In Crafting, DIY, Nachhaltigkeit

Nähzimmer Teil 3: Nähtisch selber bauen

Diesen Post schiebe ich nun schon seit einem halben Jahr vor mir her. Soviel zum Thema Zeitmanagement. Nun ja, manche Dinge brauchen einfach Zeit, und heute ist die Zeit gekommen euch mal wieder einen Einblick in mein kleines Nähreich zu geben! Ich stelle euch heute meinen selbst gebauten Nähtisch in Vintage-Optik vor, der zugleich ein kostengünstiges Upcycling ist. Vielleicht möchtest Du ja auch deinen Nähtisch selber bauen?

Mein Nähzimmer

Ich habe ja ein eigenes Nähzimmer bekommen, mein kleines Reich und Heiligtum! Hier hatte ich über den Kellerausbau berichtet – wie aus einem Abstellkeller mein Nähreich wurde! Mein DIY-Regal als Webband-Aufbewahrung hatte ich auch schon einmal vorgestellt. Heute ist nun mein selbst gebauter Upcycling-Nähtisch dran!

Wie ich auf diese Upcycling-Idee kam…

Wie ich bereits an der ein oder anderen Stelle erwähnt habe, haben wir im vergangenen Jahr das Haus meiner Mutter gekauft (über die Schwierigkeiten der Immobiliensuche als normalverdienende Familie plane ich auch noch einen eigenen Bericht…). Das Haus ist aus dem Jahr 1970.

Damit wir als sechsköpfige Familie darin Platz (und es schön!) haben, haben wir diverse Maßnahmen geplant, die auch schon begonnen haben, z.B. haben wir zwei Kinderzimmer komplett renoviert und uns auch ein sehr schönes neues Badezimmer eingerichtet. Weitere Projekte werden ein Anbau, eine neue Küche und ein neues Schlafzimmer… ich werde mich blogtechnisch also in der zweiten Jahreshälfte mehr mit „Living“ beschäftigen. Müssen.

In dem Rahmen der bisherigen Renovierungsarbeiten haben wir die 70er-Jahre Türen durch neue ersetzt. Und da setzt auch mein DIY-Nähtisch an, der ist nämlich ein Upcycling!

Upcycling aus alter Tür

Die Idee ist so einfach, man muss nur drauf kommen! Wohin mit den alten Türen? Bauen wir doch einfach einen Tisch daraus: Einen Nähtisch!

Zutaten

alte Tür (Bekanntenkreis, Schrottplatz… oder bei uns anfragen – wir werden noch ein paar Türen aussortieren! Ehrlich jetzt! Wir sind froh, wenn wir die los sind…)
2 Holzböcke*
Bondex Vintage Lack kreideweiß*
Bondex Vintage Wachs*
4 Spax-Schrauben (lang genug um durch den Querbalken des Holzbocks zu kommen)

Werkzeug
Schleifmaschine*, Akkubohrer*, Pinsel, alter Lappen

 

Anleitung: Nähtisch selber bauen

Ich wollte meinen Tür-Tisch gern in „vintage“. Eine Augenweide war die Tür natürlich in ihrem Ursprungszustand nicht. Also musste sie bearbeitet werden!

Zuerst habe ich den Türbeschlag abgeschraubt. Anschließend habe ich die Tür abgeschliffen. Hier kam wieder unsere Schleifmaschine* zum Einsatz, die ich auch bei vergangenen Upcycling-Projekten verwendet habe.

 

Im Anschluss habe ich die Tür mit Bondex Vintage Lack kreideweiß* gestrichen. Ich habe den Lack bei den anderen Projekten auch verwendet und bin sehr zufrieden  mit dem Ergebnis.

Ich habe dann nach Empfehlung des Herstellers nach dem Trocknen die Tür nochmal leicht abgeschliffen (dazu ein feineres Schleifpapier genommen, von Hand oder z.B. mit Stahlwolle wäre das auch gegangen, aber wozu hab ich das tolle Maschinchen??) und dann Bondex Vintage Wachs* mit einem alten Lappen aufgetragen. Dadurch wird die Oberfläche richtig schön glatt und hart und erhält ihre besondere, einzigartige Optik – ich mag diesen melierten Look!

Der Rest war dann Stefans Part: Erstmal die Tür in den Keller tragen und dann die beiden Holzböcke drunter schrauben. Er hat von unten geschraubt, damit die Oberfläche glatt bleibt.

In meinem Nähzimmer sieht der Tisch dann so aus (oben rechts im Bild seht ihr mein DIY-Schraubglas-Regal!):

Kleiner Nachteil: Wenn ich richtig Gas gebe (höhö), wackelt der Tisch. Ich habe schon eine aussortierte Schneidermatte unter die Nähmaschine gelegt um sie etwas abzufedern (den Tipp hab ich irgendwo gelesen), aber es geht nicht ganz weg. Eventuell werden wir also irgendwann stabilere Böcke nehmen, oder mit einem Gewicht arbeiten – die Idee hatte Stefan.

Hinten auf dem Nähtisch habe ich einen Schreibtischaufsatz von IKEA* – sehr praktisch als Verstaumöglichkeit (habt ihr auch so viele 1000 Sachen in eurem Nähzimmer???)

Trotzdem liebe ich meinen Nähtisch und bin sehr zufrieden mit meinem Projekt :). Ich hoffe, euch hat dieses Upcycling auch gefallen? Worauf steht eure Nähmaschine?

Lieber Gruß,
Sonja

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DienstagsDinge
HoT 

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Posted on 18. September 2016

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8 Comments

  1. Jeanne
    8 Monaten ago

    Liebe Sonja,
    schon toll, was man aus alten Türen so alles machen kann…In einem Second-Hand-Laden in Helsinki diente eine ausrangierte Holz-Eingangstür als Ladentisch!! Dein Nähtisch sieht klasse aus und auch um das Nähzimmer beneide ich dich richtig; (ich nähe auf dem Schreibtisch im Schlafzimmer, oder im Eßzimmer, wie wahrscheinlich der Großteil der Bevölkerung, lach 🙂
    Viele liebe Grüße
    Jeanne

    Reply
    1. Sonja
      8 Monaten ago

      Hallo Jeanne,

      oh, das kenne ich auch! *lach* Ich habe auch jahrelang auf dem Esstisch genäht – also jeden Abend alles ausgepackt und später wieder eingepackt… bis mein Mann dann ein Einsehen hatte und wir die erste Nähecke im Wohnzimmer gebaut haben. War schon ein weiter Weg bis zum heutigen Nähzimmer. Aber ich geb es jetzt nicht mehr her!

      LG, Sonja

      Reply
  2. eVa KaRToFFeLTiGeR
    8 Monaten ago

    Hallo liebe Sonja,

    sieht echt toll aus! Meine Nähmaschine steht normalerweise auf einer Küchenplatte, die mit großen Winkeln an die Wand geschraubt wurde und von drei Füßen an der Front gestützt wird. Wir haben extra an die Wand geschraubt, damit die NäMa beim Gasgeben nicht den ganzen Tisch verwackelt. Vielleicht könnt ihr die Böcke ja auch noch an der Fand fixieren? Das hilft bestimmt schon. Außerdem gibt es bei Snaply Matten dafür … aber vermutlich helfen die nur gegen Verrutschen und nicht gegen das Gewackel des Tisches?!

    Liebe Grüße und <3-lichst Eva

    Reply
    1. Sonja
      8 Monaten ago

      Hallo Eva,

      danke für den Tipp – ich werde das mal an Stefan weitergeben. Leider ist sowas dann ja mit viel Aufwand verbunden, also wird es etwas dauern…

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
  3. Ulrike Schäfer-Zimmermann
    8 Monaten ago

    Hej Sonja,
    das ist eine klasse Idee! Sieht toll aus, der Tisch federt, weil er ja nur an den Seiten auf die Böcke gelagert ist.Ich kann es jetzt nicht sehen, aber habt ihr die Platte hinten an der Wand auf eine leiste aufgelegt? also leiste an der wand verschrauben und die platte hinten auflegen und von unten verschrauben? dann kriegt das Ganze mehr Stabilität und schwingt nicht so sehr :0) wir haben vor 2 jahren unser haus hier gekauft, mit nur einem verdiener, das war auch eine lange suche nach einer bank, die das haus finanziert :0) ich kenn das!
    unsere türen sehen ganz genauso aus, aber ich denke, wuir werden sie nochmal lackieren dieses jahr :0) Ganz LG aus Dänemark, ulrike :0)

    Reply
    1. Sonja
      8 Monaten ago

      Liebe Ulrike,

      das klingt auch nach nem guten Rat – das könnten wir mal probieren, ob es gegen das Gewackel hilft! Danke!

      Bei uns war das große Problem weniger die Finanzierung (wir mietkaufen ja bei meiner Mama), sondern die Suche! Wir haben lange den Immobilienmarkt und die Preise beobachtet – das ist ja der Wahnsinn, was sie hier haben wollen. Selbst wenn wir zwei volle Gehälter hätten, wäre es nicht finanzierbar.
      (Da werde ich bestimmt nochmal Dampf zu wegbloggen…;))

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
  4. Ellen
    7 Monaten ago

    Liebe Sonja,

    die lange Tischplatte (ähm … Türe), solltet ihr unbedingt mit einer an die Wand geschraubten L-Leiste sichern. Darauf gelegt vibriert deine Türe dann nicht mehr.

    Mein Nähtisch ist ein alter Büroschreibtisch aus dem Finanzamt 😉
    Uralt, megastabil, toller Rollschrank und …. nun hat der Schreibtisch einfach ein entspantes Leben 😉

    PS: das tolle Bild von Victoria Frances habe ich im übrigen auch *gg*

    ♥liche Grüße
    Ellen

    Reply
    1. Sonja
      7 Monaten ago

      Hallo Ellen,

      das Bild ist ein puzzle! Ich liebe Victoria Frances Bilder – ich mag diese düster-romantische Atmosphäre :). Wenn es die als Stoff gäbe!

      LG, Sonja

      Reply

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