauen Stoffes, der nun wirklich nicht für Quilts gedacht ist und von mir zu diesem Zweck auch nie wieder verwendet wird!

Der Nähmaschine kann ich allerdings keinen Vorwurf machen – im Gegenteil! Ich freue mich schon auf das nächste Projekt, bei dem ich definitiv mehr Sorge in die Qualität der Materialien stecke und auch vorzeichnen werde.

Vor der Einfassung – noch so ein Trauma – habe ich erstmal die Kanten begradigt. Dann habe ich einen langen Stoffstreifen wie Schrägband gebügelt und mich an die Einfassung gewagt. Ich sagte es schon: auch das ist so ein Trauma von mir. Das einzige Mal, das ich das richtig schön hinbekommen habe, war mit viel Gefluche in einem Patchwork-Kurs.

Und ja, es stimmt auch, dass man das am besten von Hand macht. Nur welche nähende Mama hat dafür Zeit? Ich will ja auch irgendwann fertig werden.

Die Einfassung, die zum Schluss folgt, habe ich nach der Methode genäht, die in diesem Video gezeigt wird. Mit Bildern ist es sehr schwer zu zeigen, daher sehe ich in diesem Beitrag davon ab. Ich habe die Technik mal in einem Kurs gelernt, und einen solchen empfehle ich auch jedem, der sich näher mit Patchwork und Quilting beschäftigen möchte.

So, fertig ist mein erster – aber nicht letzter! – Mugrug:

 

Mein Fazit zu diesem Projekt: Es hat total Spaß gemacht, und ich freue mich auf mein Babydecken-Projekt, aber der Fehlerteufel steckt im Detail, und es ist enorm wichtig sich im Zweifel für die bessere Material-Qualität zu entscheiden. Und: Geduld! Ich bin ja jemand, der immer eine ganze Menge Projekte und Aufträge zu nähen hat, und der gleichzeitig immer das Babyphon im Blick hat. So richtig die Ruhe ist einfach nie da, aber Patchwork und Quilting brauchen viel Zeit und Sorgfalt. Die bekommt das Babydeckenprojekt auf jeden Fall.

Themenwoche Laubgeflüster

Damit verabschiede ich mich aus der Themenwoche „Laubgeflüster“ und verweise noch ganz schnell zu meinen lieben Nähblogger-Kolleginnen, die sich heute alle mit dem Thema „Halloween“ auseinandergesetzt haben. Außerdem verweise ich auf mein Gewinnspiel von Montag! Noch bis heute Abend kannst Du ein Backbuch gewinnen!

 

 

Lieber Gruß,
Sonja

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Tutorial: Windlicht häkeln

Für unsere Themenwoche „Laubgeflüster“ habe ich heute ein herbstliches Windlicht gehäkelt, das abends so richtig Herbst- und Kaminstimmung aufkommen lässt! Das Windlicht ist zugleich ein Upcycling eines gebrauchten Brei-Gläschens und eine prima Resteverwertung für Wolle. Dieses Tutorial zum Windlicht häkeln ist für Anfänger geeignet, und du kannst die Anleitung auf die Größe deines Glases beliebig anpassen.

Zutaten

1 Glas (z.B. ein Brei-Gläschen, es geht aber auch irgendein anderes Glas)
Wolle und passende Häkelnadel

optional 2 Holzperlen*

1 Teelicht

Skills: halbe Stäbchen (hStb), Kettmaschen (KM) und Luftmaschen (LM) – Anfänger!

Hinweis zur Wolle: Ich habe hier dünnere Wolle mit der Nadelstärke 3 genommen.

Häkelanleitung

Zu Beginn häkelst Du in einen Fadenring. Der ist auch super bei Mützen und allen Häkelanleitungen, bei denen man im Kreis häkelt. Eine super einfache Fadenring-Variante habe ich hier gefunden. Ich bette mal das Video ein, weil sich so ein Fadenring echt schwer ohne bewegte Bilder erklären lässt.

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1. In diesen Fadenring häkelst Du 8 hStb und schließt diese erste Runde dann mit einer KM.

2. Die nächste Runde beginnst Du mit 2 LM. Dann werden alle Maschen der Vorrunde verdoppelt auf 16 Maschen.

3. Nächste Runde: 2 LM, dann jede 2. Masche verdoppeln auf 24 Maschen.

Prüfen: Passt mein Glas auf den „Teller“? Ich häkele meist so, dass der Wollteller knapp übersteht. Wenn Dein Glas schon drauf passt, brauchst Du nun nichts mehr verdoppeln.

(4.) Wenn es nicht passt, häkelst Du noch eine Runde und verdoppelst jede 3. Masche auf 32 Maschen.

Die Tellergröße/Maschenanzahl ist sehr abhängig von der Wolle, die Du benutzt, sowie Deiner individuellen Maschengröße!

Nun häkelst Du ohne weitere Verdoppelungen hStb in der Runde. Ich habe für ein mittelgroßes Gläschen 5 Runden gehäkelt. Du kannst das selbstverständlich nach eigenen Vorstellungen variieren.
Jede Runde beginnt mit 2 LM und wird mit 1 KM geschlossen.

Lochmuster

Nach dem unteren Teil mit halben Stäbchen beginnt das Lochmuster, damit das Windlicht dann schön leuchtet.

Die Runde beginnt jeweils mit 3 LM. Dann häkelst Du 1 hStb in die 2. Masche der Vorrunde. Nun häkelst Du immer ** 1 LM, 1 hStb in die übernächste Vorrundenmasche ** bis Rundenende, das mit einer KM geschlossen wird.
In der folgenden Runde wird das hStb in die LM der Vorrunde gehäkelt.

Diese Runden werden wiederholt, bis die Wunschhöhe erreicht ist. In der letzten Runde werden wieder hStb gehäkelt.

 

Zum Schluss häkelst Du noch eine LM-Kette in etwas 3-4 Mal so lang wie der Umfang Deines Glases ist. An die Enden habe ich noch dekorative Holzperlen*  aufgezogen.

Mit der LM-Kette machst Du um das Glas eine Schleife direkt unter dem Schraubverschluss, das hält ganz gut. Wenn Dein Windlicht etwas weiter als das Glas geworden ist, kannst Du es so fixieren.
Jetzt fehlt nur noch das Teelicht, ein gutes Glas Rotwein und ein gutes Buch (oder Dein Lieblingsmensch /-hund /-katze zum Kuscheln).

Werbepartner*

Freebook

Dieses Tutorial ist auch als Freebook erschienen, und zwar in meinem Shop hier auf der Seite, oder in meinem CrazyPatterns-Shop.

 

Laubgeflüster Themenwoche

Diese Anleitung ist im Rahmen der Themenblogger-Woche „Laubgeflüster“ entstanden. Weitere tolle Ideen zum Nachkochen, -nähen und -basteln kannst Du bei meinen Mitbloggerinnen entdecken! Hier ist einmal die Übersicht, was in dieser Woche so auf dem Programm steht:



Und hier geht es zu den Blogs der anderen – klick unbedingt mal rein!

Verlinkt mit der Laubgeflüster-Linkparty von Kartoffeltiger, HoT und DienstagsDinge!

Lieber Gruß,
Sonja

*affiliate link: Wenn Du über diesen Link etwas bestellst, erhalte ich eine kleine Provision als Dankeschön für meinen Aufwand, ohne dass Dir Mehrkosten entstehen, vielen Dank!

 

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7 Sachen sonntags – Ordnung im Nähzimmer!

Heute bin ich endlich mal wieder bei dieser tollen Blogger-Foto-Aktion 7 Sachen sonntags von Grinsestern dabei. Meine Mam hat unverhofft alle drei Kinder sogar über Nacht (!!!) genommen, und wir hatten hier viel Zeit ein paar unserer ganzen Projekte voranzutreiben. Ganz oben auf der Liste: Mein Nähzimmer!

Da ich gerade viel umräume und aufräume, habe ich auch was zu verschenken – dazu mehr am Ende dieses Posts!!

7 Sachen sonntags

Erinnerst Du Dich, als ich vor einiger Zeit zum ersten Mal von dem Projekt „Nähzimmer“ berichtete? Inzwischen ist ganz viel passiert – Berichte über die Teilprojekte werden noch folgen! Damals hatten wir im Kellerraum nur so ein klassisches Kellerfenster mit Gittern. Das wich inzwischen einem richtigen Fenster. Davor entstand in dem Loch mein kleines „Colosseum“, das meine Instagram-Fans auch schon bewundern durften.

Die Dämmung von innen und die Wände sind inzwischen fertig – jetzt fehlt nur noch der Strom, der voraussichtlich morgen angeschlossen wird! Die Bilder von heute zeigen einen Einblick in die aktuelle Neuordnung meines kleinen Reichs. Die Überschrift des Tages und dieses Posts ist also ganz klar: Ordnung im Nähzimmer – von Anfang an!

 

Das ist der aktuelle Stand im Nähzimmer. Du kannst auch schon mein neuestes Upcycling-Projekt sehen, das ich auch bald vorstelle – mein neuer Nähtisch, alles low-budget-selbst-gemacht-und-upgecycelt.

Es bleibt trotzdem noch gaaaaanz viel zu tun, aber ich liebe diesen Raum schon jetzt!
Einen kleinen Teaser auf das morgen startende Probenähen habe ich jetzt aber auch noch: Meine jüngste, bisher unveröffentliche „Lady“, ein Jeans-Upcycling, das ich nach dem Probenähen vorstelle.
Das Team steht inzwischen – morgen veröffentliche ich die Namen; heute widme ich mich noch den letzten Vorbereitungen!

1000 Teile raus

Und – ein Goodie habe ich noch – zuletzt darfst Du hier mal gucken, ob das was für Dich wäre? Denn die liebe Annette hat eine wunderbare Aufräum-Aktion gestartet: „1000 Teile raus“.

Dort verlinke ich auch diesen Beitrag und biete dieses kleine Sammelsurium Nähzubehör zum Verschenken an. Dabei sind Karabiner in diversen Größen, Stegschnallen, Kordelstopper, D-Ringe, 2 Latzhosenhalter, Rucksackverstell-Dinger und ein Filmdöschen (kennt die noch wer?) mit Knöpfen zum Drücken – alles in allem also ein Päckchen für Taschennäherinnen.

Kommentiere bis Ende der kommenden Woche (23.09.2016) unter diesem Post, und die Sachen schicke ich Dir dann zu. Sollten sich mehrere melden, würde ich alles auf zwei Päckchen aufteilen oder ggfs. auslosen, wenn sich drei Leute und mehr melden sollten.

Lieber Gruß und schönen Rest-Sonntag!
Sonja

Tutorial: Kamillesäckchen nähen

Aus aktuellem Anlass unterbreche ich das Blogprogramm und zeige dir heute in einem Tutorial für Anfänger, wie Du ratzfatz ein Kamillesäckchen (oder irgendein anderes Kräutersäckchen) nähst. Aus einem Stück! Das ist wieder eine Anleitung für Faule, und ein Must-Have für Mamas Alltag im Herbst und Winter. Mit dem abklingenden Sommer kam der erste Schnief, gefolgt von bronchialem Husten und drei Tage Zuhause-Bleiben. Eigentlich war nur Finja wirklich krank, aber ihr Bruder ist solidarischerweise gleich mit zuhause geblieben – sehr zur Freude ihrer Mutter, die ja sonst nichts zu tun hat. *ironieaus*

 

Hausmittel bei Ohrenschmerzen

Finja hat sich zum Glück ohne Antibiotikum und Arztbesuch wieder erholt, aber am Wochenende (wann sonst?) kamen dann die Ohrenschmerzen. Als wäre ein Kleinkind mit beginnenden Zähnchen nicht genug zu tun für eine Nacht. *jetztaberwirklichironieaus*

Dank Ibusaft hat Finja (und ich!!) die Nacht dann doch ganz gut überstanden. Und um auf zukünftige Ohrenschmerz-Attacken vorbereitet zu sein, hat die versierte Oma in Gestalt meiner Mutter gleich am nächsten Tag Kamillenblüten aus der Apotheke besorgt – und dann mir übergeben, damit ich daraus Kamillensäckchen nähen kann.

Und damit Du Dich auch auf eventuelle Ohrenschmerzen vorbereiten kannst, stelle ich heute die Nähidee samt Tutorial vor.

Kamillesäckchen selber machen

Ich kenne die Kamillesäckchen noch aus meiner Kindheit – sie sind ein altbewährtes Hausmittel bei Ohrenschmerzen. Jetzt zeige ich erst einmal, wie Du ein Kamillesäckchen nähen kannst.

Material

1 Stück Baumwollstoff 15cm x 30cm
1 Rest Webband 15cm
Kamilleblüten (aus dem eigenen Garten oder der Apotheke)

Hinweis: Du kannst die Größe beliebig variieren! Ich habe diese Größe gewählt, weil mein kleines Schneiderlineal diese Maße hat. Macht das Zuschneiden noch schneller ;).

Stoffempfehlung

Als Stoff habe ich ungefärbte Baumwollnessel genommen, die hatte ich noch von meiner Mittelalter-Gewandnäherei übrig, und ich fand den für den Zweck am besten. Du kannst aber auch einen anderen Stoffrest oder auch Leinen nehmen, wenn es ein möglichst unbehandelter Stoff sein soll. Es sollte undehnbare Webware sein, und am liebsten 100% Baumwolle. Ich glaub, der günstigste Stoff ist hier wohl „Ditte“ vom Möbelschweden.

 

Nähanleitung Kamillesäckchen

Zuerst nähst Du das Webband auf. Dann schlägst Du den Stoff in der Mitte um, sodass das Webband innen liegt, bzw. rechts auf rechts. Die offenen Seiten werden geschlossen, die Kante oben bleibt offen.

Dann wendest Du Dein Säckchen…

… und füllst die Kamillenblüten etwa bis zur Hälfte ein.

Nun wird die obere Kante geschlossen: Dazu klappst Du die offenen Seiten nach innen ein und steckst gut fest. Die unschönen Ränder gucken nach innen.

Nun steppst Du die obere Naht zu. Im füßchenbreiten Abstand steppst Du weiter einmal rundherum, sodass Du am Ende ein kleines Kissen hast. Fertig!

Weitere Verwendungsideen: Kräutersäckchen, Duftsäckchen, Kirschkernkissen

Du kannst mit dieser Anleitung auch was anderes machen, z.B. irgendein Kräutersäckchen. Es bieten sich z.B. auch Lavendelblüten, Salbeiblüten oder besondere Kräutermischungen als Duftsäckchen an – das sind auch hübsche Geschenkideen, z. B. für Weihnachten.

Lavendelsäckchen nehme ich gerne zur Beduftung von Wäscheschubladen, oder als Bedufter für die Handtasche. Lavendel wirkt ja auch beruhigend, das kann auch einem Abiturienten oder Studenten in der Prüfung als kleines Mutmach-und-Beruhigungs-Kissen helfen. (Kamille geht zu diesem Zweck sicher auch.)

Außerdem kannst Du das Säckchen mit Dinkel, Kirschkernen oder ähnlichem befüllen und erhältst damit ein Wärmekissen (hier würde ich dann ein größeres Stoffstück nehmen). Wenn Du Dein Säckchen als Wärmekissen anwenden willst, fülle es nicht zu prall und erhitze es vorsichtig – immer leicht anfeuchten, und am besten eine Schale Wasser im Ofen (NIEMALS Mikrowelle!!) dazu stellen, denn die sind entzündlich!
(Ich warne hiermit auch ausdrücklich vor dem Verkauf von Wärmekissen, denn diese müssen ein CE-Sicherheitszertifikat haben! Das geht besonders an die „Kollegin“, die hier zu Weihnachten auf dem Kunsthandwerkermarkt immer große, selbst genähte Wärmekissen für 8€ pro Stück vertickt. Das ist rechtlich nicht sauber und nebenbei wirtschaftlicher Selbstmord. Aber dies nur am Rande. Schönen Gruß!)

Kamillesäckchen nähen - nach der "nähen für Faule"-Methode. Dieses Kräutersäckchen könnte auch als Körnerkissen verwendet werden. Wie es genäht wird, zeige ich auf meinem Blog.

Anwendung Kamillesäckchen: Keine Gewähr!

Bei akuten Ohrenschmerzen wird das Kamillesäckchen mithilfe von Wasserdampf erwärmt. (Ich lege es wie Wärmekissen auch auf den Kamin, wenn der an ist.) Dann wird das Kamillesäckchen auf das Ohr gelegt. Darauf kommt noch etwas Watte, und dann wird mit einer Wollmütze oder einem Schal alles fixiert. Eine halbe Stunde soll das Kamillesäckchen nun wirken. Nach der Behandlung Zugluft vermeiden.

Meine Informationen zur Anwendung stammen von dieser Seite.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass das Kamillesäckchen bei Ohrenschmerzen ein naturheilkundliches Mittel ist. Seine Wirksamkeit ist nicht belegt, und ich übernehme keinerlei Gewähr für den Erfolg einer Behandlung!

Die Behandlung mit einem Kamillesäckchen ersetzt keinen Arztbesuch!

Ich wende sie nur bei leichten Ohrenschmerzen, bzw. am Wochenende und mitten in der Nacht an um die akute Notlage zu überstehen. Ich verabreiche zusätzlich Fiebersaft und verlasse mich nicht ausschließlich auf das Kamillesäckchen.

Lagerung und Haltbarkeit

Ich bewahre meine Kamillesäckchen in einem geschlossenen Gefrierbeutel auf. Die verwendeten Kamillenblüten aus der Apotheke haben ein Verfallsdatum – dieses ist für mich der Richtwert.
Wenn sie vor dem Ablauf ihren Duft verlieren, nähe ich neue.

 

Damit verabschiede ich mich und verlinke noch mit der Stoffresteparty und Kiddikram.

Lieber Gruß,
Sonja

Tasche probenähen?

Nachdem es in der vergangenen Woche hier recht ruhig war, komme ich heute endlich zu diesem langersehnten Post: Dem offiziellen Aufruf zu meinem zweiten Probenähen! Es wird wieder eine Tasche, aber dieses Mal für uns Frauen!

Der Schnitt

„Lady“ ist eine feminine Handtasche, die Du in drei Größen nähen kannst. Sie hat eine gerundete Hobo-Form und verfügt über eine innen liegende Reißverschlussblende, sowie eine Reißverschluss-Innentasche und einen Schlüsselfinder.
Besonderer Hingucker ist die Zierschnürung auf der Vorderseite, die ihr ihren romantisch-verspielten Charme verleiht. Durch die Dreiteilung der Front ist auch eine Patchwork-Optik möglich. So erhält jede Tasche ihren eigenen Charakter – genau wie ihre Trägerin.
Die Taschen der Größen 1 und 2 haben beide einen verstellbaren Tragegurt. In Größe 3 können zusätzlich oder als Variante Schulterhenkel angenäht
werden.

Größen

1 – kleine Handtasche für abends – es passen Telefon, Schlüssel, Portemonnaie und Taschentücher rein
2 – Alltagsgröße für Büro und unterwegs
3 – große Alltagstasche für Mamas und Ausflüge oder Shopping

Schwierigkeitsgrad und Nähaufwand

Durch eine innen liegende Reißverschlussblende und das Anbringen von Lochnieten für die Schnürung ist die Tasche eher was für Fortgeschrittene. Es gibt aber die Möglichkeit z.B. auf den RV zu verzichten und stattdessen einen Magnetknopf anzubringen – das wäre eine anfängertaugliche Variante, und es wäre schön, wenn jemand diese Variante nähen würde :).
Die Tasche ist aufwändig, aber an zwei bis drei Abenden nähbar – inkl. Zuschnitt.

Material

Du brauchst für die Größen 1 und 2 ca. einen halben Meter Futterstoff und Innenstoff, sowie H630 und ggfs. verstärkende Vlieseline. Endlos-Reißverschluss (! ganz wichtig!) und Lochnieten. Für Größe 3 brauchst Du ca. 0,75m Futterstoff und Außenstoff, sowie H630.
Das Material ist eher großzügig angegben, es sollte etwas übrig bleiben.

Probenähen – Bewerbung und Ablauf

Mein kleines Stammteam, das mich schon beim „Käferlein“ unterstützt hat, hat bereits vergangene Woche eine Email bekommen. Trotzdem suche ich noch weitere Nähtanten, die den neuen Taschenschnitt auf Herz und Nieren testen!

Bitte melde Dich, wenn Du Zeit, Lust und Material hast, bis zum 16.09.2016 über einen Kommentar. Verrate mir, welche Größe Du gern nähen würdest und was Dir als erstes für Umsetzungsideen zu dem Schnitt einfallen. Zeig mir bitte außerdem mit einem Link, wo ich Dich im Internet finde – ganz egal ob FB-Seite, Blog oder instagram-Account – ich freue mich schon darauf Deine Seite anzusehen!

Am 19.09. werde ich die Probenäherinnen hier auf dem Blog namentlich bekannt geben – wenn Du dabei bist, bekommst Du außerdem eine Email mit dem Schnitt, der Nähanleitung und dem Link zum Probenähforum – dieses wird voraussichtlich über Facebook UND google+ laufen. (Sag mir am besten in Deinem Kommentar, in welcher der beiden Plattformen Du lieber unterwegs bist.)

Ich wünsche mir eine erste Nährunde bis zum 30.09.2016. In dieser Zeit sollte jede EINE Tasche genäht haben. Wer zwei Größen nähen will, bekommt ggfs. einen Aufschub. Ich bitte während und im Anschluss an die erste Nährunde um konstruktives, positiv formuliertes Feedback zum Schnitt und zur Anleitung.

Je nachdem, wieviel ich noch nachbessern muss, beginnt dann eventuell eine zweite Nährunde ab dem 15.10.2016. Du siehst, dass hier ein Puffer eingeplant ist – das hat den Hintergrund, das ich in der Zeit noch andere Projekte habe, und dass ich eine Woche in den Urlaub fahre. Außerdem – das soll jetzt aber keine Einladung sein – ist dieser Puffer für „Nachzügler“ gedacht, die vielleicht zwei oder drei Taschen nähen. (Ich hoffe ja, dass wir nur eine Runde brauchen.)

Bis Ende Oktober haben dann alle nochmal Zeit eine Tasche zu nähen. Eventuell ist es ja auch nur eine Größe, bei der ich nachsteuern muss – das wird die erste Runde ergeben.

Veröffentlichung, Marketing und Dankeschön an meine Probenäherinnen

Geplante VÖ ist Anfang November, da will ich mich noch auf kein Datum festlegen. Als kleines Bonbon dürfen alle Probenäherinnen wieder EIN Ebook an ihre Follower verlosen; außerdem bekommen die Probenäherinnen eine etwas großzügigere Lizenz zum Verkauf genähter Taschen nach meinem Schnitt.

Alle Probenäherinnen werden außerdem auf meinem Blog verlinkt, und ich teile alle Beiträge über meine Facebook-Seite.

So, und nun freue ich mich auf zahlreiche Bewerbungen zum Probenähen für die neue Tasche!

Lieber Gruß,
Sonja