Kategorie: Crafting

Fürs Baby genäht: Babybody Freebook

Ich mach es heute kurz – in Ermangelung von Zeit! Ich hatte ja schon angedroht angekündigt, dass ich eine Menge Babysachen zeigen würde – heute also wieder ein Teil aus dem Kleiderschrank von Nr. 4 (der jetzt noch ca. 2 Wochen bis zum Termin hat, sich aber schon deutlich bemerkbar und mich sehr müde macht): Der obligatorische Babybody. Genäht nach einem Freebook! Wer sich ein bisschen in der Freebook-Nähwelt auskennt, hat diesen Schnitt natürlich schon erkannt. Es handelt sich bei diesem Babybody Freebook natürlich um …

… den Regenbogenbody mit amerikanischem Ausschnitt von Schnabelina, der Mutter aller Freebook-Seiten! Ich habe den Body ist in Gr. 62 genäht. Er ist ein Standard meiner Kindergarderobe. Ich nähe kaum ein anderes Modell (außer vielleicht den Herz-Body von Ökolochic, den ich letztes Jahr probenähen durfte…) und habe bei Marla die Erfahrung gemacht, dass die selbst genähten Bodys deutlich besser sitzen als die gekauften!!

 

Hier noch ein paar Detailbilder:

 

 

Den Dino-Stoff habe ich schon in der Kapuze des Baby-Hoodies verwendet. Viel mehr gibt hab ich zu dem Babybody Freebook schon kaum zu sagen, außer dass ich den in weiteren Größen auch noch nähen will. Mich schrecken zwar die Bündchen immer ab, aber ich bin soooo begeistert von diesem Schnitt, dass ich es wieder tun werde!

Suchst Du noch mehr Inspiration zum Nähen fürs Baby? Dann schau doch auch mal auf meiner gleichnamigen Pinterest-Wand vorbei – dort sammle ich viele Inspirationen!

Damit geht der Body nun auf Linkparty:

Für Söhne und Kerle
Weekend Wonderland 

Lieber Gruß und schönes Wochenende!
Sonja

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Doppel-Freebie: Kissen aus einem Stück mit Applikation

Ich bin im Nähwahn für das Baby – aaah, nicht mehr lang bis zum Termin! – und im freebook-Nähwahn wegen des freebook friday. Ab dieser Woche habe ich dafür auch die Regeln gelockert, sodass alle Blogposts teilnehmen dürfen, die innerhalb der laufenden Woche irgendein Freebook/Freebie zum Inhalt haben. Ich hab selbst festgestellt, dass ich mich ansonsten zu festgelegt auf den Freitag fühle. Deshalb zeige ich meinen Beitrag auch schon heute. Ich stelle vor: Ein neues Kissen nach meinem Tutorial „Kissen aus einem Stück“ aus der Reihe „Nähen für Faule“.

Kissen aus einem Stück

Ich habe für den kleinen Mann, der da so wild in meinem Bauch rumturnt, ein Kissen genäht – das hatte ich noch auf meiner To-Sew-Liste fürs Baby; natürlich nach meiner Nähen für Faule-Methode „Kissen aus einem Stück“, das ich hier vor Kurzem vorgestellt habe.

Applikation von SULKY

Die Applikationsvorlage mit den Vögelchen habe ich auf dem SULKY-Blog* gefunden, wo es noch viele weitere Nähideen und Vorlagen zum Applizieren und Sticken gibt. Da der freebook friday in dieser Woche von SULKY by Gunold mit einer Verlosung gesponsort wird, habe ich mich kurzerhand entschieden eine Vorlage meines Kooperationspartners in dieser Woche zu zeigen.

Die Sternchen hab ich mit meiner Nähmaschine gestickt – ich beschäftige mich jetzt schon länger mit dem Thema „Sticken“ und nutze jede Gelegenheit zum Testen der vielen vielen Zierstiche, über die meine Nähmaschine verfügt. (Lange werde ich der Anschaffung einer Stickmaschine wohl nicht mehr widerstehen können, fürchte ich…)

Immerhin konnte ich bei diesem Projekt die Sternchen sticken und diesen schönen Zierstich am Rand des Kissens testen. Das mache ich aber nicht nochmal – über den Reißverschluss zu ziersticken war nicht so die beste meiner Ideen, und es dauerte ja sowas von ewig – also nee…

Nun denn, ich verlinke noch mit dem Freebook Friday und freue mich auf Eure Beiträge am kommenden Freitag!

Viele Grüße,
Sonja

* Hinweis: Dieser Beitrag enthält einen Link zu meinem Sponsor SULKY by Gunold, der meinen „Freebook Friday“ bei einer Verlosung mit einem Preis unterstützt. Weder für diesen Beitrag noch für die Verlosung habe ich eine Vergütung erhalten.

Crafting Linktipps Dezember/Januar

Dieser Monat ging fix um, Wahnsinn! Ich war sehr beschäftigt alle meine Blog- und Näh-Themen noch vor der Geburt von Nr. 4 vorzubereiten – in 3-4 Wochen wird der kleine Mann sich wohl auf den Landeanflug begeben! Diesen Monat habe ich ein neues  Tutorial/Freebook veröffentlicht, das Kissen aus einem Stück, und meine wöchentliche Linkparty „Freebook Friday“ ging an den Start. Obwohl diese beim ersten Mal noch nicht so viele Teilnehmer hatte, hat sie mir auf Facebook über 300 (!!!) neue Follower beschert – ich muss gestehen, ich habe das irgendwie noch gar nicht verarbeitet — vielen Dank!

Bevor ich euch nun meine Links des Monats vorstelle, habe ich noch eine Ankündigungen in eigener Sache ;).

Verlosung mit SULKY by Gunold

Um mich zu bedanken – auch bei allen treuen Lesern und Mit-Bloggerinnen – habe ich für den kommenden Freebook Friday einen Sponsoren gewinnen können: SULKY by Gunold. Unter allen Teilnehmern des nächsten Freebook Friday  verlose ich ein Garnpaket mit einer feinen Auswahl Baumwollgarne und Vlies! Mehr dazu habe ich hier geschrieben.

Teilnahme:  Du nähst/häkelst/strickst/stickst/bastelst/werkelst irgendwas nach einer kostenfreien Anleitung oder einem Freebook, stellst das innerhalb dieser Woche auf Deinem Blog vor UND trägst dich kommenden Freitag in die Linkparty ein!
Unter allen Teilnehmern wird dann eine Gewinnerin ausgelost.

Jetzt kommen aber erstmal meine Linktipps für Dezember und Januar, weil der Dezember wegen Blogpause ausgefallen war. Vielleicht ist für den ein oder anderen was Schönes und/oder Interessantes dabei?

Crafting Linktipps

Nähen

Ein schönes Freebook für eine faltbare Einkaufstasche habe ich auf Lila wie Liebe gefunden.

Ein weiteres schönes Freebook für einen Baby-Hoodie habe ich auf englisch hier gefunden und gleich nachgenäht. Vorgestellt habe ich den auch schon, hier nämlich.

Außerdem möchte ich Euch die Bärchenmütze von Eva Kartoffeltiger ans Herz legen – die ist einfach zu süß um nicht genäht zu werden! Ich hab sie auch schon genäht; Bild folgt! Der Schnitt ist nicht kostenlos, aber so gut wie ;).

Frau S. stellt ein Plotter-Freebie zur Verfügung, das man auch applizieren kann – ich habe mir die Vorlage auch schon ausgedruckt und werde berichten wie mir das so gelungen ist!

Zum Schluss verweise ich noch auf eine tolle Freebook-Sammlung zum Thema „Karnevalskostüme für Kinder“; zu finden bei Stoffretterin PepperÄnn und ihrem wundervollen Blog (der selbst eine wunderbare Neuentdeckung für mich ist)

Häkeln mit Herz für den Valentinstag – for free!

Häkel-Herzen in diversen Varianten kannst Du hier finden. Achtung: Anleitung auf Englisch!

DIY

Susi von „Susi näht“ zeigt, wie man einen Tischkalender selbst baut – und liefert dazu ein free printable!

Blogging

Zur Kennzeichnung von Werbung auf dem Blog: Ein interessantes Interview

Damit beende ich den Januar. Was war Dein persönliches Blog-Highlight im Januar?Lieber Gruß,
Sonja

 

baby hoodie nähen

Baby-Hoodie nähen:“Dino-Rocker“ – Freebook

Nicht mehr lang, bis mein kleiner Bauchzwerg kommt! Um ehrlich zu sein rumpelt es schon ganz schön im Bauch – wie bei Marla kündigen sich pünktlich vier Wochen vor Termin immer mal wieder leichte Wehen an. Jetzt weichen die Näh-Abende den Yoga- und Badewannenabenden. Dabei habe ich gefühlt erst gerade angefangen fürs Baby zu nähen! Also habe ich dem Kurzen einen Baby-Hoodie genäht. Nach einem wunderbaren Freebook, das ich heute einmal vorstelle.

„Dino-Rocker“ – ich liebe die Farbkombination aus hellem Grün, Anthrazit und Schwarz!

Baby-Hoodie

Das Schnittmuster für diesen einfachen Baby-Hoodie gibt es als Freebook; er ist für 0-3 Monate konzipiert. Es gibt auch nur diese eine Größe. Achtung: Das Freebook ist komplett auf Englisch! Aber der Baby-Hoodie ist nicht schwer umzusetzen, und die Anleitung ist gut bebildert! Und wer schon einmal irgendeinen Pulli oder den Trotzkopf von Schnabelina genäht hat, dem der Hoodie ein wenig ähnelt, wird es schon schaffen. Wenn du dir unsicher bist, oder dich nicht an eine englische Anleitung wagen willst, habe ich hier eine Alternative für einen süßen Baby-Hoodie in den Größen 44-104* gefunden.

Der Schnitt

Ich mag an diesem Hoodie, dass er schlicht gehalten ist. Er hat durch die doppellagige Front einen großzügigen Kopfausschnitt, der das An- und Ausziehen erleichtert. Gerade bei einem Baby, das man komplett im Liegen ankleidet, will man ja vielleicht nicht soviel knöpfen und zerren. Da hat die Designerin sich richtig was bei gedacht.

Das Vorderteil liegt doppelt – das macht es schön warm für mein Winter-Baby! (Anmerkung: Für ein Sommer-Baby würde ich den vielleicht aus Sommer-Sweat nähen; so zum Drüberziehen an kühlen Abenden oder bei Wind am Strand kann ich mir den Hoodie sehr gut vorstellen.)

Er liegt bequem breit – das ist also ein Teil, das uns eine Weile begleiten wird. (Ich finds ja manchmal frustrierend, wie schnell die Babies gerade am Anfang aus den ganzen Sachen rauswachsen – deshalb nähe ich so gut wie nichts in 56, nicht mal ein Erstlings-Set oder sowas, ähem…)

Stoffe

Ich hab Sweatshirtstoff und Bündchen vernäht – alles kuschelig für mein Winter-Baby. Die Kapuze habe ich mit Dino-Jersey gefüttert. Falls du auf der Suche nach schönen Dino-Jerseys bist, schau doch mal hier auf Etsy* vorbei. Ich mag es nicht so gern baby-niedlich, sondern eher rockig-wild, daher ist der Hoodie nicht so ne klassische Baby-Klamotte geworden, sondern ROCKT!

Übrigens passt der Pulli auch zu den Herbst-Hoodies, die ich für die Großen gemacht habe, zumindest zu dem großen Bruder. Ich mag ja schon Geschwister-Kombis, und mit demnächst zwei Jungs und zwei Mädchen werde ich mich da auch noch sehr austoben, aber ich bin glaub ich nicht so der Typ, der dann zwei gleiche Schnitte in verschiedenen Größen näht. Ich hoffe, dass ich dann bald auch Tragebilder nachreichen kann. Bin schon gespannt, wie dem Zwerg der Hoodie steht! Übrigens: Wenn Du weitere Inspirationen zum Nähen fürs Baby suchst, schau doch auch mal auf meiner Pinterest-Wand vorbei!

HIER geht es zum FREEBOOK und Nähanleitung! – Ich wünsche dir viel Spaß beim Nähen!

Zum Abschluss kläre ich noch einmal die wichtigsten Fragen zu diesem Schnittmuster:

baby hoodie freebook nähen
Für welche Größe ist das Schnittmuster?

Das Schnittmuster ist aus England und hat nicht unser Größensystem. Der kleine Baby-Hoodie ist für 0-3 Monate gedacht.

Welche Stoffe brauche ich zum Nähen?

Du solltest mit 0,5m Sweat auskommen, am liebsten natürlich Bio-Sweat* fürs Baby.

Schaffe ich das auch als Anfängerin zu nähen?

Ich fand den Pulli leicht zu nähen, allerdings ist die Anleitung auf Englisch. Das kann in Kombination mit mangelnder Näherfahrung trotz guter Bebilderung etwas schwierig werden. Schau dir die Anleitung am besten einfach mal an und entscheide dann. Ich habe im Text ja auch ein deutsches Alternativ-Ebook verlinkt.

Kann man den Hoodie dem Baby gut anziehen?

Ich finde: Ja! Durch den großen Kopfausschnitt fand ich den Pullover sehr gut an- und ausziehbar.

Ich verlinke außerdem noch mit: Kostenlose Schnittmuster, Sew Mini, Kiddikram, Made4Boys, Für Söhne und Kerle, Weekend Wonderland … und wünsche ein schönes Wochenende!

Lieber Gruß,
Sonja

Noch mehr Nähideen fürs Baby?

Suchst du noch mehr Ideen, was du für dein Baby nähen kannst? Dann findest du auf meinem Blog unter „Nähen fürs Baby“ einige schöne Nähideen. Besonders beliebt sind die Babydecke ohne Einfassen – ein anfängertaugliches Tutorial, meine Maxicosy-Decke „Sully“ und der Baby-Overall mit Knopfleiste im Schritt. Über meinen Newsletter versende ich außerdem regelmäßig Nähideen, Tutorials und rufe zu Probenähen auf – auch hier würde ich mich freuen, wenn du dich einträgst – DANKE!

*bei gekennzeichneten Links handelt es sich um Werbelinks, d.h. ich verdiene im Fall eines Verkaufs eine geringfügige Provision. Diese Einnahmen finanzieren die laufenden Kosten dieses Blogs und erlauben mir weiterhin Freebooks und kostenlose Nähanleitungen zu erstellen. Ich empfehle nur Schnittmuster, Stoffe, Zubehör und Bücher, deren Qualität mich überzeugt hat. Mehr dazu, wie dieser Blog Geld verdient, liest du auf meiner Transparenz-Seite. Danke für deine Unterstützung!

{Werbung/Rezension} Handmadekultur – das Magazin

Makramee, Möbelbau, Eingemachtes und Genähtes… die Handmadekultur schreibt über genau das, was sie lebt – die Kultur des Handgemachten. Und ich durfte probelesen! Das Internet-Portal „Handmadekultur“ kenne ich natürlich schon länger, und ich bin mit meinem Blog auch schon seit einiger Zeit dort vertreten. Regelmäßig stelle ich meine kostenlosen Anleitungen dort vor und profitiere als Bloggerin natürlich davon, dass ich dort ein kleines Schaufenster habe. Die Print-Ausgabe war mir irgendwie am Rande geläufig, aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie ein Heft gekauft habe.

Nun habe ich das Angebot genutzt das Heft als kreative Bloggerin kostenlos zur Probe zu lesen, und ich bedanke mich an dieser Stelle recht herzlich für das kostenlose Heft! Ich nutze heute einmal die Gelegenheit das Thema „Online vs. Print“ aufzugreifen. Immerhin bin ich „von Haus aus“ Literatur- und Medienwissenschaftlerin ;).

Handmadekultur – das Magazin

Wer das Internet-Portal kennt, weiß, dass es dort einen sehr großen Fundus an Anleitungen und Inspirationen aus den Bereichen Nähen, Basteln, DIY, Food usw. gibt. Das setzt sich in der Print-Ausgabe genauso fort, unterfüttert mit Reportagen und Artikeln.

Die „Handmadekultur“ erscheint 4x jährlich. Ich habe Ausgabe Nr. 3 September-November 2016 gelesen. Inhaltlich bietet das Magazin ein Potpourri verschiedener „Handmade“-Disziplinen und viele, viele Anleitungen und Ideen zum Selbermachen. Natürlich interessiert mich am meisten „Nähen“, aber ich finde es genauso erfrischend und inspirierend meinen Blick rechts und links meiner Nähwelt schweifen zu lassen und zu sehen, was andere rund um „handmade“ und „DIY“ so machen.

 

Auf der Suche nach Inspiration – Print versus Online

In einer Zeit, in der unsere Blicke und Inspirationen computergesteuerten Algorithmen unterworfen sind (und ich selbst nicht selten das ungute Gefühl habe, dass meine Inspirationen und Ideen ferngesteuert werden vom Datenfeed der sozialen Netzwerke), empfinde ich es als wohltuend eine richtige, papierne Zeitschrift in Händen zu halten. Wie ich schon sagte, habe ich Literaturwissenschaft studiert – und das nicht ohne Grund!

Natürlich gehen print und online nicht mehr ohne einander. Die „Handmadekultur“ ist auch die Online-Kultur von Kreativblogs. Kreative aus aller Welt präsentieren sich auch im Internet, und auch ich profitiere als Kreativbloggerin vom Internet. Im Herzen verstehe ich mich aber als Kunsthandwerkerin. Ich bin fasziniert vom Internet und ich liebe und lebe meinen Blog mit seinen Social-Media-Kanälen, meine ebooks und alles. Aber ich liebe auch meinen Nähkeller! Stoffe, Garne, Webbänder – tüddeln, fühlen, ausprobieren…

Und so, wie ich in meinem Schaffen ein Online- und ein Offline-Leben habe, so fühlt sich das Lesen einer richtigen Zeitschrift dann an. Natürlich erkennt man vieles wieder, und natürlich gibt es viele der Anleitungen auch online. Aber dasitzen und wirklich mal in Ruhe bei einer Tasse Kaffee die Handmadekultur durchblättern – das ist was anderes als sich durch einen Datenfeed zu scrollen.

 

Über die Ruhe des Stöberns: Der moderne Flaneur

Im Internet habe ich wenig Zeit. Beim Scrollen stoppe ich nur bei echt guten oder interessanten Fotos – weil ich entweder irgendwas Bestimmtes suche, oder weil ich „in eigener Sache“ unterwegs bin und wenig bis keine Zeit für den kreativen Output anderer habe. Auf eine Zeitschrift lasse ich mich mehr ein. Ich nehme mir die Zeit in Ruhe durchzublättern, auch ein zweites Mal, zerstreue mich. Dabei stoße ich auf interessante Artikel, Perspektiven, Trends und Kreativtechniken, die ich sonst auf der Datenautobahn nicht einmal wahrnehme.

Ich bin durch die Lektüre der Zeitschrift auf ein paar schöne Blogs und Internetseiten gestoßen, die ich so vielleicht auch nicht kennengelernt hätte. Das zufällige Stöbern hält also noch ein paar Überraschungen und Möglichkeiten bereit, zu denen der auf mich abgestimmte Algorithmus vielleicht gar nicht mehr fähig ist. Da brauchen wir uns ja nichts vormachen – Google und Co. kennen uns alle schon ziemlich gut.

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, fühle ich mich als „Flaneur“ – jene literarische Figur, die der Kulturtheoretiker Walter Benjamin in dem französischen Dichter Charles Baudelaire gesehen hat. Der Flaneur streift ohne bestimmtes Ziel durch die Menschenmassen der Großstadt des 19. Jahrhunderts und lässt sich treiben – ein ähnliches Gefühl habe ich, wenn ich eine „echte“ Zeitschrift in den Händen halte. Mehr über den „Flaneur“ liest du bei der Wikipedia. Ich habe mich in meinem Hauptstudium viel mit Walter Benjamin und dem „Flaneur“ beschäftigt – daher diese kleine Exkurs in die Kulturtheorie!

Ich habe mir für 2017 nichts wirklich Konkretes zum Vorsatz genommen – irgendwie „arbeite“ ich andauernd an mir und beschreite meinen Weg einfach weiter ohne mir bestimmte Dinge vorzunehmen – aber ein Thema begleitet mich zunehmend, und das ist „Achtsamkeit“.
Beim Stöbern – dem unbestimmten Suchen Finden in der „Handmadekultur“ – fiel es mir auf: Indem ich mir Zeit nahm und das Heft durchblätterte, mein Blick und meine Gedanken mal hierhin und dorthin flossen, öffneten sich neue Gedanken und Ideen – Inspiration!

Klar – auch hinter der Print-Ausgabe der „Handmadekultur“ steckt eine Redaktion mit einer Grafikabteilung. Jedes Foto steuert den Blick, ebenso das Design und der Aufbau der Texte. Trotzdem wird doch die Auswahl der Inhalte nicht von einem Algorithmus auf mein Klickmuster angepasst, sondern eine Redaktion stellt die Inhalte zusammen, und ich kann entscheiden, was ich ansprechend finde, und was nicht.

Handmade-Potpourri: Möbel-Bau und Makramee

Zugegeben, mich spricht auch nicht alles an. Aber wie gesagt – zum einen habe ich den ein oder anderen schönen Blog gefunden, über den ich sonst nie gestolpert wäre, z.B. Miss Red Fox oder Living and Green, und zum anderen hätte ich die ein oder andere Inspiration oder Anleitung niemals entdeckt, z.B. für den „Fake-Kamin“, für den es eine komplette Bauanleitung gibt, und den ich meinem Mann schonmal gezeigt habe – für den Fall, dass er mal irgendwann Langeweile hat.

Ein weiteres Thema, das mir die „Handmadekultur“ nun nochmal ans Herz legte, ist Makramee. Ich hab das als Kind mal gemacht – in den 80ern! Meine Mutter hat Blumenampeln geflochten und so Wandteppiche geknüpft, da war teilweise auch Makramee-Technik dabei. Ich hatte als Kind auch Spaß daran. Vielleicht probier ich das nun mal mit meinen Kindern aus.

Gefallen hat mir auch der Artikel über „textile“ Metaphern und Sprichwörter – sowas mag ich einfach total gern, und gerade für solche Artikel habe ich im Internet einfach keine Zeit.

Nähen mit Handmadekultur

Zwei Schnittmuster sind in der „Handmadekultur“ enthalten – ein Blouson, und ein pfiffiger Kulturbeutel, den ich bestimmt mal nachnähen werde.
Der Blouson ist zugegebenermaßen einfach nicht meins – ich bin aber auch noch nie so der Mode-Mensch gewesen. Meine Stil lässt sich ganz gut mit „schlamm“ und „Schlumpf“ zusammenfassen. (Aber ich habe mir fest vorgenommen habe in der Zeit NACH DEM BAUCH viel viel mehr für mich zu nähen.) Der Blouson wird es nicht werden.
Aber das heißt ja nicht, dass das Angebot grundsätzlich schlecht ist, im Gegenteil!

Wer neugierig ist, kann ja auch gern auf der Schnittmuster-Seite der „Handmadekultur“ vorbeisurfen und selbst ein bisschen stöbern: Gaaaaanz viele Schnittmuster stehen dort kostenlos zum Download zur Verfügung: HIER GEHT’S LANG!

 

Fazit: Online vs. Print

Online vs. Print – wer gewinnt? – Nun, muss es immer einen Gewinner geben? Ich arbeite täglich mit dem Internet und möchte es nicht missen – weder als Inspiration, noch als Verkaufsplatz. Hier auf meinem Blog erschaffe ich ja auch was – ich sehe meinen Blog so als Mischung zwischen Online-Mag und Kunstwerk. Online zu sein ist nunmal die Grundbedingung. Print ist langsamer und entschleunigt – hat also definitv den Vorteil, dass es mehr entspannt. Für mich wird weiterhin die Mischung wichtig sein: Ich brauche „offline“ (sei es eine Zeitschrift, ein Buch, ein Stoff…) um mich zu erden, aber ich liebe auch die Online-Welt, in der ich mich bewege und die ich selbst mitgestalte.

Wie geht es euch damit? Eigentlich leben wir ja alle schizophren!

Insgesamt haben mir Aufmachung und Inhalte der Zeitschrift sehr zugesagt. Ob ich mir nun regelmäßig ein Heft kaufe, kann ich nicht verprechen; das gibt mein Alltag mit bald vier Kindern einfach nicht her. Aber ich werde vielleicht nicht mehr ganz so achtlos daran vorbeilaufen, wenn ich das Magazin im Zeitschriftenregal stehen sehe. Und wenn ich dann eins kaufe, nehme ich mir auch die Zeit dafür.

Noch einmal vielen Dank für’s Lesen-Dürfen an das Handmadekultur-Team und bis bald,
Sonja

* Die Zeitschrift „Handmadekultur“ wurde mir für diese Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine weitere Vergütung erfolgte nicht.


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Tutorial – Freebook: Kissen nähen mit Reißverschluss

enthält Werbelinks

Kissen sind das kleine 1×1 des Nähens und oftmals die Einstiegsdroge: Wer diese erste Hürde geschafft hat, hängt an der Nadel ;). Es gibt unzählige Möglichkeiten und Techniken ein Kissen zu nähen, und ich erfinde das Rad hier bestimmt nicht neu. In dieser kostenlosen Anleitung zeige ich dir eine einfache Methode um ein Kissen mit Reißverschluss zu nähen. Das ist auch überhaupt nicht schwierig – versprochen! Diese Anleitung gehört zu meiner Nähreihe „Nähen für Faule“. Das bedeutet: wenig Zuschnitt, einfache Anleitung und maximaler Erfolg – auch als Anfängerin! Viel Spaß beim Nähen!

Kissen mit Reißverschluss nähen

Ich mag meine Kissen gern mit Volumen – ich mag es NICHT, wenn Kissen auf Dauer platt aussehen, was bei einem Hotelverschluss schnell passieren kann. Da ist auch der Stoffverbrauch größer. Also nähe ich Kissen mit Reißverschluss. Davor muss man auch wirklich keine Angst haben. Gerade Neulinge haben ja Respekt vor Reißverschlüssen, aber das muss wirklich nicht sein. Mit einem Reißverschluss-Fuß klappt es auf jeden Fall. Wie – das zeige ich heute Schritt für Schritt.

Kissen aus einem Stück nähen

Zutaten

1 Inlet*, z.B. 40cm x 40 cm
40cm x 80cm Stoff (Baumwolle, Flanell, etc: NICHT dehnbar!)
1 (Endlos-)Reißverschluss*, 42cm
Baumwoll-Stoffreste und
Vliesofix* oder Thermofix für die Applikation

Hinweis zum Zuschnitt und zu den Zutaten: Ich schneide meine Kissen sehr knapp zu. Wenn ich ein Inlet 40cmx40cm habe, schneide ich auch wirklich so knapp zu, dass das es „so eben“ passt. Du kannst natürlich je nach Geschmack noch Nahtzugaben auf alle vier Seiten draufrechnen!

Bei den Reißverschlüssen empfehle ich Endlos-Reißverschlüsse – die sind günstiger als die anderen. Das Auffädeln des Reißverschlusses ist auch nicht so schlimm, wenn man es einmal gemacht hat ;).

Applikation mit Vliesofix

Vorweg: Du kannst auf diese Applikation natürlich verzichten, wenn Du z.B. schon einen schönen Motivstoff hast. In dem Fall scrollst Du gleich weiter zur eigentlichen Kissen-Nähanleitung!

Für die Applikation bügelst Du auf das Stoffrest-Stücke, das der Stern wird, das Vliesofix auf…

… und schneidest dann die Motive aus. In diesem Fall platziere ich einen Stern auf einen Kreis. Die Vorlage kannst Du entweder dem Freebook entnehmen oder Dir selbst basteln. Du kannst natürlich auch jedes andere Motiv nehmen!

Zunächst platzierst Du den Stern auf den Kreis – die Trägerfolie vom Stern hast du abgenommen!! –  und bügelst den Stern auf dem Kreis fest. Optional hab ich hier noch ein Webband knapp mit angenäht.

Der Stern wird mit einem sehr eng gestellten Zickzack-Stich abgesteppt – weil es schöner aussieht, und weil die Applikation dann deutlich langlebiger ist!

Dasselbe wiederholst Du nun mit dem Kreis: Erstmal Vliesofix auf die Rückseite bügeln, Trägerpapier abziehen.
Nun wird die Applikation MITTIG auf dem Stoff platziert und festgebügelt:

 

Auch der Kreis wird mit einem engen Zickzack oder einem schönen Zierstich abgesteppt.

Kissen aus einem Stück nähen

Hier beginnt die eigentliche Nähanleitung für das Kissen aus einem Stück! Hinweis zum Stoff: Ich habe Flanell verarbeitet, weil der schön kuschelig weich ist und das Kissen für meine Tochter gedacht war. Es eignen sich aber alle undehnbaren Stoffe für diese Nähanleitung.

Du nimmst den Reißverschluss und steckst ihn erst einmal an einer der beiden 40cm-Seiten fest wie auf dem Bild:

Die Zähne gucken die schöne Seite des Stoffes an! Alles richtig? Dann wird der Reißverschluss mit dem Reißverschlussfuß abgesteppt. Anschließend klappst Du auch die andere Seite auf die noch verbleibende Reißverschluss-Seite und steppst diese dort auch fest.

Du hast nun einen „Schlauch“. Leg ihn so in etwa vor Dich:

Du siehst hier, dass die Applikation mittig liegt, der Reißverschluss ist gegenüber eingenäht. Den öffnest Du bis zur Hälfte, steckst die obere und untere Kante fest und steppst sie dann ab.
Vorsicht beim Nähen über den Reißverschluss! Langsam!

Durch den Reißverschluss wendest Du Dein Kissen und probierst schonmal das Inlet aus. Voilà:

Es sitzt noch etwas locker, obwohl ich ja knapp zugeschnitten habe! Die Optik hängt auch sehr von der Inlet-Füllung ab. Ich empfehle also eher stramm und einen halben cm zu knapp zuzuschneiden als zuviel – wobei wir jetzt noch korrigieren können für den optimalen Sitz.

Inlet wieder rausnehmen. Jetzt wird der Reißverschluss fast komplett geschlossen und das Kissen einmal rundherum abgesteppt – wie weit entfernt vom Rand hängt vom Füllgrad des Kissens ab. Ich hab in diesem Fall ca. 1cm genommen und einen schönen Quiltstich ausprobiert:

Fertig ist Dein Kissen mit Reißverschluss! War gar nicht so schwierig, oder?

 

Größe anpassen

Übrigens kannst Du nach diesem Tutorial Kissen in allen Größen nähen – je nach Inletgröße! Die Faustformel für die Berechnung des Zuschnitts ist:

Länge des Inlets x doppelte Breite des Inlets

Beispiel: 40cm x 40cm Inlet = 40cm x 80cm Zuschnitt

Für mein Seitenschläferkissen* (das ich über alles liebe und sehr für die Schwangerschaft empfehlen kann ;)) hatte ich beispielsweise folgende Inlet-Maße: 145cm x 40cm. Der Zuschnitt war dann: 145cm x 80cm, und der Reißverschluss war 145cm (hier empfehle ich Endlos-Reißverschlüsse, die sind einfach günstiger!) lang.

 

 

Liebe Grüße und viel Spaß beim Nähen!

Sonja

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Weitere einfache Anleitungen in meinem Shop

*bei gekennzeichneten Links handelt es sich um Werbelinks, d.h. ich verdiene im Fall eines Verkaufs eine geringfügige Provision. Diese Einnahmen finanzieren die laufenden Kosten dieses Blogs und erlauben mir weiterhin Freebooks und kostenlose Nähanleitungen zu erstellen. Ich empfehle nur Schnittmuster, Stoffe, Zubehör und Bücher, deren Qualität mich überzeugt hat. Mehr dazu, wie dieser Blog Geld verdient, liest du auf meiner Transparenz-Seite. Danke für deine Unterstützung!

Marlas neuer Trotzkopf

Von der Nähmaschine und vor die Kamera gehüpft… Heute zeige ich einfach mal nur Marlas neues Shirt – ein „Trotzkopf“ nach Schnabelinas Freebook. Dieses Basic-Shirt habe ich erst recht spät für mich entdeckt. Mittlerweile habe ich es in allen Größen genäht und liebe es! Ich mag, dass man auch Reststücke verwenden und patchen kann. Außerdem sieht es pfiffiger aus als „normale“ Shirts.

Trotzkopf

Genäht habe ich Marlas „Trotzkopf“ in Größe 92 aus einem süßen Meerjungfrauen-Jersey, kombiniert mit passendem Sternenstoff und dunkelgrünem Bündchen, das immerhin GOTS-zertifiziert ist; ein erster Schritt hin zu Bio-Stoffen.

Leider bin ich aber auch so niedlichen Designs wie den Meerjungfrauen verfallen und schlage da auch mal zu ohne die Zertifizierung zu beachten; und die Großen fahren auf Lizenzstoffe ab, die ich hier leider nicht zeigen darf – das sag ich nur, dass hier keiner denkt, ich würde meinen Kindern nichts zum Anziehen nähen. Aber ich will es nicht auf einen Rechtsstreit mit Disney oder Dreamworks ankommen lassen, und so müsst ihr euch die neuen Shirts der beiden „Großen“ einfach so vorstellen.

… und damit verabschiede ich mich aus dieser Blogwoche und verlinke noch mit Kiddikram, Schnabelina, Kostenlose Schnittmuster und Sew Mini.

Lieber Gruß,
Sonja

Sternkörbchen – kostenlose Nähanleitung und Freebook

Heute habe ich etwas halbwegs Weihnachtliches für euch – das Sternkörbchen! Ich glaube, man kann es auch gut nähen, wenn gerade nicht Weihnachten ist ;). Ich kann es mir auch sehr gut als Osternest vorstellen oder einfach als kleines Utensilo oder Geschenkkörbchen. Es ist ein kleines Stoffkörbchen, das sich perfekt als Keks- oder Walnussschälchen macht. Mit dieser kostenlosen Nähanleitung kannst Du Dein Sternkörbchen ruckzuck in beliebiger Größe nähen. Ohne Schnittmuster. Oder du nimmst meins, ich hab nämlich eins gezeichnet. Auch Anfänger kommen problemlos mit dem Sternkörbchen zurecht! Ich wünsche dir viel Freude an der Anleitung.

 

Nähen für Faule und weitere Geschenkideen

Weil das Sternkörbchen total einfach zu nähen ist UND auch nur aus einem Stück besteht, gehört es – Du ahnst es schon – in meine kleine Tutorial-Reihe „Nähen für Faule“. In dieser Reihe stelle ich leichte Nähanleitungen vor, die meist „aus einem Stück“ genäht sind. Kennst Du schon die Büchertasche aus einem Stück, das Utensilo aus einem Stück, oder auch das Kissen aus einem Stück? Dadurch sparst Du Zeit beim Zuschneiden und kannst dich schneller über dein neues Nähwerk freuen!

Alle Anleitungen dieser Reihe sind für Anfänger geeignet. Schau auch gern in meinem Shop vorbei – neben meinen ebooks biete ich viele einfache Nähanleitungen als Freebook an! Auch das Sternkörbchen findest du dort – inklusive Schnittmuster. Nun aber zur kostenlosen Nähanleitung für das Sternkörbchen!

 

Nähanleitung Sternkörbchen

Zutaten
2 Baumwollstoffe, ca. 40cm x 40xm
H630 und H250 je ca. 40cm x 40cm

Zuschnitt

Der Grundschnitt für das Sternkörbchen ist ein einfaches Sechseck mit sechs gleich langen Seiten. Du kannst Dir in Deiner Wunschgröße ein eigenes Schnittmuster zeichnen, oder mein Schnittmuster nehmen – das findet sich im Freebook (siehe Ende dieses Beitrags)

Schneide je das Schnittmuster aus den beiden Stoffen und den Vlieselinen zu.

Hinweis: Wenn Du Wachstuch oder einen festeren Stoff verarbeitest, kannst Du auf H250 verzichten – die dient nur zur Verstärkung bei dünnen Baumwollstoffen!

Vorbereitung
Du bügelst nun je eine Vlieseline auf je ein Stoffstück. Anschließend legst Du die Stoffstücke rechts auf rechts aufeinander, die schönen Stoffseiten gucken sich also an!

Nähen
Jetzt steppst Du rundherum das Sechseck ab und lässt eine Wendeöffnung frei! Dann wendest Du das Nähstück und steppst noch einmal rundherum alles ab. Ich nutze dazu auch gern Zierstiche meiner Nähmaschine.

Jetzt hast Du sowas:

Jetzt kommt das einzig „Schwierige“: Die Abnäher! Die zeichnest Du jetzt mit Schneiderkreide oder so einem Markierstift ein! Sechs Stück brauchst Du an allen Ecken. Du kannst die Größe beliebig variieren – dadurch verändert sich auch die Form des späteren Körbchens.

Ich finde diese Methode sinnvoll: Zuerst klappst Du das Sechseck wie auf dem Bild zusammen

und misst dann mit dem Schneiderlineal die Länge Deines Abnähers ab. Dieser sollte direkt unter der darüber liegenden Ecke liegen, wie das folgende Bild zeigt:

Bei der Höhe habe ich mich für  2cm (vom Stoffbruch gemessen) entschieden. Zwischen den beiden Punkten ziehst Du eine Linie, die dann abgesteppt wird:

 

Ich empfehle, erst alle Abnäher einzuzeichnen und dann alle abzusteppen, sonst kann man durcheinander kommen (ist mir jedenfalls so gegangen).

Mit vier Abnähern sieht Dein Körbchen so aus – wie ein Schiffchen:

Noch zwei, et voilà:

Sternkörbchen Freebook The Crafting Café
Sternkörbchen Freebook The Crafting Cafe

Gewendet ist es übrigens ein Blumenkörbchen:

Ganz egal wie Du es hinstellst – ich hoffe, Du hattest Spaß beim Nähen und Dir gefällt diese Nähanleitung? Ich freu mich über Kommentare und Likes!

 

Sternkörbchen Freebook und Support

Ich habe ein einfaches Schnittmuster zum Sternkörbchen gebastelt und alles zu einem kleinen Freebook aufbereitet. Das Freebook ist kostenlos, aber es ist möglich, dass du freiwillig einen Betrag deiner Wahl spendest, vielen Dank!

Wenn du Fragen hast, stell sie gern hier in den Kommentaren oder im Nähforum.

Weitere Geschenkideen zum Selbermachen findest du übrigens hier auf dem Blog  oder auf meiner Pinterest-Wand DIY Geschenkideen. Weitere Nähideen, neue ebooks und Freebooks, Rabatte und Probenähen erfährst du am besten über meinen Newsletter.

 

Gewerbliche Nutzung

Übrigens darfst Du nach dieser Anleitung genähte Sternkörbchen gern mit dem Hinweis auf diese Anleitung/das Freebook „Das Sternkörbchen von The Crafting Café“ verkaufen.

sternkörbchen utensilo nähen

 

Ich verlinke abschließend noch mit Creadienstag, HoT, Dienstagsdinge und Kostenlose Schnittmuster.

Lieber Gruß,
Sonja

Nähzimmer – Teil 2: Upcycling-Schraubglas-Regal

{Dieser Beitrag enthält Werbelinks} Vor einiger Zeit habe ich über den Bau meines Nähzimmers geschrieben. Bei dem Rohbau allein blieb es natürlich nicht! Ich habe mir für mein Nähzimmer ein paar schöne Möbel gebaut (ok, mein Mann hat da auch einiges getan). Mein Vintage-DIY-Regal habe ich ja bereits hier samt Anleitung vorgestellt, und so in dem Stil wird das Tutorial heute auch. Ich zeige heute, wie ich mein Upcycling-Schraubglas-Regal selbst gemacht habe. Die Idee kenne ich noch aus der Werkstatt meines Großvaters, der in so einem Regal (in deutlich größer!) seine Schrauben verwahrt hat.

Zutaten

1 Brett (ich habe meins aus der „Verschnitt-Kiste“ vom Baumarkt, das ist sowas wie die Restekiste im Stoffladen)
2 Konsolen (gibt’s auch im Baumarkt, beim Möbelschweden oder z.B. hier*)

Bondex Vintage Lack* und Bondex Vintage Wachs*
ggfs. Schleifpapier
Akkubohrer
Pinsel
alter Lappen
6-8 ausrangierte Schraubgläser (von Apfelmus, Marmelade, etc), je nach Größe des Brettes

Schrauben: hier musst Du die Dicke Deines Brettes beachten! Du brauchst pro Schraubglas 1 spitze Schraube, die kürzer sein muss, als Dein Brett dick ist.
Außerdem brauchst Du je nach Konsole 1-2 Schrauben um die Konsole an das Brett zu schrauben + Schrauben mit passenden Dübeln zum Anbringen an die Wand (lass Dich zur Not im Baumarkt beraten – ich hab „das Grobe“ mit dem Bohren dann meinem GöGa überlassen…)

Anleitung
Der Anfang kommt ein bisschen auf Dein Brett an: Hast Du es auch aus der Verschnitt-Kiste vom Baumarkt, oder ist es ein altes Regalbrett, das Du im Keller gefunden hast? Im letzteren Fall empfehle ich es abzuschleifen, zu lackieren und zu wachsen, wie ich das in diesem Tutorial gemacht habe, um den „shabby-Effekt“ zu erzeugen.

Hast Du ein unbehandeltes Brett aus der Verschnitt-Kiste wie ich in diesem Fall, reicht es zu lackieren und zu wachsen – vorher Abschleifen muss nicht sein. Hier das fertige Brett – lackiert und gewachst (ich hab das graue Wachs genommen):

Jetzt geht es eigentlich erst los!

Zuerst misst Du an Deinem Brett aus, wo Deine Konsolen angebracht werden. Sie sollten zu beiden Seiten denselben Abstand zum Rand haben:

 

Nun schraubst Du die Konsolen an Dein Brett. Ich hab als nächstes die Gläser auf der Fläche zwischen den Konsolen verteilt, bis ich einen halbwegs symmetrischen Eindruck hatte. Pedanten rechnen. Ich bin kein Pedant, ich muss immer aufs Babyphone schielen. Ich hab die Gläser absichtlich versetzt platziert, damit ich später gut an jedes rankomme und alle sehen kann:

 

Dann werden die Deckel von unten an das Brett geschraubt. Ich hab dazu den Akkubohrer genommen, und das ging problemlos. Du kannst natürlich auch mit einem Nagel ein kleines Loch vorhämmern.

Bei den ersten beiden bin ich nicht ganz mittig gelandet – solange die Schraube aber fest sitzt, ist das nur ein optisches Problem, das man nachher nicht mehr wahrnimmt.

Jetzt schraubst Du nur noch die Gläser wieder dran, et voilà:

 

Jetzt kannst Du Dein Regal an der Wand aufhängen! Ich verwahre in meinem die Webbänder, wobei ich gestehen muss, dass sechs Gläser kaum reichen. Da muss ich wohl noch eins bauen!

Tutorial DIY Upcycling Regal aus Schraubgläsern

 

Ich hoffe, Dir hat dieser kleine Ausflug in den DIY-Möbelbau gefallen?

Lieber Gruß,
Sonja

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Unsere Herbst-Hoodies

*enthält Werbelinks*

Heute zeige ich nur mal kurz unsere neuen Herbst-Hoodies. Ich habe für meine beiden Großen kuschelige Kapuzenpullover genäht. Ich muss ja zugeben, dass Hoodies in unserer Familie die beliebtesten Kleidungsstücke sind. Um diese Kapuzenpullover für Kinder zu nähen habe ich mir einen wunderbaren Schnitt ausgesucht, den ich heute einmal näher vorstelle. Die Bilder sind jetzt auch schon etwas älter – aber noch sind sie nicht rausgewachsen.

Issy von FeeFeeFashion

Genäht habe ich „Issy“ von FeeFeeFashion*, beide in Größe 122. Finja trägt hier die Kleid-Version aus jeansblau-meliertem Sweat, kombiniert mit dem aktuellen Fuchsstoff von byGraziela.

Issy für Jungs?

Jesper hat die normale, also die gerade geschnittene, Kapuzenpulli-Version bekommen, mit seitlicher Eingrifftasche. Die Stoffkombi bot sich irgendwie so an. Ich mag die Mischung aus schwarz, hellem Grün und dem rockigen Gitarrenstoff, nicht umsonst habe ich die Nähgitarre erfunden ;). Aus den coolen Gitarren von Poppy hat unser Jüngster dann viel später noch einen Baby-Hoodie bekommen.

Ich hab mich ein bisschen schwer getan dem Jungen eine Issy zu nähen, denn irgendwie ist Issy doch ein „Mädchenschnitt“, obwohl bei den Designbeispielen auch einige Jungs benäht wurden. Mit dieser Kombi bin ich allerdings sehr zufrieden und finde, dass die Issy richtig rockt, oder?

Als nächstes ist dann noch eine Issy für die Kurze dran, und eine für mich – leider wird der Bauch gerade einfach zu groß um für mich selbst Sachen zu nähen. Und da dies definitiv die letzte Schwangerschaft ist, hab ich auch keine große Lust irgendwas für mich zu nähen… Nächstes Jahr dann wieder…

Nähen für Kinder

Auf Pinterest sammle ich übrigens alle meine Blogartikel und viele viele Designbeispiele und Schnittmuster für Kinder. Schau doch mal dort vorbei, z.B. bei Nähen für Jungs oder Nähen für Mädchen. Auf dem Laufenden bleibst du außerdem, wenn du dich für meinen Newsletter einträgst :).

Ich verlinke noch mit Kiddikram, Made4Boys, Meitlisache, Creadienstag, HoT, DienstagsDinge.

Lieber Gruß,
Sonja

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