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Tutorial: Utensilo/Snackbeutel/Shopper aus einem Stück nähen

Letzte Woche habe ich Euch meinen London-Shopper gezeigt, den ich aus einem Stück genäht habe, und ich habe ein Schritt-für-Schritt-Tutorial angekündigt. Hier ist es! Viel Spaß damit.

Dieses Tutorial ist für alle, die gern beim Zuschneiden Zeit sparen wollen.
Es ist wirklich egal ob Shopper, Utensilo oder Snackbeutel – alle diese Taschenkörper lassen sich mit dieser Technik nähen. Wer ein bisschen Erfahrung hat, wird die hier gezeigte Technik schnell auf andere Taschengrößen adaptieren können.

Ich zeige Dir Schritt für Schritt, wie ich ein Utensilo nach der Technik nähe. Zum Schluss habe ich die pdf-Version dieses Tutorials verlinkt. Darin enthalten ist auch die genaue Formel, wie man sich die Maße für das eigene Projekt ausrechnet.


Mein Utensilo hat fertig die Maße (bxhxt) 20cm x 25cm x 20cm.

Zutaten 

Du brauchst:

  • 2 (harmonierende)
    Baumwollstoffe, je 35cm x 80cm – Du kannst selbstverständlich auch ein
    Upcycling z.B. aus alter Jeans machen, oder Wachstuch als Innenstoff nehmen,
    oder was auch immer. Der Einfachheit halber bleibt diese Anleitung bei zwei
    Baumwollstoffen.
  • H630: 35cm x 80cm 
  • Vlieseline : 35cm x 80cm

Optional: 
Webband, Applikationen,
Glitzer, Dein Label…
Hilfreich sind außerdem ein
Rollschneider, Schneidermatte, Quiltlineal, …

 

Vorbereitung

Schneide Deine zwei
Stoffstücke und je ein Stück H630 und Vlieseline in den Maßen 35cm x 80cm (oder
in den von Dir gewünschten Maßen) zu und bügle H630 und die Vlieseline auf die
linken Stoffseiten auf: H630 auf den Innenstoff, Vlieseline auf den Außenstoff.
Hinweis: Wenn
Du innen Wachstuch verwendest, bügelst Du da nichts hinter. In dem Fall würde
ich auf den Außenstoff H630 bügeln.
Wenn Du irgendwelche
Applikationen, Webbänder etc. verwenden willst, ist jetzt der richtige
Zeitpunkt die anzubringen. Damit Du sie dahin platzierst, wo sie hinsollen,
lies am besten einmal die Anleitung komplett durch oder näh ein Probestück. Das
gilt auch für etwaige Innentaschen oder Taschengurte, wenn Du nach dieser
Anleitung einen Shopper nähst.

Nähen

Lege Deinen Stoff quer und
schlage ihn einmal in der Mitte rechts auf rechts aufeinander, sodass die
kurzen Seiten (=35cm) aufeinander liegen. Näh die Kante zusammen. Hinweis: Wenn Du den Innenstoff
zusammennähst, lass eine Wendeöffnung am besten mittig frei.
Du hast jetzt einen Schlauch.
Leg Dir die Naht mittig gegenüber der anderen Seite. Ein Bild sagt mehr:

Näh die untere Kante fest.
Dann hast du schon eine
einfache Tasche. Beul sie Dir ein bisschen zurecht, so wie auf dem Bild. 

Erfahrene Näherinnen ahnen
jetzt schon, wohin die Reise geht. Wie ich eingangs bei der Maßanpassung schon
sagte, legt man die Tiefe der Tasche erst im Nähprozess fest. Und zwar jetzt.
Wer schon Taschen genäht hat, weiß, dass man jetzt die „Dreiecke“
rausschneidet. Auf dem oberen Bild deutet sich das schon an.
Miss erstmal aus, wie tief
Dein Utensilo/Deine Tasche werden soll:

Und dann ist es wichtig genau
im 45°-Winkel das Dreieck abzusteppen! (Auf dem Bild halte ich das Lineal
leicht schief, also davon nicht verunsichern lassen!). Ich habe mir zur
Orientierung eine Linie eingezeichnet, wo ich nähen muss.
Verfahre so mit beiden Seiten!
Achte darauf, auf beiden Seiten exakt zu nähen, es sei denn, Du wünschst Dir
einen asymmetrischen Boden. Ich habe das noch nicht ausprobiert, aber das
müsste grundsätzlich gehen. Wer das ausprobiert, schick mir bitte Links, da bin
ich neugierig.
Nach dem Absteppen der
Dreiecke werden diese abgeschnitten. Das ist unser Verschnitt.

Der Blick hinein sieht so aus:

Jetzt nähst Du noch fix aus
dem Futterstoff nochmal genauso, dabei die Wendeöffnung nicht vergessen! (Ich
sag’s lieber einmal zu oft – ich hab sie nämlich auch vergessen…)
Jetzt kommt der Teil, den
erfahrene Näherinnen schon kennen. Der Vollständigkeit halber erkläre ich
weiter. Wenn Du beide Taschen fertig hast, steckst Du sie so ineinander:

Die Stoffe zeigen rechts auf
rechts aufeinander; der Innenstoff ist außen. Im Innenstoff hast Du ja eine
Wendeöffnung gelassen, das ist wichtig. Die obere Kante, die wir hier offen
sehen, wird nun füßchenbreit zusammengenäht.
Anschließend wendest Du das
Utensilo durch die Wendeöffnung und schließt die Wendeöffnung. Das kannst Du
per Hand mit einem Matratzenstich machen oder wie ich ganz knappkantig mit der
Nähma drüber.
(Pers. Anm.: Wenn ich so
fleißig wäre, dass ich hierfür den Matratzenstich verwenden würde, wär ich auch
fleißig genug um dieses Utensilo aus vier Teilen statt aus zweien zu nähen…)
Zum Schluss wird dann die
geschlossene Kante oben auch noch einmal schön füßchenbreit abgesteppt. Hier
kann man auch einen hübschen Zierstich einsetzen.
Und das war es schon! Voilà:

Fertig ist Dein Utensilo!

Zahlreiche
Variationsmöglichkeiten sind hier noch drin! Ich bin schon gespannt, was Du so
daraus machst! Frag mich ruhig, wenn Du
irgendwo nicht weiterkommst!
Ansonsten wünsche ich Dir
jetzt erstmal viel Spaß beim Nähen und freue mich, wenn Du Dein Ergebnis hier verlinkst. Auch sonstige Kommentare, Klicks, Likes etc. steigern meine Motivation :).
Die ausführliche pdf-Version des Tutorials inkl. der Maßanpassung findest Du hier
Diese Anleitung wird verlinkt mit Kostenlose Schnittmuster, greenfietsens Taschen-Sew-Along, zu dem ich noch was anderes beitragen wollte, Handmade on Tuesday und Dienstagsdinge.
Viele Grüße,
Sonja



stoffe.de

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*Beim Einkauf über dieses Banner erhalte ich eine kleine Provision, vielen Dank.

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5 Comments

  1. Sonja
    2 Jahren ago

    Uuuuups, jetzt habe ich das Tutorial auch auf Handmadekultur verlinkt, und irgendwie ist der Beitrag auf dem Blog kurzzeitig verschwunden! ===:o
    Jetzt ist er wieder da und bleibt auch!!
    Ich entschuldige mich für den faux pas und hoffe damit niemand verprellt zu haben… *alleranfangistschwer*

    LG und happy sewing,
    Sonja

    Reply
  2. Vera
    2 Jahren ago

    Liebe Sonja,
    eine schöne, verständliche Anleitung. Da hast Du Dir sehr viel Arbeit gemacht.
    Bei solchen Utensilos lasse ich immer eine Wendeöffnung, wenn ich die beiden Taschen ineinander gesteckt habe. Dann nähe ich oben den Rand eben nicht ganz zu. Nach dem Wenden wird der Rand ja sowieso noch abgesteppt und die Wendeöffnung ganz automatisch mit verschlossen. Das spart die Handarbeit mit dem Matratzenstich 😉
    Liebe Grüße,
    Vera

    Reply
    1. Sonja
      2 Jahren ago

      Liebe Vera,

      vielen Dank für den Hinweis, das ist natürlich richtig; so kann man das auch machen! 🙂
      Und danke für deinen lieben Kommentar!

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Reply
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    Reply
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    Reply

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