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RUMS. Mit Yoga.

Ich war über ein Jahr nicht bei RUMS dabei. Ungefähr so lange hab ich tatsächlich keine Sachen mehr für mich zum Anziehen genäht. Für mich mit Kugel hat es sich irgendwie nicht gelohnt – Vincent war ja nun auch das letzte Kind, soviel steht immer noch fest. Umso mehr habe ich es genossen zum Ende der Schwangerschaft dieses bequeme Wohlfühl-Yoga-Set für mich zu nähen: Mein neues Yoga-Outfit! Und während ich meine neue Yoga-Hose und das schöne Top vorstelle, erzähl ich euch ein bisschen was über meine Yogageschichte und was das mit den ganzen Schwangerschaften zu tun hat…

Yoga und ich: Die Anfänge

Ich bin über das Kinderkriegen zum Yoga gekommen, genauer: Über einen geburtsvorbereitenden Yogakurs. Ich war damals zum ersten Mal schwanger, arbeitslos, frisch in meine Heimatstadt Paderborn zurückgezogen – und irgendwelche Probleme hatte ich damals irgendwie immer. So richtig „wirken“ konnte der Kurs noch nicht.

Nach der Geburt von Finja habe ich dann einen Yoga-Rückbildungskurs gemacht. Auch da hatte ich irgendwie andere Sorgen und hab das Yoga gar nicht als Yoga wahrgenommen. Aber als Schwangere oder überhaupt als Mama macht man heutzutage Yoga – ich also auch.

Ich hab Chai-Tee getrunken und „Yoga gemacht“, zur Rückbildung. Das war ne nette Gruppe und eine schöne Atmosphäre (übrigens auch damals schon alles hier im Geburtshaus Paderborn), aber so richtig als Yogi bezeichnet hätte ich mich damals nicht.

Yoga zum Zweiten

Während der zweiten Schwangerschaft sind wir in den Süden Hamburgs gezogen. Wegen Stefans Arbeit. Ich war bereits schwanger und hatte wieder alle möglichen Probleme: Zum ersten Mal Mama (Finja war damals gerade ein Jahr alt), zum zweiten Mal schwanger, gerade umgezogen, weiterhin arbeitslos und ohne irgendwen zu kennen. Stefan war die ganze Woche weg, und ich hing also da und musste mich in allem neu orientieren.

Die Rettung war ein Yoga-Schwangeren-Kurs. Der fand immer donnerstags von 20h bis 22h statt, und der wurde mein Anker und Lichtblick einer jeden Woche! Ich hatte selten Lust hinzufahren, aber wenn ich zurückkam, war ich „aufgeladen“, fühlte mich fit und vital.

Der Kurs wurde von zwei Hebammen geleitet; jede gab immer sieben Wochen Kurs im Wechsel. Beide habe ich bewundert: Beide waren vierfache Mütter, die eine war damals selbst mit ihrem fünften Kind schwanger; heute hat sie sogar sechs Kinder und hat ein Yoga-Familienzentrum in Buchholz in der Nordheide gegründet, den „Yoga Circus“. Ich habe außerdem HIER ein schönes Interview mit ihr gefunden.

Wer das große Glück hat schwanger zu sein und in ihrer Nähe zu wohnen, sollte sich vertrauensvoll an sie wenden – sie ist nicht nur eine fantastische Frau, Hebamme und Yogalehrerin, sondern auch diejenige, die mir auf meinem Weg vom Kaiserschnitt zur Traumgeburt maßgeblich geholfen hat (und sie weiß es nicht einmal). Darüber werde ich im Einzelnen noch schreiben (ich weiß, es warten schon einige darauf, aber dafür muss die Zeit reif sein, Mädels. Ich taste mich langsam heran!).

Nach Jespers Geburt ging es mit Rückbildungs-Yoga weiter. Ich hatte immer noch alle möglichen Probleme mit meinen zwei kleinen Kindern und unter der Woche alleinerziehend, weil Stefan von montags früh bis freitags spät weg war.

Etwa zwei Jahre später begann ich zu arbeiten und hatte wieder viele Probleme: Meine beiden Kinder morgends früh zur Kita karren war eine Katastrophe, die Stimmung im Büro auch. Nachmittags knatschige Kinder abholen, und am Ende des Monats hatte sich der Aufwand nicht einmal finanziell gelohnt. Meine Rettung war der erste reguläre Yogakurs, den ich bei Nina Mann belegt habe.

Yoga zum Dritten

Der erste schwangerschaftsunabhängige Yoga-Kurs hat mich endgültig von Yoga überzeugt: Es ist schon was anderes, ob man beim Yoga schwanger ist oder nicht. Erstmals konnte ich Yoga voll mitmachen und erleben, nicht „nur“ das bauchmuskelfreie Schwangerenyoga, das mir ja dennoch gut getan hatte. Nina ist übrigens eine fantastische Trainerin – in ihrem Kurs habe ich zum ersten Mal erlebt, was Yoga kann. Nach dem Kurs habe ich mich immer gefühlt wie frisch durchgeknetet. Und dabei voller Kraft, Energie und innerer Ruhe. Und: Bauchmuskeln!

Zu Beginn der dritten Schwangerschaft bin ich wieder zum Schwangeren-Yoga gegangen. Nach einem Kaiserschnitt und einer Saugglocken-Geburt hatte ich mir vorgenommen, mein drittes Kind im Geburtshaus Paderborn zur Welt zu bringen. Dass wir wieder zurück nach Paderborn wollten, kristallisierte sich zu dem Zeitpunkt heraus.

In diesem Kurs klärte Alexandra uns in einer Sitzung über Geburten (in Krankenhäusern) auf – und bestärkte mich darin, Marla im Geburtshaus zu kriegen, was dann ja auch so kam.

Yoga zum Vierten

Die Probleme waren weniger geworden. Ich war immer noch unter der Woche alleinerziehend (von Mo-Do), aber vieles hatte sich positiv entwickelt, und ich habe es tatsächlich auch zum vierten Kind geschafft einen Yoga-Kurs zu besuchen! Hier.

Wieder hat mich dieser Kurs auf meiner (spirituellen) Reise weiter gebracht. Vor allem habe ich durch die Yoga-Praxis mein Körper-Bewusstsein geschult, was mir während der vierten Geburt, die die dritte noch einmal getoppt hat, unheimlich geholfen hat. Keine Geburt habe ich so bewusst wahrgenommen wie diese. Sie war perfekt. Auch dank Yoga.

Wie ist das bei euch? Macht ihr Yoga?

Namasté!
Sonja

PS: Das Yoga-Outfit

Für den nächsten Yoga-Kurs habe ich mir eine MamaSun von aefflyns to go (Freebook) aus Lillestoff genäht und dazu die Yogahose von leni pepunkt*. 

Verlinkt mit RUMS, Freebook Friday, Weekend Wonderland.

 

*affiliate link: Wenn Du über diesen Link etwas bestellst, erhalte ich eine kleine Provision, vielen Dank.

 

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8 Comments

  1. Sabrina
    8 Monaten ago

    Ich mach zwar kein Yoga, aber ich habe mich unheimlich gefreut, wie glücklich du auf diesen Bildern aussiehst. So entspannt, ganz bei dir und sehr, sehr glücklich. Das ist umso schöner, wenn man dazu liest, dass der Weg zu diesem Zustand ein bisschen länger gedauert hat.
    (Also, nicht dass ich in einem abwertenden annähme, dass dein Leben jetzt immer völlig problemlos und einfach wäre. Vier Kinder und Selbstständigkeit sind sicherlich eine Herausforderung. Aber du wirkst, als könntest du damit besser umgehen als mit den früheren Zuständen. 🙂 )

    Liebe Grüße,
    Sabrina

    Reply
    1. Sonja
      7 Monaten ago

      Hallo Sabrina,

      vielen Dank :). Leider bin und wirke ich nicht immer entspannt *lach*. Aber in den vergangenen sechs Jahren habe ich tatsächlich viel an mir geändert, oder eher: geöffnet. Das hat viel mit meiner Rolle als Mama zu tun, aber auch viel mit Yoga.
      Schön, wenn das auch auf den Fotos überspringt ;).

      LG, Sonja

      Reply
  2. Ellen
    7 Monaten ago

    Liebe Sonja,

    deine "Yoga-Geschichte" gibt mir Hoffnung.
    Denn auch ich habe schon einmal einen Ausflug in eben Yoga gemacht. Auch dieser war wohl zum falschem Zeitpunkt.
    Dein "nicht aufgeben" motiviert gerade sehr. Es wäre doch gelacht, wenn wir beide (Yoga und ich) nicht zueinander finden würden 😉

    ♥liche Grüße
    Ellen

    Reply
    1. Sonja
      7 Monaten ago

      Liebe Ellen,
      es lohnt sich, es noch einmal zu probieren! Timing ist definitiv wichtig.
      Das erinnert mich daran, wie ich damals versuchte bei Nina einen Platz zu bekommen, der Kurs war schon voll. Sie sagte miram Telefon: "Wenn es wirklich sein soll, klappt es noch."
      Sie rief einen Tag später an. Eine andere Teilnehmerin musste am Knöchel operiert werden und hatte abgesagt.

      Also versuch es noch einmal! 🙂 Es ist auch kein Zufall, dass ich ausgerechnet jetzt diese Geschichte niedergeschrieben habe und du sie gelesen hast ;).

      Bin gespannt, wie deine nächste Yoga-Erfahrung wird!

      LG,
      Sonja

      Reply
    2. Ellen
      7 Monaten ago

      Liebe Sonja,
      ja es gibt keine Zufälle! Vor einigen Monaten hätte mich das Thema Yoga vielleicht gar nicht mehr gelockt. Jetzt jedoch scheint der richtige Zeitpunkt für mich zu sein.
      Danke daher für deinen Post!

      ♥liche Grüße
      Ellen
      …. die mal anregt, dass du uns deine Tattos näher zeigst 😉

      Reply
  3. Es RUMSt mit Kleid! Neu genäht: Ethnoliebe! - The Crafting Café
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    […] habe ich schwarzen Jersey und ein Reststück von Lillestoff. Ich hatte mir bereits eine MamaSun daraus genäht. Ich fand den Feder-Stoff (ich stehe auf Federn) sehr passend für […]

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  5. RUMS mit neuem Sweat-Mantel - The Crafting Café
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    […] es einfach Zeit, dass ich etwas mehr „für mich“ mache. Letzten Monat habe ich mein selbst genähtes Yoga-Outfit gezeigt. Diesen Monat habe ich mir einen Sweat-Mantel genäht. Denn trotz der Sonne ist es ja auch […]

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