In Blogging, Näh-Blogger-Basics

Nähblogger-Basics: Zielgruppe & Content

Reading Time: 5 minutes

Nach der Einleitung starte ich heute in die Näh-Blogger-Basics mit dem Schwerpunkt „Zielgruppe & Content“. Mit diesen beiden Punkten muss sich jeder Blog beschäftigen, der gelesen werden will. Sie sind der Startpunkt eines jeden Blogmarketings und deshalb unschätzbar wichtig.

Wenn sich Fragen ergeben – bitte frag in den Kommentaren! Auch Ergänzungen sind sehr erwünscht. Ich plane den ein oder anderen Beitrag innerhalb dieser Reihe, in dem ich auf Fragen und Kommentare näher eingehe. Außerdem habe ich eine Sammelpinnwand auf Pinterest über das Bloggen allgemein, der Du gern folgen oder auch mitpinnen darfst.

Was für ein Typ Blogger bist Du?

Es gibt zwei Sorten Blogger: Die, die alles vorher durchdacht und organisiert haben, und solche, die einfach mal machen und dann gucken, was passiert. Ich bin definitiv Typ 2. Und ich glaube, dass speziell Nähbloggerinnen auch eher Typ 2 sind. Als ich mit dem Bloggen begonnen habe, hätte es mich sehr demotiviert, wenn mir jemand gesagt hätte, ich müsse erst wochenlang alles planen und überlegen um dann lupenreine, durchdesignte Superpostings zu schreiben.

Nichtsdestotrotz ist es hilfreich ein paar Grundlagen zu beherzigen. Ich versuche es einfach zu halten und niemand mit zu vielen Begriffen und Ansprüchen zu verschrecken. (Mir gehts nämlich manchmal so, wenn ich Beiträge über das Bloggen lese. Da denk ich dann immer: Was will ich hier eigentlich? und fühl mich oft wie ein Anfänger…)

Die Nähblogger-Community

Ob du schon einen Blog hast und deine Reichweite erhöhen willst, oder ob du mit dem Gedanken spielst einen Blog ins Leben zu rufen – unter Nähbloggerinnen bist du in bester Gesellschaft! Ich habe mittlerweile sehr viele, tolle Bloggerinnen kennenlernen dürfen und auch viele gemeinsame Aktionen gestartet, wie z.B. den Blogsommer. Merke: Nähbloggerinnen lieben Gemeinschaftsprojekte! Nähbloggerinnen zeichnen sich durch Herzensfreude, Liebe zu Stoffen, Schnittmustern, schönen Dingen und natürlich Kreativität aus, und zugleich pflegen die meisten einen nachhaltigen und umweltbewussten Lebensstil.

„Wir“ sind eine sehr herzliche und offene Community, die sehr gut durch gemeinschaftliche Aktionen wie Sew Alongs, Wichtelaktionen und Linkparties vernetzt ist. Viele Nähbloggerinnen begleiten bloggend ihr Business – sie verkaufen Schnittmuster in Form von ebooks, schreiben also Nähanleitungen und bieten ihren Leserinnen auch viele freebooks zum Nachnähen an, wie ich z.B. auch.

Vielleicht bist du ja auch schon eine Weile dabei und möchtest nun deinen Blog weiterentwickeln – sei es, dass du damit Geld verdienen möchtest, oder einfach mehr Leser finden?
Starten wir also in das Bloggen selbst und fragen uns:

Warum wird Dein Blog überhaupt gelesen? Und von wem?

Deine Zielgruppe (und warum überhaupt Blogs gelesen werden)

Meine kleine Einführung über die Nähblogger-Community hat folgenden Hintergrund: Sehr wahrscheinlich ist sie deine Haupt-Zielgruppe! Also solltest du deiner Zielgruppe thematisch näherkommen ;). Und dazu solltest du deine Inhalte so strukturieren und aufbereiten, dass sie deinen Leserinnen von Nutzen sind. Nutzen – das ist in der Tat das Zauberwort beim Bloggen! In kommenden Näh-Blogger-Basics-Beitrag über „Mehrwert & Originalität“ gehe ich etwas mehr auf das Thema „Nutzen“ ein. Denn – soviel sei verraten – nur dann macht sich jemand die Mühe irgendetwas zu lesen, wenn er sich einen Nutzen (=Mehrwert) verspricht. Das gilt für Romane ebenso wie für Blogs. Und für Nähblogs gilt das ganz besonders.

Natürlich kannst du auch einfach ein Online-Nähtagebuch schreiben, das ist völlig ok. Wir alle haben viele Posts „zum Zeigen“ unserer neuen Werke, und es gibt einen Haufen Linkparties, die dazu einladen. Aber in dieser Masse aufzufallen ist schwierig.

Die traurige Nachricht ist: Niemand interessiert, ob dir z.B. beim Nähen die Nadel abgebrochen ist. Niemanden. Aber wenn Du den Nadelbruch in eine nette, witzige oder nützliche Geschichte packst und dazu tolle Fotos (über Fotos schreibe ich eigene Beiträge) machst – dann wird die Nadelbruch-Geschichte für deine Leser interessant. Sie können etwas für sich daraus ziehen, z.B. wie man vermeidet, dass die Nadel bricht. Schreib über Nadelstärken oder „welche-Nadel-für-welchen-Stoff“.

Im Übrigen – dies am Rande – wäre der Nadelbruch vielleicht eine schöne Short-Story für Instagram ;). Auf Social Media gehe ich aber noch separat ein, wir tasten uns langsam an die Materie heran!

Inhalte Deines Blogs und deine Blognische

Nähblogs haben meist folgende Themen:

  • Werkschau von genähten Sachen (Kleidung, Taschen, Patchwork)
  • Sew-Alongs
  • Wichtelaktionen
  • andere Communityaktionen wie Linkparties
  • Tutorials
  • Ergebnisse Probenähen/Designnähen
  • selbst ebooks schreiben und vermarkten

Oft kommen Themen aus verwandten oder naheliegenden Bereichen dazu, z.B. „Garten“ oder „Kochen“. Bei mir sind es außerdem „Kinder und Familie“. Ich finde das völlig ok, aber das lenkt natürlich von deinem Hauptthema ab. Strategie-Experten werden Dir immer wieder raten dich möglichst haarklein auf dein Kernthema und deine Zielgruppe zu spezialisieren, z.B. „Taschen nähen“. Je mehr relevanten Content Du hier produzierst, desto besser findet Google dich! Das ist der Tipp mit der „Blognische“, der überall wieder vorkommt.

Ich möchte dazu anmerken, dass so eine Blognische einem selbst vielleicht auch schnell zu klein wird. Ich interessiere mich brennend für „Taschen nähen“, aber eben auch für vieles andere, auch viele Themen, die über das Nähen hinaus gehen! Und ja, man darf als Blogger auch über ein größeres Themenspektrum schreiben. Aber es wird wahrscheinlich schwerer eine Zielgruppe aufzubauen, bzw. bei Laune zu halten. Mein Blog wird von Näherinnen und Nicht-Näherinnen gelesen. Um für alle interessant zu sein, muss ich meine Inhalte so aufstellen, dass für jeden etwas dabei ist. Das kostet vor allem viel Zeit!

Nutzen für deine Zielgruppe

Gelesen werden Nähblogs hauptsächlich von Näherinnen und auch Nähbloggerinnen. Um diesen einen Nutzen anzubieten, solltest Du Dir vor jedem Beitrag folgende Fragen stellen:

Ich beantworte diese Fragen mal für diesen Beitrag: 1. Nähbloggerinnen und solche, die es werden wollen und 2. weil sie mehr über die Grundlagen des Bloggens erfahren möchten. Also versuche ich heute den Wunsch meiner Leserinnen zu erfüllen ;).

Mit den beiden einfachen Leitfragen im Hinterkopf trittst du mit deinen Leserinnen (ich gehe mal von einer weiblichen Mehrheit in deiner Leserschaft aus; mein Blog wird von 95-98% Frauen gelesen) in Kontakt.

Natürlich gibt es noch viel mehr über (SE-Optimierte) Textstruktur zu wissen (ich gehe in einem späteren Beitrag darauf ein). Und natürlich kann man noch viel mehr in jeden Beitrag stecken. Ich möchte an dieser Stelle aber nicht zu weit ausholen – ich selbst blogge in erster Linie aus Leidenschaft und gehe mal davon aus, dass Du dies auch tust. Ich will dich gerade als Anfänger nicht zu sehr verschrecken!

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Zur Vertiefung des Themas „Mit Mehrwert bloggen“ verweise ich auf diesen Beitrag, den ich sehr nützlich fand. Ich wende auch nicht immer alle dort beschriebenen Tipps an, aber finde sie dennoch wertvoll. Damit beende ich das erste Kapitel dieser Reihe und hoffe dir ein wenig geholfen zu haben!

Lieber Gruß,
Sonja
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8 Comments

  1. Ellen
    3 Monaten ago

    Liebe Sonja,
    du hast hier wieder einen total tollen Beitrag geschreiben. So viele Infos auf so nette Weise verpackt.

    Die Nähblogger sind wohl wirklich eine ganz "spezielle Gattung von Bloggern". Ich kann dir beipflichten, dass hier die Gemeinschaftsaktionen sehr viel Spaß machen. Man lernt immer wieder neue Menschen kennen. Der eigene Erfahrungsschatz vergrößert sich dadurch ständig auf angenehme Art und Weise.

    Ich bin schon auf deine weiteren Beiträge dieser Reihe gespannt.
    Auch wenn ich längst keine reine Nähbloggerin mehr bin. Irgendwie kamen auch andere Dinge dazu. Dinge, die allerdings auch zu mir, zu meinem Leben gehören.

    ♥liche Grüße
    Ellen

    Reply
    1. Sonja
      3 Monaten ago

      Hallo Ellen,

      du findest immer so warme und nette Worte – herzlichen Dank! <3

      Auch wenn ich mich in dieser Reihe auf das Nähbloggen konzentriere, heißt das ja nicht, dass es nur um reine Nähblogs geht. Auch meine Palette erweitert sich ja stetig – ich schreibe ja auch viel aus der Mama-/Eltern-Sparte und mache gern Schlenker in den Garten.

      Das gehört, finde ich, aber auch dazu!
      Ich lese ja immer wieder, wie wichtig die eigene Nische so ist. Aber dann denk ich: Wenn ich da jemals angekommen bin, möge mich bitte der Blitz erschlagen!

      Das Leben ist bunt, und die Welt der Blogs auch – ich finde es gerade wichtig immer mal wieder aus der eigenen Nische herauszukommen und gewohnte Blogpfade zu verlassen! 🙂

      Man entwickelt sich ja auch weiter ;).

      Ganz liebe Grüße,
      Sonja

      Reply
    2. Ellen
      3 Monaten ago

      Liebe Sonja,
      ich muß gerade schmunzeln …. in deinen Worten finde ich mich "so was von wieder"!

      Erst einmal hoffe ich jetzt natürlich nicht, dass "dich der Blitz erschlagen soll". Ich bin da wie du … auch mein Leben ist bunt und so ist zwischenzeitlich auch mein Blog!

      Auch wenn bei mir die Zeit der "Jungmama" längst vorbei ist, ich lese dennoch gerne deine Beiträge diesbezüglich. Mit einem Lächeln im Gesicht – mit einem "ja so war das früher bei uns auch" ….

      Gestalte deinen Blog weiterhin mit Liebe und Leidenschaft. Kunterbunt und mit deinem ganz persönlichen Stil.
      Vielleicht sind wir auch Trendsetter? Vielleicht kommt irgendwann die Zeit, in der die Meinung vertreten wird, dass alle Blogs doch besser bunt und von allem etwas haben sollten?
      Wenn nicht, ist es auch egal – Hauptsache ist doch, wir haben Spaß beim Bloggen!

      ♥liche Grüße
      Ellen

      Reply
  2. mamsell su
    3 Monaten ago

    Liebe Sonja, du schreibst so toll!

    Ich habe deinen ersten Beitrag deiner Näh-Blogger-Basics-Reihe so gern gelesen.
    Es ist großartig, dass du die Informationen nicht so trocken rüber bringst, sondern in deinem herzlichen Stil!
    Ich bin mir ganz sicher, dass deine Beiträge vielen helfen werden. Mich zähle ich dazu, denn obwohl ich schon länger dabei bin – unter den vielen lieben Nähbloggerinnen! <3 – lerne ich stetig dazu!!
    Ich freue mich schon auf weitere Beiträge! Das wird total spannend!

    Ich bin noch nicht dazu gekommen, dir zurück zu schreiben, aber deine Wochenübersicht hab ich mit großer Freude runter geladen!! Ich freu mich wahnsinnig, dass ich für dich "probeorganisieren" darf!! Organisation ist definitiv meine großer Schwachpunkt!!

    Fühl dich ganz lieb gedrückt!
    Susanna

    Reply
    1. Sonja
      3 Monaten ago

      Liebe Susanna,

      danke dir! 🙂
      Es freut mich, dass du etwas für dich mitnehmen kannst 🙂

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
  3. Näh-Blogger Basics: Mehrwert & Originalität
    2 Monaten ago

    […] damit auf sich hat, habe ich in dieser Einleitung umrissen. Im ersten Teil der Reihe habe ich über „Zielgruppe & Content“ geschrieben. Das Thema will ich heute ein wenig vertiefen und gehe dieses Mal genauer auf […]

    Reply
  4. Crafting Linktipps Juni 2017 - The Crafting Café
    2 Monaten ago

    […] davon habt. Wer den Anfang verpasst hat, kann hier die Einleitung und hier den ersten Teil über Zielgruppe und Content […]

    Reply
  5. Näh-Blogger Basics: Fotografie I ~ Equipment * The Crafting Café
    2 Wochen ago

    […] die Reihe „Näh-Blogger Basics“ vorgestellt. Anschließend habe ich über das Thema „Zielgruppe & Content“ geschrieben. Es folgte noch ein Artikel über „Mehrwert & Originalität“. Alle […]

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